Informationen
Strassen
Einrichtungen
Twistringen
Navigation
Stadtverwaltung
Twistringen
Lindenstr. 14
27239 Twistringen

http://www.twistringen.de

Twistringen

160pxAbb. 1 Wappen von Twistringen
Basisdaten
Bundesland Niedersachsen
Höhe 49 m
PLZ 27239
Vorwahl 04243 bzw. 04246
Gliederung 8 Ortschaften
Website www.twistringen.de
Bürgermeister Martin Schlake (parteilos)

Twistringen (Plattdeutsch Twustern) ist eine Stadt im Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Sie liegt rund 30 Kilometer südwestlich von Bremen am Südostrand des Naherholungsgebietes Wildeshauser Geest. In Twistringen entspringt die Delme.

Geografie

Geografische Lage

Twistringen liegt 30 Kilometer südwestlich von Bremen, 25 Kilometer nordöstlich von Diepholz und 40 Kilometer westlich von Nienburg. Durch das Stadtgebiet nach Norden fließt die Delme und in westlicher Richtung durch Heiligenloh fließt die in die Hunte mündende Heiligenloher Beeke.

Stadtgliederung

Die Stadt Twistringen besteht aus acht Ortschaften die jeweils einen Ortsrat haben.

Name Einwohner Orte Ortsbürgermeister
Abbenhausen 738 Abbenhausen, Binghausen, Brümsen, Hinterm Holze, Köbbinghausen, Üssinghausen Bernhard Kunst
Altenmarhorst 769 Altenmarhorst, Neuenmarhorst und Horst Manfred Rickers
Heiligenloh 1.051 Bissenhausen, Borwede, Ellinghausen, Heiligenloh, Ridderade, Stophel Anke von der Lage-Borchers
Mörsen 1.052 Jens Bley
Natenstedt 358 Abbentheren, Duveneck, Ellerchenhausen, Lerchenhausen, Natenstedt, Rüssen Werner Schütte
Scharrendorf 1.253 Scharrendorf, Stöttinghausen Rolf Meyer
Stelle 319 Albert Rasche
Twistringen (Zentrum) 6.922 Frank Hömer

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden der gesamten Stadt Twistringen sind innerhalb des Landkreises Diepholz im Nordosten die Stadt Bassum, im Südosten die Samtgemeinde Schwaförden und im Süden die Samtgemeinde Barnstorf. Im Westen sind die Gemeinden Colnrade (Landkreis Oldenburg) und Goldenstedt (Landkreis Vechta) Nachbarn.

Geologie

Überregionale Bedeutung hat Twistringen in geologischer Hinsicht erlangt. Bis in die 1990er Jahre wurden am Ortsrand in den Gruben der Ziegelei Sunder Tonsteine abgebaut. Es handelt sich um Sedimente der Ur-Nordsee, die im Miozän, einer Stufe des Tertiärzeitalters, zur Ablagerung kamen. Diese Fundstelle ist Typlokalität der Twistringer Schichten, einem Abschnitt der Reinbek-Dingdener-Stufe. Das Alter dieser Ablagerungen aus dem Mittel-Miozän beträgt in etwa 15 Millionen Jahre.

In den Tonsteinen fand sich eine sehr arten- und individuenreiche Fauna an Schnecken, Muscheln, Grabfüßern (Scaphopoden) und Korallen. Seltener kamen Seeigel, Wirbeltierknochen und -zähne sowie Cephalopodenreste vor. Die Fauna war insgesamt kleinwüchsig und wenig spektakulär. Aber aufgrund der Artenvielfalt (es sind alleine über 250 Schneckenarten aus den Twistringer Schichten bekannt und beschrieben) ergibt sich ein solch exaktes Bild der Tierwelt jener Epoche, dass Twistringen heute zu den klassischen Fundstellen der Paläontologie gezählt wird. Funde aus Twistringen befinden sich in zahlreichen Museen und Privatsammlungen.

Geschichte

Entwicklung des Ortes

Twistringen wurde erstmals um 1250 als Thuisteringe in einer Urkunde erwähnt. In diesem Schriftstück sind alle Orte genannt, die jährliche Beiträge zum Unterhalt der Weserbrücke in Bremen leisten mussten.

Eine Pfarrei bestand in Twistringen bereits seit etwa 825. Nach der Reformation um 1525 wurde das Kirchspiel Twistringen ab 1618 rekatholisiert. In evangelisch geprägtem Umland war das Kirchspiel Twistringen längere Zeit eine katholische Enklave des Bistums Münster und gehörte bis 1817 zur Herrschaft Vechta. Ab 1824 wurde die Gemeinde dem Bistum Osnabrück zugeordnet. Bis heute bleibt Twistringen als konfessionelle Insel überwiegend katholisch geprägt und ist Sitz eines Dekanates.

