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Wolfratshausen
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Stadtplan Wolfratshausen
Stadt Wolfrathausen
Marienplatz 1
82515 Wolfratshausen

http://www.wolfratshausen.de/

Wolfratshausen

160pxAbb. 1 Wappen von Wolfratshausen
Basisdaten
BundeslandBayern
Höhe576 m
PLZ82515
Vorwahl08171
Gliederung4 Gemeindeteile
Website
Erster BürgermeisterKlaus Heilinglechner (BV Wolfratshausen)
Wolfratshausen ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Bis zur Gebietsreform in Bayern 1972 war sie die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

Geographie

Lage

Wolfratshausen gehört zu der Region Bayerisches Oberland und liegt in den Flusstälern von Loisach und Isar. Die Loisach mündet unmittelbar nördlich der Stadt im Bereich der Pupplinger Au in die Isar (sogenannter Isarspitz). Die Landeshauptstadt München liegt circa 30 Kilometer nördlich.

Das Stadtgebiet grenzt südlich unmittelbar an die Nachbarstadt Geretsried. Daraus ergibt sich ein gemeinsamer Wirtschaftsraum mit über 40.000 Einwohnern bzw. ein gemeinsames Mittelzentrum in der Planungsregion Oberland.

Nachbargemeinden

Gemeindegliederung

Die Gemeinde hat vier Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

  • Nantwein (Kirchdorf)
  • Waldram (Siedlung)
  • Weidach (Dorf)
  • Wolfratshausen (Hauptort)Daneben gibt es die Siedlung Farchet, die jedoch kein amtlich benannter Gemeindeteil ist.

Geschichte

Mittelalter

Wolfratshausen fand seine erste Erwähnung als „Wolueradeshusun“ in einer Urkunde des Königs Heinrich II. vom 30. Juni 1003, am Hofe von Regensburg in Zusammenhang mit der Abgrenzung eines Jagdgebietes. Die Wolfratshauser Burg wurde im Jahr 1116 von den Grafen von Wolfratshausen, einer Seitenlinie der Dießen-Andechser Grafen errichtet. Im Jahre 1280 wurde Wolfratshausen erstmals als Markt bezeichnet. Ab dem 12. Jahrhundert legten Flöße von Wolfratshausen Richtung München ab. Es wurden hauptsächlich Baumaterialien transportiert. Seit dem 13. Jahrhundert ist Wolfratshausen Sitz eines Landgerichts. Die Burg war mittlerweile eine wichtige Residenz der Wittelsbacher geworden. Besonders Herzog Rudolf war bis 1315 häufig in Wolfratshausen, seine drei Söhne, die späteren Pfalzgrafen und Kurfürsten von der Pfalz, wurden hier geboren. Auch Herzog Ernst residierte während der Unruhen in München um 1400 jahrelang hier, so dass auch sein Sohn Albrecht III. in Wolfratshausen auf die Welt kam.

Frühe Neuzeit

Im Jahre 1632 – während des Dreißigjährigen Kriegs – brachen die Schweden in Wolfratshausen ein, steckten viele Gebäude (u. a. die Kirche) in Brand und töteten zahlreiche Bewohner. 1634 brachten spanische Soldaten die Pest nach Wolfratshausen, durch die wieder zahlreiche Einwohner starben. In der Barockzeit bestand im Markt eine produktive Bildhauerschule, die im Schatten der Weilheimer stand; ihr bekanntester Vertreter war Lukas Herle, der auch als Altarschreiner tätig war. Am 7. April 1734 zerstörte die Explosion von mehr als 17 Tonnen Pulver nach einem Blitzeinschlag in den Pulverturm die Burg. Die Steine der Ruine wurden zum Bau der Münchner Residenz und vieler Wolfratshauser Häuser verwendet.

19. Jahrhundert

Die Floßfahrt erreichte 1848 ihren Höhepunkt mit jährlich ca. 5800 Flößen. 1853 erlebte Wolfratshausen das größte Hochwasser seiner Geschichte. Der TSV Wolfratshausen, der älteste Sportverein im Altlandkreis, wurde 1864 gegründet, die Freiwillige Feuerwehr Wolfratshausen im Jahr 1865. 1870/71 fielen fünf Wolfratshauser im Deutsch-Französischen Krieg. 1874 brannte der Obermarkt. Zahlreiche Gebäude zwischen dem „Peterbäck“ und dem Gasthaus zur Post wurden ein Raub der Flammen. Am 27. Juli 1891 nahm die Isartalbahn ihren Betrieb auf und beförderte Personen und Fracht von und nach München. 1894 hielt die Elektrizität durch den Umbau der alten Kastenmühle in ein Wasserkraftwerk Einzug.

