Basisdaten| Art | Stadt |
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| Bundesland | Niedersachsen |
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| Höhe | 5 |
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| PLZ | 26121–26135 |
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| Vorwahl | 0441 |
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| Gemeindeschlüssel | 03403000 |
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| Gliederung | 34 Stadtteile, 9 statistische Bezirke |
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| Adresse | Markt 1, 26122 Oldenburg (Oldb) |
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| Website | www.oldenburg.de |
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| Bürgermeister | Jürgen Krogmann |
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| Amt | Oberbürgermeister |
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| Partei | SPD |
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Oldenburg ( ) ist eine kreisfreie Großstadt in Niedersachsen. Die Gemeinde führt die amtliche Bezeichnung Oldenburg (Oldb) als Abkürzung von „Oldenburg in Oldenburg“ in Abgrenzung von Oldenburg in Holstein. Bis 1918 lautete die amtliche Bezeichnung Oldenburg i. Gr. (= im Großherzogtum Oldenburg).
Die heutige Universitätsstadt war ehemals Residenz- und Hauptstadt der Grafschaft, des Herzogtums, des Großherzogtums, des Freistaates und des Landes Oldenburg. Nach Hannover und Braunschweig ist sie nach Einwohnerzahlen die drittgrößte Stadt Niedersachsens, gefolgt von Osnabrück. Oldenburg ist eines der Oberzentren des Landes Niedersachsen und war bis zur Auflösung der niedersächsischen Regierungsbezirke 2004 Sitz des Regierungsbezirks Weser-Ems. Von 2005 bis 2013 war Oldenburg Sitz einer Regierungsvertretung des Landes Niedersachsen, die 2014 durch einen Regionalbeauftragten für das Weser-Ems-Gebiet ersetzt wurde.
Die Einwohnerzahl überschritt 1945 die Schwelle zum Status einer Großstadt von 100.000 Einwohnern. Oldenburg gehört seit April 2005 zur europäischen Metropolregion Nordwest, einer von insgesamt elf europäischen Metropolregionen in Deutschland.
Geografie
Lage
Oldenburg liegt an der Stelle, wo die Delmenhorster Geest im Südosten in die Oldenburger Geest im Nordwesten übergeht, auf einer Höhe von 2–19 Metern. Westlich hiervon breiten sich die weiten Moore der Leda-Jümme-Moorniederung aus, östlich davon das auf Meeresspiegelniveau liegende Marschland der unteren Hunte. Der Oldenburger Hafen liegt ungefähr auf dem Niveau des Meeresspiegels, Küstenschiffe müssen auf dem Weg zur Nordsee keine Schleuse passieren.
Moorgebiete gibt es auch im Nordosten der Stadt. Der größte Teil Oldenburgs befindet sich nordwestlich des Flusses; die Innenstadt liegt an der Mündung der Haaren in die Hunte. Die Innenstadt ist zwar von der Huntemündung bei Elsfleth 23,5 km und von der offenen Nordsee ca. 90 km entfernt, da die Hunteniederung unterhalb der Innenstadt aber auf dem Niveau des Meeresspiegels liegt, sind die Gezeiten der Nordsee bis in die Haaren hinein zu spüren, die kurz vor ihrer Mündung in die Hunte bis zu viermal am Tag ihre Fließrichtung ändert.
Die Stadt Oldenburg liegt im Zentrum des Oldenburger Landes im westlichen Niedersachsen, sie ist die nördlichste Großstadt des Bundeslandes. Die nächsten größeren Städte sind Bremen, etwa 45 km östlich, Wilhelmshaven, circa 50 km nördlich, Osnabrück, circa 100 km südlich, Hamburg, circa 170 km nordöstlich, Groningen, circa 110 km westlich, und Hannover, etwa 170 km südöstlich Oldenburgs.
Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt (im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten):
Stadt Elsfleth (Landkreis Wesermarsch), Hude (Oldenburg), Hatten und Wardenburg (alle Landkreis Oldenburg) sowie Edewecht, Bad Zwischenahn, Wiefelstede und Rastede (alle Landkreis Ammerland)
Im Ballungsraum (Agglomeration) Oldenburg leben rund 266.000 Menschen.
Stadtteile und Eingemeindungen
Die Stadt ist in neun Stadtbezirke aufgegliedert, die wiederum in Stadtteile untergliedert sind.
Stadtbezirke nach dem statistischen Jahrbuch 2005 der Stadt sind:
- mit den Stadtteilen Zentrum, Dobben, Haarenesch, Bahnhofsviertel und Gerichtsviertel
- mit den Stadtteilen Ziegelhof und Ehnern
- mit den Stadtteilen Bürgeresch und Donnerschwee
- mit den Stadtteilen Osternburg und Drielake
- mit den Stadtteilen Eversten, Hundsmühler Höhe, Thomasburg, Bloherfelde, Haarentor und Wechloy
- mit den Stadtteilen Bürgerfelde, Rauhehorst (auch Vahlenhorst), Dietrichsfeld, Alexandersfeld, Flugplatz, Ofenerdiek und Nadorst
- mit den Stadtteilen Etzhorn, Ohmstede und Bornhorst
- mit den Stadtteilen Neuenwege und Kloster Blankenburg
- mit den Stadtteilen Kreyenbrück, Bümmerstede, Tweelbäke West, Krusenbusch und Drielaker Moor
Bei einem Blick auf den Flächennutzungsplan für die Stadt Oldenburg fallen die Großflächigkeit unbebauter Gebiete am Rande des Stadtgebiets sowie die Vielzahl kleinerer über die Stadt verteilter Grünflächen und die Vielzahl kleiner Stillgewässer auf. Die Ziele der Naherholung für Menschen und des Erhalts intakter Ökosysteme trafen beim Beschluss des FNP 1996 auf konkurrierende Ziele wie die Bereitstellung von Land für die Zwecke der Errichtung von Wohn- und Gewerbebauten, von Verkehrswegen usw.
Naherholung
Grünanlagen und Wälder
Neben dem Schlossgarten und dem Landschaftspark Mühlenhunte werden auch der Botanische Garten, das Eversten Holz, der Große und der Kleine Bürgerbusch sowie die Anlage rund um den Osternburger Utkiek für Spaziergänge im Grünen genutzt. Erholungsmöglichkeiten bieten sich auch in den Wallanlagen, deren grüner Gürtel um die Innenstadt zu einem großen Teil erhalten geblieben ist. Parkähnlichen Charakter weisen die beiden städtischen Friedhöfe in Bümmerstede und am Patentbusch auf. Daneben gibt es im Stadtgebiet kleinere Parks wie den Cäcilienpark in der Nähe des Staatstheaters.
Von Mai bis August werden seit 2005 alljährlich vor allem in der Innenstadt temporäre Gärten unter dem Namen „Stadtgärten“ eingerichtet. Durch die temporären Gärten soll „Oldenburgs große Affinität zu Parks und Gartenanlagen“ demonstriert werden.
Seen und Teiche
Unmittelbar östlich der Bundesautobahn 29 reihen sich vier Seen auf, die teilweise zum Baden und für den Wassersport geeignet sind: der Kleine Bornhorster See, der Große Bornhorster See, der Blankenburger See und der Tweelbäker See (durch diesen verläuft die Stadtgrenze Oldenburgs; sein östliches Ufer gehört bereits zur Gemeinde Hude im Landkreis Oldenburg). Ihre Entstehung verdanken die Seen dem Bau der Autobahnen 28, 29 und 293. Insbesondere für den Rampenbau beiderseits der Autobahnbrücke über die Hunte wurden große Mengen Sand benötigt, die aus dem Gelände herausgebaggert und -gespült wurden, auf dem sich heute die Seen befinden.
Darüber hinaus befinden sich auf dem Stadtgebiet eine Vielzahl von kleineren Seen und Teichen sowie kleinere Fließgewässer.
Naturschutz
Auf dem Stadtgebiet befinden sich sechs Naturschutzgebiete, die sich zusammen über rund 5,4 Prozent des Stadtgebiets erstrecken: Alexanderheide, Bahndammgelände Krusenbusch, Bornhorster Huntewiesen, Everstenmoor, Gellener Torfmöörte mit Rockenmoor und Fuchsberg und Osternburger Kanal.
;NSG Bornhorster Huntewiesen
Die „Bornhorster Huntewiesen“ umfassen 350 ha und wurden 1991 unter Schutz gestellt. Es handelt sich um ein Vogelschutzgebiet auf der Grundlage der europäischen Vogelschutzrichtlinie von nationaler Bedeutung. Sie gehören zum Natura-2000-Netz. Das Schutzgebiet ist durch weite Wiesen, die durch ein umfangreiches Grabensystem gegliedert sind, gekennzeichnet. Der Große Brachvogel, Uferschnepfe und Bekassine besiedeln die weite, baumfreie und im Winter oft überstaute Ebene. Zugvögel wie Wasser- und Watvögel rasten alljährlich in den Wiesen in großer Zahl. Seltene Pflanzenarten wie Schwanenblume, Sumpf-Platterbse oder Sumpf-Dreizack sind innerhalb der Stadt nur hier zu finden.
