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Lahnstein
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Stadt Lahnstein
Kirchstraße 1
56112 Lahnstein

http://www.lahnstein.de

Lahnstein

160pxAbb. 1 Wappen von Lahnstein
Basisdaten
Bundesland Rheinland-Pfalz
Höhe 74 m
PLZ 56112
Vorwahl 02621
Gliederung zwei Stadtteile
Website www.lahnstein.de
Oberbürgermeister Peter Labonte (CDU)

Lahnstein ist eine große kreisangehörige Stadt im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie liegt an der Mündung der Lahn, die fünf Kilometer südlich von Koblenz in den Rhein fließt. Die Stadtteile liegen im Rheintal und auf den Höhen der Ausläufer des Westerwaldes und des Taunus. Lahnstein ist Luftkurort mit Kurzentrum und Thermen. Am 7. Juni 1969 wurde die Stadt aus den bis dahin eigenständigen Städten Niederlahnstein und Oberlahnstein gebildet. Sie ist Sitz eines Amtsgerichts. Teile der Stadt gehören seit 2002 zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Kirchlich ist sie dem Bistum Limburg (röm.-kath.) bzw. der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zugeordnet.

Geographie

Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 673 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 34 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 2,1-mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren mäßig. An 47 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Stadtgliederung

Die Stadt Lahnstein besteht aus den beiden Stadtteilen Oberlahnstein und Niederlahnstein; zu Oberlahnstein gehören insgesamt 24 (darunter Friedrichsegen, Friedland, Lahnstein auf der Höhe, St.-Martin-Siedlung), zu Niederlahnstein weitere fünf Gemeindeteile (darunter Allerheiligenberg, Im Lag, Auf Ahl).

Geschichte

Die Römer erbauten im Jahr 369 im heutigen Niederlahnstein einen Burgus an der Lahnmündung, der als Grenzbefestigung diente und eine Art Wachtposten für das Kastell Confluentes (heute Koblenz) war. Das auf den Resten des Burgus erbaute Haus Lohenstein fiel 1018 an Kurtrier, im 12. Jahrhundert folgte an gleicher Stelle die Errichtung der spätromanischen Johanniskirche. In Oberlahnstein kam um 900 der fränkische Salhof an Kurmainz.

Seit 1226 erbaute der Mainzer Erzbischof Siegfried III. von Eppstein Burg Lahneck zum Schutz seines Gebietes an der Lahnmündung, wo der Ort Oberlahnstein und die Silbermine, die sich seit 1220 in Friedrichssegen befand, an Kurmainz gekommen waren. Die erste Erwähnung eines Burggrafen auf der Burg war 1245. Der Trierer Erzbischof Arnold II. von Isenburg erwarb 1256 die Vogtei von Niederlahnstein. Die Martinsburg wurde am Ende des 13. Jahrhunderts als Stützpunkt zur Wahrnehmung der Mainzer Zollrechte am Rhein errichtet.

König Ludwig IV. der Bayer verlieh 1324 Oberlahnstein die Stadtrechte, gleichzeitig wurde mit dem Bau der Stadtbefestigung begonnen. Niederlahnstein erhielt 1332 die Stadtrechte, sie blieben jedoch ohne Auswirkungen. An der Lahn wurde 1348 ein Trierer Zollturm errichtet, der am 1697 erbauten Wirtshaus an der Lahn erhalten geblieben ist. In Niederlahnstein wurde 1358 die St.-Barbara-Kapelle erbaut. Während der Mainzer Stiftsfehde 1461/1462 fielen Burg Lahneck und Oberlahnstein zeitweise an Kurtrier, nachdem 1462 Koblenzer und Trierer Truppen Oberlahnstein angegriffen hatten.

Das Alte Rathaus von Oberlahnstein wurde erstmals 1507 erwähnt. Die Pest brach 1542 in Lahnstein aus. 1569 wurde zwischen Ober- und Niederlahnstein eine Lahnfähre errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurden beide Stadtteile mehrfach durch schwedische, kaiserliche, französische und hessische Truppen besetzt. Eine erste Allerheiligenbergkapelle wurde 1671, der neugotische Nachfolgebau 1895–1901 erbaut. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1688 wurde Burg Lahneck durch französische Truppen zerstört, indem die Dächer in Brand geschossen wurden. Goethe legte in Begleitung von Lavater und Basedow bei einer Schiffsreise auf der Lahn und dem Rhein am 18. Juli 1774 in Lahnstein an und nahm im Wirtshaus an der Lahn sein Mittagessen ein.

