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Templin
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Templin
Prenzlauer Allee 7
17268 Templin

http://www.templin.de

Templin

160pxAbb. 1 Wappen von Templin
Basisdaten
Bundesland Brandenburg
Höhe 60 m
PLZ 17268
Vorwahl 03987, 039882, 039883, 039885 (Herzfelde)
Gliederung 24 Ortsteile
Adresse der Verwaltung Prenzlauer Allee 7
17268 Templin
Website www.templin.de
Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke)

Templin ist die flächengrößte Stadt im Landkreis Uckermark im Norden Brandenburgs. Der Fläche nach ist sie die achtgrößte Stadt Deutschlands.

Geographie

Templin liegt im Naturraum der Templiner Platte. Östlich und südlich erstreckt sich die Waldlandschaft Schorfheide.

Stadtgliederung

Die Stadt Templin gliedert sich laut ihrer Hauptsatzung neben der Kernstadt Templin in folgende Ortsteile und bewohnte Gemeindeteile:

  • Ahrensdorf
  • Beutel
  • Densow mit den bewohnten Gemeindeteilen Annenwalde, Neu Placht, Alt Placht
  • Gandenitz
  • Gollin mit dem bewohnten Gemeindeteil Reiersdorf
  • Groß Dölln mit den bewohnten Gemeindeteilen Bebersee, Groß Väter, Klein Väter und Klein Dölln
  • Grunewald
  • Hammelspring mit dem bewohnten Gemeindeteil Alsenhof
  • Herzfelde
  • Hindenburg
  • Klosterwalde mit dem bewohnten Gemeindeteil Metzelthin
  • Petznick mit dem bewohnten Gemeindeteil Kreuzkrug
  • Röddelin
  • Storkow
  • Vietmannsdorf mit dem bewohnten Gemeindeteil Dargersdorf.

Auf dem Gebiet der Stadt Templin existieren weiter folgende Wohnplätze: Albertshof, Albrechtsthal, Annenhof, Bandelowshof, Baßdorf, Birkenhof, Christianshof, Döllnkrug, Dollshof, Dorettenhof, Drei Häuser, Dusterlake, Eselshütte, Etashof, Fährkrug, Fennluch, Försterei, Forsthaus Buchheide, Forsthaus Krams, Forsthaus Laatz, Forsthaus Ringofen, Gleuenhof, Gut Gollin, Heckenhaus Hoheheide, Heinrichshof, Henkinshain, Hohenfelde, Joachimshof, Kannenburger Schleuse, Karlshof, Kienheide, Klosterwalder Mühle, Knehden, Kuckucksheim, Küstrinchener Weg, Lindenhof, Ludwigshof, Morgenland, Moritzhof, Moses Krug, Papenwieser Weg, Paulinenhof, Postheim, Reinfeld, Rieckshof, Schleuse Schorfheide, Schmidtshof, Schulenburgslust, Schulzenfelde, Steindamm, Steinfeld, Stempnitz, Sydowshof, Torwärterhäuser, Vorwerk Annenwalde „Waldhus“, Waldhaus, Waldhof, Weiler, Werderhof, Wucker und Zum Seehof.

Geschichte

Für die Herkunft des Namens „Templin“ wird das germanische Wort „timpen“, „tempen“ oder „tempel“ mit Bedeutung von „spitzer Hügel“ erwogen, was einen Kontakt zwischen germanischen (bis 5. Jahrhundert) und slawischen Siedlern (ab 6. Jahrhundert) voraussetzt. (Vgl. Vom Fischer und seiner Frau, ein Märchen, das die Gebrüder Grimm von einer Quelle in der Nähe Templins sammelten: „Mantje, Mantje, timpete“, etwa ‚Mondchen, Mondchen, gezipfelt‘, also der Sichelmond.) Eine andere mögliche Quelle ist das slawische Wort „tąpy“ bzw. „topy“ in Bedeutung von „stumpf“. Daneben kommt noch die Ableitung von einem Personennamen „Tąp-l-“ in Betracht.

