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Bernburg
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Stadtverwaltung
Bernburg
Schloßgartenstraße 16
6406 Bernburg

http://www.bernburg.de

Bernburg (Saale)

160pxAbb. 1 Wappen von Bernburg (Saale)
Basisdaten
Bundesland Sachsen-Anhalt
Höhe 85 m
PLZ 06406, 06392
Vorwahl 03471
Gliederung 8 Ortsteile
Adresse der Verwaltung Schlossgartenstr. 16
06406 Bernburg (Saale)
Website www.bernburg.de
Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos) ()
Bernburg (Saale) ist die Kreisstadt des Salzlandkreises in der Mitte Sachsen-Anhalts. Bernburg liegt an der Saale, 45 Kilometer südlich von Magdeburg und 40 Kilometer nördlich von Halle (Saale). Bernburg ist historisch ein Teil von Anhalt und war Residenz der Nebenlinie Anhalt-Bernburg.

Geografie

Geografische Lage

Bernburg liegt an der Saale südlich von Magdeburg und nördlich von Halle. Seine Lage südlich der Gletschervorstöße der letzten Eiszeit (vor etwa 12.000 Jahren) mitten im Schwarzerdegebiet der Magdeburger Börde bietet landwirtschaftlich die besten Voraussetzungen. Im „Gletschergarten“ am Stadtrand befinden sich noch riesige Gesteinsplatten mit eiszeitlichen Schrammen.

Stadtgliederung

Die Stadt Bernburg setzt sich zusammen aus der Berg- und der Talstadt (Zusammenschluss der beiden Städte am 21. März 1825). Die Talstadt Bernburg wiederum bildet sich aus der Alt- und der Neustadt Bernburg. Hinzu kommen noch weitere Wohngebiete, z. B.

  • Anton-Saefkow-Siedlung. Die von Architekt Leopold Fischer geplante Gartenstadt zwischen John-Schehr- und Horst-Heilmann-Straße wurde Ende der 1920er-Jahre erbaut. Sie wird im Volksmund „Zickzackhausen“ genannt, da die um 90 Grad gedrehten einzelnen Reihenhäuser in ihren Fronten versetzt sind.
  • Friedenshall (früher: Solvayhall)
  • Harnack-Siedlung (früher Friedhofssiedlung)
  • Schulze-Boysen-Siedlung (früher Junkerssiedlung; Kopernikus-, Galilei- Bunsen- und Nernststraße) Die meisten Mehrfamilienhäuser aus den 1930er-Jahren wurden ab 2010 abgerissen. Der verbleibende Rest wird saniert und modernisiert.

Zu Bernburg gehören die acht Ortschaften:

Ortschaft Einwohner Ortsteile Die Ortschaften von Bernburg
(anklickbare Karte)
Aderstedt 550 Aderstedt
Baalberge 1.363 Baalberge, Kleinwirschleben
Biendorf 810 Biendorf
Gröna 554 Gröna
Peißen 1.202 Peißen
Poley 602 Weddegast, Poley
Preußlitz 728 Leau, Plömnitz, Preußlitz
Wohlsdorf 505 Crüchern, Wohlsdorf
Die fünf Stadtteile sind:
  • Dröbel
  • Neuborna (Baubeginn: Anfang 1933)
  • Roschwitz
  • Strenzfeld
  • Waldau

Dazu kommen noch:

  • Vorwerk Gnetsch
  • Vorwerk Zepzig (s.a.: Mülldeponie Zepzig)

Klima

(Nord) (ST)-Deutschland.png|mini|Klimadiagramm von Bernburg<ref>Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961–1990.</ref>">(Nord) (ST)-Deutschland.png|mini|Klimadiagramm von Bernburg<ref>Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961–1990.</ref>Bernburg liegt inmitten des Mitteldeutschen Trockengebietes im Regenschatten des Harzes und ist dem Klimaraum des östlichen Harzvorlandes zugeordnet, dem trockensten Gebiet Deutschlands. Auf der Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes befindet sich Bernburg in einer Rangliste von 50 untersuchten deutschen Großstädten mit einer mittleren jährlichen Niederschlagsmenge von nur 469 Millimeter (Regenschatten des Harzes) auf dem letzten Platz. Die durchschnittliche Lufttemperatur in Bernburg beträgt 9,2 °C.

Geschichte

Vorgeschichte bis 1600

Bernburg ist namengebender Fundort für Siedlungsbelege der Bernburger Kultur, einer Untergruppe der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur.

Das Gebiet um Bernburg ist durch fruchtbare Lössböden gekennzeichnet und zählte daher schon in früher Zeit zu den bevorzugten Siedlungsgebieten. Forschungsergebnisse von 2010 verorten die Siedlung Luppia, die Ptolemäus um das Jahr 150 n. Chr. in seinem Atlas Geographia verzeichnet hatte, im Raum Bernburg. Im Frühmittelalter trennte die Saale die Wohngebiete der Germanen von denen der Slawen. Im Bereich der heutigen Stadt Bernburg lag einst ein günstiger Flussübergang. Die Saale machte allerdings damals einen Bogen und floss etwas weiter westlich, zwischen der heutigen Neustadt und dem Stadtteil Waldau.

