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Leonberg
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Leonberg
Belforter Platz 1
71229 Leonberg

http://www.leonberg.de

Leonberg

160pxAbb. 1 Wappen von Leonberg
Basisdaten
Bundesland Baden-Württemberg
Höhe 386 m
Fläche 48.73 km2
PLZ 71229
Vorwahl 07152
Website www.leonberg.de
Oberbürgermeister Bernhard Schuler (parteilos)

Leonberg ist eine Stadt in der Mitte des Bundeslandes Baden-Württemberg, etwa 13 Kilometer westlich von Stuttgart. Mit etwa 45.000 Einwohnern ist sie nach Sindelfingen und Böblingen die drittgrößte Stadt des Landkreises Böblingen und als Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden ausgewiesen. Leonberg ist seit 1. Oktober 1963 Große Kreisstadt und war bis 1973 Sitz des gleichnamigen Landkreises, der im Zuge der Kreisreform 1973 aufgelöst wurde.

Geographie

Geographische Lage

Leonberg liegt über dem rechten Hang des Glemstales, auf einem Sporn, einem Ausläufer des Engelbergs, der wiederum Teil des Glemswaldes ist. Die Glems betritt im Südosten von Stuttgart kommend das Stadtgebiet, fließt dann nach Nordwesten, wendet sich beim Stadtteil Eltingen nach Nordosten, fließt anschließend durch die westliche Kernstadt (die Altstadt liegt rechts des Flusses), dann südlich am Stadtteil Höfingen vorbei und verlässt das Stadtgebiet im Nordosten in Richtung Ditzingen wieder.

Die nördlichen Stadtteile Höfingen und Gebersheim zählen zum Strohgäu.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Leonberg. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Ditzingen und Gerlingen (Landkreis Ludwigsburg), Stuttgart (Stadtkreis) sowie Sindelfingen, Magstadt, Renningen und Rutesheim (alle Landkreis Böblingen)

Stadtgliederung

Leonberg besteht aus der Kernstadt, der 1938 eingemeindeten Gemeinde Eltingen, die heute mit der Kernstadt zusammengewachsen ist, sowie den im Rahmen der Gebietsreform 1975 eingegliederten Stadtteilen Gebersheim, Höfingen und Warmbronn.

Zur Kernstadt gehören auch die Stadtteile Silberberg (räumlich getrennt) und Ramtel, das Wohngebiet Gartenstadt sowie weitere räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, wie Eichenhof, Glemseck, Hinter Ehrenberg, Mahdental und Rappenhof. Auch im Stadtteil Höfingen unterscheidet man räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, wie etwa Tilgshäusleshof und Wannenhof.

Die drei 1975 eingegliederten Gemeinden und heutigen Stadtteile Gebersheim, Höfingen und Warmbronn sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung. Das heißt, sie haben jeweils einen von der Bevölkerung bei jeder Kommunalwahl alle fünf Jahre neu zu wählenden Ortschaftsrat, dessen Vorsitzender der Ortsvorsteher ist.

Raumplanung

Leonberg ist ein Mittelzentrum in der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Leonberg gehören noch die Städte und Gemeinden im Norden des Landkreises Böblingen, im Einzelnen: Renningen, Rutesheim, Weil der Stadt und Weissach.

Flächenaufteilung

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Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.

Geschichte

Von der Stadtgründung bis zur Reformation

Ortslexikon BW 154 2010 1240.jpg|mini|300px|Blick von Südwesten über die Stadt auf den Engelberg (F. F. Wagner in OAB 1852)<ref>Quelle: Ortslexikon BW (ONDB)</ref>">Ortslexikon BW 154 2010 1240.jpg|mini|300px|Blick von Südwesten über die Stadt auf den Engelberg (F. F. Wagner in OAB 1852)<ref>Quelle: Ortslexikon BW (ONDB)</ref>Um 1248/49 begann Graf Ulrich I. von Württemberg, auf dem strategisch vorteilhaften Gelände zwischen einer bestehenden Burg auf dem Engelberg und dem Glemsknie eine anfangs „Levinberch“ genannte Stadt am Westrand seines Herrschaftsbereichs aufzubauen. Am Südwestrand der Stadt, am Standort des späteren Schlosses, ließ er zudem eine Burg errichten. Im Reichskrieg gegen Graf Eberhard I. von Württemberg unterstellte sich Leonberg vorübergehend (1312 bis 1316) der Reichsstadt Esslingen. Nachdem die Leonberger später nochmals die Seite wechselten, mussten sie 1383 Urfehde schwören, nicht mehr von Württemberg abzufallen. Von nun an war Leonberg endgültig württembergisch und wurde Sitz eines Amtes.

