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Wathlingen
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Samtgemeinde Wathlingen
Der Samtgemeindebürgermeister
Am Schmiedeberg 1
29339 Wathlingen

Telefon 05144/4910
Telefax 05144/49127
info@wathlingen.de
http://www.wathlingen.de

Wathlingen

160pxAbb. 1 Wappen von Wathlingen
Basisdaten
Bundesland Niedersachsen
Höhe 43 m
PLZ 29339
Vorwahl 05144
Gliederung 2 Ortsteile
Website www.wathlingen.de
Bürgermeister Torsten Harms (CDU)

Wathlingen () ist eine Gemeinde im Südosten des niedersächsischen Landkreises Celle und Verwaltungssitz der gleichnamigen Samtgemeinde. Sie liegt rund 30 km östlich von Hannover. Papenhorst ist ein Ortsteil von Wathlingen.

Geografie

Dicht an Wathlingen vorbei fließt die Fuhse. Überschattet wird die Gemeinde von einem zurzeit noch etwa 110 m hohen Kaliberg. Die Kreisstadt Celle ist etwa 14 km entfernt.

Geschichte

Der älteste Ort der Samtgemeinde Wathlingen ist der Samtgemeindesitz selbst. Wathlingen wurde erstmals am 1. November 1022 genannt, als Bischof Bernward von Hildesheim das Kloster St. Michaelis in Hildesheim stiftete und es mit mehreren Gütern, u. a. „Waditlogon“, ausstattete.

Das Dorf, das jahrhundertelang nur von der Landwirtschaft lebte, erlebte etwa um 1900 mit dem Aufbau des Kaliwerkes einen enormen Wandel hin zum Industriedorf. Die Einwohnerzahl stieg enorm, und es entstand die heutige „Kolonie“ als Siedlung der Bergleute. Der Bergmannsverein führt heute die Tradition der Grubenleute fort.

Im Jahr 1997 feierte die Gemeinde Wathlingen ihren 975. Geburtstag.

Der älteste Verein der Gemeinde, VfL Wathlingen, 1910 als Männerturnverein „Vater Jahn“ gegründet, feierte 2010 sein 100. Jubiläum.

Die Grundschule Wathlingen feierte am 27. September 2010 ihr 100. Jubiläum. Bei dieser Gelegenheit wurde die neu sanierte Turnhalle der Grundschule ihrer Bestimmung übergeben.

Religionen

Die evangelisch-lutherische St.-Marien-Kirche an der Kirchstraße gehört zum Kirchenkreis Celle. Zur Kirchengemeinde gehört auch der innerhalb des Ortes gelegene Friedhof. An der Kantallee befindet sich der 1960 gegründete evangelisch-lutherische Kindergarten Marienkäfer.

Um 1950 entstand eine katholische Gemeinde in Wathlingen. 1960/61 wurde an der Straße nach Hänigsen die St.-Barbara-Kirche errichtet, sie gehört heute zur Pfarrgemeinde St. Ludwig in Celle.

Politik

Der Rat der Gemeinde Wathlingen setzt sich aus 19 Abgeordneten zusammen.

CDU SPD Bürger für Wathlingen (BfW) Grüne FDP BL Thunich Gesamt
2001 10 5 2 2 0 19 Sitze
2006 9 6 2 1 1 19 Sitze
2011 9 6 0 2 1 1 19 Sitze
Kommunalwahlen in Niedersachsen 2011

Bürgermeister seit 1824
1824–1831: Hans Heinrich Behrens
1831–1854: Hans Heinrich Timme
1854–1860: Dietrich Ebeling
1860–1878: Hans Homann
1878–1890: Hans Heinrich Engelke („Stummel-Engelke“)
1890–1896: Heinrich Kesselhut
1896–1908: Hans Heinrich Engelke
1908–1909: Hans Schrader
1909–1918: Hans Heinrich Brandes
1918–1931: Heinrich Meyer
1931–1933: Friedrich Oberheide
1933–1945: Heinrich Kesselhut
1945–1946: Friedrich Oberheide
1946–1948: Richard Rieke
1948–1952: Ernst Engelke
1952–1956: Heinrich Hage
1956–1961: Karl Bleckmann
1961–1964: Gustav Pfeiffer
1964–1980: Heinz Homann
1980–1996: Hans-Wilhelm v. Reden

Amtierender Bürgermeister seit 1996 ist Torsten Harms.

