Stadt Frankenberg/Sa.
Der Bürgermeister
Markt 15
09669 Frankenberg

http://www.frankenberg-sachsen.de

Frankenberg/Sa.

160pxAbb. 1 Wappen von Frankenberg/Sa.
Basisdaten
Bundesland Sachsen
Höhe 262 m
PLZ 09669
Vorwahl 037206
Gliederung 5 Ortsteile
Website www.frankenberg-sachsen.de
Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU)
Frankenberg/Sa. ist eine Stadt an der Zschopau in der Nähe der sächsischen Industriestadt Chemnitz im Landkreis Mittelsachsen. Besondere wirtschaftliche Bedeutung erlangte das Zigarrenmacherhandwerk und die Automobilindustrie.

Geographie

Geographische Lage

Frankenberg liegt innerhalb des Sächsischen Granulitgebirges im Erzgebirgsvorland unweit der Stadt Chemnitz im Zschopautal. Es ist umgeben von vielen Mischwäldern wie dem Lützeltal, dem Striegistal oder dem Buchenwald.

Die Zschopau fließt am westlichen Stadtrand eingebettet in eine Auenlandschaft vorbei. Weiterhin durchquert die (der) Mühlbach nicht nur den gleichnamigen Ortsteil, sondern auch den Ortskern. Weitere Ortsteile werden auch von der Kleinen Striegis durchflossen.

Politisch gesehen liegt es im Freistaat Sachsen, im Regierungsbezirk Chemnitz und im Landkreis Mittelsachsen.

Nachbargemeinden

Alle Nachbargemeinden, außer der kreisfreien Stadt Chemnitz, sind wie Frankenberg dem Landkreis Mittelsachsen zugehörig.

Stadtgliederung

Seit der letzten Gebietsreform besteht Frankenberg aus sechs Ortsteilen:

  • Frankenberg/Gunnersdorf mit Ortelsdorf
  • Irbersdorf/Sachsenburg
  • Dittersbach/Neudörfchen
  • Langenstriegis
  • Altenhain
  • Mühlbach/Hausdorf

Geschichte

Besiedlung

Frankenberg wurde in der Mitte des zwölften Jahrhunderts von Siedlern aus Franken gegründet. Das genaue Jahr der Gründung des ehemaligen Waldhufendorfes ist nicht bekannt.Der erste urkundliche Nachweis für die Siedlung stammt aus dem Jahr 1206, in der ein Henricus de Frankenberc genannt wird.Das vielfach genannte Jahr der Entstehung 1188 ist eine willkürliche Annahme ohne historischen Bezug.Max Kästner vermutet die Entstehung von Frankenberg um 1175.Frankenberg gehörte zum Herrschaftsbereich der dem Kloster Hersfeld (Hessen) zustehenden Burgwarde Döbeln und Hwoznie

Urkundlich belegte Namensformen

1206: Henricus de Frankenberc

1214: Vrankenberch

1282: Frankenberg

1311: Vrankinberc

1427: Franckinberg

1555: Frankenbergk

1791: Franckenberg

Der Name weist auf einen von Franken bewohnten Berg hin.

Weitere Entwicklung

Die Herrschaft mit Burg Sachsenburg und der Stadt Frankenberg ging im Jahre 1232 in den Besitz der Wettiner über, nachdem Markgraf Heinrich der Erlauchte die Herrschaft im Zusammenhang mit dem Mildensteiner Zehntenstreit zerschlagen ließ. 1368 erwarben die Herren von Schönberg die Herrschaft. Die Nachkommen der Familie von Schönberg konnten die Herrschaft Sachsenburg mit der Stadt Frankenberg nur bis 1610 in Besitz halten. Nach dem Tod der Söhne von Caspar von Schönberg wurde die Herrschaft unter zwei Neffen geteilt. Im Januar 1610 kaufte der Kurfürst Johann Georg I. das Amt Frankenberg auf. Im März 1610 wurde das schwer verschuldete Amt Sachsenburg an den Kurfürsten Johann Georg I. verkauft. Im Jahr 1633 wurden die Ämter Frankenberg und Sachsenburg zum „Amt Frankenberg-Sachsenburg“ vereinigt, dessen Hauptort die Stadt Frankenberg war. Ab 1875 gehörte Frankenberg zur Amtshauptmannschaft Flöha.

Dominierende Erwerbszweige in Frankenberg waren seit der frühen Neuzeit die Weberei und verwandte Textilgewerbe. So gab es neben den Leinewebereien (später Baumwollwebereien) auch Zeug- und Tuchmacher, später Kattundruckereien, Färbereien und Bleichereien. Daraus entstand im 19. Jahrhundert eine umfangreiche Textilindustrie.

