Gemeinde Krummennaab
Hauptstr. 1
92703 Krummennaab

http://www.krummennaab.de

Krummennaab

160pxAbb. 1 Wappen von Krummennaab
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 480 m
Fläche 17.72 km2
PLZ 92703
Vorwahl 09682
Gliederung 17 Ortsteile
Website www.krummennaab.de
Bürgermeister Ulrich Roth (SPD)
Krummennaab (bairisch: Krummanoo) ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Krummennaab.

Geografie

Geografische Lage

Krummennaab liegt zwischen den Naturparks Oberpfälzer Wald und Steinwald.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Krummennaab gliedert sich in 17 Ortsteile:

  • Bayrischhof
  • Burggrub
  • Kammerermühle (PLZ 92681)
  • Kohlbühl
  • Krummennaab
  • Kühlenmorgen
  • Lehen
  • Mittelberg
  • Reisermühle
  • Sassenhof (PLZ 92681)
  • Schmierofen
  • Steinbühl
  • Stockau
  • Thumsenreuth
  • Trautenberg
  • Waffenhammer
  • Ziegelhütte

Geschichte

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts erwarben die Notthafft von Weißenstein das Dorf und die Burg Krummennaab. Vorher befand sich der Ort im Besitz der Familie Wild von Wildenreuth (Wellenreuth). 1564 gelangte das Rittergut an Georg Wispeck von Velburg, von dem es 1571 Georg von Rochau erwarb. Die Rochau besaßen Krummennaab bis nach dem Dreißigjährigen Krieg. 1668 erwarb Wolf Ernst von Lindenfels auf Weidenberg den Besitz.Die mittelalterliche Burg war wahrscheinlich eine mit Wassergraben umgebene Niederungsburg und befand sich im Unteren Dorf auf einer von der Naab und dem Mühlgraben umflossenen Insel. 1717 wurde im alten Schlössl von Karl Christian von Lindenfels eine Glas-Polier-Mühle eingerichtet. In der Nachbarschaft befand sich auch eine zum Rittergut gehörende Mahlmühle, sowie das Gärtner- und Jägerhaus.Wann das neue Schloss im oberen Dorf erbaut wurde, ist unklar. Das Pächterhaus im geräumigen Schlosshof trug einst das Wappen des Wolf Ernst von Lindenfels († 1699) und seiner Gemahlin Magdalena von Giech. Das Schlossgebäude selbst wurde nach einem Brandunglück im Jahr 1705 von Karl Christian von Lindenfels wieder aufgebaut.1724/25 erwarb der französische Adelige Louis Anne de Sainte Marie Eglise das Gut Krummennaab und gründete eine Glaspoliere. Nach seinem Tod im Jahr 1756 wechselte das Schloss mehrfach seine adeligen Besitzer, bis es 1787 an Johann Georg von Grafenstein gelangte, dessen Nachkommen es bis 1856 besaßen. Der letzte adelige Besitzer Krummennaabs, Karl Theodor Freiherr von Künsberg, zertrümmerte den Gutsbesitz und verkaufte auch die Schlossgebäude in bürgerliche Hände.1894 wurde im alten Schloss eine Porzellanfabrik eingerichtet, die 1939 vom Weidener Porzellanfabrikanten Wilhelm Seltmann erworben wurde. Nach und nach mussten alle Gebäude des Schlossgutes den Bauten der Porzellanfabrik weichen. Das Schlossgebäude selbst fiel 1966 der Baggerschaufel zum Opfer. Heute erinnern nur noch zwei in ein modernes Wohngebäude eingemauerte Wappensteine und eine barocke Zaunsäule an das ehemalige Schloss Krummennaab.

  • Siehe auch Burg Trautenberg

Eingemeindungen

Im Jahr 1939 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Burggrub eingegliedert. Im Jahr 1945 oder 1946 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Trautenberg hinzu. Thumsenreuth folgte am 1. Juli 1972.

Politik

Wappen

Blasonierung: Geteilt; oben geteilt von Rot und Silber, darin drei blaue Spitzen; unten in Blau ein goldener Adler.

Die Gemeinde führt das Wappen seit 1962.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Krummennaab

Bauwerke

  • Die Evangelische Pfarrkirche ist im Kern noch spätgotisch (15. Jahrhundert). Ihr heutiges Aussehen mit der neugotischen Turmfront erhielt sie nach einem Brand im Jahr 1832. Die Ausstattung stammt im Wesentlichen aus der Zeit um 1730.
  • Die Gebäude des Schlosses Krummennaab mussten im 20. Jahrhundert dem Industriekomplex der Porzellanfabrik Seltmann Weiden weichen. Sie bestimmt heute das Ortsbild von Krummennaab.
  • Schloss Burggrub (Krummennaab), ehemalige Landsasserei im Ortsteil Burggrub

Naturdenkmäler

Krummennaab liegt zwischen dem Steinwald und dem Naturschutzgebiet Waldnaabtal.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Krummennaab liegt an der B 299. Über die Anschlussstelle Falkenberg (Entfernung: acht Kilometer) verfügt der Ort über eine gute Anbindung an die A 93 Regensburg-Hof.

Ansässige Unternehmen

bis 2006 Porzellanfabrik Seltmann

Öffentliche Einrichtungen

  • Im Ortsteil Thumsenreuth gibt es einen Badeweiher mit Campingplatz.
  • Krummennaab hat einen der katholischen Kirchengemeinde gehörenden Kindergarten sowie eine Grundschule mit derzeit (Stand 2008) 168 Schülern.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

  • Johann Baptist Höcht (1970–1950), Weihbischof in Regensburg
  • Elke Hermannsdörfer (* 9. November 1947 in Thumsenreuth), Schriftstellerin

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Anton von Grafenstein (* 14. Januar 1780 in Parkstein; † 1854 in Krummennaab), Königlicher Postmeister, war Besitzer des Schlosses.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Krummennaab

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