Deutschlandkarte
Stadtplan Berlin-Tempelhof-Schöneberg
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
Kirchstr. 1/3
14163 Berlin

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/

Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Tempelhof-Schöneberg ist der siebte Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte Einwohner per .

Im Jahr 2001 ist der Bezirk im Rahmen der Verwaltungsreform durch Fusion der bisherigen Bezirke Tempelhof und Schöneberg entstanden. Verwaltungszentrale ist das Rathaus Schöneberg.

Bekannt ist der Bezirk für die Tempelhofer Freiheit (ehemaliger Flughafen Tempelhof) als großes Naherholungsgebiet und für den Ortsteil Schöneberg mit seiner homosexuellen Szene im sogenannten Regenbogenkiez.

Geografie

Der Bezirk erstreckt sich von der südlichen Innenstadt Berlins weiter zur Südgrenze des Landes. Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. In Schöneberg, dem bevölkerungsreichsten Ortsteil Tempelhof-Schönebergs, lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung des Bezirks. Friedenau ist der kleinste Ortsteil des Bezirks (und einer der kleinsten in Berlin), aber dafür der am dichtesten besiedelte Ortsteil Berlins. Tempelhof-Schöneberg unterteilt sich in sechs Ortsteile:

Im Jahr 2014 wurde ein Tausch von Flächen mit dem angrenzenden Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg beschlossen.

Stadtgebiet

Die Flächennutzung im Bezirk im Jahr 2008:

  • Tempelhof-Schöneberg insgesamt 5310 ha
  • Gebäude- und Freifläche: 3076 ha (1719 ha Wohnfläche, 538 ha Gewerbe- und Industriefläche)
  • Betriebsfläche: 27 ha
  • Erholungsfläche: 584 ha (58 ha Sportplätze und Freibäder, 527 ha Grünanlagen und Camping)
  • Verkehrsfläche: 1354 ha (862 ha Straßen, Plätze und Wege, 491 ha Bahn- und Flugplatzgelände)
  • Landwirtschaftsfläche: 60 ha
  • Waldfläche: 48 ha
  • Wasserfläche: 42 ha
  • Flächen anderer Nutzung: 118 ha (117 ha Friedhöfe)
  • Freizeitflächen:
    • 172 Kinderspielplätze (406.145 m²)
    • 7 Hallen-, Frei- und Sommerbäder (8.493 m²)
    • 115 Sportanlagen (343.864 m²)
    • 1 Trabrennbahn (261.673 m²)

Ortsteile

Ortsteil und Ortslagen Fläche (km²) Ein­wohner
Ein­wohner
pro km²
Lage
0701 Schöneberg
  • Bayerisches Viertel
  • Ceciliengärten
  • Nollendorfkiez
  • Kielgan-Viertel
  • Rote Insel
  • Siedlung Lindenhof
  • Alboinplatz
10,60
0702 Friedenau 1,65
0703 Tempelhof
  • Neu-Tempelhof
  • Tempelhofer Feld
12,20
0704 Mariendorf
  • Alt-Mariendorf
9,38
0705 Marienfelde 9,15
0706 Lichtenrade 10,10

Geschichte

1920–2000

Mit der Bildung von Groß-Berlin am 1. Oktober 1920 verlor Schöneberg seine Selbstständigkeit und bildete von da an gemeinsam mit Friedenau den 11. Berliner Verwaltungsbezirk Schöneberg. Der Bezirk Tempelhof wurde im gleichen Jahr aus den bis dahin zum Landkreis Teltow gehörenden Gemeinden Tempelhof, Mariendorf (ohne Südende), Marienfelde und Lichtenrade als 13. Verwaltungsbezirk gebildet.

Das Gebäude des Berliner Kammergerichts war in der Zeit des Nationalsozialismus Sitz des Volksgerichtshofs. Während der deutschen Teilung war es der Sitz des Alliierten Kontrollrats.

Der Bezirk Schöneberg gehörte von 1945 bis 1990 zum Amerikanischen Sektor von Berlin (West-Berlin). Im Rathaus Schöneberg hatten während der Teilung Berlins das Berliner Abgeordnetenhaus (bis 1993) und der Senat von West-Berlin ihren Sitz.

