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Hof
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Stadtplan Hof
Stadt Hof
Klosterstr. 1-3
95028 Hof

http://www.stadt-hof.de/

Hof (Saale)

160pxAbb. 1 Wappen von Hof (Saale)
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 500 m
PLZ 95028, 95030, 95032
Vorwahl 09281
Adresse der Verwaltung Klosterstr. 1
95028 Hof
Website www.hof.de
Oberbürgermeister Harald Fichtner (CSU)

Hof ist eine an der Saale gelegene kreisfreie Stadt im Nordosten von Bayern. Sie ist mit etwa 47.300 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Regierungsbezirks Oberfranken. Die Stadt ist Oberzentrum, Hochschulstadt mit über 5.900 Studenten, Mittelpunkt des Hofer Landes mit rund 170.000 Einwohnern und Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Hof, der die Stadt vollständig umgibt. Hof ist mit 115 Nationalitäten eine internationale Stadt, die Hochschule unterhält eine enge Zusammenarbeit mit Indien.Seit 1993 ist Hof Mitglied der Europaregion Euregio Egrensis und seit 2005 der Metropolregion Nürnberg. Zudem ist Hof das Zentrum der Region Hochfranken. Hof liegt in der Planungsregion Oberfranken-Ost, deren Verwaltungssitz die Stadt ist.Die Stadt liegt an der Bayerischen Porzellanstraße.

Die Stadt hat ein großes Angebot an Kultur und Freizeitmöglichkeiten. Der Theresienstein und der Untreusee sind die beiden Naherholungsgebiete Hofs. Die Freiheitshalle ist die größte Veranstaltungshalle Nordostbayerns. Das Theater Hof ist ein Vierspartentheater und Hauptspielstätte der Hofer Symphoniker. In den Stadtkirchen St. Marien und St. Michaelis werden regelmäßig Konzerte angeboten. Des Weiteren gibt es den Hofer Zoo, den Botanischen Garten und ein Planetarium. Durch die Hofer Filmtage, ein Filmfestival, ist Hof auch einem breitem Publikum bekannt. Hof ist für den Tourismus im Osten Oberfrankens von großer Bedeutung und zählt jährlich rund 90.000 Touristen. Durch Ausstellungen wie etwa der „Hoftexplosion“ gilt die Stadt auch als Zentrum der Kunst in Nordbayern.

Geschichtliche Bedeutung erlangte Hof, als 1989 die Flüchtlingszüge aus Prag am Hofer Hauptbahnhof ankamen.

Geographie

Geographische Lage

Das Gebiet der Stadt Hof liegt beiderseits der Grenze zwischen dem Mittelvogtländischen Kuppenland (Teil des Vogtlandes, im Nordosten) und der Münchberger Hochfläche (Teil des Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirges, im Südwesten). Die Stadt Hof liegt im Flusstal der Saale, die das Stadtgebiet zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald auf dem südlichen Rand des Mittelvogtländischen Kuppenlandes von Süden nach Norden durchfließt. In Hof gibt es 17 Saalebrücken. Bedingt durch die Mittelgebirgslage sind die Abhänge des Flusstales verhältnismäßig steil. Der tiefste Punkt von Hof liegt an der Saale bei etwa 450 Höhenmetern, der höchste Punkt im Stadtgebiet am Kulm bei 614 m Höhe. Dadurch hat die Stadt vor allem in Ost-West-Richtung Straßen mit erheblichen Steigungen.

Die Stadt ist im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, von folgenden Hügeln umgeben:

  • Labyrinthberg mit dem Labyrinthturm
  • Eichelberg
  • Wartberg (570 m)
  • Otterberg bzw. Alsenberg
  • Rosenbühl mit dem Bismarckturm, benannt nach dem ersten Reichskanzler des Deutschen Reiches Otto von Bismarck (1815–1898).
  • Kulm (614 m)
  • Teufelsberg

Natur

Die Stadt Hof hat 87 Grünanlagen ausgewiesen. Darunter sind der Theresienstein, die Saaleauen und der Untreusee. In Hof gibt es 4500 Straßenbäume. Manche Baumarten sind ab einer gewissen Größe durch eine Verordnung geschützt.

Gewässer

  • Die Saale ist der größte Fluss in Hof. Sie durchfließt die Stadt von Süden nach Norden mit zwei Biegungen in der unteren Vorstadt auf Höhe des Theresiensteins. Zwischen der Friedrich-Ebert-Brücke und der Unteren Steinernen Brücke ist die Saale aufgestaut.
  • Im Norden des Stadtgebiets mündet die Nördliche Regnitz in die Saale.
  • Der Untreusee ist ein Stausee im Süden der Stadt. Er dient vor allem dem Tourismus und der Naherholung.

Siehe auch: Liste der Saalebrücken

Flächennutzung

Schutzgebiete

In Hof sind vom Bayerischen Landesamt für Umwelt fünf Landschaftsschutzgebiete und sechs Geotope ausgewiesen. (Stand 2016)

Umgebung

Hof ist Mitglied im Sächsisch-Bayerischen Städtenetz (Bayreuth, Chemnitz, Hof, Marktredwitz, Plauen, Zwickau).

Die sächsische Partnerstadt Plauen liegt 30 km nordöstlich von Hof.

Nachbargemeinden

Die kreisfreie Stadt Hof ist vom Landkreis Hof umgeben. Im Uhrzeigersinn – beginnend im Norden – grenzen folgende Gemeinden an die Stadt (in Klammern die Kurzbezeichnung nach der Landkreiskarte):

  • Feilitzsch (G3)
  • Trogen (G12)
  • Gattendorf (G4)
  • Döhlau (G2)
  • Oberkotzau (M2)
  • Konradsreuth (G8)
  • Leupoldsgrün (G9)
  • Köditz (G7)

Ballungsraum

Die Stadt Hof bildet mit den direkt angrenzenden Gemeinden Oberkotzau und Döhlau einen zusammenhängenden Verdichtungsraum mit über 56.500 Einwohnern. Dabei handelt es sich jedoch nur um die Gemeinden, die in ihrer Bebauung keine Lücken aufweisen, sondern direkt angrenzen. Daneben liegen die anderen Umlandsgemeinden und Vororte nur wenige Kilometer entfernt, zusammen mit seinem direkten Umland leben in Hof etwa 70.000 Personen.

Stadtgliederung

Die kreisfreie Stadt Hof hat 522 Straßen und 19 Plätze.

Alphabetische Übersicht

Nach dem integriertem Stadtentwicklungskonzept gliedert sich die Stadt Hof in folgende Stadt- oder Ortsteile:

  • Innenstadt mit Altstadt, Neustadt und Vorstadt
  • Anspann
  • Bahnhofsviertel entstanden 1888–1914 Wohngebiet aus der Gründerzeit früher „Vorstadt Rauschenbach“ genannt zwischen Pfarr, Hauptbahnhof und Saale
  • Enoch-Widmann-Viertel mit den Hochschulen
  • Eppenreuth (seit 1972) ehemaliges Dorf
  • Epplas ehemaliges Dorf
  • Fabrikvorstadt mit Gärtla (auch „Vertl“, schriftdeutsch Viertel)
  • Geigengrund
  • Haidt (seit 1978) ehemalige Gemeinde
  • Hohensaas
  • Krötenbruck (seit 1906) Teil der ehemaligen Gemeinde Moschendorf mit den Weilern Christiansreuth, Zobelsreuth
  • Leimitz-Jägersruh (seit 1977) mit der ehemalige Gemeinde Leimitz und deren Ortsteil Jägersruh
  • Moschendorf (seit 1906) ehemalige Gemeinde mit dem ehemaligen Weiler Alsenberg/Otterberg
  • Münsterviertel zwischen Äußerer Bayreuther Straße und Klinikum, westlich des Hauptbahnhofs
  • Neuhof (seit 1869)
  • Nördliche Saale
  • Osseck (seit 1972) ehemaliges Dorf
  • Pirk (seit 1972) ehemaliges Dorf
  • Studentenberg
  • Südliche Saale
  • Theresienstein
  • Unterkotzau (seit 1972) ehemalige Gemeinde
  • Vogelherd
  • Wartturmviertel
  • Westendviertel zwischen Marienstraße und Bahnlinie
  • Wölbattendorf (seit 1978) ehemalige Gemeinde
  • Ziegelacker-Hofeck mit der ehemaligen Gemeinde Hofeck (seit 1906)

Diese Angaben werden – mit geringfügigen Abweichungen – auch im allgemeinen Sprachgebrauch und den Medien verwendet.

Statistische Stadtgliederung

Die statistische Gliederung wurde für statistische Erhebungen, wie für das "Statistische Jahrbuch 2007", S. 38, oder auch für das "Statistische Jahrbuch 2014", erarbeitet. Im alltäglichen Gebrauch findet diese Gliederung allerdings kaum Verwendung.

  • Stadtteil Mitte:
    Innenstadt, Westend, Bahnhofsviertel
  • Stadtteil Ost:
    Leimitz-Jägersruh, Fabrikvorstadt, Enoch-Widman-Viertel, Wartturmviertel, Südliche Saale
  • Stadtteil Süd:
    Krötenbruck, Anspann, Pirk, Eppenreuth, Moschendorf
  • Stadtteil West:
    Vogelherd, Epplas, Wölbattendorf, Hohensaas, Neuhof, Geigengrund, Osseck, Münsterviertel
  • Stadtteil Nord:
    Unterkotzau, Studentenberg, Haidt, Ziegelacker-Hofeck, Nördliche Saale, Theresienstein

Siehe auch:

  • Liste der Orte in der kreisfreien Stadt Hof (Saale)
  • Liste der Straßennamen von Hof

Klima

Dialekt und sprachliche Besonderheiten

Das Hoferische, der Hofer Dialekt, gehört zu den oberfränkischen Dialekten in der Dialektgruppe der ostfränkischen Dialekte. Diese Dialekte werden als Fränkisch bezeichnet. Als Besonderheit existiert in Hof und der unmittelbaren Umgebung das Wort hoa (o und a werden zusammen als ein mittellanger Vokal, der zwischen o und a liegt, gesprochen, ein im Hochdeutschen nicht verwendetes Phon), das von Dialektsprechern als Synonym zu Ja oder als affirmative Modalpartikel verwendet wird und den Dialektsprecher auch außerhalb der Hofer Umgebung anderen Hofern gegenüber zu erkennen gibt. Texte im Hofer Dialekt werden unter anderem im Hofer Spaziergänger, einer Kolumne der lokalen Tageszeitung Frankenpost, veröffentlicht und zeigen Lautverwandtschaft mit den Mundarten des Egerlandes und des benachbarten ehemaligen Ascher Ländchens als gemeinsames Erbe aus der Zeit des Nordgaus.

Geschichte

Frühgeschichte

Hof wurde als „Curia Variscorum“ erstmals im 4. Jahrhundert erwähnt. In der Region siedelten bayerische Slawen.Nach der Völkerwanderungszeit beginnt die mit urkundlichen Quellen belegbare Geschichte des östlichen Frankens. Aus diesen Quellen lassen sich die Ereignisse jener Zeit in dem Gebiet, zu dem die heutige Oberpfalz, Unter-, Mittel- und Oberfranken gehören, annähernd nachvollziehen. Der Nordgau entwickelte sich in dem „Francōnia orientālis“ genannten Gebiet nördlich der Donau und der Castra Regina bis an den Main und reichte bis in den Böhmerwald nach Osten. Einer der alten mit Namen bekannten Volksstämme, die dort siedelten, waren die Varisker, die nach der Tabula Peutingeriana im heutigen Nordostbayern und Thüringen ansässig waren.

Mittelalter

Im Bereich der Stadt Hof trafen im Frühmittelalter die Bistümer Naumburg, Regensburg und Würzburg aufeinander. Karl der Große hatte den Würzburger Bischöfen aufgetragen, „im Gebiet der Slaven, die zwischen den Flüssen Main und Rednitz siedeln, Kirchen zu errichten.“ Durch territoriale Neuordnung entstand auf Wunsch von König Heinrich II. im November 1007 das Bistum Bamberg, das direkt Rom unterstellt wurde. Im Nordosten des neuen Bistums wurde die Großpfarrei Hof gegründet, die das gesamte Gebiet des heutigen Landkreises Hof umfasste. Die erste Kirche wurde an der Stelle der heutigen Lorenzkirche errichtet.

Andechs und Weida

Um das Jahr 1080 befand sich im heutigen Stadtbereich eine Ansiedlung von Bauern mit der Ortsbezeichnung „Rekkenze“, vermutlich entstanden aus der Lage an dem Flüsschen Regnitz. In der Nähe der Mündung in die Saale standen die ersten Siedlungshäuser. Sie wurden 1214 urkundlich erwähnt, erstreckten sich auf den angrenzenden Hügel und bildeten die sogenannte Altstadt in der späteren Stadt Hof. Diese Urkunde nennt auch die Lorenzkirche, die älteste Kirche von Hof.

Um 1230 wurde unter der Regierung von Otto I. von Andechs nördlich der Bauernsiedlung eine neue, mit Mauer und Toren befestigte Stadt angelegt – die sogenannte Neustadt. Die Hauptstraße durch die Neustadt – die heutige Ludwigstraße – war eine bedeutende Straßenverbindung ins Vogtland. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts sind in der Neustadt zwei Klöster nachweisbar. Bis zum Jahr 1373 war Hof im Besitz der Vögte von Weida und ging von diesen in das Eigentum der Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern über. Ab 1302 ist nach Daten der Gesellschaft für Leprakunde in Hof ein mittelalterliches Leprosorium nachweisbar, das sich 700 Meter „vor der unteren steinernen Brücke“ befand.

Brandenburg-Bayreuth (1373–1792)

Die Stadt wurde als Landeshauptmannschaft Hof Teil des hohenzollerischen Markgraftums Brandenburg-Kulmbach. Nach der Verlegung der Residenzstadt hieß das Fürstentum Markgraftum Brandenburg-Bayreuth. In dieser Zeit wurde die Stadt als „Hochfürstlich-Brandenburgische Hauptstadt Hoff im Voigtlande“ bezeichnet. Eine Heeresgruppe der Hussiten eroberte 1430 die Stadt und zerstörte sie schwer. Um gegen Angriffe besser geschützt zu sein, wurde 1432 eine Schützengilde gegründet. Aus den jährlichen Schießübungen der Gilde entwickelte sich ein Volksfest, der sogenannte Schlappentag.

Im Jahr 1529 zu Beginn der Reformation wurde Hof evangelisch-lutherisch. Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach gründete 1546 das Hofer Gymnasium, das heutige Jean-Paul-Gymnasium, eines der ältesten Gymnasien in Oberfranken.

1553 wurde Hof im Zweiten Markgrafenkrieg von nürnbergischen und königlich-böhmischen Truppen unter Heinrich IV. von Plauen belagert und eingenommen (siehe Belagerung von Hof). Georg Wolf von Kotzau war kurzzeitig Statthalter Hofs. Hans Glaser fertigte 1553 einen Holzschnitt von der Belagerung der Stadt.

17. und 18. Jahrhundert

1625 brannte die Stadt zum vierten Mal. 1632 kam Wallensteins General Holck nach Hof, im gleichen Jahr zog auch Wallenstein mit seiner Hauptarmee durch die Stadt.

