Strassen
Einrichtungen
Wunsiedel
Navigation
Deutschlandkarte
Stadtplan Wunsiedel
Stadt
Wunsiedel
Marktplatz 6
95632 Wunsiedel

http://www.wunsiedel.de

Wunsiedel

160pxAbb. 1 Wappen von Wunsiedel
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 525 - 939 m
PLZ 95632
Vorwahl 09232
Gliederung 30 Stadtteile
Website wunsiedel.de
Erster Bürgermeister Nicolas Lahovnik (CSU)
Wunsiedel () ist die Kreisstadt des oberfränkischen Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge und liegt an der Bayerischen Porzellanstraße.

Wunsiedel ist Geburtsort des Schriftstellers Jean Paul und Austragungsort der alljährlichen Luisenburg-Festspiele. Sie ist eine von 13 leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern.

Geografie

Geografische Lage

Wunsiedel liegt im Zentrum des Fichtelgebirges im östlichen Oberfranken nahe der Grenze zur Oberpfalz auf der Selb-Wunsiedler-Hochfläche. Die Kernstadt befindet sich auf 525 m ü. NHN im Tal der Röslau, jedoch erstreckt sich das Gemeindegebiet bis zum Gipfel der Kösseine auf 939 m ü. NHN, an deren Fuß die Stadt liegt. Unmittelbar südlich des Talbodens an der Röslau erhebt sich der 618 m hohe Katharinenberg mit der Ruine der Wallfahrtskirche Sankt Katharina. Der Berg wird als Bürgerpark genutzt. Nördlich der Stadt liegt das Hochmoor Zeitelmoos, das heutzutage durch ein Naturschutzgebiet geschützt ist.

Wunsiedel bildet mit der Nachbarstadt Marktredwitz das gemeinsame Oberzentrum Marktredwitz-Wunsiedel. Die nächstgelegenen Oberzentren sind Hof (Saale) und Bayreuth, die jeweils circa 50 km von Wunsiedel entfernt sind.

Stadtgliederung

Die Stadt umfasst 30 Gemeindeteile:
  • Bernstein
  • Breitenbrunn
  • Fleißenhammer
  • Furthammer
  • Göpfersgrün
  • Göringsreuth
  • Hauenreuth
  • Hildenbach
  • Hildenmühle
  • Holenbrunn
  • Johanneszeche
  • Juliushammer
  • Klause
  • Kösseinehaus
  • Krohenhammer
  • Luisenburg
  • Schneckenhammer
  • Schneckenmühle
  • Schönbrunn
  • Schönlind
  • Sinatengrün
  • Stemmasgrün
  • Stollenmühle
  • Valetsberg
  • Walkmühle
  • Wiesenmühle
  • Wintersberg
  • Wintersreuth
  • Wunsiedel
  • Ziegelhütte

Die Ortsteile Schönbrunn und Holenbrunn sind deutlich größer als die anderen. Schönbrunn mit Furthammer und vor allem Holenbrunn grenzen nahezu direkt an die Kernstadt an.

Geschichte

Geschichte bis 1890

Der Ort wurde erstmals 1163 als Sitz eines Ministerialen Adelbertus oder Albrecht urkundlich erwähnt und gehörte seinerzeit zum Verwaltungsbezirk Eger (Regio Egere). Im Jahr 1285 erhielt Burggraf Friedrich III. von Nürnberg die Lehnsherrschaft über die Burg Wunsiedel durch König Rudolf I. von Habsburg. Bereits 1326 wurden Wunsiedel die Stadtrechte durch Burggraf Friedrich IV. verliehen und 1328 durch Kaiser Ludwig den Bayern bestätigt. In der Folgezeit entwickelte sich Wunsiedel zum Zentrum des Bergbaus im Fichtelgebirge. Vornehmlich von 1250 bis 1450 profitierte die Stadt vom Zinnbergbau und erlangte trotz ihrer ungünstigen Verkehrslage große wirtschaftliche Bedeutung in der Region, insbesondere durch die Herstellung von Weißblech durch das ansässige Schmiedehandwerk, welches jedoch Ende des 15. Jahrhunderts auch als Folge der Hussitenkriege einbrach. 1430 konnten die Hussiten in der Schlacht am Katharinenberg von Hans von Kotzau geschlagen werden.

Während dieser Zeit der wirtschaftlichen Krise wurde von Eger aus der Versuch unternommen, die Stadt Wunsiedel und das umliegende Gebiet wieder unter die böhmische Herrschaft der Stadt Eger zu bringen. Jobst von Schirnding jedoch besiegte die Böhmen 1462 ebenfalls am Katharinenberg, sodass das Vorhaben misslang.

