Deutschlandkarte
Stadtplan Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
Otto-Suhr-Allee 100
10585 Berlin

http://www.charlottenburg-wilmersdorf.de/

Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

Charlottenburg-Wilmersdorf ist der vierte Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte Einwohner per .

Er entstand 2001 mit der Berliner Verwaltungsreform durch die Fusion der damaligen Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf.

Der Bezirk gilt heute als eher bürgerlicher Wohnbezirk und weist eine vorteilhafte Sozialstruktur auf.

Charlottenburg-Wilmersdorf ist eines der umsatzstärksten Geschäfts- und Handelszentren in Berlin. Die im Bezirk ansässige Technische Universität zählt zu den größten ihrer Art in Deutschland.

Geschichte

Charlottenburg ist hervorgegangen aus der Gemeinde Lietzenburg (ursprünglich: Lietzow), auf deren Territorium zu Ehren von Königin Sophie Charlotte das Schloss Charlottenburg errichtet und 1705 die Stadt Charlottenburg gegründet wurde. Bis zur Eingemeindung zu Groß-Berlin im Jahr 1920 entwickelte sich Charlottenburg zur reichsten Stadt Preußens.

Der ehemalige Bezirk Wilmersdorf und heutige Ortsteil wurde nach 1220 gegründet. Mitte des 18. Jahrhunderts erwarben die ersten Berliner Bürger Land und Bauernhäuser im damaligen Deutsch-Wilmersdorf und richteten Sommersitze in der Wilhelmsaue ein. Mit dem 1. April 1907 schied Wilmersdorf aus dem Kreis Teltow aus und wurde ein selbstständiger Stadtkreis. Ab 1912 führte die Stadt die Bezeichnung Berlin-Wilmersdorf. Zum 1. Oktober 1920 wurde die Großstadt nach Groß-Berlin eingemeindet.

Der Bezirk entstand zum 1. Januar 2001 durch die Fusion der beiden ehemaligen West-Berliner Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf. Im Jahr 2004 wurde der Bezirk in die heutigen Ortsteile gegliedert.

Geographie

Der Bereich um den Kurfürstendamm nimmt als City West neben der historischen Mitte eine der beiden Zentrumsfunktionen für ganz Berlin wahr. Nennenswerte im Bezirk gelegene Institutionen sind unter anderem die Technische Universität, die Universität der Künste, die Deutsche Oper, das Olympiastadion sowie das Messegelände unter dem Funkturm mit dem CityCube, der das nahegelegene Internationale Congress Centrum ICC ersetzt.

Siedlungsstruktur

Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. Neben den dicht besiedelten Ortsteilen Wilmersdorf (Rang 7 in Berlin), Charlottenburg und Halensee (Rang 11 und 12) liegt Grunewald, einer der am dünnsten besiedelten Ortsteile Berlins. Im Ortsteil Grunewald leben drei Prozent der Bevölkerung des Bezirks auf mehr als einem Drittel der Gesamtfläche des Bezirks, allerdings entfallen rund 85 Prozent der Fläche des Ortsteils auf den unbewohnten Forst Grunewald und Wasserflächen. Zwei Drittel der Bevölkerung des Bezirks lebt in Charlottenburg und Wilmersdorf. Halensee ist nach dem Hansaviertel der zweitkleinste Ortsteil Berlins, während der Ortsteil Grunewald zu den größten zählt.