Unter französischer Herrschaft 1811–1813 erhielt der Ort mit der Napoleon-Straße (heute Bundesstraße 51) eine modernere Straßenanbindung. 1817 kam Twistringen zum Königreich Hannover.

Erst mit dem Bau der Eisenbahnlinie Bremen-Osnabrück (Eröffnung am 15. Mai 1873) siedelten sich wieder Lutheraner in Twistringen an. Diese gründeten 1891 eine evangelisch-lutherische Gemeinde und weihten 1894 ihre eigene Kirche ein.

In Twistringen gab es auch eine kleine jüdische Gemeinschaft und bis 1938 eine Synagoge, an die heute eine Gedenktafel erinnert. Außerhalb des Ortskerns gibt es noch einen jüdischen Friedhof.

Im Jahr 1964 erhielt die Gemeinde Twistringen die Stadtrechte. Am 1. März 1974 entstand die Einheitsgemeinde Stadt Twistringen mit den Ortschaften Abbenhausen, Altenmarhorst, Heiligenloh, Mörsen, Natenstedt, Rüssen, Scharrendorf, Stelle und Twistringen.

Bedeutung der Strohverarbeitung

Über Jahrhunderte spielte in Twistringen die Strohverarbeitung eine bedeutende Rolle. Zeitweise war ein Drittel der Einwohner (in Fabriken und in Heimarbeit) in diesem Industriezweig beschäftigt. Hergestellt wurden u. a. Strohhüte, Ummantelungen für Weinflaschen (so genannte Malotten) und Trinkhalme. Die Artikel wurden in zahlreiche Länder exportiert. Das Museum der Strohverarbeitung dokumentiert die Geschichte und Entwicklung dieser Industrie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart.

  • Größter Strohhut der WeltZur Feier des 750-jährigen Jubiläums der Stadt Twistringen im Jahr 2000 wurde vor dem Rathaus ein riesiger Strohhut angefertigt, der einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde brachte. Mit einem Durchmesser von etwa 5,5 Metern stellt der Hut eine 20-fache Vergrößerung eines ''Kreissäge-Hutes'' aus den 1920er Jahren dar. Zur Feier kam auch der aus Twistringen stammende Fernsehmoderator Reinhold Beckmann. Der Hut ist heute im Museum der Strohverarbeitung zu sehen.

Frühgeschichtlicher Ringwall

Im Ortsteil Stöttinghausen befindet sich die so genannte Hünenburg. Es ist ein frühgeschichtlicher Ringwall mit einem Durchmesser von etwa 80 m. Dabei handelt es sich um die Reste einer frühgeschichtlichen Wehranlage aus dem 5. bis 9. Jahrhundert. Im Jahr 1932 ergab eine Untersuchung des Wallinneren, dass sich ehemals mehrere Gebäude darin befanden. Der örtliche "Heimatverein Scharrendorf-Stöttinghausen zur Hünenburg e.V." hat sich im Jahr 2001 unter anderem gegründet, um die Hünenburg zu rekonstruieren und hierfür öffentliche Fördergelder zu akquirieren. 2005 wurde das hölzerne Eingangstor zur Hünenburg rekonstruiert. Im Jahr 2008 folgte das erste Gebäude im Innenbereich der Anlage. Den Abschluss bildete im Jahr 2014 die Errichtung eines Backhauses. Hierdurch erhielt die Ringwallanlage wieder einen annähernd burgähnlichen Charakter. Die Pflege und Instandhaltung der Anlage hat der örtliche Heimatverein übernommen, der mit der Stadt Twistringen einen langfristigen Nutzungsvertrag geschlossen hat. Durch diesen Vertrag ist dem örtlichen Heimatverein das Hausrecht zugesprochen worden, das nunmehr gemeinsam mit der Stadt Twistringen ausgeübt wird.