Wappen

Blasonierung: „auf grünem Grund unter zwei gekreuzt hängenden Ähren einen dreifüssigen goldenen Grapen; über den Ähren ein gekreuztes silbernes Bergmannsgezäh (Schlägel und Eisen) mit goldenen Stielen“.

Städtepartnerschaften

Seit 1975 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Villeparisis. Außerdem wird eine Partnerschaft mit der Gemeinde Groß Quenstedt in Sachsen-Anhalt gepflegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Das Rittergut Wathlingen kam über die Familie von Lüneburg im 20. Jahrhundert an die Familie von Reden.
  • Bis 1996 wurde im Schacht Niedersachsen am südlichen Rand der Gemeinde Kalisalz gefördert. Die noch bestehende Abraumhalde, der Kaliberg, ist weithin sichtbar.
  • Zur Feier des 975-jährigen Bestehens wurde im Jahr 1997 von den Spenden Wathlinger Bürger und Firmen ein Glockenspiel am alten Schlauchturm neben dem Rathaus angebracht.
  • Sehenswert ist auch die evangelisch-lutherische Kirche St. Marien mit Fachwerkturm in Wathlingen. Sie geht auf eine Kirche aus dem 14. Jahrhundert zurück, wurde im Laufe der Zeit aber stark verändert. So ließ die Familie von Lünburg von 1696 bis 1704 die Kirche umbauen. Im Inneren befindet sich ein Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert.

Seit 2007 gibt es in Wathlingen den Verein Kleinbahn Wathlingen-Ehlershausen e. V. (KWE), auch die Kalibahn genannt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bahnstrecken der ehemaligen Grubenanschlussbahn zu den Kaliwerken Niedersachsen und Riedel wieder befahrbar zu machen. Es sollen eines Tages wieder Züge auf den landschaftlich reizvollen Strecken von Ehlershausen (Anschluss an das Streckennetz der DB) nach Wathlingen und weiter nach Hänigsen rollen.

Dabei werden historische, industrielle sowie landschaftliche Landmarken miteinander verbunden. Die Mitglieder des Vereins sind intensiv damit beschäftigt, die Strecken vom Wildwuchs zu befreien, eine 1000 m lange Gleislücke zu schließen (hier wurden von Metalldieben die Schienen gestohlen) sowie ihren Fahrzeugbestand aufzuarbeiten und zu ergänzen.

Baudenkmäler

  • Liste der Baudenkmale in Wathlingen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wathlingen hat neben der Grundschule auch ein Schulzentrum, in dem sich die Realschule und Hauptschule befindet. Lernbehinderten Schülern gibt die Janusz-Korczak-Förderschule die notwendige Unterstützung.

Persönlichkeiten

  • Georg von Lüneburg auf Uetze und Wathlingen (* 7. November 1735 in Wathlingen; † 2. Oktober 1794 in Wathlingen), kurhannoverscher Stall- und Hofjunker 1750, Landschaftsdeputierter 1765, Drost zu Wittenburg 1772–1776, Herr auf Uetze und Wathlingen, 1792 nach dem Aussterben derer v. Appel mit Masendorf bei Uelzen belehnt aufgrund der Exspektanz (Geding) von 1634, die 1792 von Herzog Georg Wilhelm auf ein heimgefallenes Lehen derer v. Dannenberg, v. Weyhe oder v. Appel festgesetzt war, und in dieser Form von Georg II. 1745 bestätigt wurde
  • Martin Hose (* 1961), Altphilologe

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wathlingen

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