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Hof
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Stadt Hof
Klosterstr. 1-3
95028 Hof

http://www.stadt-hof.de/

Hof (Saale)

160pxAbb. 1 Wappen von Hof (Saale)
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 500 m
Fläche 58.08 km2
PLZ 95028, 95030, 95032
Vorwahl 09281
Adresse der Verwaltung Klosterstr. 1
95028 Hof
Website www.hof.de
Oberbürgermeister Harald Fichtner (CSU)

Hof ist eine an der Saale gelegene kreisfreie Stadt im bayerischen Nordosten. Sie ist mit knapp 45.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Regierungsbezirks Oberfranken. Die Stadt ist Oberzentrum, Mittelpunkt des Hofer Landes und Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Hof, der die Stadt vollständig umgibt. Seit 1993 ist Hof Mitglied der Europaregion Euregio Egrensis und seit 2005 der Metropolregion Nürnberg.

Name

Für eine Unterscheidung zu anderen Orten mit dem Namen "Hof" sind Formulierungen mit geographischen Zusätzen wie "Hof an der Saale", "Hof/Saale" oder "Hof - in Bayern ganz oben" gebräuchlich.

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt Hof liegt im Flusstal der Saale, welche das Stadtgebiet zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald am Südrand des Vogtlandes von Süden nach Norden durchfließt. Bedingt durch die Mittelgebirgslage sind die Abhänge des Flusstales verhältnismäßig steil. Der tiefste Punkt von Hof liegt an der Saale bei etwa 450 Höhenmetern, der höchste Punkt im Stadtgebiet am Kulm bei 614 m Höhe. Dadurch hat die Stadt vor allem in Ost-West-Richtung Straßen mit erheblichen Steigungen.

Die Stadt ist im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, von folgenden Hügeln umgeben:

  • Labyrinthberg mit dem Labyrinthturm
  • Eichelberg
  • Wartberg (570 m)
  • Otterberg bzw. Alsenberg
  • Rosenbühl mit dem Bismarckturm, benannt nach dem ersten Reichskanzler des Deutschen Reiches Otto von Bismarck (1815–1898).
  • Kulm (614 m)
  • Teufelsberg

Dialekt und sprachliche Besonderheiten

Das Hoferische, der Hofer Dialekt, gehört zu den oberfränkischen Dialekten in der Dialektgruppe der ostfränkischen Dialekte. Diese Dialekte werden als Fränkisch bezeichnet. Als Besonderheit existiert in Hof und der unmittelbaren Umgebung das Wort hoa (o und a werden zusammen als ein mittellanger Vokal, der zwischen o und a liegt, gesprochen, ein im Hochdeutschen nicht verwendetes Phon), das von Dialektsprechern als Synonym zu Ja oder als affirmative Modalpartikel verwendet wird und den Dialektsprecher auch außerhalb der Hofer Umgebung anderen Hofern gegenüber zu erkennen gibt. Texte im Hofer Dialekt werden unter anderem im Hofer Spaziergänger, einer Kolumne der lokalen Tageszeitung Frankenpost, veröffentlicht und zeigen Lautverwandtschaft mit den Mundarten des Egerlandes und des benachbarten ehemaligen Ascher Ländchens als gemeinsames Erbe aus der Zeit des Nordgaus.

Nachbargemeinden

Die kreisfreie Stadt Hof ist vom Landkreis Hof umgeben. Im Uhrzeigersinn – beginnend im Norden – grenzen folgende Gemeinden an die Stadt (in Klammern die Kurzbezeichnung nach der Landkreiskarte):

  • Feilitzsch (G3)
  • Trogen (G12)
  • Gattendorf (G4)
  • Döhlau (G2)
  • Oberkotzau (M2)
  • Konradsreuth (G8)
  • Leupoldsgrün (G9)
  • Köditz (G7)

Stadtgliederung

Die Stadt Hof besteht aus 26 Stadtteilen:

  • Alsenberg/Otterberg ehemaliger Weiler; Teil der ehemaligen Gemeinde Moschendorf
  • Altstadt
  • Bahnhofsviertel entstanden 1888–1914 Wohngebiet aus der Gründerzeit früher „Vorstadt Rauschenbach“ genannt zwischen Pfarr, Hauptbahnhof und Saale
  • Christiansreuth
  • Eppenreuth (seit 1972) ehemaliges Dorf
  • Epplas ehemaliges Dorf
  • Fabrikvorstadt
  • Gärtla (auch „Vertl“, schriftdeutsch Viertel)
  • Haidt (seit 1978) ehemalige Gemeinde
  • Hofeck (seit 1906) ehemalige Gemeinde
  • Hohensaas
  • Jägersruh (seit 1977) Teil der ehemaligen Gemeinde Leimitz
  • Krötenbruck (seit 1906) Teil der ehemaligen Gemeinde Moschendorf
  • Leimitz (seit 1977) ehemalige Gemeinde
  • Moschendorf (seit 1906) ehemalige Gemeinde
  • Münsterviertel zwischen Äußerer Bayreuther Straße und Klinikum, westlich des Hauptbahnhofs
  • Neuhof (seit 1869)
  • Neustadt
  • Osseck (seit 1972) ehemaliges Dorf
  • Pirk (seit 1972) ehemaliges Dorf
  • Studentenberg
  • Unterkotzau (seit 1972) ehemalige Gemeinde
  • Vogelherd
  • Vorstadt
  • Wölbattendorf (seit 1978) ehemalige Gemeinde
  • Zobelsreuth

Klima

Geschichte

Frühgeschichte

Nach der Völkerwanderungszeit beginnt die mit urkundlichen Quellen belegbare Geschichte des östlichen Frankens. Aus diesen Quellen lassen sich die Ereignisse jener Zeit in dem Gebiet, zu dem die heutige Oberpfalz, Unter-, Mittel- und Oberfranken gehören, annähernd nachvollziehen. Der Nordgau entwickelte sich in dem „Francōnia orientālis“ genannten Gebiet nördlich der Donau und der Castra Regina bis an den Main und reichte bis in den Böhmerwald nach Osten. Einer der alten mit Namen bekannten Volksstämme, die dort siedelten, waren die Varisker, die nach der Tabula Peutingeriana im heutigen Nordostbayern und Thüringen ansässig waren.

Im Bereich der Stadt Hof trafen im Frühmittelalter die Bistümer Naumburg, Regensburg und Würzburg aufeinander. Karl der Große hatte den Würzburger Bischöfen aufgetragen, „im Gebiet der Slaven, die zwischen den Flüssen Main und Rednitz siedeln, Kirchen zu errichten.“ Durch territoriale Neuordnung entstand auf Wunsch von Kaiser Heinrich II. (HRR) im November 1007 das Bistum Bamberg, das direkt Rom unterstellt wurde. Im Nordosten des neuen Bistums wurde die Großpfarrei Hof gegründet, die das gesamte Gebiet des heutigen Landkreises Hof umfasste. Die erste Kirche wurde an der Stelle der heutigen Lorenzkirche errichtet.

Andechs und Weida

Um das Jahr 1080 befand sich im heutigen Stadtbereich eine Ansiedlung von Bauern mit der Ortsbezeichnung „Rekkenze“, vermutlich entstanden aus der Lage an dem Flüsschen Regnitz. In der Nähe der Mündung in die Saale standen die ersten Siedlungshäuser. Sie wurden 1214 urkundlich erwähnt, erstreckten sich auf den angrenzenden Hügel und bildeten die sogenannte Altstadt in der späteren Stadt Hof. Diese Urkunde nennt auch die Lorenzkirche, die älteste Kirche von Hof.

Um 1230 wurde unter der Regierung von Otto I. von Andechs nördlich der Bauernsiedlung eine neue, mit Mauer und Toren befestigte Stadt angelegt – die sogenannte Neustadt. Sie wurde zunächst „Regnitzhof“ oder „Hof Regnitz“, genannt, später verkürzt „am Hof“ oder „zum Hof“ und schließlich nur noch „Hof“. In Hof wird die mittelalterliche Stadt mit ihren Mauern und Toren als Neustadt, die ältere bäuerliche Ansiedlung vor den Toren als Altstadt bezeichnet. Durch die Neustadt führt die Ludwigstraße, eine ehemals bedeutende Straßenverbindung ins Vogtland. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts sind in der Neustadt zwei Klöster nachweisbar. Bis zum Jahr 1373 war Hof im Besitz der Vögte von Weida und ging von diesen in das Eigentum der Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern über.