Während der Koalitionskriege wurden Ober- und Niederlahnstein zwischen 1795 und 1800 wechselweise von österreichischen, preußischen, französischen und russischen Truppen besetzt. Nachdem sich die Franzosen im Frieden von Lunéville vom rechten Rheinufer zurückgezogen hatten, fiel Lahnstein zunächst durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 an Nassau-Usingen und dann 1806 an das neu geschaffene Herzogtum Nassau. 1852 begann der Wiederaufbau von Burg Lahneck. Ein erster Streckenabschnitt der Lahntalbahn von Oberlahnstein bis Bad Ems wurde am 1. Juli 1858 eröffnet. Am 11. August 1856 wurde das erste Teilstück der Nassauischen Rheinbahn von Wiesbaden nach Rüdesheim eröffnet. Wegen der schwierigen Bauarbeiten wurde die Strecke erst am 22. Februar 1862 bis Oberlahnstein und am 3. Juni 1864, nachdem seit 1862 die erste Eisenbahnbrücke über die Lahn erbaut wurde, bis Niederlahnstein verlängert.

Nachdem das Herzogtum Nassau den Deutschen Krieg 1866 an der Seite Österreichs verloren hatte, wurde es von Preußen annektiert. Das nun preußische Lahnstein begann bis 1869 mit den Arbeiten zum Anschluss seiner Eisenbahn an die preußische Rechte Rheinstrecke. Seit 1873 verbindet eine Straßenbrücke über die Lahn die heutigen Stadtteile Ober- und Niederlahnstein. Die Brücke, die zuletzt 1997 durch einen Neubau ersetzt wurde, erhielt 2008 den Namen Rudi-Geil-Brücke nach dem Lahnsteiner Politiker Rudi Geil. 1902 wurde Niederlahnstein an die Koblenzer Straßenbahn angebunden. Zwischen 1910 und 1912 erfolgte durch Theodor Zais die Erschließung der Ruppertsklamm. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Lahnstein im Rahmen der Rheinlandbesetzung zwischen 1918 und 1929 von französischen Truppen besetzt. In der Reichspogromnacht von 1938 wurde in Oberlahnstein die Synagoge zerstört. Im Zweiten Weltkrieg war Lahnstein 1944 und 1945 Ziel alliierter Luftangriffe. Nach dem Krieg kommt Lahnstein 1946 an das damals neu gegründete Land Rheinland-Pfalz. Die Staustufe an der Lahn wurde 1957 fertiggestellt.

Am 7. Juni 1969 erfolgte der Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Städte Ober- und Niederlahnstein zur Stadt Lahnstein. Zwischen 1971 bis 1975 entstand unter dem letzten Bürgermeister der Stadt Oberlahnstein, Kurdirektor Fritz Berlin, auf Initiative des Lahnsteiner Kaufmanns Ernst Wagner (1920–1986) das neue Kurzentrum Lahnstein auf der Höhe mit Thermalbad und Kurklinik. Die Anerkennung als „Heilquellen-Kurbetrieb“ erfolgte 1975. 1977 bis 1991 war Max Otto Bruker ärztlicher Leiter der Kurklinik. Am 30. März 1977 wurde Lahnstein auf der Höhe ein eigener Ortsteil von Lahnstein, 1998 folgte dann die Anerkennung als „Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb“. Nach Stilllegung des Thermalbades 2006 fiel dieser Titel jedoch im Jahr 2014 wieder weg.

Im Rahmen des Ausbaus der B 42 zur Ortsumgehungsstraße wurde 1979 die Lahntalbrücke und der Lahnecktunnel fertiggestellt. Die Kulturdenkmäler der Stadt gehören seit 2002 zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat in Lahnstein besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:

Wahl SPD CDU FDP Grüne FBL ULL Gesamt
2014 9 13 1 3 3 3 32 Sitze
2009 8 11 2 2 7 2 32 Sitze

Wappen

Das Wappen der Stadt Lahnstein setzt sich aus Bestandteilen der Wappen von Nieder- und Oberlahnstein zusammen. Das Mainzer Rad stammt aus dem Wappen der kurmainzischen Stadt Oberlahnstein, das rote Kreuz auf weißem Grund ist Teil des Wappens der kurtrierischen Stadt Niederlahnstein.

