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Hausach
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Bürgermeisteramt
Hausach
Hauptstr. 40
77756 Hausach

http://www.hausach.de/

Hausach

160pxAbb. 1 Wappen von Hausach
Basisdaten
Bundesland Baden-Württemberg
Höhe 238 m
PLZ 77756
Vorwahl 07831
Website www.hausach.de
Bürgermeister Manfred Wöhrle ()
Hausach (auf Alemannisch Huuse) ist eine Stadt im Kinzigtal im Schwarzwald im Ortenaukreis in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Südlicher Oberrhein, wo sie dem Oberzentrum Offenburg zugeordnet ist. Hausach bildet zusammen mit den Nachbarstädten Wolfach und Haslach im Kinzigtal ein gemeinsames Mittelzentrum.

Geographie

Geographische Lage

Hausach liegt im mittleren Schwarzwald auf einer Höhe von 232 m bis westlich der Mündung der Gutach in die Kinzig.

Stadtgliederung

Zur Stadt Hausach mit der bis in die 1970er-Jahre selbständigen Gemeinde Einbach gehören 32 Dörfer, Zinken, Höfe und Wohnplätze.

Zur ehemaligen Gemeinde Einbach gehören das Dorf Einbach (Vorder- und Hintertal), die Zinken Breitenbach, Frohnau, Gechbach, Hauserbach und Osterbach, die Höfe Adlersbach (Mittlerer Hof), Adlersbach (Vorderer Hof), Grieshaberhof (Sulzbach), Hohlengrundbauernhof, Limbacherhof, Martinshöfe, Oberer Hof (Sulzbach), Oberer Neuenbach, Reutengrund, Schmiderbauernhof, Steinbrunnen (Steinmatt), Unterer Neuenbach und Vordersberghof und die Wohnplätze Auf der Au, Auf der Gumm, Erlets, Hechtsberg (zum Teil zum Stadtteil Hausach), Kluse, Kurzbach, Rautsch, Scheuren und Uhlhof.

Zur Stadt Hausach in den Grenzen von 1970 gehören die Stadt Hausach, der Ort Hausach-Dorf, der Zinken Hagenbuch, das Gehöft Vorder Breitenbach und der Wohnplatz Hechtsberg (zum Teil zum Stadtteil Einbach).

Geschichte

Wie in vielen Kinzigtalstädten ist die bäuerliche Umlandbesiedlung älter als die Stadt selbst. So bestand die umgebende Streusiedlung Einbach früher als Hausach. Auf der Gemarkung der früheren Gemeinde Einbach, die erstmals 1092 erwähnt wurde, liegt links der Kinzig die ebenfalls ehemals eigenständige Gemeinde Sulzbach.

Um 1100 wurde in der Mitte der Gemarkung die Dorfkirche erbaut. Sie ist eine der ältesten Kirchen des Kinzigtales. Um 1220 wurde die Burg Husen errichtet, an deren Fuß später die Stadt Hausach entstand. Die erste urkundliche Erwähnung war 1259. Hausach, das über 500 Jahre lang zum Fürstentum Fürstenberg und ab 1500 auch zum Schwäbischen Reichskreis gehörte, hatte es wegen der unmittelbaren Nachbarschaft der fürstenbergischen Amts- und Marktstädte Wolfach und Haslach immer etwas schwer, sich zu entwickeln.

Unter Truppendurchzügen, Belagerungen, Plünderungen und Brandschatzungen hatte die Stadt über Jahrhunderte zu leiden. Das Kinzigtal war durch den Abzweig ins Gutachtal bei Hausach immer ein Durchzugsgebiet von Truppen. Die einzige Geldeinnahme bildete die Zollstätte. Zwischen Hausach und Gutach war der Übergang ins Württembergische.

1806 endete die fürstenbergische Herrschaft im Kinzigtal, Hausach wurde badisch. 1866 kam mit der Eisenbahn der Fortschritt nach Hausach. Mit der Schwarzwaldbahn, die bis nach Singen weiterführt und ihrem Abzweig, der Kinzigtalbahn Richtung Freudenstadt, wurde Hausach Bahnknotenpunkt und Eisenbahnerstadt, da ein Großteil der Bevölkerung bei der Eisenbahn beschäftigt war. Auch eine Bundesbahnschule gab es in Hausach.