Brandenburg-Bayreuth (1373–1792)

Die Stadt wurde als Landeshauptmannschaft Hof Teil des hohenzollerischen Markgraftums Brandenburg-Kulmbach. Nach der Verlegung der Residenzstadt hieß das Fürstentum Markgraftum Brandenburg-Bayreuth. In dieser Zeit wurde die Stadt als „Hochfürstlich-Brandenburgische Hauptstadt Hoff im Voigtlande“ bezeichnet. Eine Heeresgruppe der Hussiten eroberte 1430 die Stadt und zerstörte sie schwer. Um gegen Angriffe besser geschützt zu sein, wurde 1432 eine Schützengilde gegründet. Aus den jährlichen Schießübungen der Gilde entwickelte sich ein Volksfest, der sogenannte Schlappentag.

Im Jahr 1529 zu Beginn der Reformation wurde Hof evangelisch-lutherisch. Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach gründete 1546 das Hofer Gymnasium, das heutige Jean-Paul-Gymnasium, eines der ältesten Gymnasien in Oberfranken.

1553 wurde Hof im Zweiten Markgrafenkrieg von nürnbergischen und königlich-böhmischen Truppen unter Heinrich IV. von Plauen belagert und eingenommen (siehe Belagerung von Hof). Georg Wolf von Kotzau war kurzzeitig Statthalter Hofs. Hans Glaser fertigte 1553 einen Holzschnitt von der Belagerung der Stadt.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde Hof Zufluchtsort für vertriebene Protestanten vor allem aus Österreich und Böhmen. Eine erste Postverbindung führte seit 1683 wöchentlich zweimal von Leipzig über Hof nach Nürnberg und weitere Postverbindungen nach Regensburg (1692) und Dresden (1693) folgten.

Im Jahre 1743 brannte das Hofer Schloss nieder. Es war in dieser Zeit der Sitz des vom Markgrafen Brandenburg-Bayreuth eingesetzten Verwalters der Landeshauptmannschaft Hof und wurde nicht wieder aufgebaut. Das Brandenburger Haus, Ludwigstraße 14, erinnert an dieses Bauwerk.

Preußen und Frankreich (1792–1810)

1792 kam Hof an der Saale mit der Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth an das Königreich Preußen. 1806 besetzten französische Truppen die Stadt. 1810 verkaufte Frankreich das Fürstentum Bayreuth mit der Stadt Hof an der Saale an das Königreich Bayern.

Bayern nach Napoleon

Am 4. September 1823 zerstörte ein verheerender Brand den Großteil der Neustadt mit der heutigen Ludwigstraße und den umliegenden Gassen. Bis zum Silvesterabend 1869 hatte Hof einen Nachtwächter, der für Schutz und Sicherheit der Bürger in der Nacht durch Rundgänge und Signale sorgte.

1848 zur Zeit der Bauernbefreiungen wurde Hof an die bayerische Ludwig-Süd-Nord-Bahn und die Sächsisch-Bayerische Eisenbahn angeschlossen. Der erste Hofer Bahnhof, ein Kopfbahnhof, lag in der Nähe des Oberen Tores an der Stelle der heutigen Stadtpost. Die Personenzüge hielten in einer viergleisigen, gemauerten Bahnsteighalle, die zum großen Teil erhalten ist. 1880 wurde ein Kilometer vor den Toren der Stadt der neue Hofer Hauptbahnhof als Durchgangsbahnhof errichtet. Von 1901 bis zum Anfang der 1920er Jahre fuhr die Hofer Straßenbahn zwischen Stadt und Hauptbahnhof und wurde später durch Stadtbusse ersetzt. Dieser Durchgangsbahnhof an der Grenze zwischen Bayern und Sachsen hat beachtliche technische Anlagen.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Altstadt weitgehend neu bebaut und wirkt heute neuer als die Neustadt.

Die jüdische Gemeinde

Eine erstmalige Erwähnung von Juden in Hof datiert auf das Jahr 1319 und bereits 1373 wurde eine Synagoge („Judenschul“) genannt. 100 Jahre später bestand das jüdische Leben in der Stadt aus mindestens fünf Familien, die hauptsächlich vom Geldhandel lebten. Dieses endete aber abrupt nach einem Pogrom im Jahr 1515, nachdem die jüdischen Familien sich geweigert hatten, wie üblich die ihnen auferlegte Karfreitags-Abgabe als „Sühne für die Tötung Christi“ zu bezahlen. Infolgedessen verließen die überlebenden Juden die Stadt. Nach diversen Niederlassungs-Verboten, die noch bis ins 18. Jahrhundert erlassen wurden, siedelten sich Ende des 19. Jahrhunderts, in der Zeit der jüdischen Emanzipation, erneut jüdische Familien in der Stadt an. Sie bildeten eine neue jüdische Gemeinde, die in den folgenden Jahrzehnten bis auf knapp 100 Personen anwuchs. 1911 entstand der jüdische Friedhof in Wölbattendorf und im Jahre 1927 wurde am Hallplatz in der Nähe des alten Bahnhofs erneut eine Synagoge errichtet, die jedoch schon in den folgenden Jahren Ziel von Übergriffen wurde. Dieses Gotteshaus wurde beim Novemberpogrom 1938 komplett zerstört; das Inventar wurde verbrannt. An den Pogromen in Hof, die in den frühen Morgenstunden des 10. November begannen, waren hauptsächlich befehligte Beamte der Hofer Polizeidirektion, die Allgemeine SS und SA-Männer beteiligt. Neben der Synagoge waren vor allem Einzelhändler und Privatwohnungen Ziel der Attacken; von den damals ca. 80 Hofer Juden wurden 12 verhaftet. Wieder verließen die meisten Juden die Stadt, so dass 1939 nur noch sieben jüdische Einwohner gezählt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte kein ehemaliger Hofer Jude zurück, aber durch Vertreibung strandeten ca. 1400 Juden in Hof (Auffanglager Moschendorf). Nach der Gründung Israels blieb davon nur eine kleine Gemeinde von 40 bis 50 Personen übrig, die erst in den 1990er Jahren durch den Zuzug jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen UdSSR auf heute ca. 400 angewachsen ist. Nach mehreren Zwischenlösungen in Zeiten der alten Bundesrepublik wurde 1997 ein ehemaliges Schulgebäude in Moschendorf als Gemeindezentrum erworben und 1998 als neue Synagoge eingeweiht. Seit 1999 hat die Gemeinde mit David Goldberg einen eigenen Rabbiner.

Seit 1983 erinnert eine Gedenktafel am Standort der alten Synagoge an die damalige jüdische Gemeinde und die Verfolgung der jüdischen Einwohner in der Shoa.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Vom 3. September 1944 bis 14. April 1945 vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges existierte im Ort Hof-Moschendorf ein Außenlager des KZ Flossenbürg, dessen 100 Häftlinge Zwangsarbeit für das SS-Hauptzeugamt verrichten mussten.

Im April 1945 wurde Hof bei mehreren Luftangriffen bombardiert, die erhebliche Opfer unter der Bevölkerung forderten. Truppen der US-Armee besetzten die Stadt am 15. April 1945 auf ihrem Vormarsch nach Eger und Westböhmen. Hof gehörte bis zum Inkrafttreten des Deutschlandvertrages im Jahr 1955 zur amerikanischen Besatzungszone. Durch die Gebietsaufteilungen des vormaligen Deutschen Reiches nach dem Zweiten Weltkrieg und den Eisernen Vorhang geriet Hof geografisch in eine extremen Randlage (Zonenrandgebiet). Die Verbindungen nach Norden und Osten, nach Thüringen, Sachsen und Böhmen waren unterbrochen. Im Stadtteil Moschendorf wurde nach Ende des Krieges von 1945 bis 1962 das Auffanglager Moschendorf als erste Zufluchtsstätte für Heimatvertriebene eingerichtet, vor allem für die Menschen aus dem benachbarten Egerland. Die Einwohnerzahl von Hof und der Umgebung wuchs dadurch stark an. In Hof und Umgebung entstanden neue Wohnsiedlungen und Firmengründungen schufen neue Arbeitsplätze. Nach der Grenzöffnung 1989 nach Böhmen und der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurden alte Verkehrsverbindungen in veränderter Form wieder hergestellt.

