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Stadtplan Trier
Stadt Trier
Karl-Marx-Str. 20
54290 Trier

http://www.trier.de

Trier

160pxAbb. 1 Wappen von Trier
Basisdaten
BundeslandRheinland-Pfalz
Höhe136 m
PLZ54290, 54292, 54293, 54294, 54295, 54296
Vorwahl0651
Gliederung19 Ortsbezirke
Adresse der VerwaltungAm Augustinerhof
54290 Trier
Websitewww.trier.de
OberbürgermeisterWolfram Leibe (SPD)

Trier (, , ) ist eine kreisfreie Großstadt an der Mosel und mit Einwohnern () nach Mainz, Ludwigshafen am Rhein und Koblenz die viertgrößte des Landes Rheinland-Pfalz.

Das vor mehr als 2000 Jahren als gegründete Trier gilt als älteste Stadt Deutschlands, da es Stadtrecht bereits in römischer Zeit besaß. Unter dem Namen Treveris erlangte es in der Spätantike, zur Zeit der Römischen Tetrarchie nach 293, seine größte Bedeutung. Es war Residenzstadt eines der vier römischen Kaiser, und der gesamte Nordwesten des Römischen Reichs wurde damals von Trier aus regiert. Im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation war Trier seit dem 12. Jahrhundert eine kurfürstliche Residenzstadt (Kurfürst im gleichnamigen Kurfürstentum war jeweils zugleich der Erzbischof von Trier). Trier wurde 1798 Sitz des französischen Département de la Sarre, kam dann zu Preußen (1815 bis 1945) und gehört seit 1946 zum neu gegründeten Land Rheinland-Pfalz.

Triers Baudenkmäler aus römischer Zeit sind seit 1986 UNESCO-Welterbe: das Amphitheater, die Barbarathermen, die Kaiserthermen, die Konstantinbasilika, die Porta Nigra und die Römerbrücke. Zum Welterbe gehören außerdem zwei mittelalterliche Bauten: der im Kern noch aus spätrömischer Zeit stammende, romanische Trierer Dom und die frühgotische Liebfrauenkirche. Darüber hinaus umfasst die Liste der Kulturdenkmäler in Trier Orte, Gebäude und Monumente aus nahezu allen Epochen von der Frühgeschichte bis zum 21. Jahrhundert.

Die Stadt ist Sitz der römisch-katholischen Diözese Trier, des ältesten Bistums nördlich der Alpen, und des evangelischen Kirchenkreises Trier. Darüber hinaus sind die Universität und die Hochschule Trier, die Verwaltungen des Landkreises Trier-Saarburg und der Verbandsgemeinde Trier-Land, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD, bis 1999 Bezirksregierung Trier), mehrere Dienststellen des Landesuntersuchungsamtes und eine Dienststelle des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz in Trier ansässig.

Geographie

Trier liegt in der Mitte einer Talweitung des mittleren Moseltals mit dem Hauptteil am rechten Ufer des Flusses. Bewaldete und zum Teil mit Weinbergen besetzte Hänge steigen zu den Hochflächen des Hunsrücks im Südosten und der Eifel im Nordwesten an. Die Grenze zum Großherzogtum Luxemburg (Wasserbillig) ist etwa 15 km von der Stadtmitte entfernt. Die nächsten größeren Städte sind Saarbrücken, etwa 80 Kilometer südöstlich, Koblenz, etwa 100 Kilometer nordöstlich, und Luxemburg-Stadt, etwa 50 Kilometer westlich von Trier.

Trierer Schweiz ist eine ältere Bezeichnung für das Naherholungs- und Ausflugsgebiet der Stadt Trier links der Mosel. Um 1905 hatte die Trierer Schweiz eine Kapazität von etwa 1800 Gästen, die gleichzeitig in neun Gasthäusern in diesem Bereich hätten bewirtet werden können.

Aufgrund des überwiegend ländlichen Umlands hat Trier ein für seine Größe relativ großes Einzugsgebiet, das sich aus großen Teilen des Moseltals, des unteren Saartals, der Eifel und des Hunsrücks zusammensetzt; siehe auch: Region Trier.

Die Höhenlage von Trier erstreckt sich von 124 m. ü. NHN auf der Mosel kurz vor Schweich bis auf 427 m. ü. NHN auf dem Kuppensteiner Wild bei Trier-Irsch. Die Höhe der Innenstadt, gemessen am Hauptmarkt, beträgt 137 m. ü. NHN.

Auf der rechten Moselseite liegen der Petrisberg und der Grüneberg, links der Mosel Markusberg, Pulsberg, Kockelsberg, Steigenberg und Zoonenberg. Zuflüsse der Mosel sind von rechts Kobenbach, Aulbach, Olewiger Bach, Aveler Bach, Gruberbach, Meierbach und Ruwer und von links der Mosel Zewenerbach, Eurenerbach, Sirzenicher Bach mit Gillenbach, Biewerbach, Kyll und Quintbach.

„Trier“ ist die Bezeichnung des Messtischblattes Nr. 6205 der topografischen Karte im Maßstab 1 : 25.000.

Nachbargemeinden

Die kreisfreie Stadt Trier ist vollständig vom Landkreis Trier-Saarburg umschlossen. In unmittelbarer Nähe, nur wenige Kilometer entfernt, liegen der Eifelkreis Bitburg-Prüm und der Landkreis Bernkastel-Wittlich.

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn (beginnend im Norden):

  • Schweich, Longuich, Kenn und nochmals Longuich im Bereich der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße
  • Mertesdorf, Kasel, Waldrach, Morscheid, Korlingen und Gusterath im Bereich der Verbandsgemeinde Ruwer
  • Hockweiler und Franzenheim im Bereich der Verbandsgemeinde Trier-Land
  • Konz und Wasserliesch im Bereich der Verbandsgemeinde Konz
  • Igel, Trierweiler, Aach, Newel, Kordel und Zemmer im Bereich der Verbandsgemeinde Trier-Land

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Trier gliedert sich in 19 Ortsbezirke. In jedem Ortsbezirk gibt es einen aus 9 bis 15 Mitgliedern bestehenden Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher. Die Ortsbeiräte sind zu wichtigen, den Ortsbezirk betreffenden Angelegenheiten anzuhören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dem Stadtrat. Die Ortsbeiräte können auch im Rahmen eines ihnen zugeteilten Budgets über kleinere Maßnahmen im Ortsbezirk selbstständig entscheiden.

Die Ortsbezirke beinhalten insgesamt 28 Stadtbezirke, von denen 10 in ihren Merkmalen identisch mit dem Ortsbezirk sind.Nach der kleinräumigen Gliederung gehören die Stadtbezirke zu den Planungsbereichen 1 bis 5 (Mitte, Nord, West, Ost und Süd) und sind ihrerseits wieder untergliedert in 100 statistische Bezirke.

Ortsbezirke mit Fläche und Einwohnerzahl (Erst- und Zweitwohnsitz):

Nr. Ortsbezirk Stadtbezirke Fläche
in ha
Einwohner
31. Dez. 2006
Einwohner
31. Dez. 2013
Einwohner
31. Dez. 2020
11 Mitte/Gartenfeld Altstadt, Gartenfeld 294,7 12.648 12.256 12.377
12 Nord Nells Ländchen, Maximin 375,6 14.256 13.628 14.350
13 Süd Barbara, Matthias 164,8 9.409 9.386 9.385
21 Ehrang/Quint Ehrang, Quint 2.522,9 9.397 9.133 9.084
22 Pfalzel Pfalzel 238,5 3.558 3.543 3.490
23 Biewer Biewer 515,6 1.985 1.860 1.952
24 Ruwer/Eitelsbach Ruwer, Eitelsbach 910,3 3.142 3.020 2.999
31 West/Pallien Pallien, Trier-West 841,2 7.117 7.053 7.331
32 Euren Euren 1.271,5 4.116 4.271 4.279
33 Zewen Zewen 783,6 3.695 3.564 3.539
41 Olewig Olewig 305,4 3.312 3.076 3.296
42 Kürenz Alt-Kürenz, Neu-Kürenz 584,6 8.578 9.567 9.920
43 Tarforst Tarforst 550,2 6.827 6.688 6.576
44 Filsch Filsch 149,6 830 836 1.588
45 Irsch Irsch 395,0 2.410 2.290 2.183
46 Kernscheid Kernscheid 381,6 999 936 915
51 Feyen/Weismark Feyen, Weismark 538,3 5.845 5.866 7.166
52 Heiligkreuz Alt-Heiligkreuz, Neu-Heiligkreuz 203,2 6.766 6.676 6.819
53 Mariahof Mariahof 678,5 3.212 3.031 2.932
Stadt Trier 11.705,1 108.102 106.680 110.181

Klima

Die Stadt Trier befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur im Messzeitraum von 1971 bis 2000 betrug 9,8 °C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 774,2 mm. Im Zeitraum von 1981 bis 2010 lag die Jahresmitteltemperatur bei 9,9 °C und der durchschnittliche Jahresniederschlag bei 781,1 mm.Von 1991 bis 2020 lag die Jahresmitteltemperatur bei 10,2 °C und der durchschnittliche Jahresniederschlag bei 746,8 mm.

Die DWD-Station Trier-Petrisberg besteht seit 1941 und misst durchgehend seit 1948. In Trier-Zewen befindet sich seit 2008 eine weitere DWD-Station.Der lokale Hitzerekord von 40,6 °C (Trier-Petrisberg) ist gleichzeitig der rheinland-pfälzische Hitzerekord und datiert vom 25. Juli 2019.

Raumplanung

In Rheinland-Pfalz bildet Trier eines der fünf Oberzentren für die Mittelzentren Bernkastel-Kues, Bitburg, Daun, Gerolstein, Hermeskeil, Konz, Neuerburg, Prüm, Saarburg, Traben-Trarbach und Wittlich.

Trier ist Mitgründer des im März 2016 in Rostock gegründeten Deutschen Regiopolen-Netzwerks.

In der Stadt Trier gibt es einen starken Nachfrageüberhang nach Miet- und Eigentumswohnungen: Deutschlandweit gab es in Trier gemäß einer Erhebung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zwischen 2005 und 2010 die höchste Mietsteigerung. Der Landkreis Trier-Saarburg liegt bei dem bundesweiten Ranking mit 13,4 Prozent Mietzinssteigerung auf Platz drei. Ursache dieser Entwicklung ist die geographische Nähe Triers zu Luxemburg.

Geschichte

Trier ist eine von den Römern gegründete Stadt und hieß ursprünglich Augusta Treverorum, als eine Stadt des Kaisers Augustus und der Treverer. Die Treverer waren ein keltischer Stamm, der sich in der Region niedergelassen hatte. In der Spätantike war der Ort sehr bedeutend und hieß Treveris. Von dieser Bezeichnung leitet sich der heutige Ortsname Trier her.

Vorgeschichte

Nach der Gründungssage Triers, die erstmals 1105 in den Gesta Treverorum schriftlich aufgezeichnet wurde, soll Trebeta, der Sohn des Assyrerkönigs Ninus, Trier 1300 Jahre vor der Entstehung Roms gegründet haben. Das wäre etwa 2050 v. Chr. gewesen. Darauf weist auch die Inschrift aus dem Jahr 1684 am Roten Haus am Trierer Hauptmarkt hin:

Die mittelsteinzeitliche Fundstätte Hüttingen an der Kyll nördlich von Trier gilt als einer der ältesten archäologischen Nachweise menschlicher Tätigkeit in diesem Raum. Ihre Artefakte, darunter vor allem Mikrospitzen, kleine Klingen und Kernsteine, ließen sich in das 9. Jahrtausend v. Chr. datieren. Möglicherweise handelte es sich um eine Haselnussröststelle. Bei Mannebach fand man ebenfalls Spuren mesolithischer Jäger, Fischer und Sammler. Weitere Fundstellen aus dem wenig entfernteren Umkreis kamen hinzu, so dass sich ein Rohstoffeinzugsgebiet von 15.000 bis 20.000 km² ermitteln ließ. Damit war der „Aktivitätsraum“ dieser Gruppen erheblich größer als in den benachbarten Gebieten und zugleich von großer Stabilität über mehrere Jahrtausende hinweg. Dies dürfte mit ähnlich stabilen Kommunikations- und Tauschstrukturen zusammenhängen, die vor allem weit westwärts reichten. Vermutlich spielte eine Erschließung mit Booten über das regionale Flusssystem, etwa in Richtung Ardennen, eine wichtige Rolle.

Durch Funde im Stadtgebiet konnten bandkeramische Siedlungen aus der älteren Jungsteinzeit nachgewiesen werden. Jedoch ist in dieser Zeit dort noch keine städtische Ansiedlung anzunehmen.

Seit den letzten vorchristlichen Jahrhunderten siedelten Angehörige des keltischen Stammes der Treverer auf dem heutigen Stadtgebiet.

Römisches Reich

Nach gesicherten Quellen ist die Stadt Trier römischen Ursprungs: Zu Füßen eines 30 v. Chr. errichteten und nach wenigen Monaten wieder aufgegebenen Militärlagers auf dem Petrisberg gründeten die Römer an einem 3. März, sehr wahrscheinlich im Jahre 16 v. Chr., nach dem Ritus der Limitation die Stadt (Stadt des Augustus im Land der Treverer). Die Ehre, nach Augustus benannt zu werden, wurde beispielsweise auch Autun () in Gallien/Frankreich, Aosta, Augsburg und Augst in der Nordschweiz zuteil. Unter Kaiser Claudius kam der Zusatz hinzu – . Bauwerke wie die Barbarathermen, das Amphitheater und die 6,4 Kilometer lange Stadtmauer mit dem erhaltenen nördlichen Stadttor, der Porta Nigra, zeugen vom Reichtum und von der großen Bedeutung, die die Stadt bis zum Ende des 2. Jahrhunderts erlangte.

Frühestens in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts wurde Trier Bischofssitz; erster Bischof war Eucharius. Von 271 bis 274 war die Stadt Residenz des gallo-römischen Gegenkaisers Tetricus I. Im Jahr 275 wurde Trier durch den Alamanneneinfall zerstört. Von 293 bis 392 war die nun Treveris genannte Stadt eine der Residenzen der römischen Kaiser im Westen (siehe auch Spätantike).

