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Große Kreisstadt Horb am Neckar
Markplatz 8
72160 Horb am Neckar

Telefon 07451 901-0
Telefax 07451 901-290
post@horb.de
http://www.horb.de

Horb am Neckar

160pxAbb. 1 Wappen von Horb am Neckar
Basisdaten
Bundesland Baden-Württemberg
Höhe 437 m
Fläche 119.84 km2
PLZ 72160
Vorwahl 074511, 074822, 074833, 074864
Gliederung Kernstadt und 17 Stadtteile
Website www.horb.de
Oberbürgermeister Peter Rosenberger (CDU)

Horb am Neckar ist eine Stadt im Südwesten des Bundeslandes Baden-Württemberg zwischen Stuttgart im Norden (etwa 40 km entfernt) und Rottweil im Süden (etwa 45 km). Horb, die größte Stadt des Landkreises Freudenstadt und seit 1981 Große Kreisstadt, bildet ein Mittelzentrum in der Region Nordschwarzwald.

Horb ist mit den Gemeinden Empfingen und Eutingen im Gäu eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.

Geographie

Geographische Lage

Horb liegt in einer Höhe von (Rathaus Horb) am östlichen Rande des Nord-Schwarzwalds im oberen Gäu, bei der Einmündung des Grabenbachs in den Neckar. Die gut erhaltene Altstadt inklusive Burggarten und dem alten Marktplatz, an dem sich auch heute noch das Rathaus befindet, liegt auf einem Hochflächensporn oberhalb des Neckars. Die Vororte erstrecken sich in die Täler der beiden Flüsse. Horb wird auch „das Tor zum Schwarzwald“ genannt.

Nachbargemeinden

Die folgenden Städte und Gemeinden grenzen im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten, an die Stadt Horb am Neckar: Starzach (Landkreis Tübingen), Haigerloch (Zollernalbkreis), Empfingen (Landkreis Freudenstadt), Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil), Glatten, Schopfloch und Waldachtal (alle Landkreis Freudenstadt) sowie Haiterbach und Nagold (beide Landkreis Calw).

Stadtgliederung

Einwohner (Stand 2011)
Stadtteil Einwohner
Horb (Kernstadt) 5.602
Ahldorf 837
Altheim 1.717
Betra 1.038
Bildechingen 2.223
Bittelbronn 682
Dettensee 543
Dettingen 1.511
Dettlingen 345
Dießen 424
Grünmettstetten 819
Ihlingen 439
Isenburg 341
Mühlen 1.017
Mühringen 940
Nordstetten 2.383
Rexingen 1.255
Talheim 2.600

Das Stadtgebiet gliedert sich in die Kernstadt Horb am Neckar1 und die im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre 17 eingemeindeten Stadtteile Ahldorf1, Altheim4, Betra2, Bildechingen1, Bittelbronn4, Dettensee1, Dettingen2, Dettlingen2, Dießen2, Grünmettstetten4, Ihlingen1, Isenburg1, Mühlen1, Mühringen3, Nordstetten1, Rexingen1 und Talheim4, zu denen 68 weitere Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser gehören.

→ Siehe auch: Liste der Orte im Landkreis Freudenstadt

Die Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählten Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher. Die Ortschaft Talheim besteht aus den ehemals selbständigen Gemeinden Obertalheim und Untertalheim.

Abgegangene, heute nicht mehr bestehende Ortschaften sind Zollhäusle im Stadtteil Grünmettstetten, Harda und Zillhäuser im Gebiet der Kernstadt, Dietfurt im Stadtteil Isenburg, das möglicherweise aber die alte Bezeichnung für Isenburg ist.Quellen für den Abschnitt Stadtgliederung:
Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 633–643
Hauptsatzung der Stadt Horb am Neckar 2. November 1976 zuletzt geändert am 29. April 2008 (PDF; abgerufen 21. August 2008)

Raumplanung

Horb am Neckar bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Nordschwarzwald, in der die Stadt Pforzheim als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich Horb gehören neben der Stadt Horb die Gemeinden Empfingen und Eutingen im Gäu.

