Stadtverwaltung
Bad Salzungen
Ratsstr. 2
36433 Bad Salzungen

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Bad Salzungen

160pxAbb. 1 Wappen von Bad Salzungen
Basisdaten
Bundesland Thüringen
Höhe 241 m
PLZ 36433
Vorwahl 03695
Gliederung 6 Stadtteile
Website www.badsalzungen.de
Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler)
Bad Salzungen ist eine Kurstadt in Thüringen (Deutschland). Sie ist Kreisstadt des Wartburgkreises. Seit Anfang 2009 ist die Stadt staatlich anerkanntes Sole-Heilbad.

Geographie

Bad Salzungen liegt am Mittellauf der Werra, zwischen dem Thüringer Wald im Norden und der Rhön im Süden und gehört zur länderübergreifenden Region Franken. Bad Salzungen ist umgeben von einem bewaldeten Hügel- und Bergland mit überwiegend landwirtschaftlich genutzten Tälern und Ebenen.

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt besteht die Stadt aus den Stadtteilen Kloster, Wildprechtroda, Kaltenborn, Langenfeld und Hohleborn. Zur Kernstadt gehört die Gemarkung der ehemals eigenständigen Gemeinde Allendorf. Zum Ortsteil Kaltenborn gehören die Sorghöfe.

Nachbargemeinden und Städte

Angrenzende Gemeinden sind Barchfeld-Immelborn, Leimbach, Moorgrund, Stadtlengsfeld, Tiefenort, Weilar und Urnshausen im Wartburgkreis sowie Breitungen/Werra im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Geschichte

Historischer Überblick

Lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung Bad Salzungens siedelten im Werratal und der angrenzenden Rhön Menschen, welche der keltischen Kultur zugeordnet werden können (Leimbacher Gräberfeld). Um Christi Geburt siedelte der rhein-weser-germanische Stamm der Chatten im Raum zwischen Werra und Fulda, sowie weiter in westlicher Richtung. Während der fränkischen Osterweiterungen, zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert, wurde auch das im Thüringischen Westergau gelegene Salzungen in ein Netz fränkischer Befestigungsanlagen einbezogen. Mit der fränkischen Ostkolonialisierung setzten auch die schriftlichen Überlieferungen ein.
Am 5. Januar 775 stellte Karl der Große in der Königspfalz Quierzy eine Schenkungsurkunde des Zehnten von seiner Villa Salsunga an das Kloster Hersfeld aus. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Salzungen. 841 kam der Ort an das Kloster Fulda. Im frühen 12. Jahrhundert erweiterten die aufstrebenden Grafen von Henneberg ihren Herrschaftsbereich in Südthüringen bis an die mittlere Werra. Der Raum Salzungen war (ost-) fränkische Grenzregion zu Thüringen und Hessen.

Im heutigen Stadtgebiet von Salzungen entwickelten sich um das Jahr 1000 mehrere Siedlungszentren.Das Machtzentrum der Region bildete die hennebergische Burganlage Frankenstein, ihre Entstehung als Befestigungsanlage zum Schutz der Breitunger Klostergründungen soll im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts erfolgt sein. Die Herren von Salzungen veranlassen später die Gründung des Klosters Frauensee und des Klosters Allendorf (Ersterwähnung 1272) zu Füßen ihrer Stammburg, im heutigen Stadtteil Kloster. Durch kriegerische Verwicklungen und Eroberungen entscheidend geschwächt und hoch verschuldet mussten die Frankensteiner im Jahr 1330 ihre Besitzungen veräußern. Diese Machtverschiebung wurde vor allem durch die Wettiner genutzt, die ihr Einflussgebiet in Richtung Rhön auszudehnen suchten. Die seit 1306 als civitas bezeugte Stadt wurde in den folgenden Jahrhunderten realpolitisch als Doppelstadt mit einem hennebergischen und einem sächsischen Verwaltungssitz regiert; die Einkünfte aus dem Salzhandel, aus Zöllen und Gewerbefleiss wurden geteilt. Der Ausbau der Stadt ging rasch voran. Die Stadtbefestigung mit Türmen, Mauern und Wassergraben besaß vier Tore (Nappentor, Obertor, Lindentor und Neues Tor). Mit dem Fund weiterer Salzquellen stiegen das Steuereinkommen, aber auch die Begehrlichkeiten der Nachbarn.