Unter der Herrschaft Konstantins des Großen (306–337) wurde die Stadt wieder aufgebaut und Gebäude wie die Palastaula (die heutige Konstantinbasilika) und die Kaiserthermen wurden errichtet. 326 wurden Teile der privaten Wohnpaläste der kaiserlichen Familie zu einer großen Doppelbasilika verändert und erweitert, deren Reste heute noch zum Teil im Bereich des Doms und der Liebfrauenkirche erkennbar sind. Ab 318 war Trier Sitz der Gallischen Präfektur, einer der zwei obersten Behörden im Westen des Römischen Reiches. 328 bis 340 residierte Kaiser Konstantin II. dort. Von 367 bis 392 war Trier unter Valentinian I., Gratian, Magnus Maximus und Valentinian II. erneut Regierungssitz des Römischen Reiches und gleichzeitig mit 80.000 bis 100.000 Einwohnern die größte Stadt nördlich der Alpen. 407, kurz nach dem Einfall der Vandalen, Alanen und Sueben in Gallien, wurde die Gallische Präfektur nach Arles an die Rhone verlegt. Im 5. Jahrhundert wurde Trier wiederholt, vermutlich um 413 und 421, von den Franken sowie 451 von den Hunnen unter Attila erobert.Rheinische Franken bemächtigten sich um 455 der Metropole, verloren sie aber wenige Jahre später wieder. Um 475 wurde die Stadt, die zwischenzeitlich von Arbogast dem Jüngeren verwaltet wurde, endgültig von den Franken eingenommen.

Politische Zugehörigkeit Triers seit 16 v. Chr.
Staat Prägendste
Verwaltungseinheit
Zeitraum
−16 bis 260
Gallisches Sonderreich 260 bis 274
, 274 bis 475
Reich der Rheinfranken 475 bis 509
Fränkisches Reich Bistum Trier 509 bis 840
Lotharingien Erzstift Trier 840 bis 870
Ostfrankenreich Erzstift Trier 870 bis 911
Westfrankenreich Erzstift Trier 911 bis 923
Erzstift Trier (ab 1794: Franzosenzeit) 923 bis 1797
Saardepartement 1797 bis 1814
Provinz Großherzogtum Niederrhein 1815 bis 1822
Rheinprovinz 1822 bis 1871
Rheinprovinz 1871 bis 1945
Französische Besatzungszone Rheinland-Pfalz (ab 1946) 1945 bis 1949
Rheinland-Pfalz seit 1949

Mittelalter

Ende des 5. Jahrhunderts kam Trier unter die Herrschaft der Franken unter König Chlodwig. Die fränkischen Gaugrafen nahmen ihren Sitz in den Nebengebäuden der Konstantinbasilika, die vermutlich bereits Ruine war, und verwalteten von dort aus das umfangreiche Königsgut in Trier und Umgebung. Die antike Palastaula bauten sie zur Königspfalz (Palatium) und Festung aus, die Fenster wurden zugemauert, Zinnen aufgesetzt, die Apsis wurde zum Heidenturm umgestaltet.

Im Jahr 882 wurde Trier bei einem Raubzug der Wikinger erobert und nahezu vollständig zerstört. 892 suchten die Wikinger Trier ein zweites Mal heim und brandschatzten es erneut. Durch den Vertrag von Verdun Lothringen zugeschlagen, wurde es unter Heinrich I. 925 dem Ostfrankenreich einverleibt. Zunächst verwalteten die Grafen des Triergaus die Stadt; 902 schenkte König Ludwig das Kind dem Erzbischof Radbod wesentliche Hoheitsrechte sowie die Einnahmen der königlichen Pfalz. Damit kam die Stadt Trier in den Besitz der Erzbischöfe, die allerdings noch für längere Zeit die Wahrnehmung der politischen Verwaltungsaufgaben den Vögten des Erzstifts überlassen mussten, den mächtigen Pfalzgrafen bei Rhein. Der Wohnsitz der Erzbischöfe war der Bischofshof innerhalb der Domimmunität, angrenzend an die Liebfrauenkirche; erst 1197 wurde das Palatium als bischöfliche Residenz genannt; zuvor war es nur als Fluchtburg genutzt worden wegen der besonderen Stärke und Festigkeit des antiken Mauerwerks. Dies und der seit der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts behauptete Status Triers als Roma secunda dürften zu dem Umzug geführt haben. Im 12. Jahrhundert gewannen die Bischöfe auch die weltlichen Besitzungen der Reichsabtei St. Maximin und die Vogteirechte in Kurtrier. Das Palatium wurde über die Jahrhunderte zum Nieder- und Hochschloss und schließlich zum Kurfürstlichen Palais erweitert.

In die Amtszeit von Erzbischof Heinrich I. (956-964), ein Verwandter Ottos I., fiel die rechtliche Absicherung des Marktes vor der Domimmunität, was durch die Errichtung des Marktkreuzes zum Ausdruck kam. Seit dem 10. Jahrhundert strebte Trier danach, reichsunmittelbar zu werden. Die Stadt führte ab 1149 ein Siegel. 1212 erhielt sie von Kaiser Otto IV. einen Freibrief, den Konrad IV. bestätigte. 1309 musste Trier jedoch erneut die Gerichtsbarkeit des Erzbischofs anerkennen, damals des bedeutenden Balduin von Luxemburg. Ihr Status als erzbischöfliche Stadt wurde 1364 von Kaiser Karl IV. und 1580 vom Reichskammergericht bestätigt; das Streben nach der Reichsunmittelbarkeit scheiterte 1583 endgültig. Bis zum Ende des Alten Reichs blieb die Stadt geistliches Zentrum und (Neben-)Residenz des nach ihr benannten Kurstaats. An ihrer Spitze stand ein Schöffengericht, das 1443 von Erzbischof Jakob I. von Sierck durch Einsetzung zweier Bürgermeister ergänzt wurde. Im Jahr 1473 kamen Kaiser Friedrich III. und Herzog Karl der Kühne von Burgund in Trier zusammen. Im selben Jahr wurde in Trier eine Universität gestiftet, die 1797 unter Napoleon aufgehoben wurde.

Nachdem Ende des 10. Jahrhunderts zunächst der Dombering befestigt worden war, wurde im 12. und 13. Jahrhundert eine Stadtmauer errichtet. Der Gürtel, der in etwa dem heutigen Alleenring entspricht, umfasste eine Fläche von etwa 138 Hektar. Die damals als Kirche ausgebaute Porta Nigra war Teil der Befestigung, aber kein Tor. Ebenfalls einbezogen wurden die Ruinen der Kaiserthermen. In der Stadt entstand eine Reihe von romanischen Wohntürmen, von denen nur wenige, wie der Frankenturm, erhalten sind.

Im 14. Jahrhundert kämpfte die Stadt lange um ihre Selbstverwaltung und um die Einführung einer Ratsverfassung. Sie erreichte die Trennung der Gemeindeverwaltung von der kurfürstlichen Gerichtsbarkeit. Im 15. Jahrhundert erließ der Rat Münzordnungen und zog auch die Niedere Gerichtsbarkeit an sich.

Neuzeit bis nach dem Ersten Weltkrieg

1512 fand in Trier ein Reichstag statt, auf dem die Einteilung der Reichskreise endgültig festgelegt wurde. Im September 1522 belagerte der Reichsritter Franz von Sickingen Trier mehrere Tage lang. Seine Artillerie beschoss das Stadtgebiet – unter anderem von der Berghöhe, die später den Namen „Franzensknüppchen“ erhielt. Darüber hinaus ließ Sickingen Pfeilbriefe in die Stadt schießen. Auf den Zetteln sicherte er der Bevölkerung zu, er werde gegen die Bürger Triers nichts unternehmen, sondern lediglich gegen den Kurfürsten und die Geistlichen vorgehen. Davon ließen sich die Trierer nicht beeindrucken; daher zog Sickingens Heer nach wenigen Tagen wieder ab. Als mit dem Reformator Caspar Olevian etwa 100 wohlhabende Familien die Stadt und den Kurstaat verlassen mussten, führte dies um 1560 zu einer Verschlechterung der Wirtschaftslage.

Der jahrhundertelange Kampf der (teils protestantisch gewordenen) Bürgerschaft gegen die Trierer Kurfürsten mit dem Ziel, den Status einer Freien Reichsstadt zu erlangen, wurde im Zuge der Gegenreformation unter dem Kurfürsten Jakob III. von Eltz endgültig zugunsten des Erzstifts Trier entschieden. Zuerst ließ er im sogenannten „Bohnenkrieg“ 1568 die Stadt durch eine Blockade vom Geschäftsverkehr abschneiden, wie es schon manche Amtsvorgänger getan hatten. 1580 erwirkte er eine Verfügung Kaiser Rudolfs II., wonach Trier der Landeshoheit des Kurfürsten bedingungslos unterstellt sei. Der Stadtschlüssel musste ihm übergeben werden und die neue Stadtverfassung (Constitutio Eltziana) setzte einen kurfürstlichen Statthalter an die Spitze der bisher selbstverwalteten Stadt.

Dietrich Flade, Jurist, kurfürstlicher Statthalter und Rektor der Universität Trier, hatte in seiner Funktion als Hexenrichter zahlreiche Hexenprozesse geleitet und Todesurteile gesprochen. 1588 geriet er selber in einen Hexenprozess. Er wurde auf Befehl des Kurfürsten Johann von Schönenberg am 4. Juli 1588 verhaftet und am 18. September 1589 zum Feuertod verurteilt. Das Urteil wurde am gleichen Tag an der Hinrichtungsstätte im heutigen Trierer Stadtteil Euren vollstreckt.

Seit dem 16. Jahrhundert hielten sich die Kurfürst-Erzbischöfe zunehmend in Koblenz-Ehrenbreitstein auf, wo sie schon seit dem Jahr 1020 die Burg Ehrenbreitstein besaßen. Während des Achtzigjährigen Krieges in den Niederlanden zogen spanische und andere Truppen durch Trier, das nahe der Westgrenze des Reiches lag. Im Dreißigjährigen Krieg geriet Kurtrier zwischen die habsburgischen und französischen Interessensphären. Kurfürst Philipp Christoph von Sötern sah sich wegen der Bedrohungen von außen und seiner inneren Konflikte mit den Trierer Bürgern gezwungen, seine Residenz an einen sicheren Ort zu verlegen und erbaute sich unterhalb der Burg Ehrenbreitstein 1626–1632 das Schloss Philippsburg auf der rechten Rheinseite. Ab 1632 war es Hauptresidenz des Kurfürstentums, nachdem der Renaissancebau des Trierer Kurfürstlichen Palais ebenfalls gerade erst vollendet war. Mit der Verlegung des Hofes zog auch der Stiftsadel nach Koblenz, das dadurch einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm; nur die Domherren blieben in Trier.

Im Konflikt des Kurfürsten Philipp Christoph mit den Landständen und der Stadt Trier, die sich wiederholt seinen finanziellen Forderungen widersetzten, suchte die Stadt den Schutz des Kaisers und der spanischen Regierung in Luxemburg. Aus Sorge vor einer Besetzung durch spanische Truppen rief der Kurfürst zunächst im Jahr 1630 Truppen der Katholischen Liga zu Hilfe. Als Trier diesen den Einzug verweigerte, ließ Kurfürst Sötern die Stadt belagern. Nun erschienen tatsächlich spanische Truppen aus Luxemburg zur Hilfe für die Stadt, vertrieben die Ligatruppen und ließen eine Besatzung zurück. Die Präsenz der Spanier und das zwischenzeitliche Vorrücken der protestantischen Schweden in Deutschland bewegten Sötern, das nahegelegene Frankreich um Unterstützung zu bitten, zu dem er wie seine Vorgänger gute Beziehungen pflegte. 1632 rückten französische Truppen an, zwangen die spanische Besatzung zur Kapitulation und übergaben Trier wieder der Kontrolle des Kurfürsten. Die offene Gegnerschaft zu den Spaniern und Kaiserlichen wurde ihm zum Verhängnis, als jene nach der Schlacht bei Nördlingen 1634 militärisch wieder auf dem Vormarsch waren. Im März 1635 wurde die französische Besatzung der Stadt überraschend von einem kleinen spanischen Kontingent unter dem Luxemburger Gouverneur Graf Emden angegriffen und überwältigt. Philipp Christoph von Sötern wurde festgenommen und die nächsten zehn Jahre erst in den Spanischen Niederlanden und danach in Österreich gefangen gehalten. Die Herrschaft über Kurtrier wurde dem Domkapitel übertragen. Söterns Gefangennahme diente Frankreich als Anlass für die Kriegserklärung an Spanien, womit Frankreich offiziell in den Dreißigjährigen Krieg eintrat sowie der Französisch-Spanische Krieg begann. Erst 1645 wurde der Trierer Kurfürst unter Auflagen freigelassen. Diese brach er jedoch rasch, als er unter anderem das immer noch spanisch besetzte Trier am 18. November 1645 von den Franzosen unter Turenne zurückerobern ließ. Die Feindschaft des Domkapitels gegen die eigenmächtige Berufung eines Koadjutors durch den Kurfürsten führten zu dessen endgültiger Entmachtung. 1649 eroberten vom Domkapitel angeworbene Truppen Trier, 1650 wählte das Kapitel Karl Kaspar von der Leyen zum Koadjutor und Nachfolger des Kurfürsten, was dieser schließlich akzeptieren musste.Während des Holländischen Krieges, zwischen dem französischen König Ludwig XIV. und den Generalstaaten, bemühte sich der Trierer Kurfürst Karl Kaspar von der Leyen erfolglos um Wahrung der Neutralität. Nach einmonatiger Belagerung nahmen französische Truppen die Stadt am 8. September 1673 ein. Die französische Kriegsleitung entschied zu Beginn des folgenden Jahres, Trier zu befestigen. Um Angreifern keine Deckung zu bieten, ließ der französische Stadtkommandant, Graf Pierre Renaud de Vignory, das Umfeld der Stadt systematisch verwüsten. Mit Ausnahme der weiter entfernt gelegenen Benediktinerabtei St. Matthias wurden nicht nur alle Wohn- und Wirtschaftsgebäude der Zivilbevölkerung niedergelegt, sondern auch sämtliche Klöster und Stifte der näheren Umgebung (Reichsabtei St. Maximin, Stift St. Paulin, Kloster St. Alban, Kloster St. Barbara, Kloster Löwenbrücken). Nachdem Vignory ein Sturz vom Pferd das Leben gekostet hatte, veranlasste sein Nachfolger, Marschall Créquy, zusätzlich den Abriss des Klosters St. Marien, der Barbarathermen und der Marienkirche an der Römerbrücke; sogar die Obstbäume der Klöster wurden gefällt. Nach der Schlacht an der Konzer Brücke im August 1675 gelang es, die Stadt von den französischen Truppen zu befreien. Erneute französische Besetzungen der Stadt folgten 1684 (Reunionskrieg), 1688–1698 (Pfälzischer Erbfolgekrieg) sowie 1702 bis 1704 und 1705 bis 1714 (Spanischer Erbfolgekrieg). Zeitweise entsprach die Zahl der Besatzungstruppen der damaligen Bevölkerungszahl von rund 4000 Köpfen. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts war die Bevölkerungszahl wieder auf etwa 8000 Menschen angewachsen.