Die anhaltende Krise gipfelte während des Bauernkriegs 1525 schließlich in einem Aufstand der Wunsiedler Bevölkerung, jedoch konnte weder dadurch, noch durch die 1528 eingeführte Reformation die wirtschaftliche Lage verbessert werden. Die Markgrafen, besonders Markgraf Georg Friedrich, der ab 1588 im Amt war, und der Wunsiedler Rat waren so gezwungen, die Situation für die Bürger zu verbessern. In dieser Zeit entstanden Bildungseinrichtungen wie etwa eine Lateinschule und es kam zu einem erneuten wirtschaftlichen Aufschwung des Ortes, der jedoch durch den Dreißigjährigen Krieg beendet wurde.

1504 wurde Wunsiedel, mittlerweile im Besitz der Hohenzollern, Teil des Sechsämterlandes und 1613 dessen Hauptort. Dem Amtshauptmann in Wunsiedel waren die Amtmänner in Hohenberg, Weißenstadt, Kirchenlamitz, Selb und Thierstein unterstellt (siehe auch Liste der Amtmänner des Sechsämterlandes). Der Ort entwickelte sich zum Verwaltungssitz und viele Beamtenfamilien siedelten sich in Wunsiedel an, auch eine Superintendentur befand sich in der Stadt.

Bis 1792 gehörte die Stadt zum hohenzollernschen Fürstentum Bayreuth und seit 1500 auch zum Fränkischen Reichskreis. Nach der Abdankung des letzten Markgrafen Karl Alexander von Brandenburg-Ansbach stand sie von 1792 bis 1806 unter preußischer Verwaltung und war vier Jahre von napoleonischen Truppen besetzt. 1810 kam Wunsiedel zum Königreich Bayern, wo es zum Obermainkreis gehörte, der schließlich 1837 in Oberfranken aufging.

Die neuerliche Zugehörigkeit zu Bayern führte dazu, dass nach fast 300 Jahren ab etwa 1840 wieder Katholiken in die seit 1528 reformierte Stadt Wunsiedel kamen. Nachdem die Wunsiedler Katholiken einige Jahre von der Pfarrei Marktredwitz betreut worden waren, wurde zwischen 1883 und 1884 auf Betreiben des Regensburger Bischofs Ignatius von Senestrey schließlich die Pfarrkirche Zu den Zwölf Aposteln im Westen der Stadt erbaut und geweiht. Die katholische Gemeinde wuchs in der Folgezeit und besonders durch die Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg auf über 5000 Mitglieder an.

Da die schlechte Verkehrsanbindung trotz einer Eisenbahnverbindung nach Holenbrunn 1877 weiterhin bestehen blieb, bemühte sich Wunsiedel im 19. Jahrhundert, den Fremdenverkehr in der Region zu etablieren. Bereits 1790 wurde das Felsenlabyrinth auf der Luisenburg für den Tourismus erschlossen und auch der Katharinenberg wurde als Bürgerpark neugestaltet. Zur 100-Jahr-Feier der Erschließung der Luisenburg wurde im Jahr 1890 ein Bergfestspiel im Felsenlabyrinth aufgeführt, das sich schnell etablierte und aus dem die Luisenburg-Festspiele erwuchsen, die heute rund 150.000 Besucher pro Jahr anziehen.

Brände in den Jahren 1476, 1547, 1607, 1636, 1644, 1646, 1657 und 1731 vernichteten jeweils Teile der Stadt. Nach dem letzten Großbrand im Jahre 1834, der zwei Drittel Wunsiedels zerstörte, erhielt die Stadt ein klassizistisches Stadtbild.

Geschichte ab 1890

Ab etwa 1890 hielt die Industrialisierung in Wunsiedel einzug, wie in vielen weiteren Orten der Region siedelten sich Porzellanfabriken an, hier allen voran die Firma Retsch im Jahre 1891. Auch die Textilindustrie und die steinverarbetende Industrie wurden verstärkt in der Stadt ansässig, beispielsweise Buntweberei Weber & Ott und die Grasyma (vereinigte Fichtelgebirgs-Granit-, -Syenit- und Marmorwerke AG). Im Jahr 1913 wurde zudem die 1877 erbaute Nebenbahnlinie von Holenbrunn nach Wunsiedel bis nach Leupoldsdorf fortgesetzt. Diese Faktoren hatten für die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen deutlichen Anstieg der Einwohnerzahlen von 3770 im Jahr 1890 auf 5850 im Jahr 1910 zur Folge.