Erstmals wurde die Stadt 1270 urkundlich als „Templyn“ erwähnt. In der Urkunde vom 2. Oktober 1270 wurde der Länderaustausch zwischen den askanischen Markgrafen und dem Bischof Heinrich von Brandenburg besiegelt. Eine 1287 erstmals in Templin ausgestellte Urkunde weist auf einen Besuch des Markgrafen Otto IV. hin. Eine Urkunde vom 30. August 1314 nennt Templin zum ersten Mal „Stadt“ („Oppidum Templin“ – „oppidum“ lateinisch: Stadt, Kleinstadt). Am 25. November 1317 wurde der „Friede von Templin“ nach dem Markgrafenkrieg zwischen einer Koalition norddeutscher Fürsten und der Markgrafschaft Brandenburg geschlossen.

1320 wurde erstmals ein Pfarrer als „meister Conrad“ von Templin in einer Urkunde benannt. 1397 erfolgte der Beitritt in das Städtebündnis mit Stralsund, Stettin, Pasewalk, Prenzlau und Strasburg, um dem verbreiteten Bandenwesen entgegenzuwirken. Im „Frieden von Prenzlau“ 1479 kam Templin endgültig zu Brandenburg. Erstmals in der Stadtgeschichte Templins ist 1492 ein Stadtbrand nachweisbar. 1504 wurde die Stadt Sitz einer Propstei; auch nach der Reformation 1539 bis heute ist Templin Sitz eines Kirchenkreises, zur Superintendentur gehören heute 24 Kirchspiele.

Teile des heutigen Stadtgebietes waren im Mittelalter Besitz des Klosters Himmelpfort. Storkow gehörte seit 1335 zum Kloster. Krams war seit 1441 teilweise und seit 1443 vollständig im Besitz des Klosters und fiel später wüst.

1574 ereignete sich eine Hochwasserkatastrophe. Nach einem Dammbruch am Dolgensee ergoss sich eine zwei Meter hohe Flutwelle in Richtung Stadt. Im Jahr 1618 legte ein großer Stadtbrand weite Teile der Stadt in Schutt und Asche. Fünf Menschen, 309 Häuser, Kirche, Rathaus und Schule wurden Opfer der Flammen. 1622 wurde ein Kurfürstliches Privileg für einen Pferdemarkt erteilt. 47 Familien fallen 1626 einer Pestepidemie zum Opfer. 1627 erreichte der Dreißigjährige Krieg die Stadt, dänische Truppen belagerten und erpressten die Stadt, die nach dem Brand von 1618 erst zu zwei Dritteln wieder errichtet war. Das Jahr 1637 war das schlimmste Jahr des Dreißigjährigen Krieges für die Stadt und die gesamte Uckermark. 1643 lebten nur noch 30 Familien in der Stadt; vor dem Krieg waren es 413 gewesen.

Der größte und letzte Stadtbrand in der Stadtgeschichte brach 1735 aus. Nur die St.-Georgen-Kapelle, die Stadtmauer, drei Stadttore und einige wenige Häuser überstanden diese Katastrophe. Als Folge wurde 1738 eine erste Feuerlöschordnung erlassen: Jeder Bürger der Stadt musste eine hölzerne Feuerspritze sowie einen ledernen Feuereimer im Hause haben.

Von Mai bis Oktober 2004 fanden in der Kantstraße im Zuge der Verlegung von Versorgungsleitungen archäologische Untersuchungen statt, die eine Vielzahl von Befunden und Funden zur Stadtgeschichte erbrachten. Entlang der Maria-Magdalenen-Kirche wurde der alte Stadtfriedhof auf einer Länge von ungefähr 90 m in einer etwa 1,5 m breiten Trasse erfasst. Der Kirchplatz diente seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Stadtfriedhof. Dieser wurde nach dem großen Brand 1735 geschlossen. Bei den Grabungsarbeiten wurden 254 Gräbern erfasst, die aufgrund einiger Mehrfachbestattungen 276 Skelette enthielten. Die Gräber lagen in 3 bis 4 Lagen übereinander. Von der intensiven Nutzung des Friedhofs zeugten zahlreich aufgefunden Streuknochen und gestörte Gräber. Die Skelette wurden von der Anthropologin Bettina Jungklaus untersucht. Särge wurden bei 56 % der Bestattungen verwendet. Die übrigen wurden in ein Leichentuch gehüllt zur letzten Ruhe gebettet. Bei einigen Gräbern handelte es sich um Mehrfachbestattungen mit bis zu drei Individuen. In einem Fall lagen zwei ältere Frauen mit einem in Bauchlage bestatteten 2 bis 3-jährigen Jungen in einem Grab. In vier Gräbern fanden sich jeweils eine Frau und ein kleines Kind, bei denen es sich um die Mutter mit ihrem Kind handeln könnte. Ein besonderer Fund war eine hochschwanger verstorbene Frau, die vermutlich während der Geburt starb, da sich das Kind in Steißlage befand.