1457 tagte in Leonberg einer der ersten urkundlich belegten württembergischen Landtage um die Vormundschaft des unmündigen Eberhard V. zu regeln. Dieser errichtete 1467 ein Franziskanerkloster in Leonberg. 1470 lebten etwa 900 Personen in 208 Haushalten in der Stadt. Um 1480 wird ein neues Rathaus gebaut – das heutige Alte Rathaus, das anfangs Bürgerhaus heißt. Im Jahr 1485 stifteten Leonberger Bürger zum Zwecke der Altersversorgung ein Spital, in dem auch Arme aufgenommen wurden. Nach der Reformation zog es in das leerstehende Kloster um. 1498 wurden beim ersten großen Stadtbrand 46 Häuser zerstört.

Beim Aufstand des „Armen Konrads“ richteten Leonberger Bürger eine „Kanzlei des Armen Konrads“ ein und drängten die lokale Ehrbarkeit in die Defensive. Der nahe Engelberg wurde zentraler Versammlungsort für viele umliegende Gemeinden. Der Zulauf war so groß, dass Herzog Ulrich Zugeständnisse machen musste, um die nach dem Tübinger Vertrag eingeforderte Huldigung zu erlangen.

Während des Exils von Herzog Ulrich (1519–1534) stand Leonberg unter österreichischer Herrschaft. Nachdem Herzog Ulrich aus dem Exil zurückgekehrt war, begann er, die Reformation durchzusetzen. Die Konfession des Landesvaters hatten alle Untertanen anzunehmen. So wurden auch die Leonberger nach mehrfachem Hin und Her schließlich komplett evangelisch. 1541 wurde in Leonberg eine Lateinschule und 1580 eine Mädchenschule eingerichtet.

Witwensitz und Hexenjagd

Zwischen 1560 und 1565 ließ Herzog Christoph anstelle der Burg das Schloss erbauen. 1566 erhielt der Marktbrunnen eine Wappnerfigur. Zwischen 1570 und 1621 schuf der Leonberger Bildhauer Jeremias Schwartz für Württemberg einmalige Grabmäler der Spätrenaissance an der evangelischen Stadtkirche, sowie die älteste Leonberger Stadtansicht von 1618. Johannes Kepler, der mit seinen Eltern 1575 von Weil der Stadt nach Leonberg zog, besuchte bis 1583 Leonberger Schulen. Von 1609 bis 1614 hatte Herzogin Sybilla ihren Witwensitz im Leonberger Schloss. Sie ließ Baumeister Heinrich Schickhardt den 1980 rekonstruierten Pomeranzengarten anlegen. 1609 erbaute Schickhardt für sie das Seehaus als Jagd- und Landsitz.

Während der Zeit der Hexenverfolgung erhob der Leonberger Vogt Lutherus Einhorn während seiner Amtszeit (1613–1629) gegen 15 Frauen Anklage wegen Hexereiverdachts und ließ acht Todesurteile gegen „überführte“ Hexen vollstrecken. Er handelte in Übereinstimmung mit der Leonberger Stadtobrigkeit und weiten Teilen der Bevölkerung. Einer der bekanntesten württembergischen Hexenprozesse wurde 1620 in Leonberg eröffnet: gegen Katharina Kepler, Mutter des kaiserlichen Astronomen Johannes Kepler. Der bald nach Güglingen verlegte Prozess endete im Oktober 1621 mit dem Freispruch, Ergebnis des persönlichen und finanziellen Einsatzes von Johannes Kepler sowie der Standhaftigkeit der Angeklagten.

Vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Zweiten Weltkrieg

Während des Dreißigjährigen Krieges quartierte sich von 1634 bis 1638 General Gallas mit seinem Hofstaat im Leonberger Schloss ein. 1635 dezimierte die Pest die Bevölkerung um die Hälfte. Von 1670 bis 1673 war der Schriftsteller und Komponist Daniel Speer Lehrer an der Lateinschule. 1684 fand der erste Pferdemarkt statt, der heute noch veranstaltet wird. Im Jahr 1703 bestand die Bevölkerung aus 1076 Personen.

Ab 1786 begann die Stadt, sich ihrer spätmittelalterlichen Befestigung zu entledigen. Die Stadtgräben wurden zugeschüttet, die Tore und die Stadtmauer großteils abgerissen und neu bebaut. Bei der Neugliederung des jungen Königreichs Württemberg am Anfang des 19. Jahrhunderts überstand das Leonberger Oberamt im Gegensatz zum benachbarten Markgröninger Oberamt die Verwaltungsreform und blieb bis 1938 bestehen. 1869 wurde die Stadt über die württembergische Schwarzwaldbahn ans Schienennetz angeschlossen.

1846 wurde die Hunderasse Leonberger aus Bernhardiner, Neufundländer und Pyrenäenberghund gezüchtet.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 kam es immer häufiger zu teilweise blutigen Straßenschlachten zwischen zumeist Leonberger SA-Leuten, die in Eltingen auf KPD-Anhänger losgingen. 1938 wurde die kleinbäuerlich-proletarisch geprägte KPD-Hochburg Eltingen schließlich in das eher bürgerliche Leonberg eingemeindet.