Ortsteile

Der Bezirk unterteilt sich in sieben Ortsteile:

Ortsteile und
Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner
Ein­wohner
pro km²
Lage
0401 Charlottenburg
  • Altstadt Charlottenburg
  • Witzleben
  • Klausenerplatz
  • Kalowswerder
  • Lietzow----*Wahlkreis 1*Wahlkreis 4
10,60
0402 Wilmersdorf
  • Güntzelkiez
  • Rheingauviertel
  • Künstlerkolonie----*Wahlkreis 6*Wahlkreis 7
7,16
0403 Schmargendorf

----* Wahlkreis 7

3,59
0404 Grunewald

----*Wahlkreis 5

22,30
0405 Westend
  • Villenkolonie Westend
  • Neu-Westend
  • Pichelsberg
  • Ruhleben
  • Siedlung Eichkamp
  • Siedlung Heerstraße----*Wahlkreis 2
13,50
0406 Charlottenburg-Nord
  • Jungfernheide
  • Paul-Hertz-Siedlung
  • Plötzensee
  • Großsiedlung Siemensstadt----*Wahlkreis 1
6,20
0407 Halensee

----* Wahlkreis 5

1,27

Charlottenburg

Der Ortsteil Charlottenburg umfasst unter anderem die historische Altstadt Charlottenburg mit dem gleichnamigen Schloss und das ehemalige Zooviertel, heute besser bekannt als City West oder zwischen den Weltkriegen auch Neuer Westen genannt. Bis heute nimmt die Gegend um den Bahnhof Zoo mit dem Boulevard Kurfürstendamm eine Zentrumsfunktion für große Teile des Berliner Westens ein.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Ostteil der Ortslage stark zerstört, woran bis heute die in Teilen als Ruine erhaltene Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche erinnert. Wesentlich weniger Zerstörungen erlitten der Norden und Westen Charlottenburg, sodass in gewissen Gegenden, wie etwa in der Altstadt oder dem Danckelmannkiez, ein fast homogenes Vorkriegsstadtbild erhalten blieb.

Charlottenburg-Nord

Nördlich von Charlottenburg liegt der 2004 neu definierte Ortsteil Charlottenburg-Nord, der mit seinen Großwohnsiedlungen im Kontrast zur historischen und zum Teil sehr großzügig angelegten Bausubstanz im Süden liegt. Auch ist hier bereits die industrielle Atmosphäre des Berliner Nordens spürbar. Als Siedlungsgebiet entstand die Gegend erst nach dem Zweiten Weltkrieg als Reaktion auf den allgegenwärtigen Wohnungsmangel.

Westend

Ursprünglich ab den 1860er Jahren als reine Villenkolonie für die wachsende Großstadt Charlottenburg geplant, haben heute einige Gegenden in Westend auch das typische (West-)Berliner Ambiente mit einer Mischung aus Mietshäusern und Gewerbe. Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 ließ das Nazi-Regime hier groß angelegte Sportstätten errichten, die bis heute für Großveranstaltungen genutzt werden. Eine Besonderheit ist das Corbusierhaus, ein Hochhaus, das vom Architekten Le Corbusier 1957 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Interbau 1957 errichtet wurde.

Wilmersdorf

Der heutige Ortsteil Wilmersdorf besteht im Wesentlichen aus dem ehemaligen Ortsteilzentrum des ehemaligen Bezirks Wilmersdorf um die sogenannte „Carstenn-Figur“, einer historischen Straßenstruktur mit der Bundesallee (bis 1950: Kaiserallee) im Zentrum und den vier Eckpunkten Fasanenplatz, Nürnberger Platz, Prager Platz und Nikolsburger Platz. Die Gegend östlich der Bundesallee wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, sodass die historische Stadtstruktur dort kaum noch erkennbar ist. Auch die autogerechte Stadtplanung der 1960er und 1970er Jahre trug in diesem Teil der Ortslage stark dazu bei, das geschlossene stadtplanerische Bild der Wilmersdorfer Carstenn-Figur zu zerstören. Westlich der Bundesallee hingegen sind Ensembles wie die Schmuckplätze Fasanenplatz und Nikolsburger Platz gut erhalten.

Die eigentliche Keimzelle der Ortslage, ist die nördlich des Volksparks Wilmersdorf gelegene Wilhelmsaue mit der neogotischen Auenkirche und dem Schoeler-Schlösschen, dem ältesten Gebäude Wilmersdorfs. Der Volkspark entstand 1915 an Stelle des ehemaligen Wilmersdorfer Sees, der ab 1915 trockengelegt wurde.