Das Rathaus und die darauf zulaufenden Straßen waren der Ort vieler Kundgebungen und des Staatsbesuches des US-Präsidenten John F. Kennedy. Dort hielt er am 26. Juni 1963 seine Rede mit dem berühmten Zitat „Ich bin ein Berliner“. Zu seinen Ehren wurde der Rudolph-Wilde-Platz vor dem Rathaus im selben Jahr in John-F.-Kennedy-Platz umbenannt.

Seit 2001

Am 11. Juli 2000 haben die Bezirksämter Schöneberg und Tempelhof in einer gemeinsamen Sitzung beschlossen, dass der aus den bisherigen Bezirken Schöneberg und Tempelhof zum 1. Januar 2001 gebildete Bezirk den Namen Tempelhof-Schöneberg tragen soll: „Die Bezirksämter halten es für zweckmäßig, dem kraft Gesetzes zum 1. Januar 2001 gebildeten Bezirk unter Voranstellung des Namens des einwohner- und flächenmäßig größeren Bezirks den Doppelnamen ‚Tempelhof-Schöneberg‘ zu geben.“

Örtlichkeiten

Stadtquartiere und Plätze

(Auswahl)
  • Bayerisches Viertel
  • Ceciliengärten, denkmalgeschützte Siedlung
  • Rote Insel
  • Siedlung Lindenhof
  • Alboinplatz
  • Bayerischer Platz
  • Breslauer Platz
  • Friedrich-Wilhelm-Platz
  • Grazer Platz
  • Innsbrucker Platz
  • Kaisereiche
  • Kaiser-Wilhelm-Platz
  • Leuthener Platz
  • Nollendorfplatz
  • Perelsplatz
  • Platz der Luftbrücke
  • Viktoria-Luise-Platz
  • Wartburgplatz
  • Winterfeldtplatz
  • Wittenbergplatz

Sakralbauten

  • Kirche Zum Guten Hirten in Friedenau
  • Dorfkirche Schöneberg
  • St. Matthias-Kirche am Winterfeldtplatz in Schöneberg
  • St.-Elisabeth-Kirche in Schöneberg
  • Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg
  • Zwölf-Apostel-Kirche an der Kurfürstenstraße
  • Königin-Luise-Gedächtniskirche auf der „Roten Insel“
  • Nathanael-Kirche auf dem Grazer Platz in Schöneberg
  • Neuapostolische Kirche in Schöneberg
  • Dorfkirche Tempelhof
  • Glaubenskirche in Tempelhof
  • Kirche auf dem Tempelhofer Feld
  • Herz-Jesu-Kirche in Tempelhof
  • St. Judas-Thaddäus in Tempelhof (Architekt: Reinhard Hofbauer)
  • Kirche Maria Frieden in Mariendorf
  • Martin-Luther-Gedächtniskirche in Mariendorf
  • Dorfkirche Mariendorf
  • Klosterkirche Vom Guten Hirten in Marienfelde
  • Dorfkirche Marienfelde (älteste Dorfkirche Berlins)
  • Dorfkirche Lichtenrade (evangelisch)
  • Dietrich-Bonhoeffer-Kirche (evangelisch)
  • Salvator-Kirche (katholisch)
  • Nathan-Söderblom-Haus (evangelisch)

Parkanlagen

Parks

  • Heinrich-von-Kleist-Park
  • Rudolph-Wilde-Park am Rathaus Schöneberg
  • Natur-Park Schöneberger Südgelände
  • Hans-Baluschek-Park
  • Insulaner
  • Bosepark, Lehnepark, Alter Park und Franckepark am Rathaus Tempelhof
  • Volkspark Mariendorf
  • Gutspark Marienfelde
  • Freizeitpark Marienfelde
  • Lichtenrader Volkspark
  • Park am Gleisdreieck
Friedhöfe
  • Alter St.-Matthäus-Kirchhof auf der „Roten Insel“ mit Grabstätten von Jacob und Wilhelm Grimm
  • Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof in Schöneberg
  • Friedhof Eisackstraße in Schöneberg
  • Friedhof Eythstraße in Schöneberg
  • Friedhof Schöneberg III in Friedenau mit Ehrengräbern von Marlene Dietrich und Helmut Newton
  • St.-Matthias-Friedhof in Tempelhof
  • Friedhof Lichtenrade
  • Friedhof Marienfelde
  • Christus Friedhof in Mariendorf
  • Dreifaltigkeitskirchhof III in Mariendorf
  • Heidefriedhof in Mariendorf

Bevölkerung

Per zählte der Bezirk Tempelhof-Schöneberg Einwohner auf einer Fläche von 53,1 Quadratkilometern. Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei Einwohnern pro Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2016 lag der Ausländeranteil bei 19,1 %, während insgesamt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 35,0 % lag. Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 11,0 %. Am 31. Dezember 2016 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 43,9 Jahre.