1749 wurde die Maria-Magdalenen-Kirche wiedereröffnet, 1751 das Rathaus. 1809 wurden die Straßenzüge innerhalb der Stadtmauern in vier Bezirke: Königs-, Prenzlauer-, Berliner- und Mühlen-Bezirk, aufgeteilt. Im März 1816 wurde der Kreis Templin aus Teilen der Uckermark, des Ruppinschen Kreises und des Glien-Löwenbergischen Kreises neu gebildet, am 1. April 1817 wurde Templin Kreisstadt. Am 1. April 1848 erschien die erste gedruckte Zeitung, das „Templiner Kreisblatt – ein gemeinnütziges Unterhaltungsblatt für Stadt und Land“. Die Freiwillige Feuerwehr gründete sich am 26. Juni 1883.

Ende des 19. Jahrhunderts brachte die Industrialisierung entscheidende Veränderungen für Templin. Am 1. Mai 1888 wurde die Bahnstrecke Löwenberg–Templin eröffnet. In den folgenden Jahren wurde sie nach Prenzlau weitergeführt, und es kam die Bahnstrecke Britz–Fürstenberg hinzu. 1898 wurde der Wasserturm gebaut; am 1. Oktober 1901 wurde die Stadt an das öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen. 1912 zog das Joachimsthalsche Gymnasium von Berlin nach Templin. Ein Jahr später eröffneten die Preußischen Staatsbahnen eine weitere Bahnstrecke nach Fürstenwerder.

Im Jahre 1928 wurde die Synagoge an der Berliner Straße 9 von der kleiner gewordenen jüdischen Gemeinde an die Siebenten-Tags-Adventisten vermietet. Ungeachtet dessen wurde sie von SA-Männern in der Pogromnacht 1938 in Brand gesteckt. Eine am Vorderhaus 1988 angebrachte Gedenktafel ist nicht mehr vorhanden. Gleichfalls zerstört wurde 1938 der Jüdische Friedhof an der Bahnhofstraße vor dem Berliner Tor. Im Zweiten Weltkrieg wurden durch einen anglo-amerikanischen Bombenangriff am 6. März 1944, der 300 Todesopfer forderte, und Brände bei Kriegsende 60 % der Innenstadt zerstört, darunter mehrere aus Fachwerkhäusern bestehende Baublöcke und Straßenzüge nordwestlich des Marktes und das Krankenhaus. Das Rathaus war zu einem Drittel zerstört. Um die Opfer bestatten zu können, legte man einen weiteren Friedhof, den Waldfriedhof an. Die Bahnstrecke nach Fürstenwerder wurde nach Kriegsende zurückgebaut und als Reparationsleistung an die Sowjetunion geliefert.

Am 31. März 1957 wurde das Heimatmuseum im Prenzlauer Tor eröffnet. Am 19. Juni 1958 wurde ein Sommerzeltlager mit dem Namen „Klim Woroschilow“ der Zentralen Pionierorganisation auf dem Gelände eröffnet, auf dem der Jungspartakusbund 1928 schon ein Zeltlager betrieben hatte. Zwei Jahre später erfolgten die ersten massiven Bauten (wie z. B. Küche, Krankenstation u. a.) und ab 1975 die ersten festen Bungalows. In den Sommermonaten wurde es als Pionierlager und im Winter als Schulungs- und Ausbildungsstätte der Zivilverteidigung von Universitäten genutzt.