Als man sich elf Jahre nach Kriegsende von den Schrecken und Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges erholt hatte, wurden die Schäden des Brandes von 1625 beseitigt. Das Rathaus wurde wieder aufgebaut.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde Hof Zufluchtsort für vertriebene Protestanten vor allem aus Österreich und Böhmen. Eine erste Postverbindung führte seit 1683 wöchentlich zweimal von Leipzig über Hof nach Nürnberg. Weitere Postverbindungen nach Regensburg (1692) und Dresden (1693) folgten.

Im 18. Jahrhundert wüteten erneut zwei Stadtbrände. Durch letzteren im Jahre 1743 brannte das Hofer Schloss nieder. Es war in dieser Zeit der Sitz des vom Markgrafen Brandenburg-Bayreuth eingesetzten Verwalters der Landeshauptmannschaft Hof und wurde nicht wieder aufgebaut.

1792 kam Hof mit der Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth zum Königreich Preußen. Somit wurde auch Hof eine preußische Stadt.

19. Jahrhundert

Die Zugehörigkeit zu Preußen dauerte allerdings nicht lange an. 1806 besetzten französische Truppen die Stadt. 1810 verkaufte Frankreich das Fürstentum Bayreuth mit der Stadt Hof an das Königreich Bayern.

Bayern nach Napoleon

Am 4. September 1823 zerstörte ein verheerender Brand den Großteil der Neustadt mit der heutigen Ludwigstraße und den umliegenden Gassen. Bis zum Silvesterabend 1869 hatte Hof einen Nachtwächter, der für Schutz und Sicherheit der Bürger in der Nacht durch Rundgänge und Signale sorgte.

Industrialisierung

1848 zur Zeit der Bauernbefreiungen wurde Hof an die bayerische Ludwig-Süd-Nord-Bahn und die Sächsisch-Bayerische Eisenbahn angeschlossen. Der erste Hofer Bahnhof, ein Kopfbahnhof, lag in der Nähe des Oberen Tores an der Stelle der heutigen Stadtpost. Die Personenzüge hielten in einer viergleisigen, gemauerten Bahnsteighalle, die zum großen Teil erhalten ist.

1880 wurde ein Kilometer vor den Toren der Stadt der neue Hofer Hauptbahnhof als Durchgangsbahnhof an der Grenze zwischen Bayern und Sachsen mit beachtlichen technischen Anlagen errichtet. Er war aufgrund des wachsenden Verkehrsaufkommens erbaut worden. Die Stadt wuchs so rasant, dass sich die Einwohnerzahl zwischen 1850 und 1900 verfünffacht. Der Hauptgrund hierfür liegt vor allem bei der wachsenden Textilindustrie. Neuen Wohnraum, der für die Arbeiter benötigt wurde, errichtete man schnell, es entstanden viele Gründerzeitviertel, wie etwa das Bahnhofviertel, Westend, die Fabrikvorstadt sowie große Teile des Münsterviertels, des Studentenbergs, Hofecks und Moschendorfs.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Altstadt weitgehend neu bebaut und wirkt heute neuer als die Neustadt.

Stadtkirche St. Marien

Die Marienkirche wurde von 1864 bis 1891 erbaut. Sie entstand am Sonnenplatz, auf dem Grund der aus dem Mittelalter stammenden Pilgerherberge Zur Goldenen Sonne. Die katholische Kirche wurde dringend benötigt, da viele königlich-bayerische Beamte sowie Arbeiter, die aus Böhmen und dem westlichen Frankenwald in die Stadt kamen, katholischen Glaubens waren und die kleine katholische Kirche an der Karolinenstraße nicht mehr ausreichte. In der Nähe der Marienkirche stand bereits im Mittelalter die St.-Nikolaus-Kirche, die 1542 als Kirche aufgegeben wurde.

Die jüdische Gemeinde

Eine erstmalige Erwähnung von Juden in Hof datiert auf das Jahr 1319 und bereits 1373 wurde eine Synagoge, „Judenschul“ genannt, errichtet. 100 Jahre später gab es in der Stadt mindestens fünf jüdische Familien, die hauptsächlich vom Geldhandel lebten. Dies endete abrupt nach einem Pogrom im Jahr 1515, nachdem die jüdischen Familien sich geweigert hatten, die ihnen auferlegte Karfreitags-Abgabe als „Sühne für die Tötung Christi“ zu bezahlen. Die überlebenden Juden verließen die Stadt. Nach diversen Niederlassungs-Verboten, die noch bis ins 18. Jahrhundert erlassen wurden, siedelten sich Ende des 19. Jahrhunderts in der Zeit der jüdischen Emanzipation erneut jüdische Familien in der Stadt an. Sie bildeten eine neue jüdische Gemeinde, die in den folgenden Jahrzehnten bis auf knapp 100 Personen anwuchs. 1911 entstand der jüdische Friedhof in Wölbattendorf und im Jahre 1927 wurde am Hallplatz in der Nähe des alten Bahnhofs erneut eine Synagoge errichtet, die jedoch schon in den folgenden Jahren Ziel von Übergriffen wurde. Dieses Gotteshaus wurde beim Novemberpogrom 1938 komplett zerstört; das Inventar wurde verbrannt.

An den Pogromen in Hof, die in den frühen Morgenstunden des 10. November begannen, waren hauptsächlich Beamte der Hofer Polizeidirektion, die Allgemeine SS und SA-Männer beteiligt. Neben der Synagoge waren vor allem Einzelhändler und Privatwohnungen Ziel der Attacken; von den damals ca. 80 Hofer Juden wurden 12 verhaftet. Wieder verließen die meisten Juden die Stadt, so dass 1939 nur noch sieben jüdische Einwohner gezählt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte kein ehemaliger Hofer Jude zurück, aber durch Vertreibung strandeten ca. 1400 Juden in Hof (Auffanglager Moschendorf). Nach der Gründung Israels blieb davon nur eine kleine Gemeinde von 40 bis 50 Personen übrig, die in den 1990er Jahren durch den Zuzug jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen UdSSR auf heute ca. 400 angewachsen ist. Nach mehreren Zwischenlösungen in der alten Bundesrepublik wurde 1997 ein ehemaliges Schulgebäude in Moschendorf als Gemeindezentrum erworben und 1998 als neue Synagoge eingeweiht. Seit 1999 hat die Gemeinde mit David Goldberg einen eigenen Rabbiner.

Seit 1983 erinnert eine Gedenktafel am Standort der alten Synagoge an die damalige jüdische Gemeinde und die Verfolgung der jüdischen Einwohner in der Shoa.

20. Jahrhundert

Von 1901 bis zum Anfang der 1920er Jahre fuhr die Hofer Straßenbahn zwischen Stadt und Hauptbahnhof und wurde später durch Stadtbusse ersetzt.

Nach dem Ersten Weltkrieg schwächelt die Entwicklung bereits, die Beschäftigungszahlen waren aber immer noch sehr hoch. Der Aufwärtstrend wurde schließlich durch die Weltwirtschaftskrise weiter geschwächt. Hinzu kam, dass die Textilbranche generell nicht mehr wuchs.

Zweiter Weltkrieg

Vom 3. September 1944 bis 14. April 1945 vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges existierte im Ort Hof-Moschendorf ein Außenlager des KZ Flossenbürg, Lager Moschendorf, dessen 100 Häftlinge Zwangsarbeit für das SS-Hauptzeugamt verrichten mussten.

Am 14. Februar 1945 griffen 12 amerikanische „Fliegende Festungen“ B-17 die Fabrik-Vorstadt mit 27,5 Tonnen Bomben an. Am 8. April folgte ein schwerer US-Angriff mit 101 B-17 und 281 Tonnen Bomben auf das Bahnhofsviertel. Bei den Bombardements kamen 280 Zivilisten ums Leben, 100 Häuser wurden zerstört und 150 schwer bis mittelschwer beschädigt.

Nachkriegszeit

Truppen der US-Armee besetzten die Stadt am 15. April 1945 auf ihrem Vormarsch nach Eger und Westböhmen. Hof gehörte bis zum Inkrafttreten des Deutschlandvertrages im Jahr 1955 zur amerikanischen Besatzungszone. Durch die Gebietsaufteilungen des vormaligen Deutschen Reiches nach dem Zweiten Weltkrieg und den Eisernen Vorhang geriet Hof geografisch in eine extreme Randlage (Zonenrandgebiet). Die Verbindungen nach Norden und Osten, nach Thüringen, Sachsen und Böhmen waren unterbrochen. Im Stadtteil Moschendorf wurde nach Ende des Krieges von 1945 bis 1962 das Auffanglager Moschendorf als erste Zufluchtsstätte für Heimatvertriebene eingerichtet, vor allem für die Menschen aus dem benachbarten Egerland. Die Einwohnerzahl von Hof und der Umgebung wuchs dadurch stark an. In Hof und Umgebung entstanden neue Wohnsiedlungen und Firmengründungen schufen neue Arbeitsplätze.

In Hof wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einige große Gebäude gebaut, wie etwa das Kaufhof-Gebäude, Gotha-Hochhaus und das Justizgebäude.

Wiedervereinigung und Folgejahre

Nach der Grenzöffnung 1989 nach Böhmen und der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurden alte Verkehrsverbindungen in veränderter Form wiederhergestellt.

1994 war Hof Ausrichter der bayerischen Landesgartenschau. Einbezogen wurden unter anderem der Theresienstein und die Saaleauen.

Im Mai 1998 wurde die neue Synagoge der israelitischen Kultusgemeinde in Hof eingeweiht.

21. Jahrhundert

Im Jahr 2000 wurde die Hochschule für angewandte Wissenschaften Mitglied der Virtuellen Hochschule Bayern, und 2013 wurde das Institut für Informationssysteme eröffnet. Der Campus wuchs bis 2019 um das Wasserinstitut und das digitale Gründerzentrum Einstein 1. Ab dem Wintersemester 2019/2020 wird an der Hochschule Hof das Studienangebot um den Studiengang Elektrotechnik erweitert.Die Zahl der Einschreibungen an der Hochschule für den öffentlichen Dienst stieg 2017 um 70 Prozent auf fast 700 Studenten.

2003 erfolgte der Spatenstich zum Automobilzuliefererpark Hof-Gattendorf.

Zum Bürgerforum 2011, dass vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff initiiert wurde, reisten auch Vertreter aus dem Hofer Land. 2014 besuchten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ehemalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer Hof. Im selben Jahr fand auch der Festakt zum 750-jährigen Jubiläum der Hospitalstiftung statt.

Bis 2022 entsteht an der Jahnbrücke ein zusätzlicher Bahnhof, der den Nahverkehr über die Schiene in Hof verbessern soll, und näher an der Innenstadt gelegen ist. Für Fünf Regionallinien ist hier ein Halt geplant. Die Stadt plant zukünftig zusätzlich zum regulären Angebot der HofBus einen autonomen Bus einzusetzen.

Seit 2017 läuft der Abriss des ehemaligen Zentralkaufs und das Planungsverfahren des Einkaufszentrums Hof-Galerie. 2019 übernahm ein neuer Investor die Führung am Projekt. Dieser möchte im Einkaufszentrum auch Wohnungen einbauen. Deshalb muss der Bebauungsplan geändert werden. Die Fertigstellung soll dann im Jahr 2022 erfolgen.

Im Frühjahr 2018 hat die Hotelkette Dormero damit begonnen das Kaufhof-Gebäude umzubauen, um nach einem Jahr Bauzeit dort ein Vier-Sterne-Hotel zu eröffnen. Der Obere Teil des denkmalgeschützten Hauses soll demnach für den Hotelbetrieb verwendet werden, während die unteren beiden Stockwerke Verkaufsfläche für den Einzelhandel sein sollen.

2018 wurde im Stadtrat die Ausweisung eines neuen Wohngebiets am Rosenbühl beschlossen. Es ist geplant, 55 Wohnplätze zu errichten. Des Weiteren wird das Wohngebiet im Osten der Stadt erweitert.

Im September 2019 ist das 50-Jahre-Jubiläum der Städtepartnerschaft Hof-Joensuu. Im Rahmen dessen gibt es ein deutsch-finnisches Volksfest, zu dem unter anderem eine 10-köpfige Delegation aus der finnischen Stadt erwartet wird.

Mit verschiedenen Bauprojekten, Kulturhighlights und Touristenattraktionen plant die Stadt, zu einer modernen und lebenswerten Regionalmetropole im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Thüringen zu werden.

Bevölkerungsentwicklung

Um das Jahr 1800 lebten in Hof etwa 4600 Personen. Während der Industrialisierung stieg die Einwohnerzahl auf über 30.000 an. Bis in die 1930er Jahre gab es vor allem in den Baumwollspinnereien nahezu Vollbeschäftigung. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebten in Hof 55.000 Personen. Ihren bisherigen Höchststand hatte die Hofer Bevölkerung um 1950 mit fast 64.000 Einwohnern. Seitdem sank die Einwohnerzahl wieder kontinuierlich. Der Fall des Eisernen Vorhangs brachte zwar einen erneuten Anstieg, der sich dann um das Jahr 2000 aber wieder abschwächte. Der Tiefpunkt war 2014 bei etwa 44.000 Personen erreicht, seitdem wächst die Stadt wieder. Die Geburtenzahl erlebte 2017 einen Anstieg um 23 % zum Vorjahr, es war der größte Anstieg von Geburten in Oberfranken. 2018 bezifferte das Bürgeramt die Einwohnerzahl auf 47.296 Hauptwohnsitze.

Eingemeindungen

Am 1. April 1906 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Hofeck und Moschendorf eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Unterkotzau und ein Teil der Gemeinden Martinsreuth und Wölbattendorf hinzu. Es folgten Teile der aufgelösten Gemeinde Leimitz am 1. Januar 1977, Teile der aufgelösten Gemeinde Haidt und das Restgebiet der Gemeinde Wölbattendorf am 1. Mai 1978.Die ehemaligen Gemeinden kann man heute noch an den Gemarkungen ablesen.

Vorstädte

Rund um das Stadtzentrum haben sich im Laufe der Zeit drei Vorstädte entwickelt:

  • Untere Vorstadt, genannt Vorstadt, im Norden
  • Fabrikvorstadt östlich der Saale
  • Vorstadt Rauschenbach bzw. Bahnhofsviertel im Süden

Ortsname

Die um 1230 nördlich einer bereits vorhandenen Bauernsiedlung angelegte Stadt erhielt von der Bevölkerung zunächst Bezeichnungen wie „Regnitzhof“ oder „Hof Regnitz“, die sich später zu „am Hof“ oder „zum Hof“ und schließlich zu „Hof“ verkürzten. In Hof wird die mittelalterliche Stadt mit ihren Mauern und Toren als Neustadt, die ältere bäuerliche Ansiedlung vor den Toren als Altstadt bezeichnet. Weiter gebräuchliche Namen waren Hof im Vogtlande (im 18. Jahrhundert) und Hof in Bayern (im 19. Jahrhundert).

Für eine Unterscheidung zu anderen Orten mit dem Namen „Hof“ sind Formulierungen mit geographischen Zusätzen wie „Hof an der Saale“ (bzw. „Hof/Saale“) oder Hof in Bayern gebräuchlich. In Medienberichten wird oftmals auch von der Saalestadt gesprochen.

