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Korbach
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Stadt Korbach
Der Magistrat
Stechbahn 1
34497 Korbach

http://www.korbach.de

Korbach

160pxAbb. 1 Wappen von Korbach
Basisdaten
Bundesland Hessen
Höhe 384 m
Fläche 123.98 km2
PLZ 34497,
34513 (Klippmühle)
Vorwahl 05631, 05636 (Eppe), 02982 (Hillershausen)
Gliederung 15 Stadtteile
Adresse der Verwaltung Stechbahn 1
34497 Korbach
Website www.korbach.de
Bürgermeister Klaus Friedrich (parteilos)

Die Stadt Korbach, seit dem 18. Juni 2013 offiziell Hansestadt Korbach (früher auch Corbach geschrieben, bahnamtlich bis zum 1. Februar 1935), ist die Kreisstadt des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Hessen und kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken.

Geografie

Korbach liegt am Nordostrand des Rheinischen Schiefergebirges, hier auch als Waldecksches Upland bezeichnet. Die nördlichsten Stadtteile befinden sich in den Ausläufern des Sauerlandes.Die höchsten Berge im Korbacher Stadtgebiet sind der Widdehagen (635 m) und der für seinen Reichtum an goldhaltigen Erzen bekannte Eisenberg (562 m). Die Kernstadt wird von dem Kuhbach (umgangssprachlich „Die Kuhbach“) durchflossen. Mit einer Altstadthöhe von 366 bis 392 m. ü. NHN ist Korbach die höchstgelegene Kreisstadt Hessens.

In der Korbacher Spalte, einer Erdspalte in der Nähe Korbachs, gab es bedeutende Fossilienfunde aus dem Oberperm. Es sind die einzigen Procynosuchus-Funde (auch „Korbacher Dackel“ genannt) auf der Nordhalbkugel.

Nachbargemeinden

Die Nachbargemeinden der Stadt Korbach sind Diemelsee, Lichtenfels, Twistetal, Vöhl, Waldeck und Willingen (Upland) alle im Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie Medebach (im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen)

Stadtgliederung

Korbach besteht aus der Kernstadt und 14 weiteren Stadtteilen. Die Kernstadt liegt auf der Waldecker Tafel, einer waldlosen Hochebene, die früher reich an wilden Hühnern war (weswegen ihre Bewohner auch „Feldhühnerchen“ genannt werden).

Stadtteil Einwohner,
30. Juni 2014
Alleringhausen 72
Eppe 618
Goldhausen 306
Helmscheid 160
Hillershausen 278
Korbach (Kernstadt) 18.295
Lelbach 622
Lengefeld 502
Meineringhausen 946
Nieder-Ense 234
Nieder-Schleidern 164
Nordenbeck 190
Ober-Ense 183
Rhena 513
Strothe 234

Geschichte

Frühgeschichte

Über die Herkunft und Bedeutung des Stadtnamens werden verschiedene Ansichten vertreten. Einigkeit herrscht, dass der Name altsächsischen Ursprungs ist. Die älteste Form lautet Curbecki (980). Einer Auffassung zufolge soll die erste Silbe aus dem mittelniederdeutschen „kurren, korren“ gebildet worden sein, was so viel wie das Murmeln eines Baches bedeutet. Nach anderer Ansicht leitet sich die Silbe „Cor“ oder „Cur“ von „Kür“ und „küren“ ab, was „Wahl“ bzw. „wählen“ bedeutet. Demnach handelte es sich bei Korbach um einen am Bache gewählten Platz, möglicherweise auch um einen Versammlungsort an einem Bach, an dem das Volk einen Anführer wählte. Curbechi wird urkundlich erstmals im Jahre 980 erwähnt, als der damalige König und spätere Kaiser Otto II. Korbach, Lelbach, Rhena und drei weitere Orte im damaligen Ittergau, unter Hinzuziehung des Grafen Asicho vom Ittergau und Nethegau als Zeugen, im Tausch gegen zwei Gemarkungen im Hassegau an das Kloster Corvey abgab. Auch auf dem übrigen Stadtgebiet gibt es Hinweise auf frühzeitliche Besiedlungen, so z. B. auf dem Wipperberg bei Lengefeld.

