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Dietzenbach
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Dietzenbach

160pxAbb. 1 Wappen von Dietzenbach
Basisdaten
Bundesland Hessen
Höhe 135 m
PLZ 63128
Vorwahl 06074
Gliederung mehrere Stadtteile
Website www.dietzenbach.de
Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos)

Dietzenbach ist die Kreisstadt des Landkreises Offenbach in Hessen.

Per 30. Juni 2014 wies die Stadt Dietzenbach einen hohen Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne deutsche Staatsangehörigkeit) in Höhe von 27,4 Prozent auf und hat somit nach Offenbach am Main, Kelsterbach und Raunheim den vierthöchsten Anteil aller hessischen Kommunen.

Geographie

Lage

Dietzenbach befindet sich in der Mitte des Rhein-Main-Gebietes. Mit zwölf Kilometern nach Frankfurt am Main, zehn Kilometern nach Offenbach am Main, 30 Kilometern nach Aschaffenburg, 20 Kilometern nach Darmstadt und rund 50 Kilometern nach Wiesbaden liegt die Kreisstadt des Landkreises Offenbach Mittendrin in RheinMain, wie auch der Slogan der Stadt lautet. Dietzenbach liegt an der Bieber auf einer Höhe von . Die Stadt grenzt im Norden an die Stadt Heusenstamm, im Osten an die Stadt Rodgau, im Süden an die Stadt Rödermark sowie im Westen an die Stadt Dreieich.

Stadtgliederung

Steinberg

Im Stadtteil Steinberg befinden sich Teile des Gewerbegebiets Nord, die Kindertagesstätten 3, 5 und 11, das Seniorenzentrum Siedlerstraße, sowie die Astrid-Lindgren-Schule (Grundschule), Regenbogenschule (Grundschule), Helen-Keller-Schule (Sonderschule) und Heinrich-Mann-Schule (schulformbezogene Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe). Zudem gibt es ein Sportgelände an der Limesstraße. Im Zentrum befindet sich das Einkaufs-Zentrum Steinberg. In Steinberg leben knapp 12.000 Menschen.

Neue Stadtmitte

Zwischen Steinberg und dem alten Ortskern ist in den vergangenen Jahren ein Neubaugebiet entstanden, in dessen Zentrum die Stadtverwaltung und das Bürgerhaus Dietzenbachs angesiedelt sind.Markantester Punkt war bis 2006 ein Einkaufszentrum mit großem Supermarkt, Tankstelle und Parkplatz, das aufgrund seiner wenig ansprechenden 1970er-Jahre-Architektur und baulichen Vernachlässigung seitens der Betreiber von den Bürgern zunehmend als „Schandfleck“ angesehen wurde.

Verkaufsverhandlungen zögerten die Neuentwicklung immer wieder hinaus. Ende 2005 schließlich wurden die Verträge zwischen Stadt und der holländischen Ten-Brinke-Gruppe unterzeichnet.

Nachdem der alte Supermarkt Mitte 2005 schloss, wurde der Gebäudekomplex im Herbst 2006 vollständig abgerissen, um Platz für ein neues Einkaufszentrum zu schaffen. Die Grundsteinlegung fand am 4. Dezember 2006 statt, am 29. November 2007 öffnete das Zentrum und bekam den Namen Rathaus-Center.

Die Ten-Brinke-Gruppe, Investor des 37,5 Millionen Euro teuren Projektes, hat ein 230 Meter langes und 101 Meter breites Gebäude errichtet. Darin befinden sich auf 8.000 Quadratmetern ein Lebensmittelmarkt sowie auf weiteren 4.000 Quadratmetern ein Elektronikfachmarkt. Den Rest der etwa 21.000 Quadratmeter Fläche teilen sich verschiedene Einzelhandelsgeschäfte sowie diverse Gastronomiebetriebe.

Hexenberg

Der Stadtteil Hexenberg ist nach der höchsten Erhebung im Landkreis Offenbach benannt. Die Bebauung besteht aus relativ niedrigen Ein- und Mehrfamilienwohnhäusern sowie einigen kleineren Geschäften in der Mitte des Stadtteils.

Wingertsberg

Der Wingertsberg ist kein eigenständiger Stadtteil, sondern ein am Hang gegenüber der Altstadt gelegenes Wohngebiet. An der höchsten Erhebung findet sich neben einem Sportplatz ein Restaurant mit Aussichtsterrasse, sowie der zum Hessentag errichtete Aussichtsturm, der einen Blick bis Frankfurt ermöglicht.

