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Karte Starnberg
Landratsamt
Starnberg
Strandbadstraße 2
82319 Starnberg

http://www.lk-starnberg.de/

Landkreis Starnberg

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Starnberg
Basisdaten
BundeslandBayern
RegierungsbezirkOberbayern
VerwaltungssitzStarnberg
Adresse des LandkreisesStrandbadstraße 2
82319 Starnberg
Websitewww.lk-starnberg.de
LandratStefan Frey (CSU)
Der Landkreis Starnberg ist eine Gebietskörperschaft und liegt im Südwesten des bayerischen Regierungsbezirks Oberbayern.Mit einem Kaufkraftindex von 141,1 des Bundesdurchschnitts bzw. 33.363 Euro je Einwohner verfügt der Landkreis Starnberg im Jahr 2021 über das höchste Pro-Kopf-Einkommen aller Stadt- und Landkreise in der Bundesrepublik Deutschland. Er weist außerdem die deutschlandweit höchste Lebenserwartung auf (Stand: 2013/15).

Geographie

Lage

Der Landkreis Starnberg ist Teil der Kulturlandschaft „Fünfseenland“, da er den nordwestlichen Landstrich des Starnberger Sees, den Weßlinger See, den Wörthsee, den Pilsensee und Teile des östlichen Ammersees einschließt.

Zwischen dem Starnberger See (584 m) und dem Ammersee (533 m) erstrecken sich als Hügellandschaft würmeiszeitliche Seiten- und Endmoränen, die im Berndorfer Buchet (750 m) bei Obertraubing (westlich von Tutzing) ihre höchste Erhebung im Kreisgebiet haben.

Die Ilkahöhe (726 m) bei Tutzing ist ein bekannter Aussichtspunkt mit Blick auf den Starnberger See und die Alpen. An seinem Nordufer verlässt die Würm den Starnberger See. Sie hat sich ein enges Flussbett gegraben und verlässt bei Krailling das Kreisgebiet in Richtung München.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Fürstenfeldbruck, München, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Landsberg am Lech.

Schutzgebiete

Im Landkreis gibt es zehn Naturschutzgebiete, sechs Landschaftsschutzgebiete, elf FFH-Gebiete und mindestens zwölf vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope (Stand April 2016).

Geschichte

Landgericht

Das Gebiet des Landkreises Starnberg gehört lange zu Bayern. 1803 wurde das Landgericht Starnberg errichtet, das zum Isarkreis gehörte, der 1838 in Kreis Oberbayern umbenannt wurde.

Bezirksämter

Im Jahr 1862 wurde das Gebiet des Landgerichts Teil des Bezirksamts München links der Isar und 1880 des Bezirksamtes München II. Am 1. Oktober 1902 wurde aus 40 Gemeinden des aufgelösten Bezirksamtes München II ein eigenes Bezirksamt Starnberg errichtet.

Landkreis

Am 1. Januar 1939 wurde die reichseinheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Starnberg.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis Starnberg am 1. Juli 1972 um die Gemeinden Bachhausen und Höhenrain sowie das gemeindefreie Gebiet Wadlhauser Gräben des aufgelösten Landkreises Wolfratshausen auf seine heutige Ausdehnung vergrößert.

Einwohnerentwicklung

Der Landkreis ist als Naherholungskreis beliebt und hat eine starke Zuwanderung aus dem Raum München zu verzeichnen.

Der Landkreis Starnberg gewann von 1988 bis 2008 rund 19.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um ca. 17 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Landkreis von 110.867 auf 136.092 um 25.225 Einwohner bzw. um 22,8 %.

Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohnerzahl 11.048 13.011 19.020 29.363 36.449 65.463 73.704 86.674 108.889 116.082 119.523 124.956 129.091 130.283 133.621

Baudenkmäler

Siehe ''Baudenkmäler im Landkreis Starnberg''

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Der Kaufkraftindex des Landkreises beträgt im Jahr 2021 141,1 des Bundesdurchschnitts (100) bzw. 33.363 Euro pro Einwohner. Somit verfügt der Landkreis Starnberg über das höchste Pro-Kopf-Einkommen aller Stadt- und Landkreise in Deutschland.

