Deutschlandkarte
Stadtplan Berlin-Pankow
Bezirksamt Pankow
Breite Str. 24 -26
13187 Berlin-Pankow

http://www.berlin.de/ba-pankow/

Bezirk Pankow

Pankow {{IPA|ˈpaŋkoː}} ist der dritte Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte Einwohner per .

Die bis 2001 eigenständigen Bezirke Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee wurden mit der Verwaltungsreform zum heutigen bevölkerungsreichsten Berliner Bezirk vereint. Flächenmäßig ist er der zweitgrößte Bezirk der Metropole.

Pankow ist der geburtenreichste Bezirk Berlins und weist eine eher vorteilhafte Sozialstruktur auf. Der Bezirk ist geprägt von vielen Neuberlinern, die nach 1995 zugezogen sind.

Der Ortsteil Prenzlauer Berg im Süden Pankows ist durch seine deutsch-europäische Bohème berühmt geworden.

Geographie

Lage

Pankow liegt im Nordosten Berlins und grenzt an die Bezirke Lichtenberg (im Osten), Friedrichshain-Kreuzberg (im Süden), Mitte (südwestlich) und Reinickendorf (westlich) sowie im Norden an die Landkreise Oberhavel und Barnim im Land Brandenburg.

Der nördlichste Punkt des Bezirks befindet sich im Ortsteil Buch, der zugleich der nördlichste Ortsteil Berlins ist.

Der Bezirk liegt nahezu vollständig auf der eiszeitlich gebildeten Hochfläche des Barnim, die hier eben bis flachwellig ausgebildet ist. Zum größten Teil besteht die Landschaft aus Grundmoränenflächen. Entlang der Panke zieht sich auch ein Sander von Norden nach Süden zum Berliner Urstromtal.

Gewässer

Im Ortsteil Weißensee befindet sich der Park am Weißen See mit dem fast kreisrunden Weißen See, dem größten natürlichen Gewässer im Bezirk.

Die Karower Teiche sind ein Naturschutzgebiet in Pankow. Es fungiert als Habitat für Amphibien, Libellen und Wasservögel.

Es gibt im Bezirk noch weitere Gewässer die in der Gewässerkarte nach Ortsteilen sortiert und mit Beschreibung der Lage aufgeführt sind. Die Fließgewässer sind teilweise im System der Abflüsse der Rieselfelder entstanden oder es wurden Bäche in dieser Zeit dafür genutzt.

Die Gewässer in den folgenden Listen gehören mitunter zu mehreren Ortsteilen. Somit gibt es 129 Gräben und durchflossene Becken und Teiche als Fließgewässer im Bezirk. Die Anzahl der stehenden Gewässer (als See oder Teich benannt) ist 17. Die in Klammern genannten Zahlen sind die neuen Gewässer-Nummern, die nach der Ziffer Verbindungen erlauben, die alten Gewässernummern lassen sich aus den Sachdaten bei FIS-Broker entnehmen.

Erhebungen

Die Arkenberge im Ortsteil Blankenfelde des Bezirks Pankow entstanden seit 1984 durch Bauschuttaufschüttungen. Im Jahr 2015 wurde festgestellt, dass deren Gipfel eine Höhe von erreichte. Sie gelten seitdem als die höchste Erhebung auf dem Gebiet des Landes Berlin.

Siedlungsstruktur

Der Bezirk ist relativ unterschiedlich besiedelt. Zwei Drittel der Bevölkerung des Bezirks leben in den drei größten Ortsteilen: Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee. Prenzlauer Berg ist der am fünftdichtesten besiedelte Ortsteil Berlins, während Blankenfelde und Stadtrandsiedlung Malchow die zwei am dünnsten besiedelten Ortsteile der Stadt sind. Diese zwei Ortsteile stellen gemeinsam fast ein Fünftel der Fläche des Bezirks dar, haben aber weniger als ein Prozent der Bevölkerung des Bezirks. Nach Neukölln ist Prenzlauer Berg der zweitbevölkerungsreichste Ortsteil Berlins.

Pankow gilt als grüner Bezirk, da sich hier Parks wie der Bürgerpark, der Park am Schloss Schönhausen und der Volkspark Schönholzer Heide befinden.

