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Diepholz
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Stadtplan Diepholz
Stadt Diepholz
Rathausmarkt 1
49356 Diepholz

http://www.stadt-diepholz.de

Diepholz

160pxAbb. 1 Wappen von Diepholz
Basisdaten
Bundesland Niedersachsen
Höhe 37 m
PLZ 49356
Vorwahl 05441, 05447
Website www.stadt-diepholz.de
Bürgermeister Florian Marré (Parteilos)
Diepholz (Plattdeutsch: Deefholt) ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im ehemaligen Regierungsbezirk Hannover in Niedersachsen und die viertgrößte Gemeinde im Landkreis. Seit 1994 gehört Diepholz dem Städtequartett an, zu dem sich die Städte Damme, Diepholz, Lohne und Vechta zusammengeschlossen haben.

Geographie

Geographische Lage

Diepholz liegt ziemlich genau mittig zwischen Bremen (65 km im Nordosten), Oldenburg (70 km im Nordwesten) und Osnabrück (50 km im Südwesten). Es befindet sich nordöstlich der Dammer Berge und nördlich des Dümmers, des zweitgrößten Sees Niedersachsens in der Diepholzer Moorniederung. Diepholz ist mit allen Ortsteilen die zweitgrößte Stadt nach Syke im gleichnamigen Landkreis.

Flüsse

Mehrere Flüsse strömen aus Richtung Süden, vom Dümmer ausgehend, durchs Moor und anschließend durch Diepholz. Die Stadt wird eng eingeschlossen von den Flüssen Hunte (westlich der Stadt) und Strothe (östlich der Stadt). Die Stadt wird von der Lohne durchquert, welche sich im Stadtkern in der Nähe des Rathauses in die Vorder- und die Hinterlohne aufspaltet. Beide Flussarme vereinigen sich nach kurzer Strecke wieder. Hinter der Vereinigungsstelle wird der Fluss Flöthe genannt.

Etwas östlicher fließt die Grawiede. Ein weiterer stadtnaher Fluss ist die Wätering, ein Nebenfluss der Hunte, der aber auf einem kurzen Streckenabschnitt seinen Namen nach der Mündung in die Hunte beibehält. Diesen Namen führt der Fluss erst wieder ab der Vereinigung mit der Flöthe. Von dort ab wird der Fluss durchgängig bis zu seiner Mündung in die Weser Hunte genannt.

Nachbargemeinden

Zu den Nachbarstädten und -gemeinden zählen drei Städte und zwei Gemeinden des Landkreises Vechta.

Des Weiteren grenzt Diepholz an Drebber im Norden, Steinfeld im Westen, an Wetschen im Osten sowie im Süden an Lemförde und Hüde.

Stadtgliederung

Diepholz besteht aus der Kernstadt Diepholz (44,59 km²), welche mehrere Stadtteile umfasst, sowie seit der Gemeindereform den eingemeindeten Ortsteilen Aschen (32,01 km²), Sankt Hülfe (15,75 km²) und Heede (12,12 km²).

Klima

Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Diepholz 8,5 – 9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.

Geschichte

Zu den Funden auf der Vorgeschichte zählt der Goldhort von Gessel, der beim Bau der Nordeuropäischen Erdgasleitung gemacht wurde.

Der Ursprung der Stadt Diepholz geht auf die Edelherren de Thefholte zurück, die im 10./11. Jahrhundert in der Umgebung eine Wasserburg errichteten. Rasch entstand eine Siedlung im Schutze der Burg.

Der Name Diepholz leitet sich vermutlich vom altsächsischen devern (zittern, beben) ab und bezeichnete die schwankende Bewegung des mit Holz besetzten Moorbodens. Der Name wandelte sich von Thefholte über Deefholt zu Diepholz.

1380 verlieh Johann III. von Diepholz seinen Bürgern das Osnabrücker Stadtrecht. 1531 nahmen die Diepholzer Herrscher den Grafentitel an, nachdem sie die Lehnshoheit der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg angenommen hatten. Das Geschlecht, welches den Diepholzer Grafen gestellt hatte, starb 1585 aus. Deshalb fiel das Gebiet an das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Nicht jedoch das Amt Auburg, welches die Diepholzer Grafen schon 1523 den Landgrafen von Hessen-Kassel als Lehen aufgetragen hatten. Im 18. und 19. Jahrhundert bildete Diepholz zusammen mit Hoya eine Provinz des Kurfürstentums Hannover, später Königreichs Hannover.

