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Gengenbach
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Stadt Gengenbach
Victor-Kretz-Str. 2
77723 Gengenbach

http://www.stadt-gengenbach.de

Gengenbach

160pxAbb. 1 Wappen von Gengenbach
Basisdaten
Bundesland Baden-Württemberg
Höhe 175 m
PLZ 77723
Vorwahl 07803
Website www.stadt-gengenbach.de
Bürgermeister Thorsten Erny ()

Gengenbach ist eine Stadt im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.

Geographie

Geographische Lage

Gengenbach liegt an der Kinzig im unteren Kinzigtal auf 175 Meter über NHN am Rande des mittleren Schwarzwalds. Der höchste Punkt der Gemarkung ist der Mooskopf mit 875 Meter Höhe. Durch den Ort fließt die Haigerach, die hier in die Kinzig mündet.

Nachbargemeinden

An Gengenbach grenzt im Norden die Gemeinde Durbach, im Osten die Gemeinde Nordrach und im Südosten die Stadt Zell am Harmersbach. Im Süden grenzt die Gemeinde Biberach, im Südwesten die Gemeinde Friesenheim und im Westen die Gemeinden Hohberg, Berghaupten und Ohlsbach.

Stadtgliederung

Gengenbach umfasst neben sich selbst noch drei weitere Stadtteile.

Stadtteil Wappen Eingemeindung Einwohner
Bermersbach 1. Januar 1975 819
Reichenbach 1. Januar 1975 2.363
Schwaibach 1. November 1971 1.114

Diese bilden Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender.

Zur ehemaligen Gemeinde Bermersbach gehören die Höfe Bermersbach, dasDorf Fußbach mit dem Brandenhof, den Gehrenhöfen, das Dorf Strohbach mit dem Strohnhof und der Weiler Wingerbach. Zur Stadt Gengenbach in den Grenzen vom 31. Dezember 1970 gehört die Stadt Gengenbach. Zur ehemaligen Gemeinde Reichenbach gehören das Dorf Reichenbach, die Höfe Binzmatte, Haigerach, Höllhof, Hohgrund, Mittelbach, Mooshof, Pfaffenbach, Schlehwald, Schwärzenbach und Sondersbach und die Wohnplätze Gaishut und Sägmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Schwaibach gehören die Höfe Schwaibach, Dantersbach und Hüttersbach, die Weiler Bergach und Schönberg, der Wohnplatz Einach und der Ort Bermersbach. Im Stadtteil Bermersbach liegen die abgegangenen Ortschaften Beigern und Bransbach, in die Stadt Gengenbach aufgegangen sind die Ortschaften Brückenhäuser und Castelberg, in Reichenbach aufgegangen sind die Ortschaften Grube und Schnaiberg und im Stadtteil Schwaibach liegt die abgegangene Ortschaft Hetzental.

Geschichte

Eine Siedlung im Stadtgebiet in der Römerzeit ist durch einen 1974 entdeckten und im 2. Jahrhundert n. Chr. betriebenen Ziegelbrennofen belegt, der wahrscheinlich zu einem römischen Gutshof gehörte.

Im Umfeld des Benediktinerklosters Gengenbach bildete sich aus einer bäuerlichen Ansiedlung mit grundherrschaftlichem Markt im Verlauf des hohen Mittelalters die Stadt Gengenbach aus. Zu 1231 ist das opidum Gengenbach erstmals belegt, 1366 wurde Gengenbach Reichsstadt. Das reichsstädtische Territorium umfasste die Dörfer Reichenbach, Schwaibach, Ohlsbach und Bermersbach als „Landstäbe“. Seit 1500 gehörte der Ort zum Schwäbischen Reichskreis. Pfarrkirche war bis 1803 die Martinskirche außerhalb des Mauerrings, von dem Schwedenturm, Obertor, Kinzigtor und Niggelturm (14. bis 16. Jahrhundert) erhalten geblieben sind.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt belagert und verwüstet. Am 1. März 1643 wurde in der Nähe der Stadt eine reitende Abteilung der Weimarischen Armee gesichtet, welche unter dem Kommando Bernhards von Weimar ihr Lager aufschlug. Selbiger Reitertrupp wurde von einer von Offenburg kommenden 100 Mann starken Kavallerie-Einheit (unter Oberstleutnant Beysinger) das Kinzigtal hinauf bis kurz vor Haslach gejagt. In Haslach lagerte allerdings eine andere Abteilung der Weimarischen Armee. Diese nahm die 100 Mann Beysingers gefangen, während Letzterer entkommen konnte.Am 2. März 1643 begann eine ca. 1000 Mann starke Kavallerieeinheit der Schweden (unter Obrist Roßwurm) mit der Belagerung Gengenbachs. Am 3. März folgte der Rest der Armee unter dem Oberkommando des Generals Graf von Guébriant, welcher die Wehranlagen mit Artillerie beschießen ließ. Der General zwang den Kommandanten der Wehranlagen, Michael Schöffen, zum Abzug, der dies auch sofort tat, auf Grund einer Geiselnahme des Generals.Als die 70 Soldaten Schöffels abgezogen waren, ließ Guébriant seine schottischen Söldner die Stadt plündern. Mehrere Türme und Abschnitte der Wehrmauer wurden gesprengt.