Eingemeindungen

Am 1. April 1906 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Hofeck und Moschendorf eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Unterkotzau und ein Teil der Gemeinden Martinsreuth und Wölbattendorf hinzu. Es folgten Teile der aufgelösten Gemeinde Leimitz am 1. Januar 1977, Teile der aufgelösten Gemeinde Haidt und das Restgebiet der Gemeinde Wölbattendorf am 1. Mai 1978.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1818: 4.667
1840: 7.985
1880: 21.000
1900: 32.781
1920: 40.785
1939: 44.878
Jahr Einwohner
1945: 55.405
1950: 61.033
1955: 58.005
1960: 58.595
1961: 57.129
1965: 55.810
Jahr Einwohner
1970: 54.454
1975: 54.644
1980: 53.180
1985: 51.035
1988: 50.938
1989: 52.319
Jahr Einwohner
1990: 52.913
1995: 52.590
2000: 50.741
2004: 49.163
2006: 48.124
2007: 47.744
Jahr Einwohner
2009: 46.779
2010: 46.286
2011: 45.943
2012: 44.461
2013: 44.522
2014: 44.325
2015: 44.660

Politik

Erste Bürgermeister und Oberbürgermeister

Liste der Ersten Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit der Einführung der bayerischen Gemeindeordnung 1818:

1818–1846 Georg Friedrich Samuel von Oerthel
1847 Johann Adam Laubmann
1848–1849 Christoph Theodor Schroen
1849–1857 Moritz Ernst Freiherr von Waldenfels
1857–1882 Hermann von Münch
1883–1903 Carl von Mann
1904–1916 Paul Bräuninger
1916–1919 Heinrich Neupert
1919–1933 Karl Buhl
1933–1941 Richard Wendler (NSDAP)
1941–1945 Dr. Friedrich Rammensee
1945–1946 Oskar Weinauer
1946–1948 Hans Bechert
1948–1949 Kurt Schröter
1950–1970 Hans Högn (SPD)
1970–1988 Hans Heun (CSU)
1988–2006 Dieter Döhla (SPD)
seit 2006 Harald Fichtner (CSU)

Stadtrat

Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat (n. k. = nicht kandidiert):

2002 2008 2014
CSU 21 20 17
SPD 15 11 11
Grüne 1 1 2
Freie Aktive Bürger (FAB) 6 10 7
Linke n. k. 1 1
FDP n. k. n. k. 0
Partei für Franken n. k. n. k. 2
Die Republikaner 1 n. k. n. k.
Parteilose 0 1 0
Summe 44 44 40

Wappen

Blasonierung: In Rot zwei aus gemeinsamem Sockel wachsende schwarz gefugte silberne Zinnentürme mit Spitzdächern. Unten aufgelegt ein schwarzer Schild mit silbernem Bord mit einem rotgezungten, rotbewehrten und rotgekrönten goldenen Löwen.

Wappengeschichte: Die unten verbundenen Türme sind eine Anlehnung an die ehemals befestigte Neustadt in Hof an der Saale, das seit Mitte des 13. Jahrhunderts die Merkmale einer Stadt hat. Der Löwe ist dem Wappen der Vögte von Weida und dem Wappen des späteren Hauses der Wittelsbach entlehnt. Nach Änderungen des Wappenbildes im Laufe der Jahrhunderte bestätigte König Ludwig I. (Bayern) im Jahr 1840 auf Antrag die Farbgebung und das heutige Wappenbild mit einer Darstellung der Türme aus dem Jahr 1571. Für eine Stadtfahne mit Wappen wurde im Jahr 1954 der Verwaltung der Stadt Hof durch das zuständige Ministerium in München die Darstellung des Wappens aus dem Jahr 1840 bewilligt.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Hof unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Orten:

  • Cheb (deutsch: Eger, Tschechien)
  • Joensuu ( Finnland)
  • Ogden (Utah, Vereinigte Staaten)
  • Plauen (Sachsen, Deutschland)
  • Villeneuve-la-Garenne (bei Paris, Frankreich)

Ferner unterhält die Stadt Hof eine Umweltpartnerschaft (Know-how-Transfer und Studentenaustausch) mit Caruaru ( Brasilien).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

Die älteste in Hof befindliche Musikhandschrift stammt aus dem 12. Jahrhundert. Seit 1360 ist das Amt des Stadtpfeifers und Türmers in Hof belegt. Die erste beschriebene Hofer Orgel war 1376 die Schwalbennestorgel der Klosterkirche. 1586 wurde das Convivium Musicum, eine Vereinigung von 12 Musikern gegründet, bei der auch der Bürgermeister mitspielte. Im 17. Jahrhundert wurden die Stadtpfeifer in Stadtmusiker umbenannt. Sie musizierten bei festlichen städtischen Anlässen und hatten bei der Sonn- und Festtagsmusik dem Stadtkantor (Stadtkantoren sind seit 1520 namentlich belegt) zur Verfügung zu stehen. 1822 entstand das erste Hofer Theater mit Schauspiel und Oper. 1871 wurde das Städtische Orchester gegründet. Es stand unter der Leitung des ersten städtischen Musikdirektors Carl Gottlieb Scharschmidt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Musikdirektor Karl F. Keller das Orchester neu, zunächst als Hofer Konzertorchester. Später wurde es in „Hofer Symphoniker“ umbenannt.

Einrichtungen und Gruppen der Musikpflege

  • Musik an der evangelischen Stadtkirche St. Michaelis: Alumnenstiftung (Kurrende) seit 1515, Michaeliskantorei seit 1938, Leitung: Stadtkantor Georg Stanek
  • Musik an der katholischen Stadtpfarrkirche St. Marien: Kirchenchor seit 1837, Choralschola, Jugendchor, Kammerchor Capella Mariana, Leitung: Stadtkantor Ludger Stühlmeyer
  • Hofer Männerchor, gegründet 1883
  • Gemischter Chor Hof-Moschendorf, gegründet 1906, Leitung: Fritz Walther
  • Hofer Symphoniker, gegründet 1945, Intendantin: Ingrid Schrader
  • Theater Hof, gegründet 1946, Intendant: Reinhardt Friese
  • Musikschule des Landkreises Hof, gegründet 1953, Leitung: Eva Gräbner
  • CVJM-Posaunenchor, gegründet 1954, Leitung: Georg Stanek
  • Capella Curia, gegründet 1972, Leitung: Wolfgang Maier
  • Musikschule der Hofer Symphoniker, gegründet 1978, Leitung: Gabriele Jahn
  • Rekkenze Brass, Blechbläserquintett, gegründet 1978
  • Jugendsymphonieorchester Hof, gegründet 1994, Leitung: Benjamin Sebald
  • Kammerchor Hof, gegründet 1997, Leitung: Wolfgang Weser
  • Internationaler Violinwettbewerb Henri Marteau, Lichtenberg und Hof, gegründet 1999, Juryvorsitzender: Gilbert Varga
  • Gospelchor Joy in belief, gegründet 2000, Leitung: Marina Seidel
  • Großelternchor Hof, gegründet 2002, Leitung: Robert Eller

Theater

Bereits seit dem Mittelalter ist in Hof die Tradition des Theaterspiels belegt. Zunächst waren es liturgische Spiele, Schultheater und Aufführungen fahrender Schauspieler. 1822 wurde im säkularisierten Kloster ein festes Theater untergebracht. Ende des 18. Jahrhunderts entstand mit „Pfaffs Kolosseum“ ein größeren Ansprüchen genügendes Haus. Es wurde 1994 durch einen Neubau in der Kulmbacher Straße ersetzt. Das Theater Hof ist ein Mehrspartentheater für die Bereiche Musiktheater, Schauspiel, Ballett sowie Kinder- und Jugendtheater.