Politik

Erste Bürgermeister und Oberbürgermeister

Liste der Ersten Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit der Einführung der bayerischen Gemeindeordnung 1818:

Amtszeit Name Bemerkung
1818–1846 Georg Friedrich Samuel von Oerthel
1847 Johann Adam Laubmann
1848–1849 Christoph Theodor Schroen
1849–1857 Moritz Ernst Freiherr von Waldenfels
1857–1882 Hermann von Münch Von 1856 bis 1869 und von 1875 bis 1881 war von Münch für die Fortschrittspartei Abgeordneter im Bayerischen Landtag.
1883–1903 Carl von Mann
1904–1916 Paul Bräuninger
1916–1919 Heinrich Neupert
1919–1933 Karl Buhl Auf Buhls Initiative entstanden in Hof das neue Krankenhaus, der Ausbau der technischen Werke, neue Brücken und Straßen sowie das städtische Busnetz.
1933–1941 Richard Wendler (NSDAP)
1941–1945 Friedrich Rammensee (NSDAP)
1945–1946 Oskar Weinauer
1946–1948 Hans Bechert
1948–1949 Kurt Schröter
1950–1970 Hans Högn (SPD) Von 1950 bis 1966 vertat Högn den Stimmkreis Hof im Bayerischen Landtag.
1970–1988 Hans Heun (CSU) Heun studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Nürnberg, 1955 promovierte er. Er war von 1978 bis 1994 Mitglied des Bezirkstags Oberfranken und stellvertretender Bezirkstagspräsident.
1988–2006 Dieter Döhla (SPD) Döhla Amtszeit wurde von wichtigen Themen geprägt. So viel die Wiedervereinigung in seine Amtszeit, ebenso wie die Gründung der Hochschule, die Landesgartenschau und der Neubau des Theaters. Döhla studierte Rechtswissenschaften und ist heute als Rechtsanwalt tätig.
seit 2006 Harald Fichtner (CSU) Fichtner hat sich zum Ziel gesetzt den Demographischen Wandel zu stoppen, und die Attraktivität der Stadt auch für die Zukunft zu bewahren. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften, bis zu seiner Amtszeit war er als Rechtsanwalt tätig.

Stadtrat

Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat (n. k. = nicht kandidiert):

2002 2008 2014
CSU 21 20 17
SPD 15 11 11
Grüne 1 1 2
Freie Aktive Bürger (FAB) 6 10 7
Linke n. k. 1 1
FDP n. k. n. k. 0
Partei für Franken n. k. n. k. 2
Die Republikaner 1 n. k. n. k.
Parteilose 0 1 0
Summe 44 44 40

Wappen

Ältere Versionen des Wappens zeigen einen Engel zwischen den Türmen und neben den Türmen jeweils einen Wilden Mann. Die beiden Türme sind zum Teil mit A und N bezeichnet. Die Buchstaben stehen dabei für Antiqua civitas und Nova civitas, also für die Hofer Altstadt und die Neustadt.

Stadtwappen finden sich heute im Stadtbild an folgenden Stellen:

  • am Rathaus, Seite zur Ludwigstraße,
  • an der Orgelempore in der evangelischen Stadtkirche St. Michaelis,
  • an der Turnhalle der Altstädter Schule Ecke Marienstraße / Luitpoldstraße,
  • am Hotel Strauß Ecke Pfarr / Bismarckstraße,
  • am städtischen Wohnhaus Ecke Ernst-Reuter-Straße / Ossecker Straße, schräg gegenüber dem Finanzamt.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Hof unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Orten:

  • Cheb (deutsch Eger) in Tschechien
  • Joensuu im Südosten von Finnland
  • Ogden in Utah, Vereinigte Staaten
  • Plauen in Sachsen
  • Villeneuve-la-Garenne bei ParisAußerdem gibt es eine Städtefreundschaft zu Karlovy Vary (deutsch Karlsbad) in Tschechien .

Ferner unterhält die Stadt Hof eine Umweltpartnerschaft (Know-how-Transfer und Studentenaustausch) mit Caruaru in Brasilien .

Lebensqualität

Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Studie Ungleiches Deutschland - Sozioökonomischer Disparitätenbericht 2019 der Friedrich-Ebert-Stiftung untersuchte im Jahr 2019 die Lebensqualität und die Bedingungen in deutschen Städten und Landkreisen. Dabei wurde die Stadt Hof in die höchste Kategorie Dynamische Groß- und Mittelstädte mit Exklusionsgefahr eingestuft.

Mieten und Wohnen

Die Mieten in der Stadt Hof steigen seit Jahren kontinuierlich leicht an. 2013 gab es in der Stadt 9.487 Gebäude und 26.811 Wohnungen.

Laut eines Statements des Pressesprechers der Stadt besteht derzeit eine große Nachfrage nach Bauland. Auch die Ausweisung von zwei neuen Baugebieten lässt auf ein Wachstum bei den Wohnimmobilien schließen.

Breitbandsausbau

Für den Breitbandausbau gibt es in der Stadt Hof sehr gute Voraussetzungen. 2016 lag der Anteil der Versorgung mit 50 Mbit pro Sekunde zwischen 95 % bis 99 %.

Tourismus

Kennzahlen

Der Tourismus ist eine wachsende Branche in Hof. Die Stadt steht auf Platz drei der kreisfreien Städte in Oberfranken. 2018 besuchten 88.343 Touristen mit insgesamt 148.554 Übernachtungen die Saalestadt. Damit hat die Zahl einen historischen Höchststand erreicht. Tagestouristen sind nicht in der Statistik aufgeführt.

Statistik

Jahr Gäste Übernachtungen Aufenthaltsdauer (in Tagen)
1988 56.155 89.537 1,6
1990 86.121 133.503 1,6
1992 87.615 125.096 1,4
1994 74.375 110.886 1,5
1996 67.334 106.685 1,5
1998 61.139 94.155 1,5
2000 66.890 109.391 1,6
2002 69.905 121.226 1,7
2004 66.625 114.338 1,7
2006 61.168 105.261 1,7
2008 63.535 109.739 1,7
2010 62.801 110.166 1,8
2012 72.817 128.105 1,8
2016 85.882 147.971 1,7
2018 88.343 148.554 1,7

Viele Besucher sind z. B. Kulturreisende zu den Filmtagen, zum Theater, zu Musikveranstaltungen oder Wanderer und Urlauber, die das Fichtelgebirge und den Frankenwald besuchen sowie Geschäftsreisende zu Tagungen und Kongressen.

An den Autobahnen wird durch Unterrichtungstafeln mit der Aufschrift „Hof – park & see“ auf die Stadt hingewiesen. Das Motto ist bewusst mehrdeutig gewählt: auf Deutsch werden wichtige Sehenswürdigkeiten genannt, Stadtpark Theresienstein und Untreusee – auf Englisch werden die Autofahrer aufgefordert, ihren Wagen abzustellen (to park) und die Stadt zu besuchen (to see).

Hotellerie

In der Stadt gibt es 21 kleinere Übernachtungsbetriebe mit mindestens neun Betten. Insgesamt stehen in allen Übernachtungsbetriebe zusammen 1.144 Betten zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es in Hof 210 gastronomische Betriebe.

Jugendherberge

Hof hat eine Jugendherberge in der Beethovenstraße im Ortsteil Krötenbruck.

Tourismusverband

Die Tourismus-Information der Stadt Hof befindet sich in der Ludwigstraße 24.

Die Stadt und die Region Hof werden unter anderem vom Tourismusverband Franken vermarktet. Teilweise wird das Bayerische Vogtland auch vom Tourismusverband Sachsen beworben.

Stadtführungen

Es werden verschiedene thematische Führungen angeboten, beispielsweise historische oder kulinarische Stadtspaziergänge.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

Die älteste in Hof befindliche Musikhandschrift stammt aus dem 12. Jahrhundert. Seit 1360 ist das Amt des Stadtpfeifers und Türmers in Hof belegt. Die erste beschriebene Hofer Orgel war 1376 die Schwalbennestorgel der Klosterkirche. 1586 wurde das Convivium Musicum, eine Vereinigung von 12 Musikern gegründet, bei der auch der Bürgermeister mitspielte. Im 17. Jahrhundert wurden die Stadtpfeifer in Stadtmusiker umbenannt. Sie musizierten bei festlichen städtischen Anlässen und hatten bei der Sonn- und Festtagsmusik dem Stadtkantor (Stadtkantoren sind seit 1520 namentlich belegt) zur Verfügung zu stehen. 1822 entstand das erste Hofer Theater mit Schauspiel und Oper. 1871 wurde das Städtische Orchester gegründet. Es stand unter der Leitung des ersten städtischen Musikdirektors Carl Gottlieb Scharschmidt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Musikdirektor Karl F. Keller das Orchester 1945 neu, zunächst als Hofer Konzertorchester; später wurde es in Hofer Symphoniker umbenannt.

In Hof befinden sich zwei historisch wertvolle Orgeln, die unter Denkmalschutz stehen, in der evangelischen Stadtkirche St. Michaelis die Heidenreich-Orgel von 1828 mit 63 Registern und 3 Manualen, 2006/2007 restauriert von Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt und in der katholischen Stadtkirche St. Marien die Steinmeyer-Orgel von 1885 mit 24 Registern und 2 Manualen, restauriert 1994/1995 von Johannes Klais Orgelbau.

Einrichtungen und Gruppen der Musikpflege

  • Musik an der evangelischen Stadtkirche: Alumnenstiftung (Kurrende) seit 1515, Kantorei St.-Michaelis-Kantorei (gegründet 1938) und CVJM-Posaunenchor (gegründet 1954), Leitung: Stadt- und Dekantskantor Georg Stanek
  • Musik an der katholischen Stadtkirche: Kinderchor, Jugendband, Kirchenchor (gegründet 1837), Kammerchor Capella Mariana (gegründet 2013) und Choralschola, Leitung: Stadt- und Dekanatskantor Ludger Stühlmeyer
  • Hofer Männerchor (gegründet 1883)
  • Gemischter Chor Hof-Moschendorf (gegründet 1906), Leitung: Fritz Walther
  • Hofer Symphoniker (gegründet 1945), Intendantin: Ingrid Schrader
  • Theater Hof (gegründet 1946), Intendant: Reinhardt Friese
  • Musikschule des Landkreises Hof (gegründet 1953), Leitung: Eva Gräbner
  • Capella Curia (gegründet 1972), Leitung: Wolfgang Maier
  • Musikschule der Hofer Symphoniker: instrumentaler und vokaler Unterricht, Ensembles und Chöre (gegründet 1978), Leitung: Gabriele Jahn
  • Rekkenze Brass, Blechbläserquintett (gegründet 1978)
  • Jugendsymphonieorchester Hof (gegründet 1994), Leitung: Benjamin Sebald
  • Kammerchor Hof (gegründet 1997), Leitung: Wolfgang Weser
  • Internationaler Violinwettbewerb Henri Marteau, Lichtenberg und Hof (gegründet 1999), Juryvorsitzender: Gilbert Varga
  • Gospelchor Joy in belief (gegründet 2000), Leitung: Marina Seidel
  • Großelternchor Hof (gegründet 2002), Leitung: Robert Eller

Theater

Bereits seit dem Mittelalter ist in Hof die Tradition des Theaterspiels belegt. Zunächst waren es liturgische Spiele, Schultheater und Aufführungen fahrender Schauspieler. 1822 wurde im säkularisierten Kloster ein festes Theater untergebracht. Ende des 18. Jahrhunderts entstand mit „Pfaffs Kolosseum“ ein größeren Ansprüchen genügendes Haus. Es wurde 1994 durch einen Neubau in der Kulmbacher Straße ersetzt. Das Theater Hof ist ein Mehrspartentheater für die Bereiche Musiktheater, Schauspiel, Ballett sowie Kinder- und Jugendtheater. In den letzten Jahren hat sich eine „Kreativszene“ entwickelt.

Sternwarte

Die Sternwarte Hof liegt im Ortsteil Krötenbruck und gehört zur Hofer Volkshochschule. Sie besitzt unter anderem eines der größten Teleskope Bayerns. Besucher können an verschiedenen Führungen zu unterschiedlichen Themen teilnehmen. Das Astroteam trifft sich jeden Freitag in der Sternwarte öffentlich, um sich mit astronomischen Themen zu beschäftigen.

Zoologischer Garten

Der Zoologische Garten Hof wurde 1954 gegründet. Auf rund zwei Hektar leben 605 Tiere. Im Zoo leben unter anderem verschiedene Vogelarten, Sittiche, Greifvögel, verschiedene Affenarten, sowie Fische, Amphibien, Reptilien und Säugetiere aus Südamerika. Der Zoo verfügt über mehrere Gehege, Volieren, Freiterrarien, das Savannenhaus und ein Amazonasbecken. 2018 konnte der Zoo einen Besucherrekord von über 60.000 Besuchern vermelden. Das war ein Höchstwert seit der Einführung der Besucherstatistik 2001.

Veranstaltungsgebäude

Die Freiheitshalle ist die größte Veranstaltungshalle in Nordostbayern. Seit der Generalsanierung 2012 bietet sie in der unbestuhlten Variante Platz für 6100 Personen. In der Freiheitshalle finden vor allem große TV-Produktionen, Musicals sowie Messen und Ausstellungen statt.

miniDaneben gibt es in der Altstadt die Bürgergesellschaft. Das Haus wurde 1846 erbaut und 1996 von Hans Vießmann saniert. Es besteht aus einem großen Foyer, einem Seminarraum, dem großen Saal mit umlaufender Empore und Bühne sowie einer Küche mit Bar, alles ist im Jugendstil gehalten. Es bietet Platz für Feiern und Bälle, Konzerte und Seminare. Der alljährliche närrische Kehraus aus der Bürgergesellschaft wird im Bayerischen Rundfunk übertragen.

Kunstgalerien

  • Das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett direkt neben dem Museum Bayerisches Vogtland zeigt Werke des in Hof gebürtigen Malers Johann Christian Reinhart. In einer Virtuellen Galerie, die auf das Museum Bayerisches Vogtland und das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett aufgeteilt ist, macht die Stadt Hof eine Kunstsammlung aus etwa 2400 Werken in digitalisierter Form der Öffentlichkeit zugänglich.
  • Der Kunstverein Hof führt im Jugendstilgebäude am Theresienstein regelmäßig Kunstausstellungen durch.
  • In der KUNSTpassageHOF an der Freiheitshalle finden ebenfalls regelmäßig Kunstausstellungen statt.
  • Auch im Foyer der Freitshalle gibt es manchmal Kunstausstellungen.
  • Die Hoftex-Event-Halle, eine ehemalige Fabrikhalle, gehört der Hoftex Group und wurde als moderne Veranstaltungshalle umgebaut. Sie ist Veranstaltungsort des Kunstfestivals Hoftexplosion mit dem Thema moderne urbane Kunst.

Museen

  • Das Museum Bayerisches Vogtland im historischen Hospitalgebäude beherbergt eine Sammlung zur Stadt- und Kunstgeschichte Hofs. 2012 entstand eine neue Abteilung zur Geschichte der Flüchtlinge und Vertriebenen in Hof.
  • Im Bäckereimuseum Buchta in der Sophienstraße kann man alle Facetten und die Geschichte des Handwerks kennenlernen.
  • Das Streichholzmuseum Wirth enthält die weltgrößte Sammlung von Streichholz-Fahrzeugen und einen Streichholz-Nachbau der Dresdner Altstadt.

