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Karte Cochem-Zell
Kreisverwaltung
Cochem-Zell
Endertplatz 2
56812 Cochem

http://www.cochem-zell.de

Landkreis Cochem-Zell

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Cochem-Zell
Basisdaten
Bundesland Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz Cochem
Adresse des Landkreises Endertplatz 2
56812 Cochem
Website www.cochem-zell.de
Landrat Manfred Schnur (CDU)
Der Landkreis Cochem-Zell ist eine Gebietskörperschaft in der nördlichen Mitte des Landes Rheinland-Pfalz. Er ist der nach der Einwohnerzahl zweitkleinste Landkreis in Rheinland-Pfalz sowie der fünftkleinste der Bundesrepublik Deutschland. Sitz der Kreisverwaltung und zugleich bevölkerungsreichste Stadt ist Cochem, Deutschlands kleinste Kreisstadt.

Geographie

Lage

Der Landkreis Cochem-Zell ist dünn besiedelt. Mittig durch das Kreisgebiet fließt die Mosel. Nördlich des Flusses befindet sich die Eifel, südlich davon der Hunsrück. Das Kreisgebiet ist etwa zur Hälfte mit Wald bedeckt. Im Kreis befindet sich mit dem Kaiser-Wilhelm-Tunnel einer der längsten Eisenbahntunnel Deutschlands zwischen Cochem und Ediger-Eller, die einzige Glaubersalztherme Deutschlands in Bad Bertrich und der steilste Weinberg Europas am Calmont nahe der Ortsgemeinde Bremm. Im Kreisgebiet an der Mosel wachsen hervorragende Weine. Berühmt ist die „Zeller Schwarze Katz“ aus der Gemarkung Zell.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Mayen-Koblenz, Rhein-Hunsrück-Kreis, Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel.

Geschichte

Das heutige Kreisgebiet von Cochem-Zell kam 1815 unter preußische Verwaltung, 1816 entstanden die beiden Kreise Cochem und Zell im Regierungsbezirk Coblenz. Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Kreisreform (Drittes Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz vom 12. November 1968) wurde aus dem Landkreis Cochem und einem wesentlichen Teil des Landkreises Zell zum 7. Juni 1969 der heutige Landkreis Cochem-Zell neu gebildet. Die Gemeinde Mastershausen kam am 7. November 1970 zum Rhein-Hunsrück-Kreis.

Im Zuge einer Gebietsreform in Rheinland-Pfalz wechselten zum 1. Juli 2014 die Gemeinden Lahr, Mörsdorf und Zilshausen aus dem Landkreis Cochem-Zell in den Rhein-Hunsrück-Kreis.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1970 66.000
1980 61.800
1990 61.900
2000 65.700
2010 63.409
2016 61.864

Politik

Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Cochem-Zell besteht aus 38 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählten Kreistagsmitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Nach der letzten Kreistagswahl am 25. Mai 2014 ergibt sich folgende Sitzverteilung:

Wahl SPD CDU Grüne FDP Linke AfD FWG Gesamt
2014 9 20 2 1 1 2 3 38 Sitze
2009 9 19 2 3 5 38 Sitze
2004 8 21 1 2 6 38 Sitze
1999 10 24 2 2 38 Sitze

Wegen der Besonderheiten des rheinland-pfälzischen Kommunalwahlrechts (personalisierte Verhältniswahl) sind die in der Graphik dargestellten prozentualen Stimmanteile als „gewichtete Ergebnisse“ ausgewiesen, welche das Wahlverhalten nur rechnerisch wiedergeben können.

Wappen und Flagge

Der Landkreis Cochem-Zell führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Wirtschaft und Verkehr

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Cochem-Zell Platz 295 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.

Verkehr

Das nördliche Kreisgebiet wird von der Bundesautobahn 48 (Trier–Koblenz) berührt. Ferner durchziehen es mehrere Bundes- und Kreisstraßen, darunter die B 49, B 259, B 421, und B 416.

Für den Schienenverkehr liegen neun Bahnhöfe und Haltepunkte im Kreis, darunter die Stationen Treis-Karden, Cochem und Bullay mit Nahverkehrsverbindungen nach Bad Bertrich, zum Flughafen Frankfurt-Hahn, Traben-Trarbach und Zell (Mosel).

Die 1879 von der Preußischen Staatsbahn eröffnete Hauptbahn Koblenz–Trier folgt bis Pünderich dem Moseltal, schneidet aber zwischen der Kreisstadt Cochem und Ediger-Eller im „Kaiser-Wilhelm-Tunnel“ eine große Flussschleife ab, überquert die Mosel, führt durch den Petersberg bei Neef und durchstößt zwischen Bullay und Pünderich den schmalen Bergsporn des „Prinzenkopf“. In der ehemaligen Station Pünderich DB trennt sich die 1883 eröffnete Nebenbahn nach Traben-Trarbach von der Hauptbahn.

