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Bexbach

160pxAbb. 1 Wappen von Bexbach
Basisdaten
Bundesland Saarland
Höhe 247 m
PLZ 66441–66450
Vorwahl 06826
Gliederung 6 Stadtteile
Adresse der Verwaltung Rathausstraße 68
66450 Bexbach
Website www.bexbach.de
Bürgermeister Thomas Leis (SPD)
Bexbach ist eine saarländische Stadt im Saarpfalz-Kreis. Sie hat etwa 18.000 Einwohner und grenzt mit dem Stadtteil Höchen an das Land Rheinland-Pfalz.

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt Bexbach liegt im Saarpfalz-Kreis zwischen den beiden Kreisstädten Homburg und Neunkirchen und etwa 25 km nordöstlich der Landeshauptstadt Saarbrücken. Der Höcherberg, auf dem die Ortsteile Frankenholz und Höchen liegen, ist die höchste Erhebung im südöstlichen Saarland.

Fläche

Wert
Gebäude- und Freifläche 23,2 %
Verkehrsfläche 6,4 %
Landwirtschaftsfläche 34,2 %
Waldfläche 29,0 %
Sonstige Flächen 7,2 %
Total 31,12 km²

Stand: 31. Dezember 2007

Klima

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Bexbach beträgt 8–9 °C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 750–800 mm. Die wärmsten Monate sind Juli und August; die kältesten Januar und Februar.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bexbach:

  • Neunkirchen mit den Stadtteilen Wellesweiler, Hangard und Münchwies
  • Kirkel mit dem Ortsteil Altstadt
  • Waldmohr
  • die Kreisstadt Homburg mit den Stadtteilen Jägersburg und Homburg

Stadtgliederung

Stadtteile sind Bexbach, Oberbexbach, Frankenholz, Höchen, Niederbexbach und Kleinottweiler.

Geschichte

Ortsgeschichte

Erste urkundliche Erwähnung fanden Bexbach im Jahre 1219, 1221 der heutige Stadtteil Kleinottweiler, 1261 Höchen. Ober- und Niederbexbach wurden hingegen erst 1310 beurkundet. Ab dem 14. Jahrhundert nutzten die Einwohner ein hohes Vorkommen an Eisenerz, ab dem 16. Jahrhundert auch an Kohle. Die Bevölkerungszahl war gering, Adelige und Angehörige geistlicher Vereinigungen waren vertreten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das gesamte Stadtgebiet von marodierenden Truppen nahezu vollständig zerstört. 1648 wurde der Westfälische Frieden geschlossen. In diesen Verträgen wurde festgelegt, dass die Grafschaft Nassau-Saarbrücken, zu der auch Bexbach gehörte, an Frankreich überging. Die mittlerweile menschenleere Gegend wurde erst 1683 mit einigen Familien, vorwiegend aus Lothringen, wiederbesiedelt. Im Jahre 1697 erhielten die ehemaligen Landesherren ihre frühere Souveränität über Land und Leute zurück. 1755 wurde die Meierei Mittelbexbach als Bestandteil der Grafschaft Nassau-Saarbrücken anerkannt.

1789 brachte die Französische Revolution neue Hoffnungen für die unter der Feudalherrschaft leidenden Menschen. Die Revolutionskriege leiteten eine neue gesellschaftliche und staatliche Ordnung ein.

1793 teilte die französische Verwaltung die Mairie (Bürgermeisterei) Mittelbexbach der Mairie Limbach zu. 1797 trat seitens des französischen Staates eine erste Verwaltungsreform in Kraft. Folglich entstand 1798 das département de la sarre mit 31 Kantonen. Die 600 Einwohner Bexbachs gehörten größtenteils zu dem Kanton Waldmohr. Als ausnahmslose Amtssprache wurde französisch eingeführt.

Nach der endgültigen Niederlage Napoleons bei Waterloo wurde 1816 das Stadtgebiet dem Rheinkreis des Königreichs Bayern zugeordnet. 1848 erhielt Mittelbexbach wieder eine eigene Bürgermeisterei, zu der auch schon damals die Nachbarorte gehörten.