Geschichte

Horb wurde um das Jahr 1090 erstmals urkundlich erwähnt unter dem Namen horv oder horva, was im Althochdeutschen Sumpf bedeutet. Da die althochdeutsche Sprache allerdings in jener Zeit schon so gut wie verschwunden war, wird angenommen, dass Horb noch älter ist. Der Sumpf entlang des Neckars zwang die Erbauer der Stadt jedenfalls dazu, diese an den Ausläufern des sogenannten Schüttebergs anzulegen. Charakteristisch für das heutige Stadtbild ist zudem, dass sich die gesamte Altstadt auf einem Hügel befindet und daher aus allen Richtungen gut zu sehen ist.

Horb wurde 1228 zum ersten Mal als Stadt erwähnt. 1244 war von einem Schultheiß und 1277 erstmals von einem Markt die Rede. Bis 1305 gehörte der Ort den Pfalzgrafen von Tübingen, dann den Grafen von Hohenberg; 1381 kam Horb zu Österreich (Vorderösterreich) und wurde Sitz des hohenbergischen Obervogteiamtes. 1806 kam Horb an das Königreich Württemberg, ein Jahr später wurde es Sitz für das Oberamt Horb, das in den folgenden Jahren mehrmals in seinen Grenzen verändert wurde. 1938 wurde das Oberamt in den Landkreis Horb überführt.

Die heutigen Horber Stadtteile Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen gehörten ab 1803 zum Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen und waren dort dem Oberamt Hechingen, ab 1838 dem Oberamt Haigerloch und 1854 erneut dem Oberamt Hechingen zugeordnet, aus dem 1925 der Landkreis Hechingen entstand.

Bei der zum 1. Januar 1973 wirksam gewordenen Kreisreform wurden die Landkreise Horb und Hechingen aufgelöst. Der überwiegende Teil des Landkreises Horb, darunter auch die Stadt Horb, wurde dem Landkreis Freudenstadt eingegliedert, der damit Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald wurde, die dem damals neu umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. So wird die ehemals württembergische Stadt Horb seitdem von der ehemals badischen Hauptstadt Karlsruhe aus verwaltet.

Zwischen 1971 und 1975 wurden insgesamt 18 umliegende Gemeinden, darunter auch die ehemals zum Landkreis Hechingen gehörigen Orte Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen nach Horb eingegliedert und damit dem Landkreis Horb bzw. dessen Rechtsnachfolger, dem Landkreis Freudenstadt, zugeordnet.

Im Laufe des Jahres 1979 hatte die Stadt Horb erstmals mehr als 20.000 Einwohner, woraufhin sie den Antrag stellte, zur Großen Kreisstadt erhoben zu werden. Diesem entsprach die baden-württembergische Landesregierung mit Wirkung zum 1. Januar 1981.

Siehe auch Burg Hohenberg, Ruine Hohendießen, Burgstelle Isenburg, Burg Neckarhausen

Religionen

Christentum

Horb am Neckar gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat Vor dem Walde, Landkapitel Dornstetten, zugeordnet. Aufgrund der Zugehörigkeit zu Vorderösterreich blieb die Stadt überwiegend katholisch. Es wurden nach der Reformation nur wenige Protestanten geduldet. Nach dem Übergang an das Königreich Württemberg wurde Horb dem 1821/27 gegründeten Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) zugeordnet und Sitz eines Dekanats, das 1976 mit dem Dekanat Freudenstadt zum neuen Dekanat Freudenstadt vereinigt wurde. Der Sitz des neuen Dekanats blieb in Horb. Zu ihm gehören nahezu alle der katholischen Pfarrgemeinden des Landkreises Freudenstadt (die Mehrheit der Pfarrgemeinden des Alt-Kreises Freudenstadt ist historisch begründet evangelisch). Auf dem Gebiet der Stadt Horb am Neckar gibt es heute zwei Seelsorgeeinheiten: Die Seelsorgeeinheit Steinachtal umfasst die Pfarrgemeinden Altheim, Grünmettstetten, Bittelbronn und Untertalheim sowie Obertalheim, die Seelsorgeeinheit Horb umfasst die Pfarrgemeinden Horb mit Ihlingen und Isenburg, Bildechingen, Mühlen, Rexingen und Nordstetten, Ahldorf, Mühringen sowie das zur politischen Gemeinde Empfingen gehörige Wiesenstetten. Die Pfarrgemeinden der Horber Stadtteile Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen gehören infolge der früheren Zugehörigkeit zum Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen seit 1827 zum Erzbistum Freiburg, zum jetzigen Dekanat Zollern.

Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Horb. Im Jahr 1866 konnten sie ihre erste Gemeinde gründen und später auch mit der Johanneskirche ein eigenes Gotteshaus bauen. Die Kirchengemeinde Horb, die zum Kirchenbezirk Sulz am Neckar innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gehört, umfasst alle Gemeindeglieder der Kernstadt Horb und der Stadtteile Altheim, Isenburg, Grünmettstetten, Nordstetten und Bildechingen sowie die Nachbargemeinde Eutingen im Gäu. Im Horber Stadtgebiet gibt es ferner noch die Kirchengemeinde Dettingen, die zusätzlich die Gemeindeglieder aus Betra, Diessen, Ihlingen und Rexingen sowie der Nachbarorte Fischingen und Glatt umfasst, und die Kirchengemeinde Mühlen, zu der auch die Protestanten aus Ahldorf, Dettensee und Mühringen zählen. Die Protestanten von Talheim (früher Ober- und Untertalheim) gehören als Teilkirchengemeinde zur Gesamtkirchengemeinde Haiterbach-Talheim im Kirchenbezirk Nagold und die Gemeindeglieder aus Bittelbronn und Dettlingen zur Kirchengemeinde Schopfloch im Kirchenbezirk Freudenstadt.

Neben den beiden großen christlichen Kirchen gibt es in Horb am Neckar auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Gemeinde der Volksmission entschiedener Christen.

Auch die Neuapostolische Kirche ist in Horb vertreten. Ihre Gemeinde gehört zum Apostelbereich Tübingen.

Jüdische Gemeinden

Die ehemalige Kernstadt Horb und mehrere heutige Stadtteile beherbergten jüdische Gemeinden, die in der NS-Zeit durch erzwungene Massenauswanderung und Deportation untergegangen sind. Jüdische Gemeinden fanden sich unter anderem in Rexingen, Nordstetten und dem benachbarten Baisingen. Bis 1911 gehörte Horb zum Bezirksrabbinat Mühringen.

Eingemeindungen

Die Gemeinden Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen waren Teil des ehemaligen Landkreises Hechingen und wurden in die Stadt Horb eingegliedert; mit ihrer Eingliederung kamen alle zum Landkreis Horb bzw. ab 1973 zum Landkreis Freudenstadt:

  • 1. Juli 1971: Altheim, Bildechingen, Ihlingen, Isenburg, Rexingen und Untertalheim
  • 1. August 1971: Ahldorf
  • 1. September 1971: Grünmettstetten und Nordstetten
  • 1. Dezember 1971: Betra, Dettensee, Dettingen und Mühringen
  • 1. Mai 1972: Dettlingen
  • 1. Januar 1974: Bittelbronn
  • 1. Januar 1975: Dießen, Mühlen am Neckar und Obertalheim

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen oder Volkszählungsergebnisse (¹) sowie amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Datum/Jahr Einwohner Bemerkung
1581 etwa 1.600
1660 etwa 1.870
1810 1.701
1823 1.834
1849 2.018
1861 1.781
1. Dezember 1871 2.071
1. Dezember 1880 ¹ 2.237
1. Dezember 1890 ¹ 2.187
1. Dezember 1900 ¹ 2.317
1. Dezember 1910 ¹ 2.527
16. Juni 1925 ¹ 2.655
16. Juni 1933 ¹ 2.806
17. Mai 1939 ¹ 3.787   Zunahme wegen der zwischenzeitlich erbauten Kaserne
1946 2.920   ohne französisches Militär
13. September 1950 ¹ 3.185
6. Juni 1961 ¹ 4.266
27. Mai 1970 ¹ 5.001
31. Dezember 1975 19.305   markante Zunahme infolge von Eingemeindungen
31. Dezember 1979 20.010
31. Dezember 1980 20.668
27. Mai 1987 ¹ 21.050
31. Dezember 1990 22.541
31. Dezember 1995 24.896
31. Dezember 2000 25.454
31. Dezember 2005 26.105
31. Dezember 2010 25.603
31. Dezember 2015 24.873
¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Horb am Neckar hat 32 Mitglieder, die den Titel „Stadträtin/Stadtrat“ führen. Die Kommunalwahl 2014 ergab die folgende Sitzverteilung:

Sitzverteilung im Gemeinderat
Fraktion/WV Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands 12
Freie Demokraten/Freie Wähler 9
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 5
Offene Grüne Liste Horb 3
Die Republikaner 2
Unabhängige Liste Horb 1
Summe 32

Bürgermeister

In früheren Zeiten war das Stadtoberhaupt der Stadtschultheiß, ab 1930 der Bürgermeister; seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1981 ist der Titel Oberbürgermeister. Dieser wird jeweils für acht Jahre direkt gewählt. Bei der Wahl 2009 wurde Peter Rosenberger (CDU) mit 98,45 Prozent der Stimmen gewählt (kein Gegenkandidat).

  • 1809–1810: Kurz und Renz
  • 1811–1819: Schwertlin und Erath
  • 1819–1845: Bertscher
  • 1845–1872: Geßler
  • 1872–1873: Steim
  • 1874–1899: Wilhelm Erath
  • 1899–1918: Carl Noll
  • 1918–1924: Franz Mauz
  • 1924–1926: Geckle
  • 1926–1941: Hugo Schneider
  • 1942: Eugen Kopp und Karl Morof
  • 1942–1945: Karl Knapp
  • 1945: August Bodensiek
  • 1945–1946: Eugen Schmitt
  • 1947–1949: Franz Mauz
  • 1950–1955: Karl Gramlich
  • 1955–1987: Karl Haegele (CDU)
  • 1987–1995: Hans Hörner (CDU)
  • 1995–2009: Michael Theurer (FDP)
  • seit 2009: Peter Rosenberger (CDU)

  • Wappen

    Das Wappen der Stadt Horb am Neckar zeigt einen von Silber und Rot geteilten Schild.

    Die Stadt Horb wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts von den Pfalzgrafen von Tübingen gegründet; der schon bestehende Ort Horb wurde in die Stadt einbezogen. Das älteste erhaltene Siegel der Stadt aus dem Jahr 1261 zeigt das Wappen der Pfalzgrafen mit der Fahne; auch ein Stadtsiegel aus dem Jahr 1301 zeigt noch das Wappen der Tübinger.

    1305 kam Horb durch Heirat an die Grafen von Hohenberg. Seit dieser Zeit führt die Stadt das Wappen der Hohenberger; das älteste Siegel der Stadt mit diesem Wappen stammt aus dem Jahr 1308.

    Städtepartnerschaften

    Die Stadt Horb am Neckar unterhält Städtepartnerschaften mit Salins-les-Bains (Frankreich) und Haslemere/Surrey (England) seit dem Jahr 1991, sowie Sant Just Desvern (Spanien) seit 2002.

    Wirtschaft und Infrastruktur

    Der Tourismus zählt zu den wirtschaftlichen Stützpfeilern der Stadt und wird durch zahlreiche Projekte entsprechend unterstützt.

    Das Projekt Zukunft Kulturzentrum Kloster beschreibt sich selbst als soziokulturellen Provinzverein und hat sich zum Ziel gesetzt, die kulturelle Vielfalt der Region Horb aufrechtzuerhalten und zu stärken. Dies geschieht durch eine Vielzahl kultureller Aktivitäten wie Konzerte, Kabarett- oder Theater-Veranstaltungen.

    Verkehr

    Horb ist ein regional bedeutsamer Eisenbahnknoten an der Intercity-Verbindung von Stuttgart nach Zürich. Neben den im Zweistundentakt verkehrenden Fernzügen fahren über die Gäubahn Stuttgart–Singen auch die Regional-Express-Züge Stuttgart–Rottweil und Stuttgart–Singen, sodass sich ab Horb ein Stundentakt nach Stuttgart und Rottweil ergibt, nach Singen existiert alle zwei Stunden eine umsteigefreie Verbindung. Zu den Hauptverkehrszeiten kommen zahlreiche Verstärkerverbindungen hinzu. Diese bestehen in den Morgenstunden aus Direktverbindungen nach Stuttgart, sowie aus Regionalbahnen in Richtung Herrenberg, die einen Anschluss an die Linie S1 der S-Bahn Stuttgart ermöglichen. In den Abendstunden verkehren zahlreiche S-Bahn-Anschlusszüge ab Herrenberg. Somit ergibt sich zu den Hauptverkehrszeiten meist ein Halbstundentakt von beziehungsweise nach Stuttgart.