1973 wurde der Landkreis Wolfach aufgelöst, Hausach kam zum Ortenaukreis.

Durch den Bergbau und das ehemalige fürstenbergische Hammerwerk entwickelte sich Hausach zur Industriestadt. Es entstanden zentrale Schulen für das mittlere Kinzigtal am Ort.

Religionen

Als Teil des Fürstentums Fürstenberg war Hausach schon immer katholisch geprägt. Lediglich unter Graf Wilhelm von Fürstenberg wurde es für kurze Zeit protestantisch. Nachdem er beim Kaiser in Ungnade gefallen war, gab er die Regierungsgeschäfte an seinen katholischen Bruder Friedrich ab. Dieser leitete die Gegenreformation ein und unter seinem Nachfolger Graf Albrecht wurde streng gegen die neue Lehre vorgegangen, so ist die Stadt auch heute römisch-katholisch geprägt. Neben der Stadtkirche St. Mauritius gibt es zwei weitere katholische Gotteshäuser in der Stadt. Eine evangelische Kirche mit Pfarramt und die Zeugen Jehovas sind inzwischen in Hausach vorhanden.

Eingemeindungen

1921 wurde Sulzbach nach Einbach eingemeindet. Am 1. Juli 1971 wurde die Gemeinde Einbach in die Stadt Hausach eingemeindet.

Politik

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl vom 25. Mai 2014 brachte folgendes Ergebnis:

  • Freie Wähler: 34,55 %, 6 Sitze (−1)
  • CDU: 35,06 %, 6 Sitze (±0)
  • SPD: 20,25 %, 4 Sitze (+1)
  • Grüne Liste: 10,14 %, 2 Sitze (±0)

Bürgermeister

Seit 1811 waren folgende Personen Bürgermeister der Stadt:

  • 1811–1823: Severin Wernhöre
  • 1823–1827: Joachim Sattler
  • 1827–1856: Johann Georg Waidele
  • 1849: Rudolf Streit (Mai bis Juli 1849 als Bürgermeister der „Revolutionäre“)
  • 1856–1865: Josef Buchholz
  • 1865–1870: Hermann Becherer
  • 1870–1882: Constantin Schmid
  • 1882–1888: Valentin Dorner
  • 1888–1903: Johann Nepomuk Hämmerle
  • 1903–1917: Gustav Adolf Rist
  • 1917–1918: Fidel Renner
  • 1919–05/1933 Karl Moog: (Ruhestand 6. November 1933)
  • 1933–1934: Emil Wimmer
  • 1934–08/1935: Alfred Haas
  • 1935–1945: Fritz Kölmel
  • 1945: Josef Jäckle ("Notbürgermeister")
  • 1945–1946: Paul Rist
  • 1946–1969: Eugen Heizmann
  • 1969–1993: Manfred Kienzle (Ehrenbürger der Stadt Hausach)
  • 1993–2001: Gerhard Scharf
  • 2001 bis heute: Manfred Wöhrle

Wappen

Blasonierung: „In Silber das rote Fachwerkgebälk eines Hausgiebels.“

Partnerschaft

Hausach unterhält seit 1974 eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Arbois in der Region Bourgogne-Franche-Comté.Arbois ist ein Wein- und Touristenort und war die Heimat Louis Pasteurs. Berühmt und bekannt ist der Wein. Als festlicher Höhepunkt gilt das Weinfest im Juli und das Fest Biou, das im September zu Beginn der Weinlese gefeiert wird. Schüleraustausche sind nach wie vor eine der Säulen der Partnerschaft.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Bundesstraßen 33 (Willstätt – Ravensburg) und 294 (Bretten – Freiburg im Breisgau) werden seit 1995 durch den 1085 m langen Sommerbergtunnel um die Stadt Hausach herumgeführt. Durch die Schwarzwaldbahn (Offenburg – Singen) ist Hausach an das überregionale Bahnnetz angebunden. In der Stadt zweigt die Kinzigtalbahn in Richtung Freudenstadt von der Schwarzwaldbahn ab. Der Bahnhof Hausach wird von einzelnen Intercity, der Regional-Express- und Interregio-Express-Linie Karlsruhe – Konstanz (– Kreuzlingen) sowie von den Zügen der Ortenau-S-Bahn (Bad Griesbach –) Offenburg – Freudenstadt Hbf bedient. Für die Koordinierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist der Tarifverbund Ortenau (TGO) zuständig.