Partnerschaften

Seit 1967 ist Vence die französische, Kettering seit 1956 die englische Partnerstadt von Lahnstein. 1978 kam die westafrikanische Partnerstadt Ouahigouya und 1990 die thüringische Partnerstadt Hermsdorf hinzu. Mit der italienischen Stadt Montesilvano ist Lahnstein seit Oktober 2015 durch eine Absichtserklärung (Letter of Intent) verbunden, mit dem Ziel der Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen beider Städte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Lahnstein

Oberlahnstein

; Burg Lahneck Erbaut um 1226 vom Mainzer Kurfürst und Erzbischof Siegfried II. von Eppstein mit einem 29 m hohen fünfeckigen Bergfried. Spornburg mit Rittersaal, Burgkapelle, Burgküche, Turmbesteigung usw. Stündliche Führungen durch die Burg von Ostern bis Allerheiligen. Burgrestaurant. Hier kreuzen sich die Wanderwege Rheinhöhenweg, Lahnhöhenweg, Jakobsweg (Lahn-Camino von Wetzlar nach Oberlahnstein und weiter nach Kaub) und Rheinsteig von Wiesbaden nach Bonn. Die Städtische Bühne Lahnstein veranstaltete einige Jahre lang Theateraufführungen, die sogenannten Burgfestspiele, im Seitenhof der Burg.

; Schloss Martinsburg Erbaut 1298 von den Mainzer Kurfürsten als Zollburg und Teil der Stadtbefestigung. Mehrfach umgebaut, zahlreiche barocke Elemente. Heute sind hier Privatwohnungen, eine Arztpraxis, eine Münzprägewerkstatt und ein Fastnachtsmuseum.

; Jugendkulturzentrum Das Jugendkulturzentrum ist eine städtische Einrichtung, das sich als Einrichtung der Jugendkulturarbeit versteht und ein sozialräumlicher Bezugspunkte für junge Menschen sein möchte. Als Mitglied in der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik ist das Jugendkulturzentrum rheinland-pfalz-weit vernetzt.

; Stadtmauer Mit Hexenturm (1324) (darin das Museum der Stadt Lahnstein) und Resten eines fränkischen Königshofes (977) am Salhofplatz. Teile der alten Oberlahnsteiner Stadtbefestigung findet man darüber hinaus an vielen anderen Stellen, z. B. in der Hintermauerrgasse, wo sich im um 1700 erbauten Stadtmauerhäuschen eine Zweigstelle des Stadtmuseums befindet.

; Altes Rathaus Sehr gut erhaltener Fachwerkbau aus dem 15. Jahrhundert in Oberlahnstein. Bis 2015 Sitz des Stadtarchivs, das sich heute im Gebäude der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Schule am Kaiserplatz befindet.

; Kath. Pfarrkirche Sankt Martin Spätromanische Türme um 1190, gotischer Chor, barockes Mittelschiff, neugotische Seitenschiffe; wertvolle Stumm-Orgel von 1742–1744.

; Hospitalkapelle St. Jakobus Romanische Jakobskapelle auf dem Jakobsweg – hier wurden bei Ausgrabungen die Gebeine eines Santiago-Pilgers gefunden, in Höhe der Hüfte war eine Jakobsmuschel beigegeben worden.

; Wenzelkapelle Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert, in dem am 20. August 1400 der römisch-deutsche König Wenzel von Luxemburg abgesetzt wurde. Die Kapelle musste 1903 einer Eisenbahnlinie weichen. 1905 wurde der Chor unter Verwendung des originalen Material in der Nähe aufgebaut und mit einer Vorhalle versehen.

; Evangelische Kirche Neuromanische Saalkirche aus den Jahren 1872–75, Spitzhelm mit gotischen Eckfilialen, romanisches Rundbogenportal

; Limes Die Spuren des römischen Grenzwalls gegen die Germanen finden sich noch heute auf einer Länge von 8 km im Oberlahnsteiner Stadtwald.

; Freibad An der Burg Lahneck mit Blick nach Schloss Stolzenfels und in das Rheintal.

