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Oberasbach
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Stadtplan Oberasbach
Stadt Oberasbach
Rathausplatz 1
90522 Oberasbach

http://www.oberasbach.de

Oberasbach

160pxAbb. 1 Wappen von Oberasbach
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 314 m
PLZ 90522
Vorwahl 0911
Gliederung 6 Gemeindeteile
Website www.oberasbach.de
Bürgermeisterin Birgit Huber (CSU)

Oberasbach (umgangssprachlich: „Aschbach“) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Fürth.

Geographie

Nachbargemeinden

Oberasbach grenzt im Norden und Westen, z. T. der Bibert folgend, an die Kreisstadt Zirndorf. Östlich bildet die Rednitz zumeist die Grenze zum Fürther und Nürnberger Stadtgebiet. Im Süden von Oberasbach liegt Stein.

Stadtgliederung

Die Gemeinde hat sechs amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

  • Altenberg (Pfarrdorf)
  • Kreutles (Pfarrdorf)
  • Neumühle (Einöde)
  • Oberasbach (Pfarrdorf)
  • Rehdorf (Dorf)
  • Unterasbach (Pfarrdorf)

Geschichte

Der Ort wurde 1288 als „ze Obernaspach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom Gewässernamen Asbach ab, dessen Bestimmungswort „aspe“ (=Espe) ist.

Im Mittelalter lag Oberasbach während der Zeit der Stammesherzogtümer im Herzogtum Franken. Ab 1500 gehörte die Stadt dem Fränkischen Reichskreis an.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberasbach 22 Haushalte. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Grundherren waren das Klosterverwalteramt Heilsbronn (1 Gütlein), das Gotteshaus Zirndorf (1 Hof), die Kaplanei Zirndorf (1 Schmiede), die Heiligenstiftung Oberasbach (1 Haus), die Reichsstadt Nürnberg: Spitalamt (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Gütlein), Landesalmosenamt (3 Höfe, 1 Gütlein), die Deutschordenskommende Nürnberg (1 Gut) und Nürnberger Eigenherren: von Fürer (1 Hof), von Grundherr (2 Halbhöfe), von Haller (1 Hof), von Scheurl (1 Hof), von Tucher (2 Höfe) und von Zeltner (1 Hof). 1802 gab es im Ort 19 Haushalte, von denen 4 ansbachisch und 15 fremdherrisch waren.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 das Steuerdistrikt Oberasbach gebildet, zu der die Orte Altenberg, Kreutles, Neumühle und Unterasbach gehörten. Im selben Jahr wurde die Ruralgemeinde Oberasbach gegründet, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nürnberg und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Fürth (1920 in Finanzamt Fürth umbenannt). 2 Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit bis 1812 und von 1822 bis 1835 dem Patrimonialgericht Lohe und Behringersdorf, 1 Anwesen von 1823 bis 1837 dem Patrimonialgericht Boxdorf und 1 Anwesen von 1822 bis 1836 dem Patrimonialgericht Haimendorf. Ab 1862 wurde Oberasbach vom Bezirksamt Fürth verwaltet (1938 in Landkreis Fürth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit ging 1862 an das Landgericht Fürth über, seit 1880 liegt sie beim Amtsgericht Fürth. Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 10,489 km².

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1976 wurde Rehdorf von der aufgelösten Gemeinde Leichendorf mit damals etwa 150 Einwohnern eingegliedert.

Am 30. April 1994 erfolgte die Stadterhebung.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Oberasbach

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 2007 2011 2016
Einwohner 359 436 578 496 551 597 651 702 703 758 748 806 895 905 959 1073 2099 2851 3925 4751 7717 12766 14833 17062 17175 17553
Häuser 54 67 79 95 106 131 582 1195 3464 4616
Quelle

Gemeindeteil Oberasbach

Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987
Einwohner 211 248 230 245 282 358 466 2093 2345 2898 3141
Häuser 28 31 43 50 54 263 404 820
Quelle

Politik

Bürgermeister

In der aktuellen Wahlperiode (2014–2020) stellt die CSU mit Birgit Huber die erste Bürgermeisterin. Der zweite Bürgermeister ist Norbert Schikora (Bündnis 90/Die Grünen). Dritter Bürgermeister ist Thomas Peter (FDP/FOB).

Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen 2014 setzt er sich wie folgt zusammen:

  • CSU: 9 Sitze
  • SPD: 9 Sitze
  • Freie Wähler: 3 Sitze
  • Grüne: 2 Sitze
  • FDP: 1 Sitz

Städtepartnerschaften

  • L’Aurence Glane Développement, Frankreich (Gemeindeverbund)
  • Niederwürschnitz, Sachsen
  • Olawa, Polen
  • Riolo Terme, Italien

Kultur und Bildung

Kultur

Oberasbacher Markttage

Im 14-täglichen Rhythmus finden jeweils freitags die Oberasbacher Markttage statt. Im Ortszentrum um das Rathaus werden hier vorwiegend landwirtschaftliche Produkte angeboten.

Oberasbacher Kulturtage

Jährlich finden an einem Wochenende im Juni die Oberasbacher Kulturtage statt. Hier werden unter anderem Skulpturen von regionalen Künstlern eingeweiht.

Bildung

Schulen

  • Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Oberasbach
  • Grundschule Altenberg
  • Pestalozzi-Grundschule Kreutles
  • Pestalozzischule (Mittelschule)
  • Sonderpädagogische Förderzentrum
  • Volkshochschule Oberasbach/Zirndorf

Stadtbücherei

Im Rathaus befindet sich im Untergeschoss die Stadtbücherei. Diese umfasst rund 29.000 Bücher, Videos, Zeitschriften und CDs. Alle Medien können kostenlos entliehen werden.

