Stadt Bad Windsheim
Marktplatz 1
91438 Bad Windsheim

http://www.bad-windsheim.de

Bad Windsheim

160pxAbb. 1 Wappen von Bad Windsheim
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 321 m
PLZ 91438
Vorwahl 09841
Gliederung 14 Ortsteile
Website www.bad-windsheim.de
Bürgermeister Bernhard Kisch (CSU)

Bad Windsheim ist eine an der Aisch gelegene Stadt im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Sie liegt westlich von Nürnberg. Der Kurort und Quellort (Krönungsquelle) für einige Mineralwasserfirmen zeichnet sich durch seine ländliche Prägung und die Ausrichtung auf Kultur und Fremdenverkehr aus.

Geografie

Bad Windsheim liegt in der Windsheimer Bucht. Unmittelbar südlich der Stadt fließt die Aisch, im Südwesten mündet die Rannach als rechter Zufluss in die Aisch.

Stadtgliederung

Bad Windsheim hat 14 amtlich benannte Ortsteile (in Klammer die Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2011):

  • Bad Windsheim (9.913)
  • Berolzheim (115)
  • Erkenbrechtshofen (69)
  • Humprechtsau (68)
  • Ickelheim (518)
  • Kleinwindsheimermühle (zu Bad Windsheim)
  • Külsheim (284)
  • Lenkersheim (402)
  • Oberntief (147)
  • Rehhof (zu Rüdisbronn)
  • Rüdisbronn (205)
  • Unterntief (55)
  • Walkmühle (zu Bad Windsheim)
  • Wiebelsheim (246)
Die Linken- und Wasenmühle sind keine amtlich benannten Ortsteile und zählen zu Ickelheim. Die Mittel-, Neu- und Obermühle sind mittlerweile abgerissen.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Sugenheim, Ipsheim, Markt Erlbach, Trautskirchen, Obernzenn, Illesheim, Burgbernheim, Ergersheim und Markt Nordheim. Außerdem grenzt das gemeindefreie Gebiet Osing an das Gemeindegebiet.

Geschichte

Bis zum 19. Jahrhundert

Ein erster urkundlicher Hinweis auf eine Ansiedlung (genannt „Uuinedisheim“) stammt aus dem Jahr 741. Der Ortsname enthält den Personennamen Winid. Die landläufige Ableitung vom Weinbau ist falsch. Aus der Urkunde geht hervor, dass im Ort eine Kirche gab, die dem Heiligen Martin geweiht war. Anlässlich der Gründung der Diözese Würzburg schenkte Herzog Karlmann der Domkirche die Windsheimer Martinskirche. Im Original ist diese Urkunde nicht mehr vorhanden, da sie beim Brand des Domes in Würzburg 874 verbrannt ist. Eine Wiederholung und Bestätigung ist die Urkunde von 822. Darin wurde bestätigt, dass die ehemals königliche Pfarrkirche St. Martin dem Bischof von Würzburg gehörte. Im Jahr 750 soll die Kirche durch Burkard, Würzburgs ersten Bischof, geweiht worden sein. 889 wurde die Martinskirche das letzte Mal urkundlich erwähnt. Dabei ist auf eine Ur-Siedling Kleinwindsheim zu schließen. Die jetzige Stadt Windsheim wurde etwas später als zweite Siedlung gegründet. Beide Siedlungen bestanden Jahrhunderte lang nebeneinander. Die zweite Kirche (erbaut 1190–1216) stand getrennt von der Ursiedlung auf dem jetzigen Platz der Stadtkirche St. Kilian.

Windsheim wurde noch 1234 als Markt (forum) bezeichnet. 1248 wurde es zur Reichsstadt ernannt, die nur dem Kaiser unterstellt war. In der Reichssteuer-Matrikel von 1241 ist Windsheim noch nicht aufgeführt.

95 Jahre später besuchte 1343 Ludwig IV. der Bayer Windsheim und bestätigte der Stadt, die ein Jahr später eine enge politische Verbindung mit der Reichsstadt Nürnberg einging, die von seinen Vorgängern gewährten Privilegien; ebenso Kaiser Sigismund im Jahr 1413.

