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Roßtal
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Marktverwaltung
Roßtal
Marktplatz 1
90574 Roßtal

http://www.rosstal.de/

Roßtal

160pxAbb. 1 Wappen von Roßtal
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 373 m
PLZ 90574
Vorwahl 09127
Gliederung 17 Ortsteile
Website www.rosstal.de
Bürgermeister Johann Völkl (SPD)

Roßtal (umgangssprachlich: „Roschdəl“) ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Fürth.

Geografie

Geografische Lage

Der Markt Roßtal liegt etwa 15 Kilometer westlich von Nürnberg. Am nördlichen Rand fließt die Bibert durch das Gemeindegebiet.

Die flachwellige Keuperlandschaft des Gemeindegebiets befindet sich in der naturräumlichen Haupteinheit Fränkisches Keuper-Lias-Land und der Naturraum-Einheit Mittelfränkisches Becken.

Ortsteile

Die Gemeinde Roßtal hat 17 amtlich benannte Ortsteile:

  • Buchschwabach
  • Buttendorf
  • Clarsbach
  • Defersdorf
  • Großweismannsdorf
  • Herboldshof
  • Kastenreuth
  • Kernmühle
  • Kleinweismannsdorf
  • Neuses
  • Oedenreuth
  • Raitersaich
  • Roßtal
  • Stöckach
  • Trettendorf
  • Weitersdorf
  • Wimpashof

Nachbargemeinden

Die Nachbargemeinden sind:

  • Ammerndorf
  • Zirndorf
  • Stein
  • Rohr
  • Heilsbronn
  • Großhabersdorf(Aufzählung: im Norden beginnend im Uhrzeigersinn)

Geologie

Im Markt Roßtal befinden sich Gesteine des mittleren Keupers, einer Formation der Trias. Überwiegend kommen Ablagerungen des Blasensandsteins und des Coburger Sandsteins aus der Hassberge-Formation vor. Im Süden des Gemeindegebiets dominiert die geologische Einheit des Unteren Burgsandsteins der Löwenstein-Formation. In den Bachtälern des Mühlbachs und der Bibert treten quartäre Talfüllungen mit Lockersedimenten auf.

Klima

Der Markt Roßtal liegt mit seinem humiden Klima in der kühl-gemäßigten Klimazone. Die Gemeinde befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima. Nach der Klimaklassifikation von Köppen-Geiger zählt Franken, einschließlich Roßtal, insgesamt zum warm gemäßigten Regenklima (Cfb-Klima). Dabei bleibt die mittlere Lufttemperatur des wärmsten Monats unter 22 °C und die des kältesten Monats über –3 °C.

Die Niederschlagsmenge beträgt im durchschnittlichen Jahresmittel 679 mm, wobei ein Übergewicht im Sommer zu verzeichnen ist. Der Juni ist mit 81 mm der niederschlagreichste Monat. Der niederschlagsärmste Monat ist der Februar mit 41 mm. Über das gesamte Jahr ergibt sich eine mittlere Temperatur von 8,5 °C. Der Juli ist mit durchschnittlich 17,9 °C, aus klimatologischer Sicht, der wärmste Monat im Jahresverlauf. Im Januar sind die niedrigsten Temperaturen mit durchschnittlich –0,9 °C zu verzeichnen.

Geschichte

Der Ort wird 953 als „Rossadal“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Bestimmungswort das althochdeutsche „ros, hros“ (=Pferd) ist und demnach „Tal der Pferde“ bedeute.Der Ortsname kann auch als „Stätte der Pferdezucht“ gedeutet werden. Nach dem Deutschen Wörterbuch (DWB, Der Grimm) wird unter Rossstall der Aufenthaltsort und die Schlafstätte der Pferdejungen und anderer niederer Dienerschaft sowie ein unansehnlicher Ort verstanden.

  • 954: Erwähnung Roßtals durch Widukind als „Horsadal“
  • 1050: In einer Bamberger Urkunde von 1050 erscheint der Ortsname „Rossestal“.
  • 1281: Die Burggrafen von Nürnberg erwarben erste Güter in Roßtal.
  • 12. und 13. Jahrhundert: Man schreibt den Ortsnamen „Rostal“.
  • 1328: „Rostal“ erhält von Kaiser Ludwig dem Bayern die Stadt- und Marktrechte.
  • nach 1328: Die Nachsilbe „-stal“ wird später zu „–stall“: „Roßstall“.
  • 1355: Kaiser Karl IV. bestätigte die Erteilung des Stadtrechts.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Roßtal 110 Haushalte. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (Schloss, Fronveste, zwei Wirtshäuser, fünf Gemeindehäuser, zwei Schmieden, neun Höfe, drei Höflein, zwei Güter, sechs Gütlein, eine Mühle, 60 Häuser), das Gotteshaus Roßtal (Pfarrhaus, Schulhaus, Mesnerhaus, acht Häuser) und Nürnberger Eigenherren: von Kreß (vier Häuser), von Volckamer (ein Halbhof), von Welser (zwei Häuser).