    Darüber hinaus ist Horb Anschlussbahnhof für die in Richtung Tübingen (Obere Neckarbahn) sowie in Richtung Pforzheim (Nagoldtalbahn) verkehrende Kulturbahn, die teils umsteigefrei zwischen diesen beiden Städten verkehrt. Auch der Haltepunkt im Stadtteil Mühlen liegt an dieser Verbindung. Über den Haltepunkt Bittelbronn besteht zudem Anschluss an die Gäubahn Eutingen–Freudenstadt. Hier verkehren die Stadtbahn-Linien S41 und S31 nach Karlsruhe bzw. Eutingen im Gäu und der Regional-Express Freudenstadt–Stuttgart. Ein weiterer Haltepunkt an dieser Strecke liegt seit Dezember 2012 im Industriegebiet Heiligenfeld; er wurde mit 44 Park-and-ride-Plätzen und einer Anbindung an die Buslinie 41 insbesondere für Berufspendler ausgelegt.

    Horb ist direkt an die Bundesautobahn 81 Stuttgart–Singen angeschlossen. Ferner führen die Bundesstraßen 14, 32 und 463 durch das Stadtgebiet. Das derzeit wichtigste Horber Verkehrsprojekt ist die Hochbrücke über das Neckartal, die durch Aufnahme des Verkehrs der Achse Straßburg–Freudenstadt–Tübingen–Reutlingen die Belastung der Innenstadt drastisch reduzieren soll. Das Vorhaben ist im Bundesverkehrswegeplan 2003 als vordringlicher Bedarf enthalten und im aktuellen Investitionsrahmenplan des Landes mit der Priorität 3 (auf einer Skala von 1 bis 5 der dringlichsten Projekte) vermerkt.

    Gericht, Behörden und Einrichtungen

    Horb ist Sitz des Amtsgerichts Horb am Neckar, das zum Landgerichtsbezirk Rottweil und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört. Ferner befindet sich in der Stadt ein Notariat sowie eine Außenstelle des Landratsamts Freudenstadt.Außerdem verfügt Horb über ein Zollamt, das dem Hauptzollamt Karlsruhe untersteht.

    Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Freudenstadt der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

    Bildung

    Horb am Neckar ist Sitz der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart (Campus Horb). Angeboten werden die Studiengänge Informationstechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Angewandte Informatik, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.

    An allgemein bildenden Schulen hat Horb ein Gymnasium (Martin-Gerbert-Gymnasium) – dessen Vorläufer, die Lateinschule, bestand bereits vor 1282 – und eine Realschule. Ferner gibt es eine Hauptschule mit Werkrealschule in Horb, je eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule in Altheim, Dettingen und Talheim, die Gutermann-Grundschule in Horb, die Berthold-Auerbach Grundschule in Nordstetten und je eine eigene Grundschule in den Stadtteilen Bildechingen, Bittelbronn, Mühlen, Rexingen und (bedingt) Grünmettstetten.

    Der Landkreis Freudenstadt ist Träger der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule Horb, der Förderschule Roßbergschule und der Pestalozzischule für geistig Behinderte. Die Private Abendrealschule Horb rundet das schulische Angebot der Stadt ab.

    Energieversorgung

    Horb hat 2010 beschlossen, bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu werden. Bis 2020 soll dazu der CO2-Ausstoß um mindestens 40 % reduziert werden. Die „Ökumenische Energiegenossenschaft“ nahm seither zahlreiche Photovoltaikanlagen in Betrieb. Außerdem werden Wasserkraft und Biomasse genutzt, Nahwärmenetze wurden ausgebaut, sowie energetische Sanierungen vorgenommen. Im Juli 2015 zeichnete die Agentur für Erneuerbare Energien die Stadt Horb als Energie-Kommune des Monats aus.