Jugendhaus

Nahe der Kirche St. Johannes, neben der Pestalozzischule, befindet sich das Jugendhaus Oasis, das verschiedene Freizeitaktivitäten für Jugendliche anbietet.

Wirtschaft

In Oberasbach findet man zahlreiche Handwerksbetriebe, mehrere Supermärkte, Bäckereien und Metzgereien. Man findet auch mehrere Cafés, Bars und Restaurants. Dazu kommen kleinere industrielle Betriebe sowie eine überregional tätige Werbeagentur. Die kleinen Betriebe fördern besonders das regionale Angebot. Um diese lokalen Anbieter zu stärken, wurde der Oberasbacher Gewerbeverband ins Leben gerufen. Dieser zählt rund 50 Mitglieder und veranstaltet eine jährlich stattfindende Gewerbeschau.

Verkehr

Straßenverkehr

Oberasbach liegt an der Rothenburger Straße, die die Hauptverkehrsader der Stadt ist. Die Rothenburger Straße beginnt in Nürnberg am Plärrer und ist ab der Kreuzung mit der Von-der-Tann-Straße (B 4 R) die Staatsstraße 2245, diese mündet bei Oberdachstetten in die Bundesstraße 13, sie ist die alte Hochstraße von Nürnberg nach Rothenburg ob der Tauber. Über die Anschlussstelle Nürnberg-Kleinreuth der Südwesttangente bestehen Verbindungen zum Kraftfahrstraßen- und Autobahnnetz. Oberasbach leidet unter starkem Verkehrsaufkommen, verursacht durch Pendler und Schwerlastverkehr.

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Rehdorf, nach Leichendorf und nach Lind jeweils zur Kreisstraße FÜ 14 und nach Unterasbach.

Eisenbahn

Durch das Stadtgebiet verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim, an der sich innerhalb Oberasbachs die zwei Haltepunkte Unterasbach und Oberasbach befinden. Die Strecke wird von der S-Bahnlinie S4 im 20/40 Minutentakt bedient.

Bis zum 25. September 1986 war Oberasbach zusätzlich durch die Bibertbahn am ehemaligen Haltepunkt Zirndorf-Altenberg erschlossen.

Nahverkehr

Die Stadt Oberasbach liegt im Tarifgebiet des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg und ist mit zahlreichen Omnibuslinien gut erschlossen. Die Verbindung nach Nürnberg zum U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße stellen die Stadtbuslinien 70 bis 72 der VAG sowie die Regionalbuslinie 113 der Firma Schmetterling Reise- und Verkehrslogistik GmbH her. Direkte Verbindungen nach Fürth gibt es mit einigen wenigen Fahrten durch die Regionalbuslinien 112 und 152. Zusätzlich verkehren in Oberasbach die Linien 150, 154 und 155 der DB Regio Bus Bayern GmbH (ehemals Stadtbus Zirndorf/Oberasbach), die Verbindungen nach Zirndorf, Stein und zur S-Bahn herstellen.

Es wird darüber nachgedacht, die künftige Nürnberger U-Bahnlinie ''U3'' (Nordwestring–Gebersdorf) mit einem Abzweig nach Oberasbach zu verlängern. Eine Realisierung ist mittelfristig nicht zu erwarten, da die Stadt Nürnberg erst die Strecke bis Gebersdorf bauen muss, zudem ist die Finanzierung noch ungesichert.

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche St. Lorenz ist ein einfacher geschlämmter Saalbau mit dreiseitigem Chor (erste Hälfte 15. Jh.) und quadratischem Glockenturm über dem Ostende des Schiffes. Die Polygonecken des Chores sind mit Strebepfeilern besetzt und einem Kaffgesims öffnen schlanke Maßwerkfenster die Wandflächen. Im Innern ist der Saal von einer Holztonnendecke überspannt und der Chor zeigt ein netzartiges Kreuzrippengewölbe, bei dem die Gewölbefläche mit den vier Evangelistensymbolen und stilisierten Pflanzen in Freskotechnik ausgemalt sind.

Auf der anderen Straßenseite ist ein ehemaliges Milchhaus erhalten.

Naturschutzgebiet

Östlich der Oberasbacher Gemeindeteile Altenberg und Unterasbach befindet sich das Naturschutzgebiet Hainberg, mit der größten zusammenhängenden Sandtrockenrasenfläche Frankens. Bis Anfang der 1990er-Jahre wurde der Hainberg noch als Truppenübungsplatz der US-Armee genutzt.

Durch das Gelände fließt der Kreuzbach, der in der Mitte einen im Umriss birnenförmigen Teich ausbildet. Dieser kleine Bach wird auch Asbach (wovon sich der Ortsname ableitet) genannt und befindet sich ausschließlich auf Oberasbacher Gemeindegebiet. Im oberen Teil in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Landwirtschaft stark begradigt und kanalisiert, verhaltene Renaturierungsmaßnahmen seit 1990, im Bereich des Hainbergs mehr natürlicher Verlauf mit dem künstlich angelegten Teich. Er mündet an der Fernabrücke zwischen Oberasbach und Nürnberg in die Rednitz. Im Teich haben sich 2016 Biber angesiedelt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Hans Peter Hümmer (* 1943), Arzt und Studentenhistoriker
  • Tobias Rosen (* 1983), Schauspieler und Filmproduzent
  • Steffen Weinhold (* 1986), Handballnationalspieler

Persönlichkeiten, die in dieser Stadt gewirkt haben

  • Deniz Aytekin (* 1978), Bundesligaschiedsrichter
  • Maurice Müller (* 1992), Fußballspieler

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Oberasbach

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