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Vöhringen (Iller)
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Stadtplan Vöhringen (Iller)
Stadt Vöhringen
Hettstedter Platz 1
89269 Vöhringen

http://www.voehringen.de

Vöhringen (Iller)

160pxAbb. 1 Wappen von Vöhringen (Iller)
Basisdaten
BundeslandBayern
Höhe499 m
PLZ89269
Vorwahl07306, 07307
Gliederung5 Gemeindeteile
Adresse der VerwaltungHettstedter Platz 1
89269 Vöhringen
Websitewww.voehringen.de
Erster BürgermeisterMichael Neher (CSU)
Vöhringen ist eine Stadt im bayerisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm.

Geografie

Lage

Die Stadt Vöhringen liegt zirka 18 Kilometer südlich von Ulm und 40 Kilometer nördlich von Memmingen an der Iller. Sie gehört unter regionalplanerischen Gesichtspunkten der Region Donau-Iller und naturräumlich Mittelschwaben an.

Nachbargemeinden

Vöhringen grenzt im Norden an die Stadt Senden, im Osten an die Stadt Weißenhorn, im Süden an die Gemeinde Bellenberg und im Westen an die baden-württembergische Gemeinde Illerrieden.

Stadtgliederung

Es gibt 5 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

  • Illerberg (Pfarrdorf)
  • Illerzell (Kirchdorf)
  • Riedhof (Einöde)
  • Thal (Dorf)
  • Vöhringen (Hauptort)

Geschichte

Bis zum 19. Jahrhundert

Vöhringen dürfte bereits im 5./6. Jahrhundert entstanden sein, als die Alemannen von der Donau her die Flusstäler besiedelten.„Veringen“, wie es im 12. Jahrhundert mehrfach namentlich auftauchte, wechselte im 15. Jahrhundert mehrmals seinen Besitzer und wurde schließlich 1756 durch Kurfürst Max Joseph von Bayern früher als die Nachbarorte bayerisch.

Die entscheidende Wende setzte für Vöhringen 1864 im Zeichen der Industrialisierung ein, als der Fabrikbesitzer Philipp Jakob Wieland das örtliche Mühlgut mit Fabrikgelände und der dazugehörigen Wasserkraft käuflich erwarb. Noch heute prägen die Wieland-Werke als weltweit agierendes Unternehmen das Vöhringer Ortsbild.

Stadt

Vöhringen wurde mit seinen zu diesem Zeitpunkt bereits eingemeindeten Gemeindeteilen Illerberg/Thal und Illerzell am 25. Juni 1977 die Bezeichnung „Stadt“ verliehen.

Eingemeindungen

Illerzell

Die früher selbständige Gemeinde Illerzell mit über 1300 Einwohnern liegt rund drei Kilometer nordwestlich von Vöhringen in der Illertalebene. Die Eingemeindung nach Vöhringen erfolgte am 1. Juli 1972.

Illerberg/Thal

Illerberg mit über 1700 und Thal mit rund 600 Einwohnern liegen rund zwei Kilometer östlich von Vöhringen und sind in ihren Dorfkernen noch von der Landwirtschaft geprägt. Sie sind über Jahrzehnte zu einer Siedlungseinheit zusammengewachsen. Illerberg verfügt über einen unmittelbaren Autobahnanschluss an die A 7 Würzburg–Kempten. Die ehemals selbständigen Gemeinden Illerberg und Thal wurden am 1. Oktober 1970 zusammengeführt und am 1. Januar 1976 nach Vöhringen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Stadt von 12.266 auf 13.630 um 1364 Einwohner bzw. um 11,1 %.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat, dessen Zusammensetzung alle sechs Jahre durch Wahlen neu bestimmt wird, besteht aus 24 ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern. Zuletzt wurde am 15. März 2020 neu gewählt. Die Sitzverteilung ist aus dem nebenstehenden Diagramm zu ersehen sowie der untersten Zeile der folgenden Tabelle zu entnehmen, die auch die Sitzverteilung nach früheren Wahlen zeigt.