Der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697) führte zur fast völligen Zerstörung Gengenbachs.

1803 wurde die Stadt dem Großherzogtum Baden eingegliedert. Sie wurde zunächst Sitz des Amtes Gengenbach, das 1872 dem Bezirksamt Offenburg (ab 1939: Landkreis Offenburg) zugeschlagen wurde. Seit 1973 gehört sie zum Ortenaukreis.

Religionen

1525 wurde Gengenbach protestantisch, kehrte aber 1547/48 zum katholischen Glauben zurück. In der Stadt befindet sich das Mutterhaus der Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu, ein Orden, der in Deutschland mehrere soziale Einrichtungen betreut und in Südamerika in der Mission tätig ist.Im Vorstadtgebiet wurde eine muslimische Moschee (Schwarzwald-Moschee) errichtet. Gemäß Zensus 2011 waren 63,4 % der Gengenbacher katholisch, 17,4 % protestantisch und 18,8 % gehörten einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft an.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2014 führten zu folgendem Ergebnis:

Partei / Liste Sitze
CDU 9
Grüne Liste Gengenbach 6
SPD 4
Freie Wähler Gengenbach 3

Bürgermeister

  • 1810–1822: Leopold Wolf, Oberbürgermeister
  • 1822–1823: Karl Quintenz (Amtsverweser)
  • 1823–1832: Matthias Usländer
  • 1832–1838: Karl Schmidt
  • 1838–1838: Georg Kretz (Amtsverweser)
  • 1838–1845: Franz Wolf
  • 1845–1848: Ferdinand Erhard
  • 1848–1848: Franz Wolf
  • 1848–1849: Gregor Ernst (Amtsverweser)
  • 1849–1851: Franz Fidel Kaiser (Amtsverweser)
  • 1851–1863: Eduard Stein
  • 1863–1875: Franz Abel
  • 1875–1878: Josef Wetterer
  • 1878–1898: Josef Isenmann
  • 1898–1921: August Herb
  • 1921–1933: Eduard Mack
  • 1933–1939: Franz Geiger (Blechnermeister, Ortsgruppenführer der NSDAP Gengenbach)
  • 1939–1945: Anton Hägele
  • 1945–1945: Julius Bruder sen. (Amtsverweser)
  • 1945–1946: Eduard Mack
  • 1946–1971: Erhard Schrempp (CDU)
  • 1971–1980: Otto Fellhauer (SPD)
  • 1980–1996: Jürgen Eggs
  • 1996–2011: Michael Roschach
  • 2011 bis heute: Thorsten Erny

Wappen

Beschreibung: „In Silber ein rotbezungter, schwarzer Adler, belegt mit einem roten Herzschild, darin ein gekrümmter silberner Gangfisch.“

Da Gengenbach eine freie Reichsstadt war, war sie berechtigt, den Reichsadler auf ihren Siegeln und Wappen zu tragen. Der Fisch erscheint zum ersten Mal auf einem Siegel im 13. Jahrhundert.

1505 genehmigte Kaiser Maximilian das beschriebene Wappen, welches den Adler mit dem Fisch vereinigte. Es hat sich seitdem grundsätzlich nicht geändert, außer dass die Hintergrundsfarbe oft als Gold anstatt als Silber beschrieben wurde. Gold war die Farbe, die in Reichswappen benutzt wurde.