Ortsteile

Im Bezirk Pankow bestehen die folgenden 13 Ortsteile:

Ortsteile
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner

Ein­wohner
pro km²
Lage
0301 Prenz­lauer Berg 11,00
0302 Weißensee 7,93
0303 Blanken­burg 6,03
0304 Heiners­dorf 3,95
0305 Karow
  • Stadtrand­siedlung Buch
6,65
0306 Stadtrand­siedlung Malchow 5,68
0307 Pankow 5,66
0308 Blanken­felde
  • Arken­berge
13,40
0309 Buch 18,20
0310 Franzö­sisch Buchholz 12,00
0311 Nieder­schön­hausen
  • Nordend
  • Schönholz
6,49
0312 Rosen­thal 4,90
0313 Wilhelms­ruh 1,37

Kieze (LOR)

Die kleinräumige Gliederung für Berlin sind die Lebensweltlich orientierten Räume (LOR) mit Abgrenzung nach fachlichen Kriterien. Diese werden für sozialräumliche Planungszwecke genutzt und haben das Raumbezugssystem der „Statistischen Gebiete / Verkehrzellen“ ersetzt. Daten zu den Bevölkerungsstrukturen in diesen Planungsgebieten sind im Kiezatlas der Sozialraumdaten online zugänglich. Die Schlüsselnummern der LOR setzen sich jeweils aus den zwei Ziffern des Bezirks (Pankow=03), dem Prognoseraum, der Bezirksregion (ungefähr an den Ortsteilen ausgerichtet) und den eigentlichen Planungsräumen zusammen.

Geschichte

1920 bis 2001

Bei der Bildung Groß-Berlins im Jahr 1920 wurde aus den folgenden bis dahin zum Landkreis Niederbarnim gehörenden Gebieten der 19. Verwaltungsbezirk von Berlin gebildet, die Aufstellung nennt auch die Fläche (in Hektar (ha)) und die damalige Zahl der Einwohner:

  • Landgemeinde Pankow (629 ha, 57.962 Einwohner)
  • Landgemeinde Blankenburg (400 ha, 1161 Einwohner)
  • Gutsbezirk Blankenburg (282 ha, 156 Einwohner)
  • Landgemeinde Blankenfelde (547 ha, 549 Einwohner)
  • Gutsbezirk Blankenfelde (519 ha, 360 Einwohner)
  • Landgemeinde Buch (284 ha, 3917 Einwohner)
  • Gutsbezirk Buch (1612 ha, 2562 Einwohner)
  • Landgemeinde Buchholz (1155 ha, 4905 Einwohner)
  • Landgemeinde Heinersdorf (394 ha, 1006 Einwohner)
  • Landgemeinde Karow (533 ha, 949 Einwohner)
  • Landgemeinde Niederschönhausen (551 ha, 18.913 Einwohner)
  • Gutsbezirk Niederschönhausen mit Schönholz (66 ha, 362 Einwohner)
  • Ostteil der Landgemeinde Rosenthal (479 ha, 1725 Einwohner)
  • Gutsbezirk Rosenthal (341 ha, 129 Einwohner)

Der Westteil der Landgemeinde Rosenthal einschließlich Wilhelmsruh kam zum Bezirk Reinickendorf. Nach seinem bevölkerungsreichsten Ortsteil erhielt der Bezirk den Namen Pankow. Das Pankower Rathaus wurde auch Sitz des Bezirksbürgermeisters und der Bezirksverordnetenversammlung. 1930 wurde der Bezirk Pankow mit der Eröffnung der Streckenabschnitts Schönhauser Allee – Vinetastraße von der Berliner U-Bahn erreicht.

Die Berliner Gebietsreform mit Wirkung zum 1. April 1938 hatte zahlreiche Begradigungen der Bezirksgrenzen sowie einige größere Gebietsänderungen zur Folge. Das Gebiet westlich der Berliner Nordbahn an der Wollankstraße wurde vom Bezirk Pankow in den Bezirk Wedding umgegliedert. Der Bezirk Reinickendorf gab sein östlich der Nordbahn gelegenes Gebiet, bestehend aus Wilhelmsruh sowie der südlich anschließenden Waldsteg-Siedlung, an den Bezirk Pankow ab. Die Einwohnerzahl des Bezirks wuchs durch die Grenzänderungen um 1.629 Bewohner und die Fläche des Bezirks vergrößerte sich um 81 Hektar.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs eroberte die Rote Armee in der Schlacht um Berlin den Bezirk Pankow am 22. April 1945. Gemäß den Zonenprotokollen wurde er in der Viersektorenstadt Berlin dem Sowjetischen Sektor zugeordnet und gehörte nach der Teilung Berlins zu Ost-Berlin, ab 1952 als „Stadtbezirk Pankow“.