Der jetzige Stadtteil Waldau wurde im Jahre 782 erstmals und 806 als Waladala in der Chronik des Klosters Moissac (heute in der Bibliothèque Nationale de France in Paris) erwähnt. Am 29. Juli 961 erscheint in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto I. eine civitas Brandanburg. Es war lange Zeit fraglich, ob es sich dabei um Bernburg handelt. Erst im Jahre 1960 fand der Heimatforscher Franz Stieler eine Abschrift der Urkunde von 961 in einem Copiar des 15. Jahrhunderts, welches für „Brandanburg“ die erläuternde Randglosse „Berneburg“ enthält. Die nächste sichere Erwähnung einer Bernburger Burg erfolgte zum Jahre 1138: Zwei Chroniken – die des Annalista Saxo und die Magdeburger Annalen – berichten, dass die Feinde Albrechts des Bären die Berneburch ansteckten, auf der seine Mutter residierte.

Neben dieser Burg bestand vermutlich auch auf dem Westufer der Saale eine weitere frühmittelalterliche Befestigungsanlage, die aus dem in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts zum Gernroder Klosterhof gewordenen ehemals fränkischen Königshof „Waladala“ hervorgegangen sein könnte. Auf dem Gebiet der Talstadt kann im Bereich der Neustädter Pfarrkirche St. Nikolai eine frühstädtische Fernhandelskaufmannssiedlung angenommen werden. Nach der Zurückdrängung des Einflusses der Askanier auf das Kloster Nienburg und den dort befindlichen bedeutenden Saaleübergang im Jahr 1166 kam der Errichtung eines sicheren Flussüberganges in Bernburg eine erhöhte Bedeutung zu.

Gemeinsam mit dem Wiederaufbau der Burg ab der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde auch die Bergstädter Pfarrkirche St. Aegidien neu errichtet. Das Aegidien-Patrozinium und der aufwändige Bautyp dieser Kirche als romanische Basilika mit Vierungsturm deuten darauf hin, dass der Bau der Bergstädter Pfarrkirche Teil eines Ansiedlungsprojektes für Neusiedler aus den westlichen Teilen des Reiches war, die sich nun zur Intensivierung des askanischen Landesausbaus in Bereich der Bernburger Burg niederlassen sollten. Gleichzeitig entstand vor der Burg, im Bereich der heutigen Fischergasse, eine slawische Kietz-Siedlung. Der Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten an Fernhandelskaufleute schuf die Grundlage für die Entstehung einer Nahmarkt- und Dienstleistungssiedlung auf dem Gebiet der Bernburger Altstadt im Saaletal. Diese entwickelte sich dann in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch die gezielte Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten und die Einbeziehung von ortsfest gewordenen Händlern der Nikolaisiedlung – die nun in einer untergeordneten, aber selbstständigen Neustadt aufging – zur gotischen Marktstadt weiter.

Der erste Beleg für eine Mühle an der Saale stammt aus dem Jahre 1219. Das Gefälle der Bernburger Saalestufe war für den Mühlenbetrieb gut geeignet. Die erste Saalebrücke wurde 1239 errichtet. Sie wurde bis ins 20. Jahrhundert immer wieder zerstört und erneuert. 1278 erhielten Altstadt und Neustadt durch Bernhard I. von Anhalt-Bernburg das Stadtrecht. 1308 wurde das Bernburger Kloster (heute St. Johannes-Hospital) erstmals erwähnt, 1326 die Bergstadt. Die regionale Legende bringt den Handlungsort jener Historie, in der sich Till Eulenspiegel als Turmbläser beim Grafen von Anhalt verdingt, mit dem Bergfried des Bernburger Schlosses in Verbindung. Da aber auf der Burg Bernburg im 15. Jahrhundert zwei Bergfriede vorhanden waren und der heutige „Eulenspiegelturm“ im Jahr 1497 noch als „keulichter thorm“ bezeichnet wurde, kann davon ausgegangen werden, dass diese Übertragung erst als Reaktion auf die Rezeption des Eulenspiegelstoffes am Bernburger Fürstenhof erfolgte. Im Jahr 1640 ist der Name „Eulenspiegel“ für den heute erhaltenen runden Bergfried der Kernburg erstmals im Bernburger Salbuch belegt. Wegen der Einfuhr unverzollter Waren auf dem Wasserweg kam es 1426 zum „Heringskrieg“, einem bewaffneten Zollstreit mit der Hansestadt Magdeburg. 1526 erfolgte die Einführung der Reformation in Anhalt-Bernburg als drittem Staat der Welt, nach Kursachsen und Anhalt-Köthen. Am 21. Oktober 1530 erhielt das Erzstift Magdeburg ein Privileg des katholischen Kaisers Karl V. zur freien Saaleschifffahrt mit gleichzeitiger Erlaubnis, das Flussbett auszubauen. Als erste Maßnahme hierzu wurde noch im gleichen Jahr mit dem Bau des Wehres in Bernburg begonnen. 1559 kam es auf Initiative des begünstigten Erzstiftes zu einem Vertrag zwischen Erzbischof Sigismund und Fürst Wolfgang von Anhalt zwecks Ausbau und Sicherung der Saaleschifffahrt. Auf dieser Grundlage begann 1560 der Bau der ersten noch hölzernen Schleuse in Bernburg. Der Bereich flussabwärts der Schleuse bis zur Saalebrücke wurde seitdem als Klein-Venedig bezeichnet, der Hang oberhalb dieses Hafens als „Schöner Winkel“. Schon 1605 mussten wegen des damaligen Niederganges der Saaleschifffahrt Abgaben zum Unterhalt der Schleusen erhoben werden.