Bis zum Tod des letzten Grafen war die Burg die Residenz der Edelherren. Erbaut im 10. Jahrhundert, wurde sie im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört und später durch Herzog Christian-Ludwig von Lüneburg-Celle wieder aufgebaut. Der 43 m hohe Schlossturm ist bis heute erhalten geblieben. Seit 1852 ist die Anlage Sitz des Amtsgerichts.Ebenfalls von besonderer geschichtlicher Bedeutung ist die Münte als ehemalige gräfliche Münzstätte.

Es ist nicht gesichert, ob die Münzstätte der Edelherren und später selbst ernannten Grafen von Diepholz auch da gestanden hat, wo heute das „Münte“ genannte Gebäude steht. Sicher ist nur, dass Münzen mit dem Wappen und dem Namen der Grafen von Diepholz geprägt worden sind. Solche Münzen sind noch heute in Münzsammlungen zu finden. Sie tragen das Wappen von Diepholz und nennen den Namen des Grafen sowie ihre Herkunft mit MONETA DEPHOLT oder MONETA WESTER (eine Nebenmünzstätte in Wester-Drebber, dem heutigen Mariendrebber).

Die Prägung begann im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts, als Hohlpfennige aus Bremen nachgeahmt wurden. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts wurden Sware geprägt, die Münzen der Bischöfe von Münster zum Vorbild hatten. In einer zweiten Prägeperiode wurden dann Münzen aus Sachsen, Böhmen und der Witte des Wendischen Münzvereins nachgeahmt. Diese Prägeperiode begann etwa um 1490, sie endete etwa um 1530, als der angestellte Münzmeister Lambert Vlemynck Diepholz wieder verließ.

1938 wurde die Synagoge, die 1835 erbaut worden ist, zerstört. 1933 waren in Diepholz 48 jüdische z. T. sehr angesehene Gemeindemitglieder ansässig. Bis 1942 wurden die letzten von ihnen über Ahlem nach Warschau oder Theresienstadt deportiert.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt mehrfach Ziel alliierter Bombenangriffe.Nach dem Krieg war ein starkes Bevölkerungswachstum der Stadt zu verzeichnen, da viele Vertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten Deutschlands hier angesiedelt wurden.

Über einen langen Zeitraum orientierten sich die Diepholzer als „Hannoveraner“ (im Königreich bzw. im Regierungsbezirk Hannover) in Richtung Osten zum mehr als 100 km entfernten Hannover. Seit ihrem Beitritt zum Städtequartett 1994 und verstärkt nach der Auflösung der Regierungsbezirke in Niedersachsen 2004 versucht die Stadt Diepholz, sich von dem Standortnachteil der großen Entfernung nach Hannover zu lösen, indem sich die zwischen Weser und Ems gelegene Stadt, ihrer geographischen Lage entsprechend, stärker in Richtung Oldenburg, Bremen und Osnabrück orientiert. Diepholz liegt in der Mitte der Eisenbahnlinie zwischen Bremen und Osnabrück. Beide Städte sowie darüber hinaus Oldenburg sind leicht über Autobahnen zu erreichen. Diepholz liegt in der 2005 gegründeten Metropolregion Bremen/Oldenburg.

Der Fund der ägyptisierenden Diepholzer Mumie 2013 sorgte für überregionales Aufsehen.

Eingemeindungen

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Aschen, Heede und Sankt Hülfe eingegliedert.

