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Stadt Senden
Hauptstr. 34
89250 Senden

http://www.stadt-senden.de

Senden (Bayern)

160pxAbb. 1 Wappen von Senden (Bayern)
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 486 m
PLZ 89250
Vorwahl 07307, 07309
Gliederung 7 Ortsteile
Adresse der Verwaltung Hauptstraße 34
89250 Senden
Website www.stadt-senden.de
Bürgermeister Raphael Bögge (CSU)

Senden ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm. Die Gemeinde gehört zur Region Donau-Iller in Mittelschwaben. Sie liegt 12 km südlich von Ulm und 45 km nördlich von Memmingen.

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Senden liegt an der Iller und grenzt direkt an Baden-Württemberg. Die Stadt gehört dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund an. Zum westlich der Iller gelegenen Stadtteil Unterm Schloß führt die Straße ein kurzes Stück über das Gebiet der Nachbargemeinde Illerkirchberg, was diesen Stadtteil zu einer funktionalen Exklave macht.

Nachbargemeinden

Senden grenzt an die Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Neu-Ulm, Pfaffenhofen, Weißenhorn, Vöhringen und Illerkirchberg.

Geschichte

Der Ortsteil Ay wurde im Jahr 1256 erstmals als Oy situm apud Kirchberg erwähnt. Seit dem Jahr 1507 hatten die Augsburger Fugger für fast dreihundert Jahre die Ortsherrschaft inne. Aufgrund des Friedensvertrages zu Preßburg im Dezember 1805 wird Senden bayerisch.

1862 erhielt Senden Anschluss an die Bahnlinie Neu-Ulm–Kempten. Dennoch zählte Senden zu Beginn des Ersten Weltkrieges erst 62 Häuser mit 308 Einwohnern. 1947, nur zwei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde die Uhrenfabrik Senden gegründet. Im Jahr 1955 wurde die Gemeinde Senden zum Markt nach bayerischem Gemeinderecht erhoben. Zwanzig Jahre später, am 7. Juni 1975 wurden Senden die Stadtrechte verliehen. Einige Jahre zuvor hatte sich der Markt Senden im Zuge der Gebietsreform in Bayern beträchtlich vergrößert: So wurden am 1. Juli 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Hittistetten und Wullenstetten, am 1. Juli 1971 Ay an der Iller und am 1. Juli 1972 Witzighausen und der Ortsteil Freudenegg der Gemeinde Gerlenhofen eingemeindet. Aufheim folgte am 1. Januar 1978.

Im Jahr 1975 wurde das erste Möbelhaus von Möbel Inhofer, heute der größte Arbeitgeber von Senden, eröffnet. Die Uhrenfabrik Senden wurde dagegen 1993 wegen Umweltverschmutzung wieder geschlossen.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat gliedert sich nach den Kommunalwahlen 2014 folgendermaßen:Die CSU hält 11, die Freie Wählergemeinschaft 6, die SPD 5, die Grünen 4 und die BiSS (Bürgerinteressen Stadt Senden) 4 Sitze.

Bei der Kommunalwahl 2014 erreichte der gebürtig aus Rheine in Westfalen stammende Raphael Bögge (CSU) die Mehrheit der Stimmen und löste Kurt Baiker (parteilos) ab.

Wappen

In Gold unter einem erhöhten blauen Wellenbalken eine blaue heraldische Lilie. Der Wellenbalken deutet die geographische Lage an der Iller an, die Ortsgeschichte ist seit dem Mittelalter 300 Jahre mit der fuggerschen Herrschaft Kirchberg verbunden – dies kommt durch die Lilie zum Ausdruck.

Gemeindepartnerschaft

Seit 1998 unterhält die Stadt Senden eine Städtepartnerschaftmit der italienischen Stadt Piove di Sacco (Provinz Padua).

Bereits seit 1977 ist die Gemeinde Uffholtz im Elsass mit Aufheim und nach der Eingemeindung Aufheims 1978 mit der Stadt Senden partnerschaftlich verbunden.