Nach Gründung der DDR befanden sich bis in die 1960er Jahre im Sperrgebiet am Majakowskiring die Wohnsitze des obersten Führungspersonals der SED und der DDR-Regierung. Das nahegelegene Schloss Schönhausen war von 1949 bis 1960 Sitz des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, danach bis 1964 des Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht. Daher galt „Pankow“, besonders in der westlichen Öffentlichkeit, als Synonym für die DDR-Führung.

Nach dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 wurde der genaue Verlauf der Bezirksgrenze entlang der Nordbahn bedeutsam. Die S-Bahnhöfe Wilhelmsruh und Schönholz lagen trotz ihres Namens auf West-Berliner Gebiet und waren vom Bezirk Pankow aus nicht mehr zugänglich. Der S-Bahnhof Wollankstraße lag zwar im Stadtbezirk Pankow, sein östlicher Zugang wurde aber ebenfalls gesperrt. Von West-Berlin aus blieb der Bahnhof zugänglich.

Im Jahr 1985 wurden die Ortsteile Karow, Heinersdorf und Blankenburg in den Stadtbezirk Weißensee umgegliedert, der seinerseits einen Großteil seines Gebiets an den neuen Stadtbezirk Hohenschönhausen abgab.

Das Schloss Schönhausen diente von 1964 bis Oktober 1989 als Gästehaus für die Staatsbesucher der DDR. Während der friedlichen Revolution tagte im Schlosskomplex Schönhausen von Ende Dezember 1989 bis März 1990 der Zentrale Runde Tisch der DDR.

Mit der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurde der Bezirk Pankow Teil des Bundeslandes Berlin. Am 16. September 2000 wurde die U-Bahn-Linie U2 von der Vinetastraße bis zum Bahnhof Berlin-Pankow verlängert.

Bezirk Pankow seit 2001

Zum 1. Januar 2001 wurde der Bezirk Pankow im Rahmen der Berliner Bezirksreform mit den Bezirken Weißensee und Prenzlauer Berg zusammengeschlossen. Die beteiligten Gebiete konnten sich nach längeren Auseinandersetzungen um die Bezeichnung auf Beschluss seiner Bezirksverordnetenversammlung auf den kurzen Namen Pankow einigen.

Bevölkerung

Überblick

Am zählte der Bezirk Pankow Einwohner auf einer Fläche von 103,07 Quadratkilometern. Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei Einwohnern pro Quadratkilometer (siehe hierzu auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins).

Die Einwohnerzahlen ab 2001 (Stand jeweils 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.

Bevölkerungsstruktur

Die folgende Tabelle zeigt Angaben zur Struktur der Bevölkerung des Bezirks Pankow am 31. Dezember 2019.

Geschlecht Anzahl Anteil
männlich 200.928 49,1 %
weiblich 208.407 50,9 %
Insgesamt 409.335 100 %
 
 
Altersgruppen
unter 20 78.405 19,1 %
20 bis unter 40 125.690 30,7 %
40 bis unter 60 125.903 30,8 %
ab 60 79.337 19,4 %
Insgesamt 409.335 100 %
Herkunft Anzahl Anteil
Deutsche ohne Migrationshintergrund 316.490 77,3 %
Deutsche mit Migrationshintergrund 33.740 8,2 %
Ausländer 59.105 14,5 %
Insgesamt 409.335 100 %
 
Wohnlagen
einfache Wohnlagen bzw. ohne Angabe 31.431 7,7 %
mittlere Wohnlagen 270.479 66,1 %
gute Wohnlagen 107.425 26,2 %
Insgesamt 409.335 100 %
Religion Anzahl Anteil
evangelisch 46.791 11,4 %
römisch-katholisch 27.129 6,6 %
sonstige bzw. keine 335.415 82,0 %
Insgesamt 409.335 100 %

Das Durchschnittsalter lag am 31. Dezember 2019 bei 40,9 Jahren (Berliner Durchschnitt 42,8 Jahre).