Politik

Stadtrat

  • CDU: 14 Sitze
  • SPD: 10 Sitze
  • FDP: 4 Sitze
  • GRÜNE: 3 Sitze
  • LINKE: 1 SitzDer Bürgermeister hat eine weitere Stimme, das Amt stand aber zu diesem Zeitpunkt nicht zur Wahl.Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016

Bürgermeister

Am 10. Juni 2018 wurde Florian Marré als parteiunabhängiger Bewerber, unterstützt von den Parteien CDU und FDP, mit 50,65 % der Stimmen gegen seinen Mitbewerber in der Stichwahl zum Bürgermeister der Stadt Diepholz gewählt. Die Vereidigung fand am 14. Juni 2018 statt. Er folgt damit Thomas Schulze (erster hauptamtliche Bürgermeister), welcher am 31. März 2018 aus beruflichen Gründen das Amt niederlegte.

Wappen

Blasonierung: Die Stadt führt als Wappen auf goldenem Schild einen senkrecht gestellt schreitenden, golden gekrönten, roten Löwen.

Städtepartnerschaften

Diepholz unterhält gute Beziehungen zu seinen beiden Partnerstädten Thouars (Frankreich) und Starogard Gdański (Preußisch Stargard) (Polen).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss

Die an der Wende vom 10. zum 11. Jahrhundert errichtete Wasserburg Diepholz hat im Laufe ihrer jahrhundertelangen Geschichte manchen Umbau erfahren. Das Wasserschloss ist im quadratischen Grundriss mit vier Gebäudeflügeln erbaut worden.

Der monumentale 16,50 m hohe aus Granitquadern erbaute runde Sockel des Turmes geht in seinem Fundament auf die Bauzeit im 10./11. Jahrhundert (980 – 1030) zurück. Er hat einen Durchmesser von 11,60 m und unten eine Mauerdicke von 3,50 m, die sich nach oben verringert. Auf dem starken Sockel erhebt sich über einem Gurtgesimse ein zwölfseitiges Backsteingeschoss mit überdachtem Rand. Dies trägt einen ebenso gestalteten, aber eingezogenen Fachwerkaufsatz, der gekrönt wird von einer ausgeschweiften zwölfeckigen schiefergedeckten Haube mit zierlichen Erkern und einer Wetterfahne. Das Schloss ist im Laufe der Jahrhunderte mehrmals baulich verändert worden.

Um 1550 ließ es der Edelherr Rudolf († 1560) völlig umbauen, bevor er mit seiner Frau, der Gräfin Margarete von Hoya († 1596), einzog. Ein über der Nordtür des Schlosses eingefügter Steinfries stammt aus jener Zeit; er zeigt die Wappen der beiden Geschlechter von Diepholz und Hoya. Als spanische Truppen während des Niederländischen Unabhängigkeitskriegs auch diese Gegend „jemerlych überzogen“, ließ die Regierung in Celle, die seit dem Aussterben des Diepholzer Grafengeschlechts (1585) für die Grafschaft zuständig war, die Feste erheblich verstärken.

Während des Dreißigjährigen Krieges bewährte sie sich mehrfach als Schutz- und Trutzburg. Trotzdem konnten dänische Truppen sie 1626 in Brand setzen und schwedische Soldaten unter dem schwedischen Obersten Wilhelm Wendt gen. von Kratzenstein (nach seinem Stammsitz) sie 1637 erobern und bis auf die Grundmauern zerstören. Herzog Christian Ludwig von Lüneburg-Celle ließ das Schloss um 1660 wiederherstellen.

Die alten Grundmauern blieben dabei erhalten. 1790 brannten der Südflügel und Teile des Westflügels ab. Abgesehen von Erneuerungsarbeiten erhielten der Schlossturm um 1660, die Nebengebäude um 1837 und 1877 ihr heutiges Aussehen. Mit dem Aussterben des Grafengeschlechts in männlicher Linie war das Schloss keine Residenz.

Bis 1723 beherbergte es die Landdrosten, später die Amtmänner und andere Beamte. Außerdem diente es den Herzögen und Kurfürsten von Celle bzw. Hannover als Jagdschloss.

Der Justizfiskus übernahm es 1852 und richtete ein Amtsgericht ein, das noch heute hier untergebracht ist. 1885 zog in den alten Rittersaal des Westflügels das neugebildete Landratsamt ein, bis 1954 in der Niedersachsenstraße das neue Kreishaus errichtet wurde.

