Informationen
Strassen
Einrichtungen
Zeuthen
Navigation

Zeuthen

160pxAbb. 1 Wappen von Zeuthen
Basisdaten
Bundesland Brandenburg
Höhe 34 m
PLZ 15738,
15751 (Miersdorfer Werder)
Vorwahl 033762
Adresse der Verwaltung Schillerstraße 1
15738 Zeuthen
Website www.zeuthen.de
Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD)

Zeuthen ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg, Deutschland. Sie liegt am südöstlichen Stadtrand Berlins an der Dahme und dem Zeuthener See.

Geografie

Zeuthen hat zwei Ortskerne, das alte Angerdorf Miersdorf südwestlich des heutigen Zentrums, und ebendieses, das nach dem Bau der Bahnstrecke Berlin–Görlitz zwischen Bahnhof und Seeufer entstand. Der Wohnplatz Miersdorfer Werder liegt auf der Ostseite des Sees und ist nur über das Territorium von Wildau und Königs Wusterhausen zu erreichen. Früher fuhr auch eine Fähre zwischen den beiden Seeufern, doch wegen eines zu geringen Umsatzes ist der Fährverkehr eingestellt worden.

Nachbargemeinden sind Eichwalde im Norden, Schulzendorf und Schönefeld im Westen, Wildau im Süden, Königs Wusterhausen im Südosten und Berlin-Schmöckwitz im Nordosten. An den Grenzen zu Eichwalde, Schulzendorf und Wildau geht die Bebauung nahtlos in die der Nachbargemeinden über, eine Zuordnung der Grundstücke nach Gemeinden fällt ohne Kartenwerk oft schwer. Zeuthen bildet somit das Zentrum eines aus diesen vier Gemeinden bestehenden Siedlungskörpers.

Das Zeuthener Gemeindegebiet ist zum großen Teil bebaut, die Freiflächen bestehen vorwiegend aus Wald- und Wasserflächen. Es gibt fast keine landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Gemeindegliederung

Zu Zeuthen gehören die bewohnten Gemeindeteile Miersdorf und Zeuthen sowie die Wohnplätze Falkenhorst, Hankelsablage, Heideberg, Hochland, Miersdorfer Werder und Wüstemark.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 149
1890 345
1910 1 122
1925 1 942
1933 3 062
1939 4 135
1946 4 166
1950 4 817
1964 9 078
1971 9 121
Jahr Einwohner
1981 8 610
1985 8 236
1989 7 979
1990 7 860
1991 7 738
1992 7 696
1993 7 652
1994 7 794
1995 7 923
1996 8 056
Jahr Einwohner
1997 8 171
1998 8 665
1999 9 005
2000 9 375
2001 9 646
2002 9 831
2003 9 959
2004 10 094
2005 10 219
2006 10 377
Jahr Einwohner
2007 10 344
2008 10 272
2009 10 290
2010 10 400
2011 10 574
2012 10 693
2013 10 811
2014 10 993
2015 11 106

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung besteht aus 22 Gemeindevertretern sowie der hauptamtlichen Bürgermeisterin.

  • SPD 6 Sitze (26,5 %)
  • Bürger für Zeuthen 5 Sitze (21,6 %)
  • Die Linke 4 Sitze (17,8 %)
  • CDU 4 Sitze (16,4 %)
  • GRÜNE 2 Sitze (11,2 %)
  • FDP 1 Sitz (6,5 %)

Grüne und FDP bilden eine Fraktionsgemeinschaft.

Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014

Bürgermeisterin

Bei der Bürgermeisterwahl am 27. September 2009 ist Beate Burgschweiger (SPD) für eine Amtsdauer von acht Jahren zur Bürgermeisterin der Gemeinde Zeuthen gewählt worden (59,5 % der gültigen Stimmen). Damit steht zum zweiten Mal eine Frau der Gemeindeverwaltung vor.

Ehemalige Bürgermeister

  • Karl-Ludwig Böttcher (1990–1994)
  • Klaus-Dieter Kubick (1994–2010)

Partnergemeinden

Partnerschaften bestehen zur polnischen Kleinstadt Małomice (Mallmitz) in Niederschlesien und zum Schweizer Kurort Interlaken im Kanton Bern.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

In der Liste der Baudenkmale in Zeuthen und in der Liste der Bodendenkmale in Zeuthen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