Im gleichen Jahr (1938) wurde der Engelbergtunnel als erster Autobahntunnel Deutschlands gebaut und im Zuge der Kommunalreform das Oberamt in den Landkreis Leonberg überführt. In den Röhren des Engelbergtunnels wurden während des Zweiten Weltkrieges Flugzeugteile von bis zu 3.500 KZ-Häftlingen produziert, die im KZ-Außenlager des elsässischen KZ Natzweiler-Struthof interniert wurden. Am Südende der inzwischen stillgelegten Röhren befindet sich heute eine KZ-Gedenkstätte. Hier steht eine am 8. Mai 2005 eingeweihte und vom Tübinger Künstler Johannes Kares entworfene Namenswand.

Zeitgeschichte

Die Einwohnerzahl der Stadt Leonberg überschritt 1961 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Oktober 1963 beschloss. Bei der Kreisreform 1973 wurde der Landkreis Leonberg aufgelöst. Der südliche Teil und mit ihm die Stadt Leonberg kamen zum Landkreis Böblingen, nördliche Teile des Kreises wurden dem Enzkreis und dem Landkreis Ludwigsburg zugeordnet. Mit der Eingliederung von drei Nachbargemeinden 1975 erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

Religionen

Die Bevölkerung von Leonberg gehörte ursprünglich zum Bistum Speyer und war dem Landkapitel Grüningen im Archidiakonat Trinitatis zugeteilt (siehe Karte). Da die Stadt von Anfang an württembergisch war, hat Herzog Ulrich nach seiner Rückkehr aus dem Exil (1534) auch hier die Reformation durchgesetzt. Daher war Leonberg über mehrere Jahrhunderte hinweg eine überwiegend protestantische Stadt. 1552 wurde die Stadt Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Leonberg), dessen Dekanatskirche die Stadtkirche ist. Die evangelische Kirchengemeinde Leonberg wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg infolge Zuzugs stark an und wurde daher geteilt. So entstand die Blosenbergkirchengemeinde (Kirche von 1966). Bereits 1959 wurde in der Gartenstadt ein Gemeindehaus für die dortige Bevölkerung gebaut. Die Kirchengemeinde im Stadtteil Eltingen besteht ebenfalls bereits seit der Reformation. Von dieser Gemeinde wurde in den 1960er Jahren die Kirchengemeinde Ramtel (Versöhnungskirche, erbaut 1965) abgetrennt. Alle vier Gemeinden (Stadtkirche, Blosenberg, Eltingen und Ramtel) bilden zusammen die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Leonberg. Auch in den Stadtteilen Gebersheim, Höfingen und Warmbronn wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Es gibt daher jeweils eine evangelische Kirchengemeinde, die wie die vier Gemeinden der Gesamtkirchengemeinde Leonberg zum Dekanat Leonberg innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gehören.

Katholiken gibt es in Leonberg erst wieder seit dem späten 19. Jahrhundert. Für sie wurde 1946 eine eigene Pfarrei errichtet und 1950 eine eigene Kirche, St. Johannes Baptista, gebaut. Zur Kirchengemeinde gehört auch der Stadtteil Warmbronn, wo es jedoch eine eigene Kirche St. Franziskus gibt. Im Stadtteil Höfingen wurde 1966 die Kirche St. Michael erbaut und 1967 zur Pfarrei erhoben. Diese betreut auch die Katholiken aus Gebersheim. Beide Kirchengemeinden bilden die Seelsorgeeinheit 6 im Dekanat Böblingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Leonberg auch Freikirchen und freie Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche (Pauluskirche), die Adventgemeinde, die BMG Leonberg und die Immanuel-Gemeinde Leonberg e. V. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Leonberg vertreten sowie die Zeugen Jehovas.

In der Berliner Straße befindet sich eine Moschee der DİTİB mit 48 Gebetsplätzen.

Eingemeindungen

  • 1938: Eltingen
  • 1. Januar 1975: Gebersheim, Höfingen, Warmbronn

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1470 900
1630 1.250
1640 630
1703 1.076
1803 1.611
1843 2.195
1861 2.167
1. Dezember 1871 2.061
1. Dezember 1880 ¹ 2.226
1. Dezember 1890 ¹ 2.472
1. Dezember 1900 ¹ 2.524
1. Dezember 1910 ¹ 2.923
16. Juni 1925 ¹ 3.200
16. Juni 1933 ¹ 3.698
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¹ 8.335
1946 10.329
13. September 1950 ¹ 12.430
6. Juni 1961 ¹ 20.330
27. Mai 1970 ¹ 24.995
31. Dezember 1975 35.731
31. Dezember 1980 38.927
27. Mai 1987 ¹ 40.303
31. Dezember 1990 42.654
31. Dezember 1995 43.748
31. Dezember 2000 44.354
31. Dezember 2005 45.624
31. Dezember 2010 45.098
¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Leonberg hat 32 Mitglieder. Er besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem ebenfalls stimmberechtigten Oberbürgermeister als Vorsitzendem. Die Kommunalwahl findet alle fünf Jahre gleichzeitig mit der Wahl des Europäischen Parlaments statt. Die Wahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,81 8 20,6 7
FW Freie Wähler Leonberg e.V. 22,47 7 18,4 7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,96 5 17,3 6
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen, 2009:Grün-Alternative Bürger-Liste Leonberg 16,64 5 16,2 6
FDP Freie Demokratische Partei 6,68 2 11,7 4
S:ALZ Stadt: Arbeit, Leben, Zukunft 4,94 2 5,0 1
NLL Neue Liste Leonberg 4,79 2 10,5 3
LINKE Die Linke 2,71 1
gesamt 100,0 32 100,0 34
Wahlbeteiligung 47,96 % 50,1 %