Der Erste Weltkrieg sorgte in Wunsiedel insbesondere ab 1916 für eine immer schlechtere Versorgungslage, die durch zahlreiche Sommergäste noch verschlimmert wurde. Dies führte 1917 und 1918 zu mehreren Aufständen der ortsansässigen Bevölkerung, die im Wesentlichen die Vertreibung der Sommergäste zum Ziel hatten, um die Versorgung der Einheimischen zu gewährleisten. Unmittelbar vor Kriegsende forderte dann im Oktober 1918 eine schwere Grippewelle viele Tote im Stadtgebiet. Des Weiteren verlor die Stadt während des Krieges 140 Einwohner, die als Soldaten an den Fronten gefallen waren.

Im Jahr 1920 kam es in Wunsiedel zu einem weiteren Aufstand, diesmal durch Anhänger der USPD. Im Anschluss an die Ausrufung einer Räterepublik in Hof am 14. März besetzte ein Trupp von USPD-Anhängern die örtliche Polizeiwache und rief in den Wirtshäusern zum Straßenkampf gegen die alarmierte Einwohnerwehr auf. Erst nach langen Verhandlungen und dem Eintreffen der Chiemgauer, einer Truppe, die von der Reichswehr bei Unruhen eingesetzt wurde, endete der Ausnahmezustand in der Stadt.

Die folgenden Zwanziger Jahre brachten dem Ort steigende Übernachtungszahlen, die bald das Vorkriegsniveau erreicht hatten und durch gezielte Verschönerungsmaßnahmen im Stadtgebiet und am Katharinenberg befördert wurden. Auch die Luisenburg-Festspiele wurden 1924 erstmals nach dem Weltkrieg wiederbelebt und mit professionellen Schauspielern und klassischem Theater in den Folgejahren sehr erfolgreich betrieben. Jedoch trafen die Inflation 1923 und die Weltwirtschaftskrise 1928 die Wirtschaft in Wunsiedel hart, sodass die Stadt zu Beginn der Dreißiger Jahre viele Arbeitslose vorzuweisen hatte. Dies spiegelte sich auch in der politischen Stimmung in Wunsiedel wieder. War die Wunsiedler Bevölkerung zu Beginn der Weimarer Republik noch stark der USPD und später insbesondere der Sozialdemokratie zugeneigt, entwickelte sich die NSDAP bereits bis 1932 zur stärksten Partei der Stadt. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch die Verbindung der Familie von Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß nach Wunsiedel, weshalb Rudolf Heß bereits am 6. September 1933 zum Ehrenbürger der Stadt Wunsiedel erklärt wurde.

Vom Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt weitestgehend verschont, lediglich Anfang 1945 kam es zu vereinzelten Fliegerangriffen, die jedoch nur leichte Schäden im Bahnhofsgebiet verursachten. Am 19. April 1945 marschierten amerikanische Truppen in Wunsiedel ein und beendeten so den Krieg für die Stadt. In der Folgezeit stieg die Einwohnerzahl der Stadt verglichen mit dem Vorkriegszustand durch Flüchtlinge aus Schlesien und aus dem Sudetenland um knapp 3000 auf über 9000 Einwohner.

Durch die Gebietsreform in Bayern 1972 wurde der Altlandkreis Wunsiedel zum neuen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge erweitert, der in seinen Grenzen in etwa dem alten Sechsämterland entspricht und dessen Kreisstadt Wunsiedel ist.

Seit dem Suizid von Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß (17. August 1987) veranstalteten Neonazis einen jährlichen Rudolf-Heß-Gedenkmarsch zu seinem Grab in Wunsiedel. Von 1991 an war der Marsch einige Male verboten, die Teilnehmer missachteten die Verbote jedoch. Die Antifa mobilisierte bundesweit zu Gegenveranstaltungen, zu denen anfangs Tausende, 1997 noch rund 600 Personen kamen. 2004 erlaubten der Bayerische Verwaltungsgerichtshof und das Bundesverfassungsgericht die „Gedenkmärsche“. Daraufhin kamen 2004 rund 4500 Neonazis nach Wunsiedel. Dortige Bürgerinitiativen organisierten Gegendemonstrationen. 2005 verboten Bayerische Verwaltungsgerichte den Aufmarsch aufgrund einer neuen Fassung des Volksverhetzungsparagraphen; 2009 bestätigte das Bundesverfassungsgericht letztlich diese Urteile (Wunsiedel-Entscheidung). Am 23. September 2008 verlieh die Bundesregierung Wunsiedel auch für seinen Umgang mit dem Neonaziaufmarsch den Titel „Ort der Vielfalt“. Das Grab von Rudolf Heß wurde im Juli 2011 nach Ablauf des Pachtvertrages aufgelöst, der Leichnam exhumiert, verbrannt und seine Asche zerstreut, um die Pilgerfahrten von Neonazis zu beenden.