Altstadt

In den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts gab es in Dietzenbach starke Tendenzen, den alten Ortskern im Zuge einer Flächensanierung rigoros umzugestalten. Dem fiel eine Menge alter Bausubstanz zum Opfer, bevor im Februar 1979 durch die Verabschiedung des städtebaulichen Rahmenplans "Alte Ortsmitte Dietzenbach" eine neue Entwicklungsära eingeleitet wurde. Viele Fachwerkhäuser im historischen Ortskern konnten dadurch vor dem Abriss gerettet und in der Folge saniert werden. Dietzenbach kann deshalb bis heute eine Reihe von Gebäuden vorweisen, die offiziell als Kulturdenkmäler geschützt sind. Auch ein Teil des Dietzenbacher Heimatmuseums ist in einem als Kulturdenkmal klassifizierten Gebäude untergebracht.

In der Altstadt befindet sich auch das Feuerwehrmuseum, die Stadtbücherei und die Polizeistation.

Spessartviertel

Dieser Stadtteil zwischen Altstadt und neuer Stadtmitte trug früher den Namen Starkenburgring und ist überregional als sozialer Brennpunkt bekannt.

Geschichte

Territoriale Zugehörigkeit

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 1215. Sie befindet sich in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Patershausen. Die später wüsten Siedlungen Ippingshausen, Hartcheshofen und Richolshausen lagen im Mittelalter in der heutigen Dietzenbacher Gemarkung. Dietzenbach war Teil der Rödermark. Die Herren und Grafen von Hanau hatten in dem Dorf zunächst das Recht auf Fron, Bede und Steuer. Während des Auflösungsprozesses des Klosters Patershausen in der Reformation und dessen faktischer Übernahme durch die Grafschaft Hanau-Lichtenberg wurde Dietzenbach 1527 in die Grafschaft eingegliedert.

Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., 1736, erbte Landgraf Friedrich I. von Hessen-Kassel aufgrund eines Erbvertrages aus dem Jahr 1643 die Grafschaft Hanau-Münzenberg, aufgrund der Intestaterbfolge fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg an den Sohn der einzigen Tochter von Johann Reinhard III., Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt. Die Zugehörigkeit der unmittelbar südlich des Mains gelegenen Teile der Grafschaft Hanau zu Hanau-Lichtenberg oder Hanau-Münzenberg war dabei zwischen den beiden Erben umstritten. Es kam fast zu einer kriegerischen Auseinandersetzung, als Hessen-Darmstadt die Orte Dietzenbach, Schaafheim und Schlierbach, Hessen-Kassel mit schon sorgsam in Hanau stationiertem Militär den Rest des Amtes Babenhausen besetzte. Die Auseinandersetzung konnte erst nach einem langjährigen Rechtsstreit vor den höchsten Reichsgerichten 1771 mit einem Vergleich beendet werden, dem so genannten Partifikationsrezess. Danach fielen die Orte Altheim, Dietzenbach, Harpertshausen, Schaafheim und Schlierbach an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, die sie ihrem Amt Schaafheim eingliederte. Dietzenbach gehörte in den folgenden 200 Jahren dann nacheinander zu folgenden übergeordneten Verwaltungseinheiten:

  • 1821: Landratsbezirk Langen
  • 1832: Kreis Offenbach
  • 1848: Regierungsbezirk Darmstadt
  • 1852: Kreis Offenbach

Durch die Aufteilung der Rödermark 1818 erhielt der Ort seinen Gemeindewald.

Die heutige Stadt war vor dem Zweiten Weltkrieg noch ein bäuerlich geprägtes Dorf, das aber von der Erwerbsstruktur her sich schon stark zu einer Arbeiterwohnsitzgemeinde gewandelt hatte. Darin dürfte auch der Grund liegen, weshalb das "rote Dietzenbach" lange eine Hochburg der Kommunisten und Sozialdemokraten war. Dies verhinderte allerdings nicht, dass auch hier die Nationalsozialisten kurz nach der Machtergreifung die Gleichschaltung des öffentlichen Lebens schnell und erfolgreich umsetzen konnten. Wie andernorts auch, kam es schnell zu Verhaftungen von Kommunisten und zu Repressalien gegen alle, die den Nazis als Regimegegner galten. Und auch der nationalsozialistische Rassenwahn machte vor Dietzenbach nicht halt. Es gab zwar nur eine kleine jüdische Gemeinde in Dietzenbach, doch deren Mitglieder waren Ende 1938 alle nicht mehr in Dietzenbach wohnhaft: einigen war die Auswanderung in die USA gelungen, andere waren, in der Hoffnung, dort eher Schutz zu finden als in einem kleinen Dorf, in größere Städte verzogen. Letzteres erwies sich als trügerische Hoffnung, wie die in Dietzenbach verlegten Stolpersteine für die die im Nationalsozialismus ermordeten, deportierten, vertriebenen oder in den Suizid getriebenen Menschen zeigen.