Museen

Das Museum Bayerisches Vogtland im historischen Hospitalgebäude beherbergt eine Sammlung zur Stadt- und Kunstgeschichte Hofs. 2012 entstand eine neue Abteilung zur Geschichte der Flüchtlinge und Vertriebenen in Hof.

Daneben besteht das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett, direkt neben dem Museum Bayerisches Vogtland. Es zeigt Werke des gebürtigen Hofer Malers. In einer Virtuellen Galerie, die auf das Museum Bayerisches Vogtland und das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett aufgeteilt ist, macht die Stadt Hof eine Kunstsammlung aus etwa 2400 Werken in digitalisierter Form der Öffentlichkeit zugänglich.

Weitere Kunstausstellungen werden vom Kunstverein Hof im Jugendstilgebäude am Theresienstein durchgeführt.

Bauwerke

Der Hofer Stadtkern ist in der Liste der 300 bedeutsamsten historischen Stadtkerne Deutschlands des Zeit-Magazins enthalten. Es handelt sich um einen mittelalterlichen Straßenmarkt (Altstadt), dem sich eine spätmittelalterliche Gründungsstadt (Neustadt mit der Ludwigstraße) anschließt. Die Gründungsstadt ist mit planmäßigem Grundriss gegliedert und wurde nach einem schweren Brand im Jahr 1823 biedermeierlich wieder aufgebaut. Entstanden ist eine bedeutende, geschlossene Biedermeierstadt, die nahezu vollständig erhalten ist. Sie ist von kunsthistorischer Bedeutung.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand im Zuge der Industrialisierung ein großes Gründerzeitviertel um Marien- und Bahnhofstraße sowie der Bürgerpark Theresienstein mit dem Jugendstil-Wirtschaftsgebäude im Landhausambiente und der künstlichen Ruine mit dem 16 m hohem Aussichtsturm am Labyrinthberg.

Weitere bauliche Dominanten im Stadtbild sind das Rathaus, der Wartturm als Teil eines Alarmsystems im Spätmittelalter, die Einsteighalle des alten Bahnhofs – die zweitälteste erhaltene Bahnhalle in Deutschland – der Hauptbahnhof und der Bismarckturm am Rosenbühl.

Einen Kontrast bilden das Ende des 20. Jahrhunderts neu erbaute Theater sowie die gegenüberliegende Freiheitshalle, die Anfang des 21. Jahrhunderts generalsaniert und umgebaut wurde.

Die Mehrzahl der Kirchen ist seit der Reformation evangelisch. Die St.-Lorenz-Kirche ist die älteste Kirche in Hof. Erstmals schriftlich erwähnt wird die Großpfarrei Hof in einer Urkunde des Plebans Albertus am Fest der heiligen Katharina von Alexandrien 1214. Die Lorenzkirche wird als die „Mutterkirche Nordost-Oberfrankens“ bezeichnet. Ihre heutige Ausstattung ist im klassizistischen Stil (1822/23). Drei flügelartig zusammengefügte Bildtafeln des Hertnid-Altars (15. Jahrhundert, benannt nach dem Stifter Pleban Hertnid von Stein) sind erhalten. Die Hospitalkirche, vor den Mauern der mittelalterlichen Stadt am Unteren Tor gelegen, wurde zusammen mit dem Hospital (Armenspital) 1268 an der Saale erbaut. Sie besitzt noch den spätgotischen Marienaltar von 1511 und ist mit einer Kassettendecke (1688) ausgestattet. Die St.-Michaelis-Kirche entstand als Kapellenbau um das Jahr 1230. Von 1380 bis 1386 entstand eine dreischiffige Hallenkirche. Von 1480 bis 1582 erfolgten weiter Ausbauten. Der ehemalige Altar der Michaeliskirche, der sogenannte Hofer Altar aus der Werkstatt von Hans Pleydenwurff (1465), wird seit 1811 in der Alten Pinakothek in München aufbewahrt. Beim großen Hofer Stadtbrand von 1823 wurde die Michaeliskirche zerstört. Der Wiederaufbau in heutiger Form erfolgte 1826 bis 1829. Die wertvolle Heidenreich-Orgel wurde 1834 erbaut und im Jahr 2007 von der Berliner Orgelbaufirma Schuke restauriert. Die St.-Michaelis-Kirche ist die evangelische Hauptkirche und Sitz des Dekans. Die Auferstehungskirche im südlichen Stadtteil Moschendorf wurde 1929 erbaut. Sie ist die einzige der Hofer Kirchen, die noch einen eigenen Friedhof besitzt. Weitere evangelische Kirchen sind die St.-Johannes-Kirche, 1937 im östlichen Stadtteil Gärtla erbaut, die Christuskirche, 1939 im westlichen Stadtteil Münster erbaut, die Lutherkirche von 1956 im nördlichen Stadtteil Hofeck, die Dreieinigkeitskirche von 1961 im südwestlichen Stadtteil Krötenbruck, die Kreuzkirche von 1963 im nordwestlichen Stadtteil Hohensaas und die Paulus-Kapelle, eine evangelisch-methodistische Kirche in der Innenstadt.

Das Kloster Hof in der Neustadt war bis zur Reformationszeit Sitz eines Franziskaner- und eines Klarissenordens. Die Marienkirche wurde 1864 erbaut. Sie ist die katholische Hauptkirche in der Altstadt und Zentralpfarrei des nordöstlichsten Dekanates des Erzbistums Bamberg. Es handelt sich um eine neugotische Hallenkirche mit Netzrippengewölbe und komplett erhaltener neugotischer Ausstattung: Hochaltar, vier Seitenaltäre, Taufkapelle, Kanzel und ein an die franziskanische Tradition der Stadt (13. bis 16. Jahrhundert) anknüpfendes Figurenprogramm. In den Chorfenstern sind die Apostel Petrus und Paulus und die Bistumspatrone, das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde, dargestellt. Die vollständig erhaltene romantische Steinmeyer-Orgel von 1885 mit mechanischen Kegelladen wurde 1994/95 von der Orgelbaufirma Klais (Bonn) restauriert. Zelebrationsaltar, Ambo und Vortragekreuz stammen vom Münchener Künstler Klaus Backmund (1987). St. Marien ist Gedenkstätte mit Büste des 1943 in Hof verstorbenen und am 23. Juni 1996 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochenen Märtyrers, des Berliner Dompropstes Bernhard Lichtenberg. Im Jahre 2000 wurde die Stadtpfarrkirche St. Marien grundlegend restauriert. Die St.-Konrad-Kirche wurde 1954 im nördlichen Stadtteil Neuhof erbaut und erhielt das westliche Pfarrgebiet der Marienkirche. Die St.-Otto-Kirche, erbaut 1963 im südlichen Stadtteil Moschendorf, entstand 1945 zunächst als Notkirche nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Durchgangs- und Flüchtlingslager Hof-Moschendorf. Sie ist Filialkirche der St.-Marien-Kirche. Die St.-Pius-Kirche wurde 1977 als moderne zeltdachförmige Kirche im westlichen Stadtteil Münster erbaut. Sie ist eine Filialkirche der Hofer St.-Konrad-Kirche.

1889 ließ der Hofer Textilfabrikant und Reichstagsabgeordneter Walther Münch-Ferber die Münch-Ferber-Villa im italienischen Klassizismus errichten. Die westlich der Neustadt gelegene Villa verfiel nach 1945 zusehends und wird derzeit (2012) renoviert. In Hofeck steht das Schloss Hofeck, in Moschendorf befinden sich der Stelzenhof und das Rittergut Sachs.