Das Kloster Windsheim war bereits 1291 gestiftet worden. Das Kloster Heilsbronn erwarb 1304 in Windsheim einen Hof, der den Heilbronner Mönchen als Absteigequartier diente. 1313 gelangte das Kloster einen an den Hof stoßenden Garten durch Tausch. Der jeweilige Pächter betrieb den Hof zugleich als Schankwirtschaft.

1393/1402 war eine Lateinschule gegründet worden. Der Deutsche Orden wirkte in Windsheim, die Kommende Virnsberg betrieb in der Pastoriusstr. 14 ein Stadthaus der Teutschherren. 1509 schuf Tilman Riemenschneider den Zwölfbotenaltar für die Windsheimer Kilianskirche.

Auf dem 1512 abgehaltenen Rittertag in Windsheim wurde ein Brief des Pfalzgrafen verlesen, in dem dieser mitteilte, er sei an der Niederwerfung des Konrad Schott nicht beteiligt gewesen. Ab 1500 gehörte Windsheim zum Fränkischen Reichskreis. Seit 1522 wird nach der Weise Luthers in Windsheim gepredigt und schon 1525 wurde die Reformation eingeführt. Ebenfalls im Jahr 1525 besiegten die Bauernhaufen Florian Geyers und Gregors von Burgbernheim den Markgrafen Kasimir bei Windsheim. 1529 nahm Windsheim am Reichstag zu Speyer teil und gehörte dort zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation). Wegen der möglichen Konsequenzen war es, ebenso wie für Weißenburg ein mutiger und gewagter Schritt für diese kleinen Reichsstädte. Im Jahr 1530 trat Windsheim beim Reichstag neben den Reichsstädten Weißenburg, Heilbronn und Kempten dem Augsburger Bekenntnis bei, das Bürgermeister Hagelstein unterzeichnete.

Hexenprozesse wurden auch in Windsheim durchgeführt; so kam es zwischen 1596 und 1597 in der Stadt zur Verbrennung von insgesamt 25 Frauen.

Im Dreißigjährigen Krieg waren 1632 zweimal die Schweden unter Gustav II. Adolf in der Stadt. Nach dem Krieg besuchte sie 1659 Kaiser Leopold I. Bei einem Feuer wurde 1730 ein großer Teil der Stadt zerstört.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Windsheim ca. 570 Haushalte. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Windsheim aus. Die einzelnen Anwesen unterstanden unterschiedlichen Grundherren: ca. 568 Anwesen der Reichsstadt Windsheim und zwei Anwesen dem brandenburg-bayreuthischen Kastenamt Windsheim.

Im Zuge der Mediatisierung verlor Windsheim 1802 den Status als Reichsstadt und wurde erstmals Bayern zugesprochen. Nach einem kurzen preußischen Intermezzo 1804 kam die Stadt 1810 endgültig zum Königreich Bayern.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 das Steuerdistrikt Windsheim gebildet, zu dem Kleinwindsheimermühle, Mittelmühle, Neumühle, Obermühle und Walkmühle gehörten. Die 1813 gebildete Munizipalgemeinde war deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Windsheim und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Windsheim zur Stadt mit Magistrat II. Klasse erhoben. Ab 1862 wurde Windsheim vom Bezirksamt Uffenheim (1938 in Landkreis Uffenheim umbenannt) und ab 1856 vom Rentamt Windsheim (1920 in Finanzamt Windsheim umbenannt) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Windsheim, ab 1880 Amtsgericht Windsheim. Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 13,312 km².

Die Windsheimer Zeitung wurde 1849 gegründet.

20. und 21. Jahrhundert

Die Solequellen in Windsheim wurden erstmals 1752 von Wilhelm Simon Carl Hirsching als „Gesundbrunnen auff dem Kehrenberg“ beschrieben. 1902 und 1907 wurden Solequellen erbohrt, im Jahr 1906 wurde das Kurhaus errichtet. Dort führte 1942/43 der Kaufmann und Mitbegründer der Neustädter Ortsgruppe der NSDAP und SS-Hauptsturmführer Hans Göss (1894–1948) ein Lager der Volksdeutschen Mittelstelle. Am 20. Juni 1961 wurde Windsheim zum Bad ernannt.

