Kreisverwaltung
Bad Dürkheim
Philipp-Fauth-Str. 11
67098 Bad Dürkheim

http://www.kreis-bad-duerkheim.de/

Landkreis Bad Dürkheim

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Bad Dürkheim
Basisdaten
Bundesland Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz Bad Dürkheim
Adresse des Landkreises Philipp-Fauth-Straße 11
67098 Bad Dürkheim
Website www.kreis-bad-duerkheim.de
Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU)

Der Landkreis Bad Dürkheim ist eine Gebietskörperschaft im Süden von Rheinland-Pfalz in der Metropolregion Rhein-Neckar. Sitz der Kreisverwaltung ist die verbandsfreie Stadt Bad Dürkheim, die bevölkerungsreichste Kommune ist die verbandsfreie Gemeinde Haßloch.

Geographie

Lage

Der Landkreis Bad Dürkheim liegt in der Pfalz zwischen Ludwigshafen am Rhein im Osten und Kaiserslautern im Westen. Der Westen des Kreises hat Anteil am Pfälzerwald, der Osten gehört noch zur Oberrheinischen Tiefebene, die Mitte ist Teil der Hügellandschaft an der Deutschen Weinstraße, die sich von Nord nach Süd über eine Länge von gut 30 Kilometer durch den Kreis zieht.

Struktur und Grenzen

Der Landkreis erstreckt sich von Nord nach Süd von Bockenheim bis Haßloch, in Ost-West-Richtung von Frankenstein bis Ellerstadt. Seine größte Ausdehnung erreicht er mit 42 Kilometer (Luftlinie) zwischen Elmstein im Südwesten und Dirmstein im Nordosten.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Landkreis Alzey-Worms, an die kreisfreie Stadt Worms, an den Rhein-Pfalz-Kreis, an die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße, an den Landkreis Südliche Weinstraße, an eine Exklave der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz, an den Landkreis Südwestpfalz, an den Landkreis und die kreisfreie Stadt Kaiserslautern sowie an den Donnersbergkreis.

Städte und Gemeinden

(In Klammern: Einwohner am )

Verbandsfreie Städte und Gemeinden

  • 1. Stadt Bad Dürkheim ()
  • 2. Stadt Grünstadt ()
  • 3. Haßloch ()

Verbandsgemeinden mit angehörigen Städten und Ortsgemeinden

Der Verwaltungssitz jeder Verbandsgemeinde ist mit * markiert.

  • 1. Verbandsgemeinde Deidesheim
  • Stadt Deidesheim * ()
  • Forst an der Weinstraße ()
  • Meckenheim ()
  • Niederkirchen bei Deidesheim ()
  • Ruppertsberg ()
  • 2. Verbandsgemeinde Freinsheim
  • Bobenheim am Berg ()
  • Dackenheim ()
  • Erpolzheim ()
  • Stadt Freinsheim * ()
  • Herxheim am Berg ()
  • Kallstadt ()
  • Weisenheim am Berg ()
  • Weisenheim am Sand ()
  • 3. Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)
  • Elmstein ()
  • Esthal ()
  • Frankeneck ()
  • Stadt Lambrecht (Pfalz) * ()
  • Lindenberg ()
  • Neidenfels ()
  • Weidenthal ()
  • 4. Verbandsgemeinde Leiningerland
    Grünstadt
  • Altleiningen ()
  • Battenberg (Pfalz) ()
  • Bissersheim ()
  • Bockenheim an der Weinstraße ()
  • Carlsberg ()
  • Dirmstein ()
  • Ebertsheim ()
  • Gerolsheim ()
  • Großkarlbach ()
  • Hettenleidelheim ()
  • Kindenheim ()
  • Kirchheim an der Weinstraße ()
  • Kleinkarlbach ()
  • Laumersheim ()
  • Mertesheim ()
  • Neuleiningen ()
  • Obersülzen ()
  • Obrigheim (Pfalz) ()
  • Tiefenthal ()
  • Quirnheim ()
  • Wattenheim ()
  • 5. Verbandsgemeinde Wachenheim an der Weinstraße
  • Ellerstadt ()
  • Friedelsheim ()
  • Gönnheim ()
  • Stadt Wachenheim an der Weinstraße * ()

Listen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Geschichte

Der Landkreis Bad Dürkheim wurde am 7. Juni 1969 im Rahmen der Kreisreform in Rheinland-Pfalz aus Teilen der beiden aufgelösten Landkreise Frankenthal (Pfalz) und Neustadt an der Weinstraße (früher Neustadt an der Haardt) gebildet. Am 16. März 1974 wurde Duttweiler in die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße eingegliedert. Die beiden alten Landkreise waren vom Königreich Bayern, zu dem das heutige Kreisgebiet ab 1816 gehörte, geschaffen worden. 1946 wurden beide Kreise Teil des damals neu geschaffenen Landes Rheinland-Pfalz und gehörten zunächst zum Regierungsbezirk Pfalz, ab 1968 Rheinhessen-Pfalz.

Politik

Landräte

Seit 2001 wird das Amt des Landrats, des höchsten Verwaltungsbeamten des Landkreises, durch Mehrheitswahl vergeben. Eine Wahlperiode dauert acht Jahre.