Wahljahr CSU SPD Grüne FWG parteilos Gesamt
2002 10 7 1 4 1 24 Sitze
2008 10 7 1 6 0 24 Sitze
2014 10 8 0 6 0 24 Sitze
2020 10 6 4 4 0 24 Sitze

Bürgermeister seit der Stadterhebung

  • 1976 bis 1996: Erich Josef Geßner (CSU)
  • 1996 bis 2020: Karl Janson (parteilos)
  • Seit 2020: Michael Neher (CSU); dieser wurde bei der Kommunalwahl 2020 ohne Mitbewerber mit 92,5 % der gültigen Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,1 %.

Wappen

Städtepartnerschaften

  • Hettstedt in Sachsen-Anhalt, seit 1990
  • Vizille in der Region Auvergne-Rhône-Alpes (Frankreich), seit 2002
  • Venaria Reale in der Region Piemont (Italien), seit 2011

Kultur, Vereine, Sehenswürdigkeiten

Kulturzentrum Wolfgang-Eychmüller-Haus Vöhringen

Das 1993 eröffnete Kulturzentrum Wolfgang-Eychmüller-Haus, benannt nach dem Ehrenbürger der Stadt Vöhringen und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Wieland-Werke AG, bildet den gesellschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt in der Stadt und im Umland. Die Räumlichkeiten werden rege und vielfältig von Vereinen, Verbänden und Kunst- und Kulturschaffenden aller Art genutzt. Der große Saal bietet mit seinen rund 600 Plätzen ein anspruchsvolles Forum für zahlreiche Veranstaltungen, wie Tagungen, Konzert- und Theateraufführungen, aber auch Hochzeiten und dergleichen.

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Sport

Der größte Verein in der Stadt ist der Sportclub Vöhringen 1893 e. V. mit ca. 3000 Mitgliedern (Stand 31. Dezember 2020), verteilt auf 19 Abteilungen.

Der Sportverein Illerzell 1929 e. V. ist mit 350 Mitgliedern der größte Verein dieses Stadtteils.

Der Spiel- und Sportverein Illerberg/Thal 1948 e. V. besteht unter anderem aus den Abteilungen Fußball, Gymnastik, Ski, Tennis und Kegeln. „Alle Neune Thal“, die Sportkegelabteilung des SSV, ist der mitgliederstärkste Kegelclub der Region.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Vöhringen verfügt über einen Anschluss an die A 7 Ulm-Memmingen. Die Staatsstraße St 2031 wird mittlerweile als Umgehungsstraße an der Stadt vorbeigeführt. Weiter gibt es einen Bahnhof an der Hauptstrecke Ulm–Oberstdorf (Illertalbahn).

Vöhringen liegt am Iller-Radweg, einer Fernverbindung für Radfahrer entlang des Flusses von Ulm bis Oberstdorf.

Energie

Südlich der Stadt befindet sich ein bedeutendes 380-kV-/220-kV-/110-kV-Umspannwerk. Zu dieser Anlage gehört auch ein 96 Meter hoher, als Stahlbetonkonstruktion ausgeführter Richtfunkturm.

Ansässige Unternehmen

  • Wieland-Werke
  • Schwegler (Hartmetallverarbeitung)
  • Blech & Technik (Blechverarbeitung)

Bildung

Die Stadt verfügt mit ihren zugehörigen Gemeindeteilen über zwei Grundschulen, eine Mittelschule und Realschule sowie ein Gymnasium. Außerdem werden diverse Kurse der Volkshochschule angeboten und eine Musikschule ist ebenfalls vorhanden.

  • Grundschule Illerberg
  • Grundschule Vöhringen-Nord
  • Uli-Wieland-Grundschule Vöhringen
  • Uli-Wieland-Mittelschule Vöhringen
  • Staatliche Realschule Vöhringen
  • Illertal-Gymnasium Vöhringen

Söhne und Töchter der Stadt

  • Charles August Fey (1862–1944), Erfinder des Einarmigen Banditen
  • Solanus Hermann (1909–1950), Benediktinermönch in der Abtei Tokwon
  • Max Schmidt (1925–2002), Chemiker und Hochschullehrer
  • Josef Guter (1929–2014), Sinologe und Buchautor
  • Elmar Stegmann (* 1935), ehemaliger Tischtennisnationalspieler

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Vöhringen (Iller)

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