In den Hexenverfolgungen wurden 1555–1664 in Stadt und Amt Bernburg mindestens 46 Personen angeklagt. Bekannt wurde der Hexenprozess 1617–1619 gegen die Frau des Bürgermeisters Meyhen, Barbara Meyhe. Am 9. Dezember 2015 fand die Enthüllung einer Gedenktafel für die Opfer der Hexenverfolgung in Bernburg (Saale) statt am ehemaligen Pfarrhaus der Kirche St. Marien, Altstädter Kirchhof 10.

1600 bis 1900

1595 zerstörte eine Überschwemmung 160 Häuser der Talstadt. 1603 wurde Bernburg Residenz- und Garnisonsstadt des Fürstentums (ab 1807 Herzogtums) Anhalt-Bernburg. Im Dreißigjährigen Krieg eroberten und plünderten im Jahre 1630 die „Holk'schen Reiter“ die Stadt, eine Pestepidemie forderte in dieser Zeit 1700 Opfer. 1666 wütete eine Feuersbrunst in der Altstadt. Die letzte Pestepidemie suchte Bernburg 1682 heim. 1697 wurde die erste steinerne Saale-Schleuse eingeweiht.

1745 wurde in Bernburg die erste Dampfmaschine für den Bergbau konstruiert. 1757 und nochmals von 1807 bis 1813 stand Bernburg unter französischer Besatzung. Tal- und Bergstadt wurden 1825 zur Stadt Bernburg vereinigt. Die Anhalt-Köthen-Bernburger Eisenbahn eröffnete 1846 Köthens dritten Bahnhof und damit Bernburgs erste Bahnverbindung zu den Stationen der Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger Eisenbahn-Gesellschaft (1840) sowie der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn (1841).

Im Schloss wurde 1860 ein Bärenzwinger gebaut, um den ersten 1858 aus Russland eingetroffenen Braunbären zu halten. Der Zwinger wurde 1996 nach tierschutzgerechten Prinzipien erneuert.

1863 endete das Herzogtum Anhalt-Bernburg mit dem Tod des letzten Herzogs Alexander Carl. 1883 wurden die Solvay-Werke eröffnet, 1884 begann der Salzbergbau, wodurch Bernburg für kurze Zeit die größte Stadt in Anhalt war. 1891 wurde die erste Stahlbrücke über die Saale errichtet. 1895 ließ der Kreis Bernburg durch die Firma Gropius & Schmieden ein neues Krankenhaus im Pavillonstil errichten.

1900 bis zur Gegenwart

1902 wurde die Stadt Solbad und bekam ein Kurhaus. 1913 wurde der Keßlerturm eingeweiht, benannt nach seinem Stifter, Kommerzienrat Theodor Keßler (1839–1917), Teilhaber der Bernburger Zinngießerei L. Keßler & Sohn. 1913 begannen die Bernburger Kaliwerke (Wintershall AG) mit der Förderung. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verlor Bernburg durch den V. Teil des Friedensvertrags von Versailles seine Garnison. Die Stadt Bernburg erwarb 1919 die Karlskaserne und baute sie zum Rathaus um. Ab dem 1. Januar 1924 war in Bernburg kein Militär mehr stationiert. In die Franz-Kaserne zog daraufhin die Landespolizei ein.

1933 wurde die Stadt Bernburg kreisfrei.

1935 wurde die neue Marktbrücke eingeweiht. Im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Bernburg ab 1935 wieder Garnisonsstadt. Neu erbaut wurden eine Infanterie-Kaserne an der Ilberstedter Straße und ein Fliegerhorst nordwestlich der Stadt. In Bernburg standen Teile eines Infanterie-Regiments sowie mehrere Ersatz- und Luftwaffen-Einheiten.

In dieser Zeit wurde nördlich von Strenzfeld das „Werk Bernburg“ der Dessauer Junkers-Flugzeugwerke errichtet, wo Ju 88 montiert und auf dem anliegenden Flugplatz von der Luftwaffe übernommen wurden. 1939 bis 1940 wurde die Junkers-Siedlung gebaut.

Im Zweiten Weltkrieg wurde besonders das Junkerswerk, aber auch die Stadt Bernburg selbst ab 1940 mehrfach bombardiert (→ Big Week). Der schwerste Angriff auf Bernburg selber erfolgte am 11. April 1945 durch 85 Bomber der 9. US-Luftflotte. 49 Wohnhäuser wurden dabei zerstört oder schwer beschädigt, 456 leicht beschädigt. 84 Einwohner kamen an diesem Tag ums Leben, insgesamt bei den Bombenangriffen auf Bernburg 112 Menschen. Am 12. und 13. April 1945 wurden die Saale-Brücken gesprengt.

Am 16. und 17. April 1945 wurde Bernburg durch US-Truppen besetzt.

Im November 1940 wurde in der damaligen Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg (heute Landeskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie) die NS-Tötungsanstalt Bernburg eingerichtet und betrieben. Zwischen 1940 und 1943 wurden dort über 14.000 Menschen im Rahmen der Euthanasieprogramme „Aktion T4“ und „Aktion 14f13“ vergast. Die 1989 neu eröffnete Gedenkstätte Bernburg für die Opfer der NS-Euthanasie befindet sich am authentischen Ort in der früheren Heil- und Pflegeanstalt bzw. dem heutigen Landeskrankenhaus.

Das Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933–1945) verzeichnet namentlich 70 jüdische Einwohner Bernburgs, die deportiert und größtenteils ermordet wurden.''Gedenkbuch. Suche im Namenverzeichnis.'' Suchen nach: Bernburg – Wohnort. In: bundesarchiv.de, abgerufen am 10. Oktober 2017.
''Projekt „STOLPERSTEINE in Bernburg“.'' In: bernburg.de, abgerufen am 10. Oktober 2017.