Aus den umliegenden Ortschaften wurde das Salzunger Amt gebildet. 1524 wurde die Reformation eingeführt, ein Jahr später schlossen sich Bürger der Stadt im Bauernkrieg unter massiven Drohungen einem 8000 Mann starken Trupp aus dem oberen Werragebiet an. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Salzungen am 10. Juni 1640 von den Schweden geplündert, im selben Jahr kam die Stadt an Sachsen-Gotha. Von 1680 bis 1918/1920 war Salzungen Teil des Herzogtums Sachsen-Meiningen.

1868 ging das Amt Salzungen im Landkreis Meiningen auf und ist, mit diesem Erbe, auch Teil des historischen Henneberger Landes. Bereits 1858 erhielt Bad Salzungen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Dies geschah durch die Werrabahn von Eisenach im Norden nach Coburg und Lichtenfels im Süden.

Mit Beginn der Zeit des Nationalsozialismus antworteten engagierte Bürger auf die politische Verfolgung mit der Bildung von Widerstandsgruppen. Für die mehr als 250 Opfer der Zwangsarbeit wurde 1956 im Rathenau-Park ein Ehrenfriedhof errichtet. Am 4. April 1945 wurde die Stadt von amerikanischen Truppen kampflos besetzt, genau drei Monate später rückte die Rote Armee ein.1950 wurde Bad Salzungen durch eine Gebietsreform in der DDR Kreisstadt des neu gegründeten Kreises Bad Salzungen und nach der Kreisgebietsreform in Thüringen des Wartburgkreises.

Die Salzunger Saline

Die schon in frühgeschichtlicher Zeit betriebene Salzgewinnung war bereits im 14. Jahrhundert so einträglich, dass es seit 1321 eine privilegierte wohlhabende Pfännerschaft gab. Diese wurde von so genannten Salzgrafen geleitet, die jährlich gewählt wurden. Seit dem Jahr 1590 wurde zur Salzgewinnung das gegenüber den früheren Verfahren deutlich produktivere Gradierverfahren eingesetzt. Bereits im 16. Jahrhundert nutzte man die Salzquellen auch als Heilmittel und nannte diese Stätten Sauerbrunnen. Im 19. Jahrhundert wurde die heilende Wirkung der Sole ausgenutzt. So entstand 1821 das erste Badehaus, woraus sich ein zunehmender Kurbetrieb entwickelte. Im Jahr 1911 verzeichnete die Stadt bereits 5000 Kurgäste. Am 31. Mai 1923 wurde dann durch das zuständige Thüringer Ministerium dem Antrag der Stadt stattgegeben, den Namen Bad Salzungen zu tragen.

Religionen

Die sächsischen Gebiete wurden schon sehr früh reformiert. Im benachbarten Möhra wohnte Martin Luthers Familie bis kurz vor dessen Geburt.

  • Seit der Reformation im 16. Jahrhundert ist das Gebiet um Bad Salzungen mehrheitlich evangelisch-lutherisch. In der Stadt bestehen drei Pfarreien mit insgesamt etwa 3.500 Mitgliedern im Jahr 2000. Bad Salzungen ist Sitz der Superintendentur Salzungen.
  • Die 1.500 Mitglieder der katholischen Kirche besitzen als Gemeindezentrum die Pfarrei St. Andreas. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die katholische Gemeinde infolge des Zustroms von Flüchtlingen vor allem aus Schlesien stark an. Im Jahre 2008 wurde der Pfarrei St. Andreas Salzungen die Kirche St. Kilian in Bad Liebenstein als Filialkirche angegliedert.
  • Weitere Religionsgemeinschaften sind die Neuapostolische Kirche, die Evangelisch-landeskirchliche Gemeinschaft mit 30 Gemeindemitgliedern (seit 1899 in Bad Salzungen) und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde mit etwa 50 Mitgliedern.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Bad Salzungen eingemeindet:

Datum Eingemeindete Orte
16. Jahrhundert  (1) Husen (Wüstung)
1950, 1. Juli Dorf Allendorf, Kloster, Wildprechtroda
1974, 1. Januar Kaltenborn, Langenfeld und Hohleborn

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1833 bis 1946
  • 1833: 2.804
  • 1885: 3.946
  • 1890: 4.161
  • 1905: 4.874
  • 1910: 5.134
  • 1925: 6.606
  • 1933: 6.283
  • 1939: 6.225
  • 1946: 7.878 1)
1950 bis 1999
  • 1950: 10.006 2)
  • 1955: 10.500
  • 1960: 10.117
  • 1970: 15.623
  • 1981: 20.871
  • 1984: 21.335
  • 1988: 21.585
  • 1990: 21.260
  • 1994: 19.804
  • 1996: 18.686
  • 1998: 17.524
2000 bis 2010
  • 2000: 17.086
  • 2001: 16.993
  • 2002: 16.868
  • 2003: 16.640
  • 2004: 16.553
  • 2005: 16.504
  • 2006: 16.480
  • 2007: 16.290
  • 2008: 16.008
  • 2009: 15.944
  • 2010: 15.851
ab 2011
  • 2011: 15.773
  • 2012: 15.631
  • 2013: 15.582
  • 2014: 15.700
  • 2015: 15.763
300px
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik1) 29. Oktober
2) 31. August

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern. Bei der letzten Stadtratswahl am 25. Mai 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Partei Sitze
Freie Wähler 8 (-1)
CDU 6 (+1)
DIE LINKE 5 (–1)
NPD 2 (+2)
SPD 1 (-1)
FDP 1 (±0)
GRÜNE 1 (±0)

Bürgermeister

Bürgermeister der Stadt Bad Salzungen ist seit dem 1. Juli 2006 Klaus Bohl (Freie Wähler Bad Salzungen e. V.). Bei der Bürgermeisterwahl am 22. April 2012 bekam er 4252 Wählerstimmen und gewann die Wahl deutlich mit 76,6 Prozent.

Wappen

Blasonierung: „Auf blauem Grund ein Bischof in goldenem Ornat mit roten Schuhen, in der rechten Hand einen goldenen Krummstab und in der linken Hand ein rotes Buch mit schwarzem Kreuz.“

Bedeutung: Das älteste Stadtsiegel aus dem Jahre 1329 zeigt den Hl. Bonifatius in oben dargestellter Weise. Bonifatius war Missionsbischof und wirkte auch in Gebieten des heutigen Thüringen. Um der Kirche eine Struktur zu geben, gründete er die Bistümer Würzburg, Büraburg und das Bistum Erfurt, das aber nur zehn Jahre bestand und dann dem Erzbistum Mainz zugeschlagen wurde. Der Mainzer Erzbischof übte lange Zeit in Salzungen auch die weltliche Macht aus. Ebenso hatte das Kloster Fulda hier über Jahrhunderte großen Einfluss. Bonifatius erscheint als Schutzherr im Wappen Bad Salzungens. In der rechten Hand hält er den Bischofsstab und in der linken die Bibel. Da der Fuldaer Abt damals auch die weltliche Macht ausübte, tritt er als Schutzherr im Wappen auf.