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Roßtal gebildet. 1810 wurde die Munizipalgemeinde Roßtal gegründet, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Cadolzburg und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Cadolzburg (1920 in Finanzamt Cadolzburg umbenannt). 1818 wurde Roßtal zum Markt mit dem Magistrat III. Klasse ernannt. Ab 1862 wurde Roßtal vom Bezirksamt Fürth verwaltet (1938 in Landkreis Fürth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Cadolzburg, von 1880 bis zum 1. März 1931 lag sie beim Amtsgericht Cadolzburg, seitdem wird sie vom Amtsgericht Fürth wahrgenommen. Die Finanzverwaltung wurde am 1. Januar 1929 vom Finanzamt Fürth übernommen.

1872 wird Eisenbahnstrecke Nürnberg-Ansbach in Betrieb genommen, an der Roßstall einen Bahnhof hatte. Seit 1910 gibt es im Ort elektrischen Strom. Die Transformatorenstation befand sich auf der Gemeindewiese am Mühlbach.

Im Jahr 1913 wurde die Gemeinde „Roßstall“ amtlich in „Roßtal“ umbenannt.

Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 7,785 km².

Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Buchschwabach, Großweismannsdorf und Weitersdorf sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Weinzierlein eingegliedert.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Roßtal

Jahr 1987 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Einwohner 8006 9896 9870 9806 9764 9730 9658 9588 9603 9612 9668 9699
Häuser 2092 2824 2833 2854 2871
Quelle

Ortsteil Roßtal (=Gemeinde Roßtal bis zur Gebietsreform)

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 1997 2007 2018
Einwohner 724 951 938 940 959 965 1034 1059 995 1017 1025 1062 1169 1301 1323 1447 1805 2031 2669 2885 3492 4098 4560 5601 5797 5637
Häuser 121 159 196 178 193 232 406 638 1195
Quelle

Politik

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat hat einschließlich des Bürgermeisters 21 Mitglieder.

Dabei haben die CSU sechs Sitze, die SPD acht Sitze, die Freien Wähler fünf Sitze und Die Grünen zwei Sitze.

Dies entspricht dem Stand der Kommunalwahl am 16. März 2014.

Bürgermeister

Johann Völkl (SPD) (* 1955) ist seit Mai 2008 der Bürgermeister, er wurde im März 2014 mit 74,3 % der Stimmen im Amt bestätigt.

Wappen

Blasonierung: Das Wappen stellt auf goldenem Grund eine rote, gotische Kirche mit Dachtürmchen dar. Aus dem offenen Tor der Kirche schreitet ein silbernes Ross.

Partnerkommunen

  • Auzances, Frankreich
    Seit 1997 besteht eine Partnerschaft mit Auzances, die durch den Deutsch-Französischen Freundschaftskreis getragen wird. Aufgrund der guten Beziehungen der beiden Partnerkommunen wurde am 6. April 2000 dem Markt Roßtal das Europadiplom für das Jahr 2000 zuerkannt. Am 8. November 2002 wurde dem Markt Roßtal die Ehrenfahne des Europarates übergeben.
  • Thalheim/Erzgeb. (Partnerschaft seit 1992)
  • Es bestehen freundschaftliche Beziehungen zu Frankenmuth in den USA, da viele Frankenmuther Siedler aus Roßtal stammen.

Verkehr

Straßenverkehr

Im Süden des Marktes Roßtal verläuft durch die Ortsteile Großweismannsdorf und Buchschwabach die Bundesstraße 14.Die Staatsstraße 2409 verläuft nördlich nach Weinzierlein bzw. südöstlich zur B 14. Die Kreisstraße FÜ 22 verläuft südwestlich nach Clarsbach bzw. nordwestlich über Weitersdorf nach Anwanden. Die FÜ 15 verläuft nordwestlich nach Buttendorf. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nördlich nach Stöckach, zwei weitere Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen südlich nach Trettendorf bzw. Wimpashof.