Am 1. Juli 1972 wurde der bisherige Landkreis Uffenheim aufgelöst. Bad Windsheim kam zum vergrößerten Landkreis Neustadt an der Aisch, der am 1. Mai 1973 den Namen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim erhielt.

1982 wurde das Fränkische Freilandmuseum eröffnet. In den folgenden Jahren wurden weitere Einrichtungen geschaffen, so erfolgte 1999 die Eröffnung des Kur- und Kongress-Centers und 2005 mit der Franken-Therme die Errichtung einer Thermalbadelandschaft mit Wellness- und Saunabereich. Die sanierte Spitalkirche wurde 2006 als Museum „Kirche in Franken“ eingeweiht.

2007 erhielt die Stadt Bad Windsheim den Deutschen Tourismuspreis.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Oberntief und Wiebelsheim eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Berolzheim, Humprechtsau und Rüdisbronn hinzu. Ickelheim folgte am 1. Juli 1976, der Markt Lenkersheim am 1. Juli 1977. Mit der Eingliederung von Külsheim wurde am 1. Mai 1978 die Reihe der Eingemeindungen abgeschlossen.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Windsheim

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 2005 2011 2016
Einwohner 2899 3178 3239 3307 3284 3350 3658 3726 3611 3519 3472 3558 3574 3654 3610 3688 3900 5487 7074 7821 8166 9003 11195 12072 11941 12379
Häuser 548 551 563 601 633 659 878 1199 2596 2950
Quelle

Ort Windsheim

Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2011
Einwohner 2873 3163 3268 3307 3563 3547 3673 7805 8134 8992 8838 9913
Häuser 544 549 593 631 657 876 1193 1958
Quelle

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 16. März 2014 führte zu folgendem Ergebnis:

Wahl 2014 SPD CSU FWG Liste Land FDP WiR Gesamt
Sitze 4 8 5 3 1 3 24 Sitze
Stimmenanteil 17,2 % 33,0 % 21,1 % 12,4 % 4,1 % 12,2 % 100 %

Bürgermeister

Bürgermeister von Bad Windsheim ist Bernhard Kisch (CSU). Er wurde am 30. April 2014 bei einer Wahlbeteiligung von 57,1 % mit 78,1 % der gültigen Stimmen gewählt.

Städtepartnerschaften

  • Saint-Yrieix-la-Perche in der Region Nouvelle-Aquitaine, Frankreich
  • Este in Italien, etwa 60 km von Venedig
  • Erkelenz, Deutschland

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • So genannter „Roland“, der 1928 als Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Bad Windsheim errichtet und eingeweiht wurde. Die acht Meter hohe Figur aus Muschelkalksandstein ist mit dem Baldachin Teil einer elf Meter hohen Säule.
  • Rathaus, schlossartiger Barockbau, entstanden 1713 bis 1717, 1730 ausgebrannt, wiedererrichtet bis 1732.
  • Evangelische Stadtkirche St. Kilian, erstmals erwähnt 1289, erbaut vermutlich vor 1216, nach dem Stadtbrand 1730 wieder aufgebaut bis 1733
  • Alter Bauhof von 1441 bis 1443, großartiges Zimmermannswerk, seit 1989 zum Fränkischen Freilandmuseum gehörend
  • Kloster der Augustiner-Eremiten, 1291 gestiftet, 1525 aufgelöst; nur der Chor der Kirche ist erhalten, um 1620 grundlegende Umgestaltung für die 1559 gegründete Stadtbibliothek; Fachwerkturm datiert 1616
  • Größter denkmalgeschützter Kurpark in Bayern, ca. 30 Hektar groß, Kernstück: eine erstmals um 1730 angelegte Allee
  • Frankentherme, umfasst ein Thermal-Sole-Bad, Sauna, Wellness-Bereich und eine Gaststätte; folgende Thermalsolebecken stehen zur Verfügung: ein Hallenbecken mit 1,5 % Sole, 32–34 °C, ein Außenbecken mit 1,5 % Sole, 28–34 °C, ein Hallenbecken mit 4 % Sole, 34–36 °C, ein Hallenbecken mit 12 % Sole, 36 °C und Europas größter, ganzjährig beheizter Salzsee mit der Atmosphäre des Toten Meeres (26,9 % vollgesättigte Sole). Der 750 Quadratmeter große Salzsee der Frankentherme wurde 2007 mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet.