Denkmäler

Grünflächen und Naherholung

Auf dem Städtischen Friedhof in der Plauener Straße, der allgemeiner Begräbnisort aller Bürger ist, befinden sich auch die Gräber von zwei unbekannten KZ-Opfern, an die mit einem Gedenkstein erinnert wird. Auf dem Friedhof der israelitischen Kultusgemeinde an der Hohen Saas sind 142 jüdische KZ-Häftlinge begraben, die Opfer von NS-Zwangsarbeit wurden.

Die Anfänge des Bürgerparks Theresienstein mit Botanischem und Zoologischem Garten reichen bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Der Fernwehpark Hof Signs of fame ist eine Sammlung von Orts- und Straßenschildern, mitgebracht von Besuchern aus aller Welt. Der Wittelsbacherpark liegt zwischen Sophienstraße, Theresienstraße und Sophienschule.

Bäder in Hof sind das HofBad, ein Hallenbad mit Wellnesseinrichtungen und der Sauna HofSauna, das Freibad an der Ascher Straße mit 100-m-Doppelrutsche und der im Naherholungsgebiet eingebettete Untreusee im Ortsteil Moschendorf.

In Hof gibt es fünf ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete.

Sport

Der bekannteste Sportverein in Hof ist die SpVgg Bayern Hof. Der Verein entstand am 1. Juli 2005 durch die Fusion der SpVgg Hof und des FC Bayern Hof 1910, der bis 1914 Fußballclub Britannia Hof hieß. Hauptsportart ist Fußball, daneben gibt es eine Box- und eine Sängerabteilung sowie Abteilungen für Leichtathletik und Damengymnastik. Der Verein trägt seine Heimspiele der Regionalliga Bayern im städtischen Stadion Grüne Au aus.

Bis 1896 reichen die Wurzeln des Athletik-Sportvereins (ASV Hof) zurück. Die erste Mannschaft ringt seit 2007 in der ersten Bundesliga und hat sich mehrfach für das Finale der deutschen Meisterschaft qualifiziert.

1817 führte der Hofer Progymnasiallehrer Flamin Clöter am Hofer Gymnasium den freiwilligen Turnunterricht ein. Ein erster Turnplatz entstand 1818, als der Anger unterhalb der oberen steinernen Brücke zwischen Saale und Mühlgraben mit den dafür nötigen Geräten versehen wurde. Die Disziplinen waren Springen, Barlauf, Wett- und Dauerlauf, Reck und Schwingpferd, später Barren- und Kletterübungen.

Im Herbst 1818 kam mit Florian Clöter der Schwimm- und Eislaufsport nach Hof. Er sorgte für die Errichtung einer Schwimmschule bei der oberen steinernen Brücke und brachte das Schlittschuhlaufen auf die Saale.

Flamin Clöter verließ Hof 1821. Damit hörten auch die Turnübungen auf, noch bevor 1824 das staatliche Turnverbot für Bayern erging. Für einige Jahre lag der Turnbetrieb in Hof wie im ganzen Königreich brach, bis durch Erlass vom 21. August 1826 das Turnen vom neuen König Ludwig I. wenigstens den Gymnasialschülern wieder erlaubt wurde. Zum obligatorischen Unterrichtsfach wurde der Turnunterricht an den bayerischen Gymnasien durch Ministerialbeschluss vom 2. November 1868.

Das Mädchenturnen hielt an der Höheren Töchterschule in Hof im Jahr 1860 Eingang. Die Vorbereitung von Volksschullehrern für den Turnunterricht wurde vom städtischen Hauptturnlehrer Rudolf Lion ab 1868 in Angriff genommen. Am 11. Februar 1870 erklärte die Stadtschulenkommission den Turnunterricht an den Hofer Volksschulen zum Pflichtfach.

Am 8. April 1861 wurde die Stadtverwaltung Hof um die Erlaubnis zur Gründung eines Turnvereins nachgesucht. Das Schreiben wurde „mit Vergnügen“ zur Kenntnis genommen und dem Verein wurde Unterstützung zugesagt. Während sich die Stadtverwaltung zur Förderung der sportlichen Aktivitäten gerne bereitfand, wurde an die Grenze des Entgegenkommens gestoßen, als der Verein darum bat, „an jedem Montag, Mittwoch und Sonnabend nach dem Turnen unter Trommelschlag in die Stadt einmarschieren zu dürfen“. Die zugesagte Turnhalle wurde 1868 fertig.

1869: Nach seiner Wahl zum städtischen Hauptturnlehrer oblag Rudolf Lion die Oberleitung und Koordination des gesamten Turnunterrichts in Hof. Ein Höhepunkt im Vereinsleben war die Ausrichtung des 9. Bayerischen Turntages am 10. und 11. September 1871 in Hof. Als es 1874 zu Zwistigkeiten im Verein kam, traten mehrere Mitglieder aus und gründeten in Hof einen zweiten Turnverein.

Weitere Turnvereine entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Hof etwa mit dem Turnerclub Hof, der Freien Turnerschaft oder dem missglückten, 1907 gegründeten Turnverein Vater Jahn, dessen Mitglieder bereits ein Jahr später nichts mehr von der Existenz ihres Vereins wissen wollten.

Die seit dem Ende des Jahrhunderts bis 1918 aus dem Boden schießenden Spezialsportvereine beschäftigten sich überwiegend mit Radfahrsport oder Fechten. Die Schützen hatten mit der Schützengesellschaft eine Organisation, deren Gründung bis 1432 zurückreichte. Einer der bis heute bedeutendsten Hofer Sportvereine ist der 1911 gegründete Schwimmverein Hof.

Mit der Spielvereinigung als einer Abteilung des Turnvereins Hof wird 1893 durch Otto Strunz der erste Verein des Hofer Fußballsports gegründet. Zum ersten Mannschaftsspiel kam es erst am 23. Oktober 1898, als gegen die Fußballmannschaft des ATV Plauen gespielt und 7:0 gewonnen wurde. Zur Trennung vom Turnverein kam es 1924.

Ein weiterer Fußballverein war der Fußballclub Britannia Hof, der 1911 gegründet wurde und sich 1914 FC Bayern Hof umbenannte.

Seit 1977 existiert die Marine-Jugend Hof als Segelsportverein in Hof. Hauptsächlich im Bereich Jugendarbeit wird im Sommer der Untreusee zum Trainieren und zum Austragen von Regatten genutzt. Im Jahr 2008 wurde zum Beispiel die Bundesjugendsegelmeisterschaft des DMB organisiert. In den Wintermonaten beschäftigen sich die Jugendlichen mit Modellbau und Segeltheorie.

Im November 1992 gründete sich mit den Hof Jokers die erste American Football-Mannschaft in der Stadt. Die Jokers sind eine Abteilung des Post- und Telekom-Sportvereins (PTSV). In der Spielzeit 2008 konnten die Hof Jokers zum ersten Mal Platz 1 in der Bayernliga belegen und spielten somit in der Saison 2009 in der Regionalliga Süd. Dort konnte mit Platz 5 in der ersten Spielzeit der Klassenerhalt gesichert werden. 2010 musste sich die Mannschaft vorzeitig vom Ligabetrieb zurückziehen. Die Heimspiele der Jokers werden im PTSV-Stadion in Hof ausgetragen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Internationalen Hofer Filmtage finden jährlich an sechs Tagen in zwei Kinos statt. „HOF“ sei die Abkürzung für „Home Of Films“, hat Wim Wenders über das Hofer Festival gesagt. 1967 organisierte der Student Heinz Badewitz mit seinen damaligen Bandkollegen (New Jazz Group) Werner Weinelt und Uwe Brander einen Zweieinhalb-Stunden-Kinoabend mit eigenen Filmen in Hof. Diesen nannten sie das 1. Hofer Kurzfilmfestival. Die Idee entstand nach enttäuschenden Erfahrungen bei den „Oberhausener Kurzfilmtagen“ und weil in ihrer Studienstadt München die Bedingungen schwierig und die Mieten zu hoch waren. Dies war die Geburtsstunde der Internationalen Hofer Filmtage. Unter der Leitung von Heinz Badewitz entwickelte sich das Festival stetig weiter. In vier Jahrzehnten hat es sich zu einem der renommiertesten deutschen Filmfestivals entwickelt, bei dem die Nachwuchsregisseure ihre Debütfilme zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigen. Die wichtigen Trends wie der Neue Deutsche Film mit Regisseuren wie Werner Herzog, Wim Wenders und Volker Schlöndorff oder der Komödienboom der achtziger Jahre (z. B. Männer von Doris Dörrie) wurden in Hof gesetzt. Die Hofer Filmtage verleihen keine Preise. Verschiedene Träger, u. a. die Stadt Hof, haben sich aber im Laufe der Jahre an die Filmtage angedockt, um am Rande des Festivals Preise zu vergeben, darunter der Filmpreis der Stadt Hof, der Eastman Förderpreis, ein Preis für das beste Szenenbild sowie ein Preis für die visuelle Filmkritik. Zum ersten Mal im Jahr 2005 wurde der Förderpreis Deutscher Film für herausragende Leistungen in der Filmtechnik (z. B. Ton, Schnitt) verliehen. Eine ähnliche Veranstaltung ist SEHquenz, eine Filmwoche mit Präsentation aktueller deutscher Filme.