Rittergut Falkenhardt

Unmittelbar an der Bundesstraße 69 liegt im gleichnamigen Stadtteil das Rittergut Falkenhardt. Die Anlage wurde Anfang des 17. Jahrhunderts als Gutshof gebaut und 1619 zum landständigen Gut (Rittergut). Es wechselte mehrmals den Eigentümer. Die markanten Türme des Eingangsbereiches wurden 1915 errichtet.

1945 residierte der Oberbefehlshaber der britischen Besatzungsmacht, Feldmarschall Bernard Montgomery, für einige Zeit im Herrenhaus in Falkenhardt.

Theater

In Diepholz befindet sich ein Tourneetheater mit rund 550 Plätzen. Das Gebäude befindet sich in direkter Nachbarschaft zu dem Berufsbildungszentrum im Schulzentrum. Die Aufführungen werden hauptsächlich vom Kulturring Diepholz organisiert und finden zumeist im Winterhalbjahr statt. Während des Sommers wird das Theater von Zeit zu Zeit anderweitig genutzt, so finden z. B. die Entlassung der Abiturienten oder die Begrüßung der neuen Schüler der Graf-Friedrich-Schule im Theater statt.

Altes Rathaus

Das Alte Rathaus in der Langen Straße wurde 1904 errichtet an der Stelle eines Vorgängerbau von 1789. Der Bau aus dem frühen 20. Jahrhundert stellt architektonisch eine Weiterentwicklung des preußisch-deutschen Baustils für Bahnhöfe, Schulen, Rathäuser, Postämter und Kasernen jener Jahre dar. Der spätere Historizismus zeigt sich beispielsweise in der Anlehnung an mittelalterliche Formen wie Fünfpass, Erker, Türmchen, backsteingotischer Giebelabschluss, Rundbögen, Korbbögen, gemäßigte Spitzbögen usw. Seine Bestimmung als Rathaus verlor der Bau 1985 durch die Einweihung des neuen Rathauses am Rathausmarkt.

Museen

  • Technikmuseum Diepholz-Heede im Ortsteil Heede, mit Schwerpunkten Bügeleisen/Bügeltechnik, Radio/Rundfunktechnik, Uhren, Klempnerei
  • Diepholzer Heimatmuseum im Diepholzer Schloss
  • Heimatmuseum Aschen im Ortsteil Aschen

Parks

Am Diepholzer Freibad liegt der Müntepark mit großen Rasenflächen und einer Minigolfanlage. In der Nähe befindet sich der Schlosspark, in dessen Mitte das Diepholzer Schloss steht. Im Jahr 2012 wurde im Schlosspark südlich der Schlossmauer ein Rosengarten angelegt.

Kunst im öffentlichen Raum

Im Diepholzer Stadtbild verstreut, manchmal etwas versteckt, findet sich eine Reihe unterschiedlicher Skulpturen und Objekte von Künstlerinnen und Künstlern aus Diepholz und aus der Region. Diese Kunst-Objekte sind aus den verschiedensten Materialien gestaltet – aus Bronze, Edelstahl und Naturstein:

  • beim Rathaus ein Brunnen Magnetfeld 86 – Countdown 9-0 (Edelstahl, 1986) des Diepholzer Künstlers Hans-Albert Walter (1925–2005)
  • in der Diepholzer Innenstadt in der Gänsemarktpassage (Lange Straße) die Bronzeskulptur Diepholzer Gänse (1988) von Heike Walter, der Sumsestein und der Elefant aus Naturstein (1999)
  • bei der Kreissparkasse der Gänsebrunnen (Bronze, 1987) von Karl-Heinz Friedrich und die Bronze-Skulptur Der Münzer (1990) von Hans Gerd Ruwe
  • bei den Berufsschule eine große Edelstahl-Skulptur von Herbert Bodzin
  • bei der Klinik Diepholz (früher Kreiskrankenhaus) der Brunnen Dynamisches Zeichen (1991) aus Edelstahl von Hans-Albert Walter
  • zwischen Diepholz und dem Dümmer gibt es seit 2014 mehrere Installationen des als Radwanderweg befahrbaren Skulpturenpfads Diepholz/Dümmer. Eine größere Ansammlung von Skulpturen steht westlich der Bundesstraße 51 an einem Feldweg unmittelbar am linken Ufer der Wätering. Die Lücken entlang dem Pfad werden nach und nach mit weiteren Skulpturen bestückt. 2016 wurde der Skulpturenpfad in Richtung Lemförde entlang dem Dümmer verlängert.