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt Leonberg wird seit 1304 ein vom Landesherrn ernannter Schultheiß erwähnt. Ab 1425 trat an dessen Stelle der Vogt, der zugleich das gesamte Amt Leonberg verwaltete. Ab 1535 gab es einen Obervogt und einen Untervogt. Beide wählten den Richter. Einen Rat gibt es seit 1312. Um 1523 hatte er acht Mitglieder.

Daneben gab es seit dem 15. Jahrhundert zwei Bürgermeister, seit 1582 drei. 1596/97 waren Claus Koch, Michael Beck und Jacob Mochel Rechnung führende Bürgermeister.

Ab 1759 stand ein Oberamtmann an der Spitze von Stadt und Amt, das von nun an Oberamt war.1819 wurden die beiden Bereiche voneinander getrennt, Stadtoberhaupt war nun der gewählte „Stadtschultheiß“, seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Oktober 1963 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf acht Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine Stellvertreter sind der Erste Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“ und ein weiterer hauptamtlicher Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Stadtoberhäupter seit 1819

  • 1819–1820: Carl Friedrich Berg
  • 1821–1837: Immanuel Baumann
  • 1837–1869: Franz Offterdinger
  • 1869–1888: Johann Andreas Häcker
  • 1888–1903: Jakob Rüth
  • 1903–1919: Rudolf Roth
  • 1919–1932: Gotthilf Funck
  • 1933–1934: Rudolf Abele
  • 1934–1945: Erwin Spindler
  • 1945: Hugo Wendel
  • 1945–1947: Gotthold Ege
  • 1947–1948: Imanuel Schäfer
  • 1948–1953: Carl Schmincke
  • 1953–1969: Otto Rexer
  • 1969–1993: Dieter Ortlieb
  • seit 1993: Bernhard Schuler

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Leonberg zeigt in Gold einen rot bewehrten und rot bezungten, schwarzen, aufrecht schreitenden, doppelschwänzigen Löwen. Die Stadtflagge ist schwarz-gelb. Die früheste Überlieferung des Wappens stammt aus dem Jahre 1312.

Städtepartnerschaften

Leonberg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

  • Berlin-Neukölln, seit 1970
  • Belfort, Frankreich, seit 1977
  • Rovinj, Kroatien, seit 1990
  • Bad Lobenstein, Thüringen, seit 1991

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Leonberg ist durch die Bundesautobahnen 8 (Karlsruhe–Stuttgart–Ulm–München) und 81 (Würzburg–Stuttgart–Singen) an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Beide Autobahnen werden am Autobahndreieck Leonberg verknüpft, das sich südlich der Kernstadt befindet. In unmittelbarer Nähe des Dreiecks befindet sich die Anschlussstelle Leonberg-Ost. Mit dem Ausbau der A 8 zusammen mit der B 295 kam 2008 die Anschlussstelle Leonberg-West hinzu. Die B 295 verläuft derzeit noch mitten durch Leonberg und hat ein sehr hohes Verkehrsaufkommen. Für Motorradfahrer ist das Leonberger Stadtgebiet mit dem Glemstal ein beliebtes Revier, woraus zeitweise hohe Lärmbelastungen resultieren.

Öffentliche Verkehrsmittel

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedient vor allem die seit 1978 bestehende Linie S6 (Weil der Stadt–Leonberg–Stuttgart Schwabstraße) der S-Bahn Stuttgart, die auf der Schwarzwaldbahn verkehrt. Sie ist eine Nahverkehrsverbindung in die Landeshauptstadt. Neben dem Bahnhof Leonberg gibt es Haltepunkte im Stadtteil Höfingen und im Stadtteil Silberberg (Haltepunkt Rutesheim). Ferner verkehren im Stadtgebiet zahlreiche Buslinien. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).

Umweltzone

In der Kernstadt von Leonberg gilt seit dem 1. März 2008 (ursprünglich 1. Juli 2007, Startzeitpunkt wegen fehlender Verwaltungsvorschriften verschoben) die Feinstaubplakettenpflicht. Nur Fahrzeuge, die mindestens der Schadstoffgruppe 2 angehören, durften ab diesem Zeitpunkt in oder durch das Stadtgebiet fahren. Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1 (ohne Plakette) unterliegen seitdem einem Fahrverbot.

Seit 1. Januar 2012 wurde das Fahrverbot nach der Kennzeichnungsverordnung auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2 (rote Plakette), seit 1. Januar 2013 auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 3 (gelbe Plakette) ausgeweitet. Am 2. Dezember 2013 wurde eine regionale Umweltzone Leonberg/Hemmingen und Umgebung gebildet (Übersicht).