20. Jahrhundert

1901 wurde die Pupplinger Au unter Naturschutz gestellt. 1902 bekam Wolfratshausen sein Bezirksamt (alte Bezeichnung für Landratsamt) wieder zurück, nachdem es ab 1862 von München aus verwaltet worden war. 1911 begann der Ausbau der Staatsstraße am Wolfratshauser Berg. Ein Erdbeben mittlerer Stärke verursachte Schäden. Während des 1914 ausgebrochenen Ersten Weltkrieges verloren 85 Wolfratshauser ihr Leben an der Front. Aufgrund der zunehmenden Motorisierung und der damit einhergehenden Steigerung des Verkehrs beschloss der Gemeinderat, ab 1. Januar 1920 auf den Pflasterzoll zu verzichten. Der Loisach-Isar-Kanal wurde 1924 fertiggestellt. 1928 war die Zeit des Hochwassers endlich vorbei. Die Loisach wurde begradigt und die neue obere Loisachbrücke dem Verkehr übergeben.

1933 übernahmen die Nationalsozialisten das Wolfratshauser Rathaus. Immerhin konnte bis zu den Novemberpogromen 1938 eine rein jüdische hauswirtschaftliche Frauenfachschule in einer Gründerzeitvilla weiter existieren. Dann mussten aber die Schülerinnen binnen zweier Stunden den Ort verlassen, die Schule wurde geräumt und nach dem Krieg abgerissen. 1937 wurde im Staatsforst Wolfratshausen mit dem Bau einer Sprengstofffabrik und den Unterkünften für deren deutsche Arbeiter und ausländische Zwangsarbeiter begonnen. Nach dem Krieg entstand aus einem dieser Lager, dem ehemaligen Lager Föhrenwald, ein Lager für sogenannte displaced persons, 1957 dann der Ortsteil Waldram. Auf dem weitläufigen Gelände im Staatsforst entstand im Laufe der Jahre die Stadt Geretsried (Gerolzried). Bis auf die Sprengung der oberen Loisachbrücke im Jahr 1945 blieb Wolfratshausen in beiden Weltkriegen von schwerwiegenden Schäden verschont. Der Markt wurde den Amerikanern kampflos übergeben. Allerdings verloren 160 Wolfratshauser im Zweiten Weltkrieg ihr Leben. Kurz vor Kriegsende wurden KZ-Häftlinge durch Wolfratshausen getrieben. An den Elendszug erinnern viele Denkmäler entlang der Wegstrecke.

Am 25. Januar 1946 wurde bei der ersten Kommunalwahl nach der Nazidiktatur demokratisch eine Gemeindeverwaltung gewählt. 1961 wurde der bisherige Markt zur Stadt erhoben. 1962 entstand der Neubau der Grund- und Hauptschule Waldram. Das neue Kreiskrankenhaus wurde 1966 eingeweiht. Am 1. Juli 1972 entstand im Zuge der Gebietsreform aus den früheren Landkreisen Bad Tölz und Wolfratshausen der neue Landkreis Bad Tölz, der am 1. Mai 1973 in Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen umbenannt wurde. Im Jahr 1972 fuhr die S-Bahn erstmals bis in die Loisachstadt. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Weidach eingegliedert.

Das Kulturzentrum Loisachhalle wurde 1980 eingeweiht. 20 Jahre später wurde es wegen Baumängeln und nicht mehr ausreichendem Brandschutz geschlossen. Der damalige bayerische Innenminister Edmund Stoiber setzte 1989 den Grundstein für die neue, 142 Meter lange und ca. 4,3 Millionen Euro teure Marienbrücke. Ein großer Finanzskandal erschütterte 1994 Wolfratshausen. Beamte der Oberfinanzdirektion und der Staatsanwaltschaft durchsuchten nach einer anonymen Anzeige das Finanzamt Wolfratshausen. Vier Beamte wurden in Haft genommen.