    Kultur und Sehenswürdigkeiten

    Grünprojekt

    Im Sommer 2011 fand in Horb das Grünprojekt Neckarblühen statt, das auch als kleine Landesgartenschau bezeichnet wird. Das Grünprojekt findet in Baden-Württemberg alle zwei Jahre statt.

    Kunst

    Seit geraumer Zeit hat sich der Kunstverein Oberer Neckar e. V. in Horb etabliert, es finden regelmäßig Ausstellungen verschiedener Künstler statt.

    Theater

    Theaterdarstellung gibt es unter anderem innerhalb des Projekts Kultur im Kloster.

    Museen

    Horb hat unter anderem ein Heimatmuseum, ein wehrgeschichtliches Museum im Ringmauerturm, das Freilichtmuseum Steinerner Geschichtsgarten in Horb-Hohenberg, das Wassermuseum in Ihlingen, das Dorfmuseum in Altheim und das Berthold-Auerbach-Museum in Nordstetten. Seit Mai 2011 befindet sich auf einem rund 77.000 m² großen Teilstück des ehemaligen Rangier- und Güterbahnhofes bei Horb-Isenburg ein neues Eisenbahnmuseum der Stuttgarter Schienenverkehrsgesellschaft (SVG), die SVG Eisenbahn-Erlebniswelt Horb am Neckar.

    Bauwerke

    Die bedeutendsten Bauwerke der Stadt sind das Rat- und Wachthaus am Marktplatz mit dem Marktbrunnen, das Geßlersche Haus, die Stiftskirche zum Heiligen Kreuz (das Wahrzeichen der Stadt), das ehemalige Dominikanerinnenkloster, der Schurkenturm mit Burggarten, der Luziferturm, das Stubensche Schlösschen, die Hirschgasse mit Steinhaus, die Liebfrauenkapelle, der Untere Markt mit zahlreichen Fachwerkhäusern und dem Platzbrunnen, das Talhaus, der Ringmauerweg mit den Ringmauertürmen und der Schütteturm, ein ehemaliger 26 Meter hoher Wachturm oberhalb der Altstadt, der auf Anfrage als Aussichtsturm bestiegen werden kann.

    2006 wurde in der Wintergasse beim Aufgang zum Kloster ein Denkmal für den in Horb geborenen Sebastian Lotzer aufgestellt.

    Regelmäßige Veranstaltungen

    • Berthold-Auerbach-Literaturpreis: Seit 1982, dem 100. Todesjahr Berthold Auerbachs, verleiht die Stadt Horb den Berthold-Auerbach-Literaturpreis.
    • Maximilian-Ritterspiele: Das alljährlich größte Ereignis in Horb sind die Maximilian-Ritterspiele Anfang des Sommers. Bei den Spielen (2005 wurden knapp 60.000 Besucher gezählt) wird die Stadt mittelalterlich hergerichtet sowie ein der damaligen Zeit entsprechender Markt geboten, auf dem auch zahlreiche Schausteller und Gaukler auftreten. Erstmals wurden die Ritterspiele im Juni 1997 veranstaltet. Sie gehen unter anderem auf eine Idee des damaligen Bürgermeisters Michael Theurer zurück und erinnern an die Absetzung Eberhards II. durch den römisch-deutschen König Maximilian I. im Jahr 1498.
    • Die Musiktage Horb sind eine jährlich stattfindende Reihe klassischer Konzerte, organisiert von der städtischen Musikschule.
    • Mini-Rock-Festival: Seit 2005 findet jedes Jahr das ehrenamtlich organisierte Mini-Rock-Festival statt.
    • Horber Schienen-Tage: Die von Kurt Bielecki gegründete Fachtagung, die größte deutschsprachige zum Thema „Schiene“, findet seit 1983 jeweils im November statt.
    • Horber Fasnet: Am 6. Januar werden durch den Hofmarschall und Narrenrat die Masken aus dem Kratten genommen, abgestaubt und den Gruppen übergeben. In der Zeit bis zur Hauptfasnet veranstaltet die Narrenzunft Horb den Eröffnungsball. Am Schmotzigen Donnerstag beginnt dann mit der Schlüsselübergabe auf dem historischen Marktplatz die Straßenfasnet. „Spass uf dr Gass“ lautet das Motto. Von nun an haben die Narren die Hoheit in der Neckarstadt und das Volk begrüßt sich mit dem Horber Narrenruf Horrido. Am Fasnetsamstag findet in der Hohenberghalle in Horb ein Kinderball statt. Den Höhepunkt der Straßenfasnet stellt dann der Umzug durch die Gassen Horbs dar, dieser wird gestaltet von Fußgruppen aus der Umgebung und umrahmt von einer Unmenge feiernder Zuschauer.