Einkaufsmöglichkeiten

Neben zahlreich vorhandenen Läden befindet sich im Stadtzentrum das Leo-Center, ein über 90 Geschäfte verfügendes Einkaufszentrum. Es wurde 1973 in Betrieb genommen. Quer gegenüber auf der anderen Seite der Kreuzung Römer-/Eltinger Straße befindet sich die Römergalerie, in der eine große Anzahl Läden, Restaurants sowie Büros und Arztpraxen untergebracht sind. Weitere Einkaufszonen findet man in der Altstadt rund um den Marktplatz, in Eltingen (Carl-Schmincke- und Poststraße), und an der Ecke Post-/Römerstraße (Möbelhaus, Baumarkt, Lebensmittelmärkte).

Ansässige Unternehmen

Die Leonberger Bausparkasse wurde 1924 als Christlicher Notbund zur gegenseitigen Hilfe von Christian Röckle in Leonberg gegründet. Seit Übernahme durch die Wüstenrot AG 2001 existiert die Leonberger Bausparkasse nicht mehr. Ihre Gebäude wurden abgerissen, wobei die beiden höchsten Gebäude am 30. Mai 2009 gesprengt wurden.

Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Motometer betreibt die Robert Bosch GmbH seit den 90er Jahren ein Verwaltungs- und Entwicklungszentrum mit rund 1.100 Arbeitsplätzen.

Leonberg ist Stammsitz des Familienunternehmens GEZE, einem Anbieter von Türtechnik sowie Sicherheits- und Lüftungssystemen, das in Leonberg rund 900, weltweit 2.600 Mitarbeiter beschäftigt (Stand 2012).

1952 wurde in Leonberg die LEWA gegründet. Sie ist ein weltweit tätiger Hersteller von Dosierpumpen, Prozess-Membranpumpen und Dosier- und Mischanlagen für die Prozessindustrie. Sie beschäftigt in Leonberg rund 560 Mitarbeiter, weltweit ca. 1000 (Stand 2015).

Leonberg ist seit 1953 Sitz der Brückner Textilmaschinenbau.

Der Automobilhersteller und auf Porsche-Fahrzeuge spezialisierte Tuningbetrieb Gemballa Automobiltechnik beschäftigt etwa 30 Mitarbeiter.

Im Jahre 1994 übersiedelte die traditionelle Klavierfabrik Pfeiffer von Stuttgart nach Leonberg.

Weinbau

Leonberg ist ein Weinort des Anbaugebietes Württemberg und zählt zum Bereich Remstal-Stuttgart.Hauptanbaugebiete sind die südlich des Autobahndreiecks gelegene Feinau sowie der glemsaufwärts gelegene Ehrenberg.

Behörden, Gericht und Einrichtungen

Leonberg hat ein Finanzamt, ein Notariat und ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und Oberlandesgerichts-Bezirk Stuttgart gehört. Ferner befindet sich hier eine Außenstelle des Landratsamts Böblingen.

Die Stadt ist Sitz des Kirchenbezirks Leonberg der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Bildungseinrichtungen

In Leonberg sind alle Schultypen vorhanden. Mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium und dem Johannes-Kepler-Gymnasium gibt es zwei Allgemeinbildende Gymnasien, sowie mit Wirtschafts- und Technischem Gymnasium am Beruflichen Schulzentrum auch zwei berufliche Gymnasien. Weiterhin bestehen die Gerhart-Hauptmann-Realschule, die Ostertag-Realschule, die Pestalozzischule (Förderschule), die August-Lämmle- und die Schellingschule (Grund- und Werkrealschulen), sowie die reinen Grundschulen in der Kernstadt (Mörikeschule, Sophie-Scholl-Schule und Spitalschule) und in den Stadtteilen Höfingen, Gebersheim und Warmbronn.

Der Landkreis Böblingen ist Schulträger des Beruflichen Schulzentrums (diverse Ausbildungsberufe, Berufsfachschulen, Berufskolleg und berufliche Gymnasien) sowie der Karl-Georg-Haldenwang-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten.

Die private Evangelische Fachschule für Altenpflege rundet das schulische Angebot in Leonberg ab.

Freizeiteinrichtungen

Das alte Eltinger Freibad wurde 1990 umgebaut zum Leobad, einem großen Freizeit- und Sportbad, in dem bis 2010 über vier Millionen Besucher gezählt wurden.

Ein kleines Familienbad wird im Stadtteil Höfingen durch den Verein Bädle e. V. betrieben.

Das 1972 fertiggestellte Sportzentrum mit Sporthalle und Hallenbad musste im August 2011 wegen massiver Sicherheitsmängel in der Gebäudetechnik geschlossen werden. Bei einem Bürgerentscheid am 25. März 2012 wurde entschieden, dass eine Sanierung erfolgen soll. Zuvor hatte der Gemeinderat einen Abriss und Neubau beschlossen. Nach der für rund 12 Millionen Euro durchgeführten Sanierung wurde das Sportzentrum am 2. Februar 2014 wieder eröffnet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Das Theater im Spitalhof Leonberg, das sich innerhalb der Spitalschule befindet, ist eine Musik- und Theaterbühne für Kleinkunst, Musik sowie Kinder- und Jugendtheater. Regelmäßige Theaterdarbietungen verschiedener Tourneebühnen sind in der Stadthalle Leonberg zu sehen.

