Hansestadt Gardelegen
Rathausplatz 1
39638 Gardelegen

http://www.gardelegen.info

Gardelegen

160pxAbb. 1 Wappen von Gardelegen
Basisdaten
Bundesland Sachsen-Anhalt
Höhe 43 m
PLZ 39638, 39649
Vorwahl 03907, 039004, 039006, 039056, 039085, 039087, 039088
Adresse der Verwaltung Rudolf-Breitscheid-Straße 3
39638 Gardelegen
Website www.gardelegen.de
Bürgermeisterin Mandy Zepig (SPD)

Die Hansestadt Gardelegen ist eine Mittelstadt im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Sie ist nach Berlin und Hamburg die der Fläche nach drittgrößte Stadt Deutschlands. Nur die Kernstadt Gardelegen weist städtische Strukturen auf, die übrigen 48 Ortschaften sowie zahlreiche Ortsteile und Wohnplätze liegen verstreut im ländlichen Raum.

Geographie

Gardelegen liegt in der südwestlichen Altmark zwischen Berlin und Hannover, nördlich von Magdeburg. Nachbargemeinden sind Klötze und Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel, Bismark (Altmark), Stendal und Tangerhütte im Landkreis Stendal sowie Burgstall, Westheide, Calvörde und Oebisfelde-Weferlingen im Landkreis Börde. Seit der Eingliederung von 18 ehemals selbstständigen Gemeinden zum 1. Januar 2011 ist Gardelegen, nach Berlin und Hamburg, mit seinen gut 630 km² der Fläche nach die drittgrößte Stadt Deutschlands. Markantes und weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt sind die drei Türme von Nikolaikirche, Rathaus und Marienkirche. Darüber hinaus ist der nahegelegene Truppenübungsplatz Altmark im Ortsteil Letzlingen ein Standort der Bundeswehr in der Hansestadt Gardelegen.

Stadtgliederung

Die Stadt ist in Ortschaften (ehemalige Gemeinden) gegliedert. Zu ihnen gehören gleichnamige und andere Ortsteile mit Wohnplätzen.

  • Algenstedt
  • Berge
    • Berge
    • Ackendorf
    • Laatzke
  • Breitenfeld
  • Dannefeld
    • Dannefeld mit Kolonie Sauergrund und Kolonie Winkel
    • Kahnstieg
  • Estedt
  • Hemstedt
    • Hemstedt
    • Lüffingen
  • Hottendorf
    • Hottendorf mit Wohnplatz Luthäne
  • Jeggau
    • Jeggau mit Wohnplätzen Eigenthum und Dudel
  • Jeseritz
  • Kloster Neuendorf
  • Köckte
  • Letzlingen
    • Letzlingen mit Wohnplatz Theerhütte
  • Lindstedt
    • Lindstedt
    • Lindstedterhorst
    • Wollenhagen
  • Mieste
    • Mieste mit Kolonien Breiteiche, Himmelreich, Hopfenhorst, Krügerhorst, Lenz und Werder
    • Wernitz
  • Miesterhorst
    • Miesterhorst mit Wohnplätzen Am Bahnhof und Birkhorst
    • Taterberg
  • Peckfitz
  • Potzehne
    • Potzehne
    • Parleib
  • Roxförde
  • Sachau
    • Sachau mit Kolonie Breiteiche und Wohnplatz Kämeritz
  • Schenkenhorst
  • Seethen
    • Seethen
    • Lotsche
  • Sichau
    • Sichau
    • Tarnefitz
    • Siems
  • Solpke
    • Solpke mit Wohnplatz Solpke Süd
  • Wannefeld
    • Wannefeld mit Wohnplätzen Finkenbucht, Kenzendorf und Neumühle
    • Polvitz
  • Wiepke
  • Zichtau
Ortsteile (ehemalige Gemeinden), die keine Ortschaft gebildet haben:
  • Ipse mit Wohnplatz Drögemühle
  • Jerchel
  • Jävenitz mit Wohnplatz Jäskau
  • Kassieck
  • Lindenthal (ehemalige Försterei, jetzt Waldgasthof)
  • Trüstedt

Klima

(ST)-Deutschland.png|mini|links|Klimadiagramm von Gardelegen<ref>Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961-1990</ref>">(ST)-Deutschland.png|mini|links|Klimadiagramm von Gardelegen<ref>Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961-1990</ref> Die durchschnittliche Lufttemperatur in Gardelegen beträgt 8,5 °C, die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 563 Millimetern.

