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Stadtplan Lengerich (Emsland)
Samtgemeinde Lengerich
Mittelstr. 15
49838 Lengerich

http://www.lengerich-emsland.de
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Stadtplan Lengerich (Emsland)

Lengerich (Emsland)

160pxAbb. 1 Wappen von Lengerich (Emsland)
Basisdaten
Bundesland Niedersachsen
Höhe 41 m
PLZ 49838
Vorwahl 05904
Website www.lengerich-emsland.de
Bürgermeister Gerhard Wübbe (CDU)

Die Gemeinde Lengerich ist die größte Gemeinde in der Samtgemeinde Lengerich im Landkreis Emsland in Niedersachsen.

Geografie

Geographische Lage

Lengerich liegt am Nordostrand der Lingener Höhe etwa 15 km östlich der Ems und der Stadt Lingen.

Ortsbild

Die Gemeinde Lengerich besitzt aufgrund der engen Bebauung im Ortskern den Charakter eines Haufendorfes, einer Siedlungsart, die man im Emsland nur noch selten findet. Alte, gut erhaltene oder renovierte Wohn- und Bauernhäuser ergänzen dieses Bild.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Norden die Stadt Haselünne und die Gemeinde Dohren, im Osten die Gemeinden Handrup und Wettrup, im Süden die Gemeinden Andervenne, Freren und Thuine, im Westen die Gemeinden Langen und Gersten.

Geschichte

Ein Zeugnis früher Besiedlung ist der Schatzfund von Lengerich (im Ortsteil Sudderwehe), bestehend aus römischen Gold- und Silbermünzen sowie goldenen Schmuckstücken.

Nach dem Jahre 800 wurde an der Stelle des heutigen Marktplatzes eine Fachwerkkapelle errichtet. Sie wurde um 1000 durch ein romanische Steinkirche ersetzt. Erstmals urkundlich erwähnt wird Lengerich im Jahre 890 n. Chr. als „Lengirichi“, später als „Lengreke“.

Um 1150 wurde eine Kirchenburg angelegt. Sie besaß eine Ringmauer, befestigte Tore und aus Stein gebaute Speicher. Der untere Teil des Turmes der heutigen Evangelisch-reformierten Kirche diente den Lengerichern als Zufluchtsort.

Lengerich gehörte im Mittelalter zur Grafschaft Tecklenburg. Nach der Niederlage der Tecklenburger Grafen im Schmalkaldischen Krieg wurde Lengerich 1548 ein Teil der Grafschaft Lingen. 1550 ist eine Schule in Lengerich nachgewiesen. 1702 erbte König Friedrich I. die Grafschaft Lingen, damit wurde Lengerich preußisch. 1807 wurde Lengerich von den Truppen Napoleons Franzosen besetzt. Während der französischen Besatzungszeit gehörte Lengerich zum Département Ems (ab 1811 Département de l’Ems-Supérieur). Nach dem Wiener Kongress gelangte Lengerich 1815 an das Königreich Hannover.

Im Jahre 1960 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Bauerschaft Lengerich eingemeindet.

Einwohnerzahlentwicklung

1880 1900 1933 1939 1950 2015
Lengerich-Bauerschaft 969 977 1.235 1.228 1.504 k. A.
Lengerich-Dorf 499 511 566 737 756 k. A.
gesamt 1.468 1.488 1.801 1.965 2.260 2.662

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 13 gewählte Mitglieder. Von ihnen gehören als Ergebnis der Kommunalwahl im Jahr 2011 elf der CDU und zwei der SPD an.

Kommunalwahl 2016:

  • CDU: 12 Sitze
  • SPD: 1 Sitz

Bürgermeister

  • Seit 2006 Gerd Wübbe (CDU)
  • 1980–2006 Josef Duisen (CDU)

Sport

Das Gebiet um den Saller See im Süden der Gemeinde ist im Jahr 2008 zu einem „Skike-Park“ ausgebaut worden. Der Skike Park ist der älteste seiner Art in Deutschland.

SV Lengerich-Handrup

Der SV Lengerich-Handrup e.V. ist – neben dem später gegründeten VfL Handrup – der einzige Sportverein der emsländischen Gemeinden Lengerich und Handrup und zählt derzeit rund 900 Mitglieder.

Gegründet wurde der Sportverein am 10. Februar 1946 als Sportverein Lengerich mit den Vereinsfarben „schwarz/weiß“. Zwei Jahre später erhielt der Verein durch den Zusammenschluss mit dem Sportverein Handrup seinen heutigen Namen, wobei die Vereinsfarben auf das heutige „blau/weiß“ geändert wurden.

Wichtigste, älteste und mitgliederstärkste Abteilung des SV Lengerich-Handrup ist die Fußballabteilung mit drei Herren-, einer Damen- und neun Jugendmannschaften. Die 1. Mannschaft des SV spielt derzeit in der Möbel Wilken Kreisliga. In der Saison 2005/2006 war der ehemalige finnische Nationalspieler Marko Myyry als Spielertrainer in Lengerich aktiv. Die Damenmannschaft spielt derzeit in der 1. Kreisklasse Mitte/Süd. Des Weiteren bietet der Verein Volleyball, Sportkegeln, Damengymnastik, Herzsport, Kinderturnen, Schwimmen, Tennis, Wassergymnastik sowie einen Lauftreff an.

Sportfeste

Alle zwei Jahre findet in Lengerich das Hoeketurnier statt. Beim Hoeketurnier treten Auswahlmannschaften der einzelnen Fastabende, Hoeke oder Nachbarschaften in mehreren Disziplinen gegeneinander an. Der Fußballwettbewerb steht hierbei besonders im Mittelpunkt.

Jährliche Veranstaltungen

  • Letzter Samstag im Januar „öffentliches Feuerwehrfest“
  • Frühlingsmarkt (am letzten Sonntag im April)
  • Schützenfest des Schützenvereins Lengerich-Bauernschaft e.V. (am Wochenende vor Pfingsten)
  • Schützenfest des Schützenvereins Lengerich-Dorf e.V. (am 2. Wochenende im Juli)
  • Lengericher Trecker Treck (am 4. Wochenende im August)
  • Kirmes (am 2. Wochenende im September)
  • Nikolausmarkt (am Sonntag nach dem Nikolaustag)

Sehenswürdigkeiten

  • Ramings Mühle, eine Wassermühle, die um 1550 erbaut wurde, mit Backhaus idyllisch in einem Wäldchen gelegen.
  • Evangelisch-reformierte Kirche mit einem romanischen Turm und einem spätgotischen Kirchenschiff, mit den größten mittelalterlichen Wandgemälden im Emsland.
  • Katholische Kirche St. Benedikt, erbaut 1867 im neugotischen Stil.
  • Erholungsgebiet Saller See, mit Campingplatz, Skike Park, Minigolfanlage, Kneippbad und Angelmöglichkeiten (der Südteil des Sees liegt auf dem Gebiet der Samtgemeinde Freren).
  • Torhaus der ehemaligen Burg Lengerich im Bürgerpark sowie der Rest des ehemaligen Burggrabens. Das Torhaus wird heute vom Heimatverein unterhalten, Mietmöglichkeiten bestehen.

Persönlichkeiten

In Lengerich geborene Personen

  • Johannes Wübbe (* 23. Februar 1966), seit 2013 Weihbischof in Osnabrück

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Lengerich (Emsland)

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