Gleichwohl setzten diese ihre jährlichen Rudolf-Heß-Aufmärsche in Wunsiedel und andernorts (Quedlinburg, Rudolstadt, Spandau) fort. Für den 15. November 2014 verwandelten die Bewohner von Wunsiedel einen solchen Aufmarsch in den „unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands“: Unter dem Motto „Rechts gegen Rechts“ wurde die Laufstrecke mit satirisch bedruckten bunten Bannern geschmückt und von Unterstützern aus der Region für jeden gelaufenen Meter 10 Euro an Exit Deutschland gespendet. Am Zielort wurden „Siegerurkunden“ an die Teilnehmer vergeben, auf denen ihnen Exit Hilfe beim Ausstieg aus der rechten Szene anbot.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schönbrunn eingegliedert. Am 1. Januar 1978 kamen die ebenfalls selbständigen Gemeinden Bernstein, Hildenbach und Holenbrunn hinzu.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Bevölkerung
1840 5.861
1871 5.734
1900 7.281
1925 8.527
1939 8.810
1950 12.617
1961 12.259
1970 11.358
1987 9.808
2011 9.555
2020 9.252

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 9808 auf 9259 um 542 bzw. um 5,5 %.

Religionen

Im Jahr 1987 waren 2960 Personen, bzw. 30,2 % der Wunsiedler Bevölkerung katholischen Glaubens, während 65,9 %, bzw. 6464 Personen sich zum evangelischen Glauben bekannten. Bis 2011 nahm sowohl die Anzahl der Mitglieder als auch der Anteil an der Bevölkerung bei beiden christlichen Konfessionen ab, jedoch war die Evangelische Kirche in stärkerem Umfang von diesem Rückgang betroffen. Zu ihr bekannten sich 2011 5.360 Wunsiedler, bzw. 56,1 %. Die Katholische Kirche hatte in Wunsiedel 2011 noch 2.666 Mitglieder, bzw. 27,9 %.

Politik

Erste Bürgermeister

  • Karl Walter (CSU): bis 1990
  • Otto Rothe (SPD): 1990 bis 2002
  • Karl-Willi Beck (CSU): 2002 bis 2020
  • Nicolas Lahovnik (CSU): seit 2020

Am 15. März 2020 wurde Nicolas Lahovnik (CSU) im ersten Wahlgang bei vier Gegenkandidaten mit 62,3 Prozent zum neuen Ersten Bürgermeister der Festspielstadt Wunsiedel gewählt. Er trat sein Amt zum 1. Mai 2020 an.

Stadtrat

Die Kommunalwahlen seit 2002 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat:

2002 2008 2014 2020
CSU 13 11 7 8
SPD 7 5 4 3
Bündnis 90/Die Grünen 1 1 1 2
Freie Wähler 3 2 2
Aktive Bürger 3 4 3
Bunte Liste Wunsiedel 1 2 1
Wählergemeinschaft e. V./Freie Bürger 3
AfD 1
Gesamt 24 24 20 20

Wappen

Städtepartnerschaften

Wunsiedel pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:

  • Mende, Frankreich (1980)
  • Schwarzenberg, Sachsen / Deutschland (1990)
  • Volterra, Italien (2006)
  • Ostrov, Tschechien (2009)
  • Łapy, Polen (2014)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Lokale Kultur und Dialekt

Wunsiedel ist das Zentrum des Sechsämterlandes, eines historischen Verwaltungsgebiets, dessen Grenzen in etwa den Grenzen des heutigen Landkreises Wunsiedel entsprechen. Die Kultur der Gegend wurde durch das benachbarte Böhmen geprägt, weshalb es viele kulturelle Gemeinsamkeiten mit dem angrenzenden Egerland und dem Stiftland gibt. Auch die Mundart der Stadt und der Region ist trotz der Zugehörigkeit zu Oberfranken von der Oberpfalz geprägt, man spricht einen nordbairischen Dialekt.

Die fränkische Bierstraße verläuft durch die Stadt Wunsiedel, in der durch die Nähe zur Oberpfalz die Kultur des Zoigl-Bieres verbreitet ist. Zudem haben sich trotz der geringen Größe der Stadt zwei Brauereien erhalten, die Hönicka-Bräu in der Kernstadt und die Lang-Bräu im Ortsteil Schönbrunn.