Geschichte

Die erste Erwähnung Gardelegens als Sitz des Heinricus comes de Gardelege ist auf das Jahr 1186 datiert. Graf Heinrich von Gardelegen, ein Bruder Markgraf Ottos II. von Brandenburg, erscheint in diesem Jahr als Zeuge einer Urkunde des Bischofs von Brandenburg, die im Brandenburger Domstiftsarchiv liegt. In der Lehensauftragung brandenburgischer Güter an das Erzbistum Magdeburg wird auch Gardelegen 1196 als Burg (castrum) und Flecken (oppidum) (siehe auch Burg Gardelegen) erwähnt. Die Verleihung des Braurechtes erfolgte 1314. Seit damals wurde in Gardelegen das Garleybier gebraut. Garley ist damit der weltweit älteste durchgehend bis heute genutzte Markenname. 1316 erwarb die Stadt das Schulzenamt und damit die „Hohe Gerichtsbarkeit“. Gardelegen trat 1353 dem Altmärkischen Städtebund und 1358 der Hanse bei. Im Jahr 1488 kam es zu einem Bierziesestreit mit dem Kurfürsten. 1553 war der Bau der Stadtbefestigung mit Magdeburger, Stendaler und Salzwedeler Tor abgeschlossen.

In den Jahren 1658, 1667 und 1685 zerstörten Stadtbrände große Teile Gardelegens. 1715 erhielt Gardelegen eine brandenburgisch-preußische Garnison. Nach Bildung des Kreises Gardelegen mit 144 Dörfern wurde Gardelegen 1816 Kreisstadt.

1937 wurde Gardelegen wieder Garnisonsstadt, aus der Reit- und Fahrschule der Provinz Sachsen an der Bismarker Landstraße wurde die Remonteschule zur Ausbildung von Kavallerie.

In der Endphase des Zweiten Weltkrieges starben am 15. März 1945 52 Menschen bei einem Angriff der 8. US Air Force auf die Bahnanlagen von Gardelegen. Die Nikolaikirche und andere Gebäude wurden zerstört. Am 13. April 1945 fand ein Massenmord in der Nähe Gardelegens statt: In der Isenschnibber Feldscheune ermordete die SS auf Anweisung des NSDAP-Kreisleiters Gerhard Thiele und mit Unterstützung der Bürger der Stadt 1016 KZ-Häftlinge. Einen Tag später wurde die Stadt kampflos der US-Armee übergeben. Im Sommer 1945 zogen die Amerikaner vereinbarungsgemäß aus dem von ihnen besetzten Teil der Sowjetischen Besatzungszone ab. Truppen der Roten Armee rückten in Gardelegen ein.

1952 wurde Gardelegen Kreisstadt im Bezirk Magdeburg. Am 10. März 1964 schoss die sowjetische Flugabwehr in der Nähe der Stadt ein US-Aufklärungsflugzeug des Typs RB-66 ab. Der Besatzung warf man Spionage vor. Gardelegen verlor den Kreisstadtstatus am 1. Juli 1994 und ist seitdem kreisangehörige Stadt des Altmarkkreises Salzwedel. Seit dem 28. Mai 2008 trägt die Stadt den Namenszusatz Hansestadt. Die Stadt war vom 24. bis 26. Juni 2011 Ausrichter des 15. Sachsen-Anhalt-Tages, der unter dem Motto „Auf allen Wegen – ab nach Gardelegen“ stattfand und von rund 150.000 Gästen besucht wurde.

;Eingemeindungen

Am 1. Juli 2009 wurden die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Gardelegen Stadt nach Gardelegen eingemeindet und die Stadt somit Einheitsgemeinde. Am 1. Januar 2010 erfolgte die Eingemeindung von Jeseritz, Potzehne, Roxförde, Wannefeld, Wiepke und Zichtau. Zum 1. Januar 2011 wurden durch einen Beschluss des Landtags die Orte Breitenfeld, Dannefeld, Estedt, Hottendorf, Jävenitz, Jeggau, Jerchel, Kassieck, Köckte, Letzlingen, Lindstedt, Mieste, Miesterhorst, Peckfitz, Sachau, Seethen, Sichau und Solpke eingemeindet.