Im Umland befinden sich der Fernwehpark Oberkotzau, das Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach an der Saale, das Jean-Paul-Museum in Joditz und das Freilichtmuseum an der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Mödlareuth.

Bauwerke

Siehe auch:

  • Altstadt (Hof)
  • Ludwigstraße (Hof)
  • Lorenzstraße (Hof)

Der Hofer Stadtkern ist in der Liste der 300 bedeutsamsten historischen Stadtkerne Deutschlands des Zeit-Magazins enthalten. Es handelte sich um einen mittelalterlichen Straßenmarkt (Altstadt), dem sich eine spätmittelalterliche Gründungsstadt (Neustadt mit der Ludwigstraße) anschloss. Die Gründungsstadt hatte einen planmäßigem Grundriss und wurde nach einem schweren Brand im Jahr 1823 biedermeierlich wieder aufgebaut. Entstanden ist eine bedeutende, geschlossene Biedermeierstadt von kunsthistorischer Bedeutung, die nahezu vollständig erhalten ist.Ende des 19. Jahrhunderts entstand im Zuge der Industrialisierung ein großes Gründerzeitviertel um Marien- und Bahnhofstraße sowie der Bürgerpark Theresienstein mit dem Jugendstil-Wirtschaftsgebäude im Landhausambiente und der künstlichen Ruine mit dem 16 m hohen Aussichtsturm am Labyrinthberg.

Weitere bauliche Dominanten im Stadtbild sind das Rathaus mit seinem besteigbaren achteckigen Turm, der Wartturm als Teil eines Alarmsystems im Spätmittelalter, die Einsteighalle des Alten Bahnhofs (zweitälteste erhaltene Bahnhalle in Deutschland), der Hauptbahnhof und der Bismarckturm am Rosenbühl.

Einen Kontrast bilden das Ende des 20. Jahrhunderts neu erbaute Theater sowie die gegenüberliegende Freiheitshalle, die Anfang des 21. Jahrhunderts generalsaniert und umgebaut wurde.

Sakralbauten

  • Die Marienkirche wurde 1864 erbaut. Sie ist die katholische Hauptkirche in der Altstadt und Sitz des katholischen Dekans des nordöstlichsten Dekanates des Erzbistums Bamberg. Es handelt sich um eine neugotische Hallenkirche mit Netzrippengewölbe und komplett erhaltener neugotischer Ausstattung: Hochaltar, vier Seitenaltäre, Taufkapelle, Kanzel und ein an die franziskanische Tradition der Stadt (13. bis 16. Jahrhundert) anknüpfendes Figurenprogramm. In den Chorfenstern sind die Apostel Petrus und Paulus und die Bistumspatrone, das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde, dargestellt. Die vollständig erhaltene romantische Steinmeyer-Orgel von 1885 mit mechanischen Kegelladen wurde 1994/95 von der Orgelbaufirma Klais (Bonn) restauriert. Zelebrationsaltar, Ambo und Vortragekreuz stammen vom Münchener Künstler Klaus Backmund (1987). St. Marien ist Gedenkstätte mit Büste des 1943 in Hof verstorbenen und am 23. Juni 1996 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochenen Märtyrers, des Berliner Dompropstes Bernhard Lichtenberg. Im Jahre 2000 wurde die Stadtkirche St. Marien grundlegend restauriert.
  • Die Michaeliskirche entstand als Kapellenbau um das Jahr 1230 und wurde 1380 bis 1386 eine dreischiffige Hallenkirche. Von 1480 bis 1582 erfolgten weitere Ausbauten. Der ehemalige Altar der Michaeliskirche, der sogenannte Hofer Altar aus der Werkstatt von Hans Pleydenwurff (1465), wird seit 1811 in der Alten Pinakothek in München aufbewahrt. Beim großen Hofer Stadtbrand von 1823 wurde die Michaeliskirche zerstört. Der Wiederaufbau in heutiger Form erfolgte 1826 bis 1829. Die wertvolle Heidenreich-Orgel wurde 1834 gebaut und im Jahr 2007 von der Berliner Orgelbaufirma Schuke restauriert. Die St.-Michaelis-Kirche ist die evangelische Hauptkirche und Sitz des evangelischen Dekans.
  • Die St.-Lorenz-Kirche ist die älteste Kirche in Hof. Erstmals schriftlich erwähnt wurde die „Großpfarrei Hof“ in einer Urkunde des Plebans Albertus am Fest der heiligen Katharina von Alexandrien 1214. Die Lorenzkirche wird als die „Mutterkirche Nordost-Oberfrankens“ bezeichnet. Sie ist im klassizistischen Stil (1822/23) ausgestattet. Drei flügelartig zusammengefügte Bildtafeln des Hertnid-Altars (15. Jahrhundert, benannt nach dem Stifter Pleban Hertnid von Stein) sind erhalten.
  • Die Hospitalkirche vor den Mauern der mittelalterlichen Stadt am Unteren Tor wurde zusammen mit dem Hospital (Armenspital) 1268 an der Saale erbaut. Sie besitzt noch den spätgotischen Marienaltar von 1511 und ist mit einer Kassettendecke (1688) ausgestattet.
  • Die Klosterkirche war die Kirche beider Hofer Klöster. Eine Kirche wurde an dieser Stelle bereits 1292 genannt, zwischen 1351 und 1376 wurde sie grundlegend gotisch umgebaut. 1802 wurde sie, nachdem Hof preußisch geworden war, profaniert. Zwischenzeitlich diente sie unter anderem als Theater. 1902 wurde sie abgerissen und an gleicher Stelle die Neustädter Schule erbaut.
  • Das Kloster Hof in der Neustadt war bis zur Reformationszeit Sitz eines Franziskaner- und eines Klarissenordens.
  • Die Auferstehungskirche (evangelisch) im südlichen Stadtteil Moschendorf wurde 1929 erbaut. Sie ist die einzige der Hofer Kirchen, die noch einen eigenen Friedhof besitzt.
  • Die St. Johannes-Kirche (evangelisch) wurde 1937 im östlichen Stadtteil Gärtla erbaut. Sie hat einen unverputzten Turm mit einer Turmuhr.
  • Die Christuskirche (evangelisch) wurde 1939 im westlichen Stadtteil Münster errichtet.
  • Die Lutherkirche (evangelisch) wurde 1956 errichtet und steht im nördlichen Stadtteil Hofeck.
  • Die Dreieinigkeitskirche (evangelisch) von 1961 befindet sich im südwestlichen Stadtteil Krötenbruck
  • Die Kreuzkirche (evangelisch) aus dem Jahr 1963 steht im Stadtteil Hohensaas.
  • Die St.-Otto-Kirche (römisch-katholisch), erbaut 1963 im südlichen Stadtteil Moschendorf, entstand 1945 zunächst als Notkirche nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Durchgangs- und Flüchtlingslager Hof-Moschendorf. Sie ist Filialkirche der St.-Marien-Kirche.
  • Die St.-Pius-Kirche (römisch-katholisch) wurde 1977 als moderne zeltdachförmige Kirche im westlichen Stadtteil Münster erbaut. Sie ist eine Filialkirche der Hofer St.-Konrad-Kirche.
  • Die Paulus-Kapelle ist eine evangelisch-methodistische Kirche in der Innenstadt.
  • Die Hofer Synagoge wurde 1998 geweiht und hat seit 1999 einen Rabbiner. Sie gehört der Israelitischen Kultusgemeinde Hof.

Profanbauwerke

Das Hofer Rathaus wurde am 23. Dezember 1566 eingeweiht. Es ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. In seiner Geschichte wurde es oft durch Kriege und Brände zerstört, sodass es 1823 im Stil der Neugotik auf den alten Grundmauern neu aufgebaut wurde. Bei der Erbauung diente es dem Weimarer Rathaus als Vorbild. 2016 wurde das 450. Jubiläum des Rathauses gefeiert.

Das Hospital wurde 1268 als Alten- und Armenhaus am unteren Tor außerhalb der Stadtmauern gegründet. Hinter dem Bau gab es bis ins frühe 20. Jahrhundert einen Graben, der den hinteren Teil der Unteren Vorstadt zur Insel machte. Später wurde er zugeschüttet. Heute ist im Hospital ein Altenheim sowie das Museum Bayerisches Vogtland untergebracht. Von den Gebäuden stehen noch das Kellerhaus, das Pfründnerhaus, die Konventstube und das Beamtenhaus auf der Nordseite des Hofes. Zum Hospital gehört die Hospitalkirche.

In der Innenstadt sind nur noch wenige Häuser aus der Zeit vor dem Stadtbrand von 1823 erhalten. Das Inkurabel ist ein denkmalgeschütztes Haus an der Ecke Pfarr/Lorenzstraße, das um 1716 für unheilbar Kranke entstand. In der neueren Vergangenheit war darin eine Bar untergebracht, zusätzlich wurde es als Veranstaltungsraum genutzt.Auch das im Jahr 1700 erbaute Kantoratshaus der Lorenzkirche, ein Fachwerkhaus, ist vom Stadtbrand verschont geblieben.

In der Ludwigstraße entstanden im Biedermeier große Bürgerhäuser und Stadtpalais, meist mit bunten Fassaden. Sie haben meist einen Mittelrisalit und wurden im frühen 19. Jahrhundert nach dem Stadtbrand von 1823 erbaut. Mehrere Palais in der Ludwigstraße entwarf der Landbaumeister Püttner.

Um 1900 entstanden in der Neustadt erneut repräsentative große Gebäude für öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Behörden.

1889 ließ der Hofer Textilfabrikant und Reichstagsabgeordnete Walther Münch-Ferber die Münch-Ferber-Villa im italienischen Klassizismus westlich der Neustadt errichten. Die Villa verfiel nach 1945 und wurde 2012 renoviert. Das Schloss Hofeck im gleichnamigen Stadtteil hat eine lange Geschichte mit vielen verschiedenen Besitzern. Hans Vießmann ließ es als Schulungszentrum umbauen. Im Westend befindet sich das Anwesen Waldenfels, in Moschendorf der Stelzenhof und in Krötenbruck das Rittergut Sachs.

Denkmäler

Grünflächen und Naherholung

Friedhöfe

  • Auf dem Städtischen Friedhof in der Plauener Straße, der allgemeiner Begräbnisort aller Bürger ist, befinden sich auch die Gräber von zwei unbekannten KZ-Opfern, an die mit einem Gedenkstein erinnert wird, sowie Kriegsgräber.
  • Auf dem Friedhof Moschendorf werden nur Bürger beerdigt, die in Straßen wohnen, welche bei der Eingemeindung zur damaligen Gemeinde Moschendorf gehörten. Der Friedhof befindet sich auf dem Gelände der Auferstehungskirche.
  • Auf dem Friedhof der israelitischen Kultusgemeinde an der Hohen Saas sind 142 jüdische KZ-Häftlinge begraben, die Opfer von NS-Zwangsarbeit wurden.

Parks

  • Der größte Park in Hof ist der Bürgerpark Theresienstein mit Botanischem und Zoologischem Garten. Seine Geschichte reicht bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Der Park war Teil der Landesgartenschau in Hof und wurde 2003 zum schönsten Park Deutschlands gewählt.
  • Ebenfalls zur Landesgartenschau gehörten die Saaleauen. Der Park zieht sich an der linken Saaleseite, verfügt über mehrere Liegewiesen, Sitzbänke und einen Pavillon.
  • Der Wittelsbacherpark liegt im Bahnhofsviertel, zwischen Sophienstraße, Theresienstraße und Sophienschule. Im Park befindet sich das Denkmal zur Angliederung Hofs an Bayern.
  • Bäder in Hof sind das HofBad, ein Hallenbad mit Wellnesseinrichtungen und der Sauna HofSauna, das Freibad an der Ascher Straße mit 100-m-Doppelrutsche und die Schwimmhalle Rosenbühl am Schulzentrum, die von Schülern und Vereinen genutzt wird.
  • Der Untreusee im Ortsteil Moschendorf ist in ein Naherholungsgebiet eingebettet.
  • In Hof gibt es fünf ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete.

Kulinarische Spezialitäten

Besonders hervorzuheben sind die Wurstspezialitäten aus Hof: Hofer Brodwärschd (Hofer Bratwürste), sie sind feiner und magerer als ihre direkten Nachbarn, die Thüringer, Coburger und Fränkischen Bratwürste, Echter Hofer Leberkäse und die Hofer Rindfleischwurst.

Als eines der Markenzeichen der Stadt gilt der Hofer Wärschtlamo (hochdeutsch: Würstchen-Mann), der traditionell in der Hofer Altstadt steht und direkt aus dem Kessel seine „Wienerla, Bauern und Weißen mit Sempft“ (hochdeutsch: Wiener Würstchen, Debreziner und Weißwürste mit Senf) verkauft. Hofer in der Ferne trauern besonders den Wurst- und Bierspezialitäten nach.

Hof ist in der weiteren Umgebung für sein Bier bekannt. Heute wird Bier der Marken Meinel-Bräu und Scherdel in Hof hergestellt.

Ein typisches Gericht in Hof sind die Schnitz, ein Eintopf, der mit dem Pichelsteiner zu vergleichen ist. Der Name Schnitz kommt daher, dass alle Zutaten geschnitten werden. Als Pilzgericht trägt er den Namen Schwammaschnitz, das ist ein Eintopf mit traditionell selbstgesuchten Schwamma (Pilzen).

Wissenschaft und Bildung

Hochschulen

Am Hochschulcampus im Osten der Stadt befinden sich zwei Hochschulen:

  • Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof (FH Hof) zählt zu den staatlichen Fachhochschulen Bayerns, die 1994 zur Förderung eines flächendeckenden Angebots an Hochschulen gegründet wurden. Sie hat die Fakultäten Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Ingenieurwissenschaften.
  • Der Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern gehört zur Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern. Sie besteht seit 1974/75, seit 1983 in Hof und dient der verwaltungsinternen Ausbildung von Anwärtern des gehobenen und der Fortbildung der Beamten des gehobenen und höheren Dienstes.
  • Auf dem Campus befindet sich zudem das Digitale Gründerzentrum Einstein 1.

Fachakademie

Die Fachakademie für Sozialpädagogik gehört zur Diakonie Neuendettelsau. Sie liegt im Westen der Stadt Hof in der Mozartstraße und bietet Studiengänge für Sozialpädagogik und Heilpädagogik. Die Fachakademie hat etwa 500 Studenten.

Forschungseinrichtung Sana Klinikum

Das Sana Klinikum Hof ist eine wichtige Forschungseinrichtung in der Stadt. Am Darmkrebszentrum werden verschiedene Studien durchgeführt. Darüber hinaus bietet das Klinikum als Lehrkrankenhaus den praktischen Teil des Medizinstudiums für die Studenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Das Krankenhaus verfügt über das Da-Vinci-Operationssystem, einen OP-Roboter, der ein Alleinstellungsmerkmal der Klinik in ganz Oberfranken ist. Ein Nachbau des Roboters wurde im Rotmain-Center in Bayreuth ausgestellt.

