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Dingolfing
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Stadtplan Dingolfing
Stadt Dingolfing
Dr.-Josef-Hastreiter-Str. 2
84130 Dingolfing

http://www.dingolfing.de

Dingolfing

160pxAbb. 1 Wappen von Dingolfing
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 365 m
PLZ 84130
Vorwahl 08731, 08732
Website www.dingolfing.de
Erster Bürgermeister Armin Grassinger (UWG)

Dingolfing {{IPA|ˈdɪŋɡɔlfɪŋ}} ist die Kreisstadt des Landkreises Dingolfing-Landau im Regierungsbezirk Niederbayern.

Geografie

Lage

Die Stadt liegt etwa 100 Kilometer nordöstlich von München im Tal der Isar in Niederbayern.

Stadtgliederung

Es existieren 22 Gemeindeteile: Dazu gehören der Hauptort Dingolfing, der ehemalige Markt Teisbach, die Kirchdörfer Brunn, Frauenbiburg und Oberdingolfing, die Dörfer Höfen, Oberbubach, Oed, Schermau und Schönbühl, die Siedlung Spiegelbrunn, die Weiler Achatzstall, Gaubitzhausen, Kaltenberg, Mietzing, Neuhausen, Oberholzhausen, Unterbubach, Unterholzhausen und Weinpreß sowie die Einöden (Einzelsiedlungen) Einöd und Oberburgermühle.

Im ursprünglichen Stadtgebiet rechts der Isar bestehen u. a. folgende Ortsteile:

  • Altstadt
    • Obere Stadt
    • Untere Stadt
  • Vorstädte
    • Gries
    • Fischerei
  • Krautau (erstes Neubaugebiet nach 1945, südwestlich der Altstadt)
  • Schulviertel
  • Waldesruh (am Asenbach)
  • Spiegelbrunn (kleine Siedlung am Asenbach südlich der Waldesruh)
  • Oberdingolfing
  • Brunnerfeld (1+2)
  • Schwedenschanze
  • Links der Isar:
    • Höll Ost
    • Höll Ost 2
    • Sossau
    • Sossauer Wiesen
    • Salitersheim
    • Geratsberg
    • Friedenheim

Territoriale Entwicklung und Eingemeindungen

  • 1251

Stadtgründung (Obere Stadt) durch Herzog Otto II. über der bestehenden Siedlung Dingolfing (um die Kirche St. Johannes) des Bischofs von Regensburg, durch einen militärischen Akt

  • 1265

Aufgrund eines Vertrags zwischen dem Herzog von Bayern und dem Bischof von Regensburg wurden beide Siedlungen zu einer Stadt verschmolzen. Die Vereinigung der zwei Siedlungen zu einer Stadt wurde mit zwei Sternen im Dingolfinger Wappen symbolisiert.

  • 1330

Eingliederung der Vorstadt Fischerei und des Gebietes links der Isar mit den Dörfern (Schwaigen) Goben, Höll, Geratsberg und Sossau in den Burgfrieden durch Herzog Heinrich XIV. von Bayern. Das Wappen wurde entsprechend um einen dritten Stern ergänzt.

  • 1946

Das Stadtgebiet blieb im Wesentlichen unverändert bis zum 1. Januar 1946, als der Grüblhof, bis dahin Teil der Gemeinde Loiching, auf Weisung der amerikanischen Militärregierung eingegliedert wurde (einschließlich der Rostmühle, die nach dem aktuellen Besitzer auch als Mosermühle bekannt ist)

  • 1972

Der ehemalige Markt Teisbach wurde am 1. Januar 1972 eingegliedert einschließlich der links der Isar liegenden Gemeindeteile Höfen (die sogenannte „Teisbacher Enklave“) sowie der 1946 von Loiching nach Teisbach umgegliederten Ortsteile Höfen, Gaubitzhausen und Schönbühl.

Der größere Teil der ehemaligen Gemeinde Frauenbiburg, mit rund 90 Prozent der Bevölkerung, wurde ebenfalls am 1. Januar 1972 eingegliedert, mit den nördlichen Ortsteilen: Frauenbiburg, Brunn, Einöd, Kaltenberg, Mietzing, Oberbubach, Oberdingolfing, Oberholzhausen, Öd, Schermau, Unterbubach, Unterholzhausen und Weinpreß (die südlichen Ortsteile wurden in die Gemeinde Marklkofen eingegliedert).

Durch die Eingliederungen von 1972 vergrößerte sich das Stadtgebiet von 1800,61 auf 4249,96 Hektar. Davon hatte der eingegliederte Markt Teisbach 914,57 Hektar. Von den 2306,71 Hektar der Gemeinde Frauenbiburg wurden demnach 1534,78 Hektar nach Dingolfing eingemeindet (und der Rest nach Marklkofen).

  • 1979

Die letzte Gebietsstandsänderung erfolgte am 1. Juli 1979, als die Gemeindeteile Achatzstall und Neuhausen, die 1972 aus der aufgelösten Gemeinde Frauenbiburg nach Marklkofen eingegliedert wurden, auf Wunsch der Bevölkerung zur Stadt Dingolfing kamen. Dabei vergrößerte sich das Stadtgebiet von 4250 auf 4405 Hektar. Diese beiden Gemeindeteile sind nicht wie das übrige Stadtgebiet unter der Telefonvorwahl 08731 zu erreichen, sondern unter 08732, wie etwa Frontenhausen und Marklkofen.

