Werra-Meißner-Kreis
Der Kreisausschuß
Schlossplatz 1
37269 Eschwege

http://www.werra-meissner.de/

Werra-Meißner-Kreis

160pxAbb. 1 Wappen Werra-Meißner-Kreis
Basisdaten
Bundesland Hessen
Regierungsbezirk Kassel
Fläche 1024.7 km2
Verwaltungssitz Eschwege
Fläche 1024.7 km2
Adresse des Landkreises Schlossplatz 1
37269 Eschwege
Website www.werra-meissner-kreis.de
Landrat Stefan G. Reuß (SPD)

Der Werra-Meißner-Kreis ist ein Landkreis im Regierungsbezirk Kassel in Nordhessen. Die Kreisstadt ist Eschwege.

Geographie

Lage

Namensgebend für den Werra-Meißner-Kreis ist einerseits der Fluss Werra, der von Thüringen kommend das Kreisgebiet im Südosten betritt, das nordöstliche Kreisgebiet durchfließt und nordwestlich von Witzenhausen das Kreisgebiet wieder verlässt, um in Hann. Münden zusammen mit der Fulda die Weser zu bilden. Andererseits namensgebend ist der Hohe Meißner, der Teil des Fulda-Werra-Berglands (Osthessisches Bergland) ist und mit Höhe den höchsten Berg im Nordostteil Hessens und des Landkreises darstellt.

Neben dem Hohen Meißner zählen zum Werra-Meißner-Kreis die Höhenzüge und Gebirge Gobert, Kaufunger Wald, Ringgau, Schlierbachswald und Stölzinger Gebirge. Durchflossen wird der Kreis unter anderem von den Fließgewässern Berka, Frieda, Gelster, Losse, Sontra, Wehre und Werra. Ein Großteil des Kreisgebiets bzw. sein Nordwestteil wird von Teilen des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald eingenommen.

Nachbarkreise

Der Werra-Meißner-Kreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den niedersächsischen Landkreis Göttingen, die thüringischen Landkreise Eichsfeld, Unstrut-Hainich-Kreis, Wartburgkreis und die kreisfreie Stadt Eisenach sowie an die hessischen Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder-Kreis und Kassel.

Geschichte

Das Kreisgebiet gehörte schon seit dem 12. Jahrhundert zur Landgrafschaft Hessen, später zu Hessen-Kassel, das Anfang des 19. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Hessen aufstieg. 1821 entstanden innerhalb des Kurfürstentums die beiden Landkreise Eschwege und Witzenhausen, die auch nach 1866 weiter bestanden, als das Kurfürstentum Hessen Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau wurde. Im Rahmen der hessischen Kreisreform wurden beide Landkreise am 1. Januar 1974 zum Werra-Meißner-Kreis vereinigt. Zur Kreisstadt wurde Eschwege, da die Stadt etwas zentraler liegt und auch größer ist als Witzenhausen.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1975 121.500
1980 118.500
1990 116.500
2000 113.962
2010 103.750
2014 100.206

Politik

Kreistag

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Diagrammdarstellung von Wahlergebnis und Sitzverteilung
Wahlvorschläge %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,8 25 44,1 27 49,3 30 49,4 30
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,7 19 31,0 19 31,9 20 29,3 18
FWG Freie Wähler Gemeinschaft Werra Meißner 10,6 6 5,9 4 6,2 4 7,9 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 7,6 5 11,8 7 4,8 3 5,7 4
FDP Freie Demokratische Partei 4,9 3 3,9 2 5,5 3 5,6 3
DIE LINKE. DIE LINKE. 4,5 3 3,4 2 0,4 0
LINKS Linksbündnis Werra-Meißner 2,0 1
REP Die Republikaner 2,2 1
Gesamt 100,0 61 100,0 61 100,0 61 100,0 61
Wahlbeteiligung in % 53,5 54,2 54,3 58,1