Das Hofer Volksfest ist das größte Volksfest der Region. Es findet jedes Jahr Ende Juli/Anfang August am Volksfestplatz in Hof statt und dauert zehn Tage. Die Freiheitshalle am Festplatz dient während des Festes als Festhalle. Das Volksfest beginnt am Freitag vor dem Hofer Sommerjahrmarkt. Der Sommerjahrmarkt selbst beginnt am Montag nach Jakobi (25. Juli). Das Volksfest endet nach gut einer Woche am Sonntag. In der Festhalle und im Biergarten schenken die Hofer Brauereien im Wechsel ihr Bier aus. Auf dem Volksfestplatz gibt es einen umfangreichen Vergnügungspark mit vielen Fahrgeschäften, Losbuden und Imbiss-Ständen. Am Eröffnungstag findet der große Volksfest-Umzug der Hofer Vereine und Organisationen statt. Nach einer Woche, am zweiten Volksfest-Freitag, wird nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe des Festplatzes ein großes Brillantfeuerwerk für die Festbesucher abgebrannt.

Die Oberfranken-Ausstellung (Ofra) ist eine Leistungsschau der regionalen Wirtschaft; die Ofra ist alle zwei Jahre im Frühjahr auf dem Hofer Volksfestplatz zu Gast.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind die Hofer Jazztage, das Hofer Kinderfilmfest, Hof blüht auf, die Blumenschau zum Frühjahr in der Hofer Innenstadt, das Internationale Stabhochsprung-Meeting in der Altstadt, der Schlappentag, der Jahrestag der Steinhauer- und Maurerbrüderschaft Hof und Umgebung von 1450, der Hofer Umwelttag, der Hofer Herbstmarkt und der Hofer Weihnachtsmarkt.

Kulinarische Spezialitäten

Besonders hervorzuheben sind die Wurstspezialitäten aus Hof: Hofer Brodwärschd (Hofer Bratwürste), sie sind feiner und magerer als ihre direkten Nachbarn, die Thüringer, Coburger und Fränkischen Bratwürste, Echter fränkischer Leberkäse und die Hofer Rindfleischwurst.

Als eines der Markenzeichen der Stadt gilt der Hofer Wärschtlamo (hochdeutsch: Würstchen-Mann), der traditionell in der Hofer Altstadt steht und direkt aus dem Kessel seine „Wienerla, Bauern und Weißen mit Sempft“ (hochdeutsch: „Wiener Würstchen, Debreziner und Weißwürste mit Senf“) verkauft. Hofer in der Ferne trauern besonders den Wurst- und Bierspezialitäten nach.

Hof ist in der weiteren Umgebung für sein Bier bekannt. Heute wird Bier der Marken Meinel-Bräu und Scherdel in Hof hergestellt.

Ein typisches Gericht in Hof sind die Schnitz, ein Eintopf, der mit dem Pichelsteiner zu vergleichen ist. Der Name Schnitz kommt daher, dass alle Zutaten geschnitten werden. Als Pilzgericht trägt er den Namen Schwammaschnitz, das ist ein Eintopf mit traditionell selbstgesuchten Schwamma (Pilzen).

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Wichtige Arbeitgeber – gemessen an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten – sind der Einzelhandel, gefolgt von Gesundheitswesen, der Textilindustrie, der Logistiksparte und dem Kreditwesen. Daneben gibt es Betriebe zur Herstellung von Kühlzellen, Unterwasserpumpen, Klärwerksausrüstungen, Elektroantrieben sowie von Stahl- und Leichtmetallbauteilen.

  • Der bedeutendste Industriezweig in Hof außerhalb des Dienstleistungssektors ist die Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit dem benachbarten Landkreisen Hof, Kulmbach und Bayreuth zählt der Wirtschaftsraum zu den drei wichtigsten Textilstandorten in Deutschland. Wichtige Vertreter sind die Hoftex Group und die Spinnerei Neuhof.
  • Hof war ein Zentrum des Bierbrauens. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Hof zwölf Brauereien:

    Bavaria (Laubmann)
    Bürgerbräu (Ried)
    Deininger-Kronenbräu (AG)
    Löwenbräu (AG)
    Gg. Meinel (Georg Meinel, Meinel-Bräu)
    Karl Militzer

      Joh. Richter
      B. Scherdel (Bernhard Scherdel)
      (Heinrich) Schmidts Erben (Schmidts Heiner)
      Karl Schuster (Weizenbier)
      Gg. Weidner (Georg Weidner)
      Karl Zelt (Schlappenbier)
    Meinel-Bräu existiert heute noch eigenständig und die Brauerei Scherdel arbeitet unter dem Dach der Kulmbacher Brauerei weiterhin in Hof. Alle anderen Brauereien haben die Produktion eingestellt. Die Brauerei Falter kam mit der Eingemeindung von Unterkotzau zur Stadt Hof. Sie stellte Mitte 2008 die Produktion ein. Die Brauerei Zelt stellte im Jahr 2010 den Braubetrieb ein. Auch die Brauerei Bürgerbräu Hof existiert seit einigen Jahren nicht mehr.
  • Hof ist von jeher Standort größerer Speditionsunternehmen, wie beispielsweise der Firma M & M Militzer & Münch. Seit der Wende 1990 siedelten sich weitere Logistikunternehmen an. 2002 richtete eine Döhlauer Spedition am Hofer Hauptbahnhof ein Verladeterminal für Containerzüge ein und erweiterte es mehrmals.
  • Im Bereich der Automobilindustrie entstand der Automobilzuliefererpark Pole Position in Hof und Gattendorf.
  • In Hof befand sich die Zentrale der privaten Regionalbank Schmidtbank. Sie kam 2001 in große wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Zentrale wurde aufgelöst. Das vorhandene Know-how nutzen einige Spezialkreditinstitute und Dienstleister weiter. An der Hochschule Hof ist ein einschlägiger Schwerpunkt eingerichtet. Ein Gebäude der ehemaligen SchmidtBank-Zentrale beherbergt den 2006 eingerichteten Dienstsitz Hof des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LFU).
  • Seit dem Jahr 2000 entstanden durch die Ansiedlung von Callcentern Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor des Dienstleistungsbereiches. Hof ist außerdem Zentrum vieler weiterer Dienstleistungen, von denen die nennenswertesten Vertreter Weiherer Reisen GmbH & Co., Vodafone, Marktkauf, Kaufhof, Müller, NKD und Finck sind.
  • Auch das DAX-notierte Unternehmen Fresenius Medical Care hat seinen juristischen Sitz in Hof. Eine Niederlassung existiert nicht.