Außerdem besteht seit 1975 eine freundschaftliche Verbindung mit der Gemeinde Senden in Westfalen (Kreis Coesfeld).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturelle Veranstaltungen finden hauptsächlich im 2002 eröffneten Bürgerhaus statt.Daneben tragen verschiedene gemeinnützige Vereine zum kulturellen Geschehen in den jeweiligen Ortsteilen bei.Die städt. Musikschule beteiligt sich mit den verschiedensten Konzerten am kulturellen Geschehen.

Bauwerke

  • Rokokokapelle Maria Hilf, Ay
  • Wallfahrtskirche Mariä Geburt, Witzighausen
  • Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Aufheim
  • Bürgerhaus (eröffnet 2002) mit einer 5.600 Jahre alten Mooreiche sowie einem Sühnekreuz von 1320
  • Die St. Jodok Kirche in Senden am alten Friedhof, die schon im 18. Jahrhundert erbaut wurde

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

In Senden ist der größte Arbeitgeber das nach eigenen Angaben größte Möbelhaus Europas, die Möbel Inhofer GmbH & Co. KG. Die ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG stellt mit Peter Kulitz den Ulmer IHK-Präsident und dieser steht außerdem an der Spitze des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags. Weiterhin war die frühere Spinnerei und Weberei Senden-Ay sowie die Uhrenfabrik Senden GmbH in der Gemeinde angesiedelt.

Verkehr

Die Bahnstrecke Neu-Ulm–Kempten, die so genannte Illertalbahn, teilt das Stadtgebiet. Mit ihr gibt es im Stundentakt Fahrtmöglichkeiten sowohl nach Ulm als auch nach Memmingen. In Senden zweigt die Bahnstrecke Senden–Weißenhorn ab, sie weist eine Länge von 9,6 km auf. Die Strecke wurde am 15. September 1878 eröffnet und band Weißenhorn an die Hauptstrecke Ulm–Memmingen an. Der seit Anfang der 1960er Jahre ausgedünnte Personenverkehr wurde 1966 eingestellt. Güterverkehr wird auf der Strecke weiterhin betrieben. Seit Dezember 2013 wird diese Strecke wieder regelmäßig im SPNV im Stundentakt bedient.

Das Stadtgebiet Senden wird in Nord-Süd-Richtung von der Staatsstraße 2031, der ehemaligen Bundesstraße 19, durchquert. Senden hat einen Anschluss an die als Autobahn ausgeschilderte Bundesstraße 28, die wiederum bei Hittistetten am gleichnamigen Autobahndreieck in die Bundesautobahn 7 mündet.

Senden liegt auch am Iller-Radweg, einer Fernverbindung für Radfahrer zwischen Ulm und Oberstdorf.

Öffentliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

Im Stadtgebiet Senden befinden sich die vier Grundschulen Aufheim, Ay, Senden und Wullenstetten sowie die Hauptschule Senden. Die nächste Berufsfachschule ist die Städtische Wirtschaftsschule Senden. Zudem existiert die Lindenhofschule Senden, ein privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

Freizeit- und Sportanlagen

Im Stadtgebiet Senden gibt es unter anderem eine Eislaufanlage, ein See- und Hallenbad mit Physiotherapiepraxis und Sauna, verschiedene Badeseen und den Stadtpark mit Minigolf-Anlage, Kinderspielplatz und Kneipp-Anlage zum Wassertreten. In den ersten beiden Ferienwochen im Sommer findet die Stadtranderholung Senden, eine Kinderfreizeit im Stadtpark, statt.

Bekannte Persönlichkeiten

  • Therese Studer (1862–1931), erste hauptamtliche Sekretärin der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Süddeutschlands
  • Wilhelm Otto Dietrich (1881–1964), Paläontologe
  • Wilhelm Dreher (1892–1969), geboren in Ay a. d. Iller, Politiker (NSDAP), Reichstagsabgeordneter
  • Hans Mayr (1921–2009), geboren in Freudenegg, deutscher Gewerkschafter und SPD-Landtagsabgeordneter

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Senden (Bayern)

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