Kulturelle Veranstaltungen

Alljährlich am Samstag vor Johanni (24. Juni) findet in Wunsiedel ein Brunnenfest statt (siehe Hauptartikel Wunsiedler Brunnenfest). Das Fest geht der Legende nach auf einen außergewöhnlich trockenen Sommer im 18. Jahrhundert zurück, bei dem die Brunnen im Stadtgebiet versiegten. Als die Brunnen schließlich wieder Wasser führten, wurden sie von den Wunsiedler Bürgern aus Dankbarkeit geschmückt und verziert, ein Ritual das seitdem jedes Jahr wiederholt wird. Traditionell ziehen dabei Musikantengruppen von Brunnen zu Brunnen und spielen dort ihre Ständchen. Die Besucher folgen den Musikanten oder sie wandern selbst die Brunnen ab. In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind viele weitere Attraktionen hinzugekommen, wie etwa ein Flohmarkt, Livemusik von verschiedenen Bands und allerlei Essensstände, die die Besucher mit diversen Gerichten verköstigen. Seit 1833 ist das Fest belegt, das genaue Entstehungsjahr ist jedoch unbekannt. Im Jahr 2016 wurde das Fest zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO erhoben.

Seit 1890 finden auf der Luisenburg bei Wunsiedel jedes Jahr von Mai bis September die Luisenburg-Festspiele statt (siehe Hauptartikel Luisenburg-Festspiele). Es handelt sich dabei um ein Freilichttheater vor der Kulisse des Felsenlabyriths. Sie werden seit 1914 von professionellen Schauspielern gestaltet und umfassen neben mehreren Eigenproduktionen auch Oper- und Operettengastspiele, sowie Konzerte. Jährlich kommen bis zu 150.000 Besucher zu den Festspielen, die somit zu den erfolgreichsten Naturbühnen in Deutschland zählen. Wunsiedel zählt durch die Luisenburg-Festspiele neben Bad Hersfeld oder Rathen zu den 10 Deutschen Festspielorten.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen

  • Volks- und Wiesenfest auf dem städtischen Festplatz jeweils von Freitag bis Dienstag in der ersten Juliwoche
  • Wunsiedler Kultnacht am zweiten Samstag im Mai
  • Museumsfest im Fichtelgebirgsmuseum am zweiten Sonntag im September
  • Wunsiedler Kneipennacht Anfang November
  • Sechsämterland Holztage (ehemals Wunsiedler Holztage, bis 2013 in zweijährlichem Rhythmus, 2015 entfallen)
  • Collis Clamat (Großes mittelalterliches Ereignis), Katharinenberg
  • Wunstock Festival (Open-Air-Festival für Sub-Kulturen) meist Mitte September

Museen

  • Das Fichtelgebirgsmuseum ist das größte bayerische Regionalmuseum mit umfangreicher Gesteins- und Mineraliensammlung.
  • Im Deutschen Natursteinarchiv befindet sich mit 5500 Musterplatten von Naturwerksteinen aus aller Welt die weltweit größte einschlägige Sammlung.

Bauwerke

  • Stadtpfarrkirche St. Veit
  • Spitalkirche St. Maria
  • Katholische Pfarrkirche Zu den Zwölf Aposteln
  • Friedhofskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit
  • Die Kirchenruine St. Katharina auf dem Katharinenberg ist das älteste Baudenkmal der Stadt.
  • Das Rathaus wurde von 1835 bis 1837 erbaut.
  • Das Koppetentor, einzig erhaltenes Tor der ehemaligen Stadtbefestigung, wurde 1471 errichtet.
  • Jean-Paul-Geburtshaus (ehemaliges Schulhaus) mit Jean-Paul-Büste von Ludwig Schwanthaler
  • Schloss Bernstein
  • Historische Milchgruben im Ortsteil Schönbrunn
  • Standorte ehemaliger Burganlagen (Turmhügelanlagen) in den Ortsteilen Schönbrunn und Schönlind

Parks

  • Luisenburg-Felsenlabyrinth, bürgerlicher Landschaftsgarten und nationales Geotop
  • Bürgerpark Katharinenberg mit Rotwildgehege und Greifvogelpark mit Falknerei
  • Der Eisweiher ist ein künstlich angelegter Weiher, der von einem Park umgeben ist. Durch diesen fließt die Röslau und der Mühlbach. Im Sommer werden Ruder- und Tretboote verliehen, es gibt einen Kiosk und eine Minigolfanlage.
  • Auf dem Friedhof, auf dem auch Rudolf Heß bis Juli 2011 bestattet war, befinden sich Einzel- und Reihengräber von dreißig KZ-Insassen, die bei einem der Todesmärsche am 15. April 1945 von SS-Wachmannschaften ermordet wurden.