Institute

  • Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof
  • Institut für Materialwissenschaften der Hochschule Hof
  • Institut für Talententwicklung
  • Institut für Fort- und Weiterbildung am Sana Klinikum Hof

Fachoberschule und Berufsschule

  • Fach- und Berufsoberschule Hof (FOS/BOS)
  • Johann-Viessmann-Berufsschule im Schulhaus am Pestalozziplatz
  • Staatliche Fachschule (Technikerschule) für Elektro-, Maschinenbau- und Umweltschutztechnik
  • Staatliche Berufsfachschule für Technische Assistenten in Informatik
  • Berufsfachschule für Kranken- und Kinderkrankenpflege der Sana Klinikum Hof Schulen gGmbH
  • Berufsfachschule für Altenpflege/Altenpflegehilfe der Diakonie Hochfranken Altenhilfe gGmbH
  • Fachschule für Familienpflege Hof der beruflichen Fortbildungszentren der bayer. Wirtschaft (bfz) gemeinnützige GmbH

Gymnasien

  • Das älteste Gymnasium der Stadt ist das Jean-Paul-Gymnasium. Es ist sprachlich mit humanistischem Profil und musisch ausgerichtet.
  • Das größte Gymnasium ist das 1833 als Gewerbeschule für Jungen gegründete Schiller-Gymnasium. Die zwei Ausbildungsrichtungen sind naturwissenschaftlich-technologisch und wirtschafts- und sozialwissenschaftlich mit wirtschaftswissenschaftlichem Profil.
  • Das jüngste Gymnasium ist das Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium. Es ist auf die naturwissenschaftlich-technologische und sprachliche Schwerpunktbildung ausgerichtet.

Realschule

  • Johann-Georg-August-Wirth-Realschule im Schulzentrum im Münsterviertel.

Grund- und Mittelschulen

Grund- und Mittelschulen in Hof sind die Angerschule (Grundschule), die Christian-Wolfrum-Schule (Grund- und Mittelschule), die Eichendorffschule (Grundschule), die Hofecker Schule (Grund- und Mittelschule), die Schule Krötenbruck (Grundschule), die Schule Moschendorf (Grund- und Teilmittelschule, nur bis 6. Klasse), die Münsterschule (Mittelschule, freiwillige 10. Klasse), die Neustädter Schule (Grundschule), die Schule am Theresienstein, die Sophienschule (Grundschule) und die Private Evangelische Volksschule Hof.

Förderschulen

  • Bonhoefferschule
  • Schule am Lindenbühl
  • Private Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung

Weitere Schulen

  • Freie Waldorfschule Hof
  • Wirtschaftsschule
  • Musikschule des Landkreis Hof
  • Musikschule der Hofer Symphoniker
  • Volkshochschule Hofer Land
  • DEB gGmbH Hof (Deutsches Erwachsenen-Bildungswerk)
  • WBS Training AG
  • Bfz Hof
  • Evangelische Erwachsenenbildung Hof-Naila
  • IHK-Bildungszentrum Hof
  • Handwerkskammer für Oberfranken, Weiterbildungszentrum
  • Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Nürnberg – Zweigakademie Hof

Liste aktueller und ehemaliger Schulhäuser

  • Altstädter Schule (nun zum Schillergymnasium)
  • Neustädter Schule (Grundschule)
  • Lessingschule (abgebrochen, Baracke, Zweigschule der Neustädter Schule)
  • Schillerschule (heute Schiller-Gymnasium)
  • Pestalozzischule (Schulhaus III., heute Berufsschule)
  • Sophienschule (Schulhaus V., Grundschule)
  • Wilhelmschule (nun Wirtschaftsschule)
  • Angerschule
  • Christian-Wolfrum-Schule (Grund- und Mittelschule)
  • Eichendorffschule (a) (abgebrochen, nun Landesamt für Umwelt)
  • Eichendorffschule (b) (Grundschule)
  • Max-Reger-Schule (b) (ungenutzt)
  • Max-Reger-Schule (a) (nun zum Reinhart-Gymnasium)
  • Schule am Theresienstein (Grundschule)
  • Hofecker Schule (Grund- und Mittelschule)
  • Schule Moschendorf (a) (abgebrochen)
  • Schule Moschendorf (b) (nun Kinderhort)
  • Schule Moschendorf (c) (nun Synagoge)
  • Schule Moschendorf (d) (Grund- und Teilhauptschule)
  • Krötenbrucker Schule (Grundschule)
  • Münsterschule (Mittelschule)
  • Parsevalschule (Baracke, Zweigsschule der Münsterschule; abgebrochen)
  • Schule Wölbattendorf (ungenutzt)
  • altes Gymnasium (heute Jean-Paul-Gymnasium)
  • Schule am Schlossplatz (ehem. Oberrealschule/Schiller-Gymnasium, nun FOS/BOS)
  • Schule am Longoliusplatz (ehem. Höhere Schule für Mädchen/Reinhart-Gymnasium, nun FOS/BOS)
  • Schulzentrum am Rosenbühl (Reinhart-Gymnasium und Realschule)
  • Schule an der Saale (ehem. Evangelische Schule, nähe Untere Steinerne Brücke)
  • Waldorfschule am Otterberg
  • Fachakademie für Sozialpädagogik
  • Beamtenfachhochschule
  • Hochschule Hof

(Diese Liste erhebt noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hilf mit, das zu ändern!)

Bibliotheken

  • Stadtbücherei mit den Zweigstellen Moschendorfer Schule, Christian-Wolfrum-Schule und Hofecker Schule mit insgesamt 109.210 Werken
  • Hochschulbibliothek
  • Stadtarchiv

Wirtschaft und Infrastruktur

Historischer Rückblick

Hof war in der Geschichte eine klassische Industrie- und Handelsstadt. Ähnlich wie in andere Städte in der Region, wie etwa in Plauen, war die größte Industrie in Hof die Textilindustrie. Hof bekam, vor allem wegen der Textilindustrie und der dort verarbeiteten Baumwolle, den Spitznamen, dass „bayerische Manchester“ zu sein. Hof war aufgrund der großen Betriebe eine eher wohlhabende Stadt. Daneben war noch die Porzellanindustrie in der Stadt vertreten. Der Bekannteste Hersteller war Moschendorf Porzellan.

Eckdaten der Wirtschaft

Im Jahre 2016 erbrachte Hof, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,847 Milliarden Euro. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 41.114 € (Bayern: 44.215 €, Deutschland 38.180 €) und damit über dem nationalen Durchschnitt. In der Stadt gab es 2016 ca. 34.000 erwerbstätige Personen. Die Stadt gehört zu den wichtigen Wirtschaftsstandorten in Nordbayern. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 5,3 % und damit deutlich über dem bayrischen Durchschnitt von 2,7 % (im Landkreis Hof beträgt sie 2,7 %).

Im Zukunftsatlas 2019 belegte die kreisfreie Stadt Hof (Saale) Platz 268 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft. Mittels einem Influencer-Projekt versucht die Stadt moderne Impulse für die städtische Wirtschaft zu setzen.

Einzelhandelszentralität

Laut einer Studie der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) GeoMarketing zur GfK Einzelhandelszentralität aus 2012 belegt die Stadt Hof den achten Platz unter den zehn Top Städten und Landkreisen mit Anziehungskraft auf das Einzugsgebiet einer Einkaufsstadt. Die Attraktivität liegt darin, dass eine Einkaufsstadt mehr Kaufkraft an sich binden kann, als ihre Einwohner alleine zur Verfügung haben. Wenn der Wert bei 100 steht, bedeutet dies, dass in einem Ort genauso viel Kaufkraft ausgegeben wird, wie auch vor Ort vorhanden ist. In der Stadt Hof liegt dieser Wert bei 182,8. Der höchsten Wert mit 224,2 hatte die Stadt Straubing.

Unternehmen

Wichtige Arbeitgeber – gemessen an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten – sind der Einzelhandel, gefolgt von Gesundheitswesen, der Textilindustrie, der Logistiksparte und dem Kreditwesen. Daneben gibt es Betriebe zur Herstellung von Kühlzellen, Unterwasserpumpen, Klärwerksausrüstungen, Elektroantrieben sowie von Stahl- und Leichtmetallbauteilen.

  • Der bedeutendste Industriezweig in Hof außerhalb des Dienstleistungssektors ist die Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit dem benachbarten Landkreisen Hof, Kulmbach und Bayreuth zählt der Wirtschaftsraum zu den drei wichtigsten Textilstandorten in Deutschland. Wichtige Vertreter sind die Hoftex Group und die Spinnerei Neuhof.
  • Hof war ein Zentrum des Bierbrauens. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Hof zwölf Brauereien:

    Bavaria (Laubmann)
    Bürgerbräu (Ried)
    Deininger-Kronenbräu (AG)
    Löwenbräu (AG)
    Meinel-Bräu (Georg Meinel, Meinel-Bräu)
    Karl Militzer

      Joh. Richter
      B. Scherdel (Bernhard Scherdel)
      (Heinrich) Schmidt’s Erben (Schmidts Heiner)
      Karl Schuster (Weizenbier)
      Gg. Weidner (Georg Weidner)
      Karl Zelt (Schlappenbier)

Meinel-Bräu existiert heute noch eigenständig und die Brauerei Scherdel arbeitet unter dem Dach der Kulmbacher Brauerei weiterhin in Hof. Alle anderen Brauereien haben die Produktion eingestellt. Die Brauerei Falter kam mit der Eingemeindung von Unterkotzau zur Stadt Hof. Sie stellte Mitte 2008 die Produktion ein. Die Brauerei Zelt stellte trotz der Übernahme durch die Brauerei Scherdel im Jahr 2010 den Braubetrieb ein. Ihr Hauptgeschäft hatte die Brauerei vor allem durch das Schlappenbier, das nur von ihr hergestellt wurde. Seit der Schließung wird das Schlappenbier von der Brauerei Scherdel gebraut. Auch die Brauerei Bürgerbräu Hof existiert seit einigen Jahren nicht mehr.

  • Hof ist von jeher Standort größerer Speditionsunternehmen, wie beispielsweise der Firma M & M Militzer & Münch. Seit der Wende 1990 siedelten sich weitere Logistikunternehmen an. 2002 richtete eine Döhlauer Spedition am Hofer Hauptbahnhof ein Verladeterminal für Containerzüge ein und erweiterte es mehrmals.
  • Im Bereich der Automobilindustrie entstand der Automobilzuliefererpark Pole Position in Hof und Gattendorf.
  • In Hof befand sich die Zentrale der privaten Regionalbank Schmidtbank. Sie kam 2001 in große wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Zentrale wurde aufgelöst. Das vorhandene Know-how nutzen einige Spezialkreditinstitute und Dienstleister weiter. An der Hochschule Hof ist ein einschlägiger Schwerpunkt eingerichtet. Ein Gebäude der ehemaligen SchmidtBank-Zentrale beherbergt den 2006 eingerichteten Dienstsitz Hof des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LFU).
  • Seit dem Jahr 2000 entstanden durch die Ansiedlung von Callcentern Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor des Dienstleistungsbereiches. Hof ist außerdem Zentrum vieler weiterer Dienstleistungen, von denen die nennenswertesten Vertreter Weiherer Reisen GmbH & Co., Vodafone, Müller, NKD und Wöhrl sind. 2020 wird die Hof Galerie, ein Einkaufszentrum des Luxemburger Investors Mesa Development und der Activ Group aus Oberschwaben die Einkaufsmöglichkeiten ergänzen. Der Hofer Einzelhandel zählt zu den beliebtesten in Deutschland. In einer Studie ist Hof unter 132 deutschen Kommunen auf Platz acht bei der Kundenzufriedenheit.
  • Die Filialen von Marktkauf und Kaufland sind kleinere Einkaufszentren, mit unter anderem Friseurläden, Blumenläden, kleineren Restaurants und Imbissen sowie im Marktkauf dem Elektronikmarkt Expert.
  • Die Stadt Hof hat eine Website gemeinsam mit dem Einzelhandel entwickelt, in der sich nahezu alle Hofer Geschäfte vorstellen und somit auf einer gemeinsamen Website zu finden sind. Ein weiterer Vorzug ist, dass dadurch auch kleinere Läden einen Internetauftritt haben.
  • Eine Bloggerin stellt die Stadt und ihre Geschichten, Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und andere Themen in ihrem Blog vor.
  • Zwischen der Warenhauskette Kaufhof und der Hotelkette Dormero fand 2017 ein Beratungsverfahren statt, bei dem darüber entschieden werden sollte, ob Kaufhaus und Hotelbetrieb unter einem Dach möglich wären. Kaufhof gab 2018 bekannt, dass dies nicht möglich sei und brach die Verhandlungen ab, wollte aber am Standort in der Hofer Altstadt festhalten. Weil die Hotelleitung ihre Hotelpläne weiterverfolgte, gab die Kaufhof-Geschäftsführung bekannt, den Standort zum Jahresende 2018 zu schließen. 2019 entsteht in dem viergeschossigen Gebäude ein Dormero Hotel. Im Erdgeschoss sollen drei Verkaufsflächen für den Einzelhandel entstehen.
  • Es gibt Filialen von McDonald’s, Burger King, Subway, KFC und Nordsee.
  • In der Stadt gibt es zahlreiche Autohäuser, darunter Niederlassungen der Marken Volkswagen, Audi, Seat, Škoda (Volkswagenzentrum Hof) sowie BMW, Ford, Mercedes-Benz und Opel.
  • Auch das DAX-notierte Unternehmen Fresenius Medical Care hat seinen juristischen Sitz in Hof. Eine Niederlassung existiert nicht.
  • 2018 erwägte der damalige bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer einen möglichen Deutschlandstandort des US-amerikanischen Autobauers Tesla Inc. im Hofer Land.
  • Der Münchener Autohersteller BMW testet schon seit dem Niedergang des Linienflugverkehrs am Hofer Flughafen Autos. Dabei werden für zukünftige Modelle verschiedene Situationen simuliert. Es wird auch Autonomes Fahren erprobt.

Aktuell bedeutende Unternehmen

  • Nexans Power Accessories Germany GmbH
  • DEG Deutsche Elektro-Gruppe Elektrogroßhandel GmbH
  • BWF Tec GmbH & Co. KG BWF Protec
  • Automobiltechnikum Bayern GmbH
  • Druckguss Hof GmbH
  • Stadtwerke Hof
  • Sana Klinikum Hof
  • DB Regio Nordostbayern
  • Deutsche Post AG
  • Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof
  • Hochschule für den öffentlichen Dienst AIV Hof
  • Sparkasse Hochfranken
  • Fondsdepot Bank GmbH
  • Hoftex Group
  • Wilo SE Werk Hof
  • Concentric Hof GmbH
  • Scherdel Bier GmbH & Co. KG
  • Honeywell Fall Protection Deutschland GmbH & Co. KG
  • Viessmann Niederlassung Hof
  • Viessmann Kühlsysteme GmbH
  • Frankenpost
  • Druckerzentrum

Printmedien

Die Frankenpost ist die führende regionale Tageszeitung in Hof und Umland. Hof ist der Sitz der Zeitung, die neben der Ausgabe für Hof auch solche für die Regionen Fichtelgebirge, Münchberg und Naila sowie Kulmbach umfasst. Die Redaktion befindet sich im Hofer Westend.