Für das gesamte Naturschutzgebiet gilt ein absolutes Betretungsverbot. Es ist in zwei Schutzzonen mit unterschiedlichen Nutzungsbeschränkungen unterteilt. In der Zone 2 ist beispielsweise die Bewirtschaftung der Flächen während der Brutzeit der Wiesenvögel und die Gülleausbringung untersagt und die Grabenränder dürfen erst beim zweiten Grünlandschnitt gemäht werden. Die Flächen sind für interessierte Besucher von den Deichen oder von der Schutzhütte am Kuhweg aus einsehbar.
;NSG Everstenmoor
Das rund 105 ha große „Everstenmoor“ wurde 1990 unter Naturschutz gestellt. Es ist der letzte unkultivierte größere Hochmoorrest auf dem Gebiet der Stadt Oldenburg. Hochmoorspezialitäten wie Sonnentau, Wollgras, Weißes Schnabelried, Moorfrosch, Kreuzotter und seltene Libellen- und Schmetterlingsarten sind hier noch vertreten. Durch Wiedervernässungsmaßnahmen, die regelmäßige Entfernung aufwachsender Birken (Entkusselung) und die Beweidung der Moorheideflächen mit Heidschnucken wird versucht, den Strukturreichtum und die hochmoortypischen Lebensgemeinschaften zu erhalten. Der Freesenweg und der Sandfurter Weg sind besonders gekennzeichnete Wanderwege, auf denen das Moor entdeckt werden kann.
;NSG Bahndammgelände Krusenbusch
Das Naturschutzgebiet „Bahndammgelände Krusenbusch“ hat eine Größe von 53 ha und wurde 1998 unter Schutz gestellt. Es liegt im südöstlichen Teil der Stadt Oldenburg. Es handelt sich um einen seit 1976 stillgelegten Verschiebe- bzw. Rangierbahnhof. Im Gebiet siedeln auf dem zurückgebliebenen Sand sowie Schotter- und Schlackeresten seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet ist über einen Rundwanderweg von rund 1,5 Kilometern Länge für Besucher erschlossen.
Siehe auch:
- Liste der Naturschutzgebiete in Oldenburg (Oldb)
- Liste der Landschaftsschutzgebiete in Oldenburg (Oldb)
- Liste der Naturdenkmale in Oldenburg (Oldb)
- Liste der geschützten Landschaftsbestandteile in Oldenburg (Oldb)
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Die drei größten Gruppen von Beschäftigten stellten in Oldenburg 2011 der Einzelhandel (7270 Beschäftigte), das Gesundheitswesen (6829 Beschäftigte) sowie die öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherungen (5348 Beschäftigte trotz des drastischen Rückgangs der Zahl der Angehörigen der Bundeswehr). Der Dienstleistungsbereich erwirtschaftete in der Stadt Oldenburg 2016 87½ Prozent der Bruttowertschöpfung. In Oldenburg haben sich auch Betriebe des produzierenden Gewerbes angesiedelt, etwa Automobilzulieferer, Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie, Fotoverarbeitung und dem Druckereigewerbe. Allerdings haben mehrere Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit Hauptsitz außerhalb Oldenburgs ihre Standorte in Oldenburg in den letzten Jahrzehnten aufgegeben. Dies betrifft vor allem die Oldenburger Betriebe der AEG, Gerresheimer Glashütte, Bavaria-St. Pauli-Brauerei und Coca-Cola. Die EWE ist ein regional bedeutendes Energieunternehmen mit Sitz in Oldenburg.
Oldenburg gilt als Zentrum der Informationstechnik. Darüber hinaus sind erneuerbare Energien und Gesundheitswirtschaft Schwerpunkte der städtischen Wirtschaftsförderung. Der Einzelhandel hat in Oldenburg eine hohe Bedeutung. Etwa 1250 Einzelhandelsbetriebe belegen die hohe Versorgungsfunktion dieser Stadt.
Im Oldenburger Hafen wurden 2021 rund 800.000 t Güter umgeschlagen, davon 77.329 t im Seeverkehr. 2020 waren es noch 1,06 Millionen Tonnen, davon 81.463 t im Seeverkehr; 2019 waren es zusammen 1,11 Mio. t. 2014 wurden 1,04 Mio. t im Binnenverkehr umgeschlagen (2013: 990.686 t, 2012: 1,027 Mio. t). Beim Seegüterverkehr wurden 2014 96.164 t im Oldenburger Hafen umgeschlagen (2013 noch 109.897 t). Hauptumschlaggüter sind Futtermittel, Getreide, Dünger und verschiedene Baustoffe (Steine, Kies, Sand). 2015 wurden im Seegüterverkehr nur noch 82.150 t umgeschlagen. 2017 betrug der Güterumschlag im Hafen von Oldenburg bei der Binnenschifffahrt 968.878 t, bei der Seeschifffahrt 64.412 t. Im März 2016 gab die Firma Rhein-Umschlag die Schüttgut-Verladung am Alten Stadthafen auf und verlagerte ihren Betrieb in den Osthafen. Durch diese Maßnahme öffnete sie den Weg für eine Neugestaltung des Südufers des Alten Stadthafens unterhalb der Einmündung des Küstenkanals in die Hunte.
2016 erbrachte Oldenburg ein Bruttoinlandsprodukt von 7,239 Milliarden € und belegte damit Platz 51 in der Rangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 43.934 € pro Kopf (Niedersachsen: 34.812 €/ Deutschland 38.180 €). 2017 waren etwa 114.700 Personen in der Stadt beschäftigt. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 6,0 % und damit leicht über dem niedersächsischen Durchschnitt von 5,0 %. Ende 2021 betrug die Gesamtverschuldung der Stadt rund 1 Milliarde Euro (5.955 €/Kopf).
Im Zukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Oldenburg Platz 90 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „Zukunftschancen“.
Ansässige Unternehmen
- Bezirksverband Oldenburg
- Celona Gastro GmbH
- Cewe
- EWE mit den Tochterunternehmen (EWE Vertrieb, EWE Trading, EWE TEL, EWE NETZ, BTC Business Technology Consulting und weiteren)
- Floragard Vertriebs GmbH für Gartenbau (Erden und Substrate)
- GSG Oldenburg
- Hansa Pflege & Residenzen
- Klinikum Oldenburg
- Pius-Hospital Oldenburg
- Landessparkasse zu Oldenburg
- Ludwig Freytag GmbH & Co. KG
- Nanu-Nana Einkaufs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
- Nordwest-Zeitung
- Öffentliche Versicherungen Oldenburg
- Oldenburgische Landesbank AG
- Rhein-Umschlag
- Vierol AG
- worldiety GmbH
Früher ansässige Unternehmen
- AEG AG (Herstellung von Kleinmotoren und Haushaltsgeräten)
- Bölts Fleischwarenfabrik → GEG (größter Fleisch verarbeitender Betrieb in Deutschland um 1930)
- Heinrich Brand Schiffswerft
- Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg
- Spedition F.W. Deus
- Brauerei Ehlers → Bavaria-St. Pauli-Brauerei
- Franz Hermeling → Coca-Cola (CCEG)
- Gerresheimer Glas AG
- Haslinde Hoyer Brauerei
- Oldenburger Gaswerk
- Oldenburger Vorortbahnen Pekol GmbH
- Stalling, Druck und Verlag
Dienstleistungen
Tourismus
2016 gab es in Oldenburg 24 Beherbergungsbetriebe mit mehr als zehn Betten. Die Zahl der Betten, die von diesen Betrieben bereitgestellt werden kann, betrug 2208.
Hauptanziehungspunkte für Tages- und Übernachtungsgäste sind Einkaufsmöglichkeiten, Museen und Ausstellungshäuser, Theater, klassizistische Architektur, Nachtleben, Konzerte sowie Großveranstaltungen. Neben der Gastronomie profitiert der Einzelhandel stark von den Touristen.
Einkaufen
Oldenburg bietet als Oberzentrum im nordwestlichen Niedersachsen vielfältige Einkaufsmöglichkeiten – in den Einkaufszentren und Fachmärkten an der Peripherie (Famila Einkaufsland Oldenburg-Wechloy, IKEA etc.) ebenso wie in der Innenstadt und ihrer Fußgängerzone, der ältesten flächendeckenden Deutschlands. Auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbades direkt am Schloßplatz wurde am 16. März 2011 die Einkaufsgalerie Schlosshöfe mit rund 90 Fachgeschäften, Cafés und Restaurants eröffnet.