Stadtarchiv

Das Stadtarchiv Diepholz, Rathausmarkt 1, ist das Verwaltungsarchiv der Stadt Diepholz, in dem die historischen Akten der Stadt Diepholz archiviert – gesammelt und zur Einsicht für Nutzer vorgehalten werden. So stehen im Stadtarchiv Akten, Karten, Urkunden und Nachlässe für jedermann zur Einsicht zur Verfügung.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Im Diepholzer Bürgerpark findet jährlich im Sommer das Appletree Garden Festival statt.
  • Auf dem Marktgelände findet ebenfalls jährlich im September der Diepholzer Großmarkt statt.
  • Alljährlich wird an einem Sonntag im Oktober der Grafensonntag begangen. Seit 2010 findet aus diesem Anlass rund ums Schloss ein Mittelaltermarkt statt.
  • Nach dem Eigentümerwechsel 2014 wurde das ehemalige Rittergut Falkenhardt zu einer „event location“ umgebaut. 2016 fanden dort ein Oktoberfest und ein Adventsmarkt statt. Diese Veranstaltungen sollen in Zukunft regelmäßig stattfinden.

Wirtschaft und Verkehr

Wirtschaft

  • Größter Arbeitgeber ist die Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Diepholz mit folgenden Einheiten:
    • Stab/Waffensystemunterstützungszentrum 2 (WaSysUstgZ 2) – Luftwaffe
    • Materiallager Diepholz (MatLgr DIEPHOLZ) – Streitkräftebasis
    • Teile Objektschutzregiment der Luftwaffe (ObjSRgtLw) – Luftwaffe
    • Teile Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ) Oldenburg – Wehrverwaltung
    • Sanitätsstaffel Diepholz (SanStff Diepholz) – Zentraler Sanitätsdienst
    • Systemzentrum 21 (SysZ 21) – Luftwaffe

Weitere Unternehmen:

  • ZF Friedrichshafen AG mit Entwicklung und Produktion von Schaltungssystemen sowie Produktion von Fahrwerksteilen
  • SCHÖMA Christoph Schöttler Maschinenfabrik (Bau von Diesellokomotiven für Spezialnutzung (Bergbau, Tunnelbau, etc.))
  • Möller GmbH, Agrarklima-Steuerungen und Photovoltaik
  • Lebensbaum, Ulrich Walter GmbH (Bio-Hersteller)
  • Stadtwerke EVB Huntetal, regionaler Energieversorger
  • hdt Anlagenbau GmbH & Co. KG (Stall- und Industrieklimatechnik)
  • VenSys Energy, Windkraftanlagen und Steuerungen

Verkehr

Straße

Diepholz wird erreicht:

  • Von Nordwesten über die B 69 aus Richtung Vechta/Oldenburg
  • Von Nordosten über die B 51 aus Richtung Bremen
  • Von Süden über die B 51 aus Richtung Osnabrück
  • Von Osten über die B 214 aus Richtung Nienburg/Hannover
  • Von Westen über die B 214 aus Richtung Lingen (Ems)Seit 2003 verfügt Diepholz über eine Umgehungsstraße. Sie verbindet die nördliche B 51 über ein Teilstück mit der B 69 welche wiederum über ein Teilstück mit der südlichen B 51 verbunden ist. Das letzte, 2,8 Kilometer lange Teilstück zum Anschluss der B 214 aus Richtung Nienburg wurde 2008 für den Verkehr freigegeben. Durch die Rückstufung und den teilweisen Rückbau der ehemaligen Bundesstraßen innerhalb des Umgehungsstraßenrings werden die Diepholzer Stadtviertel nicht mehr so stark wie früher voneinander getrennt; insbesondere werden die Gebiete nördlich der ehemaligen B 214 im Innenstadtbereich nicht mehr vom Stadtzentrum abgeschnitten.

