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Schönefeld
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Schönefeld

160pxAbb. 1 Wappen von Schönefeld
Basisdaten
Bundesland Brandenburg
Höhe 44 m
PLZ 12529
Vorwahl 030, 03379, 033762
Gliederung 6 Ortsteile
Website gemeinde-schoenefeld.de
Bürgermeister Udo Haase (Alle für Eine)
Schönefeld ist eine Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald in Deutschland. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Flughafen Berlin-Schönefeld sowie der im Bau befindliche Flughafen Berlin Brandenburg.

Geografie

Die Gemeinde grenzt direkt an den Südosten Berlins mit dessen Ortsteilen Lichtenrade, Gropiusstadt, Buckow, Rudow, Altglienicke und Bohnsdorf.

Nachbargemeinden

Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Grenze zu Berlin im Norden bis zur Stadt Mittenwalde im Süden, von der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow im Westen bis zu den Gemeinden Schulzendorf und Zeuthen im Osten.

Gemeindegliederung

Schönefeld untergliedert sich in sechs Ortsteile mit sieben bewohnten Gemeindeteilen und zwei Wohnplätzen:

  • Schönefeld mit Wohnplatz Thiekesiedlung
  • Großziethen mit dem bewohnten Gemeindeteil Kleinziethen
  • Kiekebusch mit dem bewohnten Gemeindeteil Karlshof
  • Selchow
  • Waltersdorf mit den bewohnten Gemeindeteilen Rotberg, Siedlung Hubertus, Siedlung Waltersdorf, Tollkrug und Vorwerk.
  • Waßmannsdorf mit Wohnplatz Klärwerk

Die Siedlung Kienberg (zu Waltersdorf gehörend) musste dem Neubau des Flughafens Berlin Brandenburg weichen.

Geschichte

Schönefeld wurde 1242 das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Ort besitzt eine evangelische Kirche mit einem großen barocken Kanzelaltar.

Eingemeindungen

Am 26. Oktober 2003 wurden die Orte Großziethen, Kiekebusch, Selchow, Waltersdorf und Waßmannsdorf nach Schönefeld eingemeindet.

Am 29. Februar 2004 wurde die Gemeinde Diepensee aufgelöst. Ein Teil der ehemaligen Gemeindefläche wurde nach Schönefeld umgegliedert.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 494
1890 613
1910 595
1925 542
1933 603
1939 1 058
1946 1 132
1950 1 149
1964 1 568
1971 1 238
Jahr Einwohner
1981 2 177
1985 2 139
1989 2 035
1990 1 973
1991 1 805
1992 1 819
1993 1 764
1994 1 753
1995 1 810
1996 2 027
Jahr Einwohner
1997 2 485
1998 2 803
1999 2 931
2000 2 892
2001 2 936
2002 2 880
2003 11 843
2004 11 993
2005 12 274
2006 12 354
Jahr Einwohner
2007 12 462
2008 12 831
2009 13 060
2010 13 256
2011 13 317
2012 13 453
2013 13 760
2014 13 895
2015 14 190

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung besteht aus 22 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister als stimmberechtigtem Mitglied.

  • CDU 7 Sitze
  • SPD 4 Sitze
  • Alle für Eine 4 Sitze
  • Bürgerinitiative Schönefeld (BIS) 3 Sitze
  • Die Linke 2 Sitze
  • Bündnis 90/Grüne 1 Sitze
  • FDP 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Bürgermeister

Seit 2003 ist Udo Haase (Alle für Eine) Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld. Er wurde in der Bürgermeisterwahl vom 11. September 2011 mit 58,5 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren gewählt (Wahlbeteiligung 42,9 %).

Wappen

Das Gemeindewappen wurde am 28. April 2005 genehmigt.

Blasonierung: „Von Rot und Silber zwölfmal geständert und belegt mit einer Windrose (eine silberne Scheibe belegt mit einem achtstrahligen gold-schwarz facettierten Stern, oben besteckt mit einer schwarz-gold gespaltenen Lilie).“

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Ortsteil Schönefeld

Blasonierung: „Von Rot und Silber geviert, überdeckt von zwei übereinander liegenden gold-schwarzen facettierten Sternen mit je vier Strahlen, wovon die unteren, schräggekreuzten verkürzt sind.“

Erläuterung: Der am südlichen Rande Berlins liegende Ortsteil ist nach 1945 vor allem als Knotenpunkt von Schienen-, Straßen- und besonders dem Luftverkehr bekannt geworden. Der in seiner Form an eine Windrose erinnernde Doppelstern soll diese Funktion als Verkehrsverbindung in alle Himmelsrichtungen symbolisieren. Die rot-weiße Vierung verweist auf die Landesfarben.