Vom 1. bis 5. Juli 1945 löste die Rote Armee die US-Armee ab. Bernburg wurde sowjetische Garnisonstadt und blieb dies bis zum Abzug der Truppen am 22. November 1990. Die Solvay GmbH (Soda-, Ätznatron und Zementherstellung) verfielen der Demontage mit Abtransport in die Sowjetunion. 1950 begann unter Vorsitz der gebürtigen Bernburgerin Hilde Benjamin ein Prozess gegen die Solvay-Werkleitung. 1952 konnte ein neu aufgebauter Betrieb wieder mit der Produktion von Soda beginnen. Am 17. Juni 1953 kam es im Soda-Werk zu Streiks mit der Forderung nach Auflösung der SED. 1962 begann ein neues Zementwerk mit seiner Produktion.

1961 wurde im Stadtteil Strenzfeld die Hochschule Bernburg gegründet, die heute Teil der Hochschule Anhalt ist. Die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt hat dort ebenfalls ihren Sitz.

Am 30. Oktober 1989 kam es zur ersten „Montag-Demonstration“ mit 3000 Teilnehmern, im Rahmen der Friedlichen Revolution in der DDR.

1991 konnte die an den Konzern rückübertragene „Solvay Alkali Bernburg GmbH“ mit 950 Beschäftigten ihre Tätigkeit aufnehmen/weiterführen.

Im Jahr 2011 feierte die Stadt ihr 1050-jähriges Jubiläum. In Vorbereitung dieses Ereignisses hat die Stadt das Buch „1050 Jahre Bernburg (Saale) in Anhalt – Ein Jubiläumsbuch“ herausgebracht.

2015 wurde Bernburg der Ehrentitel „Reformationsstadt Europas“ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.Stadtporträt zu Bernburg a. d. Saale: ''Wo selbst der Fürst durch die enge Pforte passt.'' In: reformation-cities.org, abgerufen am 4. Oktober 2017.
''Bernburg.'' In: r2017.org, abgerufen am 4. Oktober 2017.

Eingemeindungen

Die Eingemeindungen nach Bernburg fanden in den Jahren 1871 (Waldau), 1926 (Dröbel), 1927 (Roschwitz), 2003 (Aderstedt) und 2010 (sieben Gemeinden) statt.

Eingemeindungen in jetzige Ortsteile von Bernburg fanden hauptsächlich 1950 statt.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Aderstedt 1. Januar 2003
Baalberge 1. Januar 2010
Biendorf 1. Januar 2010
Crüchern 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Wohlsdorf
Dröbel 1. Oktober 1926
Gröna 1. Januar 2010
Kleinwirschleben 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Baalberge
Leau 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Preußlitz
Oberpeißen 1. Juli 1950 Zusammenschluss mit Unterpeißen zu Peißen
Peißen 1. Januar 2010
Plömnitz 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Preußlitz
Poley 1. Januar 2010
Preußlitz 1. Januar 2010
Roschwitz 1. Oktober 1927
Unterpeißen 1. Juli 1950 Zusammenschluss mit Oberpeißen zu Peißen
Waldau 1. Januar 1871
Wohlsdorf 1. Januar 2010

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 jeweils am 31. Dezember):

  • 1817: ca. 7.000 1
  • 1830: 5.995
  • 1880: 18.602
  • 1889: 27.893
  • 1890: 34.418
  • 1910: 33.695
  • 1919: 33.028
  • 1925: 34.631
  • 1928: 37.200
  • 1946: 53.367 2
  • 1950: 49.000 3
  • 1960: 44.464
  • 1965: 45.799
  • 1970: 45.367
  • 1975: 43.861
  • 1980: 42.262
  • 1981: 41.232
  • 1984: 40.882
  • 1985: 40.786
  • 1990: 39.901
  • 1995: 35.902
  • 2000: 33.825
  • 2001: 33.244
  • 2002: 32.599
  • 2003: 32.618
  • 2004: 32.202
  • 2005: 32.618
  • 2006: 32.202
  • 2007: 31.883
  • 2008: 31.329
  • 2009: 30.329
  • 2010: 35.516 4
  • 2011: 35.224
  • 2012: 34.481
  • 2013: 34.121
  • 2015: 33.920
Datenquelle: Webseite Stadt Bernburg1 lt. W. v. Kügelgen: Jugenderinnerungen eines alten Mannes.
2 29. Oktober
3 31. August 4 Eingemeindung

Politik

Stadtrat

Die 40 Sitze im Stadtrat von Bernburg sind nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 folgendermaßen verteilt:

Partei / Liste Sitze G/V
CDU 16 − 3
LINKE 10 ± 0
SPD 5 − 1
FDP 3 − 3
GRÜNE 3 + 1
BBG1 2 − 1
NPD2 1 ± 0
1Bernburger Bürgergemeinschaft
2ohne Fraktionsstatus

Oberbürgermeister

Oberbürgermeister ist seit 1. März 2008 Henry Schütze (parteilos). Bei der Wahl im November 2007 wurde er von der CDU nominiert. Bei der Wahl am 16. November 2014 wurde er mit 73,9 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 27,2 % im Amt bestätigt.

Sein Vorgänger im Amt des Bürgermeisters sowie Oberbürgermeisters von 1990 bis 2008 war Helmut Rieche (CDU).