Flugzeugunglück von 1973

Am 13. November 1973 stürzte ein belgischer Starfighter im Ortsteil Mörsen auf ein Wohnhaus. Der Pilot, ein Feuerwehrmann, der Vater, die Mutter und zwei Mädchen der Familie kamen ums Leben. Ein Junge der Familie konnte sich aus einer Luke heraus retten, bevor das Feuer auf das Wohnhaus übergriff. Das Unglück hinterließ drei junge Waisen.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat der Stadt Twistringen besteht aus 26 Ratsfrauen und Ratsherren. Für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 12.001 und 15.000 Einwohnern sind laut Niedersächsischem Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) normalerweise 30 Ratsmitglieder vorgesehen. Der Rat der Stadt Twistringen hat von der Möglichkeit einer Verringerung der zu wählenden Ratsmitglieder Gebrauch gemacht und hat die Zahl per Ratsbeschluss um vier auf 26 Ratsmitglieder verringert. Die 26 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die Amtszeit begann am 1. November 2016 und endete am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Martin Schlake (parteilos).

Die letzten Kommunalwahlen ergaben die folgenden Ergebnisse:

CDU SPD FDP Grüne FWG Die Linke Gesamt
2001 22 Sitze 6 Sitze 0 Sitze 2 Sitze 0 Sitze 0 Sitze 30 Sitze
2006 17 Sitze 5 Sitze 2 Sitze 2 Sitze 0 Sitze 0 Sitze 26 Sitze
2011 15 Sitze 5 Sitze 2 Sitze 4 Sitze 0 Sitze 0 Sitze 26 Sitze
2016 12 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 4 Sitze 4 Sitze 1 Sitz 26 Sitze
Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011

Bürgermeister

Seit dem 1. November 2014 ist Martin Schlake hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Twistringen. Die letzte Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 fand parallel zur Europawahl statt. Vier Kandidaten stellten sich zur Wahl. Für die CDU kandidierte der Abbenhäuser Ortsbürgermeister sowie Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten im Stadtrat Bernhard Kunst. Die SPD unterstützte den parteilosen Kandidaten Martin Schlake. Die FDP stellte Markus Thiede als Bürgermeisterkandidaten auf und die Twistringer Grünen sprachen sich für den Bremer Parteilosen Christoph Held aus. Da keiner der Kandidaten im ersten Wahldurchgang eine absolute Mehrheit erreichte, kam es am 15. Juni 2014 zu einer Stichwahl, die Martin Schlake mit deutlicher Mehrheit gewann.

Das detaillierte Wahlergebnis in der Übersicht:

Kandidaten Partei 1. Wahlgang Stichwahl
Stimmen % Stimmen %
Bernhard Kunst CDU
Markus Thiede FDP
Christoph Held
Martin Schlake
Gesamt 100% 100 %
Wahlberechtigte
Wahlbeteiligung
Quelle: Stadt Twistringen

;Bisherige Amtsinhaber der Stadt:

  • 2000–2014: Karl Meyer (parteilos)
  • seit 2014: Martin Schlake (parteilos)

Wappen

Blasonierung: „Das Wappen der Stadt zeigt auf einem Schild im oberen roten Feld ein weißes Niedersachsenross. Im unteren gelben Feld sind auf einem roten Querbalken drei gelbe Zahnräder - als Zeichen der Industrie - angebracht.“

Beschreibung: Das Twistringer Wappen wurde 1935/36 von Gustav Völker, einem Oberschullehrer aus Hannover, entworfen. Es zeigt im oberen Feld auf rotem Grund das weiße Niedersachsenross. Das untere Feld, bestehend aus einem breiten roten Balken auf goldenem Grund, zeigt das Wappen des Bischofs von Münster. Im roten Balken sind drei Zahnräder eingearbeitet worden.Im Wappen wird dargestellt und aus ihm lässt sich ablesen, dass Twistringen jahrhundertelang ein willkommenes Streitobjekt der Grafen und der Bischöfe war. Am häufigsten wechselte der Besitz Twistringens zwischen den Grafen von Hoya und den Bischöfen von Münster. In der Aufteilung in zwei Felder spiegelt sich diese Mehrherrigkeit wider: Im oberen Bereich ist das Niedersachsenross der Provinz Hannover zu sehen, während der untere Bereich das Wappen des Bistums Münster zeigt. Die Selbständigkeit Twistringens wird durch die drei Zahnräder - als Zeichen für die damals größte Industriegemeinde im damaligen Landkreis Grafschaft Hoya – dargestellt.