Medien
- Funk und Fernsehen
- Radio ffn City Studio Oldenburg im Gebäude der Nordwest-Zeitung (NWZ)
- Norddeutscher Rundfunk – Studio Oldenburg
- Oldenburg eins – Lokalsender für Fernsehen und Hörfunk (früher: Offener Kanal Oldenburg)
- Radio 21 – Regionalstudio Oldenburg
- ENERGY BREMEN – 103,5 MHz Lokales aus Oldenburg und umzu
- Radio Nordseewelle – 88,7 MHz Regionalsender mit Nachrichten aus Oldenburg und umzu
- Einzugsbereich des norddeutschen DVB-T-Netzes (Digital Video Broadcasting – Terrestrial)
- Online
- ON – Oldenburger Nachrichten – Unabhängiges Online Newsportal für Oldenburg und Umgebung
- Printmedien
- Nordwest-Zeitung – Tageszeitung für Oldenburg und das Oldenburger Land
- Diverse werbefinanzierte Wochenzeitungen (Nordwest Sonntagsblatt, Neue Zeitung Oldenburg, Diabolo) und Stadtmagazine (MoX, CityNews, Oldenburg-Live)
- Extrablatt Uni/Gastro, Gastronomieführer für den Großraum Oldenburg
- Gastronomieführer Unterwegs – Essen & Trinken im Nordwesten
Verkehr
Modal Split
2023 wurden 47 % der Wege innerhalb der Stadt (Binnenverkehr) mit dem Fahrrad zurückgelegt, dahinter folgten der motorisierte Individualverkehr (28 %, überwiegend Autos), Fußwege (21 %) und der öffentliche Personennahverkehr (4 %).
Fernstraßen
Die Innenstadt ist von einem Autobahnring umgeben. Zu diesem gehören die Autobahnen
- A 28, die in Richtung Westen nach Ostfriesland (Leer/Emden) und in Richtung Osten über eine Hochstraße nach Delmenhorst und Bremen führt,
- A 29, die in Richtung Norden nach Wilhelmshaven und in Richtung Süden zum Autobahndreieck Ahlhorner Heide führt,
- A 293, die die Verbindung zwischen der A 28 am Dreieck Oldenburg-West und der A 29 am Autobahnkreuz Oldenburg-Nord herstellt und dort in die B 211 Richtung Brake und zum Wesertunnel übergeht,
- und die vierstreifig autobahnähnlich ausgebaute Nordtangente (K 347/L 865n), die den Autobahnring in Oldenburg schließt. Sie verbindet die A 29 und die A 293 und führt durch die Stadtteile Ohmstede und Nadorst.
Die Autobahnen A 28 und A 293 sowie die Nordtangente sind typische Stadtautobahnen, die das Oldenburger Stadtgebiet durchschneiden und einen erheblichen Teil des innerstädtischen Verkehrs aufnehmen. Sie weisen eine hohe Dichte an Auf- und Abfahrten auf und sind mit Lärmschutzwänden versehen.
Die an der Anschlussstelle Oldenburg-Eversten der A 28 beginnende Bundesstraße 401 führt nach Westen ins Emsland.
Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer mahnt die zügige Schließung der Lücke zwischen der Anschlussstelle Oldenburg-Ohmstede der A 29 und der L 865 in Bornhorst nördlich der Huntewiesen an. Gegen diesen Plan regt sich in Bornhorst Widerstand.
Von nur noch historischer Bedeutung sind die ehemaligen Bundesstraßen B 69 und B 75, die von den Autobahnen A 29 und A 28 ersetzt wurden und nach der Fertigstellung der Autobahnen in deren direkten Einzugsbereichen aufgehoben wurden. Diese beiden Bundesstraßen durchquerten das Stadtgebiet in Nord-Süd-Richtung (B 69) bzw. Ost-West-Richtung (B 75) und waren zu ihrer Zeit die Hauptverkehrsstraßen in Oldenburg.
Schienenverkehr
Das Königreich Hannover hatte eine Anbindung Oldenburgs an das deutsche Eisenbahnnetz bis 1866 verhindern können. Das Königreich Preußen hingegen, das das Königreich Hannover 1866 annektiert hatte, stellte sich einem Anschluss Oldenburgs an das deutsche Eisenbahnnetz nicht in den Weg. Am 15. Juli 1867 wurde die Bahnstrecke Oldenburg–Bremen eröffnet. Sie war damit nach der Nahetalbahn durch das Fürstentum Birkenfeld die zweite Eisenbahnstrecke im damaligen Großherzogtum Oldenburg.
An der Strecke Oldenburg–Bremen liegt eine der ältesten beweglichen Eisenbahnbrücken Europas, die Klappbrücke über die Hunte. Unmittelbar daneben steht der ehemalige Bahnwasserturm, der die Dampflokomotiven mit Wasser versorgte.
Heute liegt der Oldenburger Hauptbahnhof an den Bahnstrecken aus Bremen, aus Leer, nach Wilhelmshaven und nach Osnabrück. An den Fernverkehr ist Oldenburg durch die alle zwei Stunden verkehrende IC-Linie 56 Norddeich–Oldenburg–Bremen–Hannover–Leipzig angeschlossen. Außerdem existieren einzelne ICE-Verbindungen von und nach Berlin, Dresden und München sowie von Frankfurt am Main. Die frühere Bedeutung Oldenburgs als Eisenbahnknoten ist nach der Stilllegung und Abbruch des Rangierbahnhofes und des Ausbesserungswerkes sowie dem Abbau der Braker Bahn durch das Ipweger Moor („Gummibahn“) zurückgegangen.
Seit Mitte Dezember 2010 ist Oldenburg im Netz der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen erreichbar. Im Stadtteil Wechloy gibt es seit Juni 2015 einen Haltepunkt, der von der Regio-S-Bahn bedient wird.
Busverkehr
Seit 1985 betreibt die Verkehr und Wasser GmbH (VWG) den ÖPNV im Auftrag der Stadt Oldenburg. Die 19 VWG-Stadtbuslinien erschließen das gesamte Stadtgebiet und einzelne Ortschaften außerhalb, wobei zahlreiche Haltestellen im 15-Minuten-Takt bedient werden. Sämtliche Linien befahren Abschnitte des Wallrings, der Ringstraße um die Innenstadt, mit dem gemeinsamen Verknüpfungspunkt Lappan. Zwischen Lappan und dem Bahnhof Oldenburg mit dem Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) stellen 18 Linien im dichten Takt Verbindungen her.
Vom ZOB aus fahren Regionalbusse in umliegende Städte und Landkreise. Der Betrieb der neun Linien wird unter Federführung des ZVBN ausgeschrieben und, in Linienbündel unterteilt, für mehrere Jahre fest vergeben. Betreiber sind zumeist mittelständische Busunternehmen bzw. deren Subunternehmen, darunter die Firmen Bruns Omnibusverkehr, Michael Büsing Busbetrieb, Gerdes Reisen, Emil Hilgen, Pfeiffer-Reisen, Reisedienst Wissgott, Wolters Linienverkehr, oder die zum DB-Konzern gehörende Weser-Ems-Bus und ihre Tochterfirma Hanekamp. Besonderen Status als Landesbuslinie mit ausgeweiteten Betriebszeiten weist seit Mai 2017 die Linie S35 auf, welche die Autobahn 28 nutzt, um die Kreisstadt Westerstede mit Oldenburg zu verbinden.
Im Nachtbusverkehr bestehen sieben städtische Linien N25 und N36 bis N41, die täglich um 00.30 Uhr ab Lappan fahren. In den Wochenendnächten Freitag‒Samstag und Samstag‒Sonntag gibt es weitere Abfahrten stündlich um 01.30 Uhr und 02.30 Uhr. Der Nachtschwärmer N27 und die NachtEule Ammerland mit den Linien N31, N32, N34 und N35 fahren nur in den Wochenendnächten.
Für alle Buslinien wird der Gemeinschaftstarif des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) angewendet, der ebenso in den Zügen des Regionalverkehrs gilt. Die Stadt Oldenburg ist Verbandsmitglied im Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen.
2025 können jeden Samstag alle Fahrgäste alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die innerhalb der VBN-Tarifzone Oldenburg angetreten und beendet werden, kostenfrei und fahrscheinlos durchführen. Dies gilt in der Zeit von 4 Uhr Samstag früh bis 4 Uhr Sonntag früh, dabei auch für Fahrten mit der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen auf der Relation Oldenburg Hbf–Oldenburg-Wechloy sowie für im Verbundtarif fahrende Nachtbusse, nicht aber für die nach gesondertem Tarif verkehrenden Nachteulen Ammerland. Den für die Verkehrsunternehmen entstehenden Fehlbetrag in Höhe von 580.000 Euro trägt die Stadt Oldenburg. Im Oktober 2025 entschied der Stadtrat, dass der kostenlose Verkehr an Samstagen auch 2026 angeboten werden soll.
