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Mainaschaff
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Gemeinde Mainaschaff
Hauptstr. 10-12
63814 Mainaschaff

http://www.mainaschaff.de
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Stadtplan Mainaschaff

Mainaschaff

160pxAbb. 1 Wappen von Mainaschaff
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 114 m
PLZ 63814
Vorwahl 06021
Gliederung 1 Ortsteil
Website www.mainaschaff.de
Bürgermeister Horst Engler (Parteilos)
Mainaschaff ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt westlich angrenzend an die Stadt Aschaffenburg am rechten Ufer des Mains, nahe an der Landesgrenze zu Hessen. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich ca. 700 m südwestlich von Sternberg mit , der niedrigste liegt im Main auf .

Gemeindegliederung

Es gibt nur einen Ortsteil und eine Gemarkung Mainaschaff.

Nachbargemeinden

Name

Namensherkunft

Seinen ursprünglichen Namen hat der Ort Aschaff vom Fluss Aschaff, an dem er liegt. Später wurde zur Unterscheidung vom in der Nähe liegenden Ort Aschaff (heute Waldaschaff) der Zusatz Main hinzugefügt. Im Volksmund wird der Ort Moaouscheff {{IPA|'mɒːɔʊʃəf}} genannt.

Frühere Schreibweisen

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:

  • 950 Ascafa
  • 1184 Aschapha
  • 1222 Aschaffe
  • 1248 Ascaffe
  • 1250 Ascaff
  • 1282 Asschaf
  • 1283 Aschapha
  • 1366 Mennaschaff
  • 1424 Meynaschaff
  • 1532 Meinaschaff
  • 1607 Mainaschaff

Geschichte

Mainaschaff wurde erstmals im Privileg Papst Lucius’ III. für das Stift Aschaffenburg von 1184 urkundlich als Besitzverfügung erwähnt. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts gehörte der kleine Ort, der vornehmlich aus landwirtschaftlichen Höfen bestand, zum Stift Sankt Peter und Alexander (siehe auch: Stiftskirche St. Peter und Alexander) in Aschaffenburg. Die Bewohner, die hauptsächlich auch vom Obstanbau und Fischfang lebten, hatten an dieses Stift laufende Abgaben und auch Frondienste zu leisten.

Am 1. Juli 1862 wurde das Bezirksamt Aschaffenburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Mainaschaff lag. Im Jahre 1872 wurde Mainaschaff eine eigenständige Gemeinde. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Mainaschaff war nun eine der 33 Gemeinden im Altkreis Aschaffenburg. Dieser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem Landkreis Alzenau in Unterfranken zum neuen Landkreis Aschaffenburg zusammen.

Von 1917 bis 1972 bestand bei Mainaschaff etwa in Höhe der Ankergasse eine Staustufe mit Steg über den Main, mit einem Kraftwerk in Flussmitte und mit einer Floßgasse am Mainaschaffer Ufer. Schleuse und Fischpass befanden sich auf dem Stockstädter Mainufer.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Gemeinde Mainaschaff besteht aus 20 Ratsmitgliedern. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 5001 und 10.000. Der Gemeinderat wird für jeweils sechs Jahre gewählt.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der erste Bürgermeister Horst Engler, parteilos.

CSU SPD FWG Gesamt
2014 10 6 4 20 Sitze
2008 9 8 3 20 Sitze
2002 10 7 3 20 Sitze

Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Mainaschaff ist der parteilose Horst Engler. Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 13. März 2014 wurde Engler, der erneut als Parteiloser auf der CSU-Liste kandidiert hatte, mit 75,94 % der Stimmen wiedergewählt. Sein Gegenkandidat Heinz-Günter Otto (SPD) erhielt 24,06 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,5 %.

Wappen

Blasonierung: Ein silberner Wellengöpel; vorne fünfmal geteilt von Gold und Rot, hinten in Rot ein halbes, stehendes silbernes Rad, im Schildfuß Blau.

