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Karte Donnersbergkreis
Kreisverwaltung
Donnersbergkreis
Uhlandstr. 2
67292 Kirchheimbolanden

http://www.donnersberg.de/

Donnersbergkreis

160pxAbb. 1 Wappen Donnersbergkreis
Basisdaten
Bundesland Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz Kirchheimbolanden
Adresse des Landkreises Uhlandstraße 2
67292 Kirchheimbolanden
Website www.donnersberg.de
Landrat Rainer Guth (parteilos)
Der Donnersbergkreis ist eine Gebietskörperschaft in der Region Pfalz des Landes Rheinland-Pfalz. Sitz der Kreisverwaltung ist Kirchheimbolanden, die bevölkerungsreichste Kommune ist die Stadt Eisenberg (Pfalz).

Geographie

Lage

Der Donnersbergkreis mit seinem Verwaltungssitz Kirchheimbolanden liegt in der Nordpfalz. Der überwiegende Teil seiner Fläche gehört zum Nordpfälzer Bergland. Dessen höchste Erhebung, der Donnersberg (), zugleich höchster Berg der Pfalz, ist Namensgeber des Landkreises. Dieser hat im Süden Anteil am Pfälzerwald, im Osten – mit dem Zellertal – am Weinanbaugebiet Pfalz, im Norden auch am Weinanbaugebiet Nahe. Von Süd nach Nord durchquert den westlichen Bereich des Landkreises die Alsenz, ein Nebenfluss der Nahe.

Nachbarkreise

Der Donnersbergkreis grenzt, im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend, an die Landkreise Bad Kreuznach, Alzey-Worms, Bad Dürkheim, Kaiserslautern und Kusel.

Geschichte

Vor 1815 gehörte das heutige Kreisgebiet zum französischen Département du Mont-Tonnerre. Ab 1818 entstand in der nun bayerischen Pfalz das Landkommissariat Kirchheim, ab 1862 Bezirksamt genannt. Von ihm wurden 1900 die westlichen Distrikte Obermoschel und Rockenhausen abgespalten und mit dem vom Bezirksamt Kaiserslautern abgetrennten Distrikt Winnweiler zu einem neuen Bezirksamt Rockenhausen zusammengeschlossen.

1939 wurden die Bezirksämter in der Pfalz in Landkreise umbenannt. Es gab seitdem die beiden Landkreise Kirchheimbolanden und Rockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Landkreise Teil der französischen Besatzungszone. Aufgrund der Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung unter General Marie-Pierre Kœnig wurde am 30. August 1946 Rheinland-Pfalz als letztes Land in den westlichen Besatzungszonen eingerichtet. Es wurde zunächst als „rhein-pfälzisches Land“ bzw. als „Land Rheinpfalz“ bezeichnet; der Name Rheinland-Pfalz wurde erst mit der Verfassung vom 18. Mai 1947 festgelegt.

Am 7. Juni 1969 wurde der Landkreis Kirchheimbolanden mit dem größten Teil des Landkreises Rockenhausen zum Donnersbergkreis zusammengeschlossen. Am 22. April 1972 wurde die Gemeinde Sembach an den Landkreis Kaiserslautern abgetreten. Am 16. März 1974 kamen die Gemeinden Rathskirchen, Reichsthal und Seelen aus dem Landkreis Kusel hinzu.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1970 67.100
1980 66.700
1990 69.600
2000 78.400
2010 75.878
2016 75.203

Politik

Kreistag

Der Kreistag des Donnersbergkreises besteht aus 38 gewählten Mitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem.

Wegen der Besonderheiten des rheinland-pfälzischen Wahlsystems bei den Kommunalwahlen (personalisierte Verhältniswahl) sind die angegebenen prozentualen Stimmanteile als gewichtete Ergebnisse ausgewiesen, die das Wahlverhalten nur rechnerisch wiedergeben.

Die Kreistagswahl am 26. Mai 2019 hatte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergruppen %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
SPD 28,0 11 34,2 13 34,5 13 34,6 13 42,6 16
CDU 23,0 9 28,2 11 28,6 11 31,6 12 30,9 12
FWG 15,5 6 15,7 6 16,1 6 19,7 7 15,6 6
Grüne 13,4 5 8,7 3 7,4 3 6,9 3 5,0 2
AfD 7,4 3 5,5 2
FDP 6,3 2 4,0 2 8,8 3 7,1 3 5,9 2
Freie Liste Nordpfalz 3,3 1
Linke 3,2 1 3,7 1 4,6 2
Gesamt 100 38 100 38 100 38 100 38 100 38
Wahlbeteiligung in % 65,1 59,0 59,1 62,8 69,3