Von 1933 bis 1985 war der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Oldenburg von dem Unternehmen Oldenburger Vorortbahnen Pekol GmbH durchgeführt worden, das zwischen 1936 und 1957 mehrere Oberleitungsbuslinien betrieb. Die VWG hat 2017 ihre letzten dieselgetriebenen Busse ausgemustert. Damit wird die gesamte, über einhundert Fahrzeuge umfassende Stadtbusflotte durch Biogas angetrieben, das der VWG-Anteilseigner EWE liefert. Die Regionalbusse ins Umland nutzen weiterhin Diesel als Treibstoff.
Im Fernbus-Verkehr hielten 2018 Busse verschiedener privater und europäischer Anbieter, darunter der Marken Ecolines und Flixbus, an einer neu erbauten Fernbusstation direkt am Zentralen Omnibusbahnhof und Hauptbahnhof. Linienverbindungen bestanden unter anderem zu den ostfriesischen Fährhäfen, nach Berlin, Köln, Amsterdam, nach Polen oder ins Baltikum.
Schon vor der Freigabe des nationalen Fernbusmarktes in Deutschland hatte die von Christoph Marquardt gegründete Firma Publicexpress von 2005 bis 2015 mehrmals täglich Fahrten ins niederländische Groningen angeboten.
Wasserverkehr
Der Hafen der Stadt Oldenburg ist über den Küstenkanal als Binnenschifffahrtsstraße an das deutsche Binnenschifffahrtsnetz angeschlossen. Weiterhin verfügt Oldenburg über Hunte und Weser auch über eine seewärtige Zufahrt. Die Hunte, die von der Mündung in die Weser bis nach Oldenburg eine Seeschifffahrtsstraße ist, ist bis Oldenburg auch für kleinere Seeschiffe befahrbar. 2011 wurden im Oldenburger Hafen 143.631 Tonnen Güter im Seeverkehr umgeschlagen, 2012 lag die Zahl bei 127.627 t, 2015 waren es nur noch 82.150 t. 2016 ging der Seegüterumschlag um 14 % auf 70.507 t zurück. Der Umschlag im Binnenverkehr stieg 2016 dagegen um 5 % auf 969.297 t, sodass der Umschlag im kombinierten See- und Binnenschiffsverkehr bei 1,04 Mio. t lag. Im Mai 2021 wurde das neue Wendebecken für den Schiffsverkehr freigegeben und ermöglicht nun Seeschiffen mit einer Länge von bis zu 110 m das Wenden und damit den Zugang zum Hafen. Hierdurch erhofft sich die Hafenwirtschaft neue Impulse für ein erhöhtes Seeschiffsaufkommen.
Außerdem gibt es einen kleinen Stadthafen. Die oberhalb Oldenburgs nicht schiffbare Hunte bietet schöne Strecken zum Bootfahren, ebenso die Mühlenhunte am Rand des Schlossgartens.
Luftverkehr
Etwa zehn Kilometer entfernt von Oldenburg liegt der Flugplatz Oldenburg-Hatten. Von hier aus können Rundflüge in der Region und Flüge zu den Ostfriesischen Inseln unternommen werden. Der nächste größere Flughafen befindet sich in Bremen. Oldenburg selbst hat keinen eigenen Flughafen, nachdem der an der Alexanderstraße gelegene Militärflugplatz geschlossen wurde. Die ehemalige Startbahn wurde mittlerweile mit einem Solarkraftwerk überbaut, so dass eine weitere Nutzung als Flughafen ausgeschlossen ist. Von 1964 bis 1993 war auf dem Fliegerhorst das Jagdbombergeschwader 43 (JaboG 43) der Luftwaffe stationiert, von 1993 bis 2006 die Flugabwehrraketengruppe 24 des Flugabwehrraketen-Geschwaders 2.
Radverkehr
Oldenburg hat laut SrV 2023 mit 47 % im Binnenverkehr den höchsten Radverkehrsanteil Deutschlands. Jeder Haushalt hat durchschnittlich 2,6 Fahrräder, etwa jedes sechste ist ein E-Bike. Seit Jahrzehnten gibt es in Oldenburg ein umfangreiches Netz an fahrbahnbegleitenden Fahrradwegen. Die Stadtteile und Wohngebiete werden durch viele nur für Fahrräder und Fußgänger zugelassene Wege verbunden. Am Bahnhof gibt es eine Fahrradstation. Darüber hinaus bieten Oldenburg und sein Umland ein Verkehrswegenetz für Fahrräder, das entlang der Hunte und in den Hunteniederungen (ein Wasserauffanggebiet für Hochwasser) Ausflugsmöglichkeiten speziell für Radfahrende bietet.
Beim Fahrradklimatest 2016, einer Befragung von Radfahrern über ihre eigenen Städte mit zahlreichen Fragen, wurde die Fahrradfreundlichkeit der Stadt Oldenburg mit der Schulnote 3,5 bewertet, einem schlechten „befriedigend“. Damit rangierte Oldenburg auf Platz 4 von 38 deutschen Städten mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern und auf Platz 2 in Niedersachsen, nach Göttingen, das mit der Note 3,32 (glattes befriedigend) auch bundesweit Testsieger war. Als Schwächen wurden die geringe Breite der Radwege und die Probleme beim Versuch angegeben, ein Fahrrad in Fahrzeuge des Öffentlichen Personennahverkehrs mitzunehmen. Besonders negativ ins Gewicht fiel zudem die hohe Zahl der Fahrraddiebstähle in der Stadt (Teilnote 4,8). Fahrraddiebstähle haben laut polizeilicher Kriminalstatistik einen Anteil von rund 12 % an der Gesamtkriminalität. Die Zahl der bekannt gewordenen Fahrraddiebstähle ging von 2812 im Jahr 2009 auf 1538 Fälle im Jahr 2018 zurück.
Mit durchschnittlich 9,1 Teilnehmern pro 1.000 Einwohner veranstaltet Oldenburg die aktivste Critical Mass Deutschlands.
Regionale Wanderwege
Durch Oldenburg verlaufen zwei Wanderwege des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems:
Der 130 Kilometer lange Wanderweg Jadeweg führt von Wilhelmshaven nach Wildeshausen. Durch ein weißes „J“ auf schwarzem Untergrund am Wegesrand ist der Verlauf des Weges erkennbar.
In Oldenburg beginnt bzw. endet der 87 km lange Wanderweg Ems-Hunte-Weg, dargestellt durch eine Kanalbrücke im niederländischen Stil auf schwarzem Untergrund. Der Weg führt nach bzw. kommt von Leer (Ostfriesland).
Öffentliche Einrichtungen
Die Stadt ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Deutsche Bundesbank – Filiale Oldenburg
- Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa (BKGE)
- Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen: Nachfolger der Landesversicherungsanstalt Oldenburg-Bremen
- Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg
- Handwerkskammer Oldenburg – Kammerbezirk: Kreisfreie Städte Oldenburg (Oldb), Delmenhorst und Wilhelmshaven sowie Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch
- Hauptzollamt Oldenburg
- Innungskrankenkasse Weser-Ems
- Studienort der Jade Hochschule
- Landesamt für Steuern Niedersachsen – Abteilung Steuer
- Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)
- Landesbibliothek Oldenburg
- Landwirtschaftskammer Niedersachsen
- Oldenburgische Industrie- und Handelskammer – Kammerbezirk: Kreisfreie Städte Oldenburg (Oldb), Delmenhorst und Wilhelmshaven sowie Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch
- Oldenburgische Landschaft
- Oldenburgisches Staatstheater
- Niedersächsisches Landesarchiv (Abteilung Oldenburg)
- Stadtbibliothek Oldenburg (hervorgegangen aus der „Brücke der Nationen“)
- Verpflegungsamt der Bundeswehr
- Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO)
; Rechtswesen
Vor allem aufgrund seiner früheren Funktion als Residenz- und Hauptstadt des Landes Oldenburg ist hier eine Vielzahl von Gerichten angesiedelt. Im Gerichtsviertel sind das Amtsgericht, das Landgericht und das Oberlandesgericht Oldenburg unmittelbar nebeneinander erbaut worden. Das OLG Oldenburg ist eines von drei Oberlandesgerichten in Niedersachsen und für den ehemaligen Regierungsbezirk Weser-Ems zuständig. Das Sozialgericht Oldenburg ist nur durch den Schlossgarten von den drei o. g. Gerichten getrennt; das Verwaltungsgericht befindet sich am Schloßplatz, das Arbeitsgericht in der Bahnhofstraße.