Einkommen

Pankow hat im Bezirksvergleich seit dem Jahr 2000 eine überdurchschnittlich positive Wirtschaftsentwicklung zu verzeichnen. 2018 war er der Berliner Bezirk mit dem höchsten Netto-Pro-Kopf-Einkommen im Durchschnitt der Bevölkerung. Das Netto-Einkommen lag statistisch bei 1475 Euro pro Einwohner (nicht pro Arbeitnehmer) und damit über dem Berliner Durchschnitt von 1225 Euro, jedoch nur etwa 10 % über dem Durchschnittseinkommen in Deutschland.

Wirtschaft

Überblick

In Pankow konzentrieren sich IT-, Kreativ- und Medienwirtschaft, Schienenfahrzeugbau, Biotechnologie, Gesundheitswirtschaft, und Maschinenbau.

Unternehmen

Im Jahr 2014 wirtschafteten mehr als 42.000 Unternehmen in Pankow. Eine Vielzahl darunter sind Kleinunternehmen aus den Bereichen Dienstleistungen, Baugewerbe und Handel. 74 % der Unternehmen haben bis zu fünf Mitarbeiter. Im Bezirk arbeitet ein hoher Anteil an Selbstständigen und Existenzgründern.

Am Campus Berlin-Buch befindet sich einer der größten Klinikstandorte in Deutschland. Eine Vielzahl von Unternehmen im Bereich der Gesundheitswirtschaft sind dort tätig.

Im Schweizer Unternehmen Stadler Rail waren 2015 am Standort in Berlin-Pankow rund 1200 Mitarbeiter beschäftigt. GetYourGuide, Betreiber einer global tätigen Online-Buchungsplattform beschäftigt mehr als 600 Mitarbeiter an seinem Firmensitz in Prenzlauer Berg.

Biotechnologie

Mit über 30.000 Quadratmetern Nutzfläche Fläche zählt der BiotechPark Berlin-Buch in Pankow zu den größten deutschen Technologieparks im Bereich der Biomedizin und Biotechnologie. Auf dem Gelände befindet sich auch das Innovationszentrum des Campus Berlin-Buch. Gründern werden hier branchenspezifische Labor- und Büroflächen zur Verfügung gestellt. Der BiotechPark wird von der „BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch“ betrieben und setzt im Jahr etwa 140 Millionen Euro.

Die Entwicklung molekularer Diagnostika und Therapien, die Entwicklung neuer Medikamente, Innovationen in der Medizintechnik sowie Dienstleistungen für Forschungseinrichtungen und die Pharmaindustrie, Klinische Entwicklungen, Gentechnik, Nanobiotechnologie sowie Bioinformatik stehen im Fokus des Innovationszentrums. Das SDAX-gelistete Unternehmen Eckert & Ziegler zählt zu den wesentlichen Firmen am Standort in Buch.

Infrastruktur

Individualverkehr

Der Straßenverkehr im Bezirk wird geprägt durch die drei radial vom Stadtzentrum nach Norden bzw. Nordosten verlaufenden Bundesstraßen B 96a (Schönhauser Allee/Berliner Straße), B 109 (Prenzlauer Allee/Prenzlauer Promenade), die am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf in die Bundesautobahn 114 mündet, und die B 2 (Greifswalder Straße/Berliner Allee). Pankow ist der einzige Bezirk der vom Berliner Ring, der Autobahn A 10, erschlossen ist. Von großer Bedeutung für den Straßenverkehr sind auch die beiden Ringstraßen: Danziger Straße (innerhalb des S-Bahn-Rings) und Ostseestraße – Wisbyer Straße – Bornholmer Straße (außerhalb des S-Bahn-Rings).

Pankow ist in das Netz der Radfernwege eingebunden. So verläuft der Radfernweg Berlin–Usedom von der Museumsinsel entlang der Schönhauser Allee, biegt dann in die Schwedter Straße ab und führt durch den Mauerpark und den Schlosspark Pankow und weiter nach Karow und Buch. Entlang der Bezirksgrenze zwischen Pankow und dem Bezirk Reinickendorf und dem Ortsteil Wedding vom Bezirk Mitte, die dem früheren Grenzverlauf der DDR entspricht, verläuft der Berliner Mauerweg.