13,5 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Starnberg haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss – doppelt so viele wie im Bundesschnitt.

Im Zukunftsatlas der schweizerischen Prognos AG belegt der Landkreis Starnberg seit 2013 durchgängig Platz 8 von über 400 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Top Zukunftschancen“.

Tourismus

War der Landkreis Starnberg zuvor als Teil der Tourismusregion Starnberger Fünf-Seen-Land ausgewiesen, ist sie seit 2019 beim Bayerischen Landesamt für Statistik in der Schreibweise „Starnberg Ammersee“ als Teil der Tourismusregion Starnberg-Ammersee verzeichnet.

Die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg mbH (gwt Starnberg GmbH) vermarktet die Region in der Schreibweise „StarnbergAmmersee“ und wurde „als Schnittstelle zwischen Unternehmen, Verwaltung, Politik und Bürgern gegründet“. Neben dem Marketing zu Aspekten generell als Wirtschaftsstandort fungiert die gwt auch gleich einem Tourismusverband, über dessen Webpräsenz u. a. Urlaubsziele innerhalb der Region beworben werden und Unterkünfte zu buchen sind. Gesellschafter der gwt sind der Landkreis, die Gemeinden des Landkreises sowie vier Anliegergemeinden an den Seen drei anderer Landkreise (Bernried am Starnberger See, Dießen am Ammersee, Münsing, Seeshaupt), ferner der Bund der Selbstständigen – Gewerbeverband Bayern e.V. und der Unternehmerverband Wirtschaftsförderung (UWS).

Verkehr

Der Landkreis wird durch zwei S-Bahnlinien des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes und drei Bundesautobahnen erschlossen.

Schiene

Die erreicht auf der 1854 von der Pasing-Starnberg Eisenbahn erbauten Strecke von München her über Gauting in Starnberg das Westufer des Sees; dann führt sie auf dem Abschnitt bis Tutzing weiter, der 1865/66 ebenso wie die Verlängerungen nach Weilheim und Penzberg von der Eisenbahn der Stadt Weilheim hinzugefügt worden ist.

Die benutzt die Bahnlinie, die 1903 durch die Bayerische Staatsbahn von Pasing nach Herrsching in Betrieb genommen wurde.

Straße

Die Bundesautobahn 96 München–Lindau erschließt den westlichen Landkreis. Die Bundesautobahn 95 München–Garmisch-Partenkirchen verläuft rund 13 km nahe der östlichen Landkreisgrenze. Die beim Autobahndreieck Starnberg aus der Bundesautobahn 95 abzweigende, knapp 5 km lange Bundesautobahn 952 endet nahe der Nordspitze des Starnberger Sees am östlichen Stadtrand von Starnberg.

Politik

Kreistag

Die Wahlergebnisse der Kreistagswahlen ab 2002 führten zu folgenden Sitzverteilungen:

Jahr CSU SPD Grüne FDP FW ÖDP Linke AfD Gesamt Wahl-
beteiligung
2020 20 5 18 5 8 2 1 1 60 62,4 %
2014 24 9 10 6 9 2 60 59,0 %
2008 23 9 10 7 9 2 60 63,1 %
2002 28 11 6 4 9 2 60 63,8 %

Landrat

Seit dem 1. Mai 2020 hat Stefan Frey (CSU) als Nachfolger von Karl Roth (CSU) das Amt des Landrats des Landkreises Starnberg inne. Stellvertretender Landrat ist Matthias Vilsmayer (Freie Wähler) sowie die zweite stellvertretende Landrätin Britta Hundesrügge (FDP). Die CSU, Freie Wähler und die FDP bilden gemeinsam eine Koalition.

Wappen und Flagge

Als inoffizielle Landkreisflagge wird eine weiß-blaue Flagge mit dem Landkreiswappen verwendet.

Das Landratsamt Starnberg verwendet in der Korrespondenz nicht das Landkreis- oder das kleine Staatswappen, sondern lediglich ein Logo. Hausschrift ist die Univers.