Gemeindepartnerschaften

Es besteht seit 1999 eine Partnerschaft mit Bajangol in der Mongolei, einem Distrikt (Düüreg) der Hauptstadt Ulaanbaatar.Eine weitere Partnerschaft zu dem polnischen Dorf Skórka in Krajenka ist geplant.

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Schönefeld und in der Liste der Bodendenkmale in Schönefeld stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

  • Die Dorfkirche Kiekebusch entstand vermutlich im 14. Jahrhundert und wurde in den Jahren 1693 und 1694 nach Süden hin durch den Anbau einer Patronatsloge erweitert. In seinem Innern steht unter anderem ein Altar aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
  • Die Dorfkirche Selchow ist eine romanische Feldsteinkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Fenster wurden um 1700 zum Teil vergrößert; das Bauwerk in den Jahren 1972 und 1973 restauriert. Im Innern befinden sich unter anderem ein zweigeschossiger Kanzelaltar und eine Fünte aus dem Jahr 1710 sowie ein Kruzifix, das Ende des 15. Jahrhunderts geschaffen wurde.
  • Die Dorfkirche Waltersdorf ist eine spätromanische Saalkirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Im Innern befindet sich unter anderem ein Altarretabel bestehend aus einem Mittelschrein eines geschnitzten Altars, der um 1620 entstand. Er zeigt im Altarblatt die Dreifaltigkeit und wird von zwei Flügeln ergänzt, die um 1640 entstanden. Auf dem linken Flügel sind Simon Petrus, Paulus von Tarsus sowie Jakobus der Ältere dargestellt, rechts Barbara von Nikomedien, Apollonia von Alexandria und Katharina von Alexandrien.
  • Die Dorfkirche Waßmannsdorf ist eine Feldsteinkirche, die vermutlich in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. 1926 kam der Westturm hinzu. In ihrem Innern steht unter anderem ein hölzerner Kanzelaltar aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.
  • Denkmal für 200 umgekommene Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter auf dem Friedhof des Ortsteils Großziethen zwischen Karl-Marx-Straße und Dorfstraße. Sie mussten während des Zweiten Weltkriegs in einem Zwangsarbeiterlager in drei großen Baracken leben.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Die größte steuerliche Einnahmequelle der Gemeinde ist das Airport-Center, ein Gewerbegebiet im Ortsteil Waltersdorf. Ein weiterer wichtiger Einnahmefaktor des Ortes ist der Flughafen Berlin-Schönefeld, der voraussichtlich ab 2019 durch den im Bau befindlichen Flughafen Berlin Brandenburg ersetzt wird.

Schönefeld ist Sitz des Möbelhauses Höffner und des dazugehörenden Möbeldiscounters Sconto. Die Deutsche Post AG betreibt hier eines ihrer 82 Briefzentren in Deutschland. Weiterhin hat sich der Logistikkonzern Dachser hier niedergelassen.

Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Verkehr

Straße

Schönefeld liegt an der Bundesstraße B 96a zwischen der Berliner Stadtgrenze (Ortsteil Altglienicke) und Teltow. Die Landesstraße L 75 zwischen der Berliner Stadtgrenze (Ortsteil Buckow) und Mahlow führt ebenfalls über das Gemeindegebiet.

Die Bundesautobahnen A 113 und A 117 durchqueren das Gebiet der Gemeinde, an der südlichen Gemeindegrenze verläuft die A 10 (südlicher Berliner Ring) mit dem Schönefelder Kreuz.

Bahn

Auf dem Bahnhof ''Flughafen Berlin-Schönefeld'' verkehren:

  • S-Bahn-Linie S 45 nach Bundesplatz
  • S-Bahn-Linie S 9 nach Pankow
  • Regional-Express RE 7 (Dessau–Berlin–Wünsdorf-Waldstadt)
  • Regionalbahn RB 14 (Nauen–Berlin–Flughafen Berlin-Schönefeld)
  • Regionalbahn RB 22 (Potsdam–Königs Wusterhausen)

Noch nicht in Betrieb ist ein S-Bahn-Haltepunkt in Waßmannsdorf (zwischen dem Bahnhof Schönefeld und dem zukünftigen Flughafen-Bahnhof). Es gibt derzeit keine konkrete Planung zum Anschluss des Flughafen-Bahnhofs an den S-Bahnhof Mahlow (etwa 5 km entlang bestehender Bahnanlagen)

Busverkehr

  • Buslinien der BVG und der RVS verkehren nach Berlin und ins Umland.

Flugverkehr

  • Flughafen Berlin-Schönefeld (Ersatz durch Flughafen Berlin Brandenburg voraussichtlich ab 2018)
Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.) 6 639 6 774 6 938 7 186 7 522 7 713 8 129
PKW je 1000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 533 528 531 542 565 573 591

Persönlichkeiten

  • Rosemarie Clausen (* 1907), Theaterfotografin, im Ortsteil Großziethen geboren

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Schönefeld

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Ortsplan Schönefeld