Eisenbahn

Innerhalb des Gemeindegebietes befinden sich an der Strecke die Bahnhöfe und Haltepunkte Roßtal-Bahnhof, Roßtal-Wegbrücke und Raitersaich. Der Bahnhof Roßtal liegt am äußeren östlichen Rand, während der Haltepunkt Roßtal-Wegbrücke im Zentrum Roßtals liegt. Die Strecke wird von der S-Bahnlinie S 4 (Nürnberg Hbf – Ansbach- Dombühl) in einem 20/40 Minutentakt bedient, sowie weiter nach Dombühl alle zwei Stunden.

Nahverkehr

Der Markt Roßtal ist in das Tarifsystem des VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg) integriert. Der öffentliche Personennahverkehr wird im Wesentlichen von der S-Bahnlinie S 4 (Nürnberg-Hauptbahnhof – Ansbach) übernommen, die Roßtal im 20/40-Minuten-Takt mit Nürnberg und Ansbach verbindet. Des Weiteren ist das Gemeindegebiet mit den Regionalbuslinien 112 und 114 der OVF, sowie 713 und 714 des privaten Verkehrsunternehmens Reck erschlossen, die Verbindungen zur S-Bahn und zu den Nachbarorten herstellen.

Wirtschaft

Gewerbe

Ende der 1990er Jahre wurde das Gewerbegebiet „Flugplatz“ im Ortsteil Buchschwabach ausgewiesen.

Energie

Im Ortsteil Raitersaich steht ein 380-kV-Umspannwerk. 380-kV-Hochspannungsleitungen führen von dort nach Ingolstadt, Grafenrheinfeld und Erlangen.

Kultur und Freizeit

Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Laurentius bildet das Zentrum von Roßtal und prägt mit ihrem 52 Meter hohen, quadratischen Kirchturm aus dem Jahre 1388 das Orts- und Landschaftsbild des Marktes. Die Saalkirche in Sandsteinquaderbauweise weist ein weites Satteldach mit Giebelgaupen über dem Langhaus auf und stellt im Kern eine romanische Anlage mit Hallenkrypta von 1025 bis 1042 dar. Der Sakralbau ist von einer mittelalterlichen Wehrmauer umgeben, die im Wesentlichen noch erhalten ist. Ein viergeschossiger Westturm wurde Ende des 14. Jahrhunderts, Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet. Im Jahre 1769 wurde der Turm mit einer Weschen Haube im Barockstil versehen.
  • Museumshof Roßtal
  • Der Menschensohn, sitzend auf dem Regenbogen der Herrlichkeit …: Monumentales (100 m²) Altargemälde von Herbert Bessel in der katholischen Christkönigskirche, 1957 gemalt

Heimatverein Markt Roßtal

Am 20. Juli 2002 wurde dem Heimatverein Markt Roßtal e. V. im Rahmen einer Festveranstaltung 100 Jahre Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e. V. für die Erforschung, Dokumentation und Vermittlung von Geschichte und Kultur des heimatlichen Landschaftsraumes vom Präsidenten des Bayerischen Landtags die Medaille „Für vorbildliche Heimatpflege“ verliehen.

Martinimarkt

Der Martinimarkt findet alljährlich am Wochenende vor dem Volkstrauertag statt. Obwohl er ein Herbstmarkt ist, hat er wegen der vielen geschmückten Stände ein weihnachtliches Flair. Jedes Jahr strömen tausende Besucher von außerhalb dorthin, um den „Pulzermärtl“ zu sehen. Er verteilt an die anwesenden Kinder die „Martinerli“, das traditionelle Gebäck zum Martinimarkt. In den Martinimarkt eingegliedert findet im Rathaus die Sozialmesse und in der Grundschule der Handwerks- und Gewerbemarkt statt.

Freizeiteinrichtungen

  • Gebiet Freizeit und Erholung mit Bewegungsparcours, DFB-Minispielfeld, Bolzplatz und Bouleanlage
  • Ponyhof Raitersaich

Sport

In Roßtal und seinen Ortsteilen sind verschiedene Sportvereine vertreten:

  • TSV Roßtal (Handball, Fußball, Turnen, Tischtennis, Judo)
  • SV Großweismannsdorf-Regelsbach
  • SV Raitersaich
  • Tennis-Club Roßtal
  • Schützengesellschaft Deutsche Eiche e. V. Roßtal

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Roßtal

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