Südlich angrenzend und ebenfalls zum Ortsteil Wilmersdorf gehörend, befindet sich das Rheingauviertel und die Künstlerkolonie. Das Rheingauviertel wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg als Landhauskolonie im englischen Stil für gehobenes Wohnen fertiggestellt und ist in dieser Gestalt weitestgehend erhalten. Auch die Künstlerkolonie aus den 1920er Jahren, die von der Interessenvertretung für Künstler und Schriftsteller für die Kulturschaffenden Berlins errichtet wurde, ist in ihrer Gestalt größtenteils unverändert geblieben.

Halensee

Benannt nach dem im angrenzenden Grunewald gelegenen Halensee wurde die Gegend des heutigen Ortsteils Halensee als Villen- und Mietshaussiedlung für gehobenes Wohnen geplant. In den 1920er Jahren siedelten sich hier viele russische Emigranten an, die ihre Heimat in Folge der Oktoberrevolution hatten verlassen müssen. Die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg trafen Halensee besonders stark und der anschließende Wiederaufbau veränderten den Charakter des Ortsteils nachhaltig. Es entstanden zunächst vor allem Bauten des Sozialen Wohnungsbaus und später zahlreiche Bürohochhäuser und die Stadtautobahn. Diese Trasse begrenzt Halensee zu den Ortsteilen Grunewald und Schmargendorf. Der Kurfürstendamm teilt den kleinen Ortsteil in zwei Hälften.

Schmargendorf

Zwischen AVUS und dem Grunewald liegt Schmargendorf, das seinen kleinstädtischen Charakter mit seinem eigenen historischen Ortsteilzentrum bis heute erhalten hat. Besonderer Beliebtheit bei Hochzeitspaaren erfreut sich das Standesamt im historischen Rathaus Schmargendorf. In der Friedrichshaller Straße 23 wohnte Lilly Wust, besser bekannt als Aimée aus dem Film und Tatsachenroman Aimée & Jaguar, der von ihrer Liebe zu der jüdischen Journalistin Felice Schragenheim erzählt. Ein Großteil der Handlung von Film und Buch spielt in ebendieser Wohnung.

Grunewald

Der Ortsteil Grunewald ist benannt nach dem gleichnamigen Forst, der einen Großteil seiner Fläche einnimmt. Seit seiner Entstehung in den 1880er Jahren, zählt er zu wohlhabendsten Gebieten Berlins. Grunewald ist geprägt von herrschaftlicher Villenbebauung, wie beispielsweise dem Palais Mendelssohn, das in den 1960er Jahren mit zeitgenössischen Bauelementen wiederhergestellt wurde und seither von der Johannischen Kirche als St.-Michaels-Heim genutzt wird. Damals wie heute befinden sich viele Botschaften und zahlreiche Botschafter-Residenzen im Ortsteil Grunewald. Eine dunkle Geschichte hat der Bahnhof Grunewald. Von dort erfolgte ab 1941 die Deportation der Berliner Juden, vornehmlich in Konzentrations- und Vernichtungslager in Osteuropa. An diese Verbrechen erinnert seit 1988 das Mahnmal Gleis 17.

Bevölkerung

Charlottenburg-Wilmersdorf gilt als eher bürgerlicher Bezirk. Per zählte der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Einwohner auf einer Fläche von 64,7 Quadratkilometern. Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei Einwohnern pro Quadratkilometer.

Am 31. Dezember 2016 lag der Ausländeranteil bei 29,2 %, während insgesamt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 39,6 % lag. Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 10,7 %. Am 31. Dezember 2016 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 45,5 Jahre.