Über die Autobahn A 1 ist Diepholz über die Anschlussstellen Holdorf, Lohne-Dinklage sowie Vechta und Cloppenburg/Ahlhorner Heide zu erreichen.

Bahn

Der Bahnhof Diepholz liegt an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg zwischen den Städten Osnabrück und Bremen und verfügt über drei Bahnsteiggleise. Er ist Halt für Regional-Express-Züge der Linie RE 9 (Osnabrück – Bremen – Bremerhaven) mit Taktfahrplan sowie einzelne Intercity (siehe auch: Liste der Intercity-Bahnhöfe).Diepholz besaß früher eine direkte Eisenbahn-Verbindung mit Nienburg über Sulingen (Bahnstrecke Nienburg–Diepholz). Diese Strecke wird seit 1966 nicht mehr im Personenverkehr genutzt. Heute (2007) wird der Abschnitt bis Sulingen von Güterzügen für die Unternehmen Exxon-Mobil in Barenburg sowie BTR-Logistik in Rehden befahren. Der Streckenteil Sulingen–Nienburg ist seit 1997 stillgelegt.

Bus

Folgende Buslinien der DB Weser-Ems-Bus:

  • 125 Diepholz – Barnstorf – Twistringen
  • 129 Diepholz – Lembruch – Lemförde
  • 137 Diepholz – Rehden – Varrel – Sulingen
  • 606 (139) Diepholz – Vechta – Lohne – Diepholz.
  • 140 Diepholz – Diepholzer Bruch – Diepholz
  • 146 Diepholz – St. Hülfe – Aschen – Jacobidrebber
  • 170 Diepholz – Rehden – Wagenfeld – Ströhen

Es gilt wie in den Bahnen auch in den Bussen der Tarif des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen.

Flugplatz

In Diepholz gibt es den Militärflugplatz Fliegerhorst Diepholz, der auch als Sportflugplatz vom Aero-Club Diepholz e.V. genutzt wird. Er bietet eine 1283 Meter lange und 45 Meter breite Asphaltpiste. Das Rufzeichen für Piloten lautet Diepholz Info und ist unter der Frequenz 122,600 MHz anzufunken.

Öffentliche Einrichtungen und Infrastruktur

Allgemein

  • Rathaus, Rathausmarkt 1
  • Die Freiwillige Feuerwehr Diepholz mit ihren Standorten in Diepholz, Aschen, Heede und Sankt Hülfe sorgt für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe. In drei Jugendfeuerwehren wird feuerwehrtechnische Ausbildung und allgemeine Jugendarbeit praktiziert.

Bildung

Schulen

  • Vier Grundschulen (Aschen, St. Hülfe- Heede, Mühlenkampschule und an der Hindenburgstraße)
  • Schulzentrum Ecke Thouarsstraße/Schlesierstraße mit
    • Hauptschule (Jahnschule)
    • Realschule Diepholz
    • Gymnasium (Graf-Friedrich-Schule)
    • Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen-Ulderup (BBZ Diepholz)
  • Förderschule (Dr.-Wilhelm-Kinghorst-Schule), Hindenburgstraße

Hochschulen

  • Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT). In der Diepholzer Zweigstelle der PHWT sind die Studienbereiche Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen beheimatet. Die Hochschule verfügt über eigene Räumlichkeiten im Gebäude des BBZ Diepholz. Seit 2018 ist der bisher in Oldenburg beheimate PHWT-Studiengang Mechatronik und Elektrotechnik im Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik (ZME) an der Thüringer Straße untergebracht.

Weitere Bildungsangebote

Soziale Einrichtungen

  • Zehn Kindergärten
  • Das Jugendfreizeitzentrum (JFZ), Bahnhofstraße 16
  • Seniorenhaus Anna Margareta, von-Hünefeld-Straße 33
  • Betreutes Wohnen Arbeiter-Samariter-Bund, Schömastraße 9
  • Das Caritas Seniorenzentrum Diepholz, Steinstraße 18, wurde 1946 gegründet als Altersheim St. Josef in Falkenhardt von Pastor Schmidt.
  • Die Klinik Diepholz, Eschfeldstr. 8, gehört zum St. Ansgar Klinikverbund.