Stadtanlage

Dingolfing hat eine bemerkenswerte Stadtanlage: Die eigentliche Kernstadt mit dem Marienplatz (früher: Wollerzeile), der platzartig geweiteten Bruckstraße und die ehemalige Handwerkerzeile Lederergasse sowie der Pfarrkirche St. Johannes wird von einer Oberstadt überragt, die sich auf einer Erhebung befindet, die nach drei Himmelsrichtungen abfällt. Beide Stadtteile sind an ihrer einzigen historischen Verbindung, dem Steinweg, durch ein innerstädtisches Tor, den Reiserbogen geschieden. U. U. kann man in dieser Dichotomie eine Doppelgründung erkennen: Während die wittelsbachischen Herzöge in der Oberstadt Fuß fassten, versuchte sich der Bischof von Regensburg in der Unterstadt zu behaupten, ehe die Wittelsbacher im Zuge ihres Landesausbaus den Bischof im 13. Jahrhundert aus der Stadt drängten und die Gesamtstadt in ihrer Hand vereinigten.

Hydrologie

Die Isar durchfließt das Stadtgebiet von West nach Ost und ist seit 1957 im westlichen Teil der Stadt durch das Wasserkraftwerk Dingolfing zum Stausee Dingolfing aufgestaut. Neben der wirtschaftlichen Nutzung dient dieses Gebiet auch als Naherholungsgebiet sowie als Brutstätte für viele Wasservogelarten. Ein renaturiertes Teilstück der Isar Dingolfing wurde am 6. Mai 2018 offiziell freigegeben. Weitere Fließgewässer sind der Teisbach, der den gleichnamigen Ortsteil durchfließt, der Asenbach, der Längenmühlbach links der Isar sowie der Stadtmühlbach, der parallel zur Isar und in Teilen verrohrt durch die Innenstadt fließt. Dort beschreibt er den ehemaligen Verlauf der Isar vor der Regulierung. Auf Höhe der "Fischerei" wird der Stadtmühlbach in Form eines Dükers unter dem Asenbach hindurch geleitet. Dieser Stadtbach wird aus dem Sickergraben direkt am Einlaufbauwerk in die Isar unterhalb des Wasserkraftwerks Dingolfing nach rechts ausgeleitet.

Geschichte

Historiographie

Die älteste zusammenfassende Darstellung zur Dingolfinger Stadtgeschichte stammt aus der Feder des Gymnasialprofessors und Theologen Josef Wolfgang Eberl. Eberls Werk fällt in die Zeit der Entstehung einer modernen historisch-kritischen Geschichtswissenschaft und ist damit seinerseits heute ein Zeugnis für die historische Sichtweise in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Als gültige Darstellung muss es als überholt gelten, wenngleich insbesondere Eberls epigraphische Notizen von bleibendem Wert sind. Im Grunde hat die Stadt seit Eberl keine historische Gesamtdarstellung mehr gefunden. Markmillers umfängliches Buch bezieht sich vornehmlich auf die Baugeschichte der Stadt, wenngleich hier auch wesentliche Aspekte der allgemeinen Geschichte auf exakter Auswertung der Baubefunde und Schriftquellen dargelegt werden.

Wesentliche Detailarbeit wurde aber vor allem in der Regionalzeitschrift „der Storchenturm“ publiziert. Eine neuere übergreifende Gesamtdarstellung unter Einbeziehung sozial- und wirtschaftshistorischer Aspekte steht aus.

Historischer Abriss

Dingolfing feierte im Jahr 2001 das 750-jährige Jubiläum der Stadtgründung, wenngleich die Ansiedlung deutlich älter ist. Jungsteinzeitliche Siedlungen innerhalb und außerhalb der Altstadt sind nachgewiesen. Im 8. Jahrhundert fanden zur Zeit des agilofingischen Herzogtums Kirchensynoden in Dingolfing statt. Anlässlich einer solchen Versammlung unter Herzog Tassilo III. wird Dingolfing im Jahre 770 erstmals als Thingolfinga erwähnt. Die erste urkundliche Nennung erfolgte am 27. Mai 833 in einem Diplom Ludwigs des Deutschen für Kloster Sankt Emmeram in Regensburg, worin Ludwig dem Bischof Baturich den Besitz einer Kirche und sechs Höriger im Gebiet des Fiscus von Dingolfing (Tinguluinga) bestätigt. Für das Jahr 932 ist eine Synode urkundlich erwähnt, die König Heinrich I. anberaumt hatte, um im Abwehrkampf gegen die Ungarn zu bestehen. Aus dieser Zeit entstammt auch die Burg, die dann ab 1410 von den bayerischen Herzögen für ihre Zwecke umgebaut worden ist.

Im Jahre 1274 wurde Dingolfing das Stadtrecht verliehen. Die originalen Stadtrechtsurkunden sind seit dem Stadtbrand von 1743 verloren, doch besteht eine mehrfache kopiale Überlieferung.