Ein britischer Luftangriff auf Dietzenbach während des Zweiten Weltkrieges verursachte in der Nacht vom 20. zum 21. September 1941 schwere Schäden im Ort. In der Nachkriegszeit wurde Dietzenbach stark durch Zuwanderer geprägt. In den 1960er Jahren setzte ein starker Strukturwandel ein, vor allem mit der Erschließung von Wohngebieten und dem Bau von Großwohnsiedlungen (Hochhäusern), was auch zu einem sozialen Brennpunkt führte.Dietzenbach erhielt 1970 Stadtrechte. Im Zuge der Gebietsreform in Hessen in den 1970er Jahren wurde Dietzenbach als eine von wenigen Städten und Gemeinden nicht verändert und konnte seine Eigenständigkeit bewahren.

Seit 2002 ist Dietzenbach Sitz der Verwaltung des Landkreises Offenbach. Kreisstadt darf sich Dietzenbach offiziell aber erst seit dem 24. März 2003 nennen. Dem ging ein Streit mit der Nachbargemeinde Rodgau voraus, die diesen Status aufgrund ihrer höheren Einwohnerzahl für sich beanspruchte.

Historische Namensformen

  • Dicenbach (1210–1220)
  • Dicenbach (1270)
  • Dyetzinbach (1344)
  • Dytzenbach (1353)
  • Ditzenbach (1357)
  • Diczenbach (1437)
  • Dyetzenbach (1450)
  • Detzenbach (1535)
  • Dietzenbach (1542)

Einwohnerentwicklung

Jahr 1829 1895 1939 1950 1961 1970 1983 1997 2005 2009
Einwohner 1.239 2.031 3.695 4.711 6.303 12.449 25.500 33.015 34.794 33.224

Dietzenbach ist eine der geburtenstärksten Kommunen des Landes (1990: ~380, 2006: 420 Geburten). Es wurde seit den 1960er Jahren stark durch Einwanderer geprägt: Knapp ein Drittel seiner Bewohner stammen aus über hundert Nationen. Damit gehört es zu den Orten mit dem höchsten Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Wissenswert

  • 2001 war Dietzenbach Veranstaltungsort des Hessentages.

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 25,4 11 30,5 14 42,6 19 30,7 14
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 21,3 10 23,3 10 24,7 11 33,9 15
AfD Alternative für Deutschland 14,7 7
WIR-BfD WIR – Bürger für Dietzenbach 11,7 5 17,4 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 10,1 5 9,1 4 10,1 5
FDP Freie Demokratische Partei 6,1 3 4,0 2 5,3 2 4,6 2
LINKE Die Linke 4,7 2 4,6 2
DL Dietzenbacher Liste 2,6 1 4,0 2 2,7 1
FW-UDS Freie Wähler – Unabhängig Demokratisch Sozial 3,3 1 2,8 1
GDL Grüne Dietzenbacher Liste 17,4 8
BfD-FWG Bürger für Dietzenbach – Freie Wählergemeinschaft 10,5 5 10,1 5
REP Die Republikaner 2,8 1 5,3 2
ödp Ökologisch-Demokratische Partei 1,0 1 2,6 1
Gesamt 100,0 45 100,0 45 100,0 45 100,0 45
Wahlbeteiligung in % 41,9 42,6 43,2 51,6

Ausländerbeirat

Dietzenbach hat einen Ausländerbeirat, der aus 19 Personen besteht. Darin sind verschiedene Nationalitäten vertreten. Nach den Wahlen am 29. November 2015 wurde Cengiz Hendek zum Vorsitzenden gewählt. Ähnlich der Stadtverordnetenversammlung gibt es die Ausländerbeiratssitzung, welche zwei Wochen vor der Stadtverordnetenversammlung tagt.