Mittelalter und Frühe Neuzeit

1188 verlieh der Paderborner Bischof Bernhard Korbach das Soester Stadtrecht. Auf Grund der Lage Korbachs am Schnittpunkt der Handelswege Köln-Leipzig und Frankfurt-Bremen entwickelten sich Handwerk und Handel rasch, und Korbach blühte auf. Das Gebiet der Altstadt reichte bald nicht mehr aus, um alle Einwohner aufzunehmen. Die Kaufleute siedelten sich daher in zwei neuen Städten, der oberen und unteren Neustadt, außerhalb der Stadtgrenzen an, die sich bald zu einer gemeinsamen Stadt vereinigten. Im 14. Jahrhundert wurde in der Altstadt die Kilianskirche erbaut, in der Neustadt die Nikolaikirche.

1349 besuchte Kaiser (damals noch römischer König) Karl IV. die Stadt. 1377 wurden die Altstadt und die Neustadt miteinander vereinigt, und auf der Grenze zwischen beiden zuvor getrennten Städten entstand das gemeinsame Rathaus, das sich noch heute dort befindet. 1414 wurde ein doppelter Mauerring, der die gesamte Siedlung umgab, vollendet. Fünf Stadttore bewachten den Zugang zur Stadt: das Tränketor, das Dalwigker Tor, das Enser Tor, das Lengefelder Tor und das Berndorfer Tor. Von diesen ist heute nur noch das Enser Tor erhalten. Die Padberger Fehde von 1413 bis 1418 war der Höhepunkt der langen Grenzstreitigkeiten und wiederholten Übergriffe der Herren von Padberg auf das Gebiet der Grafschaft Waldeck und insbesondere der Stadt Korbach. Mit dieser Fehde fanden die Auseinandersetzungen ein vorläufiges Ende.

Korbach trat der Hanse bei und wurde erstmals 1469 als Mitglied im Hansebund erwähnt. Es war damit eine der geographisch südlichst gelegenen Städte der Hanse. Die Korbacher Kaufleute handelten mit Tuchen, Fellen und Bier, auch mit Gold und anderen Metallen aus der näheren Umgebung. Korbach war die einzige Hansestadt im heutigen Bundesland Hessen.

Mit der Reformation wurde die Stadt wie die gesamte Grafschaft Waldeck protestantisch. Auch heute ist Korbach noch größtenteils protestantisch, auch wenn seit dem 19. Jahrhundert wieder vermehrt Katholiken in die Stadt zogen und die beiden katholischen Kirchen, die ältere Marienkirche und die moderne Josephskirche, errichteten. Zudem sind die westlichen Stadtteile an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen fast vollständig (Hillershausen) oder zu größeren Teilen (Nieder-Schleidern, Eppe) katholisch.

Im Dreißigjährigen Krieg musste Korbach immer wieder hohe Kontributionen an durchziehende Truppen leisten. Am Ende des Krieges war nur noch die Hälfte der Häuser bewohnbar, und die Zahl der Einwohner war von 2600 auf 1100 zurückgegangen. Ein großer Stadtbrand vernichtete 1664 fast alle Wohnhäuser; heute gibt es in Korbach nur ein Fachwerkhaus „Im Katthagen“, das vor diesem Brand, 1593, erbaut wurde. Die gotischen Steinkirchen sowie die steinernen Lagerhäuser hingegen blieben gut erhalten.

Im Siebenjährigen Krieg kam es am 10. Juli 1760 zu einem größeren Gefecht vor den Toren der Stadt.