Musik

Der 1840 gegründete Liederkranz Leonberg betreibt Chorsingen und besitzt ein eigenes Sängerheim. Der Musikverein Lyra Eltingen wurde 1897 gegründet.Ein weiterer Musikverein ist die Stadtkapelle Leonberg. Das Sinfonieorchester Leonberg wurde 1970 als Jugendsinfonieorchester gegründet. Heute besteht es aus 70 Musikern und wird vom Dirigenten Alexander Adiarte geleitet.

Musikalische Ausbildungsstätten in Leonberg sind die Jugendmusikschule, die in Kooperation mit dem Musikverein Lyra Eltingen, dem Musikverein Höfingen und dem Musikverein Stadtkapelle Leonberg steht, und die Musikschule Villa Musica, die im Verbund mit dem Liederkranz Leonberg zusammenarbeitet.

Bauwerke

  • Sehenswert ist die mittelalterliche Altstadt. Am historischen Marktplatz sind zahlreiche Fachwerkhäuser zu bewundern. Eines davon ist das alte Rathaus, das zusammen mit dem Wasserturm auf dem Engelberg die Wahrzeichen der Stadt darstellen. Bemerkenswert sind zudem Schellings Geburtshaus und der stattliche Gasthof Zum Schwarzen Adler, in dem einer Legende zufolge 1457 der erste urkundlich belegbare Landtag der Grafschaft Württemberg-Urach getagt hat. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die mittelalterliche Evangelische Stadtkirche mit den zahlreichen bürgerlichen Grabdenkmälern aus der Werkstatt des Jeremias Schwartz, die ehemalige Lateinschule, in der heute das Stadtmuseum mit Schelling-Gedenkraum untergebracht ist, und der Engelbergtunnel. Die vom Galerieverein Leonberg e.V. renovierte und ausgebaute Scheune aus dem Jahr 1814 wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats Oktober 2004“ ernannt.
  • Im Stadtteil Eltingen ist die „Schönste Dorfstraße Süddeutschlands“, die Carl-Schmincke-Straße, zu sehen. Die evangelische Michaelskirche Eltingen wurde 1487 erbaut. Es handelt sich um ein einschiffiges Langhaus mit Netzrippengewölbe und eingezogenem Chor. Der Turm hat spätgotische Schallfenster und ein Zeltdach.
  • Die Evangelische Kirche Gebersheim wurde 1588 erbaut. Das Schiff wurde jedoch 1968 abgetragen und erweitert. Im Turm sind noch vorreformatorische Fresken erhalten. Im Ortsteil Gebersheim wurde außerdem 1995 das Bauernhausmuseum eröffnet.
  • Höfingen besitzt eine Pfarrkirche, die in Teilen romanisch bzw. gotisch ist. Der Chor trägt die Jahreszahl 1407. Der 45 Meter hohe Westturm stammt im Wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert und hat ein Zeltdach. Das Kirchenschiff wurde 1931 abgerissen und neu erbaut; bei dieser Maßnahme stürzten Teile des Chors ein. Die Kirche war Laurentius von Rom geweiht.
  • In Warmbronn befindet sich das Christian-Wagner-Museum im Christian-Wagner-Haus. Die Warmbronner evangelische Kirche wurde 1784 im klassizistischen Stil erbaut.
  • Beim Glemseck befindet sich das Seehaus. Es wurde 1609 im Auftrag von Sybilla von Anhalt Gräfin von Mömpelgard und Herzogin von Württemberg vom herzoglichen Baumeister Heinrich Schickhardt erbaut. Heute betreibt hier der Seehaus e.V. eine freie Form des Jugendstrafvollzugs.

Parks

Der Pomeranzengarten ist der einzige in Deutschland erhaltene Terrassengarten aus der Zeit der Hochrenaissance. Er wurde 1609 im Auftrag der Herzogin Sibylla von Württemberg angelegt, als das Schloss zum Witwensitz württembergischer Herzoginnen umfunktioniert wurde. Ab 1742 wurde der Pomeranzengarten für den Obst- und Gemüsebau genutzt, bis man ihn ab 1980 nach den Originalplänen Heinrich Schickhardts restaurierte.