21. Jahrhundert

Am 11. Januar 2002 entschieden Edmund Stoiber und Angela Merkel beim gemeinsamen „Wolfratshauser Frühstück“, dass Stoiber Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl 2002 wurde. Im Jahr 2003 schenkten die Bürgerinnen und Bürger von Iruma der Stadt anlässlich der 1000-Jahr-Feier den Japanischen Garten "Yūkō Nihon Teien", was soviel bedeutet wie "Japanischer Garten der Freundschaft". Im August 2005 wurde der Markt zur Einbahnstraße. Nach langwierigen Finanzierungsverhandlungen wurde die Loisachhalle modernisiert und im Juli 2009 wieder in Betrieb genommen.

Einwohnerstatistik

Am 31. Dezember 2020 lebten 20.498 Personen in Wolfratshausen, davon 19.486 mit dem Hauptwohnsitz. Bei den Altersgruppen stellen die 19 bis 65-jährigen den größten Anteil (60,0 %) und die 0 bis 18-jährigen den kleinsten Anteil (18,0 %). Der Ausländeranteil lag bei 17,5 %.

Geburten

  • 2009: 170
  • 2010: 171
  • 2011: 158
  • 2012: 174
  • 2013: 208
  • 2014: 230

Todesfälle

  • 2009: 263
  • 2010: 286
  • 2011: 310
  • 2012: 302
  • 2013: 288
  • 2014: 296

(Quelle: Wolfratshausen aktuell, Ausgabe 1/2021)

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Stadt von 15.286 auf 18.836 um 3.550 Einwohner bzw. um 23,2 %.

Datum Einwohner  
1. Dezember 1840 1 886 ¹
1. Dezember 1871 2 430 ¹
1. Dezember 1900 2 375 ¹
6. Juni 1925 3 111 ¹
17. Mai 1939 3 815 ¹
13. September 1950 6 112 ¹
6. Juni 1961 8 779 ¹
27. Mai 1970 12 881 ¹
25. Mai 1987 15 090 ¹
31. Dezember 2008 17 749  
Datum Einwohner  
31. Dezember 2009 17 850  
31. Dezember 2010 17 992  
9. Mai 2011 17 151 ¹
31. Dezember 2011 17 190  
31. Dezember 2012 17 580  
31. Dezember 2013 17 843  
31. Dezember 2014 18 122  
31. Dezember 2015 18 237  
31. Dezember 2016 18 491  
31. Dezember 2017 18 666  
Datum Einwohner  
31. Dezember 2018 18.836  
31. Dezember 2020 19.486

¹ Volkszählungsergebnis

Konfessionsstatistik

Gemäß dem Zensus 2011 waren 17,7 % der Einwohner evangelisch, 47,9 % römisch-katholisch und 34,4 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Die Zahl der Protestanten und vor allem die der Katholiken ist seitdem gesunken. Ende 2020 hatte Wolfratshausen 20.948 Einwohner davon 39,3 % Katholiken, 14,2 % Protestanten und 46,5 % hatten entweder eine andere oder gar keine Religionszugehörigkeit.

Politik

Stadtrat

Die Stadtratswahl am 15. März 2020 führte zu folgendem Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften 2020 2014 2008 2002 1996
Anteil Sitze Anteil Sitze Anteil Sitze Anteil Sitze Anteil
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 25,0 6 11,5 3 10,3 2 7,8 2 9,2
CSU Christliche-Soziale Union in Bayern 22,2 5 32,5 8 37,2 9 43,2 11 47,3
BVW Bürgervereinigung Wolfratshausen e.V. 21,8 5 33,6 8 31,8 8 9,0 2 6,7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14,3 4 22,5 5 20,7 5 22,8 7 22,6
Liste WOR Liste WOR 12,8 3
FDP Freie Demokratische Partei 3,0 1
AfD Alternative für Deutschland 0,9
FW Freie Wähler 9,4 2 9,7
FDP und Pf. Freie Demokratische Partei und Parteifreie 3,0 4,5
Gesamt 100,0 24 100,0 24 100,0 24 100,0 24 100,0
Wahlbeteiligung in % 56,1 53,4 60,5 66,6 69,6

Weitere Wahlen

In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse von Bundes-, Landtags- und Europawahlen in Wolfratshausen dargestellt.