Bevölkerung nach Herkunft (2012)
Deutsche ohne Migrationshintergrund 66,0 % (209.700)
Deutsche mit Migrationshintergrund bzw. Ausländer 34,0 % (110.000)
Andere (Europäische Union, Israel, Ostasien, USA etc.) 13,1 % (44.500)
Muslimischer/nahöstlicher Migrationshintergrund (Türkei, Arabische Liga, Iran) 8,0 % (25.500)
Ehemalige Sowjetunion 4,4 % (14.000)
Polnischer Migrationshintergrund 3,5 % (11.000)
Ehemaliges Jugoslawien 2,5 %(7500)
Afrodeutsche 2,5 %(7500)

Sakralbauten

Christentum

  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
  • Christi-Auferstehungs-Kathedrale, eine russisch-orthodoxe Kirche
  • Rumänisch-orthodoxe Kirche Heilige Erzengel Mihail und Gavriil
  • St. George’s Anglican Episcopal Church
  • Dänische Christianskirken
  • Schwedische Kirche der Victoriagemeinde
  • Syrisch-orthodoxe Mor-Afrem-Kirche
  • Kreuzkirche in Schmargendorf
  • Dorfkirche Schmargendorf
  • Kirche am Hohenzollernplatz
  • Hochmeisterkirche
  • Evangelisches Gemeindezentrum Plötzensee
  • Maria Regina Martyrum, eine römisch-katholische Kirche
  • Luisenkirche von Karl Friedrich Schinkel in Charlottenburg
  • St. Ludwig-Kirche am Ludwigkirchplatz
  • Grunewaldkirche
Judentum
  • Jüdisches Bildungszentrum Chabad Berlin
  • Jüdisches Gemeindehaus in der Fasanenstraße
  • Liberale Synagoge Herbartstraße im ehemaligen Leo-Baeck-Altenwohnheim
  • Zentrale Orthodoxe Synagoge Berlin
  • Synagoge PestalozzistraßeIslam
  • Wilmersdorfer Moschee, älteste bestehende Moschee Deutschlands

Wirtschaft

Institutionen und Standorte

  • Börse Berlin
  • IHK Berlin, Industrie- und Handelskammer zu Berlin
  • Rundfunk Berlin-Brandenburg mit Berliner Sitz am Theodor-Heuss-Platz
  • Messegelände, Veranstaltungsort für die Messen Grüne Woche, IFA, ITB und InnoTrans
  • CityCube Berlin, Kongresszentrum
  • Deutsche Rentenversicherung Bund, Hauptsitz am Fehrbelliner Platz
  • Gemeinsamer Bundesausschuss, Kassenärztliche Bundesvereinigung und Bundesärztekammer in der Spreestadt Charlottenburg
  • Physikalisch-Technische Bundesanstalt
  • Kurfürstendamm, eine der bekanntesten Einkaufsstraßen in Berlin und wichtiges Geschäftszentrum im Bezirk
  • Wilmersdorfer Straße, Einkaufsstraße und erste Fußgängerzone Berlins

Unternehmen

Im Vergleich mit den anderen Berliner Bezirken sind mit etwa 28.000 Unternehmen in Charlottenburg-Wilmersdorf die meisten Unternehmen ansässig.

  • Alba Group, Konzernzentrale im Bezirk
  • Cornelsen Verlag
  • Deutsche Wohnen, Sitz und Hauptverwaltung im Bezirk
  • Investitionsbank Berlin, Zentrale im Bezirk
  • IAV Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, Zentrale im Bezirk
  • Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin
  • Landesbank Berlin, Zentrale im Bezirk
  • Strato

Handwerk

Im Jahr 2012 waren von den 30.862 in Berlin ansässigen Handwerksbetrieben insgesamt 2761 in Charlottenburg-Wilmersdorf gemeldet.

Infrastruktur

Individualverkehr

Kraftverkehr

Die Autobahnen A 100, A 111 und A 115 sowie die Bundesstraßen B 2 und B 5 führen durch den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Bemerkenswert für den Individualverkehr sind in diesem Zusammenhang die beiden folgenden historischen Garagen:

  • Kant-Garagen in Charlottenburg, die älteste, erhaltene Hochgarage Europas,
  • Holtzendorff-Garage in Halensee.