Wappen

Flagge

Die Flagge der Stadt Bernburg (Saale) zeigt die Farben Schwarz und Gold (Gelb), gestreift mit Stadtwappen.

Verwaltung

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt wurden die Gemeinden Baalberge, Biendorf, Gröna, Peißen, Poley, Preußlitz und Wohlsdorf in die Stadt Bernburg (Saale) eingemeindet und bilden die Einheitsgemeinde Bernburg (Saale) mit Sitz in der Stadt. Seit dem 1. Juli 2007 ist Bernburg Verwaltungssitz des neu gegründeten Salzlandkreises. Zuvor war die Stadt Sitz des Landkreises Bernburg.

Städtepartnerschaften

  • , Indiana (USA)
  • (Tschechien)
  • (Frankreich)
  • (Nordrhein-Westfalen)
  • (Polen)
  • (Litauen)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Die unter Denkmalschutz stehenden Bauwerke der Stadt sind in der Liste der Kulturdenkmale in Bernburg (Saale) aufgeführt.

  • Schloss Bernburg mit Burgterrasse, Bärenzwinger und Eulenspiegelturm
  • Altstadt: Carl-Maria-von-Weber-Theater, Waldauer Flutbrücke, Hasenturm, Märchengarten, Rathaus Bernburg mit der Bernburger Blumenuhr und das Rathaus Bernburg II, der Stadtpark „Alte Bibel“, Tiergarten, Wasserwerk
  • Capitol Bernburg, denkmalgeschütztes Kino im Stil des Art déco
  • Kurhaus, 1900–1902 für das Solbad Bernburg errichtet („Deutschlands stärkste Soole“)
  • Keßlerturm, ein 1913 errichteter 26 m hoher Aussichtsturm am Friedrichshang
  • Gedenkstätte Bernburg für Opfer der NS-Euthanasie in der ehemaligen NS-Tötungsanstalt Bernburg, der früheren Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg bzw. dem heutigen Landeskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie
  • Denkmal vor der Grundschule Johann Wolfgang von Goethe (zu DDR-Zeiten POS Olga Benario) an der Waisenhausstraße für die einstige Namensgeberin von Schule und Straße
  • Kloster der Marienknechte

Kirchen

  • Die Dorfkirche St. Stephani im Stadtteil Waldau (12. Jahrhundert, erste Erwähnung 964) ist die älteste ihrer Art in Sachsen-Anhalt und Teil der Straße der Romanik.
  • „Neue“ Kirche St. Stephani im Stadtteil Waldau (auch als „Rote Kirche“ bezeichnet)
  • Dorfkirche St. Stephan im Stadtteil Dröbel
  • Marienkirche in der Bernburger Altstadt, gotisch, 13. Jahrhundert, mit Büsten aus der Schule des Conrad von Einbeck
  • Nikolaikirche in der Bernburger Neustadt
  • Schlosskirche Bernburg St. Aegidien, auf dem Schlossberg Bernburg, Barock, mit Fürstengruft
  • Neuapostolische Kirche
  • Martinskirche
  • St. Bonifatius, in der Bergstadt Bernburg, römisch-katholisch, erbaut Mitte des 19. Jahrhunderts
  • St. Petri im Stadtteil Gröna
  • Baalberger Dorfkirche St. Nicolai
  • Biendorfer Dorfkirche
  • Leauer Dorfkirche St. Wolfgang
  • Peißner Dorfkirche St. Wenzels
  • Poleyer Dorfkirche St. Cyriacus
  • Preußlitzer Dorfkirche
  • Wohlsdorfer Dorfkirche

Friedhöfe

  • Friedhof I (erster Friedhof in Bernburg): „Alte Bibel“, so genannt wegen der Bibelsprüche auf jedem Grabstein; heute Park, Grabtafel an der Mauer und das Grabmal der Familie Keßler mit Standbild
  • Ehrenanlagen auf den Friedhöfen II und III für Zwangsarbeiter verschiedener Nationalitäten, die in den Solvay-Werken Opfer der NS-Zwangsarbeit wurden
  • Gedenkstätte an der Südmauer des Friedhofs III mit der Asche von 80 bei der T4-Aktion Ermordeten
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof am Martinsplatz (zu DDR-Zeiten Platz der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft) für 665 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich
  • Grab des Kabarettisten Peter Pan auf dem Friedhof III
  • Israelitischer Friedhof
  • Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof II für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs

Sport

In Bernburg gibt es mehrere Sportvereine. Die bekanntesten sind der TV Askania Bernburg, dessen Fußballer in der Oberliga Nordost auflaufen, und der SV Anhalt Bernburg, der mehrere Jahre in der 2. Handball-Bundesliga spielte.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straße

Bernburg liegt an der Bundesautobahn 14, die Magdeburg im Norden mit Halle und Leipzig im Süden verbindet. Westlich der Stadt liegen an der A 14 die Anschlussstellen Bernburg und Staßfurt. Des Weiteren kreuzen sich in Bernburg die Landesstraße 50 (Halle–Magdeburg, ehemalige Bundesstraße 71) und die Bundesstraße 185 (Köthen–Aschersleben). Südlich von Bernburg ist der alte Verlauf der L 50 seit 2010 wegen eines Erdfalls gesperrt. Der Neubau der südlicheren Trasse der L50 wurde 2015 freigegeben.

Die Bundesstraße 6n verläuft in Ost-West-Richtung und kreuzt die A 14 an der entsprechend ausgebauten Anschlussstelle Bernburg. Sie dient als nördliche Umfahrung Bernburgs und schließt östlich von Bernburg an die dreispurig ausgebaute B 185.

