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Aichach
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Stadtplan Aichach
Stadt Aichach
Stadtplatz 48
86551 Aichach

http://www.aichach.de

Aichach

160pxAbb. 1 Wappen von Aichach
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 446 m
PLZ 86551
Vorwahl 08251
Gliederung 40 Gemeindeteile
Website www.aichach.de
Bürgermeister Klaus Habermann (SPD)

Aichach ist die Kreisstadt des Landkreises Aichach-Friedberg im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben.

Geografie

Geographische Lage

Die Stadt liegt im Städtedreieck München – Augsburg – Ingolstadt am Flüsschen Paar.

Stadtgliederung

Gemeindeteile

Die Gemeinde hat 40 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern sind der Ortstyp und die Einwohnerzahlen (Hauptwohnsitz am 31. Dezember 2017) angegeben):

  • Aich (Kapelle)
  • Aichach (Hauptort, 10.519 E.)
  • Algertshausen (Kirchdorf, 963 E.)
  • Andersbach (Einöde)
  • Bahnhof Aichach (Weiler)
  • Blumenthal (Weiler)
  • Ecknach (Pfarrdorf, 1.073 E.)
  • Edenried (Kirchdorf, 251 E.)
  • Eitershofen (Einöde)
  • Froschham (Einöde)
  • Gallenbach (Pfarrdorf, 531 E.)
  • Gansbach (Einöde)
  • Griesbeckerzell (Pfarrdorf, 1.195 E.)
  • Hiesling (Dorf)
  • Hofgarten (Dorf)
  • Ippertshausen (Weiler)
  • Klingen (Pfarrdorf, 1.054 E.)
  • Knottenried (Einöde)
  • Matzenberg (Einöde)
  • Neuhausen (Weiler)
  • Neumühle (Weiler)
  • Nisselsbach (Einöde)
  • Oberbernbach (Pfarrdorf, 1.938 E.)
  • Obermauerbach (Pfarrdorf, 319 E.)
  • Oberneul (Oberer Neulhof) (Weiler)
  • Oberschneitbach (Kirchdorf, 375 E.)
  • Oberwittelsbach (Pfarrdorf, 381 E.)
  • Röckerszell (Einöde)
  • Sulzbach (Pfarrdorf, 497 E.)
  • Tränkmühle (Einöde)
  • Untergriesbach (Dorf, 486 E.)
  • Untermauerbach (Kirchdorf, 263 E.)
  • Untermühle (Einöde)
  • Unterneul (Unterer Neulhof) (Einöde)
  • Unterschneitbach (Kirchdorf, 441 E.)
  • Unterwittelsbach (Dorf, 815 E.)
  • Walchshofen (Kirchdorf, 314 E.)
  • Wilpersberg (Einöde)
  • Windten (Einöde)
  • Wöresbach (Einöde)

Kataster

Es existieren folgende Gemarkungen: Aichach, Algertshausen, Ecknach, Edenried, Gallenbach, Griesbeckerzell, Hiesling, Klingen, Oberbernbach, Obermauerbach, Oberschneitbach, Oberwittelsbach, Sulzbach, Untergriesbach, Untermauerbach, Unterschneitbach, Unterwittelsbach und Walchshofen.

Klima

Geschichte

Aichach kann auf eine bald tausendjährige Geschichte zurückblicken. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts (vor 1078) wurde die Kirche von Aichach erstmals in einer chronikalen Notiz des Klosters St. Ulrich und Afra in Augsburg genannt. Die Ansiedlung ist sicher älter.

1250 wurde erstmals ein Komtur als Leiter eines Hauses des Deutschen Ordens in Aichach genannt. Aichach war bis 1384 der Sitz einer Deutschordenskommende, die später nach Blumenthal umzog und bis 1806 bestand.1347 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer „unser Statt Aychach allw die Recht die unser Statt due die Burger ze Munichen habent“.

Im Jahre 1634 brannte Aichach nach einer Belagerung nahezu völlig ab. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges zogen die Truppen der Kriegsparteien immer wieder durch die schwer mitgenommene Stadt an der Straße von Augsburg nach Regensburg. Der Schwedengeneral Gustaf Horn rang mit den kaiserlichen Generälen Aldringen und Jan van Werth. 1704 kamen im Spanischen Erbfolgekrieg englische, holländische und spanische Truppen nach Aichach. Das herzogliche Schloss wurde zerstört.

Im Jahre 1796 zogen französische und österreichische Truppen durch die Stadt und nahmen zum Leidwesen der Bürger in und bei Aichach Quartier. Die Stadt hatte unter den wiederkehrenden Durchzügen der Armeen sehr zu leiden. Zwischen 1796 und 1809 mussten die Bürger von Aichach insgesamt 18.699 Offiziere und 194.086 Soldaten einquartieren. Im Gasthof des Bräuers Lorenz Alois Gerhauser am Stadtplatz wohnten u. a. der französische General Saint Cyr und 1799 der Kosakenführer Rimski-Korsakow.