Städtepartnerschaften

Gengenbach unterhält mit folgender Stadt eine Städtepartnerschaft:

  • Obernai, Elsass, Frankreich, seit 1958

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gengenbach ist Ausgangspunkt des Schwarzwald-Querwegs Gengenbach–Alpirsbach und liegt am Kinzigtäler Jakobusweg und am Kandelhöhenweg, die jeweils an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen. Außerdem liegt Gengenbach an der Deutschen Fachwerkstraße.

Museen

  • Flößerei- und Verkehrsmuseum
  • Museum Haus Löwenberg
  • Narrenmuseum im Niggelturm
  • Kunst- und Paramentenmuseum im Mutterhaus der Franziskanerinnen
  • Wehrgeschichtliches Museum im Kinzigtor

Gedenkstätten

  • Am Städtischen Verkehrsamt, dem Alten Kaufhaus auf dem Marktplatz, erinnert seit 1986 eine Gedenktafel an die Jüdische Gemeinde Gengenbach, die hier bis zu ihrer Auslöschung ihre Gottesdienste hielt.
  • Das Hermann-Maas-Gemeindezentrum ehrt mit diesem Namen einen protestantischen Pastor, der in der NS-Diktatur zahlreiche Juden vor der Verfolgung schützte.

Bauwerke

  • Gengenbach hat sich eine historische Türmesilhouette bewahrt, gebildet von zwei Kirchtürmen und fünf Türmen der einstigen Stadtbefestigung
  • Die Jakobuskapelle („Bergle“) auf einer Anhöhe über der Stadt – ein im Kinzigtal weithin sichtbares Wahrzeichen Gengenbachs
  • Historische Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern
  • Reste der Stadtbefestigung: Schwedenturm, Prälatenturm, Obertor, Kinzigtor und Niggelturm (14. bis 16. Jahrhundert)
  • Die Engelgasse (bis 1877 Judengasse genannt, weil dort die Gengenbacher Juden wohnten), leicht geschwungene Fachwerkgasse. Reste der Stadtmauer dienen den Häusern als Rückwand
  • Stadtkirche mit bedeutenden Resten des ehemaligen Klosters Gengenbach
  • Sankt Martinskirche, bis zur Aufhebung des Klosters die Pfarrkirche („Leutkirche“), im Stil ruhiger Landgotik, außerhalb der ehemaligen Befestigung gelegen
  • Alte Kanzlei (1699)
  • Löwenbergsches Haus
  • Haus der Thurn und Taxisschen Post
  • Das Rathaus, erbaut 1784 von Viktor Kretz, ein Werk des Frühklassizismus in Baden (ein barocker „Nachhall“ ist noch erkennbar)
  • Kauf- und Kornhaus, erbaut 1699 im Stil der Renaissance.
  • Scheffelhaus, Wohnhaus von Magnus Scheffel, dem Großvater des Dichters Victor von Scheffel. Magnus Scheffel war der letzte Oberschaffner der Benediktinerabtei.
  • Färberhaus, Fachwerkhaus von 1747. Es zeigt ein offenes, hervorragendes Dachgeschoss, in dem die Stoffe getrocknet wurden. Ein Teil der Stadtmauer dient wie in der Engelgasse als Rückwand, ebenfalls auch der Nachbarhäuser.
  • Stadtbrunnen mit Ritterfigur (Figur 1975 durch eine Kopie ersetzt, Original von 1582 im Museum Haus Löwenberg)
  • Großer Narrenbrunnen im Winzerhof von Bildhauer Friedhelm Zilly
  • Kinzigtalstadion, Sportplatz mit Blick auf die Kapelle

Fasend

Gengenbach ist eine Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fastnacht, die dort „Fasend“ genannt wird. Bereits in dem zwischen 1460 und 1480 entstandenen Gengenbacher Stadtbuch wird das Tragen von „Fastnachtskleidern“ am Aschermittwoch bei Strafe verboten. 1499 nahmen einige Gengenbacher Bürger in der Fasendzeit den größten Feuerhaken von der Stadtmauer ab, bemalten und schmückten ihn und zogen damit vermummt durch die Stadt. Bis ins 18. Jahrhundert hinein blieb die Fasend offiziell verboten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich schließlich ein reges Fasendbrauchtum. 1875 wird der „Fidele Narrenverein“ erstmals erwähnt, 1896 gründete sich der „Faschingsverein Humor“, der in der Folgezeit große Fasendspiele zur Aufführung brachte, beispielsweise am Fasendmontag 1897 das historische Festspiel „Die Verleihung der bürgerlichen Freiheiten und Rechte durch Kaiser Karl IV. an die Stadt Gengenbach 1347“.