Altes Wappen: Vom 1. Dezember 1949 bis 26. Juni 1991 führte die Stadt ein Wappen, das sich von dem historischen Wappen abwendete. Das Wappen zeigte auf blauen Grund ein silbernes Wellenband, einen roten Dreischalenbrunnen und zwei rote Mühlräder. Am 26. Juni 1991 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bad Salzungen die Satzung über Wappen, Siegel und Farben der Stadt von 1949 außer Kraft gesetzt und die Weiterführung des historischen Wappens (1345–1945) beschlossen

Städtepartnerschaften

  • Mezőkövesd (Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén in Ungarn, seit 13. August 1969)
  • Strakonitz (Südböhmische Region in Tschechien, seit 22. April 1977)
  • Bad Hersfeld (Hessen in Deutschland, seit 3. März 1990)
  • Ishøj (Region Hovedstaden in Dänemark, seit 31. Oktober 1994)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das auffällige Fachwerkhäuschen mit dem Türmchen an der August-Bebel-Straße im einstigen Ort Dorf Allendorf erinnert an die Reformationszeit. Die 1499 erbaute Wallfahrtskapelle diente später als Wohnhaus für den Schäfer und Flurknecht. Als 1528 das Kloster säkularisiert worden war, erübrigte sich auch eine gegenüberliegende Schäferei. Auf das Haus des Schäfers wurde ein Türmchen aufgesetzt, um das Glöckchen der einstigen Kapelle St. Jacobus unterzubringen. Später brachte man noch einen sächsischen Wappenschild, der von einem Engel gehalten wird, oben am Giebel an. Das kleine Gebäude wurde später das Gemeindehaus und erhielt um 1900 eine Turmuhr. In dem nunmehr restaurierten Fachwerkhaus befindet sich seit der Einweihung am 7. Mai 1995 das Stadtmuseum, in dessen Räumen man sich einen Überblick über die 1.230-jährige Geschichte der Stadt Bad Salzungen verschaffen kann. Auch finden im Rhythmus von 4 bis 6 Wochen Sonderausstellungen unterschiedlichster Thematiken statt.

Bauwerke

  • Burg Frankenstein
  • Kunstruine Frankenstein
  • Schnepfenburg
  • Schloss Wildprechtroda
  • Reste der mittelalterlichen Salzunger Stadtbefestigung
  • Haunscher Hof
  • Salzunger Gradierwerk
  • Rathaus
  • Museum Altes Gemeindehaus Allendorf
  • Bahnhof Bad Salzungen
  • Planetarium
  • Kurhaus
  • SOLEWELT früher: Keltenbad
  • evangelische Stadtkirche St. Simplicius, Bauende 1791
  • katholische Kirche St. Andreas, geweiht 1923
  • Wendelskirche
  • Ruine der Husenkirche

Burgsee

Im Stadtzentrum befindet sich der Burgsee. Er besitzt eine Fläche von 10,33 Hektar und ist 25,5 m tief. Eine Besonderheit ist der Erlensee – als Binnensalzstelle mit einer seltenen Halophytenflora wurde er schon 1940 als Naturdenkmal ausgewiesen.

Parks und Naturdenkmale

Bad Salzungen besitzt mit dem Rathenaupark einen weitläufigen Park, der den direkt an der Innenstadt liegenden Burgsee umschließt. Des Weiteren befindet sich im Kurgebiet unweit des Gradierwerks der so genannte Puschkin-Park, der dem Verlauf der Werra folgt.

Die drei über 200 Jahre alten Stieleichen am Schwimmbad wurden 1956 als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.

Geschichtsdenkmale

Als Zeugnisse der Kirchengeschichte gelten die Reste des Allendorfer Klosters, die Stadtkirche, die Husenkirche und die Wendelskirche.