Sport

Neben der Fichtelgebirgshalle und dem Fichtelgebirgsstadion gibt es das städtische Freibad mit Sauna und das Hallenbad. Auf dem Katharinenberg steht eine moderne Jugendherberge. In der Hornschuchstraße befindet sich ein in städtischer Regie geführtes renoviertes Jugendzentrum. Zur Naherholung dient das Freizeitgelände um den Sportteich (Freibad mit Wasserrutsche, Natursauna, Minigolf, Kegeln, Tretbootfahren und Tennis). Neben den Sportanlagen der Vereine gibt es verschiedene Kinderspielplätze. Am 21. Dezember 2009 wurde im Gebäude der ehemaligen Zuckerfabrik die höchste Kletteranlage Nordbayerns eröffnet (Zuckerhut).

Wunsiedel ist Ausgangsort für Wanderungen in das gesamte Fichtelgebirge. Durch die Kreisstadt verlaufen der Jean-Paul-Weg, der Höhenweg und der Röslaweg. Es besteht ein Anschlussweg zum Weitwanderweg Fränkischer Gebirgsweg auf der Luisenburg. In der Stadtmitte beginnen der Königin-Luise-Rundweg, der Landschaftslehrpfad und verschiedene Rundwanderwege. Durch die Stadt führt der Brückenradweg Bayern-Böhmen, der östlich zum tschechischen Asch und westlich über Bischofsgrün zum Main-Radweg führt. Auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände direkt am Brückenradweg wurde ein Freizeitgelände mit Kinderspielplatz, Seniorenfitnessplatz, Boulebahn usw. geschaffen. Dort wurde am 3. Oktober 2015 das Wiedervereinigungsdenkmal „Drei Bäume für die Einheit“ zum 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung eingeweiht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft der Stadt Wunsiedel ist durch die Chemie- (Farbenwerke, Dronco), Bekleidungs-, Porzellan-, Glas-, Verpackungs-, Steinverarbeitungs- und Bauindustrie geprägt. Außerdem haben einige Autohäuser dort ihren Sitz. Zwei Brauereien sowie diverse Handwerksbetriebe sind in Wunsiedel beheimatet. Insbesondere im Dienstleistungsgewerbe sind viele Beschäftigte tätig. Ein beliebtes Exportprodukt ist der Kräuterlikör Sechsämtertropfen. Im Gemeindegebiet wird der Wunsiedler Marmor abgebaut. Durch den massiven Umbau des Energienetzes auf erneuerbare Energien durch die Stadtwerke Wunsiedel entstanden Arbeitsplätze in der Umwelttechnologie.

Verkehr

Straße

Zwei Kilometer südlich von Wunsiedel führt die B 303 vorbei, die bei Bad Berneck in die A 9 München – Berlin einmündet (Ost-West-Verbindung zwischen Tschechischer Republik und A 9). In Nord-Süd-Richtung verläuft die neue A 93 Hof – Regensburg, Ausfahrt Wunsiedel, oder die Staatsstraße 2177 Hof – Wunsiedel.

Schienenverkehr und ÖPNV

Der nächste Bahnhof Wunsiedel–Holenbrunn befindet sich im Wunsiedler Ortsteil Holenbrunn (ca. drei Kilometer). Der nächste Bahnhof von überregionaler Bedeutung befindet sich in Marktredwitz (Hauptlinien München – Regensburg – Hof – Nürnberg – Prag). Busverbindungen gehen ab Busbahnhof Wunsiedel in alle Richtungen (Hof – Marktredwitz – Selb – Arzberg). In Wunsiedel gibt es zudem noch einen Bürgerbus. Für die Mobilität in der Zukunft gibt es den Plan, einen autonom fahrenden Elektrobus einzusetzen.

Flugverkehr

Internationaler Flugverkehr ab Nürnberg (ca. 130 km), Leipzig-Halle, Erfurt, München, Frankfurt, Prag und Karlsbad (Tschechische Republik) (ca. 75 km), insbesondere für Flüge nach Russland. Für den nationalen Flugverkehr steht der Verkehrslandeplatz Hof-Plauen (ca. 40 km) zur Verfügung.

Radwege

Früher gab es die Eisenbahn-Nebenstrecken Holenbrunn – Wunsiedel – Tröstau – Leupoldsdorf sowie Holenbrunn – Selb. Diese Strecken wurden inzwischen stillgelegt; die Trasse wird in beiden Fällen größtenteils als Fahrradweg genutzt.