Weil die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts keine wesentlichen Zerstörungen in Frankenberg anrichteten, bietet die Bebauung rund um den historischen Ortskern, den großen Marktplatz vor dem Rathaus, interessante Einblicke in die Geschichte der Stadt zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert:

  • Alte Kantorei – in diesem auf historischen Grundmauern stehenden Gebäude unmittelbar neben der Aegidien-Kirche (Erstbau 1517) befindet sich seit 1994 das Stadtarchiv,
  • Webermeisterhaus – (ursprüngliches Gebäude aus dem Jahr 1540, 1889 wieder errichtet) - ist das 1. Webermeister- und Schauhaus der Leineweberinnung, die damals 800 Innungsmitglieder zählte.
  • Kursächsische Postmeilensäule: Sie ist die Nachbildung (ohne Sockel) der Distanzsäule aus dem Jahre 1725 vom Markt (das Original wird im Heimatmuseum gezeigt), welche ihren originalgetreuen Inschriften die Mühsal der damaligen Reisen anschaulich macht, z. B. nach „Dreßden 13 St.“ (Entfernungsmaß: 1 Stunde/St. = 4,531 km).
  • Altes Amtshaus – das 2008 an einer Ecke des Marktes eröffnete italienische Jugendmodegeschäft befindet sich in einem 1833 als Hauptschulgebäude und Gerichtsnebenstelle errichteten Haus. Hier produzierte von 1852 bis 1945 die Zigarrenfabrik von H. E. Wacker (Produktionsbeginn 1842).
  • Offizin C. G. Roßberg – in der Druckerei von Roßberg wurde mittels einer hölzernen Druckpresse am 11. Oktober 1845 die erste Zeitung der Welt auf dem von Friedrich Gottlob Keller erfundenen Holzschliffpapier gedruckt.

Unmittelbar in einer angrenzenden Straße befindet sich ein Anspännergut – eins von sechs Gütern, die in der Gründerzeit von Frankenberg rund um die Ortsmitte entstanden. Dieses Gebäude hier ist das letzte erhaltene, das nach zwei Stadtbränden (1712, 1788) originalgetreu wieder aufgebaut wurde.

In der jüngeren Geschichte wurde Frankenberg durch die Nutzfahrzeuge der Marke Framo (Frankenberger Motorenwerke) bekannt, die hier zwischen 1923 und 1933 produziert wurden. Danach wurde die Produktion zunächst nach Hainichen, ab 1961 nach Chemnitz verlagert; der Markenname Framo wurde noch lange Zeit benutzt. Unabhängig davon arbeitete ein Zweigwerk des Nachfolgeunternehmens VEB Barkas-Werke in Frankenberg weiter.

Garnison

Zwischen 1913 und 1916 wurde Frankenberg außerdem zu einer Garnisonstadt: auf einem größeren Areal nordöstlich des Stadtkernes und jenseits der Eisenbahnlinie entstanden Kasernengebäude für die Sächsische Armee. Im Zuge der vom NS-Regime betriebenen Wiederaufrüstung wurden in den 1930er Jahren weitere Gebäude hinzugefügt und die Kaserne nunmehr von Wehrmachtseinheiten genutzt.

Zwischen 1945 und 1956 gab es keine militärische Nutzung des Komplexes. Nach Gründung der NVA befanden sich wechselnde Einheiten in dieser Kaserne, zuletzt das Artillerieregiment 7 und die Geschosswerferabteilung 7 der 7. Panzerdivision.

Nach der politischen Wende ging das Gelände in den Besitz der Bundeswehr über, 1991 wurde der Stab und die Stabskompanie der Panzergrenadierbrigade 37 Freistaat Sachsen hier stationiert. Am 3. November 1992 erhielt das Militärgelände den Namen Wettiner-Kaserne. Folgende weitere Bundeswehreinheiten befinden sich hier ( Stand April 2010):

  • das Fernmeldebataillon 701 (Fernmeldetruppe),
  • das Kraftfahrausbildungszentrum Frankenberg/Sachsen,
  • das Sanitätszentrum Frankenberg,
  • die Sportfördergruppe der Bundeswehr Frankenberg/Sachsen.