Ende des 19. Jahrhunderts lässt sich auch erstmals eine maskierte Gengenbacher Hanselfigur nachweisen, die auf Fotos aus dem Jahre 1897 zu erkennen ist und eine spitze Gugelkappe trug.

1925 wurde die Narrenzunft Gengenbach e. V. 1499 gegründet, die Mitglied in der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) ist. Die Narrenzunft ist mit 1.205 Mitgliedern der größte Verein der Stadt (Stand November 2013). Die Gengenbacher Hexe wurde Mitte der 1930er Jahre eingeführt und gilt zusammen mit der Offenburger Hexe als älteste Fastnachtshexe überhaupt. 1938 gesellte sich die nur von Frauen verkörperte Narrenfigur des Spättlehansel der Männern vorbehaltenen Hexe hinzu. Die Hexen und Spättle ziehen insbesondere an den Abenden von Fasendsamstag und -sonntag durch die Wirtshäuser der Stadt und unterhalten Gengenbacher und Gäste mit „Schnurren und Schnaigen“. Bei diesem traditionellen Rügebrauch lesen die Maskenträger den nicht-vermummten Narren in hoher, verstellter Stimme die Leviten („schnurren“) und stehlen dann etwas vom Teller oder aus dem Glas („schnaigen“). 2014 waren in Gengenbach 180 Hexen und 162 Spättle aktiv.

Neu in die Zunft aufgenommene Hexen nehmen beim großen Umzug am Fasendsonntag als wüster Lumbehund teil, der als älteste Gengenbacher Fasendsfigur gilt und in den letzten Jahren wiederbelebt wurde. Einzelfiguren der Gengenbacher Narrenzunft sind der Gengenbacher Schalk und der Bott (Narrenbüttel). Jungen und Mädchen nehmen als Klepperlisbuben und Klepperlismaidli an der Fasend teil. Der Name rührt von ihrem stets mitgeführten Instrument „Klepperli“, einer Art Kastagnetten. Die Zunft wird durch den Narrenrat und die Trachtengruppe der Alt-Gengenbacherinnen repräsentiert.

Weitere Gengenbacher Fasendgruppen die Narrenzunft Backstein und Matrazenbourg 1953 mit den Figuren Binzmatthansel und Hund und die Ewerderfler Narrengemeinschaft (aus dem Gengenbacher Oberdorf) mit ihrer Narrenfigur Rotzlöffel sowie die Narrenzunft Höllteufel 1971 im Ortsteil Reichenbach, die Narrenzunft Bergwalddeifel im Ortsteil Schwaibach und die Narrengemeinschaft Strohhansel im Ortsteil Strohbach mit den Narrenfiguren Strohhansel, s’Unkrut und der Einzelfigur Schierewächter. Auch andere Vereine und Gruppen in Gegenbach veranstalten eigene Fasendsabende („Turnerfasent“, „Kolpingfasend“, „Pfarrfasend“).

Das Narrenmuseum im Niggelturm zeigt auf sieben Stockwerken Masken, Narrenkleider und Dokumente zur Geschichte der Gengenbacher Fasend.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen

  • Alljährlich verwandelt sich das Gengenbacher Rathaus im Advent zum weltgrößten „Adventskalenderhaus“.
  • Alle zwei Jahre wird die Hermann-Maas-Medaille von der evangelischen Kirchengemeinde Gengenbach an Personen, Gruppen und Institutionen, die sich um die Völkerverständigung im ökumenischen Sinne verdient gemacht haben, verliehen.
  • Konzertreihe in den Gengenbacher Kirchen.
  • Immer am 3. Wochenende im September findet auf dem Marktplatz der Stadt das traditionelle Stadt- und Weinfest statt.
  • Martinimarkt (zweitägiger Jahrmarkt) im November
  • Nachtwächterrundgänge

Wirtschaft und Infrastruktur

Gengenbach ist ein Weinbauort. Die Lagen gehören zur Weinbauregion Ortenau im Weinbaugebiet Baden. An Rebsorten werden u. a. angebaut: Spätburgunder, Müller-Thurgau, Riesling (Klingelberger), Ruländer (Grauer Burgunder).