Während des Ersten Koalitionskrieges war Trier im Sommer 1792 Etappenquartier der gegen Frankreich ziehenden preußisch-hessischen Invasionsarmee. Nach deren Niederlage während der Kanonade von Valmy wurde die Stadt im Herbst 1792 ihrerseits zum Angriffsziel französischer Revolutionstruppen. Der österreichische Generalmajor Anton Joseph von Brentano-Cimaroli verteidigte das Trierer Land jedoch erfolgreich. Zwei Jahre später, einen Tag nach der Niederlage gegen den französischen General Jean René Moreaux, in der Schlacht an den Pellinger Schanzen (8. August 1794), fiel Trier allerdings dauerhaft an die Franzosen. Im Frieden von Campo Formio (1797) erkannte Kaiser Franz II. den Rhein als Ostgrenze Frankreichs an. Die linksrheinischen Gebiete wurden durch Regierungskommissar François Joseph Rudler in vier Départements aufgeteilt: In das Département de la Sarre mit der Hauptstadt Trier, das Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg) mit der Hauptstadt Mainz, das Département de Rhin-et-Moselle (Koblenz) und das Département de la Roer (Aachen).Nach dem Frieden von Lunéville (1801) gehörten die linksrheinischen Gebiete auch völkerrechtlich zu Frankreich. Damit erhielten die Bewohner Triers die französische Staatsbürgerschaft und alle damit verbundenen Rechte. Nach der Unterdrückung während der Besatzungszeit seit 1794 folgte nun eine Phase des inneren Friedens und wirtschaftlichen Aufschwungs. So profitierte Trier nun vom direkten Zugang zu den französischen Märkten. 1799 wurde das Revisionsgericht Trier und 1803 das Appellationsgericht Trier als oberstes Gericht für die vier Départements (ab 1805 nur noch für drei dieser Départements) in Trier eingerichtet. Um die Jahrhundertwende wurden unter der französischen Herrschaft fast alle der zahlreichen Klöster und Stifte der Stadt aufgehoben. Neben der Säkularisation der Klöster wurde daraufhin ein beachtlicher Teil der alten Bausubstanz – Klöster, aber auch Kirchen und Kapellen – abgerissen. Die Niederlegungen erfolgten teilweise sofort, teilweise im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts, wenn sich keine Nutzung mehr für die Klostergebäude fand und Neubauten geplant wurden.

Im Zuge der Befreiungskriege wurde Trier am 6. Januar 1814 von preußischen Truppen eingenommen. Seit dem Wiener Kongress 1815 gehörte Trier zu Preußen. Trier wurde Sitz des Regierungsbezirks Trier, des Stadtkreises Trier mit der Bürgermeisterei Trier und des Landkreises Trier. Die tiefkatholische Stadtbevölkerung und die protestantischen Herrscher standen sich noch über Jahrzehnte mit wenigen Sympathien gegenüber.

Im 19. Jahrhundert wuchs Trier schließlich über seine mittelalterliche Stadtmauer hinaus. Die Mauer blieb jedoch vorerst noch von Bedeutung, da an den Toren die 1820 eingeführte „Mahl- und Schlachtsteuer“ – die Haupteinnahmequelle der Stadt – auf alle nach Trier eingeführten Mehl- und Metzgerprodukte erhoben wurde. 1875 wurde die unbeliebte Mahl- und Schlachtsteuer durch eine andere Steuer ersetzt, die keine Einfuhrkontrollen mehr erforderte. Bereits am 3. Dezember des Jahres genehmigte der Kultusminister die von großen Teilen der Bevölkerung gewünschte Abtragung von Mauern und Toren. Bis 1876/77 wurden bereits vier Stadttore abgerissen. Nur der Exerzierplatz des Militärs (heutiger Palastgarten und Kaiserthermen) mit Teilen der Südallee und das Proviantamt (am „Schießgraben“) sollten von der Mauer weiterhin gegen die Bevölkerung abgeschirmt bleiben. Die übrigen Stücke der Mauer verschwanden bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fast vollständig. Das gab der Entwicklung der Stadt einen neuen Anstoß, führte aber zu Bedenken von Denkmalschützern, die den besonderen Charakter der Stadt gefährdet sahen.

Nach dem Ersten Weltkrieg mussten sich alle deutschen Truppen hinter den Rhein zurückzuziehen, wie es im Waffenstillstand von Compiègne vom 11. November 1918 vereinbart worden war. An ihre Stelle traten zunächst Soldaten der 3. US-Armee, die am 1. Dezember 1918 in Trier einzogen und die Stadt besetzten. Die amerikanischen Truppen wurden im Sommer 1919 von der französischen Armee abgelöst, die bis 1930 als Besatzungsarmee in Trier blieb. Nach dem Abzug der französischen Besatzer lag Trier in den Folgejahren in der entmilitarisierten Zone, bis Hitler im Rahmen der Rheinlandbesetzung unter Bruch der Verträge von Versailles und Locarno am 7. März 1936 die entmilitarisierte Zone und damit auch Trier durch Einheiten der Wehrmacht besetzen ließ. Trier wurde wieder deutsche Garnisonsstadt. Weil die alten Kasernen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg inzwischen meist als Wohnungen umgenutzt worden waren, wurden neue Kasernen errichtet, zum Beispiel auf dem Petrisberg, in Feyen und in Trier-Nord.

Zeit des Nationalsozialismus

Die von den Nationalsozialisten bis 1938 eingerichtete Kemmelkaserne auf dem Petrisberg wurde im Zweiten Weltkrieg zum berüchtigten Kriegsgefangenenlager Stalag XII D, in dem vor allem französische Kriegsgefangene untergebracht wurden.Die Synagoge in der Zuckerbergstraße wurde in der Reichspogromnacht 1938 geplündert und 1944 bei einem Bombenangriff völlig zerstört.

Am 19. Juni 1936 schlossen die Stadt Trier und das Deutsche Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung einen Vertrag über den Bau einer Lehrerbildungsanstalt. Damit wurde Trier nach 138 Jahren wieder eine Hochschulstadt. Die Lehrerbildungsanstalt wurde im Sommer 1936 in Anwesenheit des Reichserziehungsministers Bernhard Rust mit einer großen, zweitägigen und stark nationalsozialistisch geprägten Feier eröffnet. Die für die Lehrerbildungsanstalt errichteten Gebäude auf dem Schneidershof sind weitgehend erhalten und heute die Gebäude J, K, L, O, T (Turnhalle) und der heutige Kindergarten der Hochschule Trier. Erhalten ist auch die für die Trierer Hitlerjugend im Stadtteil Biewer 1936/1937 errichtete Staatsjugendschule.

Am 13. September 1944 schlug vor der Pfarrkirche St. Paulin die erste Artilleriegranate ein und tötete dort einen neunjährigen Jungen. Trier war nicht mehr weit von der Front entfernt. Seitdem gab es fast täglich Artilleriebeschuss, der besonders gefürchtet war, weil die Geschosse ohne Vorwarnung detonieren. Im Dezember 1944 trafen drei schwere Luftangriffe der Alliierten Trier: am 19. Dezember gegen 15:30 Uhr warfen 30 britische Lancaster-Bomber 136 Tonnen Sprengbomben über der Stadt ab, am 21. Dezember 1944 gegen 14:35 Uhr warfen 94 Lancaster-Bomber und 47 amerikanische Jagdbomber 427 Tonnen Bomben (Spreng-, Brand- und Napalmbomben) ab und am 23. Dezember wurden 700 Tonnen Bomben abgeworfen. Nach Recherchen des Heimatforschers Adolf Welter starben bei diesen drei Angriffen mindestens 420 Menschen. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt. Während des Krieges wurden 1600 Häuser völlig zerstört.Am Abend des 1. März 1945 startete die zur 10. US-Panzerdivision der 3. US-Armee gehörende Task Force Richardson von Zerf aus Richtung Trier. Die Task Force erreichte von Lampaden über Obersehr, Ollmuth und Hockweiler vorstoßend das heutige Trierer Stadtgebiet bei Irsch und rückte über Olewig weiter Richtung Innenstadt vor. Zuvor hatte die ebenfalls zur 10. Panzerdivision gehörende Task Force Haskell Filsch, Tarforst und den Petrisberg erobert und war am 1. März über Kürenz in Trier-Nord einmarschiert. Von Konz-Niedermennig aus rückte die Task Force Norris auf Trier-Süd vor und die Task Force Cherry riegelte Richtung Ruwer ab. Aufgabe der Task Force Richardson war die Einnahme der Moselbrücken. Zur Task Force Richardson gehörten folgende Einheiten: Das 20. Armored Infantry Battalion (ohne die Kompanien A und C); die B-Kompanie des 21. Tank Battalions sowie eine Sektion der D-Kompanie des 21. Tank Battalions; der 3. Zug der B-Kompanie des 55th Armored Engineer Battalions und der 2. Zug der A-Kompanie des 609th Tank Destroyer Battalions und Teile des 796. Anti-Aircraft Artillery (Automatic Weapons) Battalions. Eine klare Vollmondnacht bot günstige Sicht. Vor Mitternacht erreichten sie die Stadt. Eine überraschte Kompanie mit vier Panzerabwehrkanonen kapitulierte ohne einen Schuss.

Richardson teilte seine Truppe in zwei Hälften auf und schickte beide zu je einer Moselbrücke. Das Team von Hauptmann Billet fand gegen 2 Uhr die Kaiser-Wilhelm-Brücke gesprengt vor; das Team von Leutnant Riley rückte von dort weiter Richtung Römerbrücke vor und meldete, dass sie intakt sei. Colonel Richardson fuhr selber in einem Panzer zur Brücke; dort wurden seine Männer mit leichten Waffen vom anderen Ufer beschossen. Er richtete Maschinengewehrfeuer von seinem Panzer ans andere Ende der Brücke und befahl einem Infanterie- und einem Panzertrupp, über die Brücke vorzustoßen. Als die Trupps das taten, rannten ein deutscher Major und fünf Soldaten mit brennenden Sprengzündern auf die Brücke zu. Eine Sprengung gelang ihnen aber nicht.

Am 2. März 1945 gegen 10 Uhr war Trier erobert und mehr als 800 deutsche Soldaten gingen in Gefangenschaft. Die Eroberung Triers wurde von den Amerikanern als großer Erfolg gefeiert und produzierte landesweit Schlagzeilen. Am 7. März besuchte sogar der Oberkommandierende der US-Truppen in Europa, der spätere US-Präsident Dwight D. Eisenhower, gemeinsam mit General George S. Patton und dem Kommandeur des XX. US-Korps, Walton Walker, Trier und verlieh Lieutenant Colonel Jack J. Richardson den Silver Star, den vierthöchsten Orden der US-Armee.Zum Gedenken an das Kriegsende wurde im Mai 2020 eine Tafel auf der Römerbrücke angebracht.

Nachkriegszeit bis zum Jahr 2000

Nach Kriegsende herrschte große Not. Im März 1946 wurde auf der zerstörten Basilika die Hungerflagge gehisst. In dieser Situation kam Hilfe aus Schweizer Dörfern. Ab dem 27. Mai 1946 wurden im sogenannten Schweizerdorf, d. h. in vier auf dem Augustinerhof errichteten Baracken, vor allem über 2000 Kinder verpflegt. Bis 30. Juni 1948, d. h. bis kurz nach der Währungsreform, nach der sich die Versorgungslage schlagartig verbesserte, wurden mehr als eine Million aus der Schweiz gelieferte Essensportionen ausgegeben. Weiterhin wurde Lebertran an mit Tuberkulose erkrankte Kinder verteilt. Kleinkinder erhielten Obstsäfte. Schuhe und Bekleidung wurden verteilt und repariert. Nach dem Abbau des Schweizerdorfs blieben viele Gegenstände in Trier. Einige kamen in das Trierer Klarissenkloster und nach dessen Auflösung 2017 in das Freilichtmuseum Roscheider Hof.

Seit 1946 gehört Trier zum Land Rheinland-Pfalz. 1957 wurde die neue Synagoge der jüdischen Gemeinde Trier in der Kaiserstraße eingeweiht.

Ende April 1969 wurde an der Porta Nigra die Römerstraße freigelegt. Kurz darauf, am 12. Mai 1969, wurde das Wildfreigehege im Weißhauswald eröffnet. Im Jahr 1970 wurde die Universität eröffnet, zunächst als Teil der Doppeluniversität Trier–Kaiserslautern. Die Entwicklung Triers zur Universitätsstadt schritt am 1. April 1974 durch die Eröffnung des Studentenwohnheims Martinskloster weiter voran. Seit 1975 ist die Universität selbstständig. 1971 entstand aus den Vorgängerinstitutionen Staatliche Ingenieurschule für das Bau- und Maschinenwesen Trier und der Werkkunstschule Trier die Abteilung Trier der Fachhochschule Rheinland-Pfalz. Seit 1996 ist sie als Hochschule Trier (bis 11. September 2012 Fachhochschule Trier) eine eigenständige Fachhochschule.

Weitere wichtige Ereignisse in den 1970er Jahren waren die Einstellung der 99-jährigen Trierischen Landeszeitung am 31. März 1974 und die Wiedereröffnung des restaurierten Domes am 1. Mai desselben Jahres.

