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Karte Donnersbergkreis
Kreisverwaltung
Donnersbergkreis
Uhlandstr. 2
67292 Kirchheimbolanden

http://www.donnersberg.de/

Donnersbergkreis

160pxAbb. 1 Wappen Donnersbergkreis
Basisdaten
Bundesland Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz Kirchheimbolanden
Adresse des Landkreises Uhlandstraße 2
67292 Kirchheimbolanden
Website www.donnersberg.de
Landrat Rainer Guth (parteilos)
Der Donnersbergkreis ist eine Gebietskörperschaft in der Region Pfalz des Landes Rheinland-Pfalz. Sitz der Kreisverwaltung ist Kirchheimbolanden, die bevölkerungsreichste Kommune ist die Stadt Eisenberg (Pfalz).

Geographie

Lage

Der Donnersbergkreis mit seinem Verwaltungssitz Kirchheimbolanden liegt im Norden der Pfalz. Der überwiegende Teil seiner Fläche gehört zum Nordpfälzer Bergland. Dessen höchste Erhebung, der Donnersberg (), zugleich höchster Berg der Pfalz, ist Namensgeber des Landkreises. Im Süden hat er Anteil am Pfälzerwald, im Osten – mit dem Zellertal – am Weinanbaugebiet Pfalz, im Norden auch am Weinanbaugebiet Nahe. Von Süd nach Nord durchquert den westlichen Bereich des Landkreises die Alsenz, ein Nebenfluss der Nahe.

Nachbarkreise

Der Donnersbergkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Bad Kreuznach, Alzey-Worms, Bad Dürkheim, Kaiserslautern und Kusel.

Geschichte

Der Landkreis wurde am 7. Juni 1969 durch die Zusammenlegung der beiden Landkreise Kirchheimbolanden und Rockenhausen gebildet, wobei nur in Grenzbereichen geringfügige Anpassungen vorgenommen wurden. Die beiden Kreise waren 1939 aus den ehemaligen bayerischen Bezirksämtern hervorgegangen, die 1818 als Landkommissariate im Rheinkreis geschaffen worden waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Landkreise Teil der französischen Besatzungszone. Die Errichtung des Landes Rheinland-Pfalz wurde am 30. August 1946 als letztes Land in den westlichen Besatzungszonen durch die Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung unter General Marie-Pierre Kœnig angeordnet. Es wurde zunächst als „rhein-pfälzisches Land“ bzw. als „Land Rheinpfalz“ bezeichnet; der Name Rheinland-Pfalz wurde erst mit der Verfassung vom 18. Mai 1947 festgelegt.

Ab 1818 gehörte ein großer Teil des heutigen Donnersbergkreises zum Landkommissariat Kirchheim, ab 1862 Bezirksamt genannt. Von ihm wurden 1900 die westlichen Distrikte Obermoschel und Rockenhausen abgespalten und mit dem vom Bezirksamt Kaiserslautern abgetrennten Distrikt Winnweiler zu einem neuen Bezirksamt Rockenhausen zusammengeschlossen. Vor 1815 gehörte das heutige Kreisgebiet zum französischen Département du Mont-Tonnerre. Am 22. April 1972 wurde die Gemeinde Sembach an den Landkreis Kaiserslautern abgetreten. Am 16. März 1974 kamen die Gemeinden Rathskirchen, Reichsthal und Seelen aus dem Landkreis Kusel hinzu.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1970 67.100
1980 66.700
1990 69.600
2000 78.400
2010 75.878
2016 75.203

Politik

Kreistag

Der Kreistag des Donnersbergkreises besteht aus 38 gewählten Mitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Die Kreistagswahl am 7. Juni 2014 hatte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 34,2 13 34,5 13 34,6 13 42,6 16
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,2 11 28,6 11 31,6 12 30,9 12
FWG Freie Wählergruppe Donnersbergkreis 15,7 6 16,1 6 19,7 7 15,6 6
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 8,7 3 7,4 3 6,9 3 5,0 2
AfD Alternative für Deutschland 5,5 2
FDP Freie Demokratische Partei 4,0 2 8,8 3 7,1 3 5,9 2
Linke Die Linke 3,7 1 4,6 2
Gesamt 100 38 100 38 100 38 100 38
Wahlbeteiligung in Prozent 59,0 59,1 62,8 69,3

SPD, FWG und Grüne bilden im Kreistag eine Koalition.