Neuzeit

Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts herrschte wieder bescheidener Wohlstand; eine erste wirtschaftliche Blüte erreichte die Stadt wieder Ende des 19. Jahrhunderts. Hierzu trug vor allem die Eröffnung der Twistetalbahn im Jahr 1893 bei, die mit der Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar ab 1897 eine Verbindung nach Kassel bot. Der in Alleringhausen geborene Louis Peter, Gründer der Peters Union AG, Frankfurt/Main (früher Mitteldeutsche Gummiwarenfabrik L. Peter AG), baute 1907 das Zweigwerk Korbach. Die hannoversche Continental AG übernahm 1929 die Peters Union.

Der Stadt blieben in beiden Weltkriegen größere Schäden erspart. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Einwohnerzahl durch Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten stark zu.

Am Stadtrand unweit der Bahnstrecke Korbach–Berndorf und der Flechtdorfer Straße stürzte am 29. März 1961 ein F-104 „Starfighter“ der Luftwaffe ab. Dabei kamen Menschen nicht zu Schaden. Pilot und Beobachter konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Es handelte sich um den ersten Absturz einer F-104 der Bundeswehr.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Alleringhausen, Eppe, Goldhausen, Helmscheid, Hillershausen, Lengefeld, Meineringhausen, Nieder-Schleidern, Rhena und Strothe eingegliedert. Am 31. Dezember 1970 kamen Nieder-Ense, Nordenbeck und Ober-Ense hinzu. Lelbach folgte am 1. Oktober 1971.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)
  • 1998 – 24.510
  • 1999 – 24.552
  • 2000 – 24.515
  • 2001 – 24.490
  • 2002 – 24.537
  • 2003 – 24.503
  • 2004 – 24.540
  • 2005 – 24.384
  • 2009 – 23.900
  • 2011 – 23.533
  • 2012 – 23.367
  • 2013 – 23.323

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,2 10 34,7 13 36,3 13 39,9 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,7 8 26,9 10 32,6 12 32,3 12
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 10,0 3 17,3 6 7,7 3 5,7 2
FWG Freie Wählergemeinschaft 17,6 5 12,4 5 13,3 5 12,4 5
FDP Freie Demokratische Partei 9,5 3 6,7 2 6,8 3 6,3 2
Die Aktiven Bürger Die Aktiven Bürger 7,0 2
REP Die Republikaner 1,9 1 3,3 1 3,4 1
Gesamt 100,0 31 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 45,1 45,3 44,9 51,9

Städtepartnerschaften

Seit 1963 unterhält Korbach eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Avranches im Département Manche. Als weitere Partnerstadt folgte nach der Wiedervereinigung 1990 das thüringische Waltershausen. Weiterhin pflegt Korbach Partnerschaften mit dem polnischen Pyrzyce (Pyritz) und dem tschechischen Vysoké Mýto (Hohenmauth).

Verkehr

Korbach liegt an den Bundesstraßen 251 (Kassel–Brilon) und 252 (Marburg–Paderborn), die sich auf der Korbacher Umgehungsstraße kurzzeitig überschneiden. Ein direkter Anschluss an das Autobahnnetz besteht auf dem Stadtgebiet nicht; die nächsten Autobahnanschlüsse sind an der A 44 bei Diemelstadt bzw. Zierenberg, jeweils etwa 30 km entfernt. Die Stadt ist zudem über Landesstraßen mit Medebach und Diemelsee verbunden.

Der Bahnhof Korbach ist ein Eisenbahnknotenpunkt, an dem sich heute drei Eisenbahnstrecken treffen: eine nach Nordwesten, die als Uplandbahn über Willingen nach Brilon-Wald führt; eine nach Süden, die über Frankenberg nach Marburg (Untere Edertalbahn und Burgwaldbahn) verläuft; und eine nach Nordosten, die als Teil der Bahnstrecke Warburg–Sarnau und eines Abzweiges über Volkmarsen nach Kassel führt.Eine vierte Strecke führte früher nach Südosten über Waldeck nach Wabern. Sie ist als Ederseebahn im Abschnitt Korbach−Bad Wildungen stillgelegt; zwischen Korbach und Buhlen befindet sich nun der Ederseebahn-Radweg, der von 2008 bis 2012 angelegt wurde.Die Strecke nach Kassel wurde am 4. Oktober 1998 wiedereröffnet (damals eines der ersten Beispiele für Streckenreaktivierung). Die 31 Kilometer lange Strecke Korbach–Frankenberg wurde Ende der 1980er Jahre stillgelegt. Der kurze Abschnitt von Korbach bis Korbach Süd wurde bereits ab 29. September 1999 wieder befahren. Seit dem 11. September 2015 ist die ganze Untere Edertalbahn von Korbach bis Frankenberg, die auch den Nationalpark Kellerwald-Edersee anbindet, wieder in Betrieb.

