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Karte Vulkaneifel
Kreisverwaltung Vulkaneifel
Mainzer Str. 25
54550 Daun

http://www.vulkaneifel.de/

Landkreis Vulkaneifel

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Vulkaneifel
Basisdaten
Bundesland Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz Daun
Adresse des Landkreises Mainzer Straße 25
54550 Daun
Website www.vulkaneifel.de
Der Landkreis Vulkaneifel (bis zum 31. Dezember 2006 Landkreis Daun) ist eine Gebietskörperschaft im Nordwesten von Rheinland-Pfalz. Er liegt in der Eifel und ist der nach der Einwohnerzahl kleinste Landkreis in Rheinland-Pfalz sowie der viertkleinste der Bundesrepublik Deutschland. Sitz der Kreisverwaltung und zugleich bevölkerungsreichste Stadt ist Daun.

Geographie

Lage

Der Landkreis Vulkaneifel liegt im westlichen Teil der gleichnamigen Region mit Höhenlagen zwischen 150 und 700 m.Bedingt durch den früheren Vulkanismus sind zahlreiche Mineralquellen (Sauerbrunnen) entstanden. Die Kyll durchfließt das Kreisgebiet in Nord-Süd-Richtung. Ferner durchziehen das Kreisgebiet die Deutsche Wildstraße, die Deutsche Vulkanstraße sowie der Eifelsteig.

Nachbarkreise

Der Landkreis Vulkaneifel grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Kreis Euskirchen (in Nordrhein-Westfalen) und an die Landkreise Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich und Eifelkreis Bitburg-Prüm. Bei der Ortsgemeinde Ormont reicht das Kreisgebiet bis auf etwa 250 Meter an Belgien heran, hat mit diesem jedoch wegen eines Landzipfels von Nordrhein-Westfalen keine gemeinsame Grenze.

Geschichte

Das Kreisgebiet von Daun war vor 1800 überwiegend Teil des Kurfürstentums Trier. 1815 kam es unter preußische Verwaltung und 1816 entstand im Regierungsbezirk Trier der Kreis Daun. Bei der Kommunalreform wurde er am 7. November 1970 um

  • die Gemeinden Arbach, Bereborn, Berenbach, Bodenbach, Bongard, Borler, Brück, Drees, Gelenberg, Gunderath, Höchstberg, Horperath, Kaperich, Kelberg, Kirsbach, Kolverath, Kötterichen, Lirstal, Mannebach, Mosbruch, Nitz, Oberelz, Reimerath, Retterath, Sassen, Uersfeld, Ueß und Welcherath des aufgelösten Landkreises Mayen
  • die Gemeinden Birresborn, Densborn, Duppach, Hallschlag, Kerschenbach, Kopp, Mürlenbach, Oos, Ormont, Reuth, Scheid, Schönfeld, Schüller, Stadtkyll und Steffeln des aufgelösten Landkreises Prüm sowie
  • die Gemeinde Nohn des Landkreises Ahrweilervergrößert. Am 1. Januar 2007 trat die Umbenennung in Landkreis Vulkaneifel in Kraft.

Der Landkreis gehört seit 1994 zur Initiative Region Trier (IRT).

Einwohnerstatistik

Jahr Einwohner Quelle
1816 17.960
1847 23.750
1871 26.692
1885 27.424
1900 28.803
1910 32.881
1925 34.034
1939 35.802
1950 37.747
1960 39.100
1970 57.000
1980 55.700
1990 58.900
2000 64.400
2010 61.267
2020 60.777

Konfessionsstatistik

Katholiken bilden im Landkreis Vulkaneifel eine absolute Mehrheit. Laut der Volkszählung 2011 waren im Jahr 2011 73,8 % römisch-katholisch, 10,8 % der Einwohner 19,0 % evangelisch und 15,4 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Die Zahl der Protestanten und Katholiken ist seitdem gesunken. Derzeit (Stand 28. Februar 2021) sind von den Einwohnern 65,5 % römisch-katholisch, 9,9 % evangelisch und 24,6 % sind konfessionslos oder gehören einer anderen Religionsgemeinschaft an.

Politik

Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Vulkaneifel besteht aus 38 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählten Kreistagsmitgliedern und der Landrätin als Vorsitzender. Nach der letzten Kreistagswahl am 26. Mai 2019 ergibt sich folgende Sitzverteilung:

Jahr SPD CDU AfD FDP GRÜNE LINKE FWG BUV UWG Gesamt
2019 7 16 1 3 5 1 4 1 38 Sitze
2014 9 17 2 2 1 5 2 38 Sitze
2009 8 14 4 1 1 5 5 38 Sitze
2004 7 21 2 2 6 38 Sitze
1999 11 21 2 0 4 38 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Landkreis Vulkaneifel e. V.
  • BUV = BürgerUnion Vulkaneifel e. V.
  • UWG = Unabhängige Wählergemeinschaft Kylltal e. V.