Niederlahnstein

; Johanniskirche und Johanniskloster der Kongregation vom Heiligsten Herzen Jesu und Maria Kirche von 1130 (romanische Pfeilerbasilika) auf den Resten einer älteren Kirche aus dem 10. Jahrhundert. Angeschlossen ist das Private St. Johannes Gymnasium. Hier finden sich noch Reste eines römischen Burgus, den 369 n. Chr. die Römer an der Lahnmündung erbauten. Er diente der Grenzbefestigung und war eine Art Wachtposten für das Kastell Confluentes (Koblenz).

; Nassau-Sporkenburger Hof, Städtische Bühne Lahnstein Ehemaliger Märkerhof aus dem 14. Jahrhundert. 1992–1997 umgebaut und saniert, heute Veranstaltungsort.

; Wirtshaus an der Lahn Dreigeschossiger Fachwerkbau von 1697 mit Zollturm von 1348. Johann Wolfgang von Goethe war hier auf seiner Lahnreise am 18. Juli 1774 zu Gast, nachdem er im Anblick der Burg Lahneck das Gedicht Geistesgruß verfasst hatte.

; Allerheiligenbergkapelle Bis 2012 Kloster der Missionsgesellschaft der Hünfelder Oblaten. Gebäude von 1671. Neugotische Kirche von 1895. Wallfahrtsort.

; Pfarrkirche St. Barbara 1937–1939 vom Architekten Martin Weber neu erbaut. Die 4,20 m hohe Sandstein-Skulptur St. Barbara schuf 1938 der Bildhauer Otto Zirnbauer.

; Kindergarten Allerheiligenberg Gebaut nach den Entwürfen von Architekt Heinz Bienefeld und Jan Thorn-Prikker. Das Bauwerk wurde im Architektur-Jahrbuch 1996 vorgestellt.

; Ruppertsklamm wildromantische Klamm, die von den Wanderern des Rheinsteiges besonders geschätzt wird

Friedrichssegen

; Bahnhof Friedrichssegen Denkmalgeschütztes Empfangsgebäude mit Lagerschuppen aus Klinker und Fachwerk. Baubeginn war am 6. November 1883, Inbetriebnahme am 20. Mai 1884. Die Gebäude des Bahnhofs wurden auf Kosten der Grubengesellschaft der Grube Friedrichssegen erstellt. Der eingeschossige Anbau entstand um 1900.

; Bergbaumuseum Friedrichssegen Im Jahre 2000 wurde von der „Arbeitsgemeinschaft Grube Friedrichssegen“ das Bergbaumuseum eröffnet. Hier werden unter anderem historische Grubenbilder (1905–1910) und mehr als 40 Exponate Friedrichssegener Mineralien ausgestellt, darunter auch die sogenannten Emser Tönnchen.

; Wasserkraftwerk Friedrichssegen Das Kraftwerk wurde 1906-07 für den Betrieb der Grube Friedrichssegen erbaut. Die drei Drehstromgeneratoren von 1906 und die drei Kaplan-Turbinen von 1937 sind noch heute im Betrieb und erzeugen durchschnittlich pro Jahr 4,8 kWh. Die Anlage kann in den Sommermonaten besichtigt werden.

Wanderwege

  • Der Rheinsteig, der neue Rheinhöhenwanderweg von Bonn nach Wiesbaden, durchquert die Gemarkung von Lahnstein am Kurzentrum und durch die Ruppertsklamm. Oberlahnstein ist über den Burgenwanderweg über die Burg Lahneck mit dem Rheinsteig verbunden.
  • Der Rheinhöhenweg führt über Burg Lahneck und über die Lahnbrücke zwischen Ober- und Niederlahnstein.
  • Der Lahnhöhenweg endet auf der Burg Lahneck.
  • Der Lahn-Camino, der Jakobsweg von Wetzlar nach Oberlahnstein, endet an der Hospitalkapelle, von dort geht es weiter in Richtung Kaub auf dem Rhein-Camino.
  • Der Lahnwanderweg, 2010 vom Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine mit dem Gütesiegel Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet, hat seinen Endpunkt in Lahnstein.

Sport

; Rhein-Lahn-Stadion im Stadtteil Niederlahnstein Kampfbahn Typ B mit Rasen-Großspielfeld, Kunststoff-Rundbahn und weiteren wettkampfgerechten Leichtathletikanlagen, Tennen-Großspielfeld, Rasen-Trainingsplatz.

; Städtisches Freibad An der Burg Lahneck.