  • Dorfkirche Miersdorf aus dem 14./15. Jahrhundert mit großem Holzkreuz und drei gotischen Holzplastiken
  • Martin-Luther-Kirche (erbaut 1913/14 nach einem Entwurf von Georg Büttner)
  • Zeuthener See mit kleiner Uferpromenade
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof von 1949 an der Dorfstraße im Ortsteil Miersdorf für 449 sowjetische Soldaten sowie Zivilpersonen, zu denen wahrscheinlich auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Frankreich gehörten, die im Schwermaschinenbau von Wildau und in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten mussten
  • Gedenkstein auf dem Platz der Demokratie für Angehörige aus den Internationalen Brigaden der Spanienkämpfer, nach denen dieser Platz zu DDR-Zeiten benannt war
  • Chinesischer Garten am Zeuthener See
  • Siegert-Platz am Zeuthener See
  • Hertzog-Villa
  • Grab des Assyriologen Bruno Meissner auf dem Zeuthener Friedhof, Begründer des Reallexikons der Assyriologie. Das später von Wolfram von Soden herausgegebene akkadische Handwörterbuch beruht auf seiner Vorarbeit.
  • Naturschutzgebiet Höllengrund–Pulverberg

Veranstaltungen

Alljährlich zu Pfingsten findet das Zeuthener Fischerfest statt. Dort stellen sich Vereine und Gewerbetreibende der Region vor. Es wurde 1993 erstmals ausgerichtet, damals am Siegerplatz am Ufer des Zeuthener Sees. Seitdem findet es am Miersdorfer See statt. 1994 war der Männerchor Zeuthen der Veranstalter, seit 1995 ist es der Gewerbeverein Zeuthen.

Der Fontanekreis Zeuthen veranstaltet öffentliche Vorträge und Ausstellungen.

Der Kantatenchor Zeuthen e. V., angesiedelt an der Martin-Luther-Kirche, veranstaltet jährlich zwei bis drei Oratorienaufführungen.

Die Feuerwehr Zeuthen veranstaltet jährlich einen Jedermannslauf und das Knutfest.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Seit 1992 ist Zeuthen neben Hamburg-Bahrenfeld einer der beiden Standorte des Forschungszentrums DESY in der Helmholtz-Gemeinschaft. Vorher befand sich dort seit 1962 das frühere Institut für Hochenergiephysik der Akademie der Wissenschaften der DDR, das auf dem Gelände und in den Gebäuden der früheren Forschungsanstalt der deutschen Reichspost eingerichtet wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde hier auf Initiative von Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge mit dem Bau eines großen Zyklotrons und einer Pilotanlage zur Isotopentrennung begonnen.

Verkehr

Zeuthen liegt an den Landesstraßen L 401 zwischen der Berliner Landesgrenze (Bezirk Treptow-Köpenick) und Königs Wusterhausen sowie L 402 Dahlewitz– Zeuthen. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Königs Wusterhausen an der A 10 (südlicher Berliner Ring) und Waltersdorf an der A 117.

Zeuthen liegt an der Bahnstrecke Berlin–Görlitz, der Bahnhof Zeuthen wurde am 1. November 1897 eingeweiht. Er wird von den S-Bahnlinien S 8 (Zeuthen – Birkenwerder) auf der Kursbuchstrecke (KBS) 200.8 und von der S-Bahnlinie S 46 (Königs Wusterhausen – Westend) auf der Kursbuchstrecke 200.46 bedient.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.) 5 309 5 314 5 393 5 515 5 675 5 748 5 863
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 513 517 524 530 537 538 542

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Uwe Reisner (* 1936), Lyriker

Mit Zeuthen verbundene Persönlichkeiten

Zahlreiche Persönlichkeiten der DDR lebten in Zeuthen und sind auch hier verstorben.

  • Bruno Meissner (1868–1947), Assyriologe
  • Paul Scholz (1902–1995), Politiker (DBD)
  • Kurt Seibt (1908–2002), Politiker (SED)
  • Friedrich Behrens (1909–1980), Wirtschaftswissenschaftler
  • Rudolf Kaiser (1910–1980), Keramiker
  • Wolfgang Rösser (1914–2007), Politiker (NDPD)
  • Karl-Eduard von Schnitzler (1918–2001), Chefkommentator des Fernsehens der DDR
  • Ruth Berghaus (1927–1996), Opernregisseurin
  • Dieter Noll (1927–2008), Schriftsteller
  • Gerhart Neuner (1929–2008), Präsident der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR
  • Heribert Mally (1929–1995), Leiter der Verkehrspolizei im Ministerium des Innern der DDR
  • Klaus-Dieter Baumgarten (1931–2008), Chef der Grenztruppen der DDR
  • Dean Reed (1938–1986), US-amerikanischer Sänger
  • Siegfried Uhlenbrock (1939–2013), Schlagersänger und Komponist

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Zeuthen

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.

Deutschlandkarte
Ortsplan Zeuthen