1984 wurde im Ortsteil Postheim das FDGB-Erholungsheim Friedrich Engels eröffnet. Es ist jetzt als AHORN Seehotel Templin das größte Hotel Brandenburgs.

Im Jahr 1985 wurde der Stadt der Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen, 1994 wurde die Verleihung erneuert. 1989 wurde der Lehmann-Garten (Botanischer Garten von 1912 am ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium) wieder eröffnet; 1995 wurde die Rehabilitationsklinik Uckermark gebaut, die 2006 wegen Insolvenz geschlossen wurde. 2000 wurde die Naturtherme Templin (die Wärme des Wassers ist natürlich, die Grotte künstlich) in Betrieb genommen und am 22. Dezember 2006, nach achtmonatiger Renovierung, wiedereröffnet. Am 25. März 2006 erhielt ein ICE-Zug der Deutschen Bahn den Namen Templin.

Der Verein Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters e. V. wurde in Deutschland mit Sitz in Templin 2012 als Weltanschauungsgemeinschaft anerkannt. Zuletzt machte der Verein im November 2014 von sich reden, als er an den Ortseingängen von Templin Schilder aufstellte, die auf den Tag und die Uhrzeit der wöchentlichen Nudelmesse hinweisen.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1957 wurde Ahrensdorf eingemeindet. Am 1. Oktober 1961 wurde der Ort jedoch nach Milmersdorf umgegliedert. Mit Wirkung vom 1. Juli 1993 erfolgte die endgültige Zuordnung zu Templin.

Am 26. Oktober 2003 wurden Beutel, Densow, Gandenitz, Gollin, Groß Dölln, Grunewald, Hammelspring, Herzfelde, Klosterwalde, Petznick, Röddelin, Storkow und Vietmannsdorf eingemeindet. Das Amt Templin-Land wurde aufgelöst.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 4 026
1890 4 364
1910 5 670
1925 7 562
1933 8 098
1939 8 619
1946 9 970
1950 10 579
Jahr Einwohner
1964 10 998
1971 11 334
1981 13 284
1985 14 124
1989 14 464
1990 14 461
1991 14 050
1992 13 791
1993 13 958
1994 13 869
Jahr Einwohner
1995 13 967
1996 13 905
1997 14 022
1998 14 038
1999 14 115
2000 14 024
2001 13 843
2002 13 681
2003 17 773
2004 17 535
Jahr Einwohner
2005 17 347
2006 17 127
2007 16 844
2008 16 645
2009 16 504
2010 16 455
2011 16 109
2012 16 063
2013 16 007
2014 16 013
Jahr Einwohner
2015 16 067
2016 16 117

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Templin besteht aus 28 Mitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister bei folgender Sitzverteilung:

  • SPD 8 Sitze
  • LINKE 5 Sitze
  • CDU 5 Sitze
  • Uckermärker Heide 3 Sitze
  • Wählergemeinschaft den Bürgern verpflichtet 2 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen 2 Sitze
  • AfD 1 Sitz
  • Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Templin 1 Sitz
  • FDP 1 Sitz(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Bürgermeister

  • 1990 bis 2010 – Ulrich Schoeneich (SPD, ab 2005 parteilos)
  • seit 2010 – Detlef Tabbert (Die Linke)

In der Stichwahl am 14. März 2010 wurde Tabbert mit 63,4 % der gültigen Stimmen zum Bürgermeister gewählt. In der Bürgermeisterwahl am 14. Januar 2018 wurde er mit 61,1 % der gültigen Stimmen für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt.

Wappen

Blasonierung: „In Silber, bestreut mit 14 grünen Kleeblättern, ein goldbewehrter roter Adler.“

Historisch führte die Stadt den brandenburgischen roten Adler auf silbernem Felde ohne die Kleeblätter. In dieser Form ist es auch in der bedeutenden Wappensammlung des Johann Siebmacher enthalten. Die Kleeblätter kamen erst 1936 auf das Wappen. Zwischenzeitlich waren es Lilienblätter.