Nach der dritten bayerischen Landesteilung gehörte Dingolfing zuerst zum Straubinger Teilherzogtum und fiel mit dessen Ende 1425 an Linie Bayern-Ingolstadt. Mit deren Aussterben wiederum (1447) gelangte Dingolfing unter die Herrschaft der sogenannten „Reichen Herzöge“ von Bayern-Landshut und verblieb dort bis auch diese Linie des Hauses Wittelsbach 1503 mit Georg von Landshut im Mannesstamm erlosch. Der Landshuter Erbfolgekrieg sicherte der Münchener Linie der Wittelsbacher den Großteil des Landshuter Erbes, darunter auch Dingolfing, das damit zum nunmehr wiedervereinigten gesamtbayerischen Herzogtum gehörte. Während des Spätmittelalters, insbesondere während der Zugehörigkeit zum Landshuter Teilherzogtum erlebte die Stadt eine wirtschaftliche Blütephase, wovon die stattliche Kirche St. Johannes (Grundsteinlegung 1467) Zeugnis ablegt. Nach wirtschaftlichem Niedergang im 17. Jahrhundert und einer schwedischen Besatzung und Plünderung im Dreißigjährigen Krieg brachte der Österreichische Erbfolgekrieg 1743 eine Katastrophe über die Stadt. Im Zuge von Kampfhandlungen zwischen feindlichen österreichischen Truppen einerseits und den verbündeten Franzosen andererseits gingen große Teile der Stadt in Flammen auf. Die Stadt konnte sich von diesem Schlag nur sehr langsam erholen und versank in weitgehende Bedeutungslosigkeit. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Stadt ohne Schäden. Lediglich die Brücke über die Isar wurde von der abziehenden Wehrmacht gesprengt.

An sieben erschossene oder erschlagene jüdische KZ-Häftlinge eines Todesmarsches am Ende des Zweiten Weltkrieges, die zwischen Dingolfing und Unterbubach aufgefunden worden waren und auf dem Städtischen Friedhof begraben wurden, erinnerte ein Gedenkstein. Die Toten wurden 1958 auf den Ehrenfriedhof Flossenbürg überführt.

Die Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die in Dingolfing mit den Namen der Unternehmen Hans Glas GmbH und BMW verbunden ist, sowie der Zuzug zahlreicher Heimatvertriebener brachten der Stadt neuen Aufschwung. Seit der Eröffnung des Technologie- und Innovationszentrums PuLS der Fachhochschule Landshut im April 2016 ist Dingolfing Hochschulstandort.

Ehemalige Bürgermeister

Bürgermeister waren:

Jahr Name Beruf
1426 Konrad Gerbein
1433 Michael Oswald
1434 Hartung Rabenstain
1435 Friedrich Kuebeck
1438–1439 Hartung Rabenstain
1440–1444 Unbekannt
1445–1446 Hans Mäminger
1447 Sigmund Vetter
1449 Hans Mäminger
1454 Hans Hoffdorfer
1460–1461 Hans Hoffdorfer
1462–1466 Unbekannt
1467–1471 Hans Lozenhofer
1472–1476 Unbekannt
1477–1479 Werner Starz
1480–1482 Unbekannt
1483 Bernhard Starz Tuchmacher
1484–1487 Unbekannt
1488 Andreas Starz Spitalmeister
1489–1493 Unbekannt
1494–1497 Balthasar Neumair
1498–1500 Unbekannt
1501–1504 Michel Brobst
1504 Hans Viehpacher
1505–1519 Unbekannt
1519–1520 Peter Klingpeck
1521–1523 Unbekannt
1524 Andreas Leitgeb Kastner
1525 Lorenz Schnick
1526–1528 Unbekannt
1529 Kaspar Neumair
1530 Unbekannt (evtl. Kaspar Neumair)
1531 Hans Viehpacher
1532–1538 Unbekannt
1539 Kaspar Neumair
1540–1543 Unbekannt
1544 Hans Viepacher
1545 Georg Aicher
1546–1548 Unbekannt
1549 Sigmund Hagen
1550 Hans Viehpacher
1551 Georg Aicher
1552 Kaspar Neumair
1553–1556 Unbekannt
1556 Kaspar Eisler
1556 Sigmund Hagen
1557 Unbekannt
1558 Sigmund Hagen
1559 Unbekannt
1560 Tobias Widmann
1561–1563 Unbekannt
1564–1565 Hans Aicher
1566 Matthias Klingpeck
1567 Sigmund Auer
1568–1569 Unbekannt
1570 Matthias Klingbeck
1571 Wolfgang Maltseder
1572 Hans Mäminger
1573–1578 Unbekannt
1579 Wolfgang Widmann
1580 Unbekannt
1581 Wolfgang Maltseder
1582 Georg Garr
1583 Sigmund Praunsweckl
1584 Hans Mäminger
1585 Wolfgang Widmann
1586 Hans Perngeher
1587 Wolfgang Widmann–Georg Garr
1588 Kaspar Hörberger
1589–1590 Unbekannt
1591 Tobias Widmann
1592 Sigmund Praunsweckl
1593–1599 Unbekannt
1600 Hans Perngeher
1601 Georg Thanner
1602 Unbekannt
1603 Hans Perngeher( Peringer?)
1604 Michael Hort
1605–1610 Unbekannt
1611 Michael Ernst
1612 Unbekannt
1613 Michael Hort
1614–1618 Unbekannt
1619 Adam Thurnhuber
162 –1621 Unbekannt
1622 Jakob Plenninger
1623–1624 Unbekannt
1625 Josef Widmann
1626 Unbekannt
1627 Wolfgang Schweickhert
1628–1629 Unbekannt
1630 Georg Dorfner Bierbräu
1631 Joseph Widmann Handelsmann
1632–1634 Unbekannt
1635–1636 Michael Ernst Bierbräu
1637 Christoph Hochholzer
1638–1639 Michael Ernst Bierbräu
1640 Christoph Hochholzer
1641–1642 Unbekannt
1643 Isaak Kellmayr Handelsmann
1644–1645 Unbekannt
1646 Georg Nidermayr
1647–1648 Unbekannt
1649 Christoph Hochholzer
1650–1651 Unbekannt
1652–1654 Georg Dorfner Bierbräu
1655–1656 Unbekannt
1657 Wolf Haslbeck
1657 Michael Ernst Bierbräu
1658 Unbekannt
1659 Georg Nidermayr
1660–1670 Unbekannt
1671–1672 Johann Haas
1672 Isaak Kellmayr Handelsmann
1673–1677 Johann Culinas Handelsmann
1678 Unbekannt
1679 Christoph Khäser
1680 Gabriel Dorfner Bierbräu
1680 Johann Haas
1681–1684 Gabriel Dorfner Bierbräu
1684 Johann Culinas
1685–1686 Unbekannt
1687 Johann Haas
1688 Christoph Khäser
1689 Hieronymus Khisl Apotheker
1690 Unbekannt
1691–1692 Batholomäus Thurnhueber Tuchmacher
1693–1694 Unbekannt
1695 Christoph Mädlseder
1696 Hieronymus Khisl Apotheker
1697– 1699 Unbekannt
1700 Bernhard Haslböck Handelsmann
1701 Batholomäus Thurnhueber Tuchmacher
1702 Georg Schmidhueber/Bernhard Haslböck (?)
1703–1706 Unbekannt
1707–1710 Philipp Räder Lebzelter
1711–1712 Johann Ludwig Schmidhueber Bader
1712 Bernhard Haslböck Handelsmann
1712 Philipp Räder Lebzelter
1713–1714 Bernhard Haslböck Handelsmann
1715 Philipp Räder Lebzelter
1716 Johann Holzer
1717–1721 Unbekannt
1722 Kaspar Wels Bader
1723 Unbekannt
1724 Franz Käser Bäcker
1725–1727 Unbekannt
1728 Georg Schwäbl
1729–1732 Unbekannt
1733 Joseph Reicheneder
1734–1738 Unbekannt
1739 Johann Georg Heigl
1740 Unbekannt
1741–1745 Joseph Reicheneder Handelsmann
1745 Adam Ignaz Gaar
1746–1747 Georg Kaspar Wels Bader
1748–1749 Adam Tappberger Zinngießer
1750–1753 Johann Georg Aigner Bierbräu
1754 Adam Tappberger Zinngießer
1755–1756 Johann Georg Schwäbl Bäcker
1756–1761 Anton Nündl Sailer
1762–1764 Adam Tappberger Zinngieser
1765–1749 Unbekannt
1750–1753 Johann Georg Aigner Bierbräu
1754 Adam Tappberger Zinngießer
1755–1756 Johann Georg Schwäbl Bäcker
1756–1761 Anton Nündl Sailer
1762–1764 Adam Tappberger Zinngießer
1765–1768 Johann Martin Mayr Färber
1768 Franz Xaver Weidinger
1769–1772 Franz Anton Käpflsperger Färber
1773 Franz Xaver Weidinger Bortenmacher
1774–1775 Johann Martin Mayr Färber
1776–1777 Franz Xaver Weidinger Bortenmacher
1778–1779 Dominikus Garr Lederer
1780 Unbekannt
1781 Anton Linsmayr Weingastgeber
1781 Andreas Grueber Lederer
1782–1783 Johann Paul Ebenbeck Lebzeltler
1784–1785 Andreas Grueber Lederer
1786–1788 Josef Reitsberger Färber
1789 Anton Simon Maler
1790–1793 Unbekannt
1794 Lorenz Pell Büchsenmacher
1795 Unbekannt
1796–1797 Lorenz Pell Büchsenmacher
1798–1799 Johann Weingartner Binder
1800–1183 Johann Nepomuk Fellerer Färber
1804–1806 Anton Simon Maler
1807 Unbekannt
1808 Johann Nindl
1808–1818 Kommunaladministration unter den Stadtrichtern Seibert und Georg Mann
1818–1824 Joseph Waltenberger Zinngießer
1824–1827 Sebastian Partheter Kaminkehrer
1827–1830 Anton Rothbauer Seifenfabrikant
1830–1831 Johann Baptist Hundhammer Melber
1833 Franz Paul Tensi Handelsmann
1834–1836 Johann Baptist Hundhammer Melber
1836–1839 Joseph Franzis
1839–1845 Max Hödl Nadler
1845–1851 Alois Pucher
1851–1869 May Wolfbauer Kaminkehrer
1870–1873 Anton Nindl Bierbräu
1873–1875 Wolfgang Demelmeier Kaufmann
1876–1883 Georg Hauer Kaufmann
1884–1887 Anton Erlacher Kaufmann
1888–1896 Johann Baptist Nirschl Seifensieder
1896–1897 Anton Erlacher Kaufmann
1898–1905 Franz Rieder Uhrmacher
1906–1918 Johann Baptist Nirschl Seifensieder
1919–1934 Georg Amon Rechtsanwalt
1934–1945 Alfons Deschauer Zahnarzt
1945 Anton Maier Buchdrucker
1945 Josef Kaiser Händler
1945–1952 FritzLoichinger Konditor
1952–1956 Otto Knahn Rechtsanwalt
1956–1960 Ludwig Knoller Amtsrichter
1960–1990 Heinz Heininger Angestellter
1990–2002 Erwin Rennschmid Beamter
2002–2020 Josef Pellkofer Verwaltungsjurist