Auf dem Gebiet der Stadt Bad Salzungen gibt es mehrere Denkmale, die sich aus unterschiedlicher Sichtweise mit der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts auseinandersetzen. Einerseits wird der Opfer unter den Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen im Zweiten Weltkrieg gedacht, andererseits wird an die in den beiden Weltkriegen gefallenen deutschen Soldaten erinnert:

  • Ehrenfriedhof im Rathenau-Park mit Steinskulptur „Der Mahner“ von Erich Wurzer für 250 Opfer der Zwangsarbeit
  • Gedenkstein auf dem Husenfriedhof an der Leimbacher Straße für 13 polnische Kriegsgefangene
  • Gedenktafel auf dem Friedhof von Langenfeld in Erinnerung an 15 dort begrabene KZ-Häftlinge
  • Kriegerdenkmal im Rathenaupark: Das Denkmal für die Salzunger Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871 wurde am 23. Oktober 1904 in der damaligen städtischen Parkanlage eingeweiht und wurde in den darauf folgenden 100 Jahren noch dreimal aktualisiert. Jeweils nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg wurden zusätzlich die dabei gefallenen Soldaten in die Erinnerung einbezogen. Seinen letzten Stand erhielt das Kriegerdenkmal nach der Deutschen Wiedervereinigung und ist seitdem den Opfern aller Kriege gewidmet.

Daneben gibt es noch im Rathenaupark das Wucke-Denkmal, eine aus einem Rhöner Basaltblock gefertigte Gedenksäule, die am 30. April 1911 zum Gedenken an den Dichter und Heimat-, Sagen- sowie Dialektforscher Christian Ludwig Wucke eingeweiht wurde.

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit 1992 wird jährlich das Stadtfest gefeiert, welches die Stadt mit Unterstützung ortsansässiger Vereine ausrichtet.

Das Pressenwerk ist ein Klub in Bad Salzungen und ist auch über die Region hinaus bekannt. Seit 1996 gibt es hier regelmäßig Veranstaltungen von Houseparty über Film, Theater, HipHop, Rock, Pop, Jazz bis Chanson. (bisher u. a.: Rio Reiser, Mother Tongue, Nina Hagen, Fish, Chumbawamba, Stefan Stoppok, Anne Clark, Roger Chapman, Hans Söllner, H-Blockx, Jazzkantine, Ulla Meinecke, Blumentopf, Afrob, Napalm Death, Subway To Sally, In Extremo, Dive, Fehlfarben)

Wirtschaft und Infrastruktur

Gewerbegebiete

Das Gewerbegebiet Gewerbepark West befindet sich am westlichen Stadtrand von Bad Salzungen. Es verfügt über eine Gesamtfläche von 16,0 ha (Stand 2009). Das Gewerbegebiet Ober der Brück befindet sich am südlichen Ortsrand des Stadtteils Langenfeld. Es verfügt über eine Gesamtfläche von 40,0 ha (Stand 2009).

Verkehr

Bahn

Der Bahnhof Bad Salzungen liegt an der Werrabahn (Eisenach-Meiningen-Eisfeld) und ist Ausgangspunkt der Bahnstrecke Bad Salzungen–Vacha, die jedoch ohne Personenverkehr ist.

Straßenverkehr

Durch die Stadt führt die Bundesstraße 62 im Abschnitt Bad Hersfeld – Barchfeld. Von dieser abzweigend beginnt im Stadtgebiet die Bundesstraße 285, welche ins unterfränkische Mellrichstadt führt. Weiterhin ist über die B 62 die nahe gelegene Bundesstraße 19 (Eisenach – Meiningen – Würzburg) zu erreichen. Die nächstgelegenen Autobahnauffahrten befinden sich jeweils ca. 30 Kilometer entfernt in Friedewald, Eisenach und Waltershausen (alle Bundesautobahn 4) sowie Meiningen (Bundesautobahn 71).

Rad- und Wanderwege

Bad Salzungen liegt am Werratal-Radweg und ist Endpunkt

  • des 28 Kilometer langen, von Eisenach kommenden Wanderweges Pummpälzweg,
  • des 175 Kilometer langen Hochrhöners, eines Premium-Wanderwegs, der von hier durch das Biosphärenreservat Rhön nach Bad Kissingen führt.