Geplant war zudem, die Bundesautobahn 71 Schweinfurt–Sangerhausen bis nach Bernburg zur A 14 zu verlängern. Diese Pläne werden jedoch im Moment nicht weiter verfolgt.

Schiene

Bernburg hat seit 1846 Bahnanschluss nach Köthen, nach der Streckenverlängerung ab 1865 auch nach Aschersleben. Das Bahnhofsgebäude stammt ebenfalls aus diesem Jahr. Seit 1889 besteht Verbindung über Baalberge nach Könnern sowie seit 1899 nach Calbe (Saale) Ost.

Der Bahnhof wird stündlich von der Regionalbahn Aschersleben–Güsten–Bernburg–Köthen–Dessau bedient. Weiterhin verkehren im Zwei-Stunden-Takt eine Regionalbahn nach Calbe (Saale), die nach dem Ausbau der Bahnstrecke bis Magdeburg Hbf fahren soll, sowie der Harz-Elbe-Express nach Könnern, der seit dem 15. Dezember 2008 bis Halle (Saale) Hauptbahnhof durchgebunden ist. Bernburg hat somit einen direkten Bahnanschluss an alle drei Oberzentren von Sachsen-Anhalt. Der nächstgelegene Fernverkehrshalt ist der Bahnhof Köthen.

In den Jahren 2010 und 2011 wurde der Bahnhof modernisiert und barrierefrei; es wurde im Rahmen der Konjunkturprogramme aus Bundesmitteln die Personenunterführung erneuert und Aufzüge neu gebaut. Zusätzlich wurden die Bahnsteige 1 und 2/3 und deren Zugänge neu gebaut, das Dach des Bahnsteigs 1 saniert und die Beleuchtung der Bahnsteige 1 und 2/3 erneuert. Außerdem soll der stadtfern gelegene Haltepunkt Friedenshall durch einen Haltepunkt in Roschwitz ersetzt werden.

Im Bernburger Krumbholz fährt eine Parkeisenbahn. Außerdem betreibt das ansässige Sodawerk eine eigene Werksbahn, die vor allem durch eine weitere Saalebrücke im Stadtbild auffällt.

ÖPNV

Zahlreiche Buslinien erschließen Bernburg und verbinden die Stadt mit der Region. Betrieben wird das Busnetz von der Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH.

Den innerstädtischen Verkehr bediente von 1897 bis 1921 die Straßenbahn Bernburg.

Wasser

Weiterhin ist auch die Saale als Transportweg von Bedeutung. Die Stadt setzt sich für einen Ausbau der Saale insbesondere auf dem Abschnitt von der Schleuse in Calbe bis zur Elbe ein.

Ansässige Unternehmen

Die größten Betriebe sind:

  • ein Werk von Schwenk Zement
  • das Sodawerk (Solvay GmbH)
  • das zur esco GmbH & Co.KG, einem Unternehmen der K+S-Gruppe, gehörende Steinsalzbergwerk Bernburg mit etwa 425 Beschäftigten
  • die Serumwerk Bernburg AG („Pulmotin“)
  • die Kaugummifabrik Wohlgemuth Süßwaren GmbH ist wohl die einzige Kaugummifabrik in den neuen Bundesländern (früher vor allem bekannt für ihre Kaugummikugeln)
  • die Bäckerei Steinecke betreibt in Bernburg einen ihrer größten Produktionsbetriebe
  • die COIL GmbH, Tochterunternehmen der belgischen Gruppe United Anodisers SA, Aluminiumbeschichtungen
  • ein Lidl-Logistikzentrum
  • die ALMECO GmbH, ein Tochterunternehmen der italienischen ALMECO-Gruppe, Herstellung von Aluminiumprodukten für solarthermische Anlagen
  • Befesa Aluminium Germany GmbH Bernburg, ein Tochterunternehmen der spanischen Befesa Gruppe, Recycling von AluminiumreststoffenBernburg ist darüber hinaus Sitz der Deutschen Tierparkgesellschaft.

Bildung

Das Friederiken-Gymnasium, das Hermann-Hellriegel-Gymnasium und das alte Gymnasium Carolinum wurden zu Beginn des Schuljahres 2003/2004 zu einem neuen Carolinum Bernburg verschmolzen.

Im Ortsteil Strenzfeld befindet sich die frühere Landwirtschaftliche Hochschule die 1991 ein Teilbereich der Hochschule Anhalt wurde. Hier findet weiterhin die Forschung und Lehre im Bereich Landwirtschaft (insbesondere Forschung in Pflanzenbau und zu Bioeffektoren), Ökotrophologie, Naturschutz, Landschaftsarchitektur und Wirtschaftswissenschaften statt.