Politik

Bürgermeister

Seit 1. Mai 2020 ist Armin Grassinger (Unabhängige Wählergemeinschaft) Bürgermeister. Er wurde in der Stichwahl am 29. März 2020 mit 71,40 % der Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war Josef Pellkofer (Unabhängige Wählergemeinschaft), im Amt von Mai 2002 bis April 2020; er bewarb sich nicht mehr um die Wiederwahl.

Stadtrat

Dingolfing hat als kreisangehörige Gemeinde 24 Stadträte. Bei der letzten Wahl am 15. März 2020 ergab sich folgende Sitzverteilung:
  • UWG 7 Sitze (plus Bürgermeister)
  • CSU 5 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • Bürger für Bürger e.V. (BfB) 3 Sitze
  • Bürgerliste (BL) 2 Sitze
  • AfD 1 Sitz
  • FDP 1 Sitz

Die Wahlbeteiligung betrug 49,8 %.

BL und FDP haben eine Ausschussgemeinschaft gebildet, um bei der Besetzung der Ausschüsse berücksichtigt zu werden. Keine der beiden Listen hat Fraktionsstatus.

Am 14. Mai 2020 war die konstituierende Sitzung des neu gewählten Stadtrats. Dabei wurden Maria Huber (UWG) als Zweite Bürgermeisterin und Valentin Walk (CSU) als Dritter Bürgermeister vom Stadtrat gewählt.

Wappen

Städtepartnerschaften

  • : Enns, Oberösterreich, seit 17. Oktober 1965
  • : Brumath (Elsass), seit 26. September 1970

Raumordnung

Zum Stichtag 1. März 2018 erfolgt eine Höherstufung zu einem Oberzentrum, zuvor handelte es sich um ein Mittelzentrum. .

Einwohnerentwicklung

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 14.133 auf 19.839 um 5.706 Einwohner bzw. um 40,4 %.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Faschingsumzug in Teisbach (der größte Faschingsumzug in Ostbayern) am Faschingssonntag
  • Mittefastenmarkt: am dritten und vierten Mittwoch nach Aschermittwoch
  • Fischerfest: Freitag vor bis Montag nach dem ersten Sonntag im August
  • Dingolfinger Halbmarathon: seit 2003 jährlich im September stattfindend
  • Kirchweih Volksfest (Dingolfinger Kirta): von Freitag bis Mittwoch am 3. Oktoberwochenende
  • Nikolausmarkt: erstes bis zweites Adventswochenende
  • Redboxfestival: seit 2007 einmal jährlich (Ausnahme 2014)
  • Kneipenfestival: seit 2010 einmal jährlich
  • Dingfest: mehrtägiges Programm während jeder Fußball Europa- oder Weltmeisterschaft
  • Motorrad-Sandbahnrennen: jährlich am 1. Mai im Isar-Waldstadion internationale Motorrad-Sandbahnrennen

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Johannes

Das bedeutendste Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt ist die dreischiffige spätgotische Hallenkirche St. Johannes, die der Landshuter Bauschule zugerechnet werden kann. Der Bau wurde lt. einer Bauinschrift 1467 begonnen. Der Gewölbeschluss erfolgte im Jahre 1502. Der Turm wurde in den Jahren 1634 und 1688 um zwei Geschosse erhöht und erreicht nunmehr 84 Meter. Im Jahre 1868 wurde die barocke Zwiebelhaube des Turms durch einen Spitzhelm ersetzt. Die Innenausstattung und die Glasmalereien stammen größtenteils aus der Phase der Regotisierung der Kirche während des späten 19. Jahrhunderts Hervorzuheben sind ein überlebensgroßes spätmittelalterliches Kruzifix, das hängend im Vierungsgewölbe angebracht ist („kolossaler Herrgott von Dingolfing“, Anfang 16. Jahrhundert) sowie spätmittelalterliche Plastiken der Kirchenpatrone Johannes der Evangelist und Johannes der Täufer. Ebenso ist ein ursprüngliches Glasgemälde des Spätmittelalters im Norden auf Höhe des Chores erhalten. Der zugehörige Pfarrhof ist ein stattlicher barocker Bau aus dem Jahre 1729 mit Walmdach. Im Bereich der Pfarrkirche befindet sich die spätmittelalterliche Dreifaltigkeits- oder Schusterkapelle, an die im Westen ein barocker Karnerangefügt wurde.