Zudem ist Gengenbach mit seiner Lage im Kinzigtal und seiner Altstadt ein touristischer Anziehungspunkt. Bekannt ist auch die Psychosomatische Fachklinik sowie der Standort Gengenbach des Ortenau-Klinikums.

Verkehr

Durch die Schwarzwaldbahn (Offenburg–Singen (Hohentwiel)) ist Gengenbach an das überregionale Schienennetz angebunden. Ebenfalls bestehen drei Auf- bzw. Abfahrten für die Bundesstraße 33 Richtung Offenburg und Konstanz.

Justiz

Das Amtsgericht Gengenbach gehört zum Landgerichtsbezirk Offenburg und zum Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe.

Bildung

Die Hochschule Offenburg unterhält in der Stadt die Außenstelle Gengenbach mit den Studienschwerpunkten Technische Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen und International Business Consultant. Das Gymnasium Gengenbach geht in seiner Tradition auf die 1895 gegründete „erweiterte Bürgerschule“ zurück. Seit Oktober 2005 trägt es den Namen „Marta-Schanzenbach-Gymnasium“. Außerdem bestehen eine Haupt- und Realschule, eine Grundschule und eine Förderschule. Im Übrigen wurde das Erhard-Schrempp-Schulzentrum im Oktober 2013 durch einen Bildungs-Campus erweitert.

Daneben gibt es fünf Kindergärten, die katholische Fachschule für Sozialpädagogik, das Forstliche Ausbildungszentrum Mattenhof und das Waldschulheim, der „Höllhof“.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger Gengenbach

  • Johann von Löwenberg (1807–1858); Freiherr, k. k. österreichischer Rittmeister
  • Theodor Burger (1827–1911); Pfarrer der Stadt Gengenbach
  • August Herb (1862–1921); Bürgermeister, Gerbermeister
  • Ignaz Blöder (1864–1951); Stadtpfarrer Gengenbach 1914–1935
  • Franz Hasselbach (1878–1957); Oberlehrer
  • Otto Ernst Sutter (1884–1970); Schriftsteller
  • Marta Schanzenbach (1907–1997); Politikerin (SPD), MdB 1949–1972, Fürsorgerin, AWO
  • Helmut Eberwein (1913–2002); Geistlicher Rat, Dekan, 1964–1989 Pfarrer an St. Marien (Klosterkirche), 1989 zum Ehrenbürger ernannt
  • Wolfdieter Huy (1917–2003); Ritterkreuzträger; am 5. September 1941 zum „Ehrengast“ der Stadt Gengenbach ernannt

Ehrenbürger des Ortsteils Bermersbach

  • Franz Malzacher (1855–1929); Hauptlehrer in Bermersbach-Fußbach, am 2. Mai 1922 zum Ehrenbürger ernannt
  • Karl Herbst (1856–1923); Hauptlehrer in Bermersbach-Strohbach, am 2. Mai 1922 zum Ehrenbürger ernannt

Söhne und Töchter der Stadt

  • Heinrich von Gengenbach, Baumeister, erbaute 1406 das Rathaus in Bern (Schweiz)
  • Blasius Bender (1672–1727), Abt des Klosters St. Blasien
  • Augustin Dornblüth (1691 – um 1760), Benediktinermönch, Gegner Johann Christoph Gottscheds und Streiter für eine süddeutsche Schriftsprache
  • Blasius Columban von Bender (1713–1798), österreichischer Feldmarschall
  • Friedrich Alois Quintenz (1774–1822), Benediktinermönch, Erfinder der Dezimalwaage
  • Karl Joseph Beck (1794–1838), Prorektor der Universität Freiburg, Chirurg und Augenarzt
  • Carl Isenmann (1837–1889), Komponist
  • Hermann Maas (1877–1970), evangelischer Pastor
  • Hans Albert Ebbecke (1893–1973), Literaturwissenschaftler, Sänger, Unterhaltungskünstler
  • Marta Schanzenbach (1907–1997), Politikerin (SPD), MdB
  • Erhard Schrempp (1910–1971), Landtagsabgeordneter
  • Eva Mendelsson (* 1931), jüdische Zeitzeugin der Judenverfolgung
  • Frieder Burda (* 1936), Verleger und Kunstsammler
  • Ursula Valentin (* 1936), Schriftstellerin
  • Barbara Leisgen (* 1940), Fotografin
  • Otto Lohmüller (* 1943), Maler, Bildhauer und Autor von Pfadfinder-Abenteuerbüchern
  • Helmut Dorner (* 1952), Maler
  • Bernd Diener (* 1959), Motorrad-Bahnrennfahrer
  • Andreas Volk (* 1996), Fußballspieler