Der Bahnhof Bexbach, der älteste Bahnhof des Saarlandes, wurde als bayerisch-pfälzischer Endbahnhof der Pfälzischen Ludwigsbahn errichtet. Heutzutage wird er als Station der Strecke Homburg–Neunkirchen betrieben. 1849 stellte die Eröffnung der Ludwigsbahn durch die gleichnamige Gesellschaft neue Perspektiven für die Einwohner dar. Somit zeichnete sich von einem auf den anderen Tag eine bedeutende Verbesserung der Infrastruktur auch für Homburg und Neunkirchen ab. Die Lebensumstände verbesserten sich deutlich. Neben der Arbeit im Bergwerk arbeiteten viele Bewohner zusätzlich auf eigenen Bauernhöfen. So entstand der Begriff „Bergmannsbauer“. Die einzelnen Viertel wurden größtenteils an die Wasser- und Elektrizitätsversorgung angeschlossen. Als erste Schule entstand die Pestalozzischule und etwa zeitgleich das Rathauser.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden das Saargebiet am 1. Oktober 1920 vom Deutschen Reich abgetrennt und der Landkreis Homburg verkleinert. Jener Landkreis war von nun an Grenzkreis des Saargebietes, das am 1. März 1935 wieder zu Deutschland zurückkehrte. Die kommunalpolitischen Verhältnisse wurden neu geordnet. So entstand am 1. April 1937 die neue Gemeinde Höcherberg durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Höchen, Oberbexbach (mit Frankenholz) und Mittelbexbach (mit Ludwigsthal). Diese Gemeinde wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg am 1. Mai 1947 aufgelöst. Es wurden die Gemeinden Frankenholz, Höchen, Mittelbexbach und Oberbexbach (wieder)errichtet. Die wiedergewonnene Autonomie stärkte die Wirtschaft in den Gemeinden. Mittelbexbach erhielt 1951 ein eigenes Wappen und wurde 1955 in Bexbach umbenannt. Da das Saarland zwischen 1945 und 1956 erneut unter französischer Verwaltung stand, fand 1955 wiederum eine Saarabstimmung statt. Dem Ergebnis zufolge wurde das Saarland als zehntes Bundesland in die Bundesrepublik Deutschland eingegliedert. Am 29. Mai 1970 wurden Bexbach vom saarländischen Innenminister Ludwig Schnur die Stadtrechte verliehen.

Namensgebung

Den Namen erhielten sowohl die Stadt, als auch der durch sie fließende Fluss, von dem Ritter von Beckensbach. Die Einwohner werden „Bexbacher“ genannt. In Saarländischer Mundart nennen sich die Bexbacher „Betschbacher“ und die Stadt entsprechend „Betschbach“.

Eingemeindungen

Die neue Stadt Bexbach entstand am 1. Januar 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform aus der Stadt Bexbach sowie den Gemeinden Frankenholz, Höchen, Kleinottweiler, Niederbexbach und Oberbexbach.

Ausgliederung

Der ehemals zu Bexbach gehörende Ortsteil Ludwigsthal wurde am 1. Januar 1974 der Kreisstadt Neunkirchen zugeordnet.

Religion

In fast jedem Ortsteil der Stadt ist sowohl eine katholische als auch eine evangelische Kirchengemeinde vorhanden. Lediglich in Kleinottweiler gibt es nur eine protestantische Pfarrgemeinde. Die Bevölkerung ist zu 50,36 % römisch-katholisch, zu 32,68 % evangelisch und 16,96 % gehören anderen Religionen und Konfessionen an oder sind konfessionslos.

Bevölkerung

Von den 18.639 Einwohnern (Stand 1. Januar 2010) sind 9101 männlich und 9538 weiblich. Der Ausländeranteil beträgt 7,96 %.

Politik

Parteien

Es existieren Stadt- bzw. Ortsverbände von CDU, SPD, FWG, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken.

Bürgermeister

Im Jahr 2003 setzte sich Heinz Müller bei der Direktwahl des Bürgermeisters gegen seinen parteilosen Herausforderer Innozenz Heintz, unterstützt von CDU und FDP, durch. Sein ständiger Vertreter ist der Erste Beigeordnete, der vom Stadtrat in geheimer Abstimmung gewählt wird.