Jahr Wahl Wbt. CSU SPD Grüne FDP AfD FW Linke1 Sonst.
2021 Bundestagswahl 81,8 30,7 17,5 17,4 12,6 7,3 4,9 2,6 7,0
2019 Europawahl 65,6 37,4 9,5 23,1 3,7 8,0 4,3 2,6 11,5
2018 Landtagswahl 74,7 35,9 9,4 22,5 5,8 8,2 8,5 3,2 6,5
2017 Bundestagswahl 79,9 37,7 13,6 12,0 11,6 11,5 1,7 6,4 5,5
2014 Europawahl 50,1 36,3 20,1 14,8 3,2 10,6 3,8 2,7 8,6
2013 Bundestagswahl 72,3 49,7 17,8 9,8 5,1 5,6 2,6 3,6 6,0
Landtagswahl 67,6 50,3 23,3 9,2 3,1 5,8 1,7 6,6
2009 Bundestagswahl 74,8 42,1 15,4 12,6 16,8 5,6 7,6
Europawahl 46,4 47,9 12,1 14,4 9,9 4,6 1,8 9,4
2008 Landtagswahl 60,9 36,7 20,9 12,8 9,1 11,8 3,8 5,0
2005 Bundestagswahl 81,1 51,0 21,8 9,9 10,9 2,8 3,6
2003 Landtagswahl 65,6 61,2 20,6 8,9 3,0 1,5 4,8
1 bis 2007: PDS

Bürgermeister seit dem 6. Mai 2020

  1. Bürgermeister: Klaus Heilinglechner (BVW)
  2. Bürgermeister: Günther Eibl (CSU)
  3. Bürgermeister: Annette Heinloth (Grüne)

Bürgermeisterwahlen

Jahr Kandidaten Partei Ergebnis in % Wahlbeteiligung in %
20201 Klaus Heilinglechner BVW 55,7 59,9
Günther Eibl CSU 44,3
2020 Klaus Heilinglechner BVW 29,1 56,1
Günther Eibl CSU 21,1
Annette Heinloth Grüne 20,7
Richard Kugler Liste WOR 16,6
Manfred Menke SPD 12,6
20141 Klaus Heilinglechner BVW 55,9 49,0
Friedrich Meixner SPD 44,1
2014 Klaus Heilinglechner BVW 35,6 53,5
Friedrich Meixner SPD 34,5
Peter Plößl CSU 29,9
20081 Helmut Forster BVW 62,9 55,7
Richard Kugler CSU 37,2
2008 Richard Kugler CSU 38,0 60,9
Helmut Forster BVW 32,9
Reiner Berchtold SPD 29,1
2002 Reiner Berchtold SPD 56,5 66,5
Manfred Fleischer CSU 43,5
1998 Reiner Berchtold SPD 50,1 61,3
Josef Thalhammer CSU 49,9
1 Stichwahl

Haushalt

Schuldenentwicklung in EUR (seit 2009):

  • 2009: 16.113.743 (pro Kopf 907)
  • 2010: 18.876.336 (pro Kopf 1054)
  • 2011: 18.153.582 (pro Kopf 1012)
  • 2012: 17.347.347 (pro Kopf 966)
  • 2013: 16.568.447 (pro Kopf 923)
  • 2014: 15.184.123 (pro Kopf 860)

Wappen

Banner

80px Banner: „Das Banner ist schwarz-weiß gespalten mit dem Wappen oberhalb der Mitte.“

Partner-, Freund- und Patenschaften

Städtepartnerschaften

Folgende Städtepartnerschaften existieren:

  • seit 1970 Barbezieux
  • seit 1987 Iruma

Städtefreundschaften

Folgende Städtefreundschaften existieren:

  • seit 2009 Brody
  • seit 2011 Manzano

Patenschaften

Folgende Patenschaften existieren:

  • seit 1961 Bad Tölz. Zur Stadterhebung hat die Stadt Bad Tölz für die damals junge Stadt Wolfratshausen eine Patenschaft übernommen.
  • seit 2003 A52 Oste Flottendienstboot

(Quelle unter)