Amtsgericht Oldenburg (Oldb).jpg|Amtsgericht Oldenburg
Elisabethstraße 7 - Landgericht Oldenburg i. O. (2024).jpg|Landgericht Oldenburg
OLG Oldenburg.jpg|Oberlandesgericht Oldenburg
Oldenburg Schlossgarten 3.JPG|Sozialgericht Oldenburg
2013-05-03 Fotoflug Leer Papenburg DSCF6827.jpg|Justizvollzugsanstalt Oldenburg an der Cloppenburger Straße
Seit 2001 befindet sich in Kreyenbrück auf einem Teil des Geländes der ehemaligen Hinderburgkaserne die Neue Justizvollzugsanstalt Oldenburg. Deren Vorgänger befand sich seit 1857 an der Gerichtsstraße zwischen den Strafgerichten und der Straße Damm. Der letzte Gefangene verließ am 23. März 2013 den Altbau. Über die Weiterverwendung des Grundstücks hat dessen Eigentümer, das Land Niedersachsen, noch keine Entscheidung getroffen.
Wohnen
Oldenburgs Siedlungsstruktur ist geprägt von einer großen Zahl an Ein- und Zweifamilienhäusern mit Garten. Die begehrtesten Adressen liegen in einem Gürtel rund um die Innenstadt: Gerichtsviertel, Dobbenviertel, Haarenesch, Ziegelhof, Ehnern, Bürgeresch. Sie zeichnen sich durch einen stabilen Mix aus historischer Bausubstanz und modernen Ergänzungen aus. Ein besonderer Baustil sind die Oldenburger Hundehütten, eineinhalbgeschossige Häuser mit Satteldach, die zwischen etwa 1875 und 1920 errichtet wurden.
Beispielhaft für das moderne Oldenburg stehen Quartiere wie der „Bloherfelder Anger“ oder ein neues Viertel im Stadtteil Alexanderhaus, in dem auf einem rund 30 Hektar großen, lange Zeit landwirtschaftlich genutzten Gelände Wohn- und Naturraum eng miteinander verflochten wurden. Weiterhin entsteht an der Hunte ein neues Stadtviertel namens Alter Stadthafen, für das Industrie- und Brachflächen zu Wohnquartieren umgestaltet werden. Auf beiden Seiten der Hunte entstehen hunderte Wohnungen. An der Nordseite beziehungsweise Bahnseite wird Gewerbe angesiedelt, an der Hunteseite entstand eine neue Promenade und Gastronomie. Der neue Ortsteil Neu Donnerschwee entsteht im ehemaligen Kasernengelände als Konversionsmaßnahme.
Ende 2020 gab es im Stadtgebiet 95.589 Wohnungen.
Bildung
Universität, Hochschulen, Akademien
Von 1793 bis 1927 fand die Ausbildung von Volksschullehrern am Evangelischen Lehrerseminar Oldenburg bzw. der Aufbauschule statt. Von 1947 bis 1965 erfolgte die Ausbildung von Lehrern an der Pädagogischen Akademie bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), die am 5. Dezember 1973 in die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg umgewandelt wurde und seit dem 13. Oktober 1991 ihren heutigen Namen trägt. Hier studieren gegenwärtig rund 14.000 Personen (Wintersemester 2014/15). Von der Universität wird ein Botanischer Garten als Lehrgarten betrieben, der sich am Philosophenweg befindet. Dieser ist der Öffentlichkeit ebenso kostenlos zugänglich wie der Hörgarten neben dem „Haus des Hörens“ an der Marie-Curie-Straße. Als An-Institut der Universität Oldenburg bietet das OFFIS – Institut für Informatik seit seiner Gründung 1991 wissenschaftliches und technologisches Know-how auf dem Gebiet der Informatik in den Forschungsbereichen Energie, Gesundheit und Verkehr.
2012 wurde die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS) gegründet. Sie ist ein deutsch-niederländisches Kooperationsprojekt mit der Universität Groningen. Sie soll pro Jahr 40 Studierende zu Ärztinnen und Ärzten für die Region Nordwest ausbilden. Die EMS arbeitet mit den drei Oldenburger Krankenhäusern zusammen und kooperiert mit der Karl-Jaspers-Klinik Wehnen im Bereich Psychiatrie.
2000 wurde durch Zusammenschluss verschiedener Vorgängereinrichtungen die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven (FH OOW) mit den Standorten Elsfleth, Emden (Sitz der FH), Leer, Oldenburg und Wilhelmshaven gegründet. Diese Fachhochschule war mit rund 10.000 Studierenden bis zu ihrer Auflösung am 1. September 2009 die größte Fachhochschule Niedersachsens. Aus ihr gingen die Fachhochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth (heute: Jade Hochschule) und die Fachhochschule Emden/Leer (heute: Hochschule Emden/Leer) hervor. Kurze Zeit danach gaben sich die beiden Hochschulen neue Namen.
Die Berufsakademie für IT und Wirtschaft Oldenburg in Trägerschaft des IBS IT & Business School Oldenburg e. V. ergänzt das Bildungsangebot durch zwei Duale Bachelor-Studienprogramme Betriebswirtschaft (Bachelor of Arts) und Wirtschaftsinformatik (Bachelor of Science).
An der Polizeiakademie Niedersachsen im Stadtteil Bloherfelde werden rund 700 angehende Polizeibeamte in einem 3-jährigen Bachelorstudiengang ausgebildet.
Der Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) wurde 1971 als Gemeinschaftseinrichtung kommunaler Gebietskörperschaften aus dem Raum Weser-Ems gegründet. Die KDO ist (2012) das größte kommunale Gebietsrechenzentrum in Niedersachsen.
Die Akademie für Aus- und Weiterbildung Stenografen-Vereinigung Oldenburg (Oldb) e. V. bietet verschiedene Bildungsangebote in den Bereichen EDV, Sprachen sowie berufliche Bildung.
Die einzige Studentenverbindung vor Ort ist die D.St.V. Chamavia zu Oldenburg. Sie besteht seit 1925 und verbindet Studierende an der Jade-Hochschule Oldenburg und der Universität Oldenburg.
Bibliotheken
- Die Stadtbibliothek Oldenburg bietet in ihrem stadtweiten Bibliotheksnetz aktuelle Medien für Schule, Aus-, Fort- und Weiterbildung. Ihr Angebot umfasst Bücher, Zeitschriften, digitale Medien sowie den Zugang zum Internet. Seit 1992 hat sie ihren Sitz im Kulturzentrum Peter Friedrich Ludwigs Hospital an der Peterstraße. Zweigstellen der Stadtbibliothek sind die Kinderbibliothek am PFL sowie die Stadtteilbibliotheken Eversten, Flötenteich, Kreyenbrück und Ofenerdiek.
- Die Landesbibliothek Oldenburg als Regionalbibliothek des Nordwestens residiert seit 1987 in einer umgebauten ehemaligen Infanteriekaserne am Pferdemarkt.
- Die Universitätsbibliothek Oldenburg hat ihren Hauptsitz auf dem Universitätskampus am Uhlhornsweg.
Schulen
Städtische Schulen
; Gymnasien
- Altes Gymnasium Oldenburg, Cäcilienschule Oldenburg, Gymnasium Eversten Oldenburg, Herbartgymnasium Oldenburg, Neues Gymnasium Oldenburg
; Integrierte Gesamtschulen
- Integrierte Gesamtschulen (IGS): Helene-Lange-Schule, IGS Flötenteich, IGS Kreyenbrück, alle mit gymnasialer Oberstufe.
; Oberschulen
- Oberschulen Alexanderstraße, Eversten, Ofenerdiek und Osternburg.
; Grundschulen, Förderschulen
- 29 Grundschulen in allen Stadtteilen
- Zwei Förderschulen: Comeniusschule Oldenburg im Stadtteil Eversten und Fröbelschule Oldenburg im Stadtteil Nadorst.
Schulen anderer Schulträger
; Öffentlicher Träger
- Graf-Anton-Günther-Schule, Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises Oldenburg
; Freie Träger
- Freie Waldorfschule Oldenburg (Unter-, Mittel- und Oberstufe von der 1. zur 13. Klasse) in Trägerschaft des Vereins für ein Freies Schulwesen.
- Die Freie Schule Oldenburg, bestehend aus der Grundschule Freiraum und der Oberschule Freiraum, wird als reformpädagogische Schule vom Verein Freiraum Oldenburg e. V. betrieben.
; Christliche Träger
- Liebfrauenschule, Katholische Gymnasium in der Trägerschaft der Schulstiftung St. Benedikt.
- Paulusschule, Katholische Oberschule in der Trägerschaft der Schulstiftung St. Benedikt.