Wirtschaft

Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) am Schöneberger Wittenbergplatz ist ein Warenhaus mit einem gehobenen Sortiment und Luxuswaren. Es zählt zu den bekanntesten Warenhäusern EuropasAP / DPA / chm: ''100 Jahre KaDeWe: Purer Luxus auf 60.000 Quadratmetern''. In: Stern, 1. März 2007: „Man nennt es in einem Atemzug mit Harrods in London oder den Galeries Lafayette in Paris: das Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe). In diesem Jahr wird Deutschlands bekanntestes Kaufhaus 100 Jahre alt.“
Birgitt Eltzel: ''Das KaDeWe wird geliftet. Karstadt-Konzern will'' Deutschlands bekanntestes Kaufhaus ''umbauen – und jüngere Kunden gewinnen''. In: Berliner Zeitung, 23. Januar 2004.
''Pssst! Das KaDeWe, Deutschlands berühmtestes Kaufhaus, ist 95 Jahre geworden''. In: Die Welt, 20. April 2002.
und ist mit rund 60.000 Quadratmetern Verkaufsfläche das größte Warenhaus Deutschlands.

Die angrenzende Tauentzienstraße, im Berliner Volksmund kurz der Tauentzien, bildet die Verlängerung des Kurfürstendamms und zählt zu einer der teuersten Lagen Deutschlands. Die Tauentzienstraße ist eine der meist frequentierten Einkaufsstraßen der Stadt.

In Tempelhof existiert darüber hinaus am Tempelhofer Damm zwischen Alt-Tempelhof und Ordensmeisterstraße ein Einkaufs- und Geschäftszentrum. Am Tempelhofer Hafen wurde 2009 das gleichnamige Einkaufszentrum eröffnet.

Unternehmen

Das 1902 gegründete Mercedes-Benz-Werk Berlin in Marienfelde ist einer der größten industriellen Arbeitgeber in Berlin. Rund 2500 Mitarbeiter sind dort angestellt. Das Werk gehört zur Daimler AG.

In Tempelhof produziert die Backwarenfirma Bahlsen aus Hannover in der Oberlandstraße. Darüber hinaus wird am Standort ein Fabrikverkauf angeboten.

Ebenfalls in der Oberlandstraße produziert Procter & Gamble Klingen und anderen Rasierbedarf unter dem Markennamen Gillette.

Handwerk

Im Jahr 2012 waren von den 30.862 in Berlin ansässigen Handwerksbetrieben insgesamt 2.859 in Tempelhof-Schöneberg gemeldet.

Verkehr

Individualverkehr

Die Autobahnen A 100 und A 103 sowie die Bundesstraßen B 1, B 96, und B 101 führen durch den Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die geplante Radschnellverbindung Teltowkanal-Route soll ebenfalls durch Tempelhof-Schöneberg verlaufen.

Öffentlicher Personenverkehr

Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25, S41, S42, S45 und S46 sowie die U-Bahn-Linien U1, U2, U3, U4, U6, U7 und U9 führen durch den Bezirk.

Der Bahnhof Südkreuz in Schöneberg verfügt über eine direkte Anbindung an den Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn. Der Bahnhof wird unter anderem von der ICE-Linie Hamburg – Berlin – Leipzig – München bedient.

Politik

Für den Bezirk sind die Amtsgerichte Schöneberg und Tempelhof-Kreuzberg sowie die Finanzämter Schöneberg und Tempelhof zuständig.

Bezirksverordnetenversammlung

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg am 18. September 2016 ergab folgende Sitzverteilung: SPD 15, Grüne 13, CDU 12, Linke 5, FDP 4 und AfD 6 Sitze.