Vom 24. Mai bis 27. Mai 1984 feierte Trier offiziell das 2000-Jahr-Jubiläum der Stadt. 1986 erklärte die UNESCO die Römischen Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier zum Weltkulturerbe. Bei Arbeiten zum Bau einer Tiefgarage im Oktober 1988 kamen unter dem Viehmarkt Reste einer römischen Thermenanlage zutage. Am 5. November wurde die Sternwarte Trier offiziell eingeweiht. Am 9. September 1993 wurde bei Ausschachtungsarbeiten für eine weitere Tiefgarage nahe der Römerbrücke ein Schatz mit 2558 römischen Goldmünzen gefunden. Er hat einen geschätzten Edelmetallwert von 2,5 Millionen Euro.

Beim Jahrhunderthochwasser der Mosel (siehe Rheinhochwasser 1993) erreichte der Pegelstand am 23. Dezember 1993 eine Rekordmarke von 11,28 m. Der Stadtteil Pfalzel entrann nur knapp einer Überschwemmungskatastrophe.

Im 21. Jahrhundert

Seit 2003 wird alle zwei Jahre der Oswald-von-Nell-Breuning-Preis der Stadt Trier vergeben. Er ist Oswald von Nell-Breuning (1890–1991) gewidmet, einem ehemaligen Trierer Ehrenbürger.

Vom 22. April bis 24. Oktober 2004 fand die Landesgartenschau auf dem Petrisberg statt, die von 724.000 Gästen besucht wurde.

Bei der Amokfahrt eines 51-Jährigen am 1. Dezember 2020 in der Innenstadt von Trier wurden fünf Menschen getötet und 18 verletzt. Ein lebensgefährlich verletzter 77-jähriger Mann starb im Oktober 2021.

Eingemeindungen

Ehemals selbstständige Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Trier eingegliedert, davon waren einige zwischen 1798 und 1851 bereits Teil des Stadtgebiets. 1798 umfasste das Stadtgebiet insgesamt 890 Hektar.

Im Jahre 1888 wurden St. Paulin, Maar, Zurlauben, Löwenbrücken und St. Barbara eingemeindet und im Jahre 1912 folgten Pallien (südlicher Teil), Heiligkreuz, St. Matthias, St. Medard und Feyen (mit Weismark).

Am 21. Mai 1930 kamen Euren, Biewer, Pallien (nördlicher Teil) und Olewig hinzu,am 1. Juli 1930 Kürenz und am 7. Juni 1969 Ehrang-Pfalzel (gebildet am 1. März 1968 durch Vereinigung der beiden selbstständigen Gemeinden), Eitelsbach, Filsch, Irsch, Kernscheid, Ruwer, Tarforst und Zewen sowie das Gebiet Kenner Flur aus den Gemeinden Kenn und Longuich.

Einwohnerentwicklung

Anfang des 4. Jahrhunderts war Trier als Residenz der römischen Kaiser mit schätzungsweise 80.000 Einwohnern die größte Stadt nördlich der Alpen. Im Mittelalter und bis zum Anfang der Neuzeit sank die Einwohnerzahl wegen der zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte auf nur noch 2.677 im Jahr 1697. Im 18. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung der Stadt bis auf 8.829 im Jahr 1801. Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Im Jahr 1900 lebten in der Stadt über 43.000 Menschen. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf über 88.000.

Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt rund 35 Prozent ihrer Bewohner (30.551 Personen). Die Einwohnerzahl sank auf 57.000 im Jahr 1945. Erst im Zuge der Eingemeindung mehrerer Orte am 7. Juni 1969 wurde der Vorkriegsstand wieder erreicht. Gleichzeitig überschritt die Einwohnerzahl der Stadt erstmals die Grenze von 100.000, wodurch sie nach offizieller Definition zur Großstadt wurde. Seit der Jahrtausendwende lag die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Trier nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) meist sehr knapp unter 100.000. 2006 wurde der „Großstadt-Schwellenwert“ nach der Einführung einer Zweitwohnungsteuer wieder überschritten. Zum Jahresende 2021 hatte Trier über 110.000 Einwohner. Bundesweit steht Trier damit an der 73. Stelle unter den Großstädten in Deutschland (Stand: 2022).

In den Einwohnerstatistiken sind die Angehörigen der zwischen 1945 und 1999 in Trier stationierten französischen Streitkräfte mit ihren Familien nicht enthalten. Das waren zeitweise über 30.000 Menschen.

Religion

Geschichte

Das römisch-katholische Christentum spielte und spielt in der Geschichte Triers eine überdurchschnittlich wichtige Rolle.

Zur Zeit der Treverer wurden keltische Gottheiten in den Tempelbezirken in Trier-West unterhalb des Markusberges an einer Felsenquelle (Tempelbezirk Irminenwingert) und im Altbachtal verehrt. Im 2. Jahrhundert entstand ein gallo-römischer Tempelbezirk im Altbachtal mit 70 Tempeln und weiteren Kultstätten auf einer Fläche von etwa fünf Hektar.

Konstantin der Große, Kaiser des römischen Reichs, der zeitweise in Trier residierte, zeigte sich ungefähr ab dem Jahr 323 offen als Christ. Wie es damals üblich war, ließ sich Konstantin jedoch erst kurz vor seinem Tod im Jahr 337 taufen. Bereits seit Konstantin ist Trier christlich.

Trier wurde wohl schon zum Ende des 3. Jahrhunderts Sitz eines christlichen Bischofs, der später zum Erzbischof aufstieg. Dieser beherrschte ein geistliches Territorium, das von 1189 bis 1806 eines der Kurfürstentümer des Heiligen römischen Reichs deutscher Nation war. Eine der ersten deutschen Synagogen entstand 1066, 1096 begingen Kreuzfahrer ein Pogrom an den Trierer Juden, die der Bischof nicht verteidigen konnte. Die Reformation konnte sich in der Bischofsstadt nicht verbreiten; aus Trier ging jedoch mit Caspar Olevian einer der bedeutendsten deutschen reformierten Theologen hervor. Trier blieb eine überwiegend katholische Stadt; eine Minderheit der Trierer bekannte sich zum Judentum. Im 17. Jahrhundert wurde der Bischofssitz teilweise nach Koblenz verlegt. Nach der Besetzung des Erzbistums durch die Franzosen 1794 wurde die Kirchenprovinz durch das Konkordat von 1801 aufgelöst und das Territorium 1815 der späteren preußischen Rheinprovinz eingegliedert. Trier wurde jedoch 1821 erneut Sitz eines Bischofs, dessen Diözese neu umschrieben und der Kirchenprovinz Köln zugeordnet wurde (Suffraganbistum Trier). Die heutigen Pfarrgemeinden der Stadt bildeten von November 2003 bis Ende Dezember 2021 das Dekanat Trier, sie gehören seit Januar 2022 zum neuen Pastoralen Raum Trier innerhalb des Bistums Trier.

Trier ist ein bedeutender Wallfahrtsort. Im Dom wird der Heilige Rock (siehe Erzbischof Johann I.) aufbewahrt, der in unregelmäßigen Abständen von einigen Jahrzehnten ausgestellt wird. Daneben gibt es die Heilig-Rock-Tage. Eine weitere Wallfahrt geht zum Grab des Apostels Matthias in der Benediktinerabtei St. Matthias (dial. auch St. Mattheis). Der Überlieferung nach ist es das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen. Die Gebeine des Apostels Matthias sollen im Auftrag der Kaiserin Helena, Mutter des römischen Kaisers Konstantin I., vom Trierer Bischof Agritius nach Trier überführt worden sein. Hauptwallfahrtszeit ist die Woche um Christi Himmelfahrt.

Nachdem Trier preußisch geworden war, kamen auch Protestanten in die Stadt, die eine evangelische Kirchengemeinde gründeten. Die ehemalige Jesuitenkirche wurde nach einem Jahr als Simultankirche von 1819 bis 1856 evangelische Pfarrkirche. Danach wurde die zu diesem Zweck wiederaufgebaute Konstantinbasilika evangelische Pfarrkirche und die Jesuitenkirche wieder an die Katholiken übergeben. Durch die 1969 erfolgte Eingemeindung der ehemals selbstständigen Stadt Ehrang und anderer Gemeinden westlich der Mosel kam die heutige, seit 1946 selbstständige evangelische Kirchengemeinde Trier-Ehrang mit ihrer 1928 bis 1930 errichteten Kirche zu Trier. Das Gemeindegebiet der Evangelischen Kirchengemeinde Trier-Ehrang umfasst heute die Trierer Stadtteile westlich der Mosel sowie in etwa das Gebiet der Verbandsgemeinden Schweich, Trier-Land und Ruwer. Die 1963 geweihte Christuskirche im Stadtteil Heiligkreuz wurde 2014 wieder aufgegeben. Heute gehören alle evangelischen Christen Triers zum Evangelischen Kirchenkreis Trier der Evangelischen Kirche im Rheinland, es sei denn, dass sie Mitglieder einer Freikirche sind.

Neben evangelischen und römisch-katholischen Kirchengemeinden bestehen verschiedene Freikirchen und Religionsgemeinschaften in Trier: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Freie evangelische Gemeinde, Adventgemeinde, Freikirchliche Pfingstgemeinde, Christengemeinde, Die Christengemeinschaft, Gemeinde Christi, eine Neuapostolische Kirche, Russische-Orthodoxe Kirchengemeinde sowie mehrere Gemeinden der Zeugen Jehovas.

Der Trierer jüdischen Gemeinde, die seit dem Mittelalter, möglicherweise sogar seit der Antike, existierte, entstammte unter anderem Karl Marx, der berühmteste Sohn Triers; viele seiner Vorfahren waren Rabbiner in Trier gewesen. Auch der Trierer Bischof Matthias Eberhard entspross väterlicherseits einer jüdischen Familie; sein Großvater war zum Katholizismus konvertiert.

In der Hornstraße existiert ein buddhistisches Zentrum. In der Luxemburger Straße existiert ein islamisches Kulturzentrum mit einer Moschee. Die türkisch-islamische Haci Bayram Camii in Konz ist auch für Trier zuständig.

Unter dem Namen „les amis de l’humanité“ entstand 1805 unter der napoleonischen Herrschaft eine Freimaurerloge. Noch heute arbeitet diese Loge in ihrem Logenhaus in der Brückenstraße unter dem Namen „Zum Verein der Menschenfreunde“.

Trier liegt an einem Jakobsweg, der Pilger nach Santiago de Compostela führt.

Konfessionsstatistik

2007 lebten in Trier knapp 67.500 römisch-katholische Christen, rund 13.600 Evangelische, ca. 2.000 Muslime (Schätzung) und etwa 500 Juden. Ende 2012 waren 63,6 % der Einwohner römisch-katholisch und 12,9 % protestantisch. 23,2 % hatten keine oder eine sonstige Konfessionszugehörigkeit. Der Anteil der Protestanten und vor allem der der Katholiken ist seitdem gesunken. In Trier ist nur noch weniger als die Hälfte der Bürger katholisch. Ende September 2023 waren 47,9 % der Einwohner römisch-katholisch und 9,7 % evangelisch. 42,4 % gehörten entweder einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder waren konfessionslos.

Politik

An der Spitze der Stadt Trier stand seit 1302 der Schöffenmeister, gelegentlich auch Bürgermeister genannt. Der Schultheiß war Vertreter der erzbischöflichen Hoheitsrechte gegenüber der Stadt. Im 15. Jahrhundert standen zwei Bürgermeister an der Spitze. Es herrschte stets Streit mit dem Erzbischof über den Status der Stadt. 1795 führte die französische Besatzung die kollegiale Munizipalverfassung ein. 1798 wurde die Mairieverfassung eingeführt und einige Vororte eingegliedert. 1801 folgte eine neue Gemeindeverfassung, die im Wesentlichen bis 1845 beibehalten wurde, wobei der Bürgermeister ab 1818 den Titel Oberbürgermeister führte (Trier war inzwischen Stadtkreis geworden). Der Oberbürgermeister war zugleich Landrat des Kreises Trier (bis 1851). 1856 erhielt die Stadt die „Rheinische Städteordnung“. Der Gemeinderat entschied sich für die Bürgermeisterverfassung (im Gegensatz zur Magistratsverfassung). Mit dem preußischen Gemeindeverfassungsgesetz von 1933 sowie der Deutschen Gemeindeordnung von 1935 wurde das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zunächst ein Bürgermeister eingesetzt, den 1946 die Stadtverordneten wählten. Er war zunächst ehrenamtlich, seit 1949 wieder hauptamtlich tätig.

Trier gehört zum Bundestagswahlkreis Trier und zu den Landtagswahlkreisen Trier und Trier/Schweich.

Stadtoberhäupter

Die Stadtoberhäupter seit dem 18. Jh.:

Der Trierer Oberbürgermeister trägt eine Amtskette aus Gold, die das alte Trierer Stadtsiegel zeigt, auf dem der Patron des Doms von Trier, der hl. Petrus, und der erste Bischof von Trier, Eucharius, von Christus den Schlüssel für die Sancta Treveris (das Heilige Trier) erhalten.

Der ehemalige Beigeordnete Ulrich Holkenbrink kandidierte am 24. September 2006 für die CDU bei der Wahl zum neuen Oberbürgermeister, unterlag jedoch seinem von SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützten Gegenkandidaten Klaus Jensen, der zwar SPD-Mitglied ist, aber als unabhängiger Kandidat antrat, deutlich. Holkenbrink erreichte 33,1 % der gültigen Stimmen, Jensen 66,9 %. Die Wahlbeteiligung betrug 43,2 %. Der Trierer Oberbürgermeister wird somit seit dem 1. April 2007 erstmals nach Kriegsende nicht von der CDU gestellt. Helmut Schröer hatte nicht mehr erneut kandidiert. Als Nachfolger von Klaus Jensen wurde am 12. Oktober 2014 Wolfram Leibe (SPD) mit 50,2 % der Stimmen gewählt. Er trat sein Amt am 1. April 2015 an. Bei der Direktwahl am 25. September 2022 wurde Leibe mit einem Stimmenanteil von 72,2 % bei erneut geringer Wahlbeteiligung (32,2 %) für weitere acht Jahre im Amt bestätigt.