In Bullay begann 1905 die Strecke der Moselbahn AG, die allen Windungen des Flusses bis nach Trier hinauf folgte. Sie berührte auch die frühere Kreisstadt Zell (Mosel), bis der Personenverkehr 1961 und der Güterverkehr 1962 eingestellt wurden. Im Norden des Kreises nahm 1895 die Preußische Staatsbahn die Nebenlinie Mayen–Daun in Betrieb. Nach einer Unterbrechung des Personenverkehrs für etwa zehn Jahre wird dieser bis Kaisersesch wieder regulär bedient, während die Weiterfahrt mit der Eifelquerbahn nach Daun–Gerolstein nur im Sommer möglich ist.

Eine internationale Erschließung erfuhr der Landkreis Cochem-Zell durch die Errichtung des Verkehrsflughafens Frankfurt-Hahn. Am Flughafen ist die Billigfluggesellschaft Ryanair stark präsent.

Von verschiedenen Beherbergungsbetrieben wird ein sogenanntes Gäste-Ticket angeboten, mit dem Gäste den öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis kostenfrei nutzen können. Ähnliches gibt es bereits im Schwarzwald mit der KONUS-Gästekarte und im Bayerischen Wald mit dem Gästeservice Umweltticket.

Mundart im Kreis

Im Landkreis Cochem-Zell wird heute von Ort zu Ort unterschiedlich ausgeprägt in Mundart, Moselfränkisch, gesprochen. Jeder Ort hat sein eigenes „Platt“. Zur Pflege der Mundart im Landkreis Cochem-Zell hat sich mit Unterstützung der Kreisverwaltung die Mundart-Initiative im Kreis Cochem-Zell e. V. gegründet.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am )

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verbandsgemeinde *)

  • 1. Verbandsgemeinde Cochem
  • Beilstein ()
  • Bremm ()
  • Briedern ()
  • Bruttig-Fankel ()
  • Cochem, Stadt * ()
  • Dohr ()
  • Ediger-Eller ()
  • Ellenz-Poltersdorf ()
  • Ernst ()
  • Faid ()
  • Greimersburg ()
  • Klotten ()
  • Lieg ()
  • Lütz ()
  • Mesenich ()
  • Moselkern ()
  • Müden (Mosel) ()
  • Nehren ()
  • Pommern (Mosel) ()
  • Senheim ()
  • Treis-Karden ()
  • Valwig ()
  • Wirfus ()
  • 2. Verbandsgemeinde Kaisersesch
  • Binningen ()
  • Brachtendorf ()
  • Brieden ()
  • Brohl ()
  • Dünfus ()
  • Düngenheim ()
  • Eppenberg ()
  • Eulgem ()
  • Forst (Eifel) ()
  • Gamlen ()
  • Hambuch ()
  • Hauroth ()
  • Illerich ()
  • Kaifenheim ()
  • Kail ()
  • Kaisersesch, Stadt * ()
  • Kalenborn ()
  • Landkern ()
  • Laubach ()
  • Leienkaul ()
  • Masburg ()
  • Möntenich ()
  • Müllenbach ()
  • Roes ()
  • Urmersbach ()
  • Zettingen ()
  • 3. Verbandsgemeinde Ulmen
  • Alflen ()
  • Auderath ()
  • Bad Bertrich ()
  • Beuren ()
  • Büchel ()
  • Filz ()
  • Gevenich ()
  • Gillenbeuren ()
  • Kliding ()
  • Lutzerath ()
  • Schmitt ()
  • Ulmen, Stadt * ()
  • Urschmitt ()
  • Wagenhausen ()
  • Weiler ()
  • Wollmerath ()
  • 4. Verbandsgemeinde Zell (Mosel)
  • Alf ()
  • Altlay ()
  • Altstrimmig ()
  • Blankenrath ()
  • Briedel ()
  • Bullay ()
  • Forst (Hunsrück) ()
  • Grenderich ()
  • Haserich ()
  • Hesweiler ()
  • Liesenich ()
  • Mittelstrimmig ()
  • Moritzheim ()
  • Neef ()
  • Panzweiler ()
  • Peterswald-Löffelscheid ()
  • Pünderich ()
  • Reidenhausen ()
  • Sankt Aldegund ()
  • Schauren ()
  • Sosberg ()
  • Tellig ()
  • Walhausen ()
  • Zell (Mosel), Stadt * ()

;Ehemalige GemeindenDie folgenden Gemeinden verloren seit der Kreisgründung am 7. Juni 1969 ihre Eigenständigkeit:

  • Kennfus, am 1. Januar 1975 zu Bad Bertrich
  • Löffelscheid, am 7. November 1970 zu Peterswald-Löffelscheid
  • Peterswald, am 7. November 1970 zu Peterswald-LöffelscheidListen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Kfz-Kennzeichen

Am 7. Juni 1969 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Cochem gültige Unterscheidungszeichen COC zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 15. November 2012 ist auch das Unterscheidungszeichen ZEL (Zell (Mosel)) erhältlich.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Cochem-Zell

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