Verkehr

Straße

Die Stadt Hof liegt an den drei Bundesautobahnen 9 im Westen, 93 im Osten und 72 im Norden. Sie bilden die Form eines Hufeisens um die Stadt, berühren das Stadtgebiet aber nicht. An den Autobahnen wird durch Unterrichtungstafeln mit der Aufschrift Hof – park & see auf die Stadt hingewiesen. Das Motto ist bewusst mehrdeutig gewählt: auf Deutsch werden wichtige Sehenswürdigkeiten genannt, Stadtpark Theresienstein und Untreusee – auf Englisch werden die Autofahrer aufgefordert, ihren Wagen abzustellen (to park) und die Stadt zu besuchen (to see). Durch Hof führen die Bundesstraßen 2, 15 und 173. Alle drei Bundesstraßen sind im Stadtgebiet im Verlauf der Ernst-Reuter-Straße vierspurig ausgebaut. Der Abschnitt ist mit grüner Welle und Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h zügig befahrbar. Die B 173 dient als Zubringer zu allen drei Autobahnen: im Nordwesten zur A 72 und A 9 und im Osten zur A 93. Die B 15 ist im Westen vierspurig an die A 9 angebunden und im Südosten an die A 93. Die B 2 hat im Nordosten eine Auffahrt zur A 72 und im Süden bei Münchberg eine zur A 9.

Schiene

Die Stadt Hof verfügt aktuell über zwei Bahnhöfe, den Hauptbahnhof und den Bahnhof Hof-Neuhof. Die Deutsche Bahn beabsichtigt einen weiteren Haltepunkt Hof Mitte in der Nähe des Stadtkerns zu errichten. Im Hauptbahnhof treffen sich die Hauptstrecken Leipzig – Hof, Bamberg – Hof, Regensburg – Hof und Dresden – Chemnitz – Zwickau – Plauen – Hof – Bayreuth – Nürnberg (Sachsen-Franken-Magistrale) sowie die Nebenstrecken (Cheb – Aš – )Selb – Oberkotzau( – Hof), Hof – Bad Steben und (Hof –)Münchberg – Helmbrechts. Im Fernverkehr werden von der Deutschen Bahn sowie von der Vogtlandbahn regelmäßige Verbindungen nach Leipzig, Dresden, Bamberg, Nürnberg und Regensburg angeboten. Im Nahverkehr sind die Strecken nach Selb und Bad Steben vor allem im Schülerverkehr, die Strecke nach Bad Steben auch für Kurgäste bedeutsam. Auf diesen Strecken wird von agilis ein Stundentakt angeboten. Auch die kleineren Bahnhöfe und Haltepunkte an den von Hof ausgehenden Hauptstrecken sowie die Strecke Münchberg–Helmbrechts werden mindestens stündlich mit Nahverkehrszügen bedient. Die Strecke aus Richtung Reichenbach wurde bis zum Hauptbahnhof Hof bis Ende 2013 elektrifiziert. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Eröffnung des Citytunnels in Leipzig, der nur von elektrischen Zügen befahren werden darf und für die Regionalzüge aus Hof erreichbar sein soll.

Verkehrsverbund

In Stadt und Landkreis Hof gilt der einheitliche Tarif der Verkehrsgemeinschaft Hof in den Bussen der beteiligten Verkehrsunternehmen (HofBus GmbH, RBO und andere). Die Verkehrsgemeinschaft Hof ist Mitglied im EgroNet, einem länderübergreifenden Verkehrsverbund, an dem nordostbayrische, sächsische und thüringische Landkreise sowie die tschechische Region Karlovy Vary mit der Stadt Cheb teilnehmen, so dass auch EgroNet-Fahrscheine von allen beteiligten Verkehrsunternehmen anerkannt werden.

Straßenbahn und Stadtbus

In der Stadt, die von 1901 bis 1922 eine Straßenbahn besaß, gibt es zwölf Stadtbuslinien, die von der HofBus GmbH betrieben werden. Die HofBus GmbH gehört zu 74,9 % den Stadtwerken Hof (und damit der Stadt Hof) und zu 25,1 % den Verkehrsbetrieben Bachstein, einem regionalen Busunternehmen. Montag bis Freitag ganztägig und Samstag bis 14:00 Uhr verkehren alle zwölf Linien, während an Samstagen ab 14:00 Uhr und an Sonntagen und Feiertagen ein angepasstes Liniennetz mit neun Linien bedient wird: Die Linien 2, 7 und 10 verkehren nicht und die Busse aller anderen Linien fahren teilweise auf veränderten Strecken. Die Hofer Stadtbusse verkehren in der Regel wochentags zwischen 6:00 und 21:00 Uhr und am Wochenende zwischen 8:00 und 20:00 Uhr. Zusätzlich fahren Montag bis Freitag morgens Busse im Frühverkehr und Freitag und Samstag abends im Spätverkehr (jeweils eine Fahrt) die wichtigsten Haltestellen in der Stadt an. Zentraler Umsteigepunkt aller Linien ist die Haltestelle Busbahnhof an der Kreuzung Bismarckstraße/Friedrichstraße, ein weiterer wichtiger Umsteigepunkt befindet sich an der Haltestelle Anspann/Klinikum. Dort kann zwischen den Linien in die südöstlichen und südwestlichen Stadtteile gewechselt werden. Die Linie 11 verkehrt bis in die sächsische Nachbarstadt Plauen im Vogtland. Diese Linie wurde kurz nach der Grenzöffnung zwischen der Bundesrepublik und der DDR eingerichtet, um eine schnelle Alternative zur langen Bahnfahrt zwischen den beiden Städten anzubieten und die Verbundenheit zwischen den Partnerstädten Hof und Plauen auszudrücken.

Regionalbus

Von Hof aus verkehren 30 Regionalbuslinien der Regionalbus Ostbayern (RBO), einer Tochter der Deutschen Bahn. Ausgangspunkt ist die Haltestelle Hauptbahnhof. Die Regionalbuslinien halten innerhalb Hofs an den wichtigsten Haltestellen der Stadtbusse, bedienen aber den gesamten Landkreis Hof und führen auch in benachbarte Landkreise.

Luft

Etwa fünf Kilometer südwestlich von Hof liegt im Stadtteil Pirk der Verkehrslandeplatz Hof-Plauen. Dort befindet sich auch eine Flugschule und ein Hangar für Privatflugzeuge. Der Flugplatz Hof-Plauen ist von Hof Hauptbahnhof mit der Regionalbuslinie R1 in 30 Minuten und mit dem Auto/Taxi in 15 Minuten zu erreichen. Der nächste Flughafen mit Linienverbindungen ist der rund 100 Kilometer entfernt liegende Flughafen Karlsbad (Tschechien). Die nächsten größeren Flughäfen Leipzig/Halle und Nürnberg befinden sich ca. 150 Kilometer von Hof entfernt.

Rettungsdienste

Die Freiwillige Feuerwehr Hof besteht aus der Hauptfeuerwache am Hallplatz (Stadtmitte), der Nebenwache am städtischen Baubetriebshof in der Leimitzer Straße – hier ist ein Tanklöschfahrzeug stationiert, das während der Betriebszeiten des Bauhofes besetzt ist, der Löschgruppe Hofeck, der Löschgruppe Moschendorf, der Freiwilligen Feuerwehr Eppenreuth, der Freiwilligen Feuerwehr Haidt, der Freiwilligen Feuerwehr Leimitz, der Freiwilligen Feuerwehr Wölbattendorf, der Freiwilligen Feuerwehr Osseck und der Freiwilligen Feuerwehr Unterkotzau. In der Hauptwache am Hallplatz stehen 25 Fahrzeuge, 3 Abrollbehälter für die Wechselladefahrzeuge und 7 Anhängerfahrzeuge für den Einsatz bereit. Sieben hauptamtliche Kräfte sind für Verwaltung, Fahrzeug- und Gerätepflege sowie Einsatzdienste tätig. Insgesamt gehören zur Feuerwehr Hof ca. 250 aktive Mitglieder. Im Obergeschoss der Feuerwache befindet sich die Kreiseinsatzzentrale Hof-Stadt. Weiterhin erfolgt in der Hauptwache die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder in sechs Gruppen. Sie leisten im Jahr zwischen 500 und 600 Einsätze mit 8000 bis 10000 Einsatzstunden.

