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Sittensen
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Samtgemeinde
Sittensen
Am Markt 11
27419 Sittensen

http://www.sittensen.de

Sittensen

160pxAbb. 1 Wappen von Sittensen
Basisdaten
Bundesland Niedersachsen
Höhe 31 m
PLZ 27419
Vorwahl 04282
Website www.sittensen.de
Bürgermeister Heinz-Hermann Evers (parteilos)

Sittensen ist eine Gemeinde und Verwaltungssitz in der gleichnamigen Samtgemeinde Sittensen im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.

Geografie

Sittensen liegt in der Zevener Geest im Süden der Samtgemeinde umgeben von den Gemeinden Klein und Groß Meckelsen, Lengenbostel, Tiste und Vierden. Südlich grenzt die Gemeinde Hamersen und die Samtgemeinde Fintel mit den Gemeinden Helvesiek und Stemmen an. Der Fluss Oste verläuft durch die Gemeinde, der in der früheren Ortsmitte eine Wassermühle angetrieben hatte. An dieser Stelle staut sich der Fluss auf und bildet den Mühlenteich, der von einem kleinen Park umgeben ist.

Nachbarstädte

Geschichte

Die erste Erwähnung von Sittensen datiert auf das Jahr 1020. Es handelt sich um eine Urkunde des Bistums Verden, die den Ort als Chessinhusen benennt. Das Land muss jedoch schon viel früher besiedelt worden sein. Es wird angenommen, dass die ersten Siedlungen im frühen Mittelalter zwischen Sittensen und Klein Meckelsen entstanden sind,genaue Daten sind jedoch nicht bekannt.

Der historische Dorfkern Sittensens befindet sich im heute südlichen Teil des Ortes, wo sich der Marktplatz, die St. Dionysius-Kirche sowie die alte Wassermühle befinden, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Seit jener Zeit hat sich der Ortsmittelpunkt vom ursprünglichen Kern wegentwickelt, zeigt sich dort jedoch noch in seinem historischen Bild.

Die Gemeinde Sittensen entstand 1960 per Gesetz als Zusammenschluss der Gemeinden Groß Sittensen und Klein Sittensen.

In der jüngeren Geschichte hat Sittensen insbesondere durch eher negative Medienpräsenz an Bekanntheit gewonnen. So gab es in den 1990er Jahren Schlagzeilen um eine erhöhte Rate von Leukämie-Erkrankungen bei Kindern in Sittensen. Ein ähnlicher Fall in der Gemeinde Tespe im Landkreis Harburg wurde auf eine erhöhte Strahlenbelastung durch das Kernkraftwerk Krümmel und das GKSS-Forschungszentrum Geesthacht zurückgeführt, was für Sittensen jedoch nicht zutreffen konnte. Gutachten, die von der Universität Bremen angefertigt wurden, begründeten die Fälle mit einem defekten Röntgengerät, waren letztlich aber nicht schlüssig.

Ein weiterer Aufsehen erregender Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 5. Februar 2007, als im China-Restaurant „Lin Yue“ sieben Menschen erschossen aufgefunden wurden.

Darüber hinaus fand im Jahr 2008 ein Brandanschlag auf einen muslimischen Gebetsraum statt. Die Täter, die am gleichen Abend über die Gründung eines NPD-Ortsvereines in Sittensen sprachen, gehörten zur rechtsextremen Szene.

Im Jahr 2010 fand in Sittensen ein Überfall auf einen Rentner statt. Ein Täter wurde von dem Rentner erschossen. Die Angehörigen des erschossenen Täters verklagten daraufhin den Rentner. Bis heute sorgte der Überfall und die Anklage vor Gericht in zahlreichen überregionalen Medien immer wieder für Schlagzeilen. Auf Betreiben der Familie des Räubers wurde der Rentner des Totschlags angeklagt. Am 23. April 2014 begann der Prozess vor dem Landgericht Stade, am 27. Oktober 2014 wurde der Rentner wegen Totschlags zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung legten dagegen Revision ein.

Religionen

In Sittensen besteht eine evangelisch-lutherische Gemeinde (St. Dionysiuskirche), der die meisten konfessionell gebundenen Bürger angehören, sowie eine Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (Christuskirche) und eine freie evangelische Gemeinde; daneben noch eine geringe Anzahl von Zeugen Jehovas und von Gläubigen des Islam. Die römisch-katholischen Christen des Ortes gehören zur Herz-Jesu-Gemeinde in Tostedt.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 17 gewählten Mitgliedern, ihm gehören drei Parteien bzw. Wählergemeinschaften an.

  • SPD - 7 Sitze
  • GfS (Wählergemeinschaft Gemeinsam für Sittensen) - 9 Sitze
  • WFB (Wählergemeinschaft Freier Bürger) - 1 Sitz

Bürgermeister

Bürgermeister ist Diedrich Höyns (SPD). Seit der Wahl im September 2016, im November 2016 bestätigt.

Wappen

Das Wappen der Gemeinde ist längs zweigeteilt. Auf der nichtheraldisch linken Seite findet sich eine Heiligengestalt (der heilige Dionysius) auf rotem Grund, auf der nichtheraldisch rechten Seite die St. Dionysius-Kirche des Ortes auf einer grünen Fläche und einem silbernen Flusslauf (die hier fließende Oste).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Heimathaus Sittensen
  • Moorbahn Burgsittensen

Museen

  • Heimathaus mit Backhaus, Speicher und Schafstall
  • Wassermühle mit Handwerkermuseum, Schmiede und Stellmacherei

Naturdenkmäler

Das Hochmoor und Naturschutzgebiet Ekelmoor mit dem NSG Tister Bauernmoor und einem Aussichtsturm

Sport

  • Reitclub Königshofer Heide Sittensen
  • Golf Club Königshof Sittensen e. V.
  • VfL Sittensen
  • Reitverein Sittensen

Persönlichkeiten

  • Ludwig Otto Ehlers (1805–1877), evangelisch-lutherischer Pastor, Kirchenrat und Superintendent
  • Wilhelm Brunkhorst (1936–2007), Politiker

Verkehr

Der Haltepunkt Sittensen liegt an der Bahnstrecke Wilstedt–Tostedt, die jedoch nicht im SPNV befahren wird. Der nächste Bahnhof befindet sich in Tostedt.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Sittensen

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