Landräte

Julia Gieseking (SPD) wurde am 1. April 2021 Landrätin der Vulkaneifel. Bei der Direktwahl am 29. November 2020 hatte sie sich mit einem Stimmenanteil von 66,4 % gegen ihren Vorgänger Heinz-Peter Thiel durchgesetzt.

Die bisherigen Landräte des Kreises:

  • –1817: Matthias Rosbach (vertretungsweise)
  • 1817–1839: Ernst Avenarius
  • 1839–1851: Heinrich Friedrich von Selasinsky
  • 1851: Johann Saurborn (vertretungsweise)
  • 1851–1865: Alwin Aschenborn
  • 1865–1871: Ferdinand Foerster
  • 1871–1876: Peter Eich
  • 1876–1881: Ferdinand Rintelen
  • 1881–1885: Franz Gehle
  • 1885–1889: Franz von Brühl
  • 1889–1906: Maximilian Gfrörer von Ehrenberg
  • 1907–1922: Otto Weismüller
  • 1922–1923: Adolf Varain
  • 1924–1933: August Liessem
  • 1933–1940: Paul Wirtz (NSDAP)
  • 1940: Max Ringel (vertretungsweise)
  • 1940–1944: Alexander Schlemmer
  • 1944–1945: Karl Heinrich Fielitz
  • 1945: Toni Baur
  • 1945: Otto Marx
  • 1945–1952: Johann Feldges
  • 1952–1955: Johannes Rieder
  • 1956–1973: Martin Urbanus
  • 1973–1977: Johann Wilhelm Römer (CDU)
  • 1977–1990: Karl-Adolf Orth (CDU)
  • 1990–1999: Albert Nell (CDU)
  • 1999–2013: Heinz Onnertz (parteilos)
  • 2013–2021: Heinz-Peter Thiel (parteilos)
  • seit 2021: Julia Gieseking (SPD)

Landtag und Bundestag

  • Der Landtagswahlkreis 20 – Vulkaneifel ist deckungsgleich mit dem Landkreis. Bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2016 wurde Gordon Schnieder (CDU) direkt gewählt. Astrid Schmitt (SPD) und Marco Weber (FDP) wurden über die Landesliste in den Landtag Rheinland-Pfalz gewählt.
  • Der Landkreis Vulkaneifel ist Teil des Bundestagswahlkreises 202 – Bitburg. Direkt gewählt wurde bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 Patrick Schnieder (CDU) aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Umbenennung

Am 1. Januar 2007 wurde der ehemalige Landkreis Daun auf Initiative des damaligen Landrates Heinz Onnertz in Landkreis Vulkaneifel umbenannt. Bereits einige Jahre zuvor hatte es Bestrebungen gegeben, den Namen zu ändern. Seinerzeit war die Initiative von der CDU-Fraktion im Kreistag Daun ausgegangen. Dies war damals allerdings, auch auf Drängen der Bevölkerung, verworfen und auch von den anderen Parteien im Kreistag nicht unterstützt worden.

Wappen und Flagge

Der Landkreis Vulkaneifel führt ein Wappen sowie eine Hiss- und eine Bannerflagge.

Wirtschaft und Verkehr

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Vulkaneifel Platz 265 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.

Verkehr

Der Landkreis Vulkaneifel wird in Nord-Süd-Richtung von der 1870/71 durch die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft eröffneten Eifelstrecke Köln–Trier durchzogen. An ihr befindet sich der Knotenpunkt Gerolstein, den die Preußische Staatsbahn zum Ausgangspunkt für die 1883 bzw. 1895 in Betrieb genommenen Nebenbahnen nach Prüm und nach Daun–Mayen genommen hat. Von der zuletzt genannten Bahn gab es in Daun ab 1909/10 eine Querverbindung zur Moselhauptstrecke in Wengerohr (heute Wittlich Hbf).