    Persönlichkeiten

    Söhne und Töchter der Stadt

    • * um 1490, Georgius Eberhard, Abt im Kloster St. Blasien
    • * 1447, Veit Stoß, † 22. September 1533 in Nürnberg, Bildhauer, Maler und Kupferstecher
    • ~ 1490, Sebastian Lotzer († unbekannt), Verfasser der Memminger Artikel und der 12 Artikel im Bauernkrieg
    • * 1720, 11. August, Martin Gerbert, † 13. Mai 1793, Fürstabt von St. Blasien
    • * 1806, 29. Dezember, Kaspar Kaltenmoser, † 8. März 1867 in München, Genremaler
    • * 1812, 28. Februar, Berthold Auerbach, † 8. Februar 1882 in Cannes, Schriftsteller
    • * 1816, 5. März, Johann Nepomuk Meintel, † 14. Dezember 1872 in Horb, Bildhauer und Maler
    • * 1819, 22. August, Johann Nepomuk Brischar, † 11. April 1897 in Bühl, katholischer Kirchenhistoriker
    • * 1820, 30. Mai, Wilhelm Erath, Kaufmann, Landtagsabgeordneter, Bürgermeister der Stadt
    • * 1829, 21. Januar, Paul Leopold Haffner, † 2. November 1899 in Mainz, Bischof von Mainz
    • * 1842, 4. März, Paul Schanz, katholischer Theologieprofessor an der Universität Tübingen
    • * 1852, 14. April, Maximilian Delphinius Berlitz, † 1921 in New York, Gründer der Berlitz Sprachschulen
    • * 1883, 12. August, Lorenz Bock, † 3. August 1948 in Rottweil, Staatspräsident von Württemberg-Hohenzollern
    • * 1888, 29. Mai, Josef Zürndorfer, † 19. September 1915 in Berlin, Jagdflieger im Ersten Weltkrieg
    • * 1892, 26. Dezember, Georg Mayer, † 21. Juni 1973, Wirtschaftswissenschaftler, Rektor der Universität Leipzig
    • * 1907, Konstantin Hank, † 1977, CDU–Kommunalpolitiker und Bundesverdienstkreuzträger
    • * 1919, 10. Dezember, Eberhard Gönner, † 18. Mai 2012 in Stuttgart, Historiker, Präsident der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg
    • * 1923, 27. Juni, Martin Schetter, † 12. Oktober 2003, Politiker und Gewerkschaftsfunktionär
    • * 1925, 4. September, Franz Blank, † 24. Mai 2008, langjähriger Betriebsratsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Porsche AG
    • * 1935, 31. Januar, Norbert Schneider, Jurist und Politiker der CDU
    • * 1942, Wolfgang Maier, Wirbeltiermorphologe
    • * 1946, 31. Mai, Johannes Kreidler, seit 1991 Weihbischof im Bistum Rottenburg-Stuttgart
    • * 1949, 4. März, Winfried Wolf, Mitglied des Deutschen Bundestages für die PDS 1994–2002, heute Sprecher der Initiative Bürgerbahn statt Börsenbahn
    • * 1957, 8. Januar, Carmina Brenner, Landtagsabgeordnete (CDU), Präsidentin des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg
    • * 1965 Regine Hermann, Opernsängerin
    • * 1992, 11. September, Pascal Reinhardt, Fußballspieler

    Persönlichkeiten mit Verbindung zur Stadt

    • * 1982, 31. Juli, Michael Jung, Reiter und Doppelolympiasieger, lebt in Horb. Er wurde am 20. November 2013 zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.

    Weblinks

    Hinweis

    Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Horb am Neckar

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