Kultur, Sehenswürdigkeiten und Freizeit

Baudenkmäler

  • Pfarrkirche St. Andreas (erbaut 1484, 1626 nach einem Brand erneuert)
  • Rathaus, erbaut 1805
  • Der Humplbräu (1619 erstmals urkundlich erwähnt)
  • Altstadt (seit August 2005 verkehrsberuhigter Einbahnstraßenverkehr)
  • Das Schwankl-Eck
  • Loisachhalle
  • Buckhaus
  • Beim Oberfärber

Bodendenkmäler

Museen

  • Heimatmuseum (zur 1000-Jahr-Feier im Jahr 2003 erweitert und renoviert)
  • Erinnerungsort BADEHAUS (Eröffnung 2018 im Stadtteil Waldram)

Freizeit und Ausflugsziele

  • Freizeitpark Märchenwald im Isartal (eröffnet 1968). Viele Attraktionen warten hier auf Jung und Alt, zum Beispiel die „Oachkatzl“-Achterbahn und viele Kletterspielplätze.
  • Isar-Floßfahrten (Beginn der Floßfahrten und morgendlicher Zusammenbau der Flöße)
  • Burg Wolfratshausen: Auch wenn nur mehr ein Gedenkstein und einige Tuffsteinreste an die Burg erinnern, kann man doch die Ausmaße erahnen. 1734 wurde die Burg durch eine von einem Blitzschlag ausgelöste Explosion des Pulverturms zerstört.
  • Eine Wanderung durch den Bergwald eröffnet malerische Blicke auf das gesamte Stadtgebiet und die Gipfel des Karwendel- und Wettersteingebirges vom Wendelstein im Osten bis zur Zugspitze im Süden.
  • Radtouren oder Inlineskaten durch das Naturschutzgebiet Isarauen/Pupplinger Au
  • Der japanische Garten Yuko Nihon Teien, ein Geschenk der japanischen Partnerstadt Iruma.
  • Radtour zum Starnberger See (Entfernung etwa zwölf Kilometer)
  • Die Via Bavarica Tyrolensis, ein 225 km langer Radweg von München durch die Tiroler Gebirgswelt ins Inntal, führt durch die Pupplinger Au.
  • Skifahren, besonders für Kinder, an den Liften in Peretshofen und Beuerberg. Die großen Skigebiete können innerhalb von ein bis zwei Stunden erreicht werden.
  • Langläufer finden ca. 200 km Loipen in der Umgebung.
  • Der Walk of Fame direkt vor der Loisachhalle.

Vereine

  • Klecks, Schule der Phantasie e. V.: Bei dem im Jahre 1999 gegründeten Verein handelt es sich um eine der größten freien Kunstschulen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Bayern. Aufgabe der Kunstschule ist es, die künstlerische Persönlichkeitsentwicklung über den Weg der kreativen Selbsterfahrung und Sensibilisierung der Wahrnehmung zu fördern. In Bayern gibt es vergleichbare Einrichtungen seit 1980, als Rudolf Seitz von der Münchner Kunstakademie zusammen mit Kunststudenten die erste Schule der Phantasie an Münchner Grundschulen gründete. In Bayern gibt es nur noch wenige freie Kunstschulen, da die arbeitsintensive ehrenamtliche Vereinstätigkeit und sinkende öffentliche Förderung diese besondere Form einer Kunstschule kaum noch zulässt. Viele der ehemaligen Kunstschulen haben ihre Tätigkeit eingestellt oder sind in öffentlichen Einrichtungen übergegangen.
  • BCF Wolfratshausen e. V., Bezirksliga Oberbayern-Süd – 2019/2021 – 4. Platz
  • TSV Wolfratshausen v. 1864 e. V.
  • Bürger für Bürger, Nachbarschaftshilfe Wolfratshausen e. V.
  • Gebirgsschützenkompanie Wolfratshausen e. V.
  • Burgverein Wolfratshausen e. V. (widmet sich der Pflege des Andenkens an die Burg Wolfratshausen)
  • Freiwillige Feuerwehr Wolfratshausen e. V.
  • 1. FC Weidach e. V.
  • Freiwillige Feuerwehr Weidach e. V.
  • Burschenverein Weidach e. V.
  • Gebirgstrachtenerhaltungsverein DLoisachtaler Wolfratshausen e. V.
  • Stadtkapelle Wolfratshausen e. V. und Jugendkapelle: konzertante und bayerisch-böhmische Blasmusik
  • Schachclub Wolfratshausen 1948 e.V.
  • Fotoclub Wolfratshausen e.V.
  • Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe
  • Historischer Verein Wolfratshausen e.V.
  • Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Iruma und Wolfratshausen e.V.
  • Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Barbezieux und Wolfratshausen e.V.