Landräte

  • 1969–1971Adolf Wilhelm Rothley (SPD)
  • 1971–1981Karl Ritter (SPD)
  • 1981–1991Klaus Rüter (SPD)
  • 1991–2017Winfried Werner (SPD)
  • 2017–Rainer Guth (parteilos)

Wappen und Flagge

Der Donnersbergkreis führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Abgesehen von der Stadt Eisenberg existieren keine größeren Industriestandorte. Die Wirtschaft setzt auf Tourismus, punktuell auch auf Weinbau. Ackerbau und Viehzucht, insbesondere der Anbau von Weizen, Raps und Mais, aber auch die Milchwirtschaft, spielen im ländlich geprägten Donnersbergkreis eine wichtige Rolle. Die ehemals vielen kleinen landwirtschaftlichen Betriebe haben sich auf wenige Großbetriebe reduziert.

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Donnersbergkreis Platz 232 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.

Verkehr

Individualverkehr

Der Donnersbergkreis wird von der Bundesautobahn 63 Mainz–Kaiserslautern durchquert. Ferner berührt die A 6 Saarbrücken–Waidhaus (auch: Via Carolina genannt) den Südrand des Kreises. Mehrere Bundesstraßen durchziehen das Kreisgebiet, darunter die B 47 (Worms–Michelstadt, auch Nibelungenstraße genannt) und B 48 (Bingen–Bad Bergzabern).

Öffentlicher Personennahverkehr

Geschichte

Im Alsenztal betrieb die Pfälzische Nordbahn ab 1870 eine Bahnlinie von Kaiserslautern bis Winnweiler und ab 1871 bis Bad Münster am Stein. Davon zweigte in Langmeil ab 1872/73 die Donnersbergbahn nach Marnheim ab, von wo ab 1873/74 die Strecke nach Kirchheimbolanden–Alzey weiterging, während die Zellertalbahn nach Monsheim führte.

Von Grünstadt her kam ab 1876 die Eistalbahn nach Eisenberg hinzu, die erst 1932 durch die Deutsche Reichsbahn über Ramsen bis Enkenbach ins Alsenztal weitergeführt wurde. Nur drei Jahre später wurde das Netz bei einem Höchststand von 80 Kilometern wieder verkleinert, als die Lokalbahn Alsenz–Obermoschel (4 Kilometer) stillgelegt wurde, die 1903 durch die Pfalzbahn als schmalspurige Anschlussbahn der Stadt Obermoschel zur Station Alsenz an der Hauptstrecke eröffnet worden war.

Die Einstellungen des Personenverkehrs reduzierten die Bahnen schließlich bis auf 30 Kilometer Länge:

  • 1935: Alsenz–Obermoschel (Schmalspurbahn) =M=, 4 Kilometer
  • 1945: Kirchheimbolanden–Marnheim, 6 Kilometer
  • 1951: Alzey–Morschheim–Kirchheimbolanden, 6 Kilometer (30. Mai 1999 reaktiviert)
  • 1976: Grünstadt–Eisenberg–Eiswoog–Enkenbach, 11 Kilometer (29. Mai 1994 bis Eisenberg, 28. Mai 1995 bis Ramsen, 12. August 2001 bis Eiswoog reaktiviert)
  • 1983: Langmeil–Marnheim–Monsheim, 23 Kilometer (26. Mai 2001 im Ausflugsverkehr reaktiviert)
Aktuelle Anbindung

Von Kirchheimbolanden aus verkehrt die Donnersbergbahn über Alzey nach Mainz oder Frankfurt am Main. Die Alsenztalbahn verbindet Rockenhausen und Winnweiler mit Kaiserslautern und Bad Kreuznach. Die Eistalbahn verbindet Eisenberg und Ramsen mit Grünstadt und mit Umstieg in Frankenthal auch mit Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar. Im Rahmen des Ausflugsverkehrs fahren auf der Zellertalbahn im Sommer Züge von Langmeil nach Monsheim, von wo aus Anbindung nach Worms besteht.

Durch die Reaktivierungen wurde das Schienennetz im Kreisgebiet wieder mehr als verdoppelt. Für den öffentlichen Personennahverkehr bestehen zudem 26 Buslinien, die seit Januar 2017 vom Reisedienst Krauss & Wolff mit barrierefreien Bussen betrieben wird.

Energieversorgung

Das Kreisgebiet durchziehen zwei Pipelines für Erdgas der Creos Deutschland GmbH sowie die NATO-Pipeline „Zweibrücken–Fürfeld“.

Schulen

Das dichte Netz an Grundschulen im Donnersbergkreis gerät durch sinkende Schülerzahlen zunehmend unter Druck. Um die drohende Schließung von Grundschulen durch das rheinland-pfälzische Kultusministerium abzuwenden – so etwa in Dannenfels – werden zunehmend Verbundschulen gegründet, in dem sich zwei oder mehrere Schulstandorte organisatorisch zusammenschließen. In drei Grundschulen werden mehrere Jahrgangsstufen in einer Klasse unterrichtet, in Dannenfels sogar alle vier.