Bis in die 1980er Jahre bestanden durchgehende Fernzugverbindungen unter anderem bis nach Amsterdam, Hamburg und Frankfurt.

Korbach hat, für eine Stadt dieser Größe bemerkenswert, zwei Bahnhöfe an derselben Eisenbahnstrecke, die beide in Betrieb sind. Da der ursprüngliche Hauptbahnhof von der Altstadt zu weit entfernt war, wurde 1,5 km weiter südlich ein weiterer („Korbach Süd“) wiedereröffnet. Auch wenn die Bahnstrecke nach Kassel ständig weiter modernisiert wird, merkt man auch heute noch die Folgen der früheren Stilllegung. Zudem stellt die Streckenführung über Bad Arolsen und Volkmarsen einen beachtlichen Umweg dar, so dass der Zug heute fast die doppelte Fahrzeit wie das Auto benötigt.

1997 wurde in Korbach ein Stadtbus-Konzept mit zwei sich teilweise überschneidenden Ringlinien eingeführt. Diese Busse fahren im 40-Minuten-Takt und treffen sich dabei alle 20 Minuten am Hauptbahnhof. Wichtige Fahrziele, wie zum Beispiel die Innenstadt, das Stadtkrankenhaus oder das Schulzentrum, sind an beide Linien angeschlossen.

In Korbach gibt es einen Flugplatz mit Gastronomie. Neben einer 600 m langen Graspiste für Sportflugzeuge steht eine 200 m lange Bahn für den Gleitschirmbetrieb zur Verfügung. Der Flugplatz, einer der ältesten in Deutschland, ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird jährlich von hunderten Piloten aus ganz Europa angesteuert.

Schulen

  • Alte Landesschule Korbach (ALS), Gymnasium
  • Berufliche Schulen Korbach und Bad Arolsen (BSK):
    • Berufliches Gymnasium
    • Fachoberschule
    • Berufsfachschule
    • Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung
    • Fachschule
    • Berufsschule
  • Ev. Fröbelseminar Korbach:
    • Fachschule für Sozialpädagogik
    • Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz
  • Louis-Peter-Schule Korbach (LPS), Haupt- und Realschule
  • Westwallschule, Grundschule
  • Marker Breite, Grundschule
  • Humboldtschule, Grundschule und Förderstufe
  • Berliner Schule, Grundschule
  • Enser Tor Schule, Grundschule
  • Paul-Zimmermann-Schule, Förderschule