Der Stadtpark liegt zwischen Leonberg und Eltingen und wurde auf dem Gelände eines Gipswerks angelegt, das 1977 seinen Betrieb einstellte. Gipssteinbrüche wurden als Seen in die Anlagen integriert. Viele Skulpturen sind im Stadtpark aufgestellt. Im Süden des Parks wurde ein Friedensmahnmal errichtet, an dessen Eingang seit 1990 ein Segment der Berliner Mauer steht, das zuvor an der Grenze des Leonberger Partnerbezirks Berlin-Neukölln stand.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Im Februar findet der fünftägige Leonberger Pferdemarkt statt. Abschluss und Höhepunkt ist der Festumzug, der am zweiten Dienstag des Monats stattfindet und 2010 über 35.000 Zuschauer hatte. Der Pferdemarkt wurde am 15. Januar 1684 von Herzog Friedrich Karl genehmigt und fand 2014 zum 323. Mal statt.
  • Das Marktplatzfest Leonberg findet im Juli statt; 2005 zum 32. Mal.
  • Die Altjahrabendfeiern finden am 31. Dezember auf den Marktplätzen von Leonberg und Eltingen statt. Diese Feier mit Kerzen, Musik und einer Ansprache des Oberbürgermeisters besteht der Überlieferung zufolge seit Jahrhunderten. Weit verbreitet, aber historisch fragwürdig, ist die Annahme, dass der Ursprung in der Pestepidemie von 1635 liegt, der zufolge Häuser, in denen noch Bewohner lebten, mit Kerzen gekennzeichnet wurden.
  • Das von einer Werbegemeinschaft und der Stadt veranstaltete Altstadtspektakel im September mit Kleinkunstbühnen in den Altstadt-Kellern, Oldtimertreffen, Kirchplatzfest und verkaufsoffenem Sonntag fand 2012 zum 18. Mal statt.
  • Das vom Musikverein Lyra Eltingen 1897 e.V. veranstaltete zweitägige Eltinger Straßenfest findet im Juni statt, 2013 zum 41. Mal.
  • Das Musik- und Gastronomiefestival Nightgroove fand 2010 zum fünften Mal statt und hatte ungefähr 2500 Besucher. Im Jahr 2011 fiel die Veranstaltung aus.
  • Der Waldmeisterlauf in Warmbronn fand im Mai 2010 mit rund 1.800 Teilnehmern zum 34. Mal statt, erstmals mit einem Halbmarathon.
  • Das Rockfestival Warmbronner Open Air findet seit 1985 jährlich auf dem Alten Waldsportplatz im Ortsteil Warmbronn statt und hatte zuletzt zwischen 2500 und 3500 Besucher. Von 2001 bis 2005 wurde es als rockXplosion bezeichnet.
  • Jeweils am letzten Wochenende im Juni findet das Waldfest des Musikvereins Höfingen statt. Bereits seit 1926 wird das Fest am Höfinger Waldeck gefeiert und ist damit das älteste Höfinger Fest. Das Waldfest beginnt traditionell mit einem Marsch des Musikvereins durch Höfingen und lockt jedes Jahr über tausend Besucher an.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Leonberg hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1875: Otto Abel (1802–1886) mit Ehefrau Louise geb. Maier, Diakone, und Sohn Kunrad Abel
  • 1879: Johann Friedrich Ostertag (1803–1885), Pfarrer und Schriftsteller (Eltinger Ehrenbürger)
  • 1885: Karl von Varnbüler (1809–1889), Staatsminister (Höfinger Ehrenbürger) mit Ehefrau Henriette geb. Freiin von Süskind (1815–1902)
  • 1922: Karl Maier (1855–?), Rektor
  • 1924: Karl Hegele (1849–1927), Stadtpfleger
  • 1948: Hermann Kerler (1879–1971), Amtmann
  • 1951: August Lämmle (1876–1962), Heimatdichter
  • 1952: Heinrich Längerer (1882–1955), Fabrikant
  • 1958: Carl Gottlob Müller (1883–1970), Bankdirektor
  • 1962: Heinrich Staudt (1887–1979), Kfz-Meister
  • 1964: Reinhold Vöster (1884–1968), Fabrikant (GEZE)
  • 1969: Emil Bammesberger (1889–1971), Fabrikant
  • 1998: Albrecht Goes (1908–2000), Pfarrer und Schriftsteller
  • 2000: Frei Otto (1925–2015), Architekt
  • 2013: Brigitte Vöster-Alber (* 1944), Unternehmerin (GEZE)