Stadt der Wissenschaft
2004 bewarb sich Oldenburg erstmals um den vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verliehenen Titel Stadt der Wissenschaft. Die mit einem Preisgeld von 250.000 € dotierte Auszeichnung wurde Bremen und Bremerhaven zugesprochen. Nach einem Beschluss des Stadtrats ging Oldenburg von 2009 erneut ins Rennen. Diesmal konnte sich Oldenburg gegen Mitbewerber wie Heidelberg, Konstanz und Lübeck durchsetzen. Das Motto Übermorgenstadt sollte verdeutlichen, dass Wissenschaft für die Stadt die entscheidende Triebfeder ihrer Weiterentwicklung und ihrer Zukunftstauglichkeit sein soll.
Das eigens eingesetzte Kampagnenbüro griff eine Vielzahl von Ideen aus der Bevölkerung auf und formte daraus 16 Leitprojekte. Sie bildeten das Grundgerüst für einen Marathon mit mehreren hundert Veranstaltungen, die dazu beitragen sollten, Oldenburg als Wissenschaftsstadt in den Köpfen ihrer Bewohner und Besucher zu verankern.
Das für die Bewerbungskampagne entwickelte und mehrfach preisgekrönte Logo fand nach Abschluss des Jahres als Stadt der Wissenschaft Einzug ins Corporate Design der Stadt Oldenburg.
In der Folge der Auszeichnung wurde das Schlaue Haus Oldenburg erweitert und als wissenschaftlicher Veranstaltungsort etabliert. Die Schlaues Haus Oldenburg gGmbH fördert inzwischen auch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
Gesundheitswesen
- Arbeitsmedizinischer Dienst Oldenburg
- Evangelisches Krankenhaus Oldenburg
- Fachklinik Oldenburger Land
- Klinikum Oldenburg
- Elisabeth-Kinderkrankenhaus
- Pius-Hospital Oldenburg
- Reha-Zentrum Oldenburg
Kultur
Theater
Das älteste Theater der Stadt ist das Oldenburgische Staatstheater. Ein zunächst 1833 durch den Zimmermann Muck als Holzkonstruktion errichtetes Theater, das in der Nähe des heutigen Theaters stand, wurde 1881 durch einen im italienischen Renaissancestil gehaltenen Bau ersetzt. Auf dem Gelände zwischen Theaterwall und Stadtgraben vollendete der Hofbaumeister Gerhard Schnitger das Großherzogliche Residenztheater. Durch ein Feuer, vermutlich durch ein Feuerwerk im Innenraum verursacht, brannte es jedoch bereits im November 1891 nieder. Das im neobarocken Stil wiederaufgebaute Theater wurde 1893 eröffnet, erweitert durch eine Kuppel und zusätzliche Werkstattgebäude. 1918 dankte der letzte Großherzog ab, und das Theater wurde in Oldenburgisches Landestheater umbenannt. Seit der Übernahme des Gebäudes durch den Staat Oldenburg im Zuge des Finanzausgleichs zwischen Ländern und Gemeinden 1938 trägt es den Titel Oldenburgisches Staatstheater. In diesem Theater begann die Theaterschauspielerin und derzeitiges Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, Andrea Clausen ihre Bühnenkarriere. Die aus der ARD-Serie Tatort als Kommissarin Lena Odenthal bekannte Schauspielerin Ulrike Folkerts begann ebenfalls hier ihre Karriere.
Angegliedert an das Staatstheater ist die Niederdeutsche Bühne, die ausschließlich Stücke in niederdeutscher Sprache spielt. Im März 1921 gründete sich die Bühne aus Mitgliedern der Späälkoppel zunächst unter dem Namen Ollnborger Kring. 1923 erfolgte die Angliederung an das Landestheater und die Namensänderung in Niederdeutsche Bühne Oldenburg am Landestheater. Mit der Umbenennung des Staatstheaters wurde auch die Niederdeutsche Bühne 1939 umbenannt in August Hinrichs Bühne am Oldenburgischen Staatstheater. Zwischen 1945 und 1998 spielte die AHB im Theatersaal im Oldenburger Schloss. Seit 1998 spielt sie im sogenannten Kleinen Haus des Staatstheaters. Die Bühne wird als Verein geführt, die Mitglieder betreiben die Schauspielerei als Freizeitbeschäftigung. Seit 2006, der Übernahme der Leitung durch Generalintendant Markus Müller, ist die Bühne als eine der sechs Sparten (Niederdeutsches Schauspiel) in das Theater integriert.
Das Studentenwerk Oldenburg betreibt seit 1985 das UNIKUM und das Unitheater. Seit dem Juli 1997 nutzt die zu dem Zeitpunkt gegründete Oldenburger Uni Theater GmbH das UNIKUM. Studentische und freie Theatergruppen sind in ihr organisiert.
Ebenfalls 1985 eröffnete das Theater Wrede, ein modernes Theater für Erwachsene und Kinder. 1999–2009 bezog das Theater die erste eigene Spielstätte, die Theaterfabrik Rosenstraße. Im Herbst 2009 eröffnete es unter neuem Namen „Theater wrede +“ seine neue Spiel- und Forschungsstätte in Klävemannstraße 16.
Die Kulturetage wurde 1986 von der Kulturkooperative Oldenburg e. V. begonnen. Seit der Anmietung einer Etage in einem Lagerhaus in der Nähe des Hauptbahnhofs bietet die Kulturetage neben einer Kleinkunstbühne Platz für unterschiedliche Kunstformen. Konzerte, Kabarett und Lesungen stehen derzeit eine Halle, ein Studio und drei Probenräume zur Verfügung, die den verschiedenen Veranstaltungen Platz bieten.
Hauptsächlich zeitgenössisches Figurentheater zeigt das private Theater Laboratorium seit 1995. Bei den Aufführungen, in denen die selbst gestalteten Figuren verwendet werden, wird auch mit Elementen des Schauspiels gearbeitet. Neben den Theaterstücken werden auch Konzerte und Lesungen gegeben.
Das freie Theater hof/19 ist seit der Gründung September 2001 das jüngste Theater in Oldenburg. Die Produktion widu-Theater, die hier ihre Spielstätte hat, war zuvor auf den Bühnen der Kulturetage und der Theaterfabrik zu sehen.
Wegen notwendiger Umbauarbeiten im Großen Haus zur Verbesserung des Brandschutzes fanden die letzten Aufführungen der Spielzeit 2017/2018 in einem Zelt im Theaterhafen auf dem früheren Gelände der Firma „Rheinumschlag“ am Südufer der Hunte statt.
Kinos
- Casablanca
- CineK, Kino in der Kulturetage
- CinemaxX
- Oldenburger Wallkino (geschlossen)
- Das Mobile Kino Niedersachsen hat seinen Sitz im Oldenburger Bahnhofsviertel
- Unikino Gegenlicht (studentisch betriebenes Kino im UNIKUM an der Universität)
Museen
Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg zeigt im Schloss Oldenburg die Dauerausstellung „Kulturgeschichte einer historischen Landschaft“, die Ausstellung „Geschichte des Kunstgewerbes“, Ausstellungen zu einzelnen Aspekten der Kulturgeschichte sowie Sonderausstellungen. Im ebenfalls zum Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte gehörendem Augusteum werden üblicherweise die Werke alter Meister gezeigt (Gemälde italienischer und niederländischer Maler vom 16. bis 18. Jahrhundert, europäische Malerei von Mittelalter bis Neuzeit und wechselnde Ausstellungen). Das Prinzenpalais ist das dritte Haus des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, hier wird die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts mit dem Schwerpunkt des deutschen Impressionismus und des Expressionismus der Brücke-Maler ausgestellt, zudem wird die Entwicklung der bildenden Kunst in Deutschland seit der Epochen der Romantik und des Klassizismus gezeigt. Die früher privaten großherzoglichen Sammlungen bilden den Grundstock der im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte gezeigten Ausstellungsstücke.
Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg wurde 1836 als „Naturhistorisches Museum Oldenburg“ von Großherzog Paul Friedrich August eröffnet. Es umfasst die Abteilungen Archäologie, Naturkunde und Völkerkunde in interdisziplinären Dauerausstellungen. Zudem werden auch in diesem Museum Ausstellungen und Sonderausstellungen gezeigt.
Im Stadtmuseum Oldenburg zeigt die stadtgeschichtliche Abteilung die Früh- und Stadtgeschichte Oldenburgs. Zudem können durch Stiftungen von Theodor Francksen, Bernhard Winter, Claus Hüppe, Elise Bamberger und Juliane Böcker in den Besitz des Stadtmuseums gelangte Ausstellungsstücke besichtigt werden. Die Theodor-Francksen-Stiftung stellte den Grundstock des Bestandes des Stadtmuseums dar.