Partnerschaften

  • Seit 1977 hat Twistringen eine Partnerstadt in Frankreich, die Gemeinde Bonnétable (4.000 Einwohner) nordöstlich von Le Mans im Département Sarthe.
  • Seit 2011 gibt es mit der Litauischen Stadt Kaišiadorys (10.000 Einwohner) im Bezirk Kaunas eine Städtepartnerschaft.
  • Twistringen ist im Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen vertreten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

siehe auch Liste der Baudenkmale in Twistringen

Die neugotische Sankt-Anna-Kirche von 1870 ist mit ihrem mächtigen, 56 Meter hohen Turm Wahrzeichen der Stadt. In ihrem Inneren sind unter anderem ein 800 Jahre alter Taufbrunnen und ein aus dem Spätbarock stammendes Ölbergbild zu sehen. Beachtenswert sind auch die Kirchenfenster um 1900, der neue Tabernakel und die Apostelleuchter (Iserlohe, 1995). Die Orgel ist 1996 von der Orgelbauwerkstatt Michael Becker (Kupfermühle) nach dem Vorbild von Silbermann erbaut worden.

Kunst im öffentlichen Raum

  • In der Innenstadt und im Ortsteil Heiligenloh befinden sich zwei Skulpturen von Künstlern aus Syke. Die beiden zusammengehörenden Objekte verweisen auf die über 200-jährige, in dieser Form im norddeutschen Raum einmalige Strohverarbeitung im Kirchspiel Twistringen:
    • Figur und Tafelrelief: Bronzeskulptur von 2000 an der St. Anna-Kirche in Twistringen von Andreas Frömberg;
    • Ausschwärmende Wünsche: Stahlskulptur von 2002 bei der Schule in Heiligenloh von Elsa Töbelmann und Henning Greve
  • Aus der Enge befreit: Sandsteinfigur von 2004 im Eingangsbereich des St.-Annen-Stiftes vom Osnabrücker Bildhauer Dominikus Witte. Es soll das Ziel der dort untergebrachten Psychiatrie verdeutlichen, dass der Einzelne aus seinen Verstrickungen ans Licht treten kann.
  • Goldregen: Stahlskulptur von 2013 über die Hunte südlich der „Goldenen Brücke“ an der Grenze des Ortsteils Rüssen zu Goldenstedt, angefertigt von dem Schmiedekünstler Alfred Bullermann aus Friesoythe

Musik

  • Alljährlich finden im Rahmen des Twistringer Orgelherbstes Konzerte in der St.-Anna-Kirche statt. Namhafte Interpreten aus dem In- und Ausland gastieren in drei bis vier Konzerten.
  • Der Dekanats-Chor Twistringen und die Choralschola St. Anna gestalten die zentralen liturgischen Feiern des Kirchenjahres.
  • Das Collegium St. Annae ist ein Kammermusik-Ensemble, die teils eigenständig, teils begleitend Gottesdienste und Konzerte gestalten.
  • Das Blockflöten-Ensemble Asperasilva hat zum Ziel, Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Flötenspiel zu vervollkommnen.
  • Das Twistringer Blasorchester mit knapp 50 aktiven Mitgliedern spielt klassische und moderne Musik und veranstaltet jedes Jahr drei Konzerte.
  • Der Twistringer Spielmannszug mit vielen Jungen Mitgliedern sorgt jährlich zur Schützenfest-Saison bei vielen Umzügen für musikalische Unterstützung. Aber auch auf Karnevals- und Laternenumzügen ist der Twistringer Spielmannszug vertreten.
  • Die Freunde der alten Ziegelei veranstalten seit 2011 jährlich ein dreitägiges Open-Air-Konzert mit internationalen, nationalen und lokalen Bands. Das Programm besteht hauptsächlich aus Hard-Rock und Blues-Rock Bands. Zusätzlich werden jährlich zwei bis drei Hallen-Konzerte veranstaltet. Das Programm dieser Konzerte besteht hauptsächlich aus Cover-Bands aus den Bereichen Rock, Blues und Soul.

Stadtarchiv

Das Stadtarchiv im Rathaus, Lindenstr. 14, ist das Verwaltungsarchiv der Stadt Twistringen. Hier stehen Akten, Karten, Urkunden, Nachlässe und alte Ausgaben der regionalen Zeitungen zur Verfügung.

Jüdischer Friedhof

Der Jüdische Friedhof in Twistringen ist ein Kulturdenkmal. Er ist einer von acht gut erhaltenen jüdischen Friedhöfen im Landkreis Diepholz. Auf dem Friedhof an der Straße Zur Poggenmühle befinden sich 46 Grabsteine aus den Jahren 1839 bis 1945 für jüdische Verstorbene.