Gemeinden

(Einwohner am )

Stadt
  1. Starnberg ()

Keine Märkte

Keine Verwaltungsgemeinschaften

Gemeindefreies Gebiet

  1. Starnberger See (57,16 km²)
Weitere Gemeinden
  1. Andechs ()
  2. Berg ()
  3. Feldafing ()
  4. Gauting ()
  5. Gilching ()
  6. Herrsching am Ammersee ()
  7. Inning am Ammersee ()
  8. Krailling ()
  9. Pöcking ()
  10. Seefeld ()
  11. Tutzing ()
  12. Weßling ()
  13. Wörthsee ()

Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/1978

Bis zur Gebietsreform 1971/1978 hatte der Landkreis Starnberg 40 Gemeinden (siehe Liste unten).

Im Westen grenzte der Landkreis an den Landkreis Landsberg am Lech, im Norden an den Landkreis Fürstenfeldbruck, im Osten an die Landkreise München und Wolfratshausen und im Süden beziehungsweise im Südwesten an den Landkreis Weilheim in Oberbayern.

Am 1. Oktober 1937 wurde die Gemeinde Kempfenhausen nach Berg eingemeindet. Am 8. Juli 1952 wurde der Name der Gemeinde Oberalting in Oberalting-Seefeld geändert und die Gemeinde Erling wurde am 30. April 1956 in Erling-Andechs umbenannt.

Die Gemeinden des Landkreises Starnberg vor der Gemeindereform 1971/78. (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett hervorgehoben.)

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Argelsried Gilching Landkreis Starnberg
Aschering Pöcking Landkreis Starnberg
Berg Berg Landkreis Starnberg
Breitbrunn am Ammersee Herrsching a.Ammersee Landkreis Starnberg
Buch am Ammersee Inning a.Ammersee Landkreis Starnberg
Buchendorf Gauting Landkreis Starnberg
Drößling Seefeld Landkreis Starnberg
Erling-Andechs Andechs Landkreis Starnberg
Etterschlag Wörthsee Landkreis Starnberg
Feldafing Feldafing Landkreis Starnberg
Frieding Andechs Landkreis Starnberg
Gauting Gauting Landkreis Starnberg
Gilching Gilching Landkreis Starnberg
Hadorf Starnberg Landkreis Starnberg
Hanfeld Starnberg Landkreis Starnberg
Hechendorf a.Pilsensee Seefeld Landkreis Starnberg
Herrsching a.Ammersee Herrsching a.Ammersee Landkreis Starnberg
Hochstadt Weßling Landkreis Starnberg
Inning a.Ammersee Inning a.Ammersee Landkreis Starnberg
Krailling Krailling Landkreis Starnberg
Leutstetten Starnberg Landkreis Starnberg
Machtlfing Andechs Landkreis Starnberg
Maising Pöcking Landkreis Starnberg
Meiling Seefeld Landkreis Starnberg
Oberalting-Seefeld Seefeld Landkreis Starnberg
Oberbrunn Gauting Landkreis Starnberg
Oberpfaffenhofen Weßling Landkreis Starnberg
Percha Starnberg Landkreis Starnberg
Perchting Starnberg Landkreis Starnberg
Pöcking Pöcking Landkreis Starnberg
Söcking Starnberg Landkreis Starnberg
Starnberg (Stadt) Starnberg Landkreis Starnberg
Steinebach am Wörthsee Wörthsee Landkreis Starnberg
Traubing Tutzing Landkreis Starnberg
Tutzing Tutzing Landkreis Starnberg
Unering Seefeld Landkreis Starnberg
Unterbrunn Gauting Landkreis Starnberg
Wangen1 Starnberg Landkreis Starnberg
Weßling Weßling Landkreis Starnberg
Widdersberg Herrsching a.Ammersee Landkreis Starnberg
1: war erst seit 1952 eigenständige Gemeinde

Partnerlandkreise

  • Landkreis Bad Dürkheim, Deutschland
  • Neu-Taipeh, Taiwan

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen STA zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen WOR (Wolfratshausen) erhältlich.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Starnberg

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