Öffentlicher Personennahverkehr

Pankow wird von den S-Bahn-Linien S1, S2, S25, S26, S41, S42, S8 und S85 angebunden. Im Bezirk liegt fast der gesamte nördliche Teil des Ostringes der Ringbahn mit den S-Bahnhöfen Storkower Straße, Landsberger Allee, Greifswalder Straße, Prenzlauer Allee und Schönhauser Allee. An dem auf der Grenze zum Ortsteil Gesundbrunnen des Bezirks Mitte gelegenen Bahnhof Bornholmer Straße teilen sich die von Süden kommenden Linien in die Strecken Richtung Oranienburg/Hennigsdorf (Berliner Nordbahn) und Bernau (Stettiner Bahn) auf. Auf der Grenze zum Bezirk Reinickendorf liegen die Bahnhöfe Wollankstraße, Schönholz und Wilhelmsruh (Reinickendorf). An der nach Nordosten führenden Stettiner Bahn liegen die Bahnhöfe Pankow, Pankow-Heinersdorf, Blankenburg, Karow und Buch. Am Karower Kreuz ist der Bahnhof Karower Kreuz in der Bau- und Planungsphase (Stand: 2020).

Am Bahnhof Berlin-Karow beginnt die Regionalbahn-Linie RB27 (Heidekrautbahn) der Niederbarnimer Eisenbahn nach Groß Schönebeck beziehungsweise Wensickendorf.

Im Bezirk Pankow gibt es fünf U-Bahnhöfe der Linie U2: Im Ortsteil Prenzlauer Berg die Bahnhöfe Senefelderplatz, Eberswalder Straße und Schönhauser Allee sowie im Ortsteil Pankow die Bahnhöfe Vinetastraße und Pankow. Dabei sind die Bahnhöfe Schönhauser Allee und Pankow Umsteigebahnhöfe zur S-Bahn.

Das Straßenbahnnetz im Bezirk folgt im Wesentlichen den im Abschnitt Individualverkehr beschriebenen Hauptstraßen. Daneben gibt es noch eine von Südwesten nach Nordosten verlaufende Ergänzungslinie. Die aus der Schönhauser Allee nach Norden verlaufende Straßenbahnlinie verästelt sich im Ortsteil Pankow in drei Zweige. Die Linienführung in der Berliner Allee verlässt den Bezirk Pankow ostwärts in Richtung des Bezirks Lichtenberg. Die Strecke in der Berliner Allee wurde 2005 mit lärmschluckendem Rasengleis sowie neuen Haltestellen ausgerüstet.

Energieversorgung

Auf einem Feld im Norden Pankows, Ortsteil Buch, (mit den Geo-Koordinaten: ) sowie bei der Stadtrandsiedlung Malchow befinden sich die ersten beiden Windkraftanlagen Berlins. Bei beiden Anlagen, die 2008 bzw. 2014 in Betrieb genommen wurden, handelt es sich um Anlagen des Typs Enercon E-82 mit einem Rotordurchmesser von 82 m, einer Nabenhöhe von 138 m und einer Gesamthöhe von 179 m.

Die Nennleistung der ersten Anlage beträgt zwei Megawatt (MW), die zweite Anlage verfügt über eine Leistung von 2,3 MW. Das Regelarbeitsvermögen der Windkraftanlagen liegt bei 4 bzw. 5 Millionen kWh pro Jahr. Die Investitionssumme lag bei jeweils ca. 3,4 Millionen Euro.

Bis 2020 entstanden im Norden Pankows noch drei weitere, ungleich kleinere Windkraftanlagen an den Standorten Schönerlinder Straße (jeweils zwei) sowie Am Vorwerk.

Das Heizkraftwerk Berlin-Buch hat eine elektrische Leistung von fünf Megawatt sowie eine thermische Leistung von 130 MW.

Politik

Bezirksverordnetenversammlung

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Pankow am 18. September 2016 führte zu folgender Sitzverteilung:

Partei Sitze
Die Linke 13
Bündnis 90/Die Grünen 12
SPD 12
AfD 8
CDU 8
FDP 2
Insgesamt 55

Bezirksbürgermeister

Die Bezirksbürgermeister des Großbezirks nach der Verwaltungsreform 2001:

  • 2001–2002: Alex Lubawinski (SPD)
  • 2002–2006: Burkhard Kleinert (PDS/Die Linke)
  • 2006–2016: Matthias Köhne (SPD)
  • 2016- : Sören Benn (Die Linke)

Der Bezirk Pankow ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister vertreten.