Stadtvorstand

Der Trierer Stadtvorstand umfasst neben dem Oberbürgermeister noch den Bürgermeister sowie zwei hauptamtliche Beigeordnete. Die Mitglieder des Stadtvorstandes stehen zugleich den fünf Dezernaten vor.

  • Dezernat I: Hauptdezernat – Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD)
  • Dezernat II: Soziales, Bildung, Jugend und Integration – Bürgermeisterin Elvira Garbes (Grüne), seit Februar 2018
  • Dezernat III: Kultur, Tourismus und Weiterbildung – Beigeordneter Markus Nöhl (SPD), ab 1. September 2021
  • Dezernat IV: Planen, Bauen und Gestalten – Beigeordneter Thilo Becker (parteilos), ab Mai 2023, Vorgänger: Andreas Ludwig (CDU), 2015 bis 2023
  • Dezernat V: Bürgerdienste, Innenstadt und Recht – Beigeordneter Ralf Britten (CDU), ab 1. November 2021

Stadtrat

Der Stadtrat von Trier besteht aus 56 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP LINKE AfD NPD PIRATEN UBT FW PARTEI Gesamt
2019 12 13 15 3 4 4 3 1 1 56 Sitze
2014 15 20 9 2 3 2 1 4 56 Sitze
2009 15 19 10 4 2 1 5 56 Sitze
2004 11 21 9 3 8 52 Sitze
1999 15 24 6 7 52 Sitze

Wappen

Historische Wappen

Partnerschaften

Trier ist neben Luxemburg, Metz und Saarbrücken, mit denen es sich zum Städtebund QuattroPole zusammengeschlossen hat, ein Oberzentrum der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland Pfalz-Wallonie.

Trier hat zehn Partnerstädte:

Jugendparlament

Seit Ende 2011 gibt es in Trier ein Jugendparlament, das jeweils für zwei Jahre gewählt wird.

Verschuldung der Stadt

Im Jahr 2011 standen im Etat der Stadt Einnahmen von 301 Millionen Euro Ausgaben von 364 Millionen Euro gegenüber. Es mussten 63 Millionen Euro über Kredite finanziert werden. Insgesamt hatte die Stadt Trier 581 Millionen Euro Schulden. Bei der Pro-Kopf-Verschuldung lag Trier mit 6.174 Euro unter den kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz auf Platz fünf. Das ergab eine Analyse im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Trier.

Die Verschuldung im Jahr 2021 betrug 961.936.000 Euro und somit 8.731 Euro je Einwohner. Alle kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz hatten zu diesem Zeitpunkt eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 6.177 Euro.

Sehenswürdigkeiten

Sechs römische und zwei mittelalterliche Kulturdenkmäler in Trier und die römische Igeler Säule im benachbarten Igel wurden 1986 als UNESCO-Welterbe Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier ausgezeichnet.

Antike

Kulturdenkmäler aus der Antike sind die Porta Nigra, das Wahrzeichen der Stadt, das Amphitheater, die Kaiserthermen, die Barbarathermen, die Konstantinbasilika oder die Römerbrücke.

Sehenswert sind darüber hinaus die Thermen am Viehmarkt, das über 1000 Sarkophage umfassende antike Gräberfeld unter der Reichsabteikirche St. Maximin, die Albanagruft und weitere römische Grabkammern auf dem Gelände des Friedhofs der Benediktinerabtei St. Matthias oder außerhalb der Kernstadt das Palatiolum in Trier-Pfalzel mit dem sogenannten Küsterhaus, dem ältesten bewohnten römischen Steinhaus in Deutschland.

Mittelalter und Renaissance

Mittelalterliche Bauwerke in Trier sind allen voran der Trierer Dom St. Peter, die älteste Bischofskirche Deutschlands, und die mit dem Dom durch einen Kreuzgang verbundene gotische Liebfrauenkirche (1227–1243 erbaut). Außerhalb der mittelalterlichen Stadtgrenzen steht die Benediktinerabtei St. Matthias mit ihrer romanischen Kirche, die der Legende nach das Grab des Apostels Matthias beherbergt. Reste der ehemaligen Stiftskirche in Trier-Pfalzel bilden das Querschiff der heutigen Pfarrkirche. Ursprünglich romanischer Architektur ist auch die Heiligkreuz-Kapelle in Trier-Heiligkreuz.

Als besonders wehrhafte Wohntürme ihrer Zeit haben sich der Frankenturm, der Turm Jerusalem und der Konviktsturm erhalten. Weniger einem Wehrturm als einem befestigten Wohnhaus gleicht das frühgotische Dreikönigenhaus in der Simeonstraße. Aus dem Mittelalter stammen auch die ältesten Teile des Hauptmarkts mit der rekonstruierten Steipe, dem Marktkreuz, der von Wohnhäusern umbauten Kirche St. Gangolf und der naheliegenden Judengasse. In der Renaissance wurde der Petrusbrunnen auf dem Platz errichtet. Am Domfreihof enthält der ursprünglich gotische Bau Kurie Von der Leyen nach Umbauten heute Renaissance- und Barockelemente.

Zu weiteren Überresten des mittelalterlichen Triers gehören Reste der Stadtmauer Triers, der Stadtmauer des heutigen Stadtteils Ehrang und der Befestigungen im Stadtteil Pfalzel. Von der ehemaligen Burg Pfalzel sind mehrere Türme erhalten. Eines der ältesten erhaltenen Gebäude in Pfalzel ist das Rosportsche Haus von 1579. Der Zewener Turm im Stadtteil Zewen ist eine wehrhafte ehemalige Zollanlage.

An der Mosel stehen die alten Kräne „Alter Krahnen“ von 1413 und der barocke „(Alte) Zollkran“ von 1774, auch „Jüngerer Moselkran“ genannt.

17. und 18. Jahrhundert

Das Kurfürstliche Palais wurde im 17. Jahrhundert unter Lothar von Metternich und Philipp Christoph von Sötern als Residenz der Erzbischöfe und Kurfürsten mit einem vierflügeligen Hochschloss errichtet, aber nur wenig dauerhaft genutzt. Vom sich nördlich anschließenden Niederschloss sind nur das St.-Petersburg-Portal und der Rote Turm aus dem Jahr 1647 erhalten, letzterer dient heute als Glockenturm der Konstantinbasilika. Diese wurde beim Bau des Kurfürstlichen Palais zunächst teilweise niedergelegt, teilweise in dessen Westflügel integriert. Im 18. Jahrhundert erhielt das Palais einen Rokokoflügel auf der Südseite. Für den Wiederaufbau der Basilika wurde der Westflügel des Palais abgerissen und der Südflügel verkürzt.

Weitere Schlossbauten außerhalb der Kernstadt sind das Quinter Schloss im Stadtteil Trier-Quint und das Schloss Monaise zwischen Zewen und Euren.

In der Trierer Altstadt stehen noch viele barocke Wohn- und Geschäftsgebäude. Aus dem 17. Jahrhundert stammt das Rote Haus am Marktplatz. Sowohl das Karl-Marx-Haus genannte Geburtshaus des Gesellschaftstheoretikers mit Museum als auch das Karl-Marx-Wohnhaus, in dem er aufwuchs, stammen im Kern aus dem 18. Jahrhundert. Erhaltene barocke Stadtpalais sind das Palais Kesselstatt und das Palais Walderdorff. Als älteste Apotheke Deutschlands gilt die Löwen-Apotheke am Hauptmarkt in einem Gebäude aus dem späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert. Der Georgsbrunnen auf dem Kornmarkt gilt als besonders schöner Rokokobrunnen.

Kirchenbauten des Barock und Rokoko sind die Basilika St. Paulin, die ehemalige Klosterkirche St. Irminen und die Kapelle des ehemaligen Leprosoriums St. Jost mit einem Siechenhaus und dem ehemaligen Leprosenfriedhof in Trier-Biewer.

Im Stadtteil Pallien findet sich ein Ensemble im alten Ortskern mit dem Hofhaus der Abtei St. Martin, Handwerker- und Tagelöhnerhäusern sowie der Kirche St. Simon und Juda.

1800 bis 1933

1804 wurde der Hauptfriedhof Trier angelegt, auf dem Grabmäler aus dem 19. und 20. Jahrhundert erhalten sind. Der jüdische Friedhofsteil wird seit 1920 belegt. Der vorher genutzte, schon im 17. Jahrhundert angelegte Alte Jüdische Friedhof an der Weidegasse enthält noch 446 Grabsteine, der älteste erhaltene aus dem Jahr 1686.

Aus dem frühen 19. Jahrhundert stammt das klassizistische ehemalige Französische Casino am Kornmarkt. Ensembles von Jugendstilhäusern stehen noch in den Bereichen Eberhardstraße, Fleischstraße, Nagelstraße, Neustraße, Speestraße und Im Gartenfeld. Der Historismus hinterließ zahlreiche katholische Kirchenbauten: Neuromanisch sind St. Martin im Maarviertel und das Redemptoristenkloster St. Josef, neugotisch dagegen Herz Jesu in Trier-Süd, St. Helena in Euren, St. Peter in Ehrang St. Germanus in Trier-Feyen-Weismark. Bereits zur Frühmoderne lassen sich die Klosterkirche St. Clara des Klarissinnenklosters auf dem Petrisberg (1930) und die Evangelische Kirche Trier-Ehrang zählen.

Bedeutende Denkmäler aus der Zeit um 1900 sind der Balduinbrunnen (1897) im Nordosten des Alleenrings und die Mariensäule auf dem Pulsberg.

Über das gesamte Stadtgebiet finden sich Gebäude der teilweise erhaltenen Kasernenanlagen: Maximinkaserne (1802–ca. 1944), Palastkaserne (1803–1930), Städtische Kaserne (Trier) (auch Gneisenaukaserne) (1899–ca. 1930), Hornkaserne (Trier) (1889–1930), Artilleriekaserne (Trier) (1912–1928), Goeben-Kaserne (Trier) (1912–1930), Jägerkaserne (Trier-Nord) (1913–1992), Jägerkaserne (Trier-West) (1913–2014), Kemmelkaserne auf dem Petrisberg (1936–1999), Neue Hornkaserne (1937–1985), Kaserne Feyen (1938–1999), General-von-Seidel-Kaserne (1952–2012).

Zeit des Nationalsozialismus

Beispiele für Nationalsozialistische Architektur im Stadtbild sind die ehemalige nationalsozialistische Lehrerbildungsanstalt (heute Altbauten auf dem Campus Schneidershof der Hochschule Trier) und die ehemalige Staatsjugendschule für die Trierer Hitlerjugend in Trier-Biewer. Aus dem Zweiten Weltkrieg haben sich fünf Hochbunker in Trier erhalten, darunter der Hochbunker Augustinerhof beim Rathaus und der Hochbunker in Trier-Feyen, sowie mehrere Westwallbunker an der Grenze zwischen Trier-Zewen und Igel sowie bei Trier-Ruwer (am Grüneberg und in Richtung Kenn).

Nachkriegszeit

Auf dem Hauptfriedhof erinnern Mahnmale wie das 1950 geschaffene Denkmal für die Opfer der Gewaltherrschaft 1933–1945, das Denkmal für 92 ermordete polnische Kinder oder das Ehrenmal für die sowjetischen Kriegsgefangenen an die Gräuel des Nationalsozialismus und der Weltkriege.

Zu den markanten Bauten aus der Nachkriegszeit zählen der Neubau des Theaters Trier von Gerhard Graubner aus dem Jahr 1964 oder der Wasserturm auf dem Petrisberg (1958). Ebenfalls auf dem Petrisberg wurden in den 1970er und 1980er Jahren der erste und in den 1990ern der zweite Campus der Universität Trier errichtet. Vom Architekten Oswald Mathias Ungers stammen der moderne Schutzbau der Viehmarktthermen, der Eingangsbereich der Kaiserthermen sowie der Vorplatz der Konstantinbasilika.

Zahlreiche Kirchen im Stil des Brutalismus und der Postmoderne existieren im Stadtbild: zum einen die pyramidenartige, 1969/70 vom Architekten K. Schmitz erbaute Kirche St. Michael im Stadtteil Mariahof, zum anderen Kirchen des Dombaumeisters Karl Peter Böhr wie St. Simeon (1966) in Trier-West (2019 entweiht, heute Bistumsarchiv), St. Agritius im Gartenfeld (1971) oder die Maria-Hilf-Kapelle (1990).

An den bis 1999 bestehenden französischen Truppenstandort erinnert die Siedlung für französische Offiziere mit Bauten in Holzrahmenbauweise. Die Siedlung wurde 1948 bis 1950 in Trier Nord erbaut (Hochwaldstraße und Wittlicher Straße Nähe Nells Park). Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz der Französischen Streitkräfte sind künstliche Ruinen zum Häuserkampftraining und Graffiti mit afrikanischen Landschaften (oberhalb des Stadtteils Trier-Feyen) erhalten.

Aus dem 21. Jahrhundert stammt die begehbare Stahlskulptur Turm Luxemburg auf dem Landesgartenschaugelände von 2004, die die Stadt Luxemburg anlässlich des Ereignisses an Trier schenkte. Ebenfalls für die Landesgartenschau entstand das Wasserband auf dem Petrisberg. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx wurde am 5. Mai 2018 die von der Volksrepublik China geschenkte Karl-Marx-Statue auf dem Simeonstiftplatz enthüllt.

Parks und Schutzgebiete

Parks in Trier sind der Nells Park und der Palastgarten.Das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau auf dem Petrisberg wurde seit 2004 zunehmend urbanisiert.

In Trier liegen die NaturschutzgebieteGillenbachtal (47 Hektar), das OrchideenbiotopKahlenberg am Sievenicherhof (15,5 Hektar),Kenner Flur (31,4 Hektar), Kiesgrube bei Oberkirch (4,7 Hektar) und Mattheiser Wald (447 Hektar), das gleichzeitig als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ausgewiesen ist.Siehe auch: Liste der Naturschutzgebiete in Trier.

Trier liegt im Bereich der Landschaftsschutzgebiete Meulenwald und Stadtwald Trier und Moseltal.

