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Karte Alzey-Worms
Kreisverwaltung Alzey-Worms
Ernst-Ludwig-Str. 36
55232 Alzey

http://www.kreis-alzey-worms.de

Landkreis Alzey-Worms

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Alzey-Worms
Basisdaten
Bundesland Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz Alzey
Adresse des Landkreises Ernst-Ludwig-Straße 36
55232 Alzey
Website kreis-alzey-worms.eu
Landrat Ernst Walter Görisch (SPD)
Der Landkreis Alzey-Worms ist eine Gebietskörperschaft in Rheinland-Pfalz. Sitz der Kreisverwaltung und zugleich bevölkerungsreichste Kommune ist die verbandsfreie Stadt Alzey. Der Landkreis ging größtenteils aus den Landkreisen Alzey und Worms hervor, die bis 1945 im Volksstaat Hessen lagen.

Geographie

Lage

Der Landkreis ist nach der Stadt Worms, welche im Südosten des Kreises liegt, aber nicht dem Kreis angehört, und der Stadt Alzey, dem Verwaltungssitz des Kreises benannt. Der Rhein ist die östliche Kreisgrenze und gleichzeitig die Landesgrenze zu Hessen. Von hier aus breitet sich das Alzeyer Hügelland in Richtung Westen bis an die nordöstlichen Ausläufer des Pfälzerwaldes aus. Der westliche Teil des Kreises ist eine felsige Waldlandschaft, auch Rheinhessische Schweiz genannt.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Landkreise Groß-Gerau und Bergstraße (beide in Hessen) sowie an die Stadt Worms und die Landkreise Bad Dürkheim, Donnersbergkreis, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen (alle in Rheinland-Pfalz).

Geschichte

Das Gebiet war in römischer Zeit Teil der Provinz Germania superior. Während Alzey in römischer Zeit ein vicus war, befand sich in Worms ein römisches Kastell. Vom zwölften Jahrhundert bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs gehörte die Region in großen Teilen zur Kurpfalz. Nach der Eroberung durch Frankreich gehörte sie von 1797 bis 1814 zum Département du Mont-Tonnerre.

Seit 1816 war sie als Provinz Rheinhessen Teil des Großherzogtums Hessen. Innerhalb Hessens entstanden am 5. Februar 1835 die beiden Kreise Alzey und Worms. Am 7. April 1938 wurde der Westteil des aufgelösten Kreises Oppenheim dem Kreis Alzey angegliedert.

Anlässlich der Kreisreform wurden beide Landkreise mit Ausnahme von vier Gemeinden des Landkreises Alzey und sechs Gemeinden des Landkreises Worms am 7. Juni 1969 zum neuen Landkreis Alzey-Worms vereinigt. Außerdem kam die Gemeinde Mauchenheim des aufgelösten Landkreises Kirchheimbolanden hinzu. Am 16. März 1974 wechselten die Gemeinden Dorn-Dürkheim und Wolfsheim in den Landkreis Mainz-Bingen.

Geschichte des Kreises Alzey

Geschichte des Kreises Worms

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 92.937 (Volkszählungsergebnis am 6. Juni 1961 bezogen auf die Grenzen am 25. Mai 1987)
  • 1970: 96.304 (Volkszählungsergebnis am 27. Mai 1970 bezogen auf die Grenzen am 25. Mai 1987)
  • 1980: 95.946
  • 1987: 99.619 (Volkszählungsergebnis am 25. Mai 1987)
  • 2000: 123.243
  • 2005: 126.381 (31. Oktober 2005)
  • 2010: 124.760
  • 2015: 127.274

Politik

Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Alzey-Worms besteht aus 46 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählten Kreistagsmitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Nach der letzten Kreistagswahl am 26. Mai 2019 ergibt sich folgende Sitzverteilung:

Wahl SPD CDU Grüne FDP Linke AfD NPD FWG ÖDP Gesamt
2019 13 12 7 3 1 4 5 1 46 Sitze
2014 16 14 4 2 2 3 5 - 46 Sitze
2009 16 14 4 4 1 1 6 46 Sitze
2004 17 16 4 3 6 46 Sitze
1999 18 14 3 2 5 42 Sitze
  • Aufgrund des Bevölkerungszuwachses in den letzten Jahren erhöhte sich 2004 die Zahl der Kreistagsmitglieder von 42 auf 46.
  • Wegen der Besonderheiten des rheinland-pfälzischen Kommunalwahlrechts (personalisierte Verhältniswahl) sind die in der Graphik dargestellten prozentualen Stimmanteile als „gewichtete Ergebnisse“ ausgewiesen, welche das Wahlverhalten nur rechnerisch wiedergeben können.
  • SPD, FWG und Grüne bilden seit 2014 im Kreistag eine Koalition. Sie lösen eine Koalition aus SPD, FWG und FDP ab, die aufgrund von Sitzverlusten von FWG und FDP bei der Kreistagswahl 2014 keine Mehrheit mehr bekommen hatte.