Der Nordbayerische Kurier hat in seiner Regionalausgabe auch einen Teil für die Region Hof. Darin werden die wichtigsten Hofer Nachrichten behandelt. Außerdem wird die Bayreuther Zeitung im Druckzentrum Hof gedruckt.

In Hochfranken erscheint zudem mittwochs und samstags der Blickpunkt. Die Auflage dieses Anzeigenblattes liegt bei etwa 260.000 Exemplaren, davon 112.000 mittwochs in Hochfranken und 148.000 samstags in den Regionen Hof, Wunsiedel und Kulmbach.

Das Magazin Pro Hof bietet einen Überblick über anstehende Ereignisse und enthält ein Quiz über Hof. Die Zeitschrift erscheint monatlich.

Außerdem gibt die Zeitschrift Hof-Programm einen Überblick über Veranstaltungen im Hofer Land.

Internet

Das Online-Magazin in Franken.de aus Bamberg behandelt Nachrichten, Themen und Hintergründe aus ganz Franken. Die Ausgabe für die Region Hof berichtet über unterschiedliche Geschehnisse aus Stadt und Landkreis Hof.

Radio und Fernsehen

Der Radiosender Extra-Radio hat sein Studio in der Hofer Altstadt, in der Kreuzsteinstraße. Der Sender hat eine Webcam mit Blick auf den Bernhard-Lichtenberg-Platz vor der Marienkirche.Derzeit befinden sich unter dem Dach des Funkhauses Hof der Radiosender Radio Euroherz und die Verwaltung und das Zentralstudio des regionalen Fernsehsenders TV Oberfranken. Der Sender wird im gesamten Regierungsbezirk Oberfranken auf einem eigenen Kanal und zusätzlich werktäglich in einem Regionalfenster zwischen 18:00 und 18:30 Uhr auf dem Kanal von RTL ins Kabel eingespeist und ist über Satellit und als Livestream im Internet zu empfangen. Nach eigenen Angaben erreicht der Sender im Regierungsbezirk 700.000 Haushalte über Kabel und 450.000 Haushalte über Satellit.

Der Bayerische Rundfunk unterhält in Hof ein Regionalstudio. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich über Stadt und Landkreis Hof, über das Hofer Land. Die Korrespondentin vor Ort ist Annerose Zuber.

Sender

Von 1948 bis 1994 war Hof Standort eines Mittelwellensenders des RIAS, um die südlichen Teile der DDR besser mit dem Programm des RIAS zu versorgen. Als Sendeantenne dienten zwei 100 Meter hohe, gegen Erde isolierte, abgespannte Stahlfachwerkmasten. Diese Sendemasten wurden im Oktober 1995 durch simultane Sprengung abgerissen. Sein UKW-Programm sendete der RIAS vom Senderstandort Großer Waldstein (international koordiniert als Sender Hof) mit jeweils 20 kW ERP:

  • 89,3 MHz: RIAS 1 von 1980 bis 1994, seitdem Deutschlandradio Kultur.
  • 91,2 MHz: RIAS 2 von 1964 bis 1992. Danach wurde das Programm Deutschlandfunk abgestrahlt. Seit 1995 nutzt der Bayerische Rundfunk die Frequenz vom Sender Ochsenkopf für das Programm Bayern 1 für die Oberpfalz.

In Hof betreibt der Bayerische Rundfunk den Sender Hof an der Hohensaas. Bis 1999 wurde die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband und somit konnte dieser nur 200 Watt EMRP starke Sender, der zusammen mit dem Sender in Würzburg im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut für Ausbreitungstests im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da aber viele modernere Radios die Frequenz des Hofer Senders nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz. Im Zuge dieser Frequenzumstellung wurde auch ein neuer Sendemast errichtet. Dazu wurde der dort nicht mehr benötigte Reflektormast des Senders Ismaning abgebaut und in Hof wieder aufgebaut. Es ist eine 74 Meter hohe geerdete, oben gespeiste Stahlfachwerkkonstruktion, wie die Sendemasten der Langwellensender Aholming und Donebach. Lange Jahre wurde das Programm Bayern 1, in den 1990er Jahren auch für einige Zeit B5 aktuell übertragen. Ab dem 8. Oktober 2007 wurde das Programm Bavarian Open Radio gesendet, das am 5. Mai 2008 in on3-radio umbenannt wurde. Seit dem 10. Januar 2011 wurde das Programm Bayern plus abgestrahlt. Seit Anfang 2015 wird der Standort auch zur Ausstrahlung von ''DAB'' genutzt. Am 30. September 2015 um 12:45 Uhr erfolgte die endgültige Abschaltung des Mittelwellen-Senders, es wird nur noch DAB ausgestrahlt.

UKW-Senderstandorte mit internationalem Sendernamen Hof (Frequenzen laut Senderdaten der Bundesnetzagentur):

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS ERP 
(in kW)
Senderstandort Geogr. Koordinaten
88,0 Radio Euroherz EUROHERZ 5 Sender Großer Waldstein
89,3 Deutschlandradio Kultur DKULTUR 20 Sender Großer Waldstein
94,0 Extra-Radio extra-radio 0,2 Hof-Labyrinthberg
98,1 Extra-Radio extra-radio 0,1 Ahornberg

Verkehr

Straße

Die Stadt Hof liegt an den drei Bundesautobahnen 9 im Westen, 93 im Osten und 72 im Norden. Sie bilden die Form eines Hufeisens um die Stadt, berühren das Stadtgebiet aber nicht.

Durch Hof führen die Bundesstraßen 2, 15 und 173. Alle drei Bundesstraßen sind im Stadtgebiet im Verlauf der Ernst-Reuter-Straße vierspurig ausgebaut. Der Abschnitt ist mit grüner Welle und Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h zügig befahrbar. Weitere große Straßen sind noch die Kulmbacher Straße, die Marienstraße und die Oelsnitzer Straße. Die B 173 dient als Zubringer zu allen drei Autobahnen: im Nordwesten zur A 72 und A 9 und im Osten zur A 93. Die B 15 ist im Westen vierspurig an die A 9 angebunden und im Südosten an die A 93. Die B 2 hat im Nordosten eine Auffahrt zur A 72 und im Süden bei Münchberg eine zur A 9.

In der Stadt Hof sind 32.512 Kraftfahrzeuge zugelassen.

Parken

In Hof gibt es 2.200 Stellplätze in der Innenstadt. Autofahrer werden über den Parkring zu den verschiedenen Parkmöglichkeiten gelotst. Es gibt verschiedene Parkplätze wie Langzeitparkplätze, Kurzparkzonen mit Brötchentaste und Parkzonen für Elektroautos.

Parkhäuser:

  • P6 Altstadtparkhaus in der Marienstraße über der Altstadtpassage mit 550 Stellplätzen
  • P8 Wöhrlparkhaus am Longoliusplatz mit 290 Stellplätzen

Tiefgarage:

  • P2 Tiefgarage am Rathaus mit 140 Stellplätzen

Parkplätze:

  • P1 Schießgraben (110 Stellplätze)
  • P3 Mühlendamm (60 Stellplätze)
  • P4 Oberer Anger (110 Stellplätze)
  • P5 Alsenberger Straße (75 Stellplätze)
  • P7 Poststraße (125 Stellplätze)
  • P9 Plauener Straße (215 Stellplätze)
  • P10 Kreuzsteinstraße (80 Stellplätze)
  • P11 Sigmundsgraben (70 Stellplätze)
  • P12 Oberes Tor (65 Stellplätze)
  • P13 Lionhalle (55 Stellplätze)
  • P14 Mittlerer Anger (40 Stellplätze)
  • P15 Wilhelmstraße (35 Stellplätze)
  • P16 Sachsentorstraße (30 Stellplätze)

Weitere Parkplätze

  • Theater Hof (60 Stellplätze)
  • Freiheitshalle (350 Stellplätze)
  • Zoo Hof (98 Stellplätze)
  • Lettenbachweg (40 Stellplätze)
  • Schillerstraße (15 Stellplätze)
  • Untreusee Schaumberggrund (250 Stellplätze)
  • Untreusee Stelzenhofstraße (360 Stellplätze)
  • Untreusee Wilhelm Löhe Straße (120 Stellplätze)

Parkzonen für Elektroautos

  • Ludwigstraße
  • Poststraße
  • Marienstraße
  • Luitpoldstraße
  • Bismarckstraße

Schiene

Die Stadt Hof verfügt aktuell über zwei Bahnhöfe, den Hauptbahnhof und den Bahnhof Hof-Neuhof. Die Deutsche Bahn beabsichtigt einen weiteren Haltepunkt Hof Mitte in der Nähe des Stadtkerns zu errichten. Im Hauptbahnhof treffen sich die Hauptstrecken Leipzig – Hof, Bamberg – Hof, Regensburg – Hof und Dresden – Chemnitz – Zwickau – Plauen – Hof – Bayreuth – Nürnberg (Sachsen-Franken-Magistrale) sowie die Nebenstrecken (Cheb – Aš – )Selb – Oberkotzau( – Hof), Hof – Bad Steben und (Hof –)Münchberg – Helmbrechts.

Im Fernverkehr werden von der Deutschen Bahn sowie durch den alex der Länderbahn regelmäßige Verbindungen nach Leipzig, Dresden, Bamberg, Nürnberg, Regensburg und München angeboten. Im Nahverkehr sind die Strecken nach Selb und Bad Steben vor allem im Schülerverkehr, die Strecke nach Bad Steben auch für Kurgäste bedeutsam. Auf diesen Strecken wird von agilis ein Stundentakt angeboten. Auch die kleineren Bahnhöfe und Haltepunkte an den von Hof ausgehenden Hauptstrecken sowie die Strecke Münchberg–Helmbrechts werden mindestens stündlich mit Nahverkehrszügen bedient. Die Strecke aus Richtung Reichenbach wurde bis zum Hauptbahnhof Hof bis Ende 2013 elektrifiziert. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Eröffnung des Citytunnels in Leipzig, der nur von elektrischen Zügen befahren werden darf und für die Regionalzüge aus Hof erreichbar sein soll.

Verkehrsverbund

In Stadt und Landkreis Hof gilt der einheitliche Tarif des Hochfrankentarifs in den Bussen der beteiligten Verkehrsunternehmen (HofBus GmbH, RBO und andere). Die Verkehrsgemeinschaft Hof ist Mitglied im EgroNet, einem länderübergreifenden Verkehrsverbund, an dem nordostbayrische, sächsische und thüringische Landkreise sowie die tschechische Region Karlovy Vary mit der Stadt Cheb teilnehmen, so dass auch EgroNet-Fahrscheine von allen beteiligten Verkehrsunternehmen anerkannt werden. Seit 2018 planen die kreisfreien Städte Hof und Coburg sowie die Landkreise Wunsiedel, Kulmbach, Kronach, Coburg und Hof dem VGN beizutreten.

Straßenbahn und Stadtbus

In der Stadt, die von 1901 bis 1922 eine Straßenbahn besaß, gibt es zwölf Stadtbuslinien, die von der HofBus GmbH betrieben werden. Die HofVerkehr gehört zu 74,9 % den Stadtwerken Hof (HofBus) und damit der Stadt Hof und zu 25,1 % den Verkehrsbetrieben Bachstein, einem regionalen Busunternehmen. Montag bis Freitag ganztägig und Samstag bis 14:00 Uhr verkehren alle zwölf Linien, während an Samstagen ab 14:00 Uhr und an Sonntagen und Feiertagen ein angepasstes Liniennetz mit neun Linien bedient wird: Die Linien 10, 11 und 12 verkehren nicht und die Busse mancher anderer Linien fahren teilweise auf veränderten Strecken. Die Hofer Stadtbusse verkehren in der Regel wochentags zwischen 6:00 und 21:00 Uhr und am Wochenende zwischen 8:00 und 20:00 Uhr. Zusätzlich fahren Montag bis Freitag morgens Busse im Frühverkehr und abends im Spätverkehr im Halbstundentakt bis Stundentakt in der Zeit von 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr. Am Freitag sogar bis 00:00 Uhr. Zentraler Umsteigepunkt aller Linien ist die Haltestelle Busbahnhof an der Kreuzung Bismarckstraße/Friedrichstraße, ein weiterer wichtiger Umsteigepunkt befindet sich an der Haltestelle Anspann/Klinikum und Hauptbahnhof. An der Haltestelle Anspann/Klinikum kann zwischen den Linien in die südöstlichen und südwestlichen Stadtteile gewechselt werden. Die Linie 21 verkehrt bis in die sächsische Nachbarstadt Plauen im Vogtland. Diese Linie wurde kurz nach der Grenzöffnung zwischen der Bundesrepublik und der DDR eingerichtet, um eine schnelle Alternative zur langen Bahnfahrt zwischen den beiden Städten anzubieten und die Verbundenheit zwischen den Partnerstädten Hof und Plauen auszudrücken.

Regionalbus

Von Hof aus verlaufen 30 Regionalbuslinien, die von Regionalbus Ostbayern (RBO), den Verkehrsbetrieben Bachstein und KomBus sowie kleineren Busunternehmen der Region betrieben werden. Ausgangspunkt ist die Haltestelle Hauptbahnhof. Die Regionalbuslinien halten innerhalb von Hof an den wichtigsten Haltestellen der Stadtbusse, bedienen aber den gesamten Landkreis Hof und fahren auch in benachbarte Landkreise.

Fernbus

Am Hauptbahnhof befindet sich die Fernbushaltestelle. Sie wird bedient von Flixbus auf den Linien Berlin-Passau, Berlin-München und Berlin-Zürich.

Luft

Etwa fünf Kilometer südwestlich von Hof liegt im Stadtteil Pirk der Verkehrslandeplatz Hof-Plauen. Dort befindet sich auch eine Flugschule und ein Hangar für Privatflugzeuge. Der Flugplatz Hof-Plauen ist von Hof Hauptbahnhof mit der Regionalbuslinie R1 in 30 Minuten und mit dem Auto/Taxi in 15 Minuten zu erreichen.Ein weiterer Flugplatz ist der Flugplatz Ottengrüner Heide in Helmbrechts in 15 Kilometern Entfernung.

Der nächstgelegene Flughafen mit Linienverbindungen ist der rund 100 Kilometer entfernt liegende Flughafen Karlsbad in Tschechien.

Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen Leipzig/Halle und Nürnberg befinden sich ca. 150 Kilometer von Hof entfernt.

Fahrrad

Die Stadt bietet in Zusammenarbeit mit Movelo leihweise Fahrräder mit Elektroantrieb an bedeutenden Stellen im Stadtgebiet an.Bei der Wertung des ADFC zur Fahrradfreundlichkeit schnitt die Stadt eher schlecht ab. Grund hierfür ist die Topographie des Stadtgebiets und die Tatsache, dass manche Radwege auf Fußgängerwege geleitet werden oder teilweise plötzlich enden. Die Stadt möchte in den nächsten Jahren das Radwegenetz deutlich ausbauen.

Der Saaleradweg dient dem Tourismus an der gesamten Saale. Er verläuft von Zell im Fichtelgebirge durch das Hofer Stadtgebiet bis Barby.

In den Regionalzügen ist die Fahrradmitnahme gegen Aufpreis möglich.

Carsharing

Carsharing als Punkt zur Mobilität im Projekt Agenda 21 wird nach Ablehnung durch die Stadtwerke von privaten Anbietern übernommen.