Kirchen

Evangelisch-Lutherische Kirche

  • St.-Michaelis-Kirche, Lüderstraße 54
  • St.-Nicolai-Kirche, Lange Straße 28
  • Kreuzkirche St. Hülfe/Heede, Kirchweg 10

Evangelische Freikirchen

  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Heeder Dorfstraße 132 in Diepholz – Heede; selbstständige Zweiggemeinde der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Osnabrück. Sie gehört zum Regionalverband Baptisten im Nordwesten.
  • Gemeindehaus der Adventgemeinde, Enge Straße 19
  • Freie Christliche Missionsgemeinde, Maschstraße 20; sie gehört der Freikirche Foursquare Deutschland an und versammelt sich im 2010 erworbenen Gemeindesaal.

Islamische Gemeinde

In Diepholz leben rund 1000 Muslime; der überwiegende Teil ist arabischer Abstammung. 2015 wurde die At-Taubah Moschee in Diepholz gegründet. Der Verein ist Mitglied beim IVWP, Islamischer Verein für wohltätige Projekte e.V.

Weitere Religionsgemeinschaften

  • Die katholische Kirchengemeinde wurde 1945 durch den rheinländischen Pastor Joseph Schmidt gegründet. Er leitete die Gemeinde bis 1990.
  • Christ-König-Kirche, Schloßstraße 15, von 1951; Anbau mit Chor und Turm aus den 1960er Jahren
  • Neuapostolische Kirche, Am Weizenkamp 3
  • Zeugen Jehovas im Königreichssaal, Grimmener Straße 3

Sport

Diepholz verfügt über den Sportplatz im Schulzentrum und den Sportplatz an der Mühlenkampschule. Im Schulzentrum befinden sich des Weiteren zwei Sporthallen. In unmittelbarer Nähe des Schulzentrums liegt das Hallenbad Delfin. Während der Sommermonate ist außerdem das mittels einer Solaranlage beheizte Freibad geöffnet.

Ein weiteres Sportangebot stellen das Sauna- und Sportparadies sowie der Fitness- und Wellnessclub INJOY dar, welche u. a. über Squashhallen, Fitnessräume, Trampoline, Saunen und Bowlingbahnen, verfügen.

Motorsport gab und gibt es in Diepholz, sowie im Landkreis Diepholz, in Form von Flugplatzrennen auf dem Fliegerhorst in Diepholz, wo bis weit in die 1990er Jahre hinein Läufe zur DTM und Formel 3 ausgefahren wurden und auch Sandbahnrennen in Wagenfeld, Rahden und das Grasbahnrennen in Schwarme.

Zudem sind in Diepholz viele Sportvereine ansässig, wie die SG Diepholz mit 16 Abteilungen und ca. 2000 Mitgliedern. Die Handball-Spiel-Gemeinschaft Barnstorf/Diepholz ist eine Spielgemeinschaft aus Barnstorf und Diepholz. Die Erste Herren spielt seit mehreren Saisons in der Oberliga Nordsee, die Zweite Herren ist in der letzten Saison in die Verbandsliga Nordsee aufgestiegen. Der 1. Squash-Club Diepholz feierte 2007 sein 20-jähriges Vereinsjubiläum und kehrte nach achtjähriger Abstinenz zurück in die 2. Bundesliga Nord.

Sonstiges

; WohnmobilstellplatzDer Wohnmobilstellplatz in Diepholz bietet 20 Wohnmobilen bzw. Wohnwagen Platz und verfügt über die Möglichkeit, Abwasser und Fäkalien kostenfrei zu entsorgen. Es besteht eine Trinkwasserversorgung und ein kostenfreier WLAN-Anschluss.

; KreismedienzentrumIn Diepholz befindet sich eines der zwei Kreismedienzentren (Mediothek Diepholz) des Landkreises. Die Kreismedienzentren verfügen über einen Bestand von Filmen sowie diversem Audio- und Video-Equipment, welches diese entgeltlos an Schulen und gemeinnützige Vereine verleihen.

; Diepholzer MoorschnuckeDas Fleisch der in der Region gezüchteten Diepholzer Moorschnucke g.U. ist in der EU unter diesem Namen als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen und darf mit dem entsprechenden Siegel ausgezeichnet werden.