Bürgermeister

Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt folgende Bürgermeister:

  • Johann Philipp Keim, 1825
  • Johann Georg Metzler, 1831
  • Anton Schäferle, 1837
  • Georg Martin Eckert III., 1843–1869
  • Martin Heberer, 1870–1883
  • Heinrich Eckert, 1884–1897
  • Johann Georg Heberer XII., 1898–1908
  • Heinrich Heberer I., 1908–1919
  • Karl Krapp, 1919–1933 (vom Nazi-Regime des Amtes enthoben)
  • Eduard Großmann, 1933–1934 (kommissarisch durch das Nazi-Regime eingesetzt)
  • Heinrich Fickel, 1934–1945 (durch das Nazi-Regime eingesetzt)

Seit dem Zweiten Weltkrieg hatte bzw. hat die Stadt folgende Bürgermeister:

  • Heinrich Weilmünster, 1945 (durch die amerikanische Militärregierung eingesetzt)
  • Karl Krapp, 1945 (durch die amerikanische Militärregierung eingesetzt)
  • Martin Wolf IV. (SPD), 1945–1948 (durch die amerikanische Militärregierung eingesetzt und 1946 regulär gewählt)
  • Christian Ebert, 1948–1958
  • Hermann Kocks, 1958–1976
  • Friedrich Keller (SPD), 1976–1988
  • Frank Kaufmann (kommissarisch) (GRÜNE), 1988–1989
  • Jürgen Heyer (SPD), 1989–2001
  • Stephan Gieseler (CDU), 2001–2009
  • Dietmar Kolmer (kommissarisch) (CDU), 2009
  • Jürgen Rogg (parteilos), seit 2009

Wappen und Flagge

Blasonierung: Auf rotem Schild läuft ein silberner Schrägbalken mit blauem Wellenband von links oben nach rechts unten. In den beiden Feldern sind jeweils ein Ast goldene Trauben mit zwei grünen Blättern dargestellt.

Symbolik: Die Trauben erinnern an die Weinbautradition in Dietzenbach. Bis ins 18. Jahrhundert und wieder seit den 1960er Jahren wurde und wird am Wingertsberg Wein angebaut. Das blaue Band bezieht sich auf den Namen Dietzenbach, aus dem althochdeutschen als murmelnder Bach oder Bach des Dietz interpretiert (vergl. hierzu „775 Jahre Dietzenbach“, herausgegeben vom Magistrat Dietzenbach). Das heutige Dietzenbacher Wappen wurde 1957 von den Dietzenbacher Gemeindevertretern beschlossen und vom Hessischen Innenminister Heinrich Schneider genehmigt.

Flagge: Die Dietzenbacher Flagge besteht aus zwei schmaleren blauen Außenbahnen, welche die breitere gelbe Innenbahn rahmen. Auf der Innenbahn ist das Dietzenbacher Wappen aufgebracht.

Partnerstädte

  • Vélizy-Villacoublay, Frankreich, seit 1976
  • Masaya, Nicaragua, seit 1985
  • Rakovník, Tschechien, seit 1986
  • Neuhaus am Rennweg, Thüringen, Deutschland, seit 1990
  • Oconomowoc, Vereinigte Staaten, seit 2008
  • Kastjukowitschy, Weißrussland, seit 2009

Verkehr

Eisenbahn

1898 wurde die Bahnstrecke Offenbach-Bieber–Dietzenbach eingeweiht und der Bahnhof Dietzenbach errichtet. Nachdem über viele Jahre kein Personenverkehr mehr auf der Strecke bestand, ist Dietzenbach seit Ende 2003 mit der S-Bahn-Linie S2 Niedernhausen–Dietzenbach an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Diese befährt diese Zweigstrecke der Rodgaubahn. In Dietzenbach gibt es drei S-Bahn-Haltestellen: Steinberg, Dietzenbach Mitte und Dietzenbach Bahnhof als Endhaltestelle (siehe Foto).

Straße

Dietzenbach verfügt über ein eigenes Stadtbusnetz mit zentralem Busbahnhof an der S-Bahn-Haltestelle Dietzenbach Mitte.

Durch Dietzenbach verläuft die B 459, deren nördliches Ende bei Neu-Isenburg auf die B 46 stößt, von der man die Autobahnen 3 und 661 über die Anschlussstelle Offenbach/Offenbacher Kreuz erreicht. Das südliche Ende der B 459 stößt zwischen Rödermark und Eppertshausen auf die B 45.