Politik

Stadtrat

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte zu folgender Zusammensetzung des Gardelegener Stadtrats:

Partei Sitze
CDU 13
SPD 6
Die Linke 6
FWG Südliche Altmark 3
Freie Liste 2
Grüne 1
AfD 1
Liste Feuerwehr 1
Die Eltern 1
Einzelbewerber 2
Gesamt 36

Bürgermeister

Mandy Zepig (SPD) ist seit Juli 2015 Bürgermeisterin der Stadt.

Vorherige Amtsinhaber (lückenhaft):

  • 1881–1923: Julius Beck
  • 1924–????: Walter Bethge
  • 1945: ???? (von einem US-amerikanischen Stadtkommandanten eingesetzt)
  • 1945–????: Johannes Hampe (SPD) (von der sowjetischen Kommandantur eingesetzt)
  • 1951–????: Rolf Schwarz (NDPD)
  • 1953–????: Franz Schröder (NDPD)
  • ????–????: ????
  • (in den 1960ern): Fred Heinemann (SED)
  • ????–????: ????
  • ????–????: Werner Heinker
  • ????–????: ????
  • (in den 1980ern): Heinz Hubold
  • (in den 1980ern): Peter Kwandt (SED)
  • ????–????: ????
  • 1990–1994: Hartmut Krüger (CDU)
  • 1994–2001: Hannelore von Baehr
  • 2001–2015: Konrad Fuchs (SPD)

Wappen

Das Wappen wurde am 5. Juli 2004 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten in Silber; vorn am Spalt ein golden bewehrter roter Adler, hinten auf grünem Boden wachsend drei an grünen Stangen emporrankende grüne Hopfenpflanzen mit Dolden und Blättern.“

Die Farben der Stadt sind Rot-Weiß-Grün.

Die ältesten bekannten Siegel stammen aus den Jahren 1309 und 1327 und zeigen bereits neben dem halben brandenburgischen Adler fünf Gerten, die offensichtlich schon Hopfenstangen darstellen sollten, da das Gewerbe der Bierbrauer schon zu Beginn des 14. Jahrhunderts in Gardelegen verbreitet war. Alle späteren Siegel und Wappen zeigen deutlich Hopfenstangen mit Blättern und Blüten, wobei es bald vier, bald drei Stangen sind. Heute sind es drei, was auch der Darstellung des am Stendaler Tor angebrachten, in Stein gehauenen Wappens von 1553 entspricht.

Flagge

Die Flagge der Stadt ist Rot - Weiß - Grün (1:1:1) gestreift (Querformat Streifen waagerecht, Längsform Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Stadtwappen belegt.

Städtepartnerschaften

Gardelegen unterhält Partnerschaften zu folgenden Städten:

  • Gifhorn in Niedersachsen
  • Waltrop in Nordrhein-Westfalen
  • Darłowo/Rügenwalde in Polen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

  • die Wallanlage – sie umgibt fast die gesamte Innenstadt und ist Teil des Netzwerks Gartenträume Sachsen-Anhalt
  • das Rathaus mit seinem hohen Turm auf einem dreieckigen Platz im Stadtzentrum mit der Roland-Statue von 2002
  • alte Fachwerkhäuser in der Innenstadt
  • das Otto-Reutter-Denkmal, eine Bronzefigur in der Fußgängerzone
  • Salzwedeler Tor
  • Stendaler Tor
  • Reste der Stadtmauer
  • Schloss Isenschnibbe (in Sanierung, Stand 2014)

Kirchen und Klöster

Kernstadt

  • Die Marienkirche, benannt nach Maria (Mutter Jesu), befindet sich an der Philipp-Müller-Straße. Das fünfschiffige Kirchengebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach baulich verändert, es gehört heute zum evangelischen Pfarrbereich Gardelegen im Kirchenkreis Salzwedel.
  • Die Nikolaikirche, benannt nach Nikolaus von Myra, befindet sich am Holzmarkt. Sie wurde ebenfalls im Laufe der Jahrhunderte mehrfach baulich verändert. Am 15. März 1945 wurde sie infolge des Zweiten Weltkriegs durch einen Bombenangriff fast vollständig zerstört, seither besteht sie als Ruine; lediglich der Turm und der Chor wurden wiederhergestellt. 1977 wurde sie von der evangelischen Kirchengemeinde entwidmet; zuletzt wurde der Chor für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
  • Die katholische Kirche St. Michael, benannt nach dem Erzengel Michael, befindet sich an der Philipp-Müller-Straße. Sie wurde 1898 im Baustil der Neogotik errichtet und 2002 um einen kleinen freistehenden Glockenturm bereichert. Ihre Pfarrei, die den Namen St. Hildegard trägt, gehört zum Dekanat Stendal.
  • Die Kapelle St. Georg befindet sich an der Straße „Vor dem Salzwedeler Tor“, sie wird heute als Galerie genutzt.
  • Eine neuapostolische Kirche befindet sich am Holzweg, ihre Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Stendal.