Theater

  • Freilandtheater Bad Windsheim, Sommertheater seit 2004 mit Profischauspielern und Amateuren, zeigt Juli bis August im Fränkischen Freilandmuseum eigene Produktionen. Jedes Jahr wird an einem anderen Ort im Museum eine Zuschauertribüne aufgebaut und ein Stück in 30 Aufführungen vor bis zu 10.000 Zuschauern gezeigt. Die Veranstaltung wird vom Bezirk Mittelfranken, der Stadt Bad Windsheim und Firmen und Institutionen der Region unterstützt.

Museen

  • Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim
  • Archäologie-Museum im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim
  • Archäologisches Fenster Bad Windsheim, Gräberfeld des 8. bis 10. Jahrhunderts, Kellerreste hochrangiger Gebäude des 12. bis 15. Jahrhunderts, Brunnen von 1408
  • Reichsstadtmuseum im Ochsenhof, reichhaltiges Heimatmuseum mit jährlich wechselnden Sonderausstellungen

Baudenkmäler

Sport

Sportliche Aushängeschilder sind der TV 1860 Bad Windsheim (Handball, Volleyball, Turnen, Tennis etc.), die Kgl. Priv. Schützengesellschaft 1393/1463 Bad Windsheim, der FSV Bad Windsheim (Fußball) und der Tennis Club Bad Windsheim. Die Fußballer und die Handballer spielen jeweils in der Bezirksoberliga Mittelfranken (2007), die Volleyballer seit der Saison 2017/18 in der Bayernliga (Herren) bzw. Bezirksliga (Damen).Die 1. Herrenmannschaft des Tennis Clubs Bad Windsheim spielt in der Bezirksklasse 1.Die Schwimmer des SV 77 Bad Windsheim starten seit 1995 zusammen mit dem TuS Feuchtwangen unter dem Namen SG Frankenhöhe. Die Damenmannschaft der SG stieg 2004 in die Bayernliga auf und richtete im Oktober 2005 in Bad Windsheim die Bayernliga-Vorrunde aus. In Bad Windsheim ist außerdem ein Schachclub vertreten.Am Kur- und Kongress-Center Bad Windsheim befindet sich ein Hochseilgarten.Am 16. Dezember 2005 wurde die Franken-Therme mit Europas größtem beheiztem Salzsee eröffnet.Der Asiansportscenter Bad Windsheim bietet eine Vielzahl and asiatischen Sportarten an. Taekwondo, HapKiDo, Yoga, Pilates, Qigong, Ki DO, etc. Die Sportler sind Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft. Es gab zahlreiche Deutsche Meister und internationale Erfolge.Unterhalb des Weinturms liegt der Golfplatz des Golfclub Reichsstadt Bad Windsheim e.V.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Bad Windsheimer Weinturmlauf, veranstaltet vom Rotary-Club Uffenheim und vom TV 1860 Bad Windsheim, jedes Jahr am zweiten oder dritten Wochenende im März. Gestartet wird über zwei (Schülerlauf), fünf (Hobbylauf) und zehn Kilometer und im Halbmarathon
  • Melody & more, Konzertreihe mit mehreren Konzerten im Jahr; im Jahr 2012 von der Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH ins Leben gerufen, um die Konzertreihe Bad Windsheim Classic abzulösen
  • Kurkonzerte finden regelmäßig sonntags in der Dr.-Becker-Kiliani-Klinik oder der Frankenlandklinik statt
  • Promenadenkonzerte am Seerosenbrunnen im Kurpark finden regelmäßig von April bis Oktober statt.
  • Die Stadt Bad Windsheim stellt unter dem Titel Galerie im Rathaus Kunstwerke neuer Künstler aus.
  • Weinturm Open Air Bad Windsheim, ehrenamtlich organisiertes Musikfestival, findet seit 1977 alljährlich Anfang August auf dem Weinturmshügel statt
  • Altstadtfest Bad Windsheim (komplette Innenstadt abgesperrt, zahlreiche Bands), immer am ersten Wochenende im Juli

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • Bad Windsheim liegt an der stark befahrenen Bundesstraße 470.
  • Am Bahnhof Bad Windsheim besteht eine Zustiegsmöglichkeit zu der Nebenbahn Neustadt (Aisch)–Steinach bei Rothenburg, die in Neustadt an der Aisch an die Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg und in Steinach bei Rothenburg an die Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg angeschlossen ist.
  • Für Luftfahrzeuge aller Art bis zu einem Höchstabfluggewicht (MTOW) von 2000 kg steht der Sonderlandeplatz Flugplatz Bad Windsheim zur Verfügung.