; Volleyball Der Volleyball-Club Lahnstein-Friedrichssegen e. V. ist der erfolgreichste und höchstklassig spielende Verein der Stadt. Er spielt mit seiner ersten Herrenmannschaft in der Regionalliga Südwest. Das Mixed-Team belegte 2008 den 8. Platz bei den deutschen Meisterschaften. Der VCL hat sich besonders in den letzten Jahren durch die Organisation von Großveranstaltungen hervorgetan, wie diversen Beach-Volleyballturnieren und der süddeutschen Meisterschaft 2006 sowie der deutschen Meisterschaft 2008 im Mixed-Volleyball.

; Rudern Die Rudergesellschaft Lahnstein 1922 e. V. ist der ortsansässige Ruderverein in Lahnstein.

; Fußball Nach der Auflösung des Vereins SG Eintracht Lahnstein hat sich ein neuer Fußballverein gegründet, der FSV Rot-Weiß Lahnstein.

; Schwimmen In Niederlahnstein gibt es ein Schwimmbad, in dem verschiedene Vereine trainieren.

; Sportverein: Turngemeinde 1878 e.V. Oberlahnstein mit mehr als 1.330 Mitgliedern. Turnerheim und 2 Vereinshallen (Turnhalle und Mehrzweckhalle), Vereinsraum (ehemalige Gaststätte)

Regelmäßige Veranstaltungen

; Rhein in Flammen Großfeuerwerke und Schiffskonvoi am zweiten Samstag im August entlang Spay, Braubach mit der Marksburg, Brey, Rhens, Koblenz-Stolzenfels mit Schloss Stolzenfels, Lahnstein mit der Burg Lahneck und der Mündung der Lahn zum Höhenfeuerwerk von der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz.

; Lahneck Live Kulturfest ehemals an der Lahnmündung (Niederlahnstein). Das Festival findet immer am letzten Wochenende im Mai (Freitag–Sonntag) in den Rheinanlagen im Stadtteil Oberlahnstein statt und ist mit dem Kultursommer Rheinland-Pfalz verknüpft. Der Eintritt ist kostenlos!; Städtische Bühne Lahnstein; Burgfestspiele Die Lahnsteiner Burgfestspiele sind die ältesten Freilichtspiele in Rheinland-Pfalz. Sie finden, nachdem zuvor Burg Lahneck und der Salhofplatz als Spielstätte dienten, seit 2017 im Sommer auf einer Freilichtbühne vor der Johanniskirche in Niederlahnstein statt.; Lehner-Kirmes Immer am ersten Wochenende im September in Niederlahnstein; Oberlahnsteiner Kirmes mit Stadtfest Immer am zweiten Wochenende im September; Rosenmontagsumzug In Oberlahnstein; Kappenfahrt am Fastnachtsdienstag In Niederlahnstein; Kinder- und Jugend-Umzug am Fastnachtssamstag Von Nieder- nach Oberlahnstein; Lahnsteiner Zwei-Flüsse-Lauf Volkslauf am ersten Freitag im Juni entlang an Rhein und Lahn.; Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Gardetanzsport Für Kinder und Junioren in der Stadthalle, jeden 3. Samstag im September.; Lahnsteiner Bluesfestival Jährlich im Herbst, seit 1981 als SWF-, von 1998 bis 2005 als SWR-Blues-Festival mit Ausnahme von 2001.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

  • Lahnsteiner Brauerei
  • Zschimmer & Schwarz
  • Philippine-Saarpor

Bildung

; Grundschulen

  • Goethe-Schule in Oberlahnstein
  • Schiller-Schule in Niederlahnstein
  • Grundschule Friedrichssegen

; Realschulen und Realschule plus

  • Realschule Lahnstein in Oberlahnstein

; Förderschulen

  • Freiherr-vom-Stein-Schule in Oberlahnstein

; Gymnasien

  • Marion-Dönhoff-Gymnasium in Oberlahnstein (früher: Staatliches Neusprachliches Gymnasium Oberlahnstein)
  • Privates Johannes-Gymnasium Lahnstein in Niederlahnstein