Als Landschaftsbestandteil sind die Gebiete Hecken bei Trier-Eitelsbach, Ehemaliger Biergarten Löwenbrauerei und am rechten Moselufer zwischen Nordbad und Zollkran der Baumbestand am Moselradweg Trier geschützt.Darüber hinaus gibt es zahlreiche Naturdenkmale in Trier.

Kultur

Als Stadt in der Großregion nahm Trier mit der Konstantinausstellung am Programm des Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2007 teil.

Die Ausstellung Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann wurde 2016 veranstaltet.

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx im Jahr 2018 veranstaltete man vom 5. Mai bis 21. Oktober 2018 die Große Landesausstellung Karl Marx 1818–1883. Leben. Werk. Zeit. sowohl im Rheinischen Landesmuseum Trier als auch im Stadtmuseum Simeonstift Trier samt weiteren Ausstellungen im Museum Karl-Marx-Haus und im Museum am Dom.

Bei der Landesausstellung Der Untergang des Römischen Reiches vom 25. Juni bis 27. November 2022 mit über 205.000 Besuchern waren etwa 700 Exponate aus 130 Museen und 20 Ländern an den Standorten Rheinisches Landesmuseum Trier, Stadtmuseum Simeonstift Trier und Museum am Dom zu sehen.

Für das Jahr 2025 ist die Landesausstellung Marc Aurel – Kaiser, Feldherr, Philosoph geplant.

Theater

Seit 1802 besteht das Theater Trier (Oper, Operette, Musical, Ballett, Schauspiel, Studio-Bühne) und seit 1990 das Kleine Volkstheater Trier (Laienschauspiel in Trierer Mundart). Die Antikenfestspiele Trier wurden von 1998 bis 2010 veranstaltet.

Museen

Das Rheinische Landesmuseum Trier ist eines der bedeutendsten und größten archäologischen Museen in Deutschland.Exponate sind beispielsweise eine Nachbildung der Igeler Säule, antike Fundstücke, Mosaikfußböden oder das Neumagener Weinschiff.Das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum hat die Aufgabe, die Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte des Bistums Trier zu erforschen.Das Stadtmuseum Simeonstift zeigt Kunst- und Kulturschätze vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, so zum Beispiel ein Stadtmodell von Trier um 1800.

Das Karl-Marx-Haus ist das Geburtshaus des deutschen Ökonomen, Philosophen, Autors und Revolutionärs Karl Marx und heute ein Museum.Die Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier enthält kostbare Bücher und Handschriften aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit, wie zum Beispiel die Gutenberg-Bibel, Coronelli-Globen, Karten oder Glasmalerei.Das Verkehrsmuseum Trier in der Gottbillstraße wird geführt von den Trierer Stadtwerken in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Straßenbahnervereins Trier.Das Spielzeugmuseum mit Blechspielzeug u. a. wurde in der Nagelstaße gegründet und befindet sich heute an der Steipe am Hauptmarkt.Das Haus des Waldes (Waldmuseum) befindet sich beim Drachenhaus im Weißhauswald beim Wildgehege und an einem Waldlehrpfad.Das Freilichtmuseum Roscheider Hof liegt in Konz direkt an der Gemarkungsgrenze zu Trier und wurde 1973 u. a. vom Landkreis Trier-Saarburg und den Städten Trier und Konz gegründet.

Bildende Kunst

Kunstvereine und Galerien sind der Kunstverein Trier Junge Kunst, die Gesellschaft für Bildende Kunst Trier, die Galerie Junge Kunst, die Galerie Kaschenbach und weitere.

Musik

Chöre

Orchester

Ansässige Orchester sind das Philharmonische Orchester der Stadt Trier,das Collegium Musicum der Universität Trier, bestehend aus Chor und Orchester,das Collegium Musicum des Bildungs- und Medienzentrums im Palais Walderdorff,der Reservistenmusikzug Trier 1966 (ältester Reservistenmusikzug Deutschlands),das „da capo“ Orchester Ehrang 1999 e. V.sowie zahlreiche Musikvereine in den Stadtteilen.

Musikfestivals

Jährlich im Sommer finden die Internationalen Orgeltage im Trierer Dom stattsowie der Sommerzyklus der Orgelkonzerte in der Konstantinbasilika.

Das Summerblast Festival in der SWT-Arena (bis 2018 im Jugend- und Kulturzentrum Exzellenzhaus) fand zuletzt 2022 statt.Das Electronic River Festival im Rahmen des Zurlaubener Heimatfestes gibt es seit 2011.Trier ist auch Spielort des Mosel Musikfestivals mit nationalen und internationalen Stars und Orchestern.

Karneval

Der Trierer Karneval gehört zu den größten Karnevalsfesten in Rheinland-Pfalz, womit Trier zu den großen rheinischen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingshochburgen zählt. Der älteste und größte Trierer Karnevalsverein ist die Karnevalsgesellschaft Heuschreck von 1848.

Jugendzentren

Jugendzentren existieren in Trier-Mitte/Gartenfeld (Mergener Hof/MJC), Trier-Mariahof, Trier-Euren, Trier-Süd, Trier-Kürenz und Trier-Ehrang/Quint.

Außerdem war das in Trier-Nord beheimatete Exzellenzhaus (Exhaus) bis zur Schließung 2019 und anschließenden Insolvenz des gleichnamigen Vereins knapp 50 Jahre ein Jugendzentrum. Ein Bürgerbegehren zur Wiederinbetriebnahme des Standortes wurde trotz erfüllten Quorums aus inhaltlichen Gründen vom Stadtrat Trier nicht zugelassen.

Kinos

Im Stadtzentrum existieren zwei Kinos, das Programmkino Broadway Filmtheater und das Multiplex-Kino CinemaxX. Ergänzt wird die Kinolandschaft durch die Programme des Filmvereins F.ab! des Cineasta, des Unifilm und des Filmclubs Le Septième Art e. V.

Früher gab es über zwanzig Kinos im Bereich der heutigen Stadt Trier. Die größeren davon waren das Apollo in der Saarstraße, das Capitol in der Brotstraße, das Germania (Modernes Theater) in der Fleischstraße, das Metropol in der Moselstraße oder das Neue Theater (Reichshallen-Theater) in der Simeonstraße, jeweils mit 500 oder mehr Plätzen.

Veranstaltungen

Größere Konzerte werden entweder in der Messeparkhalle, Europahalle oder in der SWT-Arena veranstaltet. Unter anderem in der Tufa (Kurzform für Tuchfabrik) finden kleinere Konzerte verschiedener Stilrichtungen statt.

Die Kunsthalle der Europäischen Kunstakademie organisiert regelmäßig thematische Ausstellungen und Vernissagen mit Künstlern aus dem In- und Ausland sowie Podiumsgespräche, Atelierbesuche, Sommerfeste und Konzerte.

Sport

Gemäß der Sportvereinsbefragung 2012 gibt es in Trier 112 Sportvereine. In den 67 Vereinen, die sich an der Befragung beteiligten, sind insgesamt 21.297 Sportler organisiert, dabei sind Frauen mit 39,7 % unterrepräsentiert. Mitgliederstärkster Verein ist der Post-Sportverein Trier (aus dem Jahr 1929) mit 3300 Mitgliedern. Rund 83 Prozent aller Funktionsträger in den befragten Vereinen sind ehrenamtlich tätig. Beliebteste Sportarten sind Fußball bei den Männern und Turnen bei den Frauen.

Ballsport

Die Fußballmannschaft Eintracht Trier brachte es 1998 im DFB-Pokal bis ins Halbfinale und verpasste nach einem Elfmeterschießen nur knapp die Teilnahme am Europapokal. Im Sommer 2002 schaffte sie nach langer Abstinenz den Aufstieg in die Zweite Bundesliga, stieg aber 2005 wieder in die Regionalliga und ein Jahr darauf in die Oberliga ab. In der Saison 2023/24 errang der Verein vorzeitig die Meisterschaft in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und sicherte sich dadurch den Aufstieg in die Regionalliga Südwest.

In der Basketball-Bundesliga war Trier von 1990 bis 2015 mit dem TVG Trier, später TBB Trier, vertreten. Zu den größten Erfolgen zählt der zweimalige Gewinn des Deutschen Pokals 1998 und 2001. 2015 wurde die Mannschaft nach einer Insolvenz aufgelöst. Den Startplatz in der 2. Bundesliga ProA übernahm die neu gegründete Mannschaft Gladiators Trier. Die Damenhandballmannschaft des DJK/MJC Trier („Die Miezen“) spielte von 2000 bis 2015 in der 1. Bundesliga und errang 2003 die deutsche Meisterschaft. Damenhandball- und Basketballmannschaft tragen ihre Heimspiele in der SWT-Arena aus. Die Rollstuhlbasketball-Mannschaft Trier Dolphins spielt ebenfalls in der 1. Bundesliga, sie trägt ihre Heimspiele in der Mäusheckerhalle aus.

Weiterhin etablierten sich in Trier auch amerikanische Sportarten. Das Baseballteam der Trier Cardinals gewann in den Jahren 1995 und 1996 die deutsche Meisterschaft. Nach Rückzug von Sponsoren begann allerdings bald darauf ein langer Niedergang. Zurzeit spielen sie in der Landesliga des Südwestdeutschen Baseball- und Softball-Verbandes e. V. (SWBSV). Das Mixed-Softball Team belegte 2007 den dritten Platz in der inoffiziellen Deutschen Softball Mixed Meisterschaft.

Als weitere amerikanische Sportart ist American Football mit zwei Mannschaften in der Stadt vertreten. Bereits 1990 wurden die Trier Stampers des Post-Sportvereins Trier gegründet, die bis zu ihrer Neugründung 1998 noch den Namen Trier Saints trugen. Sie verpassten 1999 nur knapp den Einstieg in die 2. Bundesliga. In den beiden vergangenen Spielzeiten (2013/2014) gewann das Herrenteam die Meisterschaften. Zurzeit spielt die Herrenmannschaft in der Regionalliga, die Jugendmannschaft in der Jugendoberliga.Ein weiteres Football-Team sind die Trier Wolverines, die im Januar 2008 gegründet wurden und mit ihrem Jugend-Team im selben Jahr den zweiten Tabellenplatz der Jugendaufbauliga erreichten. Im Jahr 2009 etablierte sich die neugegründete Herrenmannschaft der Wolverines. Der Verein geht regelmäßig mit ihrem American-Football-Magazin GRIDIRON über den lokalen Fernsehsender OK54 auf Sendung und berichtet über die Rheinland-Pfalz-Liga und American-Football im Allgemeinen.

Des Weiteren gibt es eine Rugby-Mannschaft, die in der 3. Bundesliga Süd-West spielt. Sie spielt für den FSV Trier-Tarforst.

Motorsport

Im August wurde in Trier und Umgebung von 2000 bis 2016 die Rallye Deutschland ausgetragen, die seit 2002 zur Rallye-Weltmeisterschaft zählt.Das Internationale Trierer Bergrennen wurde von 1971 bis 2011 vom Racing Team Trier 1967 e. V. veranstaltet und war seit 1991 ein Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft.

Sonstiger Sport

  • Der RV Treviris Trier ist der Heimatverein von Richard Schmidt, der in den Jahren 2009 bis 2021 mit dem Deutschland-Achter Olympia- und WM-Medaillen gewann.
  • In der Kegel-Bundesliga (Schere) wurde der Kegelclub Domstein Trier mehrfach Deutscher Meister.
  • Der Schachverein SG Trier 1877 gehörte von 2007 bis 2017 der Schachbundesliga an.
  • Die Trierer Go-Sektion des Deutschen Go Bundes spielt als gemeinsames Team mit Luxemburg (TriLux) in der 2. Bundesliga. Die Trierer Go-Gruppe zeichnet sich vor allem durch eine erfolgreiche Jugendarbeit aus, aus der sowohl der deutsche Jugendmeister 2014 als auch die deutschen Schulmannschaftsmeister der Jahre 2014 und 2015 (Friedrich-Wilhelm-Gymnasium) hervorgingen.
  • Der Silvesterlauf Trier findet regelmäßig am 31. Dezember statt. Er gilt als einer der bestbesetzten Jahresabschlussläufe in Europa und wird in Anlehnung an den berühmten brasilianischen Silvesterlauf „deutsches São Paulo“ genannt.
  • Der Verein Trierer Kanufahrer 1948 (TKF) befindet sich in der Nähe der heutigen modernen Römerstadt-Jugendherberge im ehemaligen Jugendherbergshaus (Hans-Karl-Schmitt-Haus). Er feiert nationale und internationale sportliche Erfolge im Kanusport.
  • Der Fallschirmsportclub Trier e. V., ansässig auf dem Flugplatz Trier-Föhren, wurde 1975 gegründet.
  • Der PBC Trier spielte zeitweise in der 1. Poolbillard-Bundesliga.
  • Schwimmbäder sind Das Bad an den Kaiserthermen, das Freibad Nord und das Freibad Süd.

Inklusion

2021 bewarb sich die Stadt als Host Town für die Gestaltung eines viertägigen Programms für eine internationale Delegation der Special Olympics World Summer Games 2023 in Berlin. 2022 wurde sie als Gastgeber für Special Olympics Panama ausgewählt. Die Delegation bestand aus 18 Personen. Damit wurde die Stadt Teil des größten kommunalen Inklusionsprojekts in der Geschichte der Bundesrepublik mit mehr als 200 Host Towns.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahre 2016 erbrachte Trier, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 4,741 Milliarden € und belegte damit Platz 65 innerhalb der Rangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 42.142 € (Rheinland-Pfalz: 34.118 €, Deutschland 38.180 €). Das BIP je Erwerbsperson beträgt 58.640. 2016 wuchs das BIP der Stadt nominell um 0,3 %, im Vorjahr betrug das Wachstum 4,7 %. In der Stadt waren 2016 ca. 80.900 Erwerbstätige beschäftigt. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 4,3 % und damit leicht über dem Durchschnitt von Rheinland-Pfalz von 4,1 % (im benachbarten Landkreis Trier-Saarburg betrug sie 2,5 %).