Öffentliche Einrichtungen

Öffentlichen Einrichtungen sind das Landratsamt, das Finanzamt, das Vermessungsamt, das Amtsgericht, eine Dienststelle des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg, die AOK-Direktion, das staatliche Schulamt und eine Polizeiinspektion.In der Zeit des Kalten Krieges wurde Wunsiedel 1967 Bundeswehrstandort. In der 1993 aufgegebenen Fichtelgebirgs-Kaserne waren Fernmeldeteile der Luftwaffe stationiert.

Bildung und Forschung

  • Städtische Sing- und Musikschule
  • Jean-Paul-Schule (Grund- und Hauptschule)
  • Luisenburg-Gymnasium
  • Sigmund-Wann-Realschule
  • Staatliche Wirtschaftsschule
  • Staatliche Fachschule für Steinbearbeitung mit dem Deutschen Naturstein-Archiv
  • Europäisches Fortbildungszentrum für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
  • Staatliche Berufsschule Marktredwitz-Wunsiedel
  • Landesjagdschule des Bayerischen Jagdverbandes (BJV)
  • Stadtarchiv
  • Stadtbibliothek
  • Haus des Fichtelgebirgsvereins
  • Volkshochschule des Landkreises Wunsiedel i. Fichtelgebirge
  • Lernort Natur auf dem Katharinenberg
  • BayernLab Wunsiedel

Der Wunsiedler Weg ''Smart Energy City Wunsiedel''

Unter der Federführung des stadteigenen Energieversorgers, der SWW Wunsiedel GmbH, wird in der Region Fichtelgebirge Schritt für Schritt das Leuchtturmprojekt Smart Energy City WUNsiedel realisiert. Bis 2030 soll aus dem Versorgungsgebiet der Stadtwerke Wunsiedel ein unabhängiges, energie-autarkes System gemacht werden, das voll auf erneuerbare Energien baut. Wunsiedel macht vor, wie ein Stadtwerk die Energiewende und den Klimaschutz aktiv vorantreiben und die Energiezukunft auf lokaler Ebene unter starker Bürgerbeteiligung selbst in die Hand nehmen kann.

Die Grundlage des Wunsiedler Wegs ist die Sektorkopplung, das ist die intelligente („smarte“) Verknüpfung der Sektoren Energie (Strom, Wärme, Kälte), Industrie und Mobilität im Rahmen einer zunehmenden Dezentralisierung der Energieerzeugung. Dabei wird das Ziel verfolgt, Strom, Wärme, Kälte und Antriebsenergie zukünftig aus rein erneuerbaren Energiequellen (Sonne, Wind und Biomasse) zu gewinnen.

Viele wichtige Teilschritte wurden auf dem Wunsiedler Weg bereits realisiert. Beispielsweise wurden am 5. Februar 2018 als Informationszentrale für die Bürger das Haus der Energiezukunft und der zu diesem Zeitpunkt größte Batteriespeicher Bayerns eingeweiht. Mit dem Lithium-Ionen-Stromspeicher Siestorage wird von Windkraft- und Photovoltaikanlagen zu viel produzierter Strom gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist.

Weiterhin wird zur Versorgung der Region Nordbayern mit ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugtem Wasserstoff im Energie-Park in Wunsiedel eine Anlage mit Modellcharakter für ganz Deutschland errichtet, die in der ersten Ausbaustufe eine Leistung von sechs Megawatt hat. Sie soll 900 Tonnen Wasserstoff pro Jahr liefern und für verschiedene Anwendungen in der Mobilität und Industrie verfügbar machen. Im Vollausbau sind bis zu 2000 Tonnen möglich. Ende 2021 soll der Elektrolyseur, ein Silyzer 300, in Betrieb gehen.

Persönlichkeiten

  • Hans von Kotzau, Hauptmann in Wunsiedel
  • Johann Christoph Layritz (1655–1731), Superintendent
  • Paul Eugenius Layritz (1707–1788), Theologe, Lehrer, Bischof der Herrnhuter Brüdergemeine
  • Erhard Friedrich Vogel (1750–1823), ab 1803 Superintendent in Wunsiedel, wo er auch starb
  • Michael Ludwig Wellmer (1783–1859), Sachbuchautor und Schriftsteller, fungierte bis 1812 in Wunsiedel als Stadtgerichtsdirektor
  • Rudolf Heß (1894–1987), Stellvertreter Hitlers, beerdigt in Wunsiedel; das Grab war bis zu seiner Auflösung 2011 Kultstätte seiner Anhänger