Kirche St. Josef

Von kaum minder hoher bauhistorischer Bedeutung als die Kirche St. Johannes ist auch die die als Saalkirche angelegte katholische Pfarrkirche St. Josef im Stadtteil Höll, links der Isar. Das Sichtziegelbauwerk ist das letzte große Werk des bedeutenden Münchner Architekten Robert Vorhoelzer, der als Vertreter der dortigen Postbauschule zu den wichtigen Architekten der klassischen Moderne gerechnet werden darf; der Bau wurde postum 1954–1956 errichtet. Das Gotteshaus findet sein Pendant in München-Giesing in der Pfarrkirche Maria, Königin des Friedens. Motive dieses Bauwerks entwickelte Vorhoelzer für St. Josef fort. Unter den Ausstattungsstücken ist eine Madonnenfigur von 1628 aus der 1945 untergegangenen Stiftskirche Obermünster in Regensburg erwähnenswert.

Erlöserkirche

Die evangelische Erlöserkirche von Gustav Gsaenger, die 1960 eröffnet wurde, ist ein bemerkenswerter Bau mit vorgeblendetem Bruchsteinmauerwerk aus Bayerwald-Granit. Die Kirche ist durch eine große Westrosette aus Betonfiligran, ein Glasgemälde im Chorfenster und einen campanileartigen Turm mit markanten Akzenten versehen.

Geißlung-Christi-Kirche

Die Geißlung-Christi-Kirche im Süden der Stadt ist eine kleine barocke Wallfahrtskirche, die der Dingolfinger Baumeister Matthias Weigenthaler 1753 geschaffen hat. In unmittelbarer Nähe befand sich dort bis 1973 eine Niederlassung der Franziskaner mit zugehöriger Klosterkirche, die im neugotischen Stil von 1853 bis 1867 erbaut worden war. Seit 1975 befindet sich in einem Neubau am selben Ort ein Kloster der Klarissinnen, die ursprünglich in Regensburg beheimatet waren. Im Ortsteil Brunn liegt die kleine gotische Filialkirche St. Ägidius, die im Kern in das 14. Jahrhundert datiert wird.

Herzogburg und Getreidekasten mit Museum Dingolfing

Die Herzogsburg, ein ehem. herzoglich-bayerisches Verwaltungsgebäude aus der Zeit der Reichen Herzöge des Landshuter Teilherzogtums, ist heute Kern eines Museumsquartiers, das aus drei Teilen besteht. Sie gilt als einer der bedeutendsten Profanbauten der Spätgotik in Niederbayern. Sie wurde zwischen 1957 und 1959 renoviert und beherbergte zunächst ein Museum mit Objekten zur Vor- und Frühgeschichte, zur Stadtgeschichte 16. bis 20. Jahrhundert, zur Handwerksgeschichte 16. bis 20. Jahrhundert Mobiliar, Kleidung. Werkzeug und Gerät zur ländlichen Arbeit und zur allgemeinen Zeitgeschichte. Darunter auch eine Spezialsammlung: Bilder und Zeichen der Volksfrömmigkeit. Im Erdgeschoss ist das Trauungszimmer für standesamtliche Hochzeiten untergebracht. Das Dachgeschoss beherbergt einen großen Veranstaltungssaal mit Galerie. Hier finden Konzerte und Ausstellungen statt. Die historisierende Fassadenbemalung, die im Zuge der Renovierung auf das zuvor sichtbare Backsteinmauerwerk aufgebracht wurde, ist eine freie Nachempfindung ohne historische Vorlage und nicht unumstritten.2008 wurde das Museumsquartier ergänzt durch ein Industriemuseum, das im Wesentlichen im südlich anstoßenden Getreidekasten untergebracht ist. Vom Getreidekasten aus kann seitdem auch der Stinkerturm über eine Stahlbrücke betreten werden. Der dritte Teil im Westen beherbergt den Museumsshop und ein Terrassenlokal.

Hochbrücke

Die Hochbrücke ist eine hohe, auf fünf Jochen errichtete Backsteinbrücke, die 1612 vollendet wurde. Der bayerische Herzog und nachmalige Kurfürst Maximilian I. hatte den Bau durch einen Nachlass der Stadtsteuer gefördert. Das Bauwerk überbrückt den Asenbach und stellt eine der drei Zufahrten zur Oberen Stadt dar.

Caprima

Das Caprima ist das einzige Bad im Ort. Es gliedert sich in ein Hallenbad und einen Außenbereich. Es besitzt ca. 5 große Schwimmbecken, 2 Kinderbecken und „alle Temperaturen von 0 bis 95 Grad“ (Konrad Ritzinger), eine Sauna und zwei Rutschen. Es ist im Außenbereich im mediterranen Stil gestaltet und bietet außerdem eine große Liegewiese sowie 2 Sprungbretter.