Bezirksamt

Bezirksstadtrat Partei Abteilung
Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin SPD Finanzen, Personal und Wirtschaftsförderung
Jörn Oltmann,
stellv. Bezirksbürgermeister
Grüne Stadtentwicklung und Bauen
Christiane Heiß Grüne Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt
Jutta Kaddatz CDU Bildung, Kultur und Soziales
Oliver Schworck SPD Jugend, Umwelt, Gesundheit, Schule und Sport

Bezirksbürgermeister

Amtszeit Name Partei
1. Januar 2001 – 19. Dezember 2001 Dieter Hapel CDU
19. Dezember 2001 – 23. November 2011 Ekkehard Band SPD
seit 23. November 2011 Angelika Schöttler SPD

Vertretung auf Landesebene

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister und in der AG Ressourcensteuerung vertreten.

Bundestagswahlen

Bei Bundestagswahlen bildet der Bezirk den Wahlkreis 81 Berlin-Tempelhof – Schöneberg.
Aktueller Wahlkreisabgeordneter ist Jan-Marco Luczak (CDU), der das Direktmandat bei der Bundestagswahl 2009 (32,5 %), bei der Bundestagswahl 2013 (35,0 %), sowie der Bundestagswahl 2017 (28,9 %) gewann.

Wappen

Das heutige Wappen wurde am 25. März 2003 durch den Senat von Berlin verliehen.

Wappenbeschreibung: In dem durch einen grünen Stab silbern-golden gespaltenen Schild über einem grünen Bogenschildfuß mit Mittelkuppe vorn ein schwebendes rotes Kreuz mit verbreiterten Enden, hinten ein schreitender roter Hirsch. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.

Wappenbegründung: Das Wappen des Bezirks Tempelhof-Schöneberg vereinigt die Wappen der ehemaligen Bezirke Tempelhof und Schöneberg in einem gespaltenen Schild. Dabei verweist das vordere Feld mit dem Templerkreuz auf die Gründer des Ortes Tempelhof. Der rote Hirsch im hinteren Feld ist dem Wappen Schönebergs entlehnt, der ehemals in doppelter zugewendeter Form auf einem grünen Dreiberg sprang – Die Mauerkrone das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Städtepartnerschaften

Der Bezirk unterhält folgende Städtepartnerschaften:

International
, Niederlande
, Vereinigtes Königreich
, Département Val-de-Marne, Frankreich
, Polen
, Frankreich
, Bezirk der Stadt Mersin, Türkei
, Israel

National
  • Ahlen, Nordrhein-Westfalen
  • Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz
  • Kreis Paderborn, Nordrhein-Westfalen
  • Penzberg, Bayern
  • Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg
  • Werra-Meißner-Kreis, Hessen
  • Wuppertal, Nordrhein-Westfalen

Polizei

Die Direktion 4 der Berliner Landespolizei ist für die Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf zuständig. Am Bahnhof Südkreuz übernimmt die Bundespolizei Aufgaben des Grenzschutzes.

Bildung

Schulen

(Auswahl)
  • Askanisches Gymnasium
  • Friedrich-Bergius-Schule
  • Rheingau-Gymnasium
  • Paul-Natorp-Gymnasium

Hochschulen

  • Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
  • SRH Hochschule der populären Künste

Kultur

Die Columbiahalle in Tempelhof ist ein Veranstaltungsort für Pop- und Rockkonzerte. Die Halle bietet biet zu 3500 Besuchern Platz.

Das Neue Schauspielhaus am Nollendorfplatz, früher auch als Metropol und Goya bekannt, ist ein vielseitig nutzbarer Veranstaltungsraum.

Der Bezirk betreibt die nach Leo Kestenberg benannte Leo-Kestenberg-Musikschule mit dem Sinfonieorchester Tempelhof (SOT).

Im Bezirk befindet sich auch das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte internationale Kulturzentrum ufaFabrik.

Der Wochenmarkt am Winterfeldplatz findet jeden Samstag statt.