Söhne und Töchter der Stadt

  • Bernhard Sporer (um 1450/60–1526), südwestdeutscher Baumeister und Bildhauer
  • Albert Kunius (1575–1611), Professor an der Universität Tübingen
  • Heinrich Eberhard Gottlob Paulus (1761–1851), evangelischer Theologe
  • Christoph Maximilian von Griesinger (1763–1831), württembergischer Oberamtmann
  • Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775–1854), einer der Hauptvertreter der Philosophie des deutschen Idealismus
  • Immanuel Baumann (1799–1837), Leonberger Stadtschultheiß und Landtagsabgeordneter
  • Gustav Griesinger (1804–1888), Burschenschafter und Dichter
  • Heinrich Essig (1808–1887), Züchter des Leonberger Hundes, Ökonom, Stadtrat
  • Christoph Hoffmann (1815–1885), Gründer der deutschen Tempelkolonien in Palästina
  • Carl Gottlieb Elsässer (1817–1885), Komponist und Musikpädagoge
  • Christian Wagner (1835–1918), Dichter und Bauer
  • Sigurd Friedrich Abel (1837–1873), Historiker
  • Rudolf von Burk (1841–1924), geboren in Warmbronn, württembergischer Generalarzt
  • Heinrich von Wagner (1857–1925), Oberbürgermeister von Ulm
  • Jonathan Roth (1873–1924), Jurist, Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Gottlieb Hering (1887–1945), geboren in Warmbronn, Lagerkommandant des Vernichtungslagers Belzec
  • Jonathan Schmid (1888–1945), geboren in Gebersheim; Politiker (NSDAP), Landtagsabgeordneter, Reichsrat, württembergischer Innen-, Justiz- und Wirtschaftsminister, stellvertretender württembergischer Ministerpräsident
  • Erwin Schoettle (1899–1976), Politiker (SPD), MdB, Bundestagsvizepräsident, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
  • Otto Baum (1900–1977), Bildhauer
  • Walter Lochmüller (1905–1992), Künstler und Hochschullehrer
  • Helmut Pfisterer (1931–2010), schwäbischer Mundartdichter
  • Rolf Sauerwein (* 1942), Künstler und Kugelschreiberzeichner
  • Reinhold Gerstetter (* 1945), Grafiker und Designer
  • Dietrich Weller (* 1947), Schriftstellerarzt
  • Martin Winterkorn (* 1947), Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG
  • Erwin Staudt (* 1948), Manager, ehemaliger Chef von IBM Deutschland, ehemaliger Präsident des VfB Stuttgart
  • Raingard Tausch (* 1949), Zeichnerin, Malerin und Objektkünstlerin
  • Frank Schäffer (* 1952), ehemaliger Fußballspieler bei Borussia Mönchengladbach
  • Günther Lohre (* 1953), mehrfacher deutscher Meister im Stabhochsprung, Olympiateilnehmer, Aktivensprecher der Leichtathletik-Nationalmannschaft
  • Bernd Riexinger (* 1955), Politiker (Die Linke), Bundesvorsitzender der Partei Die Linke
  • Bernd Murschel (* 1956), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), Landtagsabgeordneter
  • Reinhard Hackl (* 1960), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), Landtagsabgeordneter
  • Kerstin Braun (* 1970), Fotografin
  • Ralf Becker (* 1970), Fußballfunktionär und ehemaliger Fußballspieler
  • Stefan Hermann (* 1970), Koch, mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet
  • Vanessa Jopp (* 1971), Regisseurin
  • Marcus Staiger (* 1971), Journalist und Labelbetreiber
  • Tim Eitel (* 1971), Maler
  • Eva Briegel (* 1978), Musikerin, Sängerin der Band Juli
  • Dennis Hillebrand (* 1979), Fußballspieler
  • Bianka Lamade (* 1982), Tennisspielerin

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Nach dem Tod Friedrich I. von Württemberg zog dessen Witwe Herzogin Sybilla 1609 nach Leonberg. Baumeister Heinrich Schickhardt legte für sie den Pomeranzengarten an und erbaute für sie das Seehaus.
  • Johannes Kepler lebte als Kind von 1576 bis 1579 in Leonberg und besuchte hier die Lateinschule.
  • Katharina Kepler, seine Mutter, wurde 1620 in einem Hexenprozess nach 14-monatiger Haft freigesprochen und entkam dem Tod auf dem Scheiterhaufen.
  • Walter E. Lautenbacher (* 1920 in München; † 2000 in Leonberg), Fotodesigner und Gründer des Bundes Freischaffender Foto-Designer (BFF), lebte und arbeitete von 1974 bis zu seinem Tod in seinem Studiohaus in Leonberg.
  • Elisabeth Dorothea Schiller, die Mutter Friedrich Schillers, verbrachte ihren Lebensabend zwischen 1796 und 1801 im Leonberger Schloss.
  • Helmuth Rilling (* 1933 in Stuttgart), Dirigent, lebt in Leonberg
  • Gerhard Mitter (1935–1969), deutscher Motorsportler, begann seine Karriere als Motorradrennfahrer in Leonberg und verbrachte dort einen Großteil seines Lebens.
  • Helmut Lachenmann (* 1935 in Stuttgart), Komponist, lebt in Leonberg.
  • Jürgen Sundermann (* 1940 in Mülheim/Ruhr), Fußballtrainer unter anderem beim VfB Stuttgart, lebt in Leonberg.
  • Axel Kuhn (* 1943 in Gelsenkirchen), Historiker und Kriminalautor, Leonberger Kommunalpolitiker.
  • Bernhard Bauer (* 1950 in Neckarsulm), ehemaliger Ministerialdirektor und Präsident des Deutschen Handballbundes, lebt in Leonberg.
  • Dan Dănilă (* 1954 in Şura Mică), Schriftsteller und Maler, lebt in Leonberg.
  • Sabine Kurtz (* 1961 in Bad Hersfeld), Landtagsabgeordnete, lebt in Leonberg

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Leonberg

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