Gedenkstätten

  • Denkmal im Stadtpark für die Verfolgten des Naziregimes
  • Grabstätten und Gedenkstein auf dem Friedhof für sechs namentlich bekannte Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden, sowie für einen unbekannten KZ-Häftling
  • Gedenktafel und Gedenkstein am Eingang der Kaserne Freiberger Straße und an der Äußeren Frankenberger Straße für den Gewerkschaftssekretär Hermann Fischer und den kommunistischen Widerstandskämpfer Albert Hößler, die beide Opfer des Faschismus wurden
  • Grabstätte auf dem Friedhof des Ortsteiles Hausdorf für einen namentlich bekannten polnischen Zwangsarbeiter
  • Mahnmal in Sachsenburg
  • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges im Lützelpark (Lützeltal)

Eingemeindungen

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Altenhain 1. Januar 1994
Dittersbach 1. Januar 1995
Gunnersdorf 1. Oktober 1961
Hausdorf 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Mühlbach
Irbersdorf 1. Oktober 1992 Zusammenschluss mit Sachsenburg zu Sachsenburg-Irbersdorf
Langenstriegis 1. März 1994
Mühlbach (*) 1. Januar 1998
Neudörfchen 1. Juli 1934 Eingemeindung nach Dittersbach
Ortelsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Gunnersdorf
Sachsenburg 1. Oktober 1992 Zusammenschluss mit Irbersdorf zu Sachsenburg-Irbersdorf
Sachsenburg-Irbersdorf 1. Januar 1994

(*) Am 1. Oktober 1994 wechselte Mühlbach vom Landkreis Flöha in den neu entstandenen Landkreis Mittweida, während die meisten anderen Gemeinden des Landkreises Flöha an den Landkreis Freiberg gingen.

Einwohnerentwicklung

ab 1981: jeweils 31. Dezember

Politik

Stadtrat

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 22 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 12 Sitze
  • Gewerbeverband Frankenberg (GVF): 6 Sitze
  • LINKE: 3 Sitze
  • SPD: 1 Sitz

Wappen

Blasonierung: „In Rot eine goldene Burg mit zwei viereckigen Türmen, ungezinnter Mauer und offenem Tor; auf der Mauer zwischen den Türmen eine gekrönte Heilige (heilige Katharina von Alexandrien) in goldenem Mantel und rotem Unterkleid, in der Rechten ein nach unten gerichtetes Schwert, in der Linken einen Palmenzweig haltend, hinter ihr ein halb sichtbares Richtrad.“

Städtepartnerschaften

  • Frankenberg (Eder) in Hessen
  • Mühlbach im Altmühltal – ein Ortsteil der Stadt Dietfurt an der Altmühl in Bayern
  • Sachsenburg (Kärnten) in Österreich
  • Strzelin in Polen

Ein Großteil der Namen der Partnergemeinden haben einen Bezug zu den Namen von Frankenberger Ortsteilen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Freilichtmuseum Mittelalterliche Bergstadt Bleiberg e. V. am Treppenhauer in Sachsenburg,
  • Schloss Sachsenburg,
  • Fahrzeugmuseum Frankenberg,
  • Heimatmuseum Frankenberg, erstmals 1909 eingerichtet, später umgezogen in das Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes Frankenberg. Dieses wurde 1553 von der Familie von Schönberg erbaut, in deren Besitz es sich bis 1610 befand. Ab 1771 befand es sich im Besitz der Chemnitzer Kaufmannsfamilie Abendroth, von der es im Erbwege 1812 an die von Sandersleben gelangte, die es bis 1945 besaßen.
  • die kulturhistorische Sammlung zur Papier- und Druckgeschichte in der Offizin Roßberg am Markt (Besichtigung nach Voranmeldung).

Bauwerke

Das Wahrzeichen des Ortes ist die evangelisch-lutherische Kirche St. Aegidien mit ihrem auch von der Autobahn sichtbaren Turm, dessen unterer Teil von 1499 stammt. Bereits mit der Besiedlung in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts muss eine Kirche angelegt worden sein. In der Spätgotik wurde wahrscheinlich ein völliger Neubau einer Hallenkirche mit polygonalem Chor und dem Westturm errichtet. Nach Bauschäden – Teile des Chorgewölbes waren herab gestürzt – wurde von 1740 bis 1744 ein neues Kirchenschiff nach den Plänen des Freiberger Ratszimmermeisters Johann Gottlieb Ohndorff errichtet. Dabei handelt es sich um einen barocken Emporensaal nach dem Vorbild der Dresdner Dreikönigskirche.

Den Altar schufen der Oederaner Tischler Carl Müller, der Maler Christian Friedrich Krafft und der in Hainichen ansässige Johann Gottfried Stecher 1744. Die in Resten erhaltene Kanzel aus dem 17. Jahrhundert wurde aus der Vorgängerkirche übernommen und befindet sich heute im Heimatmuseum Frankenberg. Im 19. Jahrhundert ist der Kircheninnenraum historistisch überprägt worden, wobei der barocke Emporensaal weitgehend erhalten blieb, die Ausstattung des 18. Jahrhunderts größtenteils jedoch zerstört wurde.