Gymnasien existieren in Kirchheimbolanden und Winnweiler; Rockenhausen und seit 2016 auch Eisenberg verfügen über integrierte Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe. Realschulen existieren in all diesen Gemeinden und zusätzlich noch in Göllheim. Ergänzt wird das Netz an weiterführenden Schulen durch das private Gymnasium Weierhof mit angeschlossenem Internat auf dem Weierhof südlich von Kirchheimbolanden.

Die berufliche Bildung findet ausschließlich an den Standorten Eisenberg und Rockenhausen statt. Kirchheimbolanden ist somit die einzige Kreisstadt Deutschlands ohne Berufsschule.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am )

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verwaltung der Verbandsgemeinde *)

  • 1. Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel
  • Alsenz * ()
  • Finkenbach-Gersweiler ()
  • Gaugrehweiler ()
  • Kalkofen ()
  • Mannweiler-Cölln ()
  • Münsterappel ()
  • Niederhausen an der Appel ()
  • Niedermoschel ()
  • Oberhausen an der Appel ()
  • Obermoschel, Stadt ()
  • Oberndorf ()
  • Schiersfeld ()
  • Sitters ()
  • Unkenbach ()
  • Waldgrehweiler ()
  • Winterborn ()
  • 2. Verbandsgemeinde Eisenberg (Pfalz)
  • Eisenberg (Pfalz), Stadt * ()
  • Kerzenheim ()
  • Ramsen ()
  • 3. Verbandsgemeinde Göllheim
  • Albisheim (Pfrimm) ()
  • Biedesheim ()
  • Bubenheim ()
  • Dreisen ()
  • Einselthum ()
  • Göllheim * ()
  • Immesheim ()
  • Lautersheim ()
  • Ottersheim ()
  • Rüssingen ()
  • Standenbühl ()
  • Weitersweiler ()
  • Zellertal ()
  • 4. Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden
  • Bennhausen ()
  • Bischheim ()
  • Bolanden ()
  • Dannenfels ()
  • Gauersheim ()
  • Ilbesheim ()
  • Jakobsweiler ()
  • Kirchheimbolanden, Stadt * ()
  • Kriegsfeld ()
  • Marnheim ()
  • Morschheim ()
  • Mörsfeld ()
  • Oberwiesen ()
  • Orbis ()
  • Rittersheim ()
  • Stetten ()
  • 5. Verbandsgemeinde Rockenhausen
  • Bayerfeld-Steckweiler ()
  • Bisterschied ()
  • Dielkirchen ()
  • Dörrmoschel ()
  • Gehrweiler ()
  • Gerbach ()
  • Gundersweiler ()
  • Imsweiler ()
  • Katzenbach ()
  • Ransweiler ()
  • Rathskirchen ()
  • Reichsthal ()
  • Rockenhausen, Stadt * ()
  • Ruppertsecken ()
  • Sankt Alban ()
  • Schönborn ()
  • Seelen ()
  • Stahlberg ()
  • Teschenmoschel ()
  • Würzweiler ()
  • 6. Verbandsgemeinde Winnweiler
  • Börrstadt ()
  • Breunigweiler ()
  • Falkenstein ()
  • Gonbach ()
  • Höringen ()
  • Imsbach ()
  • Lohnsfeld ()
  • Münchweiler an der Alsenz ()
  • Schweisweiler ()
  • Sippersfeld ()
  • Steinbach am Donnersberg ()
  • Wartenberg-Rohrbach ()
  • Winnweiler * ()

;Ehemalige GemeindenDie folgenden Gemeinden verloren seit 1969 ihre Eigenständigkeit:

  • Alsenbrück-Langmeil, am 10. Juni 1979 zu Winnweiler
  • Dörnbach, am 10. Juni 1979 zu Rockenhausen
  • Harxheim, am 31. Dezember 1975 zu Zellertal
  • Marienthal, am 10. Juni 1979 zu Rockenhausen
  • Niefernheim, am 31. Dezember 1975 zu Zellertal
  • Potzbach, am 10. Juni 1979 zu Winnweiler
  • Zell, am 31. Dezember 1975 zu ZellertalListen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Kfz-Kennzeichen

Am 7. Juni 1969 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Kirchheimbolanden gültige Unterscheidungszeichen KIB zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 15. Juli 2013 ist in Zusammenhang mit der Kennzeichenliberalisierung auch das Unterscheidungszeichen ROK, das alte Kennzeichen des Landkreises Rockenhausen, erhältlich.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Donnersbergkreis

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