Die Stadt Aichach war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Rentamt München des Kurfürstentums Bayern. Aichach besaß ein Stadtgericht mit weitgehenden magistralen Eigenrechten. Seit 1862 bestand das Bezirksamt Aichach, Vorläufer des Landkreises Aichach. Er bildete im Zuge der Kreisreform 1972 mit dem Landkreis Friedberg sowie einzelnen Gemeinden weiterer Landkreise den provisorischen „Landkreis Augsburg-Ost“. Dieser neue Landkreis gehörte zum Regierungsbezirk Schwaben. Der Landkreis erhielt am 1. Mai 1973 seinen endgültigen Namen Landkreis Aichach-Friedberg.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1970 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Untergriesbach und Unterschneitbach nach Aichach eingemeindet. Am 1. Januar 1972 folgte die Eingemeindung der von Oberschneitbach, Sulzbach und Unterwittelsbach, und am 1. April 1972 wurde Walchshofen nach Aichach eingemeindet.Am 1. Januar 1974 schloss sich die Eingemeindung von Algertshausen an, am 1. Januar 1977 folgten dann noch Klingen und Obermauerbach. In der bislang letzten Eingemeindungsphase wurden die Gemeinden Ecknach, Gallenbach, Griesbeckerzell (mit dem bereits am 1. Januar 1972 eingegliederten Edenried), Oberbernbach und Oberwittelsbach am 1. Januar 1978 zu Ortsteilen von Aichach.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1840 5.458
1900 6.554
1925 7.923
1939 8.600
1950 12.132
1961 12.673
1970 13.440
1987 16.202
Jahr Einwohner
1991 17.919
1995 19.156
2002 20.592
2005 20.853
2010 20.866
2015 21.050
2016 21.130
2017 21.169

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Stadt von 16.352 auf 21.434 um 5.082 Einwohner bzw. um 31,1 %.

Politik

Stadtrat und Bürgermeister

Der Stadtrat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 30 Stadträten zusammen.

Bürgermeister ist seit 1. Mai 1996 Klaus Habermann (SPD).

Gemeindefinanzen

Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 16,390 Mio. Euro, davon waren 5,725 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen

Wappenbeschreibung: „In Silber ein bewurzelter grüner Eichenbaum mit fünf Blättern und sechs goldenen Eicheln.“

Das Wappen von Aichach ist mit der Darstellung des Eichenbaums ein redendes Wappen. Der Ortsname bedeutet „Siedlung bei dem Eichenwald“.

Städtepartnerschaften

  • : Brixlegg
  • : Schifferstadt
  • : Gödöllő
    Aichach-Unterwittelsbach mit dem Wasserschloss ist Ausgangspunkt und Gödöllő mit dem Königlichen Schloss der Endpunkt der sogenannten „Sisi-Straße“, die den Lebensweg der Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn nachzeichnet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater und Museen

  • Wittelsbachermuseum (im unteren Stadttor)
  • Wasserschloss Unterwittelsbach

Bauwerke

  • spätgotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Ausstattung um 1907 neu gestaltet vom Münchner Architekten Richard Berndl, dem Maler Gustav G. Klemm (1858–1938) und dem Bildhauer Jakob Bradl
  • Ruine der Wittelsbacher Stammburg
  • JVA Aichach, Frauengefängnis in Bayern
  • Schloss Blumenthal

Grünflächen und Naherholung

Der Walderlebnispfad der Stadt Aichach liegt im Aichacher Grubet.

Neu angelegt wurde 2016 der Stadtpark Aichach, welcher direkt am Flutgraben entlang verläuft. Im Stadtpark befindet sich auch der neue Kinderspielplatz "Biberburg". Der Stadtpark ist ein wichtiges Bindeglied des bald im Zuge des Hochwasserschutzes fertiggestellten Paartalweges durch Aichach. Über diesen kann man vom Sportflugplatz Aichach durch das Stadtgebiet bis zur am anderen Ende des Ortes gelegenen Tränkmühle entlang der Paar wandern und die Natur genießen.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Jedes Jahr wird im Juli das zehn-tägige Aichacher Volksfest veranstaltet.
  • Alle drei Jahre finden die Mittelalterlichen Markttage in der historischen Altstadt statt.
  • Jedes Jahr wird am Faschingssamstag ein Faschingstreiben veranstaltet.
  • Jedes Jahr am zweiten Augustwochenende wird das Stereostrand Festival (ehem. Stereowald Festival) veranstaltet.