Teisbach

Der Ortsteil Teisbach war bis zur Eingemeindung nach Dingolfing ein eigenständiger Markt. Die Teisbacher Pfarrkirche St. Vitus ist ein Bau von 1849, der durch seine einheitliche historisierende Ausstattung und Ausmalung und seine durchgängige Formensprache im Rundbogenstil auf das Vorbild der Münchner Großbauten der Ära Friedrich von Gärtner verweist. Daneben ist das Markttor, das der Dingolfinger Baumeister Georg Weigenthaler 1718 erbaut hat, ein Wahrzeichen des ehemaligen Marktes. Es trägt als Fassadenschmuck einen Auszug aus dem herzoglich-bayerischen Marktprivileg für Teisbach von 1533 sowie das herzoglich-bayerische und das Teisbacher Wappen. Das Teisbacher Schloss, das auf einem Bergsporn über dem Isartal gelegen ist, stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es wurde im 16. Jahrhundert weitgehend neu errichtet und im 19. Jahrhundert neugotisch überformt. Die Stadt hat das Anwesen im Jahr 2013 aus Privateigentum erworben. Ein Nutzungskonzept steht derzeit noch nicht fest. Das älteste Gebäude Teisbachs ist das Mädlhaus. Dieses Gebäude wird auf das Jahr 1555 datiert und stand jahrelang leer. Nach Erwerb durch die Stadt Dingolfing wird es 2018 denkmalgerecht saniert und soll für Wohnzwecke genutzt werden.

Baudenkmäler

Das Stadtbild wurde seit dem späten 19. Jahrhundert durch den Abbruch der Stadttore (mit Ausnahme des Wollertores), die weitgehende Niederlegung der Stadtmauern und innerstädtische Gebäudeabbrüche verändert, so dass heute im Wesentlichen nur noch der Grundriss an den mittelalterlichen Ursprung der Stadt erinnert. Zahlreiche innerstädtische Baumaßnahmen der zurückliegenden Jahrzehnte taten ein Übriges. Die Anlage eines Straßentunnels in die Obere Stadt führte zu einer deutlichen und irreversiblen Störung der historischen Topographie im Nordostbereich der Oberen Stadt/Steinweg. Die Erhaltung dreier historischer Handwerkerhäuser in der Lederergasse war das Ergebnis langwieriger, kontroverser und teilweise polemischer Debatten, nachdem auch hier der Abriss bereits beschlossen schien.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Dingolfing war und ist ein bedeutender Standort des Fahrzeugbaus. Die Automarke Glas, die in den 1950er Jahren vor allem durch ihr Modell Goggomobil bekannt war, stammte aus der Stadt und auch der frühere Traktorhersteller Eicher aus Forstern hatte ein Landmaschinenwerk in Dingolfing. Dort wurden von 1962 bis 1972 auch Lastkraftwagen produziert, zunächst unter der Marke Eicher, dann in Lohnfertigung für Magirus-Deutz. Größter Arbeitgeber für die Stadt und ihr Umland sind die BMW-Werke mit rund 18.300 Arbeitnehmern, die jährlich etwa 360.000 Autos der 3er-, 4er-, 5er-, 6er- und 7er-Reihe herstellen. Dingolfing ist der weltweit größte von insgesamt 24 Produktionsstandorten der BMW Group. Durch die Ansiedlung von BMW wurde Dingolfing zu einer der reichsten Gemeinden in Deutschland. Hervorgegangen ist dieses Werk aus der Übernahme der Firma Glas durch BMW 1967. (→ BMW-Werk Dingolfing)

Mit über 280 Beschäftigten zweitgrößter Arbeitgeber ist die SAR Elektronic. Das Unternehmen ist als Software- und Automatisierungsdienstleister vorwiegend in der Automobilindustrie tätig. Drittgrößter Arbeitgeber, mit über 200 Beschäftigten, ist der örtliche Betrieb der Firma Develey Senf & Feinkost. Der Betrieb beliefert unter anderem McDonald’s europaweit mit Saucen und Ketchup. Daneben werden in Dingolfing Möbel industriell gefertigt (gumpo Büromöbel, idea Raum-Möbel-System, Zeilhofer Schlafzimmermöbel, Steinberger Wohnkultur + Handwerk). Bekannt sind die Biere der heimischen Brauerei Wasserburger, so auch das Starkbier „Tassilator“.

Im Westen der Stadt an der Isar liegt das Wasserkraftwerk Dingolfing der Uniper Kraftwerke.

Land- und Forstwirtschaft

Bestanden im Jahr 1999 noch 113 landwirtschaftliche Betriebe, ging deren Zahl bis 2010 auf 66 zurück.

Betriebsgrößenstruktur in der Landwirtschaft
Betriebsgröße in ha Anzahl der Betriebe
1999 2010
unter 5 18 3
5 bis unter 10 18 9
10 bis unter 20 29 18
20 bis unter 50 37 21
50 oder mehr 11 15
Gesamt 113 66

Verkehr

Straßen

Dingolfing liegt an der A 92, die hier 1988 fertiggestellt wurde:

  • Anschlussstelle Dingolfing-West (16a, fertiggestellt 2014)
  • Anschlussstelle Dingolfing-Mitte (17a, fertiggestellt 1988 als AS Dingolfing-West, 2014 Umbenennung in AS Dingolfing-Mitte)
  • Anschlussstelle Dingolfing-Ost (17b, fertiggestellt 2002 mit der Ostumgehung)Die B 11 wurde im Bereich Dingolfings nach der Fertigstellung der A 92 (1988) zur Staatsstraße 2074 abgestuft.