Autovermietung

In Hof sind viele Autovermieter ansässig. Internationale Anbietern sind Avis, Sixt, Europcar und die Europcar-Tochter Buchbinder. Neben den Internationalen Unternehmen sind auch kleinere, lokale Betriebe vertreten. Manche Anbieter haben auch einen Standort am Hofer Flughafen.

Öffentliche Einrichtungen

Behörden und Dienststellen

  • Rathaus
  • Landratsamt
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Landesamt für Umwelt
  • Polizeiinspektion Hof
  • Verkehrspolizeiinspektion Hof
  • Kriminalpolizeiinspektion Hof
  • Oberfranken-Kaserne
  • Landgericht Hof
  • Amtsgericht Hof
  • Staatsanwaltschaft Hof
  • Justizvollzugsanstalt Hof
  • Handwerkskammer für Oberfranken, Zweigstelle Hof
  • Industrie und Handelskammer für Oberfranken, Zweigstelle Hof
  • Finanzamt
  • Hauptzollamt Regensburg, Außenstelle Hof
  • Integrierte Leitstelle (ILS) Hochfranken
  • Sana Klinikum Hof
  • Deutsche Post AG
  • Eichamt Hof
  • Volkshochschule Hofer Land
  • Psychiatrische Institutsambulanz Hof
  • Familienkasse Hof

Versicherungen

Alle Versicherungen mit Niederlassung oder Dienststelle in Hof:

  • AOK Direktion
  • Huk-Coburg
  • ERGO Versicherungen
  • Gothaer Versicherungen
  • SIGNAL IDUNA
  • Allianz Versicherung Hick OHG Generalvertretung
  • HDI Versicherung
  • ARAG Versicherung
  • Nürnberger Versicherung
  • IKK classic
  • DEVK Versicherung
  • AXA Versicherung
  • Debeka Versicherung Servicebüro
  • Versicherungskammer Bayern
  • Württembergische Versicherung
  • Barmenia Versicherung
  • Deutsche Rentenversicherung
  • DAK Servicezentrum
  • Barmer GEK

Banken

  • VR Bank Bayreuth-Hof eG
  • HypoVereinsbank Hof
  • Targobank
  • Sparkasse Hochfranken
  • Commerzbank
  • Fondsdepot Bank GmbH (Sitz: Hof)
  • Santander Filiale Hof
  • Sparda-Bank
  • Postbank
  • Quirin Privatbank AG Hof
  • LfA Förderbank Bayern
  • Bausparkasse Schwäbisch Hall AG
  • Wüstenrot Bausparkasse AG
  • Verbacon Asset & Financial Management GmbH
  • LBS-Geschäftsstelle Hof
  • ING-DiBa

Prüfstellen

  • TÜV-Süd Service Center, Erlhofer Straße
  • TÜV-Süd Service Center, Fuhrmannstraße
  • Patentzentrum Hof der TÜV Rheinland Consulting GmbH
  • DEKRA Automobil GmbH Station Hof

Soziale Einrichtungen

  • Bahnhofsmission
  • Bayerisches Rotes Kreuz - Kreisverband Hof
  • Betreuungsverein Diakonisches Werk Hof e. V.
  • Hofer Tafel e. V.
  • Caritasverband für Stadt- und Landkreis Hof e.V.
  • Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Hof-Stadt e.V.
  • Diakonie Hochfranken Zentrale Dienste GmbH

Kindergärten

  • AWO-Kindertagesstätte
  • Evangelischer Kindergarten Auferstehungskirche
  • Evangelischer Kindergarten Christuskirche
  • Kindertagesstätte „Kinderoase“ Dreieinigkeitskirche
  • Abenteuerkita St. Johannes
  • Bewegungskindergarten St. Johannes
  • Evangelisches Kinderhaus Kreuzkirche
  • Kinderwelt St. Lorenz
  • Kinderhaus Lutherkirche
  • Kindergarten in der Neustadt
  • Katholischer Kindertagesstätte St. Konrad
  • Katholischer Kindergarten St. Pius
  • Katholische Kita St. Marien im Jugendhilfehaus St. Elisabeth
  • Integrativer Kindergarten am Schellenberg im Treffpunkt Familie
  • Waldorfkindergarten
  • Montessori-Kinderhaus im TPZ
  • BRK-Kindertagesstätte
  • BRKcasa Montessori
  • Clever Kids Planet - Zweisprachige Kita
  • Kindertagesstätte Emilia
  • Kindertagesstätte „Der gute Hirte“
  • BRK-Kita Lindenstraße

Wohnen im Alter

Seniorenheime

  • Seniorenhaus Christiansreuth der Hospitalstiftung Hof
  • Seniorenhaus Am Unteren Tor der Hospitalstiftung Hof
  • Alten- und Pflegeheim Diakonissenhaus Hof Diakonie Hochfranken gGmbH
  • Alten- und Pflegeheim Haus am Klosterhof Diakonie Hochfranken gGmbH
  • AWO Haus Kamilla Wohn- und Pflegeheim
  • Caritasheim Kolpinghöhe
  • BRK Seniorenwohnen
  • AWO Seniorenresidenz Hof
  • Seniorenwohngemeinschaft Jägerhof

Betreutes Wohnen

  • Betreutes Seniorenwohnen Haus Rosengarten
  • Betreutes Wohnender Hospitalstiftung Hof
  • AWO Betreutes Wohnen

Seniorenwohnanlagen

Seniorenwohnanlagen:

  • Bürgerheim
  • Seniorenwohnanlage Christiansreuther Straße
  • Seniorenwohnanlage Gabelsbergerstraße
  • Seniorenwohnanlage Klösterleinsweg
  • Seniorenwohnanlage Lilienthalstraße
  • Seniorenwohnanlage Parsevalstraße
  • Seniorenwohnanlage Viktor-von-Scheffel-Straße

Seniorenwohnanlage der Arbeiterwohlfahrt:

  • Max-Blumtritt-Heim

Mehrgenerationenwohnen

  • Zentral an der Saal Stadterneuerung Hof GmbH

Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Hof besteht aus der Hauptfeuerwache am Hallplatz (Stadtmitte), der Nebenwache am städtischen Baubetriebshof in der Leimitzer Straße – hier ist ein Tanklöschfahrzeug stationiert, das während der Betriebszeiten des Bauhofes besetzt ist, der Betriebsfeuerwehr am Flughafen, der Löschgruppe Hofeck, der Löschgruppe Moschendorf, der Löschgruppe Feuerwehr Eppenreuth, der Freiwilligen Feuerwehr Haidt, der Freiwilligen Feuerwehr Leimitz, der Freiwilligen Feuerwehr Wölbattendorf und der Freiwilligen Feuerwehr Unterkotzau. In der Hauptwache am Hallplatz stehen 25 Fahrzeuge, 3 Abrollbehälter für die Wechselladefahrzeuge und 7 Anhängerfahrzeuge für den Einsatz bereit. Neun hauptamtliche Kräfte sind für Verwaltung, Fahrzeug- und Gerätepflege sowie Einsatzdienste tätig. Insgesamt gehören zur Feuerwehr Hof ca. 250 aktive Mitglieder. Im Obergeschoss der Feuerwache befindet sich die Kreiseinsatzzentrale Hof-Stadt. Weiterhin erfolgt in der Hauptwache die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder in sechs Gruppen. Sie leisten im Jahr zwischen 500 und 600 Einsätze mit 8.000 bis 10.000 Einsatzstunden.

Technisches Hilfswerk

In Hof befindet sich ein Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Er ist auf Bergung/Räumen und die Notstromversorgung von Schadenslagen (Fachgruppe Elektroversorgung) spezialisiert. Außerdem hat die THW-Geschäftsstelle Hof ihren Sitz in der Stadt. Sie ist für die Betreuung von neun THW-Ortsverbänden in Oberfranken und Teilen der Oberpfalz zuständig.

Rettungsdienste

In Hof befindet sich eine Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Hof. Hier sind rund um die Uhr zwei Rettungswagen fest besetzt. Weiterhin ist ein Notarzteinsatzfahrzeug mit einem Fahrer besetzt, den Arzt stellen entweder das Sana Klinikum oder in Hof ansässige Ärzte. Weiterhin stehen an der Rettungswache Krankentransportwagen (KTW) bereit, die vor allem werktags besetzt sind. Auch die BRK-Bereitschaft Hof hat ihre Räumlichkeiten in der Rettungswache. Diese stellt bei vielen Veranstaltungen in und um Hof das Personal für Sanitätsdienste. Weiterhin werden Hintergrundnotfallmittel und eine SEG-Betreuung gestellt. Auch das Fahrzeug der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG SanEL) steht an der Rettungswache.

In Selbitz hat der ASB seinen Sitz für die Stadt und den Landkreis Hof. Die Rettung ist dabei nur eine Nebensparte, die Hauptaufgabe sind Krankenfahrten.

In Hof gibt es ferner eine Ortsgruppe der BRK-Wasserwacht. Auch die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) unterhält in Hof einen Ortsverband (OV Hof).

Gesundheit

Klinikum

Das Sana Klinikum Hof ist das Klinikum in der Stadt Hof und gehört zu den Sana Kliniken. Mit über 460 Betten, 1.000 Mitarbeitern und 22.000 stationären Patienten zählt es zu den größten somatischen Akutkrankenhäusern Bayerns. Das Klinikum ist akademisches Lehrkrankenhaus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Reha

In der Jahnstraße im Westen von Hof gibt es das Reha-Center Michaeliskarree. Das Haus verfügt über Einzelbehandlungsräume, einen großen Gymnastikraum, einer Trainingstherapie, sowie eine Anmeldung, einen Empfangsbereich, einen Wartebereich und eine Cafeteria. Die Reha setzt Schwerpunkte bei den Themen manuelle Therapie, Behandlung neurologischer Erkrankungen, Atemtherapie bei COPD, Erkrankungen des Lymgefäßsystems und medizinische Trainingstherapie.

Tierversorgung

  • Tierschutzverein Hof und Umgebung e. V.
  • Tierheim Hof-Erlalohe

Sicherheit und Kriminalität

2017 stellte die Hofer Polizei ihre Statistik für das Jahr 2016 vor.Im Jahr 2016 sank die Kriminalität in der Stadt Hof um 19 Prozent. So fuhr die Polizei zu insgesamt 11.949 Einsätzen. Weitere 3711 Fälle wurden von der Polizeiinspektion Hof bearbeitet. Die Aufklärungsquote liegt bei 74,3 Prozent. Die Drogenkriminalität stieg hingegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an.Des Weiteren geht aus dem Bericht hervor, dass Sexualdelikte auf vier Prozent sanken, Straßenkriminalität sank um 23 Prozent, davon private Sachbeschädigung um 23 Prozent, an öffentlichem Eigentum um 49 Prozent und gegen Fahrzeuge um 50 Prozent.Weil die Altstadtpassage in den vergangenen Jahren immer wieder hinsichtlich Sicherheit aufgefallen war, wurde mit der Stadt und den Betreibern ein Sicherheitskonzept erstellt. Es zeigte bereits 2016 Wirkung.

Militär

Die Oberfranken-Kaserne ist derzeit die einzige von der Bundeswehr genutzte Kaserne in Oberfranken. Dort ist u. a. die Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung, eine Teileinheit des Kommandos Strategische Aufklärung, untergebracht. Die aus der Zeit des Kalten Krieges stammenden markanten und großräumigen Empfangsanlagen der ehemaligen Radarstellung auf der Hohensaas sowie Anlagen am Köditzer Hang wurden inzwischen weitgehend zurückgebaut.

Von 1945 bis 1985 war US-Militär in der Kingsley Kaserne stationiert, hauptsächlich Luftraumüberwachungseinheiten der United States Air Force. Die Bundeswehr übernahm bereits 1978 die Radarstellung von der US Air Force.

Seit dem 30. April 1985 war die Kaserne nach Hans Hüttner benannt. Die Namensgebung nach dem Generalmajor und überzeugten Nationalsozialisten Hüttner geriet ab 1994 in die Kritik, was am 8. Juli 2013 zur Umbenennung der Kaserne in Oberfranken-Kaserne führte.

Veranstaltungen

Regelmäßige Veranstaltungen

Internationale Hofer Filmtage

Die Internationalen Hofer Filmtage finden jährlich im Oktober an sechs Tagen in zwei Kinos statt. „HOF“ sei die Abkürzung für „Home Of Films“, hat Wim Wenders über das Hofer Festival gesagt. 1967 organisierte der Student Heinz Badewitz mit seinen damaligen Bandkollegen (New Jazz Group) Werner Weinelt und Uwe Brandner einen Zweieinhalb-Stunden-Kinoabend mit eigenen Filmen in Hof. Diesen nannten sie das 1. Hofer Kurzfilmfestival. Die Idee entstand nach enttäuschenden Erfahrungen bei den „Oberhausener Kurzfilmtagen“ und weil in ihrer Studienstadt München die Bedingungen schwierig und die Mieten zu hoch waren. Dies war die Geburtsstunde der Internationalen Hofer Filmtage. Unter der Leitung von Heinz Badewitz entwickelte sich das Festival stetig weiter. In vier Jahrzehnten hat es sich zu einem der renommiertesten deutschen Filmfestivals entwickelt, bei dem die Nachwuchsregisseure ihre Debütfilme zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigen. Die wichtigen Trends wie der Neue Deutsche Film mit Regisseuren wie Werner Herzog, Wim Wenders und Volker Schlöndorff oder der Komödienboom der achtziger Jahre (z. B. Männer von Doris Dörrie) wurden in Hof gesetzt. Die Hofer Filmtage verleihen keine Preise. Verschiedene Träger, u. a. die Stadt Hof, haben sich aber im Laufe der Jahre an die Filmtage angedockt, um am Rande des Festivals Preise zu vergeben, darunter der Filmpreis der Stadt Hof, der Eastman Förderpreis, ein Preis für das beste Szenenbild sowie ein Preis für die visuelle Filmkritik. Zum ersten Mal im Jahr 2005 wurde der Förderpreis Deutscher Film für herausragende Leistungen in der Filmtechnik (z. B. Ton, Schnitt) verliehen. Eine ähnliche Veranstaltung ist SEHquenz, eine Filmwoche mit Präsentation aktueller deutscher Filme.

Volksfest

Das Hofer Volksfest ist das größte Volksfest der Region. Es findet jedes Jahr Ende Juli/Anfang August am Volksfestplatz in Hof statt und dauert zehn Tage. Die Freiheitshalle am Festplatz dient während des Festes als Festhalle. Das Volksfest beginnt am Freitag vor dem Hofer Sommerjahrmarkt. Der Sommerjahrmarkt selbst beginnt am Montag nach Jakobi (25. Juli). Das Volksfest endet nach gut einer Woche am Sonntag. In der Festhalle und im Biergarten schenken die Hofer Brauereien im Wechsel ihr Bier aus. Auf dem Volksfestplatz gibt es einen umfangreichen Vergnügungspark mit vielen Fahrgeschäften, Losbuden und Imbiss-Ständen. Am Eröffnungstag findet der große Volksfest-Umzug der Hofer Vereine und Organisationen statt. Nach einer Woche, am zweiten Volksfest-Freitag, wird nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe des Festplatzes ein großes Brillantfeuerwerk für die Festbesucher abgebrannt.