Im Jahre 1912 kamen aus militärischen Gründen noch folgende Strecken hinzu, die von der Hauptbahn durch die Eifel abzweigten:

  • Jünkerath – Stadtkyll – Hallschlag – Losheim
  • Lissendorf – Hillesheim – Dümpelfeld
  • (Gerolstein –) Pelm – Hillesheim

Damit hatte das Netz einen Umfang von 179 km Länge erreicht. Davon sind nur 37 km für den regulären Personenverkehr übrig geblieben, nachdem in den Nachkriegsjahren Teilstrecken im Umfang von 104 km stillgelegt worden waren:

  • 1945: Hillesheim – Pelm 10 km
  • 1963: Jünkerath – Stadtkyll (– Losheim) 10 km
  • 1973: (Dümpelfeld –) Hillesheim – Lissendorf 24 km
  • 1980: Gerolstein – Müllenborn (– Prüm) 8 km
  • 1981: (Wittlich – Gillenfeld – Daun) 14 km
  • 1991: Gerolstein – Daun – Utzerath – (Ulmen –) Uersfeld (– Kaisersesch) 38 km

Diese Eifelquerbahn wurde von 2001 bis 2012 nach zehnjähriger Unterbrechung von der Vulkan-Eifel-Bahn Betriebsgesellschaft an Wochenenden sowie in den Sommerferien auch Wochentags wieder befahren.

Das östliche Kreisgebiet wird von den Bundesautobahnen A 1 (Trier–Köln) und A 48 (Trier–Koblenz) berührt. Ferner durchziehen mehrere Bundes-, Landes- und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 257, B 410 und B 421.

Gemeinden

(Einwohner am )

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung *)

  • 1. Verbandsgemeinde Daun
  • Betteldorf ()
  • Bleckhausen ()
  • Brockscheid ()
  • Darscheid ()
  • Daun, Stadt * ()
  • Demerath ()
  • Deudesfeld ()
  • Dockweiler ()
  • Dreis-Brück ()
  • Ellscheid ()
  • Gefell ()
  • Gillenfeld ()
  • Hinterweiler ()
  • Hörscheid ()
  • Immerath ()
  • Kirchweiler ()
  • Kradenbach ()
  • Mehren ()
  • Meisburg ()
  • Mückeln ()
  • Nerdlen ()
  • Niederstadtfeld ()
  • Oberstadtfeld ()
  • Sarmersbach ()
  • Saxler ()
  • Schalkenmehren ()
  • Schönbach ()
  • Schutz ()
  • Steineberg ()
  • Steiningen ()
  • Strohn ()
  • Strotzbüsch ()
  • Üdersdorf ()
  • Udler ()
  • Utzerath ()
  • Wallenborn ()
  • Weidenbach ()
  • Winkel (Eifel) ()
  • 2. Verbandsgemeinde Gerolstein
  • Basberg ()
  • Berlingen ()
  • Berndorf ()
  • Birgel ()
  • Birresborn ()
  • Densborn ()
  • Dohm-Lammersdorf ()
  • Duppach ()
  • Esch ()
  • Feusdorf ()
  • Gerolstein, Stadt * ()
  • Gönnersdorf ()
  • Hallschlag ()
  • Hillesheim, Stadt ()
  • Hohenfels-Essingen ()
  • Jünkerath ()
  • Kalenborn-Scheuern ()
  • Kerpen (Eifel) ()
  • Kerschenbach ()
  • Kopp ()
  • Lissendorf ()
  • Mürlenbach ()
  • Neroth ()
  • Nohn ()
  • Oberbettingen ()
  • Oberehe-Stroheich ()
  • Ormont ()
  • Pelm ()
  • Reuth ()
  • Rockeskyll ()
  • Salm ()
  • Scheid ()
  • Schüller ()
  • Stadtkyll ()
  • Steffeln ()
  • Üxheim ()
  • Walsdorf ()
  • Wiesbaum ()
  • 3. Verbandsgemeinde Kelberg
  • Arbach ()
  • Beinhausen ()
  • Bereborn ()
  • Berenbach ()
  • Bodenbach ()
  • Bongard ()
  • Borler ()
  • Boxberg ()
  • Brücktal ()
  • Drees ()
  • Gelenberg ()
  • Gunderath ()
  • Höchstberg ()
  • Horperath ()
  • Hörschhausen ()
  • Kaperich ()
  • Katzwinkel ()
  • Kelberg * ()
  • Kirsbach ()
  • Kolverath ()
  • Kötterichen ()
  • Lirstal ()
  • Mannebach ()
  • Mosbruch ()
  • Neichen ()
  • Nitz ()
  • Oberelz ()
  • Reimerath ()
  • Retterath ()
  • Sassen ()
  • Uersfeld ()
  • Ueß ()
  • Welcherath ()

; Siehe auch

  • Liste der Kommunen im Landkreis Vulkaneifel

Die folgenden Gemeinden des Landkreises wurden eingemeindet:

Listen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis Daun bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen DAU zugewiesen. Es wird im Landkreis Vulkaneifel durchgängig bis heute ausgegeben.

Sonstiges

Im nordwestlichen Teil des Kreisgebietes befinden sich Reste des ehemaligen Westwalles.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Vulkaneifel

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