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Kilianskirche (1450) und Nikolaikirche (1460) – gut erhaltene gotische Hallenkirchen, die von den Bürgern der Altstadt (St. Kilian) und der Neustadt (St. Nikolai) im friedlichen Wettbewerb errichtet wurden. Die Kilianskirche ist reichlicher geschmückt als die Nikolaikirche. Sehenswert sind in beiden Kirchen je ein Altar des Korbacher Franziskanermalers, in der Nikolaikirche das prunkvolle Wandgrab aus Alabaster, Marmor und Kalkstein für Fürst Georg Friedrich von Waldeck sowie an der Kilianskirche das Südportal. Der Turm der Kilianskirche kann bestiegen werden.
  • Kloster Korbach – 1487 als Franziskaner-Observanten-Kloster gegründet, aber bereits 1546 wieder aufgelöst. 1579 gründen die Waldecker Grafen in dem ehemaligen Kloster ein seit Jahren geplantes Landesgymnasium, die Alte Landesschule.
  • Alte Landesschule: Das Korbacher Gymnasium, als humanistische Gelehrtenschule 1579 von den Waldecker Grafen gegründet und insbesondere in seiner Frühzeit enge Beziehungen zur Universität Marburg (gegründet 1527) unterhaltend, befand sich über fast 400 Jahre bis 1971 an dem Standort des ehemaligen Franziskaner-Observanten-Klosters in der Klosterstraße. 1971 wurde ein Neubau in der Solinger Straße bezogen. Der Name „Alte Landesschule“ blieb erhalten. Das Gymnasium ist eines der ältesten, noch heute im Betrieb befindlichen in Hessen. Heute ist in den Gebäuden ein Teil der Beruflichen Schulen Korbach/Bad Arolsen untergebracht.
  • Freilichtbühne Korbach e. V. – Freilichttheater mit Bühne im Schießhagen. Jährlich werden von den ca. 150 aktiven Mitgliedern zwei Stücke inszeniert, jeweils ein Abendstück für Erwachsene und ein Kinderstück. Neben der Spielzeit im Sommer sind die Mitglieder auch bei anderen Veranstaltungen, wie etwa dem mittelalterlichen Markt im Herbst, engagiert.
  • Die für Besucher zugängliche Korbacher Spalte, an der Küste des urzeitlichen Zechsteinmeeres. Die Korbacher Spalte ist weltweit eine der bedeutendsten Fundstätten für Fossilien aus der Permzeit. Die wichtigsten Funde sind säugetierähnliche Reptilien (Therapsiden), die als Bindeglied zwischen Reptilien und Säugetieren anzusehen sind und als Vorläufer der Säugetiere, aber auch der Dinosaurier gelten. Einzigartig auf dem europäischen Festland sind Fossilien des Procynosuchus, welche die Existenz des zusammenhängenden Superkontinentes Pangäa wissenschaftlich untermauern.
  • Das Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach ist das Korbacher Heimatmuseum neben der Kilianskirche. Es wurde in den 1990er Jahren saniert und erweitert und bietet Informationen über die Stadtgeschichte, den Goldbergbau im Eisenberg und die Korbacher Spalte.
  • Ein nachgebauter mittelalterlicher Pranger auf dem alten Markt der Altstadt.
  • Gut erhaltene Stadtmauer und eine liebevoll restaurierte Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern
  • Der Tylenturm ist ein mittelalterlicher Wehrturm aus dem späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert. Nachdem er 1996 wieder sein typisches Dach sowie einen Treppenaufgang erhalten hat, wird der Turm heute als Aussichtsturm genutzt.
  • Die Kümpe, mittelalterliche Brunnen, die zur Wasserversorgung der Stadt dienten. Vier Brunnen sind heute noch erhalten: in der Lengefelderstraße (sogenannter Feldhühnerchenbrunnen), an der Kilianskirche, am Rathaus und auf dem alten Markt. Die heutigen Steinkümpe sind allerdings Schöpfungen des 19. Jahrhunderts.
  • Mehrere mittelalterliche Steinhäuser (Lagerhäuser)
  • Der Bronze-„Nachtwächter“ in der Fußgängerzone
  • Die Dalwigker Warte südöstlich von Korbach nahe dem Ortsteil Meineringhausen ist ein früherer Wartturm, der nach einer Renovierung in den 1990er Jahren als Aussichtsturm bestiegen werden kann.
  • Die Burgruine Eisenberg (mit Georg-Viktor-Turm, einem 22,5 m hohen Aussichtsturm und Goldlehrpfad),
  • Ein Goldbergwerk aus dem 12.–17. Jahrhundert am Eisenberg ist heute ein Besucherbergwerk.
  • Mittelalterliche Stadtführung an jedem 1. Samstag im Monat (April–Dezember)