Sonstiges

  • Jugendhaus „La Vida“
  • Isar-Loisach-Stadion

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Größter Arbeitgeber in Wolfratshausen ist die EagleBurgmann Germany GmbH & Co. KG mit mehr als 5000 Mitarbeitern, mehr als 1000 davon in den Werken Wolfratshausen und Eurasburg. Sie wurde von Feodor Burgmann 1884 in Dresden unter dem Namen „Feodor Burgmann Handelsgesellschaft in technischen Artikeln“ gegründet. 1951 wurde der Unternehmenssitz nach Wolfratshausen verlagert. Die Säule des Geschäfts bildet die Herstellung und der Vertrieb von Gleitringdichtungen. Seit März 2004 ist Burgmann eine von zehn operativ selbstständigen Geschäftsgruppen von Freudenberg und bildet zusammen mit Eagle Industry, Japan, eine weltweite Allianz (EagleBurgmann) für Dichtungstechnik.

Die Haupt Pharma Wolfratshausen GmbH, ein Unternehmen der Aenova Group, beschäftigt am Standort Wolfratshausen rund 360 Mitarbeiter.

Wolfratshausen ist Unternehmenssitz des Chemieunternehmens TUNAP.

In Wolfratshausen war zudem ein Möbelhaus des Handelsunternehmens Möbel Mahler mit beinahe 40.000 m² Verkaufsfläche ansässig. Seit Oktober 2018 werden die zuvor leer gestandenen Verkaufsflächen durch den österreichischen Möbelgiganten XXXLutz und Mömax wieder als Möbelhaus betrieben.

Schulen und Bildungseinrichtungen

  • St. Matthias Waldram: Eine Schule des Zweiten Bildungsweges zur Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur)
  • Grund- und Mittelschule Wolfratshausen
  • Grundschule Weidach
  • Grund- und Mittelschule Waldram
  • Staatliche Realschule Wolfratshausen
  • Staatliche Berufsschule Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Volkshochschule Wolfratshausen e.V.
  • Stadtbücherei Hammerschmiedweg
  • Stadtbücherei Kardinal-Wendel-Straße
  • Städtische Musikschule
  • Freie Schule Wolfratshausen (auf Grundlage der Waldorfpädagogik)
  • Medical Rescue College GmbH (Berufsfachschule für Rettungsassistenten)
  • 1926–1938 wurde eine wirtschaftliche Frauenschule (später Landwirtschaftliche Frauenschule) der Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes. in München in Wolfratshausen betrieben.

Verkehr

Die Bundesstraße 11 führt durch Wolfratshausen und belastet insbesondere die Altstadt mit einem hohen Verkehrsaufkommen. Zur Entzerrung des Verkehrs und Unterstützung des Altstadt-Einzelhandels darf die Altstadt seit dem 13. August 2005, im Zuge einer Testphase, nur mehr in Richtung Süden befahren werden. Der Nordverkehr wird über die Bahnhofstraße umgeleitet.

Die Bundesautobahn 95 (München–Garmisch-Partenkirchen) führt nahe an der Stadt vorbei; Wolfratshausen hat einen Autobahnanschluss. München ist somit in ca. 20 Minuten zu erreichen. Die Bundesautobahn 8 (München–Salzburg) ist über Sauerlach in ca. 20 Minuten erreichbar.

Der Bahnhof Wolfratshausen ist Endstation der Linie S7 der S-Bahn München, die einen Abschnitt der früheren Isartalbahn, die von München nach Bichl führte, benutzt. Der Münchner Hauptbahnhof wird in ca. 40 Minuten erreicht, der Flughafen München in ca. 90 Minuten. Der Bahnhof wird außerdem für den Güterverkehr verwendet, insbesondere von der Firma Tyczka, einem in Geretsried ansässigen Unternehmen für Flüssiggasherstellung und Energieversorgung. Der Wolfratshauser Bahnhof stellt auch einen zentralen Busbahnhof für das Umland dar. Neben Buslinien des Regionalverkehr Oberbayern, die Anbindungen zu den einzelnen Ortsteilen und umliegenden Gemeinden herstellen, verkehren von hier auch Stadtbuslinien. Am Bahnhof stehen Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung.