Bei der Bürgermeisterwahl 2011 setzte sich Thomas Leis (SPD) mit 53,5 Prozent der Stimmen gegen seine beiden Herausforderer Gerhard Welter (CDU; 35,7 %) und Thomas Leibrock (unabhängig; 10,8 %) durch.

Bürgermeister
  • 1848–1855: Wilhelm Omlor
  • 1855–1875: Wilhelm Bartels
  • 1875–1879: Michael Schirber
  • 1879–1884: Johann Karl Graß
  • 1884–1890: Michael Schirber
  • 1890–1894: Peter Metzinger
  • 1894–1894: Christian Baschab
  • 1894–1899: Peter Hahn
  • 1899–1907: Christian Baschab
  • 1907–1916: Peter Betz
  • 1916–1921: Ludwig Henrich
  • 1921–1923: Georg Fichtenmayer
  • 1923–1925: Nicolaus Schöneberger

  • 1925–1932: Johann Schappe
  • 1932–1937: Aloys Nesseler
  • 1937–1945: Heinrich Jürgens
  • 1945: Karl Klein
  • 1945–1946: Peter Will
  • 1946–1947: Peter Johann
  • 1947–1949: Peter Ruffing
  • 1949–1956: Aloys Nesseler
  • 1956–1964: Gregor Allgayer (CDU)
  • 1964–1973: Paul-Heinz Collet (CDU)
  • 1974–1994: Lothar Weber (CDU)
  • 1994–2011: Heinz Müller (SPD)
  • seit 2011: Thomas Leis (SPD)

Beigeordnete

  • 1999–2009: Wolfgang Imbsweiler (SPD)
  • 2009–2010: Joachim Hoffmann (CDU) und Wolfgang Imbsweiler (SPD)
  • seit 2010: Rainer Ruffing (CDU) und Wolfgang Imbsweiler (SPD)

Stadtrat

Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014:

Parteien und Wählergemeinschaften Sitze Anteil
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14 (+2) 38,8 % (+2,6)
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 12 (–1) 34,7 % (–0,8)
LINKE Die Linke 2 (–1) 6,7 % (–3,3)
FDP Freie Demokratische Partei 1 (–1) 4,3 % (–3,0)
FWG FWG Bexbach 3 (+1) 10,4 % (+3,3)
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 1 (+/–0) 5,1 % (+1,1)
Gesamt 33 100 %

Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab sich weder für die bisher regierende SPD-FWG-Koalition noch für CDU und FDP eine regierungsfähige Mehrheit. Somit wird Bexbach von wechselnden Mehrheiten regiert. Hier stehen sich ein Jamaika-Block und eine SPD-FWG-Koalition gegenüber. Das Abstimmungsverhalten der Linken lässt sich keinem der beiden Lager zuordnen.Am 2. September 2010 gab ein Mitglied seinen Austritt aus der SPD-Fraktion bekannt. Dieser gehörte dem Rat zunächst als fraktionsloses Mitglied an und trat im März 2012 der CDU-Fraktion bei. Dieser Schritt machte die CDU in der ehemaligen SPD-Hochburg zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren zur Mehrheitsfraktion.

Ortsräte

Sitzverteilung in den einzelnen Ortsräten (Stand Kommunalwahl am 25. Mai 2014):

Stadtteil CDU SPD FDP FWG LINKE Total
Bexbach-Mitte 4 3 1 1 9
Oberbexbach 3 3 1 7
Frankenholz 2 4 1 7
Höchen 4 3 7
Niederbexbach 2 5 7
Kleinottweiler 2 5 7
Total 17 23 3 1 44

Ortsrat Bexbach

Für den Ortsrat Bexbach (Kernstadt) ergab sich folgendes amtliches Endergebnis:

  • CDU: 40,85 % (4 Sitze)
  • SPD: 35,54 % (3 Sitze)
  • FWG: 9,93 % (1 Sitz)
  • LINKE: 9,06 % (1 Sitz)
  • FDP: 4,62 % (-)