Landräte

Quellenhinweis:; Landräte im Altkreis Alzey (1835 bis 1969)

  • 1835–1848: Kreisrat Friedrich Müller
  • 1852–1860: Kreisrat Theodor Wilhelm Georg Hallwachs
  • 1860–1861: Kreisrat Ludwig Strecker
  • 1861–1893: Kreisrat Carl Ludwig Wolff
  • 1893–1897: Kreisrat Georg Freiherr von Wedekind
  • 1897–1900: Kreisrat Friedrich von Hombergk zu Vach
  • 1900–1905: Kreisrat Ernst Süffert
  • 1905–1913: Kreisrat Freiherr Schenk zu Schweinsberg
  • 1913–1923: Kreisrat (ab 1917: Kreisdirektor) Friedrich Martin von Bechtold
  • 1924–1932: Kreisdirektor Karl Draudt
  • 1932–1937: Kreisdirektor Konrad Wolf
  • 1937–1939: Kreisdirektor Wilhelm Köhler
  • 1940–1944: Landrat Alfred Klostermann
  • 1944–1945: Regierungsdirektor Paul Stieh
  • 1945–1946: Landrat Konrad Elm
  • 1946–1947: Landrat Wilhelm Bechtolsheimer
  • 1947–1952: Landrat Eugen Klee
  • 1952–1969: Landrat Heinz-Eberhardt Andres

; Landräte im Altkreis Worms (1835 bis 1969)

  • 1835–1841: Kreisrat Gustav Eduard Städel
  • 1841–1845: Kreisrat Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk
  • 1846–1848: Kreisrat Wilhelm Willich gen. von Pöllnitz
  • 1848–1850: Dirigent der Regierungskommission Rheinhessen Reinhard Carl Friedrich Carl Freiherr von Dalwigk
  • 1850: designierter Dirigent der Regierungskommission Worms Regierungsrat Carl Schmitt
  • 1850–1852: Regierungsrat Johann Pfannebecker, Dirigent der Regierungskommission Worms
  • 1852–1874: Kreisrat Johann Pfannebecker
  • 1874–1881: Kreisrat Hermann Lotheißen
  • 1881–1888: Kreisrat Maximilian Freiherr von Gagern
  • 1888–1894: Kreisrat Franz Gros
  • 1894–1898: Kreisrat Andreas Breidert
  • 1898–1919: Kreisrat (ab 1917: Kreisdirektor) Dr. Karl Kayser
  • 1919–1929: Kreisdirektor Hans Wolff
  • 1929–1934: Kreisdirektor Wilhelm Schön
  • 1934–1937: Kreisdirektor Otto Schwebel
  • 1937–1940: Kreisdirektor Otto Straub
  • 1940–1945: Landrat Hans Becker
  • 1945–1946: Landrat Adolf Güngerich
  • 1946–1963: Landrat Georg Schick
  • 1963–1969: Landrat Willibrord Fischer

; Landräte im Landkreis Alzey-Worms (seit 1969)

  • 1969–1988: Landrat Rolf Rein (SPD)
  • 1988–2004: Landrat Hansjochem Schrader (SPD)
  • seit 2004: Landrat Ernst Walter Görisch (SPD)

Ernst-Walter Görisch setzte sich bei der Stichwahl am 27. Juni 2004 mit 51,7 % der Stimmen gegen den Kandidaten der CDU Ludwig Tauscher durch. Die Kandidaten von FWG, Grünen und FDP waren im ersten Wahlgang ausgeschieden. Die Wahlbeteiligung war sehr schwach, sie lag bei rund 35 Prozent. In der Stadt Alzey ging gar nur jeder fünfte Wahlberechtigte zur Wahlurne.

Wappen und Flagge

Der Landkreis Alzey-Worms führt ein Wappen und eine Flagge.

Wirtschaft und Verkehr

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Alzey-Worms Platz 152 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“.

Verkehr

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 61 (Ludwigshafen–Koblenz) und 63 (Kaiserslautern–Mainz), beide kreuzen sich am Autobahnkreuz Alzey. Der Kreis wird ferner von den Bundesstraßen 9, 271 und 420 durchzogen.