Auf dem Grundstück des Stadtmuseum Oldenburg liegt das Horst-Janssen-Museum. Hier werden Werke des Zeichners und Grafikers Horst Janssen und verwandter Künstler ausgestellt. Jährlich sind drei bis vier Wechselausstellungen zu besichtigen.
Das 2000 gegründete Haus für Medienkunst Oldenburg geht auf eine Stiftung von Edith Ruß zurück. Es zeigt mit wechselnden Ausstellungen ausschließlich zeitgenössische Kunst, die mit Neuen Medien gestaltet wurde, und vergibt Stipendien an internationale Künstler.
Seit 2008 befindet sich mit dem Oldenburger Computer-Museum eines der wenigen Computermuseen Deutschlands in der Stadt. Das Museum zeigt auf rund 1.000 m² Computer, Telespiele und Arcade-Automaten aus den 1970er, 1980er und 1990er Jahren. Die ausgestellten Exponate sind funktionsbereit und laden zum Ausprobieren und Benutzen ein.
Früher gab es das Pekol-Museum. Hauptsächlich wurden rund 12 Omnibusse des Oldenburger Herstellers Theodor Pekol präsentiert. Außerdem waren einige Pkw ausgestellt. Trotz eingeschränkter Öffnungszeiten kamen viele Besucher. Die Oldtimer Markt berichtete im September 2009 darüber, dass das Museum wohl bald das Gebäude verlassen müsse. Im März 2011 wurde berichtet, dass das Museum nach der Winterpause nicht mehr öffnen werde. 2013 musste das Museum nach einem Gerichtsurteil das bisherige Gebäude verlassen. 2020 hieß es, dass die Sammlung auf acht Busse geschrumpft sei und in einem Hangar auf dem Fliegerhorst Oldenburg gelagert werde.
Archive
Sowohl das Niedersächsische Landesarchiv (Abteilung Oldenburg) als auch das Stadtarchiv Oldenburg befinden sich am Damm (Hausnrn. 43 und 41). Im Landesarchiv werden Akten und Dokumente des Landes Oldenburg, im Stadtarchiv Archivalien der Stadt Oldenburg archiviert. Beide Institutionen verfügen außerdem über umfangreiche Bildsammlungen zur Stadt- und Landesgeschichte sowie eigene Bibliotheken.
Bauwerke
- Altes Gymnasium zu Oldenburg von 1573, neugotisches Gebäude von 1878
- Altes Rathaus von 1888 im Stil von Neugotik und Neorenaissance
- Altes Postamt von 1902 im norddeutsch-niederländischen Neorenaissance-Stil
- Amalienbrücke über die Hunte von 1980
- Cäcilienbrücke, Hubbrücke über die Hunte von 1927 (2020 demontiert)
- Degodehaus, Fachwerkbau von 1502
- Ehrenhalle der oldenburgischen Artillerie von 1921 auf dem Gelände der Jade Hochschule, Standort Oldenburg
- Elisabeth-Anna-Palais von 1896 (Historismus)
- Garnisonkirche Oldenburg
- Gertrudenkapelle von 1250 und 1481 (Romanik und Gotik)
- Graf-Anton-Günther-Haus von 1682, Umbau um 1838, seit 1894 Hotel und benannt nach Graf Anton Günther von Oldenburg
- Hauptbahnhof Oldenburg von 1915 im Jugendstil
- Lambertikirche, 1237 erste Erwähnung, Westturm von 1873, neugotische Umgestaltung von 1887
- Landtagsgebäude und Staatsministerium Oldenburg von 1916/17 nach Plänen von Paul Bonatz, heute Sitz von Landesbehörden
- Lappan, das Wahrzeichen der Stadt, Glockenturm von 1467/68
- Herzogliches Mausoleum, klassizistische Grabkapelle für das Haus Oldenburg
- Oldenburger Mühle, Nachbau von 1998 an der Niedersächsischen Mühlenstraße, heute Hotel
- Oldenburgisches Staatstheater, 1893 im neobarocken Stil wiederaufgebaut.
- Oldenburger Turnerbund, Haarenufer 9, Turnhalle von 1890, später Historismus
- Peter Friedrich Ludwigs Hospital von 1841, seit 1992 Stadtbibliothek, Kulturamt und Kulturzentrum
- Peterkirche, katholische, neugotische Kirche von 1876
- Pulverturm der ehemaligen Stadtbefestigung von 1529
- Schlaues Haus Oldenburg, ältestes Bürgerhaus in Oldenburg, 1562 erbaut
- Schloss Oldenburg, barocke Residenz von 1615 und 1753
- Schlosswache, klassizistische Wache von 1839 auf dem Schloßplatz, der früheren Schloßfreiheit
- Trauerhalle auf dem Jüdischen Friedhof, Einweihung 1921
- Synagoge, Leo-Trepp-Straße (bis 2013 Wilhelmstraße), ehemalige Baptistenkapelle, Gebäude von 1868
- Wasserkraftwerk Achterdiek, Baujahr 1927, Architekt Adolf Rauchheld
- Wasserturm Oldenburg-Donnerschwee von 1896
- Wasserturm für die Bahn im Hafen von 1908, heute Großraumbüro
- Weser-Ems-Hallen von 1954, erweitert 1956, 1975, 1980 und 1996, renoviert 1994, 2005 ergänzt um die kleine EWE Arena, 2013 um die große EWE Arena
Cäcilienbrücke über die Hunte.jpg|Cäcilienbrücke, Osternburger Türme
Lappan.jpg|Der Lappan, von der Langen Straße aus gesehen
Oldenburger Mühle.JPG|Die Oldenburger Mühle in Tweelbäke
Oldenburg Mausoleum.JPG|Mausoleum der Großherzöge von Oldenburg
Schlosswache Oldenburg.jpg|Die Schlosswache auf dem Schloßplatz
20110711 Oldb Landtag Staatsministerium.jpg|Landtag und Staatsministerium
Alte Turnhalle am Haarenufer (1) Ansicht von Nordwesten.jpg|Turnhalle des Oldenburger Turnerbundes
Huntekraftwerk Oldenburg.JPG|Kraftwerk an der Hunte mit Fischaufstiegsanlage
Sonstige Sehenswürdigkeiten
- EWE Arena (Sportarena)
- Marschweg-Stadion
- Wandbild des Grafen Anton Günther
- Fliegerhorst
Regelmäßige Veranstaltungen
Ende Januar die Urlaubsmesse „Caravan Freizeit Reisen“ sowie Anfang Februar die Motorrad- und Biker-Messe „Motorrad Show“ in den Weser-Ems-Hallen.
Im Mai wird alljährlich vom Motor-Sport-Club Oldenburg die Oldtimer Classic Rallye „Graf Anton Günter“ durchgeführt. 2012 begann und endete sie erstmals auf dem fertiggestellten Schloßplatz.
Zu Pfingsten findet regelmäßig der Nikolaimarkt statt, eine Präsentation kunsthandwerklicher Produkte im Freien. Bis 2012 war das Nikolaiviertel der Veranstaltungsort; 2013 zog der Markt auf den Schloßplatz um.
Die Oldenburg Model United Nations (OLMUN), inzwischen zur deutschlandweit größten Schüler-MUN aufgestiegen, findet im Juni mit über 700 nationalen und internationalen Schülern und Studenten statt und wird von eben solchen das ganze Jahr über organisiert. Mit der „Simulation des Europäischen Parlaments in Oldenburg“ findet seit 2019 jährlich außerdem ein schülerorganisiertes EU-Planspiel statt. Dieses wird vom Land Niedersachsen gefördert und findet im Gebäude des ehemaligen Landtags des Großherzogtums Oldenburg statt. Die Veranstaltung wird regelmäßig von Ministern der Landesregierung eröffnet und von zahlreichen Mitgliedern des Europäischen Parlaments begleitet.
Der CSD Nordwest wird in Oldenburg seit 1995 jedes Jahr im Juni ehrenamtlich veranstaltet und ist einer der größten Christopher Street Days im Nordwesten Niedersachsens.
In der ersten Junihälfte fand bis 2016 das Internationale Musikfestival „Oldenburger Promenade“ statt. Das Konzept: Mit einer vom Besucher gewählten Eintrittskarte für einen Konzertabend, der sogenannten „Promenade“, konnten drei unterschiedliche Programme an verschiedenen historischen Orten jeweils 45 Minuten lang erlebt werden. Dazwischen war Zeit, zur anderen Spielstätte und zum Festzelt zu promenieren.