Ortsvorsteher

Stadtteil Name Partei
Bexbach-Mitte Franz-Josef Müller CDU
Oberbexbach Günter Strähl SPD
Frankenholz Rudi Müller SPD
Höchen Eva-Maria Scherer CDU
Niederbexbach Arnulf Fricker SPD
Kleinottweiler Karl Peter Ranker SPD

Politische Organisationen

  • Junge Union Bexbach
  • Junge Liberale Höcherberg
  • Jusos Bexbach

Präsentation in der Öffentlichkeit

Stadtfarben

Die Stadt Bexbach führt seit der Genehmigung des saarländischen Innenministeriums seit einigen Jahrzehnten als Stadtfarben gelb und grün. Diese finden sich auch auf der Flagge wieder, die beispielsweise auf dem Hindenburgturm gehisst ist.

Logo

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten und Gemeinden benutzt Bexbach das Stadtwappen nicht, um sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu solchen Zwecken wurde von der Verwaltung das Logo Stadt Bexbach – Partner der Bürger gestaltet.

Städtepartnerschaften

  • Edenkoben (Deutschland, Weinpatenschaft, gegründet 1936)
  • Goshen (Vereinigte Staaten, Indiana, gegründet 1979)
  • Pornichet (Frankreich, Bretagne, gegründet 1985)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bexbach ist durch Autobahnanschlüsse zur A 6 und A 8 an das deutsche Fernstraßennetz angebunden. Zudem verläuft die B 423 (Bundesgrenze Frankreich Mandelbachtal–Altenglan) durch den Bexbacher Stadtteil Kleinottweiler.

Vom Bahnhof Bexbach aus verkehren auf der Strecke Homburg–Neunkirchen ganztägig Regionalzüge nach Homburg sowie in Gegenrichtung nach Neunkirchen (Saar), Illingen (Saar) und zeitweise auch umsteigefrei nach Saarbrücken. Sie ermöglichen so eine Anbindung an den Fernverkehr der Deutschen Bahn. Von 1903 bis 1905 verkehrte die ausschließlich dem Güterverkehr dienende Nordfeldbahn vom Bahnhof Jägersburg an der Glantalbahn bis zur Grube Nordfeld.

Ortsansässige Unternehmen

  • Der französische Industriekonzern Alstom S.A. betreibt in Bexbach ein Werk.
  • Die Druckerei Kern GmbH hat im Bexbacher Industriegebiet „In der Kolling“ ihren Firmensitz. Die im Jahr 1862 gegründete Druckerei gehört zu den ältesten Unternehmen in Bexbach.
  • Die Evonik New Energies GmbH betreibt bei Bexbach ein Steinkohlekraftwerk (Kraftwerk Bexbach)

Bildung

; Grundschulen

  • Goetheschule in Bexbach
  • Grundschule Oberbexbach
  • Grundschule Frankenholz
  • Bis 2004 gab es auch in den Stadtteilen Höchen und Niederbexbach Grundschulen.

; Weiterführende Schulen

  • Gesamtschule Bexbach
  • Freie Waldorfschule SaarPfalz Bexbach e. V.

; Volkshochschule

  • VHS Höcherberg

Behörden

Das Bundespolizeiamt Saarbrücken hat in dem Gewerbegebiet „Saarpfalz-Park“ seinen Sitz. Auch die Diensthundestaffel des Saarpfalz-Kreises ist in jenem Gewerbegebiet ansässig.

Gewerbegebiete

In Bexbach sind fünf Gewerbegebiete angesiedelt:

  • Bexbacher Industrie und Gewerbegebiet Ost (BIG), 40 Hektar, gefördert mit Mitteln der Europäischen Union
  • Saarpfalz-Park (44 Hektar)
  • Kolling (10 Hektar)
  • Streitweg (3,4 Hektar)
  • Stockwäldchen (5 Hektar)

Somit ist im Stadtgebiet eine Fläche von 102,4 Hektar als Gewerbefläche ausgezeichnet.

Bundeswehr

Ab dem 17. Mai 1967 war Bexbach Heimat des Fallschirmjägerbataillons 262. 1969 wurde die Reserve-Lazarettgruppe 959 in Bexbach stationiert. Ab 05/1972 war das Jägerbataillon 471 und die Fallschirmjäger-Ausbildungskompanie 7/9 in Bexbach.