Weniger auffällig steht die katholische Kirche Heiliger Antonius an der Humboldtstraße, straßenseitig ist dabei lediglich das Gemeindehaus zu sehen. Entgegen der sonstigen prunkvollen katholischen Kirchenbauten ist dieses Gotteshaus äußerlich schlicht gehalten, nur ein Kreuz und ein offener Glockenturm schmücken es.

Direkt im Zentrum befindet sich das historische Rathaus mit seinem heutigen Gebäude, das 1863 mit dem Ratskeller hier errichtet wurde und ein im Jahre 1921 aus Sandstein gefertigter Marktbrunnen, auf dessen Stele ein symbolischer Bauarbeiter steht; 1983 wurde er rekonstruiert. Außerdem zeigen zahlreiche gut erhaltene beziehungsweise rekonstruierte Fachwerkbauten die Wohnsituation früherer Jahrhunderte. Einige Hausfassaden aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind mit schönen Details gestaltet, die an die Jugendstilepoche erinnern.

In der Nähe des Ortes gab es die Alberthöhe, auch Emilientempel genannt, eine Holzlaube mit Kuppel auf einem Felsvorsprung.

Parks

Der Friedenspark ist die größte Grünanlage in Zentrumsnähe, er wurde aus einem stillgelegten Friedhof 1890/91 geschaffen.

Einige Bäume und Wiesen bilden auf der Fläche zwischen dem Gymnasium und der Kirche St. Aegidien den Lutherpark, an dem auch das gleichnamige Denkmal steht.

Hervorhebenswert ist außerdem der Schilfteich, nördlich der Autobahntangente gelegen.

Am Stadtrand von Frankenberg befindet sich ferner das Naherholungsgebiet Lützeltal.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Frankenberg/Sa., inmitten des Sachsendreieckes Chemnitz (Entfernung ca. 10 km) – Dresden (Entfernung ca. 55 km) – Leipzig (Entfernung ca. 80 km), ist mit einer eigenen Anschlussstelle an die Bundesautobahn 4 (Eisenach–Dresden) angebunden. Durch den Ort verlaufen die Bundesstraßen 169 und 180.

Der Bahnhof Frankenberg (Sachs) und die Haltepunkte Frankenberg-Süd und Dittersbach liegen an der Bahnstrecke Roßwein–Niederwiesa, die durch die City-Bahn Chemnitz unter der Marke Chemnitz Bahn zwischen Hainichen und Chemnitz bedient werden. Als Fahrzeuge werden durch den täglichen Stundentakt zwei Dieseltriebwagen vom Typ Regio-Shuttle eingesetzt. Die Stufe 1 des Chemnitzer Modells sieht den Einsatz von niederflurigen, straßenbahnähnlichen Zweisystemfahrzeugen für diese Bahnstrecke vor. Dadurch wird eine direkte Zufahrt in das Chemnitzer Stadtzentrum ermöglicht und ein S-Bahn-ähnlicher Verkehr erreicht.

Die nächsten größeren Flughäfen sind in 60 km Entfernung (Dresden/Klotzsche) und 90 km (Leipzig/Schkeuditz) innerhalb kurzer Zeit zu erreichen.

Ansässige Unternehmen

Am Ende der Äußeren Freiberger Straße, östlich des Stadtkernes, wurde bis 1983 eine Plattenbausiedlung errichtet, die nach 1990 umfassend saniert und mit einem kleinteiligen Einkaufsbereich aufgewertet werden konnte.

Im produzierenden Gewerbe sind folgende Unternehmen aktiv:

  • Benseler Beschichtungen Sachsen GmbH & Co. KG
  • Polytechnik Frankenberg GmbH (siehe auch Polylux)
  • SWAP eco future systems
  • FMA Frankenberger Maschinen und Anlagen GmbH
  • Color Textil, ein Filialbetrieb der Peppermint-Holding GmbH mit Sitz in Berlin
  • Andreas Junghans – Anlagenbau und Edelstahlbearbeitung
  • Uhlemann & Lantzsch GmbH - Bekleidungsproduktion und Textilveredlung
  • Technic-Center Frankenberg/Sa. Engineering GmbH – Ladegeräte und Motorsteuerungen
  • Nussbaum GmbH Frankenberg/Sa. -Aluminiumverpackungen-

Gesundheitswesen

Seit 1996 gehörte das Krankenhaus zusammen mit den Häusern in Mittweida und Rochlitz zur Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH, einem Krankenhaus der Regelversorgung mit 360 Betten. Ende 2013 wurde der Betrieb in Frankenberg vorläufig eingestellt. Die Stadt erhält die Möglichkeit, die Immobilie zu sanieren und ein Gesundheitszentrum einzurichten.