Nach der Einführung des Rheinland-Pfalz-Taktes im Mai 1994 ist in diesem Teil des Landes der öffentliche Personennahverkehr deutlich aufgewertet worden. Die wichtigste Verbindung, auf der viele Fernzüge verkehren, verläuft entlang des Rheins (Bahnstrecke Mainz–Mannheim, Strecke 660). Daneben werden von der Deutschen Bahn folgende Strecken betrieben:

  • Mainz–Armsheim–Alzey (Kursbuchstrecke 661) (Bahnstrecke Alzey–Mainz)
  • Bingen–Alzey–Monsheim–Worms (Kursbuchstrecke 662) (Rheinhessenbahn)
  • Monsheim–Neustadt an der Weinstraße (Kursbuchstrecke 667) (Pfälzische Nordbahn)

Darüber hinaus findet SPNV auf zwei Strecken im Landkreis durch private Unternehmen statt:

  • Alzey–Kirchheimbolanden (Kursbuchstrecke 661) (Donnersbergbahn, Betreiber: RP-Eisenbahn)
  • Monsheim – Langmeil (Kursbuchstrecke 662.1) (Zellertalbahn, (Ausflugsverkehr, Betreiber: Donnersberg Touristik Verband)

Daneben gibt es Schienenstrecken, die heute nicht mehr existieren, dazu zählen:

  • das Amiche von Alzey nach Bodenheim
  • die Wiesbachtalbahn von Armsheim nach Wendelsheim
  • die Altrheinbahn von Osthofen über Eich nach Guntersblum
  • das Gickelsche von Osthofen nach Westhofen
  • die Bahnstrecke Osthofen-Gau-Odernheim
  • die Bahnstrecke Worms–Gundheim
  • die Bahnstrecke Worms–Grünstadt

Städte und Gemeinden

;Zusammenstellung(Einwohner am )

Verbandsfreie Gemeinde:
  • Alzey, Stadt * ()

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verbandsgemeinde *)
  • 1. Verbandsgemeinde Alzey-Land
    Alzey
  • Albig ()
  • Bechenheim ()
  • Bechtolsheim ()
  • Bermersheim vor der Höhe ()
  • Biebelnheim ()
  • Bornheim ()
  • Dintesheim ()
  • Eppelsheim ()
  • Erbes-Büdesheim ()
  • Esselborn ()
  • Flomborn ()
  • Flonheim ()
  • Framersheim ()
  • Freimersheim ()
  • Gau-Heppenheim ()
  • Gau-Odernheim ()
  • Kettenheim ()
  • Lonsheim ()
  • Mauchenheim ()
  • Nack ()
  • Nieder-Wiesen ()
  • Ober-Flörsheim ()
  • Offenheim ()
  • Wahlheim ()
  • 2. Verbandsgemeinde Eich
  • Alsheim ()
  • Eich * ()
  • Gimbsheim ()
  • Hamm am Rhein ()
  • Mettenheim ()
  • 3. Verbandsgemeinde Monsheim
  • Flörsheim-Dalsheim ()
  • Hohen-Sülzen ()
  • Mölsheim ()
  • Monsheim * ()
  • Mörstadt ()
  • Offstein ()
  • Wachenheim ()
  • 4. Verbandsgemeinde Wöllstein
  • Eckelsheim ()
  • Gau-Bickelheim ()
  • Gumbsheim ()
  • Siefersheim ()
  • Stein-Bockenheim ()
  • Wendelsheim ()
  • Wöllstein * ()
  • Wonsheim ()
  • 5. Verbandsgemeinde Wonnegau
  • Bechtheim ()
  • Bermersheim ()
  • Dittelsheim-Heßloch ()
  • Frettenheim ()
  • Gundersheim ()
  • Gundheim ()
  • Hangen-Weisheim ()
  • Hochborn ()
  • Monzernheim ()
  • Osthofen, Stadt * ()
  • Westhofen ()
  • 6. Verbandsgemeinde Wörrstadt
  • Armsheim ()
  • Ensheim ()
  • Gabsheim ()
  • Gau-Weinheim ()
  • Partenheim ()
  • Saulheim ()
  • Schornsheim ()
  • Spiesheim ()
  • Sulzheim ()
  • Udenheim ()
  • Vendersheim ()
  • Wallertheim ()
  • Wörrstadt, Stadt * ()
Die folgenden Gemeinden verloren seit der Kreisgründung im Jahre 1969 ihre Eigenständigkeit:
  • Dautenheim, am 22. April 1972 zu Alzey
  • Heimersheim, am 22. April 1972 zu Alzey
  • Rommersheim, am 7. November 1970 zu Wörrstadt
  • Weinheim, am 22. April 1972 zu AlzeyListen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Kfz-Kennzeichen

Am 7. Juni 1969 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Alzey gültige Unterscheidungszeichen AZ zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Heimatjahrbuch

Der Landkreis ist Herausgeber des seit 1965 jährlich erscheinendes „Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms“ (erster Jahrgang 1966). Das Heimatjahrbuch erscheint meist im November/Dezember des Vorjahres.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Alzey-Worms

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