; Berufsschulen

  • Berufsbildende Schule (BBS) in Oberlahnstein

; Volkshochschulen

  • VHS Lahnstein

Verkehr

; Schienenverkehr

  • Auf der Rechten Rheinstrecke verkehren die Züge der RB 10 der VIAS Verkehrsgesellschaft von Frankfurt Hbf über Frankfurt-Höchst, Wiesbaden Hbf, St. Goarshausen, Koblenz Hbf und Koblenz Stadtmitte nach Neuwied.
  • Bahnhof Oberlahnstein und Bahnhof Niederlahnstein an der Bahnstrecke Köln–Wiesbaden
  • Auf der Lahntalbahn, über welche Lahnstein durch die Stationen Niederlahnstein und Friedrichssegen angeschlossen ist, verkehren die Züge der Linie RB 23 der Deutschen Bahn AG unter dem Namen Lahn-Eifel-Bahn von Limburg(Lahn) über Diez, Bad Ems, Koblenz Hbf, Koblenz Stadtmitte, Andernach und Mendig nach Mayen Ost.
  • Am Bahnhof Niederlahnstein hält zusätzlich der durch die DB Regio betriebene RE25 (Lahntalexpress), welcher von Koblenz Hbf über Niederlahnstein, Bad Ems, Diez, Limburg(Lahn), Weilburg und Wetzlar nach Gießen verkehrt.

; Straßenverkehr

  • Über die B 42 auf der rechten Rheinseite und über die B 260 (genannt: die Bäderstraße) nach Bad Ems und Nassau bis Niederwalluf bei Wiesbaden.
  • Brücken: Die Lahn überqueren die Lahntalbrücke (B 42), die Rudi-Geil-Brücke (L 335) zwischen Ober- und Niederlahnstein, die Lahnbrücke Friedrichssegen sowie zwei Eisenbahnbrücken.
  • Köln-Düsseldorfer Rheinschiffe legen an in Oberlahnstein in den Rheinanlagen.

Sonstiges

  • Deines-Bruchmüller-Kaserne der Bundeswehr

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Daniel Bahr (* 1976), Politiker (FDP)
  • Hermann Beckby (1890–1980), Philologe und Heimatforscher
  • Thorsten Becker (* 1958), Schriftsteller
  • Ernst Biesten (1884–1953), Jurist
  • Hans Bohn (1891–1980), Grafiker
  • Michael Born (* 1958), Fernsehjournalist und „Kujau des Fernsehens“
  • Wilhelm Christian Crecelius (1898–1979), Mediziner
  • Anton Dahlem (1859–1935), Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Markus Fachbach (* 1982), Triathlet
  • Stefan Feth (* 1980), Tischtennisspieler
  • Heinrich Fisch (1925–2008), Pädagoge und Sozialwissenschaftler
  • Franz Josef Geil (1907–1948), Politiker (CDU), MdL, Bürgermeister von Lahnstein
  • Rudi Geil (1937–2006), Politiker (CDU), MdL
  • Manuela Grochowiak-Schmieding (* 1959), Politikerin, Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen
  • Grit Hegesa (1891–1972), Tänzerin und Schauspielerin
  • Axel Heibel (* 1943), Objektkünstler
  • Nikolaus Heidelbach (* 1955), Grafiker, Bilderbuchillustrator und -autor
  • Willibald Hilf (1931–2004), Politiker (CDU), MdL, Intendant des Südwestfunks
  • Michael Hohl (* 1959), Politiker (CSU), Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth (2006–2012)
  • Peter Huttenlocher (1931–2013), Neuropädiater und Neurowissenschaftler
  • Philipp Langen (* 1986), Fußballspieler
  • Wilhelm Lanz (1829–1882), von 1868 bis 1882 Erster Bürgermeister von Wiesbaden
  • Peter Lauch, Schlagersänger
  • Oliver Laux (* 1990), Fußballspieler
  • Dagmar Leupold (* 1955), Schriftstellerin
  • Gabriele Leupold (* 1954), Übersetzerin
  • Roger Lewentz (* 1963), Politiker (SPD)
  • Julius Liebrecht (1891–1974), Unternehmer bei Boehringer Ingelheim
  • Otto Mandt (1858–1919), Konteradmiral und Geheimer Regierungsrat
  • Heribert Meffert (* 1937), Professor für Betriebswirtschaft
  • Fritz Michel, (1877–1966), Arzt, Politiker, Historiker und Kunsthistoriker
  • Annika Olbrich (* 1985), Schauspielerin
  • Bernhard Plettner (1914–1997), Ingenieur, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG
  • Dieter Portugall (* 1952), Künstler
  • Gottfried Pott (* 1939), Professor für Kalligrafie
  • Hugo Rheinhold (1853–1900), deutscher Bildhauer
  • Gunter Runkel (* 1946), Soziologe und Sexualwissenschaftler
  • Maria Hugonis Schäfer (1930–2014), Ordensschwester und Erzieherin
  • Timo Scheider (* 1978), Autorennfahrer
  • Otto Stadelmann (1874–1952), Jurist
  • Carl Vath (1909–1974), Kaufmann und römisch-katholischer Prälat sowie Präsident Caritas Internationalis
  • Herbert Walther (1922–2003), Sachbuchautor, Maler und Grafiker
  • Nikolaus Weinbach aus Oberlahnstein (1633–1642), Abt im Kloster Eberbach
  • Caspar Weis (1849–1930), Künstler der Neugotik
  • Axel Wilke (* 1963), Politiker (CDU), MdL
  • Jürgen Wöhler (* 1950), Jurist
  • Walther Karl Zülch (1883–1966), Kunsthistoriker