Ansässige Unternehmen

Für den mittleren Schwarzwald hat Hausach große Bedeutung als Industriestandort. Wichtige Firmen sind Neumayer Tekfor Hausach, Richard Neumayer, UCON AG Containersysteme KG, Hyco Hengstler, Kienzler Stadtmobiliar, das Kieswerk Uhl, Gass International Logistics, das Sägewerk Streit und der Bürofachhandel Streit.

Bildungseinrichtungen

Das Robert-Gerwig-Gymnasium mit ca. 800 Schülern und die kaufmännischen Schulen mit Berufskolleg und Wirtschaftsgymnasium mit ca. 480 Schülern haben für viele Gemeinden des Umkreises eine wichtige Zentralfunktion. Die Graf-Heinrich-Schule ist eine Grundschule mit Gemeinschaftsschule (gemeinsam mit Wolfach) mit ca. 500 Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich befindet sich in Hausach eine Berufsfachschule für Sozial- und Pflegeberufe, welche vom Paritätischen Wohlfahrtsverband getragen wird (ca. 300 Schüler).

Für die jüngsten Bewohner gibt es zwei römisch-katholische Kindergärten und einen Kindergarten in Trägerschaft des DRK.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hausach liegt am Großen Hansjakobweg und am Westweg, zwei Wanderwegen, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen.

Die Stadt ist mit ihren beiden Hauptfiguren Spättle und Hansele ein lebendiger Teil der schwäbisch-alemannischen Fastnacht.

Der im Jahre 1998 von dem Hausacher Lyriker José F. A. Oliver mit Unterstützung der Stadt Hausach gestartete jährliche Hausacher Leselenz ist mit seinen zahlreichen öffentlichen Lesungen und Schreib- und Textwerkstätten und Lesungen in Hausacher Schulen und Kindergärten ein fester Bestandteil des regionalen Kulturlebens und ein Literaturfestival von mittlerweile überregionaler Bedeutung. Namhafte Autoren, aber auch weniger etablierte Schriftsteller aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind in den vergangenen Jahren der Einladung nach Hausach gefolgt.

Museen

Das Bergbaumuseum Erzpoche stellt den Bergbau im Kinzigtal dar. Im Herrenhaus ist das städtische Museum untergebracht. Im Molerhiisli ist das Werk des Malers und Dichters Eugen Falk-Breitenbach ausgestellt. Die Schwarzwald-Modell-Bahn ist eine naturgetreue Nachbildung der Schwarzwaldbahn.

Bauwerke

  • Die Stadt Hausach liegt zu Füßen der Burg Husen.
  • Im Ortsteil Einbach befindet sich ein idealtypisches Kinzigtäler Schwarzwaldhaus, das von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats Oktober 2009“ ernannt wurde.
  • das Herrenhaus in der Stadtmitte, Geburtshaus von Ignaz Speckle
  • die Dorfkirche im Friedhof (romanisch mit gotischem Sternenchor)

Naturdenkmäler

Der Brandenkopf liegt teilweise auf Hausacher Gebiet.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Manfred Kienzle
  • Kurt Klein

Söhne und Töchter der Stadt

  • Ignaz Speckle (1754–1824), letzter Abt von St. Peter
  • Archibald Reiss (1875–1929), Publizist und Chemiker
  • Karl Schmider (* 1935), Komponist und Kirchenmusiker
  • José F. A. Oliver (* 1961), Lyriker und Schriftsteller andalusischer Herkunft
  • Dirk Dufner (* 1968), Manager von Hannover 96

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Georg Anton Bredelin (1752–1814), von 1784 bis 1797 Schullehrer in Hausach; Dichter, Musiker, Komponist
  • Wolfgang Schäuble (* 1942), Politiker, Bundesminister der Finanzen, absolvierte im Jahr 1961 sein Abitur am Gymnasium in Hausach.
  • Patrick Steuerwald (* 1986), Volleyball-Nationalspieler
  • Markus Steuerwald (* 1989), Volleyball-Nationalspieler

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hausach

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