Bezirksamt

Mitglieder des Bezirksamts sind (Stand: 2020):

  • Sören Benn (Die Linke), Bezirksbürgermeister
  • Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksstadtrat, stellvertretender Bezirksbürgermeister
  • Rona Tietje (SPD), Bezirksstadträtin
  • Daniel Krüger (für AfD), Bezirksstadtrat
  • Torsten Kühne (CDU), Bezirksstadtrat

Wappen

Blasonierung: In Silber oben eine durchgehende und oben anstoßende rote Mauer ohne Fugen, mit drei offenen Toren ohne Torflügel, der mittlere der Torbögen breiter und höher als die äußeren; unten ein achtspeichiges rotes Rad, das oberhalb seiner Mitte beidseits von einer grünen Hopfendolde mit Blatt begleitet ist. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.

Die Suche für ein Wappen des Bezirks Pankow fand am 28. Juli 2009 ihr Ende. Im Bezirk erfolgte die Entscheidung durch die Bezirksverwaltung nach Empfehlung durch die Wappenkommission. Nach der Verwaltungsreform 2001 ging der ehemalige kleinere Bezirk Pankow in den Großbezirk Pankow auf. Ende 2006 wurde die Auseinandersetzung um den Bezirksnamen beendet und am 1. Oktober 2007 folglich zur Wappenfindung aufgerufen. Am 30. April 2008 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung, den Heraldiker Jörg Mantzsch mit der Gestaltung zu beauftragen, der mehrere Entwürfe nach vorgegebenem Inhalt zur Entscheidung vorlegte. Nach einigen Diskussionen zwischen dem Bezirksamt und dem ausführenden Heraldiker gab das Pankower Bezirksamt am 24. Februar 2009 den beschlossenen Entwurf bekannt. Die offizielle Verleihung des Wappens durch den Senat des Landes Berlin erfolgte am 28. Juli 2009.

Das Wappen des alten Bezirks Pankow wurde im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1987 verliehen. Es greift Elemente der ehemaligen Landgemeinde Pankow auf und zeigte . Das achtspeichige Rad wurde in vereinfachter Form aus dem Wappen von Weißensee übernommen. Im Rahmen der Bezirksreform wurde das Wappen zunächst um ein dreitürmige Mauerkrone ergänzt, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Partner- und Patenschaften

(seit Mai 1994) – eine vom Altbezirk Pankow begründete aktiv betriebene Partnerschaft. (seit Juli 1994) – vom Altbezirk Weißensee eingebrachte Partnerschaft. Nachdem die Partnerschaft lange ruhte, werden die Kontakte seit 2009 wieder reaktiviert. 15px Patenschaft mit der 1. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung (seit Juli 2006) die sich an die seit 1998 bestehende Patenschaft mit dem Führungsunterstützungsregiment 38 der Bundeswehr (nach dessen Standortwechsel nach Storkow) anschloss.

Polizei

Die Direktion 1 der Berliner Polizei ist für die Bezirke Pankow und Reinickendorf zuständig.

Bildung

Grund- und Oberschulen

(Auswahl)
  • Gläsernes Labor
  • Carl-von-Ossietzky-Gymnasium
  • Rosa-Luxemburg-Gymnasium
  • Heinrich-Schliemann-Oberschule
  • Käthe-Kollwitz-Gymnasium

Hochschulen

  • Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee befindet sich im gleichnamigen Ortsteil Weißensee und ist eine Hochschule zur Ausbildung von Künstlern verschiedener Fachrichtungen. Sie wurde 1946 gegründet. Eine Besonderheit ist das Künstlerische Grundlagenstudium, das an die Tradition des Bauhauses anknüpft.
  • Das Bard College Berlin ist eine staatlich anerkannte Universität in Berlin, die interdisziplinäre Studienprogramme im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften anbietet.
  • Die Staatliche Ballettschule befindet sich im Ortsteil Prenzlauer Berg im Karree südlich der Ostseestraße.