Kliniken

  • Das Klinikum Bad Salzungen in Trägerschaft des Wartburgkreises ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 422 Betten.
  • Die privaten Asklepios Kliniken betreiben mit der Burgseeklinik eine Rehaklinik.
  • Die privaten Charlottenhall Rehabilitations- und Vorsorgeklinik gGmbH betreiben mit der Kinderklinik Charlottenhall eine Rehaklinik für Kinder.

Staatliche Einrichtungen

Bad Salzungen ist Sitz des Landratsamtes des Wartburgkreises sowie eines Amtsgerichts, das zum Landgerichtsbezirk Meiningen gehört. In der Werratal-Kaserne ist das Panzergrenadierbataillon 391 sowie die 2. Kompanie des Versorgungsbataillons 131 Bad Frankenhausen der Bundeswehr stationiert, sie unterstehen der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ in Frankenberg. Die Agentur für Arbeit ist mit einer Geschäftsstelle in Bad Salzungen vertreten.

Bildung

Das Dr.-Sulzberger-Gymnasium ist das einzige Gymnasium der Stadt mit etwa 780 Schülern. In Bad Salzungen befinden sich außerdem drei Grundschulen, zwei Regelschulen, die Hauptstelle der kommunalen „Musikschule Wartburgkreis“ sowie der Volkshochschule des Wartburgkreises, ein staatliches Berufsbildungszentrum mit medizinischer Fachschule, zwei Förderschulen sowie eine höhere Berufsfachschule für Physiotherapie.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Philipp Wagner (1829–1906), Badearzt und Präsident des Thüringer Bäderverbandes

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Theodor Roemhildt (1684–1756), Komponist
  • Johann Christian Sulzberger (1730–1803), Gründer der Dr. Sulzbergerschen Armen- und Krankenstiftung und Erfinder der Salzunger Tropfen
  • Christian Friedrich Ruppe (1753–1826), deutscher Musiker und Komponist
  • Ludwig Wucke (1807–1883), Mundartdichter und Sagenforscher
  • Karl Zeitz (1844–1912), Reichstagsabgeordneter
  • Richard Mühlfeld (1856–1907), Musiker
  • Heinrich Beck (1878–1937), Ingenieur und Erfinder der Beck-Bogenlampe und des Beckscheinwerfers
  • Carl Eckardt (1882–1958), Politiker (USPD; KPD), Reichstagsabgeordneter
  • Fritz Wagner (1895–1966), Maschinenschlosser, Reichsbanner-Funktionär, Parteifunktionär (SPD/SED) und Landrat bzw. Vorsitzender des Rates des Kreises Meiningen
  • Günther Morgenweck (1909–1944), deutscher Pflanzenwissenschaftler
  • Gerhard Unger (1916–2011), Tenor
  • Dieter Scharfenberg (1932–2012), Regisseur, Szenarist und Autor
  • Axel Kutsch (* 1945), Schriftsteller
  • Hans-Ulrich Jörges (* 1951), Journalist
  • Rüdiger Erben (* 1967), Politiker (SPD)
  • Steffen Skel (* 1972), Rennrodler
  • Alexander Zickler (* 1974), Fußballer und deutscher Nationalspieler
  • Mark Zimmermann (* 1974), Fußballer und Trainer beim FC Carl Zeiss Jena
  • Ronny Ackermann (* 1977), Nordischer Kombinierer
  • Christian Hirte (* 1976), Deutscher Politiker (CDU)
  • Philipp Marschall (* 1988), Biathlet und früherer Skilangläufer
  • Thomas Bing (* 1990), Skilangläufer

Weitere Persönlichkeiten

  • Johann Heinrich Rumpel (1650–1699), Dichter und Pfarrer, Superintendent von Salzungen
  • Alexander von Fielitz (1860–1930), Komponist, starb in Bad Salzungen
  • Mark Ashley (* 1973), Popsänger, lebt in Bad Salzungen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bad Salzungen

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