Eisenbahn

Dingolfing hat einen Nahverkehrsbahnhof an der Kursbuchstrecke 931 Plattling – Landshut – München.

ÖPNV

Der ÖPNV innerhalb des Stadtgebiets besteht aus vier städtischen Buslinien („Dingo“). Zwei Linien befahren im Halbstundentakt das engere Stadtgebiet. Die zwei übrigen fahren im Stundentakt in die entlegeneren Ortsteile Teisbach/Höfen/Gaubitzhausen bzw. Frauenbiburg.

Flugplatz

Der Flugplatz Dingolfing (ICAO-Code EDPD) ist ein Sonderlandeplatz.

Feuerwehr

Die Stadt Dingolfing unterhält fünf Freiwillige Feuerwehren im Stadtgebiet. Neben der Kernstadt der Stadt Dingolfing verfügen die Ortsteile Sossau, Höfen, Frauenbiburg und Teisbach über eine eigenständige Feuerwehr.

Polizei

Die Polizeiinspektion Dingolfing ist für den westlichen Teil des Landkreises Dingolfing-Landau (ca. 52.700 Einwohner) zuständig. Sie betreut neben der Stadt Dingolfing (19.145 Einwohner) zehn andere Gemeinden. Im April 2018 wurde in der Innenstadt ein Neubau des Polizeigebäudes eingeweiht.

Gesundheit

Rettungsdienst

Das Bayrische Rote Kreuz betreibt neben der BRK-Rettungswache, der BRK-Bereitschaft und der BRK-Wasserwacht auch die Geschäftsstelle des BRK Kreisverband Dingolfing-Landau in Dingolfing.

Krankenhaus

Das DonauIsarKlinikum, Haus Dingolfing ist eines der beiden Krankenhäuser im Landkreis. Die Fachrichtungen: Allgemein- und Viszeralchirurgie, Geburtshilfe, Gynäkologie, HNO, Innere Medizin, Stroke Unit, Herzkatheterlabor, Anästhesie, Radiologie, Neurochirurgie, Neurologie und Unfallchirurgie.

Bildung

  • drei Grundschulen (Altstadt, St. Josef und Teisbach)
  • Mittelschule
  • Herzog-Tassilo-Realschule (Staatliche Realschule)
  • Gymnasium
  • Herzog-Georg-Schule (Sonderpädagogisches Förderzentrum)
  • Hans-Glas-Schule (Staatliche Berufsschule)
  • Technologie- und Innovationszentrum PuLS der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
  • Musikschule
  • Volkshochschule
  • Katholische Erwachsenenbildung Dingolfing-Landau e. V.
  • Fachoberschule Landshut (Außenstelle Dingolfing)

Sport

Die Volleyballfrauen des TV Dingolfing spielen in der 2. Bundesliga Süd. Der Eishockey Verein Isar Rats spiel in der Eishockey Landesliga.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Karl Dompert (1923–2013), Automobilkonstrukteur
  • Eberhard von Kuenheim
  • Marco Sturm

Söhne und Töchter der Stadt

  • Roman Zirngibl (1740–1816), Historiker und Archivar mit großen Verdiensten um die Geschichtsschreibung Bayerns, insbesondere Regensburgs
  • Josef Wolfgang Eberl (1818–1857), Theologe und Historiker
  • Lorenz Klimmer (1868–1919), deutscher Politiker und Mitglied des Bayerischen Landtages
  • Sigmund Moosauer (1877–1944), Arzt und erster Sanitätschef der Kriegsmarine
  • Sebastian Wimmer (* 1902; † unbekannt), SS-Hauptsturmführer und erster Schutzhaftlagerführer im KZ Majdanek
  • Heinrich Trapp (* 1951 im Ortsteil Schermau), Politiker (SPD)
  • Gudrun Peters (* 1951), Politikerin (SPD)
  • Josef Peter Meier-Scupin (* 1953), Architekt
  • Monika Huber (* 1959), Künstlerin (Malerei, Fotografie und Video)
  • Erich Goldmann (* 1976), Eishockeyspieler
  • Stephan Protschka (* 1977), Politiker (AfD)
  • Marco Sturm (* 1978), Eishockeyspieler
  • Paula Hötschl (* 2000), Volleyballspielerin

Weitere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten

  • Meister von Dingolfing, spätmittelalterlicher Bildschnitzer
  • In Dingolfing verstarb Heinrich Deubel (1890–1962), vormaliger Kommandant des NS-Konzentrationslagers Dachau

Sonstiges

Dingolfing ist Gegenstand einer bekannten satirischen Zeichnung von F. K. Waechter, in der nackte Frauen in einem menschlichen Zoo im „Frauenfreigehege Dingolfing“ posieren.

Mit der Bischöflich-Geistlicher-Rat-Josef-Zinnbauer-Straße hat Dingolfing den längsten deutschen Straßennamen inne.

Weblinks

  • Stadtverwaltung
  • Urkunde Ludwigs des Deutschen für Kloster St. Emmeram (Regensburg), 27. Mai 833 mit urkundlicher Ersterwähnung des Ortsnamens Tinguluinga,
  • (PDF; 1,66 MB)

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Dingolfing

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