Schlappentag

Der Schlappentag findet eine Woche nach Pfingstmontag statt. Nach der Zerstörung der Stadt durch die Hussiten wandten sich die Hofer an den Markgraf von Brandenburg. Er gewährte ihnen zehn Jahre Steuerfreiheit mit der Bedingung, dass die Hofer Waffen anschaffen, um sich selbst zu verteidigen. Eine Schützengilde wurde gegründet, die Schützen mussten sich auch in Wettbewerben messen. Die meisten hetzten aber erst am letzten Tag, in der Zeit in welcher die Schießübungen absolviert sein mussten zum Schießhäuschen, sodass sie wegen der Eile dabei meist Holzschuhe (= Schlappen) trugen.Im Vorfeld zum Schlappentag werden noch Feierlichkeiten wie die Hussitenführung und das Schlappenschießen veranstaltet. Dabei wird der Schlappenkönig ermittelt, der dann alle Hofer Schützenvereine und die Zünfte vertritt. Am Schlappentag gibt es dann einen großen Umzug mit anschließendem Fest.

Messe Hof

Die Oberfranken-Ausstellung (Ofra) ist eine Messe und Leistungsschau der regionalen Wirtschaft; die Ofra ist alle zwei Jahre im Frühjahr in der Freiheitshalle und davor auf dem Hofer Volksfestplatz zu Gast.

Veranstaltungskalender

Februar: Prunksitzung der Narhalla, Hofer Weinmesse

März: Narhalla-Fasching, Narhalla Faschingskehraus, Absolvinator-Anstich, Girls Day

April: Nacht der Mode, Lebensart Gartenmesse

Mai: InnenHofKonzerte, Promenadenkonzerte, Deutsch-Tschechischer Freundschaftstag, Hofer Kneipennacht, Hofer Stadt- und Bürgerfest

Juni: Kulturnacht, Schlappentag, IN.DIE.musik Festival, Hofer Umwelttag, Rock im Hof, Internationales Stabhochsprung-Meeting, Rosenfest

Juli: Drachenboot-Regatta, Rock am Stein, Frankenpost-Firmenlauf, Nacht der Sinne, Hofer Sportmesse, Ifl - Gealan - Triathlon, Hofer Volksfest

August: Städtelauf Plauen-Hof, Saaleauenfest

September: Hofer Chilifest, Weltkindertag, Contacta Studien- und Berufsmesse, Hofer Herbstmarkt

Oktober: Hoftexplosion, Radio Euroherz Park&See Lauf, Internationale Hofer Filmtage

November und Dezember: Deutsch-Deutsche Filmtage, Hofer Weihnachtsmarkt

Ganzjährige Veranstaltungen

  • Wochenmarkt jeden Mittwoch und Samstag auf dem Maxplatz und in der Ludwigstraße
  • Themenmarkt einmal pro Monat
  • Straßenflohmarkt jeden ersten Sonntag im Monat in der Karolinenstraße

Verkaufsoffene Sonntage

  • Verkaufsoffener Sonntag zum Deutsch-Tschechischen Freundschaftstag (5. Mai in der Innenstadt)
  • Hofer Herbsmarkt-Sonntag (29. September in der Innenstadt)
  • Verkaufsoffener Filmtage-Sonntag (27. Oktober im Stadtgebiet)

Sport

Hof hat als Sportstadt eine lange Tradition. In Hof sind rund 12.000 Menschen, also etwa ein Viertel dee Bevölkerung, in über 50 Sportvereinen. 70 % davon sind Erwachsene, 30 % sind Jugendliche und Kinder.

Fußball

Mit der Spielvereinigung als einer Abteilung des Turnvereins Hof wird 1893 durch Otto Strunz der erste Verein des Hofer Fußballsports gegründet. Zum ersten Mannschaftsspiel kam es erst am 23. Oktober 1898, als gegen die Fußballmannschaft des ATV Plauen gespielt und 7:0 gewonnen wurde. Zur Trennung vom Turnverein kam es 1924. Ein weiterer Fußballverein war der Fußballclub Britannia Hof, der 1911 gegründet wurde und sich 1914 in FC Bayern Hof umbenannte.

Der bekannteste Sportverein in Hof ist die SpVgg Bayern Hof. Der Verein entstand am 1. Juli 2005 durch die Fusion der SpVgg Hof und des FC Bayern Hof. Hauptsportart ist Fußball, daneben gibt es eine Box- und eine Sängerabteilung sowie Abteilungen für Leichtathletik und Damengymnastik. Der Verein trägt seine Heimspiele der Bayernliga Nord im städtischen Stadion Grüne Au aus. Es bietet Platz für über 8000 Zuschauer.

Das zweitgrößte Stadion ist das Stadion an der Ossecker Straße und hat 5000 Plätze. Es ist Spielstätte des 1. FFC Hof. Der Frauenfußballclub wurde 2008 gegründet und zählt zu den wichtigsten Frauenfußballvereinen in Nordbayern.

Ringen

Bis 1896 reichen die Wurzeln des Athletik-Sportvereins (ASV Hof) zurück. Die erste Mannschaft ringt seit 2007 in der ersten Bundesliga und hat sich mehrfach für das Finale der deutschen Meisterschaft qualifiziert.

Turnen

1817 führte der Hofer Progymnasiallehrer Flamin Clöter am Hofer Gymnasium den freiwilligen Turnunterricht ein. Ein erster Turnplatz entstand 1818, als der Anger unterhalb der oberen steinernen Brücke zwischen Saale und Mühlgraben mit den dafür nötigen Geräten ausgestattet wurde. Die Disziplinen waren Springen, Barlauf, Wett- und Dauerlauf, Reck und Schwingpferd, später Barren- und Kletterübungen.

Im Herbst 1818 kam mit Florian Clöter der Schwimm- und Eislaufsport nach Hof. Er sorgte für die Errichtung einer Schwimmschule bei der oberen Steinernen Brücke und brachte das Schlittschuhlaufen auf die Saale. 2018 wurde die Renovierung des Eisteiches fertiggestellt und dort eine moderne Eissporthalle eröffnet.

Flamin Clöter verließ Hof 1821. Damit hörten auch die Turnübungen auf, noch bevor 1824 das staatliche Turnverbot für Bayern erging. Für einige Jahre lag der Turnbetrieb in Hof wie im ganzen Königreich brach, bis durch Erlass vom 21. August 1826 das Turnen vom neuen König Ludwig I. wenigstens den Gymnasialschülern wieder erlaubt wurde. Zum obligatorischen Unterrichtsfach wurde der Turnunterricht an den bayerischen Gymnasien durch Ministerialbeschluss vom 2. November 1868.

Das Mädchenturnen hielt an der Höheren Töchterschule in Hof im Jahr 1860 Einzug. Die Vorbereitung von Volksschullehrern für den Turnunterricht wurde vom städtischen Hauptturnlehrer Rudolf Lion ab 1868 in Angriff genommen. Am 11. Februar 1870 erklärte die Stadtschulenkommission den Turnunterricht an den Hofer Volksschulen zum Pflichtfach.

Am 8. April 1861 wurde die Stadtverwaltung Hof um die Erlaubnis zur Gründung eines Turnvereins nachgesucht. Das Schreiben wurde „mit Vergnügen“ zur Kenntnis genommen und dem Verein wurde Unterstützung zugesagt. Während sich die Stadtverwaltung zur Förderung der sportlichen Aktivitäten gerne bereit fand, wurde an die Grenze des Entgegenkommens gestoßen, als der Verein darum bat, „an jedem Montag, Mittwoch und Sonnabend nach dem Turnen unter Trommelschlag in die Stadt einmarschieren zu dürfen“. Die zugesagte Turnhalle wurde 1868 fertig.

1869: Nach seiner Wahl zum städtischen Hauptturnlehrer oblag Rudolf Lion die Oberleitung und Koordination des gesamten Turnunterrichts in Hof. Ein Höhepunkt im Vereinsleben war die Ausrichtung des 9. Bayerischen Turntages am 10. und 11. September 1871 in Hof. Als es 1874 zu Zwistigkeiten im Verein kam, traten mehrere Mitglieder aus und gründeten in Hof einen zweiten Turnverein.

Weitere Turnvereine entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Hof etwa mit dem Turnerclub Hof, der Freien Turnerschaft oder dem missglückten, 1907 gegründeten Turnverein Vater Jahn, dessen Mitglieder bereits ein Jahr später nichts mehr von der Existenz ihres Vereins wissen wollten.

Eishockey

Der SV Hof/Eishockey nahm von 1959 bis 1999 am Spielbetrieb des Bayerischen Eissportverbandes (BEV) teil. Die größten Erfolge waren damals 1970 der Aufstieg in die Bayerische Landesliga, die Meisterschaft 1982 in der Bayerischen Landesliga/Nord und der damit verbundene Aufstieg in die Bayernliga.

Radsport, Fechten, Schießen, Schwimmen

Die seit dem Ende des Jahrhunderts bis 1918 aus dem Boden schießenden Spezialsportvereine beschäftigten sich überwiegend mit Radfahrsport oder Fechten. Die Schützen hatten mit der Schützengesellschaft eine Organisation, deren Gründung bis 1432 zurückreichte. Einer der bis heute bedeutendsten Hofer Sportvereine ist der 1911 gegründete Schwimmverein Hof.

Segeln

1969, noch vor dem Bau der Talsperren in Stadt (Untreusee) und im Landkreis Hof (Förmitztalsperre), gründete sich der Segelclub Förmitzspeicher Hof, heute größter Segelverein in Hochfranken mit Vereinsheimen in der Mühlstraße in Hof sowie in Schwarzenbach an der Saale. Sitz und Ausbildungsstandort des Vereins mit starker Jugendarbeit und aktiver Regattasegler- und Törnseglerszene ist Hof.

Seit 1977 existiert die Marine-Jugend Hof als Segelsportverein. Hauptsächlich im Bereich Jugendarbeit wird im Sommer der Untreusee zum Trainieren und zum Austragen von Regatten genutzt. Im Jahr 2008 wurde die Bundesjugendsegelmeisterschaft des DMB organisiert. In den Wintermonaten beschäftigen sich die Jugendlichen mit Modellbau und Segeltheorie.

American Football

Im November 1992 gründete sich mit den Hof Jokers die erste American Football-Mannschaft in der Stadt. Die Jokers sind eine Abteilung des Post- und Telekom-Sportvereins (PTSV). In der Spielzeit 2008 konnten die Hof Jokers zum ersten Mal Platz 1 in der Bayernliga belegen und spielten in der Saison 2009 in der Regionalliga Süd. Dort konnte mit Platz 5 in der ersten Spielzeit der Klassenerhalt gesichert werden. 2010 musste sich die Mannschaft vorzeitig vom Ligabetrieb zurückziehen. Die Heimspiele der Jokers werden im PTSV-Stadion in Hof ausgetragen.

Persönlichkeiten

Mit der Stadt Hof wird eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten in Verbindung gebracht:

  • Als Kulturstadt ist Hof der Geburts- oder Wirkungsort zahlreicher Schriftsteller, Künstler, Musiker, Komponisten und Instrumentenbauer.
  • Mit Nikolaus Decius und Nikolaus Medler ist Hof der Geburtsort zweier bekannter Reformatoren, die mit Martin Luther in Verbindung standen.
  • Der bedeutende deutsche Schriftsteller Jean Paul besuchte in Hof das später nach ihm benannte Gymnasium und lebte in der Stadt von 1784 bis 1787 im Hause seiner Mutter.
  • Die Grundlagen für das Periodensystem der chemischen Elemente wurden von Johann Wolfgang Döbereiner vorgedacht, einem Sohn der Stadt Hof.
  • Der gebürtige Hofer Jurist Johann Georg August Wirth war politischer Schriftsteller des Vormärz, Kämpfer für die Pressefreiheit und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.
  • Der Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg starb auf dem Weg ins KZ Dachau 1943 in Hof. Eine Gedenkstätte befindet sich in der Stadtkirche St. Marien.
  • Hof ist der Geburtsort einer Reihe bekannter Politiker. Der bekannteste lebende Ehrenbürger Hofs ist Georg von Waldenfels. Er war Staatsminister im bayerischen Kabinett und Präsident des Deutschen Tennis-Bundes.

Wahrnehmung der Stadt

  • Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth äußerte sich Mitte des 18. Jahrhunderts über den damaligen Hofer Adel den sie so ganz und gar nichts abgewinnen konnte: „Ihre groben Manieren standen mit ihrem Äußerem vollkommen im Einklang; man hätte sie für Bauernlümmel halten können.“
  • Jean Paul besuchte in Hof das Gymnasium und verbrachte einige Jahre in der Stadt. In Die unsichtbare Loge hatte er die vermeintliche Missachtung der Hofer für seine Arbeit zum Thema genommen. Erst hatte er über die Stadt gesagt sie sei „ohne Geschmack und ohne Patriotismus und ohne Lektüre“, später zeigte er sich versöhnlich und schrieb, in Hof habe er das Schlimmste gelitten, aber das Beste geschrieben.
  • Johann Wolfgang von Goethe hat auf seinen Reisen ins böhmische Bäderdreieck mehrmals in Hof Station gemacht 1812 schrieb er an seine Frau über Hof: „Hübsche Lage des Gasthofes zum Hirsch vor dem Oberthor, große Lebendigkeit, hübsche Mädchen, muntere Kinder, viel Beweglichkeit. Der vielen Fuhren nicht zu vergessen, die uns, schwer beladen, teils entgegenkamen, teils in Hof an uns vorbei fuhren. Unzählige Kinderkutschen. Durchaus Wohlhäbigkeit.“
  • Der Filmkritiker Hanns-Georg Rodek äußerte sich zu den Hofer Filmtagen: „Nach wie vor ist Hof, nach der Berlinale, aber vor München, das Schaufenster des deutschen Kinos.“

Auszeichnungen und Ehrungen

  • Die Goldene Bürgermedaille wird an Menschen verliehen, die sich im besonderen Maße um das Ansehen der Stadt Hof oder ihrer Bürger verdient gemacht haben. Die Ausgezeichneten müssen in Hof wohnhaft sein.
  • Der Goldene Ehrenring wird aus denselben Gründen verliehen, jedoch müssen die Träger nicht Einwohner der Stadt Hof sein.
  • Die Ehrenmedaille wird an Personen verliehen, die langjährige Verdienste für die Stadt Hof oder ihre Bürger geleistet haben. Die Träger müssen nicht Hofer Bürger sein.
  • Die Johann-Christian-Reinhart-Plakette wird an Personen verliehen, durch deren das künstlerische, schriftstellerische, heimatgeschichtliche und denkmalpflegerische, aber auch organisatorische Aktivitäten das Kulturleben in der Stadt Hof gefördert wird.
  • Die Dank- und Ehrenurkunde für soziale Verdienste wird an Menschen verliehen, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft oder für Wohlfahrtsverbände engagieren. Dazu wird auch noch eine Ehrennadel verliehen.
  • Der Filmpreis der Stadt Hof wird bei den Internationalen Hofer Filmtagen an Filmschaffende verliehen, die mit Hof und dem Festival eng verbunden sind. Die Preisträger sind im Verleihungsjahr gewöhnlich nicht mit Arbeiten im offiziellen Programm vertreten.

Panoramen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hof (Saale)

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