Die S7 soll nach Geretsried verlängert werden. Eine Nutzen-Kosten-Analyse erbrachte einen Faktor von 1,09, wobei aber eine von Wolfratshausen nicht gewünschte Schrankenlösung an der Sauerlacher Straße zugrunde liegt. Stattdessen wird eine Bahnunterquerung dieser Staatsstraße gefordert. Aus Kostengründen wird die S-Bahn-Trasse voraussichtlich über Geretsried-Gelting verlaufen. Nach Einreichung der Planfeststellungsunterlagen im Dezember 2011 durch die DB-Projektbau beim Eisenbahn-Bundesamt wird mit Baubeginn ca. 2024 und mit der Fertigstellung nicht vor Ende 2028 gerechnet.

Im Jahr 2003 ereigneten sich in Wolfratshausen 99 Straßenverkehrsunfälle ohne Personenschaden und 75 mit Personenschaden, dabei verletzten sich 94 Personen (keine Todesopfer).

Persönlichkeiten

  • Nantovinus († um 1286), katholischer Heiliger, Pilger und Märtyrer
  • Rudolf II. der Blinde (1306–1353) Pfalzgraf bei Rhein
  • Ruprecht I. von der Pfalz (1309–1390), Pfalzgraf bei Rhein und Kurfürst von der Pfalz; Gründer nach ihm benannten Universität Heidelberg.
  • Hans Urmiller, Richter und Pfleger des Landgerichts Wolfratshausen vom 16. Januar 1529 bis 20. April 1535
  • Franz Joseph Grienwaldt (1708–1743), landständischer Arzt in München sowie Leibarzt des Fürstbischofs von Freising
  • Felix Bockhorni (1801–1878), Zeichner, Lithograph und Maler
  • Friedrich von Pechmann (1862–1919), bayerischer Freiherr und Generalmajor
  • Hermann Neuhaus (1863–1941), Maler, seine Fresken schmücken die evangelische Kirche
  • Richard Wagner (1878–1947), Porträtist und Kunstmaler
  • Ernst Wiechert (1887–1950), Schriftsteller und Dichter, erwarb 1936 den Gagerthof in Wolfratshausen
  • Hans Stuck (1900–1978), Automobilrennfahrer
  • Willy Thieme (1912–1979), Landrat, Bürgermeister, Landtags- und Bundestagsabgeordneter
  • Friedrich von Stülpnagel (1913–1996), Oberst i. G. der Bundeswehr, Gewinner der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1936 in der 4-mal-400-Meter-Staffel
  • Heinrich Lutz (1922–1986), Historiker und Hochschullehrer
  • Hans-Joachim Streicher (1924–1990), Chirurg
  • Fritz Hopmeier (1930–2014), Jurist und Politiker (CDU), Landtagspräsident Baden-Württembergs 1992–1996
  • Edmund Stoiber (* 1941), Jurist und Politiker (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern 1993–2007, wohnt in Wolfratshausen
  • Towje Kleiner (1948–2012), Schauspieler und Drehbuchautor
  • Saul Rubinek (* 1948), Hollywoodschauspieler, Regisseur und Filmproduzent
  • Hans Dieter Klein (* 1951), Fotograf und Science-Fiction-Autor
  • Sigi Heinrich (* 1953), Redakteur und Sportreporter
  • Oliver Simon (1957–2013), Sänger
  • Michael Wenninger (* 1969), Schauspieler
  • Claudia Klischat (* 1970), Schriftstellerin
  • Johanna Hagn (* 1973), Judoka
  • Matthias Kiefersauer (* 1973), Regisseur und Drehbuchautor
  • Florian Wanner (* 1978), Judoka
  • Murat Bosporus (* 1979), Wrestlingsportler
  • Peter Huber-Saffer (* 1980), Basketballspieler
  • Markus Janka (* 1980), Eishockeytorwart
  • Stephanie Lottermoser (* 1983), Jazzmusikerin
  • Claudia Lichtenberg (* 1985), Radsportlerin
  • Michael Baindl (* 1986), Eishockeyspieler

Wolfratshausener See

  • Der Wolfratshausener See war ein ehemaliger Gletschersee, der vor mehreren tausend Jahren verschwand.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfratshausen

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