Behörden und Gerichte

Bernburg ist Sitz des Amtsgerichts Bernburg und der Verwaltung des Landkreises.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 8. Mai 1833: August Hartung (* 11. März 1762 in Bernburg, † 30. April 1839), Schulreformer in Berlin zur Zeit König Friedrich Wilhelm III.
  • 26. März 1854: Wilhelm Ernst von Braun (1790–1872), Geheimrat und Kammerpräsident in Bernburg, förderte die wirtschaftliche und verkehrstechnische Entwicklung Bernburgs
  • 13. Juni 1874: Timon Gustav Theodor Walther (1800–1881), Generalsuperintendent und Oberkonsistorialrat in Bernburg
  • 10. April 1890: Otto von Bismarck (1815–1898)
  • 13. Juni 1907: Carl Wessel (1842–1912), Generaldirektor der Deutschen Solvay-Werke AG in Bernburg
  • 1. Juli 1933: Ernst Eilsberger (* 28. Februar 1868, † 26. März 1947), Generaldirektor der Deutschen Solvay-Werke AG in Bernburg
  • 7. April 1937 – 26. März 1946: Hermann Göring (1893–1946)
  • 12. Juni 1938 – 26. März 1946: Ludwig (Lutz) Graf Schwerin von Krosigk (1887–1977)Alle von 1933 bis 1945 erfolgten Ernennungen von Ehrenbürgern und dergleichen wurden annulliert.
  • 24. Februar 1950: Johannes R. Becher (1891–1958)
  • 19. Februar 1953: Hermann Henselmann (1905–1995)
  • 5. Februar 1967– ?: Hilde Benjamin (1902–1989)

Söhne und Töchter der Stadt

Nach Geburtsjahr geordnet.
  • Heinrich von Sachsen (Arzt), 14. Jahrhundert, angesehener Straßburger Arzt, Mitverfasser einer Pestschrift und Therapeut von Graf Rudolf IV.
  • Christoph Rothmann (1550–1600), Mathematiker und Astronom des 16. Jahrhunderts
  • Daniel Nebel (1558–1626), Rechtswissenschaftler und Rektor der Universität Heidelberg.
  • Sibylla von Anhalt (1564–1614), Herzogin von Württemberg
  • Barbara Meyhe (* 1565), Frau des Bürgermeisters Christopher Meyhen, wurde 1617–1619 in einem Hexenprozess verurteilt.
  • Burkhard von Erlach (1566–1640), Jurist und Hofmarschall
  • Christian I. (Anhalt-Bernburg) (1568–1630), Fürst, Statthalter der Oberpfalz
  • Wilhelm Heinrich Sebastian Bucholz (1734–1798), Amtsarzt
  • Heinrich Friedrich von Diez (1751–1817), Diplomat, Orientalist und Bibliophile
  • Friedrich Albrecht Carl Gren (1760–1798), Chemiker
  • Gotthelf Wilhelm Christoph Starke (1762–1830), evangelischer Theologe und Pädagoge
  • Johann Philipp August Bunge (1774–1866), Erbauer des Hoftheaters
  • Salomon Herz (1791–1865), Kaufmann und Begründer der ersten Ölhandelsgesellschaft Deutschlands
  • Isaak Markus Jost (1793–1860), Historiker
  • Ferdinand Reich (1799–1882), Chemiker und Physiker
  • Gustav von Salmuth (1832–1875), Landrat in Ostpreußen
  • Hans Breymann (1850–1903), Architekt
  • Elly Allesch (1853–1944), Schriftstellerin
  • Lothar von Heinemann (1859–1901), Historiker
  • Hans Bartsch von Sigsfeld (1861–1902), Luftschiffpionier
  • William Büller (1876–1950), Schauspieler, Regisseur, Theaterdirektor in Hildesheim
  • Julius Berstl (1883–1975), Schriftsteller
  • Karl Friedrich Oppermann (1889–1969), Regierungsbaumeister und Eisenbahndirektor
  • Theodor Pichier (1889–1974), Oberbürgermeister von Erfurt
  • Hans Reinowski (1900–1977), Politiker
  • Herbert Weißbach (1901–1995), Schauspieler
  • Hilde Benjamin (1902–1989), Vorsitzende Richterin in einer Reihe von politischen Schauprozessen in den 1950er-Jahren und Justizministerin der DDR
  • Hans-Joachim Elster (1908–2001), Limnologe
  • Werner Reinowski (1908–1987), Schriftsteller
  • Hellmut Ley (1909–1973), Chemiker, Vorstandsvorsitzender der Metallgesellschaft AG (1961–1964), Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) (1966–1967) und Vorstandsvorsitzender des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft (1970–1974)
  • Georg Klaffehn, Kaufmann, Verfasser des Reisetagebuches Mit dem Vergnügungsdampfer Meteor nach Norwegen – 1913
  • Ruth Elster (1913–2002), Krankenschwester und Vorsitzende des Agnes Karll Verbandes Württemberg, Vizepräsidentin des International Council of Nurses (ICN)
  • Friedrich Türcke (1915–1998), Forstmann und Jagdwissenschaftler
  • Liselotte Rauner (1920–2005), Schriftstellerin
  • Lykke Aresin (1921–2011), Ärztin und Sexualwissenschaftlerin
  • Otto Knefler (1923–1986), Fußballtrainer und Spieler
  • Gerhard Dünnhaupt (* 1927), Bibliograph und Kulturhistoriker
  • Hans-Joachim Böhme (1929–2012), SED-Funktionär und Mitglied des Politbüros
  • Hartmut Harnisch (* 1934), Archivar und Historiker
  • Peter Jakubeit (* 1939), Autor
  • Frithjof Steinmüller (1940–2016), Abitur 1959, Richter in Hannoversch Münden, Bernburg eng verbunden während der deutschen Teilung, danach rechtsberatend und verantwortlich in der Kulturstiftung
  • Volker Ebersbach (* 1942), Schriftsteller, 1997–2002 Stadtschreiber von Bernburg
  • Gunnar Müller-Waldeck (* 1942), Autor und Professor für Literaturwissenschaft
  • Willi Gottschalk (1946–2009), Maler
  • Michael Müller (* 1948), Politiker
  • Wolfgang Rumpf (* 1948), Theaterregisseur
  • Rolf Milser (* 1951), Gewichtheber
  • Uta Mauersberger (* 1952), Schriftstellerin
  • Heike Hartwig (* 1962), Leichtathletin
  • Ingo Weißenborn (* 1963), Fechter
  • Cristin Claas (* 1977), Sängerin und Songwriterin
  • Christian Kreis (* 1977), Schriftsteller
  • Christoph Bernstiel (* 1984), Politiker
  • Philipp Knechtel (* 1996), Fußballspieler