Landräte

  • 1969–1971Adolf Wilhelm Rothley (SPD)
  • 1971–1981Karl Ritter (SPD)
  • 1981–1991Klaus Rüter (SPD)
  • 1991–2017Winfried Werner (SPD)
  • 2017–Rainer Guth (parteilos)

Wappen und Flagge

Der Donnersbergkreis führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Abgesehen von der Stadt Eisenberg existieren keine größeren Industriestandorte. Die Wirtschaft setzt auf Tourismus, punktuell auch auf Weinbau. Ackerbau und Viehzucht, insbesondere der Anbau von Weizen, Raps und Mais, aber auch die Milchwirtschaft, spielen im ländlich geprägten Donnersbergkreis eine wichtige Rolle. Die ehemals vielen kleinen landwirtschaftlichen Betriebe haben sich auf wenige Großbetriebe reduziert.

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Donnersbergkreis Platz 232 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.

Verkehr

Individualverkehr

Der Donnersbergkreis wird von der Bundesautobahn 63 Mainz–Kaiserslautern durchquert. Ferner berührt die A 6 Saarbrücken–Waidhaus (auch: Via Carolina genannt) den Südrand des Kreises. Mehrere Bundesstraßen durchziehen das Kreisgebiet, darunter die B 47 (Worms–Michelstadt, auch Nibelungenstraße genannt) und B 48 (Bingen–Bad Bergzabern).

Öffentlicher Personennahverkehr

Geschichte

Im Alsenztal betrieb die Pfälzische Nordbahn ab 1870 eine Bahnlinie von Kaiserslautern bis Winnweiler und ab 1871 bis Bad Münster am Stein. Davon zweigte in Langmeil ab 1872/73 die Donnersbergbahn nach Marnheim ab, von wo ab 1873/74 die Strecke nach Kirchheimbolanden–Alzey weiterging, während die Zellertalbahn nach Monsheim führte.

Von Grünstadt her kam ab 1876 die Eistalbahn nach Eisenberg hinzu, die erst 1932 durch die Deutsche Reichsbahn über Ramsen bis Enkenbach ins Alsenztal weitergeführt wurde. Nur drei Jahre später wurde das Netz bei einem Höchststand von 80 Kilometern wieder verkleinert, als die Lokalbahn Alsenz–Obermoschel (4 Kilometer) stillgelegt wurde, die 1903 durch die Pfalzbahn als schmalspurige Anschlussbahn der Stadt Obermoschel zur Station Alsenz an der Hauptstrecke eröffnet worden war.

Die Einstellungen des Personenverkehrs reduzierten die Bahnen schließlich bis auf 30 Kilometer Länge:

  • 1935: Alsenz–Obermoschel (Schmalspurbahn) =M=, 4 Kilometer
  • 1945: Kirchheimbolanden–Marnheim, 6 Kilometer
  • 1951: Alzey–Morschheim–Kirchheimbolanden, 6 Kilometer (30. Mai 1999 reaktiviert)
  • 1976: Grünstadt–Eisenberg–Eiswoog–Enkenbach, 11 Kilometer (29. Mai 1994 bis Eisenberg, 28. Mai 1995 bis Ramsen, 12. August 2001 bis Eiswoog reaktiviert)
  • 1983: Langmeil–Marnheim–Monsheim, 23 Kilometer (26. Mai 2001 im Ausflugsverkehr reaktiviert)
Aktuelle Anbindung

Von Kirchheimbolanden aus verkehrt die Donnersbergbahn über Alzey nach Mainz oder Frankfurt am Main. Die Alsenztalbahn verbindet Rockenhausen und Winnweiler mit Kaiserslautern und Bad Kreuznach. Die Eistalbahn verbindet Eisenberg und Ramsen mit Grünstadt und mit Umstieg in Frankenthal auch mit Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar. Im Rahmen des Ausflugsverkehrs fahren auf der Zellertalbahn im Sommer Züge von Langmeil nach Monsheim, von wo aus Anbindung nach Worms besteht.