Sport

  • Freibad Aichach
  • Hallenbad Aichach (an der Wittelsbacher Realschule)
  • Landkreisstadion
  • Tennisclub Aichach

Vereine

  • Königlich-Bayerische-Josefspartei
  • Ballspiel-Club Aichach (BCA)
  • Faschingsgesellschaft Paartalia Aichach e. V.
  • Aichacher Volkstheater e. V.
  • Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg – Stamm Otto von Wittelsbach
  • Musikverein Aichach e. V.

Musik

Orchester

  • Crazy Oak Bigband
  • Philharmonie Aichach
  • Aichacher Stadtkapelle

Chöre

  • Kammerchor St. Sebastian
  • Liederchor Aichach

Musikgruppen

  • The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra
  • Paincake

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

  • Amtsgericht Aichach
  • Arbeitsamt Aichach
  • Forstamt
  • Gesundheitsamt
  • Justizvollzugsanstalt (JVA Aichach)
  • Landratsamt Aichach-Friedberg
  • Stadtbücherei Aichach
  • Vermessungsamt
  • Staatliches Veterinäramt
  • Wasserwerk

Bildung

  • Ludwig-Steub-Volksschule Aichach (Grundschule)
  • Grundschule Aichach-Nord
  • Elisabeth-Schule (Förderzentrum, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung)
  • Edith-Stein-Schule (Förderzentrum, Förderschwerpunkt Lernen, Sprache und emotionale Entwicklung)
  • Geschwister-Scholl-Mittelschule Aichach
  • Wittelsbacher-Realschule Aichach
  • Deutschherren-Gymnasium Aichach
  • Berufsfachschule für Krankenpflege
  • Staatliche Berufsschule Aichach-Friedberg
  • Volkshochschule Aichach-Friedberg e. V.

Verkehr

  • Aichach hat einen Bahnhof an der Paartalbahn mit Anschluss nach Augsburg und Ingolstadt
  • Die Bundesstraße 300 verbindet Aichach mit Augsburg und der Bundesautobahn 8 München – Stuttgart (Ausfahrt Dasing) sowie über Schrobenhausen mit Ingolstadt und der Bundesautobahn 9
  • Aichach besitzt einen Flugplatz mit einer Startbahn, welcher vom LSV Aichach betrieben wird.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johannes Engel (vor 1463–1512), Mediziner, Astronom und Astrologe
  • Matthias Greitter (1495–1550), Kantor und Komponist
  • Theodor Krump (1672–1724), Missionar, Afrikareisender und Autor
  • Ignaz Lumberger (1710–1800), Bürgermeister von Dachau
  • Johann Baptist Strobl (1748–1805), Publizist und Verleger
  • Ignatz Kapfhammer (1803–1879), Bürgermeister von Aichach, Abgeordneter des Bayerischen Landtags
  • Ludwig Steub (1812–1888), Schriftsteller
  • Franz Beck (1846–1918), Reichstagsabgeordneter und Bürgermeister der Stadt
  • Ernst Mayer (1862–1932), Rechtshistoriker
  • Ferdinand Müller (1859–1944), Landtagsabgeordneter, Vater von Vincenz Müller
  • Robert Haselberger (1884–1959), Fleischwarenfabrikant, Bürgermeister von Aichach
  • Vincenz Müller (1894–1961), Generalleutnant der Wehrmacht und der NVA
  • Martin Achter (1905–1995), Priester und Prälat
  • Rudolf Wagner (1937–2012), Lehrer, Heimatforscher und Archivar
  • Maximilian Lehmer (* 1946), Politiker (CSU), Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Erhard Smutny alias „Hardy“ (* 12. Januar 1949) Zauberkünstler und Autor
  • Christian Knauer (* 1952), Politiker (CSU), Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg
  • Chrislo Haas (1956–2004), Musiker
  • Erhard Bühler (* 1956), Offizier
  • Clemens Schwaiger (* 1962), Philosophieprofessor
  • Harry Blank (* 1968), Schauspieler
  • Roman Ehrlich (* 1983), Schriftsteller
  • Christoph Burkhard (* 1984), deutscher Fußballspieler
  • Simon Popp (* 1990), Musiker

Sonst mit Aichach verbunden

  • Ferdinand von Miller (1813–1887), schuf als Erzgießer die Bavaria-Statue und war Vater von
    • Ferdinand Freiherr von Miller (1842–1929), Erzgießer und Direktor der Akademie der Bildenden Künste München.
    • Oskar von Miller (1855–1934), Begründer des Deutschen Museums.
  • Carl Friedrich von Marcus (1802–1862), Arzt, Psychiater und Hochschullehrer, war zwischen 1827 und 1832 Gerichtsmediziner in Aichach
  • Hans-Werner Gessmann (* 1950), Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie
  • Einige der bekanntesten Namen von Bewohnern der Stadt finden sich unter den Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Aichach; darunter
    • Ilse Koch (1906–1967)
    • Vera Brühne (1910–2001)
    • Ingrid van Bergen (* 1931)
    • Brigitte Mohnhaupt (* 1949)

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Aichach

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