Personen, die vor Ort gewirkt haben

(chronologisch nach Geburtsjahr geordnet)

  • Christoph Irenäus (um 1522–1595), Theologe, starb in Bernburg 1595
  • Christian II. (1599–1656), regierender Fürst von Anhalt-Bernburg von 1630 bis 1656
  • Wilhelm Ernst Starke (1692–1764), reformierter Theologe, Philologe und Kirchenlieddichter
  • Johann Caspar Häfeli (1754–1811), Superintendent und Oberprediger seit 1805
  • Johann Gottfried Keßler (1754–1830), Berg- und Baurat
  • Alexius Friedrich Christian (1767–1834), Fürst und Herzog von Anhalt-Bernburg
  • Friedrich Adolf Krummacher (1767–1845), Theologe, Generalsuperintendent in Bernburg 1812–1824
  • Johann Ludwig Carl Zincken (1791–1862), Mineraloge und Bergbaubeamter, in bernburgischem Hofdienst
  • Wilhelm von Kügelgen (1802–1867), frühromantischer Maler und Autor, im bernburgischen Hofdienst
  • Richard Wagner (1813–1883), studierte 1834 Mozart-Opern im Bernburger Hoftheater ein.
  • Johann Ignaz Fuchs (1821–1893), Uhrmacher und Mechaniker, ab 1845 in Bernburg
  • Otto von Heinemann (1824–1904), Bibliothekar und Historiker, 1854 bis 1863 Lehrer am Gymnasium, wo er nebenamtlich auch das Hauptarchiv zu Bernburg verwaltete
  • Hermann Hellriegel (1831–1895), Biologe und Agrikulturchemiker in Bernburg 1880–1895
  • Wilhelm Krüger (1857–1947), 25 Jahre Direktor der Anhaltischen staatlichen landwirtschaftlichen Versuchsstation Bernburg
  • Fritz Oberdorf (1898−1976), Professor an der Universität Leipzig 1951–1960, Gründer und erster Rektor der Hochschule für Landwirtschaft in Bernburg 1961–1963
  • Karl Görner (1911–2000), promovierter Kunsterzieher an der Oberschule (heute Carolinum Bernburg) in Bernburg 1955–1976 sowie Kunstmaler; seine Tochter Ulrike Krenzlin hat an dieser Oberschule das Abitur erworben und wurde Professorin für Kunstgeschichte
  • Karlheinz Klimt (* 1934), promovierter Biologe und Ökologe sowie Schriftsteller, Puppenspieler und Drehorgelinterpret; tätig an der Oberschule (heute Gymnasium Carolinum Bernburg) von 1957 bis 1964
  • Ingo Insterburg (* 1934), Komiker, Sänger, Multiinstrumentalist, Schriftsteller und Schauspieler, ist in Bernburg aufgewachsen und hat hier 1953 das Abitur erworben
  • Uta Priew (* 1944), Opernsängerin, sang im Chor des Carl-Maria-von-Weber-Theaters

Sonstige Persönlichkeiten

  • Kurt Müller (1876–1952), Jurist und anhaltischer Staatsminister (1924–1929), lebte von 1945 bis 1952 in Bernburg
  • Helmut Beumann (1912–1995), Historiker und Vorsitzender der Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii, wuchs in Bernburg auf
  • Heinz Gartmann (1917–1960), Raketen-Ingenieur und Schriftsteller, hat 1937 in Bernburg sein Abitur erworben
  • Inge Brandenburg (1929–1999), Jazzsängerin und Theaterschauspielerin, verbrachte als Vollwaise den Großteil ihrer Jugend in einem Heim in Bernburg
  • Hellmuth Karasek (1934–2015), Journalist, Buchautor, Film- und Literaturkritiker sowie Professor für Theaterwissenschaft, legte 1952 an der Oberschule in Bernburg (heute Gymnasium Carolinum) sein Abitur ab
  • Ulrike Krenzlin (* 1940), Professorin für Kunstgeschichte, erwarb 1958 das Abitur an der Oberschule Bernburg (heute Gymnasium Carolinum), an der ihr Vater Karl Görner von 1955 bis 1976 als Kunsterzieher tätig war, der zugleich als Kunstmaler bekannt wurde
  • Christa Jahr (* 1941), Abitur 1959, Bibliothekarin in Bernburg, freischaffende Illustratorin und Grafikerin in Leipzig
  • Werner Kriesel (* 1941), Professor für Automation und Kommunikation, besuchte die Bernburger Oberschule (heute Gymnasium Carolinum), Abitur 1959
  • Dieter Orthmann (1941–2013), Abitur 1959 an der Oberschule Bernburg (heute Gymnasium Carolinum), Sportlehrer als Absolvent der DHfK Leipzig, erfolgreicher Leichtathletiktrainer beim Löwenberger Sportverein (u. a. Ultramehrkampf-Europameisterin und Weltmeisterin Julia Schattschneider)

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bernburg (Saale)

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