Ab April 1976 beheimatete die Saarpfalzkaserne das Jägerbataillon 541 (Mob-Stützpunkt), das Jägerbataillon 542 und die Instandsetzungsausbildungskompanie 9/III.

Im Zuge eines neuen Standortkonzeptes der Bundeswehr wurde der Standort Bexbach, einschließlich der Sportfördergruppe Bexbach, zum 31. Dezember 1996 aufgelöst.

Das Gelände der ehemaligen Saar-Pfalz-Kaserne wurde zu einem Gewerbegebiet (Saarpfalz-Park) umgewidmet.

Der über 100ha große ehemalige Standortübungsplatz wurde bis 2008 als Übungsgelände des Technischen Hilfswerks genutzt und wird seit 2008 von einem privaten Investor als naturnahes Veranstaltungsgelände unter Anderem für Liverollenspiele vermarktet.

Flugverkehr

Bexbach besitzt einen Flugplatz, der im Jahr 1956 vom damaligen Bürgermeister Aloys Nesseler eröffnet wurde. Am 29. April 1956 starteten die ersten Segelflieger vom Bexbacher Flugplatz aus zu einem Probeflug. Der offizielle Flugbetrieb wurde im Herbst 1956 aufgenommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Blumengarten

Sehenswert ist der Blumengarten, der anlässlich der Ausstellung „Garten und Blumen im sozialen Wohnungsbau“ 1951 angelegt wurde. Mit einem großen Spielplatz und einem chinesischen Garten präsentiert sich die Stadt Bexbach von ihrer modernen Seite.

Neben dem Blumengarten befindet sich die begrünte ehemalige Bergehalde Monte Barbara. Eine Statue der Heiligen Barbara, Patronin der Bergleute, krönt das begehbare Landschaftsbauwerk.

Saarländisches Bergbaumuseum

Im Blumengarten befindet sich der Hindenburgturm (siehe weiter unten), in dem das Saarländische Bergbaumuseum untergebracht ist. Im Turm selbst wird die Geschichte des Steinkohlebergbaus der Region und seine Bedeutung anschaulich dargestellt. Auf sieben Etagen des Turmes wird alles Wissenswerte zu Technik, Sicherheit, Geschichte und Sozialem im Bergbau präsentiert.Die oberste Etage bietet einen Panorama-Rundblick.

Unter dem Turm befindet sich eine Schaubergwerksanlage mit historischen und neueren Maschinen. Bergleute haben über Jahrzehnte einen immer wieder erweiterten Stollen gebaut, in dem alte und neue Gewinnungstechniken vorgestellt werden. Die gezeigten Werkzeuge und Geräte zeigen, wie Steinkohle in immer größeren Tiefen und damit unter immer größeren Schwierigkeiten abgebaut wurde. Im Jahre 1994 hat der Verein Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach e. V. die Räumlichkeiten von der Stadt Bexbach übernommen.

Parks

Als Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Oberbexbach besteht die sogenannte „grüne Lunge“. In diesem „Stadtpark“ sind viele Grünzonen zur Naherholung eingerichtet. Durch den gesamten Park fließt der Bexbach. Auch ein Spielplatz für Kinder befindet sich in der Anlage.

Bauwerke

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bexbach

Hindenburgturm

Als Ende der 1920er Jahre die Wasserversorgung Bexbachs nicht mehr sichergestellt werden konnte, wurde vom Gemeinderat der Beschluss gefasst, einen Wasserhochbehälter mit 200 m³ Fassungsvermögen zu errichten. 1931 wurde mit dem Bau begonnen. Auf Wunsch der Gemeinde sollte das Bauwerk auch als Aussichtsturm und Grubenmuseum dienen.

Das Außenskelett des Turmes besteht aus acht Eisenbetonsäulen, der Innenschacht aus vier Eisenbetonsäulen, die Wände sind mit Bimsbeton-Hohlsteinen ausgefacht. Der Grundriss beträgt 10×10 m. Die in 40 m Höhe gelegene verglaste Aussichtsplattform kann mit einem Aufzug erreicht werden.