Städtepartnerschaften

  • Bad Lippspringe in Nordrhein-Westfalen seit 1990
  • Połczyn-Zdrój (dt: Bad Polzin) in Polen seit 1997

Sehenswürdigkeiten und Kultur

  • St.-Maria-Magdalenen-Kirche (dreischiffiger Hallenbau des Barock, 18. Jahrhundert)
  • St.-Georgen-Kapelle
  • Altstadt mit barockem Rathaus und Fachwerkhäusern
  • vollständig erhaltene 1735 Meter lange und bis zu sieben Meter hohe Stadtmauer mit Türmen, Stadttoren und 50 Wiekhäusern; darunter dem Berliner Tor, dem Prenzlauer Tor, dem Mühlentor und dem Pulverturm
  • Joachimsthalsches Gymnasium mit Lehmann-Garten (ab 1912 bis zu seiner endgültigen Auflösung 1953; das Gebäude am Stadtsee ist noch vorhanden)
  • Fachwerkkirche Kirchlein im Grünen in Alt Placht (Templin-Densow), um 1700 als Gutskapelle erbaut, ab 1993 restauriert, u. a. „Gefördert durch die Stiftung Annenwalde und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz“
  • Dorfkirche Annenwalde (Templin-Densow), 1833 vom Bauinspektor Hermann aus Zehdenick nach dem Muster der Normalkirche Schinkels erbaut, wobei die Pläne von Karl Friedrich Schinkel revidiert wurden.
  • Gedenkstein von 1946/47 am Ende der Dorfstraße des Ortsteils Groß Väter für die Opfer des Faschismus, aus einem Relikt von Görings Landsitz Carinhall umgestaltet
  • VVN-Ehrenmal von 1961 für antifaschistische Widerstandskämpfer in der Templiner Bahnhofstraße
  • Gedenkstein auf dem Hügel hinter dem Kaufhaus für Bedürftige an der Bahnhofstraße zur Erinnerung an den zerstörten Jüdischen Friedhof von Templin
  • Thälmann-Ehrenmal an der Prenzlauer Allee vor dem Stadtbad zum Gedenken an den im KZ Buchenwald ermordeten KPD-Vorsitzenden
  • Flugplatz Templin/Groß Dölln
  • Naturtherme Templin
  • Gestüt Lindenhof
  • Draisinenstrecke Templin–Fürstenberg
  • El Dorado Templin
  • Schiffsfahrten auf Templiner Gewässern
  • Akzisehaus
  • Alte Mühle Templin, ehemalige Wassermühle

Der Ort ist seit dem Gründungsjahr 2012 Sitz des religionskritischen Vereins Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters e.V., der in Deutschland als Weltanschauungsgemeinschaft anerkannt wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch den Ort führen die Bundesstraße 109 zwischen Zehdenick und Prenzlau und die Landesstraße 23 zwischen Lychen und Joachimsthal. Rund 25 km östlich verläuft die Bundesautobahn 11 (Berlin–Stettin), die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Pfingstberg und Joachimsthal.

Die Bahnhöfe Templin Stadt und Templin sowie der Haltepunkt Hammelspring der Bahnstrecke Templin–Löwenberg liegen im Stadtgebiet. Die Strecke wird stündlich von der Regionalbahnlinie RB 12 (Templin–Zehdenick–Löwenberg–Oranienburg–Berlin-Ostkreuz) durch die NEB Betriebsgesellschaft mit Triebwagen der Baureihe 643 (Bombardier Talent) bedient. 2012 wurden beide Stationen modernisiert, die erneuerten Hausbahnsteige sind seitdem barrierefrei erreichbar.

Templin war einmal Kreuzungspunkt der Bahnstrecken Löwenberg (Mark)–Prenzlau und Fürstenberg/Havel–Eberswalde. 1996 wurde die Bahnstrecke nach Fürstenberg/Havel für den Eisenbahnverkehr stillgelegt. Das Gleis dient heute als touristische Draisinenstrecke. Im Jahr 2000 wurde der Personenverkehr auf der Strecke Templin–Prenzlau, 2006 auf der Strecke Templin–Joachimsthal eingestellt. Templin ist seitdem mit der Bahn nur noch über die Stichstrecke von Löwenberg (Mark) zu erreichen.