Wappengeschichte: Der Wellengöpel symbolisiert den Zusammenfluss der Flüsse Main und Aschaff. Ihre Namen stehen auch redend für den Gemeindenamen. Die geminderte Teilung von Rot und Gold in der vorderen Schildhälfte stammt aus dem Wappen der Grafen von Rieneck, denen in der Geschichte Teile der Gemeinde gehörten. Das halbe Rad stammt aus dem Wappen des Kurstaats Mainz, zu dem der Ort bis 1803 gehörte. Die Farben Blau im Schildfuß und Silber im Wellengöpel sind die Farben Bayerns, zu dem der Ort seit 1816 gehört.

Das Wappen von Mainaschaff wurde am 28. August 1968 verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

  • In Mainaschaff sitzt das Marionettentheater Puppenschiff.
  • Außerdem trägt die Gemeinde die Maintalhalle, in der kulturelle und sportliche Veranstaltungen stattfinden. Besonders bekannt ist die Halle wegen der Musicalaufführungen der Fachakademie für Sozialpädagogik des Landkreises Aschaffenburg und des Gesangvereins Edelweiß Mainaschaff.

Bauwerke

Der Kapellenberg, ein ehemals seit dem 14. Jahrhundert als Weinberg dienender flächenmäßig großer Hügel mit einer Kapelle und einer Marienstatue, gilt seit über hundert Jahren als Wallfahrtsort und ist immer wieder das Ziel zahlreicher Prozessionen. Öffentliche Einrichtungen (Spielplatz etc.) machen ihn zu einem bekannten Ausflugsziel. Auf diesem Berg befindet sich der Eingang zu einer alten, erst in diesem Jahrhundert der Öffentlichkeit zugänglichen Grotte. Er wird seit 2005 wieder aktiv als Weinberg genutzt. Außerdem gibt es dort mehrere gesprengte Bunker der Wetterau-Main-Tauber-Stellung. Bis zur Verbreiterung der A 3 stand am ehemaligen Autobahnparkplatz ein Aussichtspavillon in der Form eines Monopteros.

Baudenkmäler

Parks

Der Mainparksee, ein nunmehr etwa 24 Hektar großer Binnensee, der beim Bau der Autobahn in den 1950er Jahren aus einem Baggersee entstand, bietet einen Dauercampingplatz und Bademöglichkeiten. Seit 2005 ist in Mainaschaff auf dem Gelände des Mainparksees eine der größten Saunalandschaften Deutschlands ansässig. Er wurde als Naherholungsgebiet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im Mainaschaffer Strietwald gibt es einen ehemals als Hartsteinbruch genutzten Vulkanschlot mit Vorkommen des Minerals Olivin-Nephelinit.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • Mainaschaff liegt direkt an der Autobahn A 3 (Ausfahrt Aschaffenburg West) und an der Bundesstraße 8 zwischen Kleinostheim und Aschaffenburg.
  • Für Fern- und Nahverkehr ist die Bahnlinie Aschaffenburg – Frankfurt durch den Aschaffenburger Hauptbahnhof erreichbar. Der Nahverkehr der Strecke Aschaffenburg – Darmstadt (Rhein-Main-Bahn, Linie RB 75) hält mit allen Zügen in Mainaschaff. Die Bahnstation liegt an der Kreuzung Milanstraße und Bahnhofstraße und bietet eine Park-and-ride-Möglichkeit.
  • Die Gemeinde ist an den Stadt- und Regionalbusverkehr der Verkehrsgesellschaft Untermain angeschlossen und wird von der Linie 14 (Stadtbus) und der Linie 50 (Regionalbus Aschaffenburg – Mainaschaff – Kleinostheim – Karlstein – Kahl) bedient.

Ansässige Unternehmen

  • f.a.n. frankenstolz
  • Penta Chemikalien

Lokalkolorit

Die Mainaschaffer (im Dialekt auch Oscheffer, Escheffer oder auch Öscheffer genannt) haben, wie die Einwohner vieler anderer Dörfer, deren Äcker aus Sandboden bestehen, den Ortsnecknamen Sandhasen, was in der Soldatensprache so viel bedeutet wie „Infanterist“.

Weblinks

    Hinweis

    Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Mainaschaff

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    Stadtplan Mainaschaff