Fahrradverkehr

Einige regionale und internationale Radwanderwege verlaufen durch den Bezirk, u. a. der Spreeradweg und der Europaradweg R1.

Öffentlicher Personennahverkehr

Die S-Bahn-Linien S5, S7, S41, S42, S45, S46 und S75 sowie die U-Bahn-Linien U1, U2, U3, U7 und U9 führen durch den Bezirk.

Politik

Bezirksverordnetenversammlung

Die Bezirksverordnetenversammlung von Charlottenburg-Wilmersdorf wurde im September 2016 gewählt.

Bezirksbürgermeister

  • Bürgermeister der Stadt Charlottenburg 1705 bis 1920: → siehe hier
  • Bürgermeister des Bezirks Charlottenburg 1921 bis 2000: → siehe hier
  • Gemeindevorsteher und Bürgermeister des Bezirks Wilmersdorf 1875 bis 2000: → siehe hier
Zeitraum Name Partei
2000–2001 Andreas Statzkowski CDU
2001–2011 Monika Thiemen SPD
seit 2011 Reinhard Naumann SPD

Vertretung auf Landesebene

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister vertreten.

Wappen

Das Wappen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf wurde am 4. September 2001 durch den Senat von Berlin verliehen.

Wappenbeschreibung: Unter silbern-blau gespaltenem Schildhaupt, darin drei Lilien in verwechselten Farben, in Gold ein gezinntes blaues Burgtor mit offenem schwarzem Fallgatter, die Seitentürme mit Kuppeldächern, der Mittelbau mit einem Walmdach, das oben mit zwei abgewendeten Flaggen besteckt ist, die rechte schwarz-silbern, die linke silbern-rot geteilt. Die Seitentürme sind belegt mit je einem Schild: rechts in Silber ein goldengekrönter und -bewehrter schwarzer Adler mit goldenen Kleeblattstängeln auf den Flügeln und auf der Brust belegt mit dem goldenen Monogramm FR, überhöht von einer goldenen Königskrone; links in Rot ein silbernes springendes Ross. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.

Wappenbegründung: Das Wappen wurde aus den bisherigen eigenen Wappen der Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf erstellt. Das untere Feld des geteilten Schildes zeigt ein schwebendes blaues gezinntes Burgtor mit aufgezogenem schwarzen Fallgatter im Durchgang des Mittelbaus. Dieses Element Charlottenburgs hat einige geschichtliche Details – der vordere Turm symbolisiert das Königreich Preußen mit dem auflegten Schild mit Preußischem Adler und der schwarz-weißen Flagge, während der hintere Turm für das Haus Hannover steht, mit dem springenden Ross und der weiß-roten Flagge. Das Element des Schlosses Charlottenburg wurde um die drei blau-silberfarbenen Lilien angereichert, die aus dem Wappen des Bezirks Wilmersdorf entlehnt wurden – diese Elemente verweisen dabei auf die Gründer von Wilmersdorf aus dem 1802 ausgestorbenen Geschlecht derer von Wilmersdorf. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Partnerschaften

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin hat folgende Partnerschaften:

International
(Niederlande), seit 5. Januar 1968 mit Wilmersdorf
(fünfter Bezirk, Ungarn), seit 9. Juni 1998 mit Charlottenburg
(Frankreich), seit 1992 mit Wilmersdorf
(Dänemark), seit 5. Januar 1968 mit Wilmersdorf
(Israel), seit 16. Januar 1985 mit Wilmersdorf
(Ukraine), seit 21. Februar 1991 mit Wilmersdorf
(Vereinigtes Königreich), seit 19. März 1968 mit Charlottenburg
(Österreich), seit 9. Juni 1998 mit Charlottenburg
(ehem. Meseritz, Polen), seit 11. Juni 1993 mit Wilmersdorf
(Israel), seit 1966 mit Charlottenburg
(Kroatien), seit 5. Mai 1970 mit Wilmersdorf
(Vereinigtes Königreich), seit 18. April 1968 mit Wilmersdorf
(Italien), seit 11. Mai 1966 mit Charlottenburg