Mehrere Omnibuslinien dienen dem öffentlichen Personennahverkehr. Von 1998 bis 2002 war die Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs kostenfrei. Seit 2003 können mit einer Jahreskurkarte, welche 44 € im Jahr 2018 kostet, die Busse innerhalb Templins ohne zusätzliches Ticket genutzt werden.

Bildung

Von 1906 bis 1943 bestand in Templin eine Forstschule, an der angehende Förster ausgebildet wurden.

Sport

Mit insgesamt elf Mannschaften nimmt der SC Victoria 1914 Templin e. V. am Spielbetrieb auf Landesebene (Brandenburg) und Kreisebene (Fußballkreis Westuckermark) teil.

Der MSC Templin richtet jährlich Moto-Cross Veranstaltungen auf regionaler (Landesmeisterschaften Berlin/Brandenburg) und bundesweiter Ebene (Deutsche Meisterschaften) aus. Die Moto-Cross Strecke „Im Kieferngrund“ befindet sich zwischen den Ortsteilen Knehden und Klosterwalde.

Am 6. Oktober 1979 fand im Templiner Stadion der Freundschaft vor 3.100 Zuschauern die erste Bestenermittlung im Frauenfußball in der DDR statt.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Richard Kirstein (1844–1926), 1890 bis 1915 Pfarrer und Diakonus in Templin, Ehrenbürger seit 1916
  • Hermann Wentzel (1856–1932), Kaufmann und Ratsherr in Templin, Ehrenbürger seit 1. August 1924

Söhne und Töchter der Stadt

  • Prokop von Templin (1609–1680), Schriftsteller und Dichter geistlicher Lieder
  • Martin Heinrich Fuhrmann (1669–1745), Kantor und Musiktheoretiker
  • Joachim Heinrich Rühl (1730–1798), Geheimsekretär und Kassierer der Generaldomänenkasse in Berlin
  • Kurt Graßhoff (1869–1952), Marineoffizier, Konteradmiral im Ersten Weltkrieg
  • Wilhelm Wilcke (1885–1979), Heimatmaler
  • Hermann Neef (1904–1950), Politiker (NSDAP), Reichsbeamtenführer
  • Werner Pusch (1913–1988), Politiker (SPD), 1953–1961 Mitglied des Bundestages
  • Hanna Walz (1918–1997), Politikerin (CDU), 1969–1980 Mitglied des Bundestages
  • Dorothea Binz (1920–1947), Oberaufseherin im KZ Ravensbrück, geboren in Düsterlake
  • Jan-Peters Janssen (1937–2017), Sportpsychologe
  • Holde-Barbara Ulrich (* 1940), Journalistin und Autorin
  • Jorge Stever (* 1940), Maler und Objektkünstler
  • Margit Bendokat (* 1943), Schauspielerin
  • Angela Winkler (* 1944), Schauspielerin
  • Manfred Kokot (* 1948), Leichtathlet, Olympiamedaillen-Gewinner
  • Roland Seidler (* 1951), Schauspieler
  • Conny Sauermann (* 1965), Tischtennisspielerin
  • Christa Wiese (* 1967), Leichtathletin
  • Wolfram Köhler (* 1968), Politiker (CDU), Oberbürgermeister von Riesa
  • Jan-Ulrich Weiß (* 1975), Politiker (AfD)
  • Matthias Fischer (* 1977), Neonazi

Mit Templin verbundene Persönlichkeiten

  • Friederike Krüger (1789–1848), Kämpferin in den Befreiungskriegen
  • Robert Eitner (1832–1905), Musikwissenschaftler
  • Gustav Lehmann (1853–1928), Pädagoge und Botaniker
  • Minna Ostrowski (1897–1967), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
  • Erna Taege-Röhnisch (1909–1998), Mundartschriftstellerin
  • Horst Kasner (1926–2011), evangelischer Theologe, Leiter des Pastoralkollegs Templin, Vater von Bundeskanzlerin Angela Merkel
  • Heinz Jankofsky (1935–2002), Karikaturist
  • Klaus-Jürgen Gundlach (* 1948), Kirchenmusiker und Musikwissenschaftler
  • Angela Merkel (* 1954), Bundeskanzlerin, aufgewachsen in Templin

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Templin

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Deutschlandkarte
Stadtplan Templin