Zeit Name Partei Bemerkungen
Hermann Scherer SPD
1979–1988 CDU vorzeitiger Rücktritt
1988–1990 Herbert Gustavus SPD als 1. Kreisbeigeordneter kommissarisch
1990–2001 Georg Kalbfuß SPD
2001–2012 Sabine Röhl SPD 2001 und 2009 gewählt durch Direktwahl,
im Dezember 2012 nach zweijähriger Krankheit verstorben.
2012–2013 Erhard Freunscht CDU als 1. Kreisbeigeordneter kommissarisch
2013– Hans-Ulrich Ihlenfeld CDU

Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Bad Dürkheim besteht aus 46 gewählten Mitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Die Wahlen zum Kreistag seit 1999 hatten folgende Ergebnisse:

Parteien und Wählergruppen %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,2 18 35,8 17 41,7 19 42,2 20
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 27,7 13 29,0 13 29,2 13 37,7 18
FWG Freie Wählergruppen 12,1 6 12,9 6 12,1 6 9,5 4
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 8,9 4 7,1 3 7,2 3 5,2 2
AfD Alternative für Deutschland 5,1 2
FDP Freie Demokratische Partei 4,3 2 8,9 4 5,6 3 4,5 2
Linke Die Linke 2,7 1 2,9 1
Piraten Piratenpartei Deutschland 0,8
SWG Soziale Wählergemeinschaft 0,8
III. Weg Der Dritte Weg 0,5
REP Die Republikaner 1,8 1 4,3 2
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 1,6 1
gesamt 100,0 46 100,0 46 100,0 46 100,0 46
Wahlbeteiligung in % 57,5 53,4 62,7 66,3

Anmerkung: Zur Kreistagswahl 2014 trat die NPD nicht an, jedoch die rechtsextreme Kleinpartei „Der Dritte Weg (III. Weg)“, die von lokalen NPD-Funktionären gebildet wurde. CDU und SPD bilden im Kreistag eine Koalition.

Wappen und Flagge

Der Landkreis Bad Dürkheim führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Partnerschaften

Zum Landkreis Starnberg in Oberbayern bestehen seit 1980 „freundschaftliche Beziehungen“. 1990 wurde eine formelle Partnerschaft mit dem Landkreis Stadtroda in Thüringen beschlossen, der 1994 im Saale-Holzland-Kreis aufging. Die jüngste Partnerschaft besteht seit 2000 mit dem polnischen Landkreis Kreuzberg O.S. Außerdem betreut der Landkreis Bad Dürkheim die seit 1968 bestehende Partnerschaft zwischen der Deutschen Weinstraße und der Südtiroler Weinstraße.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Typisch für den Landkreis ist der Weinanbau auf rund 7200 Hektar Rebfläche, aber auch Obst und Gemüse werden angepflanzt. Dank des milden Klimas wachsen zum Beispiel Mandeln, Feigen, Orangen und Zitronen.

Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus eine weitere Einnahmequelle für viele Bewohner des Landkreises. Im Naturpark Pfälzerwald findet man den Kurpfalz-Park, einen Wildschutzpark oberhalb des Städtchens Wachenheim. Der Holiday Park bei Haßloch lockt ebenfalls jährlich tausende Besucher in die Pfalz.

Das Kreisgebiet durchziehen eine Pipeline für Erdgas der Creos Deutschland GmbH sowie die NATO-Pipeline „Speyer–Fürfeld“.

Verkehr

Verkehrstechnisch ist der Landkreis Bad Dürkheim gut angebunden. Die Bundesautobahn 6 (Mannheim–Saarbrücken) führt durch das nördliche Kreisgebiet, die Bundesautobahn 65 (Karlsruhe–Ludwigshafen) streift das südliche Kreisgebiet bei Haßloch. Die Bundesautobahn 61 (Speyer–Ludwigshafen–Koblenz) führt nur wenige Kilometer östlich der Kreisgrenze vorbei und kreuzt sowohl die A 6 als auch die A 65.

Der öffentliche Personennahverkehr ist im Verkehrsverbund Rhein-Neckar zusammengeschlossen. Durch den Landkreis verlaufen die wichtige Eisenbahntrasse der Pfälzischen Ludwigsbahn Mannheim–Saarbrücken(–Paris) sowie die Pfälzische Nordbahn (Neustadt an der Weinstraße–)Bad Dürkheim–Grünstadt(–Monsheim). Die Rhein-Haardtbahn (RHB) verkehrt von Bad Dürkheim nach Ludwigshafen und Mannheim, wo sie dank gleicher Spurbreite mit der Straßenbahn vernetzt ist. Nur noch im Museumsverkehr wird hingegen das Kuckucksbähnel Lambrecht–Elmstein bedient.

Kfz-Kennzeichen

Bei der Bildung des neuen Landkreises wurde am 7. Juni 1969 das Unterscheidungszeichen DÜW zugeteilt. Es ist von Bad Dürkheim und Weinstraße abgeleitet und wird bis heute ausgegeben.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Bad Dürkheim

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