Landschaftsschutzgebiete

  • Waldgebiet Dehmse, liegt im nördlichen Stadtgebiet von Twistringen, ca. 1 km westlich des Twistringer Ortsteils Köbbinghausen, an der Grenze zur Samtgemeinde Harpstedt
  • Steller-Moor im östlichen Stadtgebiet von Twistringen

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

In Twistringen gibt es zwei Grundschulen und ein Schulzentrum. Im Schulzentrum sind Hauptschule und Realschule untergebracht. Auf demselben Gelände befand sich auch die Stadtbücherei. Das Gymnasium gibt es seit 2004 und war zunächst ebenfalls im Schulzentrum untergebracht. Im August 2007 konnte das Gymnasium dann ein neues Gebäude an der Vechtaer Straße beziehen. Seit 2011 trägt es den Namen Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Twistringen.Außerdem geben die Volkshochschule Diepholz und die Kreismusikschule des Landkreises Diepholz in Twistringen Unterricht. Twistringen verfügt zudem über mehrere Kindergärten.

Sozialeinrichtungen

  • Klinikverbundes St. Ansgar mit einer Abteilung für Psychiatrie. Die Klinik soll geschlossen und die hier ansässige Psychiatrie nach Bassum transferiert werden.
  • Christliche Pfadfinder - Stamm Mauritius (Heiliger): Schulungen für Kinder und Jugendliche sowie Leiter

Verkehr

Bahn

Der Bahnhof Twistringen liegt an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg. Die Verbindung nach Bremen erfolgt halbstündlich (RE 9 und S-Bahn RS 2, Fahrtzeit 29 bw. 35 Minuten); Osnabrück ist stündlich angebunden (RE 9, Fahrtzeit 48 Minuten).

Straße

Die B 51 durchschneidet das Stadtgebiet in Nordost-Südwest-Richtung und schafft Verbindung zum Norden nach Bremen und nach Süden zur Kreisstadt Diepholz und nach Osnabrück. Die nordöstlich in 18 ;Kilometer Entfernung verlaufende Bundesautobahn 1 schafft nach Norden hin Verbindung bis nach Hamburg und zum Süden hin bis nach Münster und ins Ruhrgebiet.

Bus

Von Twistringen aus verkehren die Buslinien 125 über Barnstorf nach Diepholz und 158 über Ehrenburg nach Sulingen. Außerdem verkehren mehrere Schulbuslinien zum Schulzentrum Twistringen

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Wilhelm Helms (* 1923), Landwirt und Politiker (Landrat, MdB und MdEP)
  • Josef Meyer (1936–2012), Politiker (MdL, Landrat)
  • Hartwig Steenken (1941–1978), Springreiter (Olympiasieger und Weltmeister)
  • May Spils (* 1941), Regisseurin
  • Eike Gramss (1942–2015), Theaterregisseur und Intendant
  • Brigitte Seebacher-Brandt (* 1946), Historikerin
  • Reinhold Beckmann (* 1956), Fernsehmoderator
  • Karl-Thomas Neumann (* 1961), Manager

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken

  • Otto Bach (1924–2010) war ein Heimatforscher, Autor und Pädagoge, der in Heiligenloh gelebt und gearbeitet hat. Von 1963 bis 1986 war Bach an der Grundschule in Heiligenloh als Pädagoge tätig, deren Leiter er ab 1970 war. 1978 gründete er – zusammen mit Friedrich Kratzsch – das Stadtarchiv in Twistringen, das beide bis 2010 zusammen ehrenamtlich leiteten. Seit 1986 war Bach verstärkt als Heimatforscher tätig und hat zahlr. Bücher und Broschüren zur Regionalgeschichte des Twistringer Raumes verfasst.
  • Friedrich Kratzsch (* 1946), Pädagoge und Autor, arbeitet seit 1978 als Realschullehrer an der hiesigen Realschule. Seit 1978 leitet er - zusammen mit Otto Bach - das Stadtarchiv in Twistringen. Kratzsch hat mehrere Bücher zu verschiedenen Twistringer Themen veröffentlicht.

Das Twistringer Lied

Das Twistringer Lied ist eine lokale Hymne, die 1935 von Franz Berger (Text) zusammen mit Heinrich Hammann sen. (Musik) komponiert wurde. Der in Hannover geborene Franz Berger war Lehrer und Politiker in Twistringen. Die vierte Strophe des Liedes entstand 1937 zum zehnjährigen Bestehen des Twistringer Schützenvereins.

Sonstiges

Während des Zweiten Weltkrieges wurde in Twistringen in großem Ausmaß illegal Schnaps gebrannt und auch in umliegende Orte vertrieben. Die Schnapsbrennerei brachte Twistringen im Volksmund den Beinamen Brenndorf ein. Dieser Name ist in der näheren Umgebung Twistringens zum Teil heute noch gebräuchlich.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Twistringen

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.

Deutschlandkarte
Stadtplan Twistringen