Öffentliche Einrichtungen

  • Stadtbücherei
  • Jugendhaus
  • Freibad
  • Hallenbad

Feste

  • Gold- und Töpfermarkt (Mai)
  • Freischießen (Juni), dreijährlich
  • Kiliansmarkt (Juni)
  • Altstadt-Kulturfest (Juni/Juli)
  • Kunstnacht (Juli)
  • Herbstmarkt (September)
  • Historischer Mittelalterlicher Markt (Oktober)
  • Korbacher Weihnachtsmarkt mit Adventskalender (Dezember)

Sonstiges

  • Feldhühnerchen
  • Lied von den Feldhühnerchen, Korbacher Lied

Persönlichkeiten

  • Daniel Angelocrater (1569–1635), Theologe
  • Jochen Behle (* 1960), Skilangläufer
  • August Bier (1861–1949), Chirurg
  • Horst Bingel (1933–2008), Schriftsteller
  • Friedhelm Brusniak (* 1952), Musikpädagoge
  • Axel Bürgener (* 1944), deutscher General
  • Christian Karl Josias von Bunsen (1791–1860), Diplomat und Gelehrter
  • Louis Friedrich Christian Curtze (1807–1870), Pädagoge, Philologe, Theologe, Historiker, Schriftsteller
  • Friedrich Christian Delius (* 1943), Schriftsteller
  • Karl Dissel (1857–1923), Philologe und Gymnasiallehrer
  • Thomas Emde (* 1959), Künstler
  • Florian Gärtner (* 1968), Filmregisseur und Drehbuchautor
  • Rudolf Goclenius der Ältere (1547–1628), Professor für Philosophie, Logik, Metaphysik und Ethik, Hexentheoretiker
  • Wilhelmine Halberstadt (1776–1841), Pädagogin und Schriftstellerin
  • Wilhelm von Hanxleden (1789–1869), waldeckscher Landtagspräsident
  • Elke Heidenreich (* 1943), Schriftstellerin
  • Manfred Jassmann (* 1952), ehemaliger Boxprofi
  • Hermann Kümmell (1852–1937), Chirurg
  • Daniel May (* 1981), hessischer Landtagsabgeordneter
  • Katrin Meyerhöfer (* 1979), Tischtennisspielerin
  • Jenna Mohr (* 1987), Skispringerin
  • Christian Moris Müller (* 1975), Regisseur
  • Jack Nasher-Awakemian (* 1979), Wirtschaftspsychologe, Diplom-Jurist und Professor
  • Bernd Noack (* 1966), Strömungsmechaniker, Forschungsdirektor CNRS und Professor
  • Matthias Reim (* 1957), Sänger
  • Johann Rinck (letztes Viertel des 14. Jh. – 1466), Kölner Kaufmann und Ratsherr
  • Friedhelm Rost (* 1944), Richter am Bundesarbeitsgericht
  • Marc Schlömer (* 1977), Sportreporter und Fußballkommentator
  • Karl-Heinz Schmidt (* 1940), ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter
  • Heinrich August Schumacher (1683–1760), Historiker und Pädagoge
  • Heinrich Vollrat Schumacher (1861–1919), Schriftsteller
  • Heinrich Leonhard Schurzfleisch (1664–1722), Jurist, Historiker und Bibliothekar
  • Konrad Samuel Schurzfleisch (1641–1708), Historiker, Polyhistor und Bibliothekar
  • Rainer Schüttler (* 1976), Tennisprofi (aus Eppe, einem Stadtteil Korbachs)
  • Wilhelm Adolf Scribonius (1550–1600), Philosoph, Mediziner, Lehrer, Hexentheoretiker
  • Stefan Stricker (* 1963), Travestiekünstler
  • Adolph Varnhagen (1753–1829), Pfarrer und Geschichtsschreiber
  • Robert Waldeck (1837–1913), Präsident des Landtags von Waldeck-Pyrmont
  • Ernst Welteke (* 1942), ehemaliger Bundesbankpräsident
  • Michael Witter (* 1951), Diplomat

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Korbach

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