Religion

Christliche Gemeinschaften

Geschichte

Um 1270 besaßen die Herren von Eppstein das Kirchenpatronat, 1405 die Herren von Hanau. In vorreformatorischer Zeit war kirchliche Mittelbehörde das Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Rodgau. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde in Dietzenbach die Reformation eingeführt. Die Christuskirche, die von der Evangelischen Christus-Gemeinde genutzt wird, stammt von 1753/54.

Heute bestehende Gemeinden

  • Evangelische Christus-Gemeinde
  • Evangelische Martin-Luther-Gemeinde Dietzenbach-Steinberg
  • Römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Martin
  • Evangelische Jesus-Gemeinde Dietzenbach
  • Neuapostolische Kirche – Gemeinde Dietzenbach
  • Jehovas Zeugen in Deutschland, K. d. ö. R.

Wissenswert

Die evangelischen Christuskirchen-, Rut- (seit 2011 zur „Christus-Gemeinde“ fusioniert) und Martin-Luther-Gemeinden sowie die römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Martin haben an Christi Himmelfahrt 2010 die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Dietzenbach gegründet.

Nichtchristliche Glaubensgemeinschaften

  • Ditib Fatih Moschee e. V. (türkische Moschee)
  • Tawhid Moschee e. V. (marokkanische Moschee)
  • Bait ul-Baqi (Haus des Ewigen, Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland e. V.)

Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach (ARD)

Am Pfingstsamstag, 11. Juni 2011 wurde bei der ersten Dietzenbacher Friedenswanderung zum Sternenzelt im Hessentagspark die Gründungsurkunde der Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach (ARD) unterzeichnet. Der ARD gehören an: Katholische Pfarrgemeinde St. Martin Dietzenbach, Evangelische Christus-Gemeinde Dietzenbach, Evangelische Martin-Luther-Gemeinde Dietzenbach-Steinberg, Neuapostolische Kirche – Gemeinde Dietzenbach, Jesus-Gemeinde Dietzenbach, DitiB Fatih Moschee e. V., marokkanische Tahwid-Moschee e. V., Ahmadiyya Muslim Jamaat Dietzenbach.

Kultur

Museen

Mitten in der Altstadt liegt das Museum für Heimatkunde und Geschichte Dietzenbach, dessen Spektrum der aussagekräftigen Exponate von der Vor- und Frühgeschichte über die römische Kaiserzeit und das Mittelalter bis ins 19. und 20. Jahrhundert reicht. Die 800 m² Ausstellungsfläche ist nach Themenschwerpunkten gegliedert, wobei schrittweise die Entwicklung der Geschichte des Ortes Dietzenbach illustriert wird. Ein weiteres Museum ist das Feuerwehrmuseum im alten Feuerwehrhaus, in dem nicht nur die Geschichte der Feuerwehr in Dietzenbach zu erleben ist.

Feste

In Dietzenbach bieten jährlich folgende Feste Gelegenheit, soziale Kontakte zu pflegen:

  • Das Frühlingsfest findet auf dem Europaplatz statt.
  • Das Fest ohne Grenzen findet im Hessentagspark statt.
  • Die Offenen Gärten finden in der ganzen Stadt statt.
  • Die Dietzenbacher Automobilausstellung oder DiAA findet jedes zweite Jahr auf dem Europaplatz statt.
  • Das Weinfest findet in der neuen Stadtmitte auf dem Europaplatz über zehn Tage im Juli/August statt. Winzer aus der Region und aus ganz Süddeutschland bieten täglich Weine und passende Speisen bei musikalischer Unterhaltung durch Live-Bands zum Genießen an.
  • Die Nacht der Lichter mit Museumsnacht und Heimatfest findet in der Altstadt Dietzenbachs statt.
  • Das Trinkbornfest findet in der Altstadt am ersten Wochenende im September statt.
  • Die Kerb/Kirchweih richtet sich nach dem Gedenktag der Apostel Simon und Judas, der kalendarisch am 28. Oktober begangen wird. Die Kerb wird alljährlich am von Freitag bis Dienstag über nach diesem Gedenktag gefeiert. Fällt dieser auf einen Sonntag, findet die Kerb am darauf folgenden Wochenende statt. Die traditionelle Kerb mit Fahrgeschäften und Imbissbuden erstreckt sich auf der Landwehrstraße vom Harmonieplatz bis zur Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

Märkte

Aber auch die Märkte der Stadt bieten hierfür Gelegenheit.