Verkehr

Innerstädtischer Individualverkehr

Der Individualverkehr in Trier verläuft hauptsächlich auf den vorhandenen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.Das Mobilitätskonzept Trier 2025 wurde im Jahre 2013 und die Fortschreibung dieses Konzeptes wurde 2018 vom Stadtrat Trier beschlossen.In einem Zehnjahreskonzept der Straßenbaumaßnahmen wurden folgende Schwerpunkte festgelegt, die einer jährlichen Überprüfung unterliegen:

  • Verschiedene Verkehrsmaßnahmen in Trier-West (Priorität: 1), davon ist der Verkehrskreisel Römerbrückenkopf West bereits verwirklicht;
  • Neuanbindung des Aveler Tals über die Straße Am Grüneberg und über die Bahngleise bis zur Dasbachstraße und zur Bundesautobahn 602 (Priorität: 2a)
  • Ausbau von Aul- und Arnulfstraße in Trier-Süd (südlicher Tangentenring) (Priorität: 2b)
  • Moselbahndurchbruch (zwischen Kürenzer Straße und Metternichstraße) (Priorität: 3), ab 2027;
  • Wasserwegdurchbruch (zwischen Herzogenbuscher Straße und Zurmaiener Straße) (nördlicher Tangentenring) (Priorität: 4), nicht im 10-Jahres-Plan enthalten;
  • Sonderprojekt Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes des Hbf Trier im Zuge der Umsetzung des ÖPNV-Konzeptes RLP-Nord

Überregionaler Straßenverkehr

Folgende Autobahnen führen von/nach Trier:

  • A 64: Trier–Luxemburg (dort Autoroute 1)
  • A 64a: Kenn–Moselbrücke Ehrang–Ehrang–Pfalzeler Wald–A 64
  • A 602: Verteilerkreis Trier–Autobahndreieck Moseltal–A 1

Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet:

  • B 49: Grenzübergang Wasserbillig (L)–Trier–Koblenz
  • B 51: Grenzübergang Hanweiler (F)–Saarbrücken–Trier–Bitburg–Köln
  • B 53: Trier–Schweich–Mehring–Bernkastel-Kues–Zell–Alf
  • B 268: Trier–Losheim am See–Heusweiler–Riegelsberg–Saarbrücken
  • B 422: Ehrang–Kordel–Welschbillig–Helenenberg

Öffentlicher Personennahverkehr

Der öffentliche Personennahverkehr wird zum Großteil durch die Buslinien der Stadtwerke Trier (SWT) betrieben. Zudem verkehren in Trier zahlreiche unvertaktete Regionalbuslinien verschiedener Busunternehmen. Auf allen Trierer Buslinien gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Region Trier (VRT).

Von 1890 bis 1951 existierte außerdem die Straßenbahn Trier. Sie wurde durch den 1940 eingeführten Oberleitungsbus Trier ersetzt, der wiederum 1970 eingestellt wurde.

Schienenverkehr

Der Hauptbahnhof befindet sich im nordöstlichen Bereich der Innenstadt zwischen den Bezirken Mitte-Gartenfeld und Nord. Trier ist nach Norden über die Moselstrecke an Koblenz und über die Eifelstrecke an Köln angebunden; nach Süden führen die Trierer Weststrecke nach Luxemburg, die Saarstrecke nach Saarbrücken und die Obermoselstrecke nach Perl bzw. Metz (Frankreich). Durchgehende Züge fahren von Koblenz nach Saarbrücken und weiter nach Mannheim oder Luxemburg sowie montags bis freitags von Wittlich nach Perl, ansonsten ist der Trierer Hauptbahnhof in der Regel Endstation. Weitere Bahnhaltepunkte in Trier sind nördlich des Hauptbahnhofs Pfalzel, Ehrang, Ehrang-Ort und Quint sowie südlich Trier Süd. Vom 11. Dezember 2005 bis 10. Dezember 2011 verfügte die Stadt Trier über einen ICE-Direktanschluss nach Berlin. Direkt nördlich des Hauptbahnhofs liegt ein Betriebsbahnhof der Deutschen Bahn (ehemals Bahnbetriebswerk Trier). In Ehrang befindet sich ein ehemaliger Rangierbahnhof, der von der Deutschen Bahn AG noch in geringem Umfang als Güterbahnhof genutzt wird.

Im Juni 2008 beschloss das Land Rheinland-Pfalz, dass die Trierer Weststrecke zwischen Trier-Ehrang und Trier-Zewen für den Personenverkehr reaktiviert werden soll, um vor allem die Anschlüsse für Pendler nach Luxemburg zu verbessern. Nach Jahren der Planung und vorbereitender Baumaßnahmen begann im Frühjahr 2024 der Bau der Haltepunkte; im Dezember 2024 soll die Strecke eröffnet werden. Außerdem ist an der Moselstrecke die Errichtung zweier neuer Bahnhaltepunkte − in Trier-Nord, sowie südlich des Haltepunktes Trier Süd − geplant. Deren Bau ist Stand 2022 für das Jahr 2027 oder später in Aussicht genommen.

Radverkehr

Das Radwegnetz ist im Trierer Stadtgebiet mäßig ausgebaut. Insbesondere Fahrradfahrer, die sich im Stadtbereich bewegen, müssen oft auf enge, vielbefahrene Straßen ausweichen und die entsprechenden Sicherheitsrisiken in Kauf nehmen. Der ADFC bewertete die Situation für Radfahrer in Trier 2010 noch als „mangelhaft bis ausreichend“. Jedoch bekam Trier 2014 im ADFC-Fahrrad-Klima-Test den „3. Aufholer“-Preis in der Stadtgrößengruppe 100.000 bis 200.000 Einwohner und liegt nun auf Platz 29 von 37 (untere 22 %) (Vgl. 2012: 39 von 42: untere 8 %). Im Jahr 2015 wurde das Radverkehrskonzept Trier 2025 beschlossen.

Der Mosel-Radweg führt durch die Stadt und ist Teil der internationalen Radwanderroute Velo Tour Moselle. In Trier-Ehrang beginnt der Kyll-Radweg in die Eifel und in Trier-Ruwer der Ruwer-Hochwald-Radweg in den Hunsrück. Der Nahe-Hunsrück-Mosel-Radweg verläuft zwischen Bingen am Rhein und Trier.

Schifffahrt

Mit der Kanalisierung der Mosel zwischen 1958 und 1964 zu einer internationalen Großschifffahrtsstraße ist Trier mit dem Industriegebiet Lothringen, dem Land Luxemburg, den westdeutschen Industriezentren und den Nordseehäfen in den Niederlanden und Belgien über die Binnenschifffahrt verbunden. Trier ist Sitz der 1962 gegründeten Moselkommission zur Regelung aller Angelegenheiten der Schifffahrt auf der Mosel. Die 1962 gegründete Trierer Hafengesellschaft stellte 1965 den Handels- und Industriehafen in Trier-Ehrang fertig. Mit der Eröffnung am 26. Mai 1965 wurde Trier Hafenstadt. Der Trierer Hafen ist ein Umschlagplatz für den Güterverkehr, der sich hauptsächlich aus dem Transport von Erd- und Mineralöl sowie Erzen und Metallabfällen zusammensetzt. Eine Erweiterung der Hafenanlage erlaubt seit 1998 auch den Umschlag von Containern. Die Hafenanlage ist direkt an das Straßennetz und das Schienennetz angeschlossen.

Touristische Attraktionen sind die Moselfahrten auf Passagierschiffen sowohl nach Luxemburg als auch in Richtung Koblenz.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Trier existierte seit 1952 und kam 2019 durch eine Zusammenlegung mit den Ämtern in Koblenz und Saarbrücken zum Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn mit einem Standort in Trier am Pacelliufer.

Luftverkehr

Nächstgelegener Flughafen für nationale und internationale Verbindungen ist der Flughafen Luxemburg, rund 40 Kilometer entfernt. Etwa 25 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt befindet sich außerdem der von Trier-Euren (von 1910 bis 1977 in Betrieb) nach Föhren verlegte Trierer Flugplatz. Zum Flughafen Frankfurt-Hahn sind es ca. 70 Kilometer und der Flughafen Saarbrücken ist ca. 105 km entfernt.

Wanderwegenetz

Im rheinland-pfälzischen Wanderwegenetz bildet Trier einen Knotenpunkt. Neben dem Eifelsteig hat hier auch der Saar-Hunsrück-Steig seinen Start- bzw. Endpunkt. Eine Traumschleife am Saar-Hunsrück-Steig ist die Trierer Galgenkopftour, ein 15,8 km langer Höhenweg, der u. a. zum Naumeter Kopf führt. Der Moselhöhenweg verläuft sowohl auf der Eifelseite als auch auf der Hunsrückseite durch das Stadtgebiet von Trier. Seit April 2014 wird Trier zusätzlich über den im Wechsel auf beiden Seiten des Moseltals verlaufenden Moselsteig angebunden. Der Ausoniusweg von Trier nach Bingen am Rhein ist seit Juni 2013 auch als Hunsrücker Jakobsweg gewidmet.

Park and Ride

Park-and-ride-Parkplätze stehen sowohl im Südwesten (Messepark) als auch im Norden (Riverside/Verteilerkreis) der Stadt zur Verfügung. Bei größeren Veranstaltungen ist zudem der Parkplatz der Hochschule Trier am Schneidershof als Park-and-ride Parkplatz offen. An den Adventssamstagen werden drei spezielle kostenlose P+R-Linien im 10-Min-Takt angeboten (finanziert durch die City-Initiative); ansonsten werden die Parkplätze durch den normalen Linienverkehr bedient.

Brücken

Über fast zwei Jahrtausende führte der Weg zum linken Moselufer nur über die Römerbrücke, deren erste Version 18 v. Chr. / 17 v. Chr. erbaut wurde. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts folgte die Kaiser-Wilhelm-Brücke als zweite Flussüberquerung; im Jahr 1973 kam die Konrad-Adenauer-Brücke hinzu, die seitdem moselaufwärts die letzte Straßenbrücke komplett innerhalb Deutschlands ist (die nächste Brücke führt 18 km flussaufwärts von Wellen nach Grevenmacher). Die 1949 errichtete Pfeiffersbrücke in Ehrang überbrückt die Bahnlinie Koblenz–Trier und verbindet die Servaisstraße mit der B 53. Außerdem gibt es eine Eisenbahnbrücke zwischen Pfalzel und dem Industriegebiet Nord (Moselstrecke Trier-Koblenz), im Volksmund „Pfalzeler Brücke“ genannt, die auch Fußgängern und Radfahrern die Moselüberquerung ermöglicht. Im Norden der Stadt liegt die Moselbrücke Ehrang der Bundesautobahn 64a zwischen Trier-Ehrang und Kenn, auf der ebenfalls auch Fußgänger und Radfahrer den Fluss überqueren können. Sie verbindet A 602 und B 53, hat jedoch durch ihre Lage außerdem eine innerstädtische Erschließungsfunktion. Die Konzer Moselbrücke führt von Konz nach Trier-Zewen. Sie verbindet die Saarstrecke und die Obermoselstrecke mit der Trierer Weststrecke. In Trier-Pallien überspannt die Napoleonsbrücke das Tal des Sirzenicher Baches. Sie ist Teil der Bundesstraße 51. Die Aulbrücke in St. Matthias überquert die Bahnstrecke zwischen dem Trierer Südbahnhof und Konz-Karthaus. Weitere Brücken sind die Biewerbachtalbrücke oder die Gartenfeldbrücke.

Öffentliche Einrichtungen

Trinkwasserversorgung

Die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers wird von den Stadtwerken Trier übernommen. In zwei Wasserwerken wird das Rohwasser aus unterschiedlichen Quellen aufbereitet: Im Wasserwerk Irsch aus der Riveristalsperre und im Wasserwerk Kylltal aus 24 Brunnen, die das Grundwasser der Bitburg-Trierer Mulde fördern.

Für die Aufbereitung des Talsperrenwassers kommt im Wasserwerk Irsch Ultrafiltration zur Reinigung des Wassers zum Einsatz. Anschließend wird das Wasser über Kalkstein gefiltert, um es aufzuhärten. Desinfiziert wird es seit 2015 über UV-Lampen. Das Wasser ist mit einer Gesamthärte von 0,8 mmol/l (4,2 °dH) dem Härtebereich „weich“ zuzuordnen.

Die Filtration des Grundwassers erfolgt über große Filterbecken, die Partikel weitestgehend zurückhalten. Das Wasser entspricht mit einer Gesamthärte von 1,6 mmol/l (9,0 °dH) dem Härtebereich „mittel“.

Das Wasserwerk Irsch übernimmt grundsätzlich die Versorgung der Stadtteile Kürenz, Gartenfeld, Olewig, Auf der Hill, Kernscheid, Irsch, Filsch, Tarforst, Trimmelter Hof und Weidengraben sowie der Gemeinden Korlingen, Gutweiler und Sommerau. Alle anderen Stadtteile werden je nach Talsperrenstand entweder aus dem Wasserwerk Irsch oder Kylltal versorgt. Zumeist kommt das Trinkwasser des gesamten Stadtgebietes in den Monaten Februar bis September aus der Riveristalsperre. In den Wintermonaten wird der Stausee durch die Niederschläge erneut gefüllt.

Jährlich werden insgesamt ca. 10 Mio. m³ Trinkwasser abgegeben. Im 680 km langen Leitungsnetz sind 20 Hochbehälter zur Zwischenspeicherung und zur Sicherstellung des Wasserdrucks eingebaut. Der Energiebedarf für die Trierer Trinkwasserversorgung (1,7 Mio. kWh pro Jahr) wird inzwischen vollständig durch Eigenenergieerzeugung gedeckt. Dazu gibt es mehrere Turbinen im Netz und Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Hochbehältern, Pumpwerken und dem Wasserwerk Irsch.

Der Brutto-Verbrauchspreis liegt bei 1,74 Euro je Kubikmeter.

Wärmeversorgung

Die Wärmeversorgung in Trier ist größtenteils dezentral. Eine größere Fernwärmeversorgung gibt es nur im Stadtteil Mariahof, die 2,8 % (Stand: 2015/16) des Wärmebedarfs der Stadt deckt.