; MessstelleIn Diepholz steht eine der ca. 2000 Messstellen des Radioaktivitätsmessnetzes des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) über den die sogenannte Gamma-Ortsdosisleistung ermittelt wird.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • XV Irmgard Ulderup (1922–2011)
  • XIV Günter Roberg (1921–2014)
  • XIII Herbert Major (1910–2009)
  • XII Horst Schöttler (1926–1998)
  • XI Emil Johannes Guttzeit (1898–1984)
  • X Bernhard Langhorst, ehemaliger Bürgermeister (1913–1996)
  • IX Gustav Brüning, ehemaliger Bürgermeister, Stadtdirektor (1882–1969)
  • VIII Karl Tangemann (1845–1945)
  • VII Heinrich Kläning (1848–1927)
  • VI Siegfried Fontheim (1854–1937)
  • V Henry Nennecke (1847–1915)
  • IV Adolf Prinzhorn (1847–1913)
  • III Friedrich Plate (1858–1948)
  • II Heinrich Lübkemann (1821–1896)
  • I Hans Ernst Bütemeister (1750–1837)

Söhne und Töchter der Stadt

  • Erich Hedemann (1567–1636), Braunschweig-Lüneburg. Kanzler in Celle
  • Georg Moller (1784–1852), Architekt, Kunstschriftsteller, Kunsthistoriker
  • Frieda Duensing (1864–1921), Begründerin der Jugendfürsorge in Deutschland
  • Bernhard Engelke (1872–1958), Verfasser geschichtlicher Abhandlungen u. a. über die Grafen von Diepholz und ihre Münzen
  • Wilhelm Kinghorst (1877–1947), ehem. Schulleiter (Graf Friedrich Schule, bis 1942), Heimatforscher und Buchautor
  • Fritz Klatte (1880–1934), Wegbereiter der Thermoplaste/Polyvinylchlorid (PVC)
  • Wilhelm Heile (1881–1969), deutscher FDP-Politiker, Landrat in Syke, Neubegründer der Europa-Union 1946
  • Eva Dittrich (1901–1998), Metallbildnermeisterin
  • Hans-Helmut Gerstenhauer (1915–2014), Flugzeug- und PKW-Bauer, überquerte 1945 als erster Hubschrauberpilot den Ärmelkanal
  • Helmut Gehlker (1926–2009), Landwirtschaftsdirektor
  • Günter Marten (1939–2013), Politiker (CDU)
  • Falk Meyer (* 1942), ehemaliger Leitender Baudirektor, Ehrenbürger von Stralsund
  • Hanna Jansen (* 1946), Kinder- und Jugendbuchautorin
  • Roger Trash (1959–2011), Rockmusiker und Buchautor
  • Klaus Schlichte (* 1963), Politikwissenschaftler und Professor
  • Gabriele Kernke (* 1965), Illustratorin und Autorin
  • Horst Evers (* 1967), Autor und Kabarettist
  • Marc Brummund (* 1970), Regisseur
  • Dirk Gieselmann (* 1978), Journalist, Kolumnist und Autor

Weitere Persönlichkeiten

  • Thea Hucke (1893–1970), Künstlerin und Malerin
  • Hans Gerke (1915–1998), Pädagoge, Heimatforscher und Autor
  • Hans-Albert Walter (1925–2005), Künstler, der insbesondere durch seine großformatigen Zahlenbilder bekannt geworden ist
  • Uschi Krämer (1933–2010), Lehrerin, Journalistin und niederdeutsche Autorin
  • Georg Reuter (1935–2003), Komponist der „modernen Klassik“
  • Otto Lührs (* 1939), Physiker und Künstler
  • Wilfried Gerke (* 1944), Pädagoge, Heimatforscher und Autor
  • Klaus Seehafer (1947–2016), Diplom-Bibliothekar, Autor und Herausgeber; von 1976 bis 2005 Leiter der Stadtbibliothek und des Kommunalen Kinos in Diepholz
  • Oliver Becker (* 1967), Filmregisseur, Autor und Produzent

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Diepholz

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