In den Sommerferien wird von der Kulturetage der Oldenburger Kultursommer ausgerichtet, eine dreiwöchige Veranstaltung mit Jazz, Rock, Pop, Folklore, Klassik, Pantomime und anderen bildenden und darstellenden Künsten. Das Motto ist „umsonst und draußen“. Zum Abschluss der kulturellen Freiluftaktivitäten präsentieren jeweils am ersten Wochenende im August die Internationalen Keramiktage rund 100 führende Keramikkünstler und -werkstätten aus ganz Deutschland und Europa. Am letzten Donnerstag im August beginnt das dreitägige Stadtfest Oldenburg, ein Open-Air-Festival mit zahlreichen (Live-)Musikbühnen und Verkaufsständen in der Fußgängerzone.
Das internationale Filmfest Oldenburg, ein sich dem internationalen Filmschaffen widmendes Filmfestival findet an fünf Tagen der ersten Septemberhälfte statt. Am ersten oder zweiten Septemberwochenende wird das Weinfest mit Tanz und Folklore begangen. Der um den St-Michaelistag (29. September) beginnende Kramermarkt, das in Oldenburg stattfindende Volksfest, wird für 10 Tage bis Anfang Oktober gefeiert. Der Kunstmarkt im Cäciliensaal kann während der Herbstferien besucht werden.
Die Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM), die größte nichtkommerzielle Messe (Wirtschaft) auf diesem Gebiet in Deutschland, wird mit der Verleihung des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises von der Stadt, der Universität und der Volkshochschule im November organisiert. Ebenfalls im November werden die Oldenburger Kurzfilmtage zwergWERK, ein Kurzfilm-Festival begangen.
Der Lambertimarkt (Weihnachtsmarkt) findet zwischen Ende November und 22. Dezember um die Lambertikirche herum mit Kunstmarkt und weiteren Verkaufsständen statt.
Eingestellte regelmäßige Veranstaltungen
Im Sommer fand auf der Haaren im Abschnitt neben dem Heiligengeistwall von 1998 bis 2009 alljährlich eine „Waschzuberregatta“ statt. Seit dem Jahr 2010 wird dieses Spektakel aufgrund des hohen organisatorischen und finanziellen Aufwands aber nicht mehr weitergeführt. Die Waschzuber wurden nach Augustfehn verkauft, wo sie seit 2010 jährlich eingesetzt werden.
Ungefähr hundert Jahre lang gab es in Oldenburg ab dem Karsamstag neun Tage lang einen Ostermarkt, bis in die 1960er Jahre auf dem Pferdemarkt, vor den Bauarbeiten für die Schlossgalerie auf dem Schloßplatz und zuletzt neben der Weser-Ems-Halle. Die letzte Veranstaltung fand 2011 statt. Wegen zu schwacher Besucherresonanz wurde die Tradition des Ostermarkts (vorerst) eingestellt.
Bis 2012 fand Anfang März in den Weser-Ems-Hallen eine Blumenschau statt, die im Durchschnitt von 40.000 Menschen besucht wurde. Den Mittelpunkt der Veranstaltung bildete die 5000 m² große Blumenschauhalle. Auf weiteren ca. 11.000 m² Ausstellungsfläche präsentierten auf der begleitenden Garten- und Verbrauchermesse rund 170 Aussteller ihr Angebot. Die Blumenschau wurde durch eine „Oldenburger Gartentage“ genannte Messe ersetzt, während derer allerdings nicht großflächig blühende Blumen gezeigt werden. 2019 wurden die „Oldenburger Gartentage“ aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit begraben.
Mundarten/Sprachen
Bis vor wenigen Jahrzehnten war Plattdeutsch die allgemeine Umgangssprache in Oldenburg, wobei die Oberschicht seit dem 19. Jahrhundert Hochdeutsch sprach. Die Dialekte gehörten zum Nordniederdeutschen. Man sprach Nord-Oldenburgisch.
Heute herrscht Hochdeutsch als Umgangssprache vor. Nur noch wenige Oldenburger beherrschen Platt.
Kulinarische Spezialitäten
Oldenburgs Nationalgericht ist der Grünkohl. Das Gemüse wird fett und deftig zubereitet und kommt bevorzugt mit Pinkel, Kochwurst und Kasseler auf den Tisch.
Wohlhabende Kaufleute aus Oldenburg fuhren bereits im 19. Jahrhundert mit ihren Pferdekutschen nach Ostfriesland, um in den dortigen Dorfgasthöfen das Wintergemüse zu genießen. Die im ganzen Nordwesten beliebten Kohlfahrten haben in dieser Tradition ihren Ursprung. Seit 1956 findet alljährlich in der Bundeshauptstadt (zunächst in Bonn, dann in Berlin) das Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten mit Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft statt. Seit Sommer 2010 bezeichnet sich Oldenburg selbst augenzwinkernd als „Kohltourhauptstadt“.
Weitere kulinarische Spezialitäten aus Oldenburg sind Spargel, Mockturtlesuppe und Labskaus.
Filme und Serien
In Oldenburg wurden folgende Filme oder Serien gedreht:
- Bürgerkrieg in Rußland, BRD 1967, fünf Teile, Regie: Wolfgang Schleif, mit dem Peter Friedrich Ludwigs Hospital als Taurisches Palais in Petrograd
- Keine Lieder über Liebe
- Lieber gemeinsam als einsam (Arbeitstitel: Hannah und Sophie)
- München 72 – Das Attentat
- Sunshine Reggae auf Ibiza
- Schlaflos in Oldenburg (Arbeitstitel: Sprich mit mir)
- The Site of Crime 2
- Vier Minuten
Sport
Sportvereine, Sportstätten und Sportveranstaltungen
Auch nach der Auflösung der Regierungsbezirke besteht weiterhin in Oldenburg im Schützenwesen der Bezirksdachverband Oldenburger Schützenbund, dem 16 Schützenkreise mit 185 Schützenvereinen angehören.
Dem Stadtsportbund Oldenburg gehören 98 Sportvereine mit über 39.000 Mitgliedern an.
- BTB Royals (Basketballverein der deutschen Regionalliga für Männer)
- Bürgerfelder Turnerbund (Leichtathletik, Basketball, Handball, Tanzsport)
- EWE Baskets (Basketballverein der deutschen Basketball-Bundesliga für Männer)
- Oldenburg Outlaws Herren & Oldenburg Outlaws Coyotes Damen (American Football)
- Oldenburger Turnerbund
- Schwarz-Weiß Oldenburg e. V. (Aikido, BallArtistik, Baseball, Fußball, Gymnastik, Judo, Ju-Jutsu, Karate, Kinderturnen, Rhönradturnen, Sportschützen, Tennis, Tischtennis, Volleyball)
- Seikenjuku Oldenburg e. V. Verein für asiatische Kultur und Sport (Kendō)
- SV Eintracht Oldenburg
- T.C.H. Oldenburg (Tanzsport, Formationstanzen, Einzelpaartanz sowie Breitensport-Tanzkreise)
- TUS Bloherfelde 06 (Fußball, Badminton, Turnen)
- TuS Eversten (Fußball, Tischtennis, Badminton)
- VfB Oldenburg (Fußballverein der Regionalliga Nord der Männer)
- VfL Oldenburg (Handballverein der Handball-Bundesliga (Frauen); Fußballverein der deutschen A-Junioren-Bundesliga; Fußballverein der deutschen Oberliga Nord für Männer, Handball, American Football, Leichtathletik)
- MSC Oldenburg Motorsportclub in Oldenburg; Veranstalter von Oldtimer Grand Prix, Autoslalom, Kartrennen und 1952 bis 1991 auch Speedway- und Grasbahnrennen in Oldenburg, Rastede und Apen/bei Westerstede.
- OTeV Oldenburg Oldenburger Tennisverein (Tennis-Regional- bzw. 2. Bundesliga)
Ältester Sportverein der Stadt sind die Oldenburger Schützen von 1816 mit ca. 500 Mitgliedern.
Inklusion
2021 bewarb sich die Stadt als Host Town für die Gestaltung eines viertägigen Programms für eine internationale Delegation der Special Olympics World Summer Games 2023 in Berlin. 2022 wurde sie als Gastgeberin für Special Olympics Nordmazedonien ausgewählt. Damit wurde sie Teil des größten kommunalen Inklusionsprojekts in der Geschichte der Bundesrepublik mit mehr als 200 Host Towns.
Persönlichkeiten
- Liste von Persönlichkeiten der Stadt Oldenburg (Oldenburg)
- Liste von Söhnen und Töchtern der Stadt Oldenburg (Oldenburg)
- Liste der Ehrenbürger der Stadt Oldenburg (Oldb)
Siehe auch
- Liste von Schiffen mit dem Namen Oldenburg
Weitere Medien
- Am Anfang war der Fluß … Oldenburg – auf den Spuren der Vergangenheit. PAL-Video, 80 Minuten, Nordwest-Zeitung und Boklage Film, 1995.
Weblinks
Hinweis
Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Oldenburg_(Oldb).
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