Bildung

Frankenberg hat sechs Schulen:

  • das Martin-Luther-Gymnasium in der Nähe des Stadtzentrums mit dem Lutherpark davor und einem Denkmal für Martin Luther, das 1904 von Robert Schramm gestiftet wurde
  • die Erich-Viehweg-Oberschule
  • die Astrid-Lindgren-Grundschule
  • die Evangelische Grundschule Frankenberg
  • die Förderschule für geistig Behinderte Max Kästner (oberhalb der Freiberger Straße) und
  • das 1901 vom Architekten Conrad Canzler entworfene und als Königlich Sächsisches Lehrerseminar eröffnete Schulgebäude diente bis 1996 als Sächsische Verwaltungsschule und danach bis 2003 als Außenstelle der Justizschule Sachsen am Bildungszentrum Niederbobritzsch. Von 2008 bis 2011 wurde das Bauwerk saniert und zum Bildungszentrum der Stadt Frankenberg ausgebaut.

Weiterhin gibt es in Frankenberg sechs Kindergärten:

  • Kindertagesstätte Taka–Tuka–Land
  • Kindertagesstätte Triangel
  • Christliche Kindertagesstätte Pusteblume
  • Kindertagesstätte Heinzelmännchen Sachsenburg
  • Kindertagesstätte Wasserflöhe Dittersbach
  • Kindertagesstätte Windrädchen Mühlbach

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1895 Otto Fürst von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler
  • Johannes Roßberg, Inhaber der gleichnamigen Druckerei

Söhne und Töchter der Stadt

  • Friedrich Uhlemann (1835–1917), Reichstagsabgeordneter und Fabrikbesitzer
  • Richard Rösch (1874–1936) Kommunalpolitiker
  • Alexander Wessel (1880–1954), evangelischer Pfarrer, ehemaliger Häftling im KZ Buchenwald, nach der Befreiung vom NS-Regime Gründer der Volkssolidarität
  • Franz Kuhn (1884–1961), Jurist, Sinologe und Übersetzer
  • Fritz Pfotenhauer (1885-1945), Jurist und Polizist, in Sachsen in leitender Funktion an der Euthanasie beteiligt
  • Otto Bernhard Wendler (1895–1958), Pädagoge und Schriftsteller
  • Siegfried Bärsch (1920–2008), Politiker (SPD), MdB
  • Elsbeth Lange (1928–2009), Palynologin
  • Jürgen Böttcher (* 1931), unter dem Pseudonym Strawalde bekannter Maler
  • Jochen Fanghänel (* 1939), Anatom
  • Eberhard Vogel (* 1943), Rekordfußballer der DDR
  • Jochen Sachse (* 1948), Leichtathlet und Olympiamedaillengewinner
  • Thomas-Jörg Leuchert (1954–2013), Politiker (SPD), Landrat
  • Frank W. Haubold (* 1955), Schriftsteller
  • Sonja Morgenstern (* 1955), Eiskunstläuferin und Eiskunstlauftrainerin
  • Matthias Weichert (* 1955), Sänger und Hochschuldozent
  • Anett Fiebig (* 1961), Schwimmerin
  • Kerstin Becker (* 1969), Schriftstellerin
  • Anja Möllenbeck (* 1972), Leichtathletin
  • Peer Kluge (* 1980), Fußballspieler
  • Martin Finger (* 1990), Pokerspieler

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Heinrich von Beck (1854–1933), um 1890 Bürgermeister von Frankenberg, danach Bürgermeister von Freiberg und ab 1896 Oberbürgermeister von Chemnitz, 1908–1918 sächsischer Kultusminister und 1914–1918 Vorsitzender im Kgl. Sächs. Gesamtministerium
  • Theodor Körner (1791–1813), anlässlich seines 50. Todestages errichteten die Bürger von Frankenberg auf dem nahen Haustein (Harrasfelsen) bei Braunsdorf am 20. Juni 1864 das Körnerkreuz sowie einen Gedenkstein im Stadtzentrum,
  • Heiner Müller (1929–1995), Schriftsteller und Dramatiker, lebte nach dem Zweiten Weltkrieg einige Jahre in Frankenberg

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Frankenberg/Sa.

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.

Deutschlandkarte
Stadtplan Frankenberg/Sachsen