Ehrenbürger

  • August Tuppert, Arzt (1883)
  • Friedrich Meinel (1894)
  • Heinrich Hohenner, Professor der Geodäsie an der TH Darmstadt (1946)
  • Heiner Beer, Verleger und Buchdruckermeister (1950)
  • Elisabeth Jäger (1912–2012), Stadtchronistin und Stadtarchivarin (1987)
  • Monsignore Heinrich Benno Schäffler, katholischer Geistlicher und Gymnasiallehrer (2008)
  • Peter Seißer, ehem. Landrat, Heimatforscher, Buchautor (2016)

Söhne und Töchter der Stadt

  • Sigmund Wann (um 1400–1469), Handelsherr, Stifter des Spitals, heute Fichtelgebirgsmuseum
  • Matthias Anomäus (1550–1614), Pädagoge, Mathematiker und Mediziner
  • Johann (Hans) Pachelbel (* 1613), Vater des Komponisten Johann Pachelbel
  • Johann Alexander Christ (1648–1707), Jurist und Bürgermeister von Leipzig
  • Johann Georg Pertsch (1694–1754), Jurist und Hochschullehrer
  • Johann Daniel Leers (1727–1774), Apotheker, Botaniker, Hochschullehrer
  • Eugen Johann Christoph Esper (1742–1810), Entomologe, Botaniker und Pathologe
  • Jean Paul (1763–1825), Schriftsteller
  • Christoph Friedrich Leers (1769–1825), Magistratsrat und Fabrikant, Stifter des Leers’schen Waisenhauses in Bayreuth
  • Heinrich Christian Funck (1771–1839), Apotheker, Botaniker und Mitbegründer der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft
  • Karl Ludwig Sand (1795–1820), Burschenschafter, Mörder August von Kotzebues
  • Heinrich Holzschuher (1798–1847), Sozialarbeiter, Pädagoge und Lieddichter (O du fröhliche)
  • Heinrich Meinel (1798–1852), Königl. bayr. Konsul Le Havre
  • Johann Christian Ziegler (1803–1833), Maler
  • Iwan von Müller (1830–1917), Philologe, Pädagoge und Hochschullehrer
  • Theodor Karl Eduard von Bomhard (1841–1945), Offizier der Bayerischen Armee
  • Hans Bunte (1848–1925), Chemiker und Professor an der Technischen Hochschule Karlsruhe
  • Johann Carl Fraas (1848–1938), Erfinder („Deutscher Edison“), Pionier der deutschen Technikgeschichte
  • Johann ''Konrad'' Unglaub (1860–1940), Oberingenieur und Erfinder, Vizepräsident der Reitfechtschule und Philatelist
  • Christian Döbereiner (1874–1961), bedeutender Violoncellist, Gambist, Dirigent und Musikschriftsteller
  • Wilhelm Wirth (1876–1952), oberfränkischer Psychologe
  • Ludwig Heinrich Jungnickel (1881–1965), Illustrator
  • Wilhelm Schmidt (1892–1958), Bankier
  • Hannsheinz Bauer (1909–2005), Politiker, MdB, einer der „Väter des Grundgesetzes“
  • Heiner Grimm (1913–1985), Kunstmaler
  • Friedrich Müller (1923–2003), Lehrer und Sachverständiger für Naturwerkstein, Begründer des Naturstein-Archivs der Staatlichen Fachschule für Steinbearbeitung in Wunsiedel
  • Bruno Sansoni (1927–2018), analytischer Chemiker
  • Walther Tröger (* 1929), Jurist und Sportfunktionär, Präsident des NOK 1992–2002
  • Karl Braun (* 1952), Ethnologe und Hochschullehrer
  • Siegfried Roch (* 1959), Handball-Nationaltorhüter, Silbermedaillengewinner
  • Peter Meyer (* 1963), Politiker (Freie Wähler), bayerischer Landtagsabgeordneter und Landtagsvizepräsident
  • Wolfgang Haffner (* 1965), Jazz-Schlagzeuger
  • Klaus Unterburger (* 1971), katholischer Theologe

Mit Wunsiedel verbunden

  • Hans-Peter Friedrich (* 1957), deutscher Politiker der CSU, von März 2011 bis Dezember 2013 Bundesminister des Innern und seit 2017 Bundestagsvizepräsident, wohnt in Wunsiedel
  • Horst Hüttel (* 1968), Skisprungtrainer, wohnt in Wunsiedel

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wunsiedel

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.