Forschung

  • Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg
  • Deutscher Wetterdienst (DWD) – Außenstelle der Abteilung Hydrometeorologie
  • Experimental Clinical and Research Center (ECRC)
  • Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP)
  • Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC)

Kultur

Veranstaltungen und Institutionen

  • Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg
  • Comedy Club Kookaburra, Klub für Kiezkomiker und Impro-Theater
  • Ballhaus Ost in Prenzlauer Berg
  • Prater in Prenzlauer Berg
  • Brotfabrik in Weißensee
  • Pfefferberg
  • Zeiss-Großplanetarium
  • DOCK 11, freie Spielstätte für Tanz
  • Ökomarkt am Kollwitzplatz

Sport

Der Rugby Klub 03 Berlin ist ein Rugby-Union-Verein aus Weißensee mit 250 Mitgliedern. Gegenwärtig spielt der Klub in der ersten Bundesliga (Stand: Saison 2016/17).

Gegründet im Jahr 1893 als BFCC Rapide Niederschönhausen 1893, kann die SG Empor Pankow auf eine lange Tradition zurückblicken.

Insgesamt gab es im Jahr 2017 mindestens 19 Yoga­studios in Pankow; die meisten davon im Ortsteil Prenzlauer Berg.

Die Max-Schmeling-Halle wurde anlässlich der Olympia-Bewerbung Berlins für das Jahr 2000 im Stadtteil Prenzlauer Berg errichtet und 1996 von Max Schmeling eingeweiht. Die Mehrzweckhalle ist die Heimspielstätte des Handballklubs Füchse Berlin (Stand Ende 2018). Außerdem wird sie für weitere sportliche Ereignisse, Veranstaltungen und Konzerte genutzt.

Das Velodrom steht am S-Bahnhof Landsberger Allee. Die Radrennsporthalle ist mit 12.000 Zuschauerplätzen nach der Mercedes-Benz Arena (17.000 Zuschauer) die zweitgrößte Veranstaltungshalle Berlins.

Direkt neben dem Velodrom befindet sich die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark. In der Schwimmhalle fanden mehrere Deutsche Schwimmmeisterschaften und Schwimmeuropameisterschaften statt. Beide Gebäude wurden ebenfalls im Zuge der Berliner Olympia-Bewerbung erbaut.

Bauwerke

In Prenzlauer Berg sind im älteren Bereich zwischen Prenzlauer und Schönhauser Allee breite Bürgersteige mit Cafés und Kneipen trotz der dichten Bebauung sehenswert. Bemerkenswert sind die Großsiedlungsbauten aus den 1920er Jahren, die im Gegensatz zu den Mietskasernen das neue Bauen ihrer Zeit dokumentieren. Besonders gilt dies für die Wohnstadt Carl Legien, die von Bruno Taut projektiert wurde und zusammen mit fünf anderen Berliner Siedlungen Weltkulturerbe der UNESCO ist.

Zu den bedeutenden Kirchenbauten im Bezirk zählt die katholische Herz-Jesu-Kirche. Sie wurde 1897 im niedersächsisch-romanisch und frühchristlich-byzantinischen Stil errichtet.

Kinos

  • Lichtblick-Kino
  • Delphi in Weißensee

Der Bezirk in der Kunst

  • Pankow ist der Name einer Berliner Rockband.
  • Der Sänger Udo Lindenberg brachte 1983 ein Lied mit dem Titel Sonderzug nach Pankow heraus.
  • Pankow mit seinen umliegenden Gebieten galt Ende des 19. Jahrhunderts als beliebtes Ausflugsziel. In diversen Liedern kommt Pankow vor, so oder in
  • Der Film Berlin – Ecke Schönhauser… (1957) porträtiert die Mitglieder einer Gruppe Jugendlicher auf dem Weg zum Erwachsenwerden Mitte der 1950er Jahre in Berlin. Der Streifen zeigt insbesondere die Gegend um den U-Bahnhof Eberswalder Straße im Ortsteil Prenzlauer Berg mit der Kreuzung Danziger Straße, Schönhauser- und Kastanienallee.
  • Alles auf Zucker! (2004) karikiert auf humoristische Weise jüdisches Leben und Brauchtum in Berlin. Eine durch die Teilung Berlins sowie durch religiöse und politische Überzeugungen getrennte Familie muss nach der deutschen Wiedervereinigung für eine Erbschaft wieder zueinander finden. Zu sehen ist unter anderem die Synagoge Rykestraße.
  • Sommer vorm Balkon (2005) erzählt die Geschichte zweier Nachbarinnen in Berlin. Der Film wurde in der Umgebung des Helmholtzplatzes in Prenzlauer Berg gedreht.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk Pankow

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