Mit der Stadt verbundene Personen

  • Anton Abt (1841–1895), Theologe und Schriftsteller, gründete 1873 in Oberlahnstein die Höhere Bürgerschule, aus der das Gymnasium hervorging
  • Nikolai von Astudin (1847–1925), russischer Landschaftsmaler, wohnte und verstarb in den 1920er Jahren in Oberlahnstein.
  • Robert Bodewig (1857–1923), Professor Dr., Geschichtslehrer in Lahnstein, Heimatforscher, archäologischer Autodidakt
  • Max Otto Bruker (1909–2001), Arzt und Buchautor, 1977–1991 Leiter der Klinik Lahnhöhe. Seit 1994 gibt es das Bruker-Haus in Lahnstein.
  • Idilia Dubb, englische Touristin, soll im Jahre 1851 auf dem Bergfried der Burg Lahneck verhungert sein.
  • Ernst Fuhrmann (1886–1956), Schriftsteller, gründete 1928 in Haus Jungfried den Folkwang-Auriga Verlag
  • Johann Philipp Holzmann (1805–1870), Bauunternehmer und Gründungsvater der Philipp Holzmann AG, baute 1860 den Hafen in Oberlahnstein
  • Joe Juhnke (1925–2016), Schriftsteller und Gastronom
  • Richard Ott (1928–2008), Ordenspriester, Philologe und Lehrer am Johannes-Gymnasium
  • Rudolf Scharping (* 1947 in Niederelbert, Westerwald) zeitweise wohnhaft in Lahnstein und Mitglied des Stadtrates, von 1991 bis 1994 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und von 1998 bis 2002 Bundesminister der Verteidigung
  • Manfred Schneider (1953–2008), Komponist, Arrangeur und Dirigent, lebte in Lahnstein
  • Anton Schütz (1861–1919), Politiker, ehemaliger Bürgermeister von Oberlahnstein
  • Hubertus Seibert (* 1954 in Koblenz), Historiker für mittelalterliche Geschichte an der Universität München, Autor und Herausgeber der Lahnsteiner Stadtchronik
  • Emil Simonis (1928–2010), Metzgermeister und Gründungsmitglied der NTG
  • Martin Weber (1890–1941), Architekt, Erbauer der Pfarrkirche St. Barbara in Niederlahnstein
  • Walter Weber (1886–1966), Bürgermeister von Oberlahnstein (1920–1933) sowie Landrat des Main-Taunus-Kreises (1945–1946)
  • Klaus Weinand (* 14. Dezember 1940 in Koblenz), in den 1960er und Anfang der 1970er Jahre deutscher Basketball-Nationalspieler, Augenarzt in Lahnstein
  • Georg Zülch (1851–1890), Heimatforscher, Gründer des Lahnsteiner Altertumsvereins

Ehrenbürger

  • Rudi Geil (1937–2006), ehemaliger Innenminister in Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern, verliehen im November 2005
  • Fritz Michel (1877–1966), Arzt und Historiker, verliehen 1954 in Niederlahnstein und 1961 in Oberlahnstein
  • Walter Weber (1886–1966), Bürgermeister von Oberlahnstein (1920–1934) sowie Landrat des Main-Taunus-Kreises (1945–1946), 1962 zum Ehrenbürger von Lahnstein ernannt, 1963 wurde nach ihm in Oberlahnstein die Dr.-Weber-Straße benannt

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Lahnstein

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