Abwasserentsorgung

Auch die Ableitung und Reinigung des anfallenden Abwassers fällt in den Zuständigkeitsbereich der Trierer Stadtwerke. Das Kanalnetz hat eine Länge von 499 Kilometern, 386 Kilometer davon im Mischsystem (77 %). Im Stadtgebiet gibt es 13.300 Schachtbauwerke und 16.000 Straßenabläufe („Gullys“). Der Anschlussgrad an die Kanalisation liegt bei 99,9 %. Die Abwasserreinigung geschieht im Hauptklärwerk in der Metternichstraße (erbaut 1959, 170.000 Einwohnerwerte) und im Klärwerk Trier-Ehrang (erbaut 1984).

Wie auch bei der Trinkwasserversorgung ist das Hauptklärwerk Trier inzwischen energieautark. 2016 standen einem Stromverbrauch von 3,05 Mio. kWh eine Energieerzeugung von 3,28 Mio. kWh gegenüber. Zum einen wurde die Autarkie durch die Einsparung von Energie durch Prozessoptimierung, intelligente Steuerung und energieeffizientere Technik erreicht, zum anderen durch Erzeugung in zwei Blockheizkraftwerken, die das anfallende Klärgas verstromen, durch Photovoltaik und durch Turbinen im Ablauf des Klärwerks.

Ämter, Behörden und Städtische Einrichtungen

Trier ist Sitz einer von zwei Bundeskassen sowie einer Nebenstelle der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Justizbehörden sind das Amtsgericht Trier, das Landgericht Trier, das Arbeitsgericht Trier, das Sozialgericht Trier, das Verwaltungsgericht Trier, die Staatsanwaltschaft Trier oder die Justizvollzugsanstalt Trier in Trier-Euren.

In Trier befinden sich eine Bundespolizeiinspektion, das Polizeipräsidium Trier, die Polizeidirektion Trier, das Technische Hilfswerk Trier sowie die Wehrtechnische Dienststelle für landgebundene Fahrzeugsysteme, Pionier- und Truppentechnik der Bundeswehr in Trier-Kürenz (420 Beschäftigte), der Rechnungshof Rheinland-Pfalz (Hauptsitz Speyer) besitzt eine Außenstelle. Weitere Behörden sind das Finanzamt Trier mit 400 und der Zweckverband A.R.T. mit 300 Beschäftigten.

Weitere Einrichtungen sind die Feuerwehr Trier, die Handwerkskammer Trier oder das Studierendenwerk Trier.

Medizinische Versorgung

Die Stadt Trier übernimmt für den ehemaligen Regierungsbezirk Trier sowie die Hochwaldregion und Teile des Saarlands die Funktion als medizinisches Oberzentrum mit Leistungen der Maximalversorgung und der spezialisierten Facharztversorgung im ambulanten Sektor. In den Mittelzentren der Umgebung sind lediglich noch Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung mit 100 bis rund 300 Betten angesiedelt, von denen einige mittelfristig von Schließung bedroht sind. Im Bereich der Stadt Trier gibt es drei Kliniken. Veränderungen in den letzten Jahren waren die Übernahme der Klinik in Ehrang (nach Hochwasserschäden im Jahr 2021 geschlossen) und des ehemaligen evangelischen Elisabeth-Krankenhauses durch das Mutterhaus im Jahr 2016 und die Schließung des Herz-Jesu-Krankenhauses im Jahr 2006. Insgesamt verfügen die Kliniken der Stadt heute über etwa 1500 Betten. Im Mittelalter gab es in Trier außerdem unter anderem das St.-Jakobs-Hospital und die Leprosorien St. Jost.

  • Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, 667 Betten, 2500 Beschäftigte
    • Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Nord (ehemals Elisabeth-Krankenhaus; 182 Betten)
  • Krankenhaus der Barmherzigen Brüder (Brüderkrankenhaus), 612 Betten, 2400 Beschäftigte
  • Geriatrische Rehabilitationsklinik St. Irminen, 80 Betten, eine Sozialeinrichtung der Vereinigten Hospitien

Tierheim Trier

In Trier-Zewen auf dem Heidenberg besteht ein Tierheim, das durch den Tierschutzverein Trier und Umgebung e. V. betrieben wird. Es ist zuständig für Tiere aus der gesamten Region Trier. Die vier Landkreise der Region und die kreisfreie Stadt Trier sind Miteigentümer des Grundstücks, auf dem sich das Tierheim befindet.

Unternehmen

Trier ist mit den beiden dort ansässigen Zigarettenherstellern JT International und Heintz van Landewyck eines der Zentren der deutschen Tabakwarenindustrie. Auch der Weinbau bzw. die Weiterverarbeitung spielt eine bedeutende Rolle. Neben Weingütern haben die drei Sekthersteller Schloss Wachenheim AG, Peter Herres Wein- und Sektkellerei und Bernard-Massard Sektkellerei GmbH in Trier ihren Sitz. Regional tätige Banken sind die Sparkasse Trier und die Volksbank Trier. Weiterhin haben in Trier ihren Haupt- bzw. Deutschlandsitz:

  • Steil Holding GmbH (Recyclingunternehmen)
  • Landal GreenParks (Tourismusunternehmen)
  • Triwo, Eigentümer und Betreiber mehrerer Flugplätze und Gewerbeparks
  • Schiffswerft Hans Boost, Trier, Maschinen- und Stahlbau, seit 1920

Weitere bekannte Unternehmen mit langer Existenz sind oder waren:

  • Steil-Kranarbeiten, Gründung 1924
  • Leyendecker HolzLand GmbH & Co. KG, gegründet 1860, 130 Beschäftigte
  • HEES + PETERS GmbH, gegründet 1948, 150 Beschäftigte
  • Mercedes-Hess GmbH & Co. KG, Gründung 1913, ab 2022: Merbag Holding.
  • Joh. Rendenbach jr. GmbH & Co. KG, Gründung 1871; eine der letzten Gerbereien, die nach dem traditionellen Eichenloh-Grubengerbverfahren arbeitete; 2022 Betriebsende, die Markenrechte gehen an ein Unternehmen in Viechtach.

Der Verlag Trierischer Volksfreund gibt die lokale Tageszeitung heraus. Er gehört zur Rheinischen Post Mediengruppe.

  • Siehe auch: Größte Unternehmen in der Region Trier

Bildung

Hochschulen

  • Universität Trier, gegründet 1473, 1798 geschlossen und 1970 als Teil der Universität Trier-Kaiserslautern neu gegründet, 1975 verselbständigt
  • Hochschule Trier, gegründet 1971 durch Vereinigung mehrerer Vorgängereinrichtungen als Abteilung Trier der Fachhochschule Rheinland-Pfalz. Verselbstständigt 1996 als Fachhochschule Trier. Am 12. September 2012 Umbenennung in Hochschule Trier. Gegenwärtig drei Standorte in Trier, außerdem in Birkenfeld und Idar-Oberstein.
  • Theologische Fakultät Trier, organisatorisch unabhängige Hochschule in enger Kooperation mit der Universität Trier (unter anderem Nutzung der Räumlichkeiten und Dienstleistungen der Universität)

Gymnasien

Weitere Schulen

Im Stadtgebiet von Trier gibt es über 20 Grundschulen, darunter die Grundschule am Dom.

Förderschulen und Schwerpunktschulen sind die Privatschule St. Josef, die Medard-Schule, die Porta-Nigra-Schule, die Treverer-Schule und die Wilhelm-Hubert-Cüppers-Schule.

Realschulen und Realschulen plus sind die Blandine-Merten-Realschule, die Kurfürst-Balduin-Realschule plus, die Nelson-Mandela-Realschule plus, die Moseltal Realschule plus Trier und die Privatschule St. Maximin.

Darüber hinaus gibt es die Integrierte Gesamtschule Trier, Montessoriweg, die Freie Montessori-Schule Trier e. V., An der Jugendherberge, die Freie Waldorfschule Trier (FWS), das Balthasar-Neumann-Technikum (FS), Fachschule für Technik, in Trägerschaft des Landkreises Trier-Saarburg und die St. Helena-Schule Trier, Berufsbildende Schule.

Akademien

Trier hat folgende Akademien:

  • Europäische Kunstakademie Trier. Sie ist eine 1977 von Erich Kraemer gegründete künstlerische Ausbildungsstätte.
  • Deutsche Richterakademie zur überregionalen Fortbildung von Richtern und Staatsanwälten sowie die
    Europäische Rechtsakademie als Fortbildungsstätte für Juristen im Europarecht.
  • Europäische Akademie des Rheinland-Pfälzischen Sports. Sie ist eine Einrichtung der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Führungskräften im organisierten Sport.

Konversion

Im Rahmen des Abzugs französischer Streitkräfte wurden die frei gewordenen Flächen zur Konversion genutzt. Das bisher größte Projekt dieser Art wurde Mitte der 2000er-Jahre auf dem Petrisberg verwirklicht, das neben einem Gebiet zum Wohnen und Arbeiten (Wissenschaftspark „WIP“) auch umfangreiche Grün- und Freizeitflächen umfasst, die im Rahmen der Landesgartenschau 2004 entstanden sind. Das von der Kernstadt im Tal sichtbare charakteristische historische Bauensemble blieb erhalten. Das ehemalige Castel Feuvrier zwischen Mosel und Zurmaiener Straße wurde mit einigen Jahren Verzögerung von einem privaten Investor ab 2017 mit einem Hotel sowie Mietwohnungen bebaut. Darüber hinausgehende Pläne wie eine Gastronomie am Moselufer und ein Moselsteg scheiterten. Im ''Castelnau''-Gelände in Feyen entstanden ein Einkaufszentrum und Wohneinheiten.

Neben dem ehemals militärisch genutzten Gelände befassen sich Konversionsprojekte in Trier auch mit brachliegenden Bahn- und Gewerbeflächen sowie mit der Umnutzung frei gewordener Gebäude, die zuvor von der Öffentlichen Hand oder den Religionsgemeinschaften genutzt wurden.

Persönlichkeiten

Trier als Namensgeber für andere Orte

  • Neu-Trier war eine Missionsstation in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika. Mbulu (Iraqw Imboru, deutsch früher Neu-Trier) ist heute Hauptort des gleichnamigen Distrikts in der Region Manyara in Tansania.
  • Trier Township bezeichnet eine Township mit 27 Einwohnern (gemäß dem United States Census 2020) im Cavalier County, North Dakota, Vereinigte Staaten.
  • New Trier ist ein Ort mit 86 Einwohnern (United States Census 2020) im Dakota County, Minnesota, Vereinigte Staaten.
  • New Trier Township ist eine Township mit 57.371 Einwohnern (United States Census 2020) im Cook County, Illinois, Vereinigte Staaten. Die New Trier (Township) High School führt in ihrem Siegel eine Abbildung der Porta Nigra.

Trivia

Die Ortsnecknamen für die Trierer sind Trierer Peifi oder Trierer Hoani.

Panoramen

Allgemein

  • Jort Blazejewski, Stephan Laux, Nina Schweisthal (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Stadt Trier in der frühen Preußenzeit (1815–1850) (= Publikationen aus dem Stadtarchiv Trier. Band 4). Verlag für Geschichte und Kultur 2018, ISBN 978-3-945768-04-4.
  • Gabriele B. Clemens, Lukas Clemens: Geschichte der Stadt Trier. München 2007, ISBN 978-3-406-55618-0.
  • Lukas Clemens: Trier – Eine Weinstadt im Mittelalter (= Trierer Historische Forschungen. Band 22). Trier 1993, ISBN 3-89890-018-5.
  • Elisabeth Dühr, Christl Lehnert Leven (Hrsg.): Unter der Trikolore, Trier in Frankreich – Napoleon in Trier (2 Bände). Trier 2004.
  • Jens Fachbach, Stefan Heinz, Georg Schelbert, Andreas Tacke (Hrsg.): Architekturführer Trier. Imhof, Petersberg 2015, ISBN 978-3-86568-728-9.
  • Marcello Ghetta: Spätantikes Heidentum. Trier und das Trevererland. Kliomedia, Trier 2008, ISBN 978-3-89890-119-2.
  • Joachim Gilles, Karl-Josef Gilles: Mit Straßenbahn und Obus unterwegs durch Trier 1935 bis 1970. Auf Schienen unterwegs. Sutton 2007, ISBN 978-3-86680-223-0.
  • Gottfried Kentenich (Hrsg.): Die Geschichte der Stadt Trier von ihrer Gründung bis zur Gegenwart. Denkschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Zugehörigkeit der Stadt zum preußischen Staat. Lintz, Trier 1915.
  • Hermann Kickton: Die Urzeit des Trierer Landes. Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier, Trier 1925.
  • Michael Matheus: Trier am Ende des Mittelalters. Studien zur Wirtschafts-, Sozial- und Verfassungsgeschichte der Stadt Trier vom 14. bis 16. Jahrhundert (= Trierer historische Forschungen, 5; Dissertation 1981). Trier 1984.
  • Heinz Monz (Gesamtbearbeitung): Trierer Biographisches Lexikon. Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz 2000, ISBN 3-931014-49-5.
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.): Trier: Augustusstadt der Treverer. Stadt und Land in vor- und frührömischer Zeit. 2. Auflage. Von Zabern, Mainz 1984, ISBN 3-8053-0792-6.
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.): Trier: Kaiserresidenz und Bischofsstadt. Die Stadt in spätantiker und frühchristlicher Zeit. 2. Auflage. Mainz 1984.
  • Universität Trier (Hrsg.): 2000 Jahre Trier. 3 Bände. Spee, Trier 1996–1997.
    • Hans Hubert Anton, Alfred Haverkamp (Hrsg.): Trier im Mittelalter. Spee, Trier 1996, ISBN 3-87760-066-2.
    • Kurt Düwell, Franz Irsigler (Hrsg.): Trier in der Neuzeit. Spee, Trier 1988, ISBN 3-87760-067-0.
    • Heinz Heinen: Trier und das Trevererland in römischer Zeit. Spee, Trier 1985, ISBN 3-87760-065-4.
  • Heinrich Volbert Sauerland: Trierer Geschichtsquellen des 11. Jahrhunderts. Trier 1889.
  • Edith M. Wightman: Roman Trier and the Treveri. Hart-Davis, London 1970.
  • Thomas Zuche (Hrsg.): StattFührer. Trier im Nationalsozialismus. 2. Auflage. Spee, Trier 1997, ISBN 3-87760-057-3.

Denkmaltopographien

Weblinks

Anmerkungen

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Trier

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