Dienstleistung

Bad Windsheim ist der Sitz der Zentralverwaltung des Auto- und Reiseclubs Deutschland e. V. (ARCD).

Bad Windsheim verfügt über ein Kur- und Kongress-Zentrum, das von der Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH betrieben wird.

Ansässige Unternehmen

  • Brauhaus Döbler, Brauerei
  • Getrag Getriebe- und Zahnradfabrik Hermann Hagenmeyer GmbH & Cie KG, früher FZ (Fränkisches Zahnradwerk); Fertigung von Schaltungsteilen und Gehäusebearbeitung für namhafte Hersteller in der Automobilbranche. Das Unternehmen beschäftigt 400 Mitarbeiter.
  • Heunisch-Guss: Produktion von Gussteilen aus Grauguss, Sphäroguss, Vermicularguss und AL-Kokillenguss für alle Industriezweige, sowie Modellbau, Formenbau und Gussbearbeitung. Das Unternehmen hat 586 Mitarbeiter in Bad Windsheim.
  • Delp Druck + Medien GmbH, Geschäftsführer: Johann H. Delp (Kegetstraße 11).
  • Windsheimer Zeitung, herausgegeben von Johann Delp und Bruno Schnell (Kegetstraße 11).

Bildung

Bad Windsheim hat eine staatliche Wirtschaftsschule, drei Grundschulen, darunter die Freie Aktive Gollachschule (bis 2009), eine MIttelschule, zwei Förderzentren, eine Berufsschule und ein Gymnasium.

Beispiele:

  • Hermann-Delp-Schule: Grundschule (Breslauer Ring 6)
  • Pastorius-Schule: Grundschule (Friedensweg 8A)
  • Staatliches Berufliches Schulzentrum mit Berufsschule (Am Dicken Turm 7) und Wirtschaftsschule (Galgenbuckweg 3)

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Veit Winsheim (1501–1570), Rhetoriker, Philologe, Mediziner und Gräzist
  • Anna Leicht (–1596), Ehefrau des Zimmermanns Michael Leicht, erstes Opfer der Hexenverfolgung
  • Georg Österreicher (1563–1621), Kantor, Komponist, Pädagoge
  • Johann Georg Hasenest (1688–1771), Mediziner, Stadtphysicus und Leibarzt am Hof in Ansbach
  • Georg Wilhelm Steller (1709–1746), Arzt und Forschungsreisender in Sibirien und auf Kamtschatka, 1741 als Begleiter von Vitus Bering erster Naturforscher in Alaska, in Tjumen/ Sibirien gestorben
  • Johann Christoph Döderlein (1745–1792), Theologe
  • Karl Bitterauf (1874–1940), Altphilologe, Naturwissenschaftshistoriker und Gymnasiallehrer
  • Hans Ströer (1919–1986), Musiker, Komponist und Pädagoge
  • Erich Mühe (1938–2005), Chirurg, Begründer der mikroinvasiven Chirurgie 1985

Persönlichkeiten, die vor Ort wirkten

  • Hieronymus Fabritius (1567–1632), Arzt (Stadtphysikus) in Windsheim und ab 1612 in Neustadt an der Aisch
  • Franz Daniel Pastorius (1651–1719), Jurist und Schriftsteller. Er gilt als Begründer der ersten deutschen Siedlung Germantown in Nordamerika.
  • Albert Brosch (1886–1970), Volksliedsammler.
  • Johannes Gottfried Mayer (* 1953), Medizinhistoriker und Literaturwissenschaftler, lebt in Würzburg und Bad Windsheim

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bad Windsheim

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