Landräte

Landkreis Eschwege

  • 1868 – Karl August Friedrich Groß
  • 1885 – Emil Grimm
  • 1893 – 1919 Alexander von Keudell
  • 1919 - Rudolf Bödiker
  • 1921 - Hermann Langer
  • 1932 Otto Glahn
  • 1932 – 1936 Philipp Deichmann
  • 1937 – 1945 Walter Schultz
  • 08.05.1945 – 31.08.1945 Wolfgang Hartdegen
  • 01.09.1945 – 25.02.1946 Dr. Busse
  • 01.07.1946 – 30.06.1948 Johannes Braunholz
  • 01.07.1948 – 30.06.1954 Gerhard Pforr
  • 05.07.1954 – 15.12.1960 Hansjochen Kubitz
  • 04.03.1961 – 31.12.1973 Eitel Oskar Höhne

Landkreis Witzenhausen

  • 1868: Thomas Boch
  • 1875: Friedrich Bernstein
  • 1884: Bernhard von Schenck
  • 1895: Heino von Bischoffshausen
  • 1917: Hermann Wolf (aus Sulingen)
  • 1919: Georg Thöne
  • 1928: Jean Groeniger
  • 1932: Ernst Beckmann
  • 1938: ) (vom Reichsministerium des Innern in Berlin)
  • 21.05.1945 – 29.06.1946 Hans Wilhelm von Coelln
  • 01.07.1946 – 31.12.1973 Wilhelm Brühbach

Werra-Meißner-Kreis

  • 01.01.1974 – 05.06.1988 Eitel Oskar Höhne
  • 06.06.1988 – 05.06.2006 Dieter Brosey
  • 06.06.2006 – Stefan G. Reuß

Wappen

Blasonierung: „Über einem grünen, mit einem silbernen Wellenbalken belegten Dreiberg hinter einer silbernen Flanke, darin ein neunblättriger roter Eschenzweig, in Blau eine eintürmige, rot bedachte silberne Burg“ (Wappen-Verleihung 12. November 1976)

Der Eschenzweig wurde als „redendes“ Wappensymbol dem alten Kreiswappen von Eschwege entnommen. Die Burg Ludwigstein war schon im alten Kreiswappen von Witzenhausen enthalten und der Dreiberg mit Wellenbalken nimmt Bezug auf den heutigen Kreisnamen.

Verkehr

Bahn

Der Nordkreis wird seit 1872 von der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden mit Halten in Eichenberg, Witzenhausen-Nord und Gertenbach erschlossen. Ihr folgte 1875 die Verbindung Bebra–Eschwege, die ein Jahr später nach Göttingen verlängert wurde. Seitdem ist Eichenberg ein wichtiger Bahnknoten. Die Bahnstrecke Göttingen–Bebra wurde später Bestandteil der Nord-Süd-Strecke. Neben diesen beiden Linien und der Regiotram­strecke Kassel–Hessisch Lichtenau wird seit Dezember 2009 auch der Stadtbahnhof in Eschwege wieder bedient.

Straße

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 4 (Dresden–Eisenach–Kirchheimer Dreieck) und die Bundesautobahn 38 (Göttingen–Halle/Leipzig). Außerdem wird das Kreisgebiet von mehreren Bundesstraßen und Kreisstraßen erschlossen, darunter die B 7, die B 27 und die B 451.Darüber hinaus befindet sich die Bundesautobahn 44 Kassel–Hessisch Lichtenau–Eisenach in Bau.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am )

Städte
  1. Bad Sooden-Allendorf ()
  2. Eschwege ()
  3. Großalmerode ()
  4. Hessisch Lichtenau ()
  5. Sontra ()
  6. Waldkappel ()
  7. Wanfried ()
  8. Witzenhausen ()

Gemeinden

  1. Berkatal ()
  2. Herleshausen ()
  3. Meinhard ()
  4. Meißner ()
  5. Neu-Eichenberg ()
  6. Ringgau ()
  7. Wehretal ()
  8. Weißenborn ()

Gemeindefreies Gebiet

  1. Gutsbezirk Kaufunger Wald (unbewohnt)

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1974 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Eschwege gültige Unterscheidungszeichen ESW zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus dem Altkreis Witzenhausen Kennzeichen mit den Buchstabenpaaren NA bis ZZ und den Zahlen von 1 bis 99, später auch 100 bis 999.

Seit dem 16. September 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen WIZ (Witzenhausen) erhältlich.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Werra-Meißner-Kreis

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