Träger des Bundesverdienstkreuzes

  • Annemarie Renner (1896–1983), Dozentin für Soziologie und politische Bildung an der pädagogischen Akademie in Gengenbach
  • 1963, 1969, 1972: Marta Schanzenbach (SPD-Politikerin)
  • 1969: Elfriede Lang (langjährige Pflege ihres Mannes)
  • 1981: Günther Junk (Unternehmer; langjähriger Gemeinderat)
  • 1985: Heinz Hempel (stellvertr. Bürgermeister)
  • 1985: Reinhold Späth (Ortsvorsteher Reichenbach)
  • 1987: Margarete Länger (langjährige Pflege ihrer schwerbehinderten Tochter)
  • 1987: Albert Suhm (langjähriger Gemeinderat)
  • 1988: Julius Roschach (langjähriger Gemeinderat, Heimatforscher)
  • 1990: Egon Kipper (langjähriger ev. Kirchengemeinderat)
  • 2001: Hubert Boden (langjähriger Gemeinderat)
  • 2001: Ewald Lohrmann (langjähriger Gemeinderat)
  • 2005: Ingeborg Schäuble
  • 2007: Ernst Discher (langjähriger Gemeinderat)
  • 2008: Barbara End (Leitung Museum Haus Löwenberg)
  • 2008: Reinhard End (Leitung Museum Haus Löwenberg)
  • 2009: Rita Böhm (soziales Engagement für Mitbürger)

Weitere Persönlichkeiten

  • Hl. Pirminius (um 670 – 753), Gründer des Klosters Gengenbach
  • Pamphilus Gengenbach (um 1480 – 1524/25), Sohn des aus Gengenbach stammenden Druckers Ulrich
  • Franz von Mercy (1597–1645), bedeutender Heerführer des Dreißigjährigen Kriegs (Tuttlingen, Mergentheim, Alerheim), besaß in Gengenbach ein Haus und heiratete dort M. von Schauenburg
  • Else Eisner (Witwe von Kurt Eisner (USPD) (1887–1940), erster Ministerpräsident des von ihm 1918 ausgerufenen „Freistaates“, der bayerischen Republik), lebte ab 1919 bis zur Flucht mit zwei Töchtern in Gengenbach
  • Max Rieger (1904–1989), Fußballspieler, lebte bis zu seinem Tod im Jahre 1989 in Gengenbach
  • Emil Joseph Diemer (1908–1990), Schachspieler, lebte seit 1964 im Kreispflegeheim in Gengenbach-Fußbach
  • Schwester Marziana (Theresia Hermann, * 1913 in Tennenbronn; † in Gengenbach), Ordensschwester, 1939–1989 Krankenschwester und medizinisch-technische Assistentin in der Gengenbacher Stadtklinik St. Martin, 1988 ausgezeichnet mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • Wolfgang Schäuble (* 1942), CDU-Politiker und Bundesfinanzminister, lebte bis Anfang 2011 in Gengenbach
  • Stefan Feld (* 1970), Spieleautor, lebt in Gengenbach, Direktor des Marta-Schanzenbach-Gymnasiums
  • Anna Hahner (* 1989), Langstreckenläuferin, Wohn- und Trainingsort für Wettkampfvorbereitung gemeinsam mit Zwillingsschwester Lisa
  • Lisa Hahner (* 1989), Langstreckenläuferin, Wohn- und Trainingsort für Wettkampfvorbereitung gemeinsam mit Zwillingsschwester Anna

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Gengenbach

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