National
  • Bad Iburg, seit 10. November 1980 mit Charlottenburg
  • Rheingau-Taunus-Kreis, seit 20. Juni 1991 mit Wilmersdorf – Patenschaft seit 5. September 1972
  • Landkreis Forchheim, seit 23. August 1972 mit Wilmersdorf – Patenschaft seit 1974
  • Landkreis Kulmbach, seit 23. August 1991 mit Wilmersdorf
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf, seit 18. April 1991 mit Charlottenburg
  • Landkreis Waldeck-Frankenberg, seit 26. November 1988 mit Charlottenburg
  • Mannheim, seit 28. Mai 1962 mit Charlottenburg
  • Minden, seit 5. Januar 1968 mit Wilmersdorf

Bundeswehr

Das 5. Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung pflegt seit dem Jahr 1999 eine Patenschaft mit dem Bezirk Wilmersdorf, die im Jahr 2001 durch den fusionierten Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf übernommen wurde.

Polizei

Die Direktion 2 der Berliner Landespolizei ist für die Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau zuständig.

Bildung

  • Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin

Schulen

Im Bezirk liegen u. a.:

  • Hildegard-Wegscheider-Oberschule (Gymnasium)
  • Walther-Rathenau-Schule (Gymnasium)
  • Schiller-Gymnasium Berlin, staatliche Europaschule
  • Sophie-Charlotte-Oberschule
  • Heinz-Berggruen-Gymnasium
  • Gymnasium zum Grauen Kloster
  • Friedrich-Ebert-Gymnasium
  • Goethe-Gymnasium
  • Volkshochschule Charlottenburg-Wilmersdorf

Universitäten

  • Technische Universität
  • Universität der Künste
  • Touro College Berlin

Forschung

  • Wissenschaftskolleg zu Berlin
  • Das Internationale Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ Berlin)
  • Lateinamerika-Institut (LAI)
  • Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
  • Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme
  • Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik
  • Philipp-Pfaff-Institut, Fortbildungseinrichtung der Zahnärztekammer Berlin und Landeszahnärztekammer Brandenburg im Haus der Zahnklinik Süd der Charité

Sport

  • Berliner Olympiastadion und das Olympiagelände

Kultur

  • Sitz der Europäischen Filmakademie

Bühnen

  • Renaissance-Theater
  • Theater des Westens
  • Schiller-Theater
  • Schaubühne am Lehniner Platz
  • Deutsche Oper Berlin
  • Theater am Kurfürstendamm
  • Komödie am Kurfürstendamm
  • Waldbühne
  • Bar jeder Vernunft
  • Haus der Berliner Festspiele
  • Die Stachelschweine im Europa-Center

Clubs, Bars und Cafés

  • Quasimodo, Jazz Club
  • Café Kranzler
  • Paris Bar
  • Monkey Bar
  • Café im Literaturhaus

Museen

  • Bröhan-Museum, Landesmuseum für Jugendstil, Art Déco und Funktionalismus
  • Staatliche Museen zu Berlin:
    • Museum Berggruen mit Werken von Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Paul Klee und Henri Matisse
    • Museum für Fotografie/Helmut Newton Stiftung
    • Sammlung Scharf-Gerstenberg
    • Gipsformerei

Kinos

  • Delphi Filmpalast
  • Zoo Palast
  • Cinema Paris

Bauwerke

  • Villa Oppenheim
  • Ehemaliges Internationales Congress Centrum Berlin
  • Schloss Charlottenburg
  • Breitscheidplatz mit Gedächtniskirche, Europa-Center, Bikini Haus und Weltkugelbrunnen („Wasserklops“) in Charlottenburg
  • Grunewaldturm
  • Palais Mendelssohn in Grunewald
  • Denkmal am Schildhorn für Jaxa von Köpenick in Grunewald
  • Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Grunewald
  • Berliner Funkturm in Westend
  • Villenkolonie Westend
  • Gedenkstätte Plötzensee in Charlottenburg-Nord
  • Künstlerkolonie Berlin in Wilmersdorf