Durch die Reaktivierungen wurde das Schienennetz im Kreisgebiet wieder mehr als verdoppelt. Für den öffentlichen Personennahverkehr bestehen zudem 26 Buslinien, die seit Januar 2017 vom Reisedienst Krauss & Wolff mit barrierefreien Bussen betrieben wird.

Energieversorgung

Das Kreisgebiet durchziehen zwei Pipelines für Erdgas der Creos Deutschland GmbH sowie die NATO-Pipeline „Zweibrücken–Fürfeld“.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am )

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verwaltung der Verbandsgemeinde *)

  • 1. Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel
  • Alsenz * ()
  • Finkenbach-Gersweiler ()
  • Gaugrehweiler ()
  • Kalkofen ()
  • Mannweiler-Cölln ()
  • Münsterappel ()
  • Niederhausen an der Appel ()
  • Niedermoschel ()
  • Oberhausen an der Appel ()
  • Obermoschel, Stadt ()
  • Oberndorf ()
  • Schiersfeld ()
  • Sitters ()
  • Unkenbach ()
  • Waldgrehweiler ()
  • Winterborn ()
  • 2. Verbandsgemeinde Eisenberg (Pfalz)
  • Eisenberg (Pfalz), Stadt * ()
  • Kerzenheim ()
  • Ramsen ()
  • 3. Verbandsgemeinde Göllheim
  • Albisheim (Pfrimm) ()
  • Biedesheim ()
  • Bubenheim ()
  • Dreisen ()
  • Einselthum ()
  • Göllheim * ()
  • Immesheim ()
  • Lautersheim ()
  • Ottersheim ()
  • Rüssingen ()
  • Standenbühl ()
  • Weitersweiler ()
  • Zellertal ()
  • 4. Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden
  • Bennhausen ()
  • Bischheim ()
  • Bolanden ()
  • Dannenfels ()
  • Gauersheim ()
  • Ilbesheim ()
  • Jakobsweiler ()
  • Kirchheimbolanden, Stadt * ()
  • Kriegsfeld ()
  • Marnheim ()
  • Morschheim ()
  • Mörsfeld ()
  • Oberwiesen ()
  • Orbis ()
  • Rittersheim ()
  • Stetten ()
  • 5. Verbandsgemeinde Rockenhausen
  • Bayerfeld-Steckweiler ()
  • Bisterschied ()
  • Dielkirchen ()
  • Dörrmoschel ()
  • Gehrweiler ()
  • Gerbach ()
  • Gundersweiler ()
  • Imsweiler ()
  • Katzenbach ()
  • Ransweiler ()
  • Rathskirchen ()
  • Reichsthal ()
  • Rockenhausen, Stadt * ()
  • Ruppertsecken ()
  • Sankt Alban ()
  • Schönborn ()
  • Seelen ()
  • Stahlberg ()
  • Teschenmoschel ()
  • Würzweiler ()
  • 6. Verbandsgemeinde Winnweiler
  • Börrstadt ()
  • Breunigweiler ()
  • Falkenstein ()
  • Gonbach ()
  • Höringen ()
  • Imsbach ()
  • Lohnsfeld ()
  • Münchweiler an der Alsenz ()
  • Schweisweiler ()
  • Sippersfeld ()
  • Steinbach am Donnersberg ()
  • Wartenberg-Rohrbach ()
  • Winnweiler * ()

;Ehemalige GemeindenDie folgenden Gemeinden verloren seit 1969 ihre Eigenständigkeit:

  • Alsenbrück-Langmeil, am 10. Juni 1979 zu Winnweiler
  • Dörnbach, am 10. Juni 1979 zu Rockenhausen
  • Harxheim, am 31. Dezember 1975 zu Zellertal
  • Marienthal, am 10. Juni 1979 zu Rockenhausen
  • Niefernheim, am 31. Dezember 1975 zu Zellertal
  • Potzbach, am 10. Juni 1979 zu Winnweiler
  • Zell, am 31. Dezember 1975 zu ZellertalListen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Kfz-Kennzeichen

Am 7. Juni 1969 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Kirchheimbolanden gültige Unterscheidungszeichen KIB zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 15. Juli 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen ROK (Rockenhausen) erhältlich.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Donnersbergkreis

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