  • Der Kreativmarkt ist ein Markt für Kreative und Hobbykünstler des Rhein-Main-Gebiets.
  • Der Weihnachtsmarkt findet am ersten Adventswochenende statt. Der traditionelle Weihnachtsmarkt befindet sich jedes Jahr in der weihnachtlich geschmückten Altstadt. Es gibt unter anderem Glühwein und Lebkuchen, dazu ein buntes Programm mit Musik und anderen Vorführungen.

Vereine

Das Vereinsleben in Dietzenbach ist sehr vielfältig. Insgesamt gibt es weit über 100 Vereine. Eine Auswahl:

  • Flug- und Modellbau-Club
  • Fußball-Club 1971 Dietzenbach e. V.
  • HSG Dietzenbach (Handballverein)
  • Kerbverein Dietzenbach e. V. (Verein zur Erhaltung der Kerbtraditionen – Tradition verbindet)
  • Montessori-Verein Dietzenbach e. V.
  • SC Steinberg (Sportverein)
  • 1. FC Türkgücü Dietzenbach (Fußballverein)
  • SG Dietzenbach (Sportgemeinde Schach, Handball, Tennis usw. und langjähriger Handball-Bundesligist)
  • Schützengesellschaft Tell 1930 e. V. (Pistole, Gewehr, Bogen)
  • TG Dietzenbach (Sportverein auf dem Wingertsberg, Turnen, Tanzen, Fitness, Tennis, Fußball, Handball)
  • Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Dietzenbach e. V.
  • Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e. V.
  • Heimat- und Geschichtsverein Dietzenbach e. V. (Träger des Museums für Heimatkunde und Geschichte Dietzenbach)
  • Seniorenhilfe Dietzenbach e. V. (Seniorenhilfeverein)
  • Feuerwehrvereinigung Dietzenbach e. V.
  • Lions Club Dietzenbach

Schulen

Dietzenbach hat, über die Stadt verteilt, fünf Grundschulen und zwei weiterführende Schulen. Zudem sind zwei Privatschulen in Dietzenbach ansässig und eine Volkshochschule.

  • Astrid-Lindgren-Schule (Grundschule)
  • Regenbogenschule (Grundschule)
  • Dietrich-Bonhoeffer-Schule (Grundschule)
  • Aue-Schule (Grundschule)
  • Sterntalerschule (Grundschule)
  • Helen-Keller-Schule (Sonderschule)
  • Ernst-Reuter-Schule (schulformbezogene Gesamtschule ohne gymnasiale Oberstufe)
  • Heinrich-Mann-Schule (schulformbezogene Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe)

Kino

Dietzenbach besitzt seit 1988 im Untergeschoss des Bürgerhauses ein von der Stadtmarketing-Agentur kommunal betriebenes Kino („Kino D“) mit 35-mm-Filmtechnik und Surround-System. Aus Brandschutzgründen ist das Kino derzeit geschlossen, eine Modernisierung inkl. Umstellung auf digitale Projektion ist geplant. Das Datum der Fertigstellung ist jedoch noch unbekannt.

Kulturdenkmäler

Dietzenbach weist eine große Zahl von Kulturdenkmälern auf. Im historischen Ortskern rund um die Schäferstraße sind zahlreiche Fachwerkbauten ab Mitte des 18. Jahrhunderts erhalten.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Am Sonntag, 16. Juni 1996, wurden anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Dietzenbach–Vélizy-Villacoublay beim offiziellen Empfang der Verschwisterungsbegegnung in Dietzenbach die Ehrenbürgerrechte dem Bürgermeister Raymond Loisel und dem langjährigen Vorsitzenden des „Comité de Jumelage“, Roland Penet, der Stadt Vélizy verliehen.
  • Am 11. Januar 2009 wurden im Rahmen des städtischen Neujahrsempfangs die Ehrenbürgerrechte an Dekan Günter Ludwig (* 1938), Dekan und kath. Pfarrer (1993–2009) verliehen.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Philipp Dieffenbach (1786–1860), hessischer Pädagoge und Historiker
  • Cornelia Hanisch (* 1952), Fecht-Olympiasiegerin
  • Uschi Heusel (* 1956), Karikaturistin und Künstlerin, Erfinderin der Ratte Ludwig
  • Monika Staab (* 1959), Fußballtrainerin, -funktionärin und ehemalige -spielerin
  • Stefanie Lück (* 1990), Dartspielerin

Personen in Verbindung mit Dietzenbach

  • Götz Otto (* 1967), Schauspieler, (international bekannteste Rolle:James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie, Der Untergang), wuchs in Dietzenbach auf

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Dietzenbach

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