Veranstaltungen

  • Lesungen anlässlich des Internationalen Literaturfestival Berlin im Haus der Berliner Festspiele
  • Classic Days Berlin, Schauparade mit klassischen Automobilen
  • Der Berliner Christopher Street Day nimmt alljährlich seinen Anfang am Kurfürstendamm
  • Spielstätte der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) ist unter anderem der Zoo Palast
  • Die Internationale Grüne Woche, eine Fachmesse für landwirtschaftliche Erzeugnisse, findet alljährlich auf dem Messegelände statt
  • Auftritt der Berliner Philharmoniker als saisonaler Höhepunkt in der Berliner Waldbühne
  • „Thaiwiese“ im Preußenpark in Wilmersdorf
  • Rheingauer Weinbrunnen, ein Weinfest über die gesamten Sommermonate auf dem Rüdesheimer Platz, bei dem im Wechsel unterschiedliche Weingüter der Rheingaus ihre Erzeugnisse anbieten
  • Weihnachtsmärkte in der gesamten Adventszeit um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, am Schloss Charlottenburg und auf der Wilmersdorfer Straße. Daneben mehrere Weihnachtsmärkte der Institutionen und ausländischen Gemeinden an einzelnen Adventswochenenden, wie der dänischen Christianskirken, der anglikanischen St. George’s Church oder der Johannischen Kirche vor dem Palais Mendelssohn

Persönlichkeiten des Bezirks

  • Rainer Maria Rilke (1875–1926) Lyriker; lebte 1898–1900 in der Villa Waldfrieden an der Hundekehlestraße 11 in Schmargendorf und schrieb dort u. a. den Cornet.
  • Else Ury (1877–1943), Kinderbuchautorin der Nesthäkchen-Romane lebte 1905–1933 in Charlottenburg.
  • Bertolt Brecht (1898–1956) wohnte gemeinsam mit Helene Weigel (1900–1971) in der Spichernstraße 16 in Wilmersdorf. Hier entstand unter anderem der Text für die Dreigroschenoper.
  • Erich Maria Remarque (1898–1970), Schriftsteller, lebte bis 1929 in der Wittelsbacher Straße 5 in Wilmersdorf. Dort entstand unter anderem sein Roman Im Westen nichts Neues.
  • Erich Kästner (1899–1974), Publizist und Schriftsteller, wohnte 1927–1931 in der Prager Straße in Wilmersdorf, wo u. a. sein Jugendroman Emil und die Detektive entstand.
  • Maria Gräfin von Maltzan (1909–1997), Biologin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, wohnte in der Detmolder Straße 11 in Wilmersdorf.
  • Elisabeth „Lilly“ Wust (1913–2006), Hausfrau und Hauptfigur des Tatsachenromans Aimée und Jaguar und des gleichnamigen Spielfilms. Sie wohnte in der Friedrichshaller Straße 23 in Schmargendorf, dem Hauptschauplatz des Romans. Ein Stolperstein erinnert an die Deportation von Felice „Jaguar“ Schragenheim (1922–1945) von ebendieser Adresse.
  • Angelika Schrobsdorff (1927–2016), Schriftstellerin, wuchs in einer Villa in Grunewald auf, bis sie mit ihrer Mutter aufgrund ihrer jüdischen Herkunft Berlin verlassen musste. Nachdem sie viele Jahre in Jerusalem gelebt hatte, kehrte sie 2006 in ihre Heimatstadt Berlin zurück, wo sie unweit ihres Elternhauses lebte.

Filme

  • Bilderbuch: Berlin Charlottenburg. Gezeigt in: RBB, 1. August 2017, 21 Uhr, Länge: 43 Min.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

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