Szeneleben

Im Nollendorfkiez um die Fuggerstraße, die Motzstraße und den Nollendorfplatz befinden sich zahlreiche Kneipen, Bars und Läden, die sich überwiegend an ein homosexuelles Publikum richten. Jährlich an einem Wochenende im Juni oder Juli findet in diesem Teil Berlins das Lesbisch-Schwule Stadtfest statt, das mit einer Mischung aus Informationsständen gleichgeschlechtlicher Gruppen, Showbühnen sowie Imbiss- und Verkaufsbuden hunderttausende Besucher aus aller Welt anzieht.

Der Kiez galt bereits in den Goldenen Zwanzigern als Gegend, die über eine dichte Infrastruktur und kulturelles Angebot für homo- und transsexuelle Menschen verfügt. Das Viertel ist geprägt von teilweise komplett erhaltenen Straßenzügen der Gründerzeit und kaiserzeitlichen Schmuckplätzen, wie dem Winterfeldplatz oder dem Viktoria-Luise-Platz.

Persönlichkeiten

(chronologisch sortiert)
  • Wilhelm Furtwängler (1886–1954), Dirigent der Berliner Philharmoniker, wurde in der Maaßenstraße 1 geboren (Gedenktafel)
  • Nelly Sachs (1891–1970), Schriftstellerin, wurde in der Maaßenstraße 12 geboren (Gedenktafel)
  • Marlene Dietrich (1901–1992), Schauspielerin, wurde in der Leberstraße 65 geboren und lebte als Kind in der Potsdamer Straße 116 (jeweils Gedenktafeln an den genannten Häusern). Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof Schöneberg III
  • Heinrich Wilhelmi (1906–2005), Ingenieur und Hochschullehrer, Pionier der Rechen-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
  • Willi Stoph (1914–1999), Politiker (SED), unter anderen Präsident des Ministerrats der DDR, wurde in der Leberstraße geboren
  • Helmut Newton (1920–2004), Fotograf, geboren in Schöneberg, begraben neben Marlene Dietrich. Gedenktafel an seinem Geburtshaus, Innsbrucker Straße 24
  • Edgar Froese (1944–2015), Komponist, Musiker, Kopf der Musikgruppe Tangerine Dream, startete seine Musikerkarriere in der Schwäbischen Straße
  • David Bowie (1947–2016), britischer Musiker, wohnte zwischen 1976 und 1978 in der Hauptstraße 155
  • Hugo Egon Balder (* 1950), Entertainer, wuchs in der Semperstraße auf
  • Klaus Wowereit (* 1953 im Altbezirk Tempelhof), SPD-Politiker, von 1984 bis 1995 Bezirksstadtrat von Tempelhof, von 2001 bis 2014 Regierender Bürgermeister von Berlin

Der Bezirk in der Kunst

  • Der autobiografisch angelehnte Roman Leb wohl, Berlin des britischen Autors Christopher Isherwood, der zweieinhalb Jahre in der Nollendorfstraße 17 wohnte, wo ein Großteil der Handlung des Buches spielt. Der Roman war unter anderem Vorlage für das Musical Cabaret.
  • Teile des Films Himmel über Berlin von Wim Wenders wurden in Schöneberg gedreht.

Sport

Der Berlin ePrix, ein Motorsport-Rennen der Formel E, wurde 2015 und 2017 auf dem Tempelhofer Feld ausgetragen. Eine der traditionsreichen Pferderennbahnen in Deutschland ist die Trabrennbahn Mariendorf. Seit 1895 findet dort jährlich das Deutsche Traber-Derby statt.

Der Olympischer Sport-Club Berlin zählt mit etwa 2500 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen in Tempelhof-Schöneberg. Sieben olympische Medaillen, 37 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sowie Weltspielen und über 280 Deutsche Meisterschaften hat der Club nach Berlin geholt.

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg gab es im Jahr 2017 mindestens 15 Yoga­studios.

Das Sportzentrum Schöneberg ist eine der größten Schwimmhallen in Berlin. Hier werden Wettkämpfe in unterschiedlichen Disziplinen des Schwimmsports abgehalten. Das Stadtbad Schöneberg zählt zu den bekannten Hallenbädern im Freizeitbereich.

Seit der Eröffnung des Tempelhofer Feldes nutzen viele Berliner die großen Flächen des Parks als individuellen Trainings- und Übungsplatz. Kiteboarder und Windskater haben dort Freiraum, um ihren Sport auszuüben.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk Tempelhof-Schöneberg

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