Sonstige

  • Die Kirche des ehemaligen, aus dem 13. Jahrhundert stammenden Zisterzienserinnenklosters Neuendorf ist heute evangelische Pfarrkirche im Ortsteil Kloster Neuendorf.

Mahn- und Gedenkstätten

  • Denkmal der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN) Stendaler Straße, von Rudolf Wewerka
  • Grabstätten für KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter auf den Friedhöfen der Stadt und der eingemeindeten Ortsteile
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof für 245 Rotarmisten und Kriegsgefangene
  • Gedenkstein für die jüdischen Opfer der Shoa
  • Stolpersteine zum Gedenken an die deportierten und ermordeten jüdischen Einwohner der Stadt

;Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen

Am 13. April 1945 wurden in einer am nordöstlichen Stadtrand gelegenen Feldscheune des Gutes Isenschnibbe 1016 KZ-Häftlinge ermordet. An der Bewachung und Ermordung waren KZ-Wachmannschaften, Luftwaffensoldaten, Angehörige des Reichsarbeitsdienstes, des Volkssturms und andere lokale Akteure beteiligt. Den Befehl zum Massenmord gab der NSDAP-Kreisleiter Gerhard Thiele, der zwar 1946 in der SBZ in Abwesenheit verurteilt wurde, aber in der späteren Bundesrepublik untertauchen konnte und 1994 als „unbescholtener Bürger“ unter dem Namen „Gerhard Lindemann“ in der Nähe von Bochum starb.

Sport

Die Stadt war einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung. Des Weiteren bieten die Vereine der Stadt verschiedene Sportmöglichkeiten, zum Beispiel Basketball, Tennis, Fußball, Reitsport, Rhythmische Sportgymnastik, Radball, Leichtathletik, Tischtennis, Volleyball und Schach. Der örtliche Fliegerklub Gardelegen betreibt Segel- und Motorflug sowie die dazugehörige Ausbildung.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Neujahresempfang der Hansestadt Gardelegen
  • Jahrestag des Massakers in der Isenschnibber Feldscheune
  • Hansefest
  • Metal Frenzy Open Air Festival, eine Metal-Veranstaltung, die erstmals im August 2014 im Gewerbegebiet Ost am Erlebnisbad der Hansestadt Gardelegen stattfand
  • Unter dem Titel „Kultur an besonderen Orten“ veranstalten die Altmark Festspiele mit Sitz in Gardelegen seit 2014 Konzerte und Veranstaltungen unter dem Titel „Kultur an besonderen Orten“ in der gesamten Altmark. Träger der Festspiele ist seit 2017 eine gemeinnützige GmbH, die von sieben Unternehmern aus der Altmark gegründet wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur

Zu den größten Firmen in Gardelegen zählen die Eldisy GmbH, Wipag Nord GmbH & Co. KG, AKT Altmärker Kunststofftechnik GmbH sowie die NTN Antriebstechnik GmbH. Ikea ließ bereits zu DDR-Zeiten durch ihre Tochter Swedwood in Gardelegen Billy-Regale produzieren. Im September 2009 wurde mitgeteilt, dass die Produktion mit 250 Beschäftigten wegen Absatzproblemen eingestellt und an einen anderen Standort verlegt wird.

Ansässige Unternehmen

Die Garley-Brauerei existierte von 1314 bis 2013. Im 19. Jahrhundert gehörten Gardelegen und die Altmark zu den bedeutendsten Hopfenanbaugebieten Deutschlands. Seit der Schließung der Brauerei wird kein Bier mehr gebraut.

Verkehrsanbindung

In Gardelegen kreuzen sich die B 71 Magdeburg – Salzwedel – Uelzen und die B 188 Wolfsburg – Stendal – Rathenow.