Der Turm erhielt seinen Namen zu Ehren des ehemaligen Generalfeldmarschalls und damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Die Namensgebung ist bezeichnend für das Streben nach Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reich – das Saarland stand damals unter französischer Verwaltung.

Bahnhof Bexbach

Der Bexbacher Bahnhof, der 1848/1849 als bayerischer Grenzbahnhof zur preußischen Rheinprovinz errichtet wurde, hat das älteste noch erhaltene Empfangsgebäude im Saarland und ist denkmalgeschützt. Lediglich das Gebäude in Homburg wurde 2 Jahre früher erbaut, aber nach dem Zweiten Weltkrieg durch ein moderneres ersetzt.Der Bahnhof Bexbach beheimatet u.a. ein Museum über die Geschichte des Bahnhofes und der Gruben am Höcherberg. Die alte Wartehalle dient dem „Chor Gleis 1“ als Heimat und ist das neue Vereinsheim der Modellbahnfreunde Bexbach e.V., die sich um den Erhalt und Pflege des Bahnhofes bemühen.

Wanderwege

Die Stadt Bexbach hat Anteil an zahlreichen Wanderwegen des Saarwald-Vereins, darunter dem Höcherbergweg und dem Saarland-Rundwanderweg. Seit März des Jahres 2007 hat die Stadt Bexbach einen Rundwanderweg angelegt, der 37,75 km lang ist und durch alle Stadtteile führt. Der Weg kann auch in mehreren Etappen erwandert werden, da insgesamt vier Querverbindungen eingerichtet wurden. Von Oberbexbach startet der Wanderweg mit der Markierung grün-gelbes Kreuz des Pfälzerwald-Vereins, der über Johanniskreuz und Neustadt an der Weinstraße bis nach Ludwigshafen am Rhein führt.

Persönlichkeiten

  • Thomas Hayo (* 1969), Moderator der Castingshow Germany`s Next Topmodel, lebte in seiner Jugend in Bexbach.
  • Aus Bexbach stammt die fiktive Person Heinz Becker, das Klischee des typischen Saarländers, gespielt vom Kabarettisten Gerd Dudenhöffer, der selbst im Ortsteil Kleinottweiler wohnt.
  • Alexander Funk (* 1974), MdB, 1994–2014 Mitglied im Stadtrat, 2007–2014 Fraktionsvorsitzender der dortigen CDU.
  • Dieter Thomas Heck (* 1937), Moderator, wohnte einige Jahre im Ortsteil Frankenholz.
  • Werner Kohlmeyer (1924–1974), Fußballweltmeister 1954, spielte 1959/1960 für den SV Bexbach.
  • Johannes Storck (1829–1914), Prälat, war 1858–1869 Pfarrer in Mittelbexbach, danach 44 Jahre Pfarrer und Dekan in Bellheim.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Peter Janser SVD, (1878−1959), Steyler Missionar in USA und China, 1935–1945 Apostolischer Präfekt von Indore, Indien.
  • Ludwig Nieder (1880−1922), Theologe, Priester, Buchautor und Förderer des christlichen Gewerkschaftsgedankens
  • Karl Christian Weber SVD (1886−1970), Steyler Missionar und Missionsbischof in China, 1951–1954 Folteropfer des chinesischen Kommunismus.
  • Edwin Hügel (1919−1988), Politiker (FDP), Ortsvorsteher, Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft im Kabinett Zeyer II
  • Horst Hilpert (* 1936), Chefankläger des Deutschen Fußballbundes
  • Egon Müller (* 1938), Jurist
  • Franz Eder (* 1944), Deutscher Meister im Bodybuilding und Pornodarsteller
  • Gerd Dudenhöffer (* 1949), Kabarettist
  • Reinhold Kopp (* 1949), deutscher Politiker (SPD), Jurist und Wirtschaftsfunktionär. Erster Träger des Preises „Dinosaurier des Jahres“ im Jahre 1993
  • Dietmar Gross (* 1957), deutscher Maler und Zeichner des phantastischen Realismus

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bexbach

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