In Hof befindet sich ein Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Er ist auf Bergung/Räumen und die Notstromversorgung von Schadenslagen (Fachgruppe Elektroversorgung) spezialisiert. Außerdem hat die THW-Geschäftsstelle Hof ihren Sitz in der Stadt. Sie ist für die Betreuung von neun THW-Ortsverbänden in Oberfranken und Teilen der Oberpfalz zuständig.

In Hof befindet sich eine Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Hof. Hier sind rund um die Uhr zwei Rettungswagen fest besetzt. Weiterhin ist ein Notarzteinsatzfahrzeug mit einem Fahrer besetzt, den Arzt stellen entweder das Sana-Klinikum oder in Hof ansässige Ärzte. Weiterhin stehen an der Rettungswache Krankentransportwagen (KTW) bereit, die vor allem werktags besetzt sind. Auch die BRK-Bereitschaft Hof hat ihre Räumlichkeiten in der Rettungswache. Diese stellt bei vielen Veranstaltungen in und um Hof das Personal für Sanitätsdienste. Weiterhin werden Hintergrundnotfallmittel und eine SEG-Betreuung gestellt. Auch das Fahrzeug der Unterstützungsgruppe UG-SanEL steht an der Rettungswache.

In Hof gibt es ferner eine Ortsgruppe der BRK-Wasserwacht. Auch die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) unterhält in Hof einen Ortsverband (OV Hof).

Militär

Die Oberfranken-Kaserne ist derzeit die einzige von der Bundeswehr genutzte Kaserne in Oberfranken. In ihr ist u. a. die Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung, eine Teileinheit des Kommandos Strategische Aufklärung, untergebracht. Die ehemalige Radarstellung auf der Hohensaas sowie Anlagen am Köditzer Hang ergänzen diese Dienststelle. Die aus der Zeit des Kalten Krieges stammenden markanten und großräumigen Empfangsanlagen wurden inzwischen weitestgehend zurückgebaut.

Von 1945 bis 1985 war das US-Militär in der Kingsley Kaserne stationiert, hauptsächlich Luftraumüberwachungseinheiten der United States Air Force. Die Bundeswehr übernahm bereits 1978 die Radarstellung von der US Air Force.

Seit dem 30. April 1985 war die Kaserne nach Hans Hüttner benannt. Die Namensgebung nach dem Generalmajor und überzeugten Nationalsozialisten Hüttner geriet ab 1994 in die Kritik, was am 8. Juli 2013 zur Umbenennung der Kaserne in Oberfranken-Kaserne führte.

Bildung

Grund-, Haupt- und Mittelschulen

Grund- und Hauptschulen in Hof sind die Angerschule (Grundschule), die Christian-Wolfrum-Schule (Grund- und Hauptschule), die Eichendorffschule (Grundschule) mitsamt der Max-Reger-Schule (Zweigschule der Eichendorffschule), die Private Evangelische Volksschule, die Hofecker Schule (Grund- und Hauptschule), die Volksschule Hof-Krötenbruck (Grundschule), die Moschendorfer Schule (Grund- und Teilhauptschule, nur bis 6. Klasse), die Münsterschule (Haupt- und Mittelschule, freiwillige 10. Klasse), die Neustädter Schule (Grundschule) und die Sophienschule (seit 2005 nur Grundschule).

Gymnasien

Das größte Gymnasium ist das 1833 als Gewerbeschule für Jungen gegründete Schiller-Gymnasium. Die zwei Ausbildungsrichtungen sind naturwissenschaftlich-technologisch und wirtschafts- und sozialwissenschaftlich mit wirtschaftswissenschaftlichem Profil. Das Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium ist auf naturwissenschaftlich-technologische und sprachliche Schwerpunktbildung ausgerichtet. Das dritte, kleinste und älteste Gymnasium der Stadt, das Jean-Paul-Gymnasium, ist sprachlich mit humanistischem Profil und musisch ausgerichtet.

Hochschulen

Die Hochschule Hof, früher: Fachhochschule Hof (FH Hof), zählt zu den Fachhochschulen in Bayern, die 1994 zur Förderung eines flächendeckenden Angebots an Hochschulen gegründet wurden. Sie hat die Fakultäten Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Ingenieurwissenschaften. Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern, Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung, früher Bayerische Beamtenfachhochschule (BayBFH), besteht seit 1974/75 und dient der verwaltungsinternen Ausbildung von Beamtenanwärtern des gehobenen und der Fortbildung der Beamten des gehobenen und höheren nichttechnischen Dienstes.

Weitere Schulen

  • Realschule Hof
  • Private Evangelische Volksschule Hof
  • Freie Waldorfschule Hof
  • Johann-Viessmann-Berufsschule
  • Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik (FAKS)
  • Fach- und Berufsoberschule Hof
  • Johann-Georg-August-Wirth-Realschule
  • Wirtschaftsschule
  • Es gibt drei Förderschulen in Hof: die Bonhoefferschule, ein sonderpädagogisches Förderzentrum mit Außenstelle in Schwarzenbach/Saale, die Schule am Lindenbühl, ein privates Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und die Private Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung.
  • Zu den Musikschulen in Hof zählt die Musikschule Landkreis Hof und die Musikschule der Hofer Symphoniker.
  • Ebenso gibt es zwei Volkshochschulen, die Volkshochschule der Stadt Hof und die Volkshochschule des Landkreises Hof.

Liste aktueller und ehemaliger Schulhäuser

  • Altstädter Schule (nun zum Schillergymnasium)
  • Neustädter Schule (Grundschule)
  • Schillerschule (heute Schiller-Gymnasium)
  • Sophienschule
  • Wilhelmschule
  • Angerschule
  • Christian-Wolfrum-Schule
  • (alte) Eichendorffschule (abgebrochen)
  • (neue) Eichendorffschule
  • Beamtenfachhochschule
  • Fachhochschule
  • (altes) Gymnasium (heute Jean-Paul-Gymnasium)
  • Schule am Longoliusplatz (ehem. Höhere Schule für Mädchen/Reinhart-Gymnasium, nun FOS/BOS)
  • Max-Reger-Schule (Zweigschule der Eichendorffschule)
  • Schule Moschendorf (a) (abgebrochen)
  • Schule Moschendorf (b) (ungenutzt)
  • Schule Moschendorf (c) (nun Synagoge)
  • Schule Moschendorf (d)
  • Krötenbrucker Schule
  • Hofecker Schule
  • Münster-Mittelschule
  • Parsevalschule (Baracke, Zweigsschule der Münsterschule; abgebrochen)
  • Pestalozzischule (III. Schulhaus, heute Berufsschule)
  • Schule am Schlossplatz (ehem. Oberrealschule/Schiller-Gymnasium, nun FOS/BOS)
  • Schulzentrum am Rosenbühl (Reinhart-Gymnasium und Realschule)
  • Schule am Theresienstein
  • Evangelische Schule an der Saale
  • Waldorfschule am Otterberg

(Diese Liste erhebt noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hilf mit, das zu ändern!)

Bibliotheken

  • Stadtbücherei
  • Fachhochschulbibliothek
  • Stadtarchiv

Jugendherberge

In der Beethovenstraße im Ortsteil Krötenbruck bietet die Jugendherberge Hof reisenden Jugendgruppen attraktive und günstige Übernachtungsmöglichkeiten.

Schutzgebiete

In Hof sind vom Bayerischen Landesamt für Umwelt fünf Landschaftsschutzgebiete und sechs Geotope ausgewiesen. (Stand 2016)

Persönlichkeiten

Mit der Stadt Hof wird eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten in Verbindung gebracht. Der bekannteste lebende Ehrenbürger Hofs ist Georg von Waldenfels. Von Waldenfels war Staatsminister im bayerischen Kabinett und ist heute Präsident des Deutschen Tennis-Bundes. Die Grundlagen für das Periodensystem der Chemischen Elemente wurden vorgedacht von Johann Wolfgang Döbereiner, einem Sohn der Stadt Hof. Der bedeutende deutsche Schriftsteller Jean Paul besuchte in Hof das Gymnasium.

Panoramen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hof (Saale)

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