Außerdem führen die Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin und die parallel verlaufende Bahnstrecke Berlin–Lehrte durch den Ort. An letzterer befinden sich die insgesamt fünf Bahnhöfe der Stadt; neben einem Bahnhof in der Kernstadt Gardelegen befinden sich Bahnhöfe in den Ortsteilen Miesterhorst, Mieste, Solpke und Jävenitz. Vom Bahnhof Gardelegen zweigte bis 1951 die Bahnstrecke nach Haldensleben ab. Heute wird über diese Strecke nur noch eine Bundeswehr-Kaserne in Letzlingen bedient. Auf der Relation Braunschweig – Wolfsburg – Oebisfelde – Gardelegen – Stendal verkehren stündlich Regionalbahnen. Unter anderem sind durch die Landesbusse 100 und 400 Salzwedel, Beetzendorf, Haldensleben und Magdeburg direkt erreichbar. Die in Salzwedel ansässige Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel mbH (PVGS) betreibt den öffentlichen Rufbusverkehr in Gardelegen.

Der Flugplatz Gardelegen mit Status „Sonderlandeplatz“ liegt westlich der Stadt und wird vom Fliegerklub Gardelegen betrieben (EDOC, N52°31,66/E11°21,25, Info: 122,850 MHz, RWY: 550m Gras 08/26, PPR: 03907-739691).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Andreas Pouchenius der Ältere (1526–1600), lutherischer Theologe
  • Johann Magdeburg (um 1530–1565), evangelischer geistlicher Dichter
  • Christian Francken (1550–1611), Jesuit und unitarischer Theologe
  • Joachim Lange (1670–1744), evangelischer Theologe
  • Lambert Gedicke (1683–1735/36), evangelischer Theologe und Kirchenlieddichter
  • Johann Wilhelm Weinmann (1683–1741), Apotheker und Botaniker
  • Ernst Christoph Nolte (1733–1761), evangelischer Geistlicher und Feldprediger
  • Christoph August Tiedge (1752–1841), Dichter
  • Johann Wilhelm Bornemann (1767–1851), Direktor der preußischen Staatslotterie und Poet (Im Wald und auf der Heide)
  • Ferdinand Graf von Alvensleben (1803–1889), Gutsbesitzer und Mitglied des preußischen Herrenhauses
  • Ludolf Parisius (1827–1900), Heimatforscher
  • Rudolf Lindau (1829–1910), Schriftsteller und Diplomat
  • Friedrich Zimmer (1855–1919), Theologe
  • August Mertens (1864–1931), Naturschützer und Museumsleiter
  • Otto Reutter (1870–1931), Komiker, Sänger und Schauspieler
  • Hans Richard Heinmann (1875–1947), Maler und Graphiker
  • Otto Gabcke (1882–1942), General
  • Georg Rößler (* 1887), Bürgermeister und Landrat in Gardelegen
  • Werner Lindenau (1892–1975), Konteradmiral im Zweiten Weltkrieg
  • Werner Preuß (1894–1919), Offizier
  • Heinrich Detloff von Kalben (1898–1966), Offizier und Politiker
  • Elvira Lippitz (* 1927), Kommunalpolitikerin, im heutigen Ortsteil Jävenitz geboren
  • Christa Stubnick (* 1933), Leichtathletin
  • Karl Martin Holzhäuser (* 1944), Fotograf und Hochschullehrer
  • Arthur König (* 1950), CDU-Politiker
  • Raymond Hecht (* 1968), Leichtathlet
  • Alexander Hübe (* 1983), Handballtorwart
  • Isabelle Knipp (* 1993), Fußballspielerin

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Gebhard XIV. von Alvensleben (erwähnt 1393–1425), Burgherr auf der Burg Gardelegen
  • Werner II. von Alvensleben (erwähnt 1429–1472), Burgherr auf der Burg Gardelegen
  • Bartholomaeus Rieseberg (1492–1566), evangelischer Theologe und Schüler Martin Luthers, starb hier
  • Balthasar Crusius (1550–1630), 1586–1587 Rektor der Lateinschule in Gardelegen
  • Hermann Westermann (1869–1959), 1909–1945 wohnhaft in Siems (heute Gardelegen), Gutsbesitzer und Politiker
  • Gerhard Thiele (1909–1994), NSDAP-Kreisleiter in Gardelegen, einer der Verantwortlichen für das Massaker in der Isenschnibber Feldscheune
  • Erhard Brauny (1913–1950), SS-Hauptscharführer, einer der Verantwortlichen für das Massaker in der Isenschnibber Feldscheune
  • Richard W. Sonnenfeldt (1923–2009), US-amerikanischer Ingenieur und Autor, aufgewachsen in Gardelegen
  • Helmut Sonnenfeldt (1926–2012), US-amerikanischer Regierungsbeamter, aufgewachsen in Gardelegen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Gardelegen

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