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Amberg
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Stadtplan Amberg
Stadt Amberg
Marktplatz 11
92224 Amberg

http://www.amberg.de

Amberg

160pxAbb. 1 Wappen von Amberg
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 373 m
PLZ 92224
Vorwahl 09621
Website www.amberg.de
Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU)

Amberg () ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Oberpfalz in Ostbayern und zählt zur Metropolregion Nürnberg. Sie gehört zum Verbund „Bayerische Eisenstraße“, die zwischen Pegnitz und Regensburg historische Industrie- und Kulturdenkmäler verbindet.

Geografie

Die historische Stadt Amberg, die zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Europas zählt, liegt rund 60 Kilometer östlich von Nürnberg an der Vils und ist gemeinsam mit Weiden Sitz der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Amberg ist das Oberzentrum in der mittleren Oberpfalz, gehört zur Metropolregion Nürnberg und wird vollständig vom Landkreis Amberg-Sulzbach umschlossen.

Stadtgliederung

Zu Amberg gehören 25 Stadtteile:

  • Amberg
  • Atzlricht
  • Bergsteig
  • Bernricht
  • Eglsee
  • Fiederhof
  • Fuchsstein
  • Gailoh
  • Gewerbegebiet-Gailoh
  • Gewerbegebiet-West
  • Gärbershof
  • Karmensölden
  • Kemnathermühl
  • Kleinraigering
  • Krumbach
  • Lengenloh
  • Luitpoldhöhe
  • Neubernricht
  • Neumühle
  • Neuricht
  • Oberammersricht
  • Raigering
  • Schäflohe
  • Schweighof
  • Speckmannshof

Bevölkerung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen (Hauptwohnsitze) nach dem jeweiligen Gebietsstand.

Jahr Einwohner
1400 2.720
1450 2.980
1500 3.180
1550 3.730
1600 4.280
1630 4.910
1648 3.274
1700 3.720
1713 1.900
1750 4.537
1800 5.763
Jahr Einwohner
1840 11.793
1859 12.312
1871 13.005
1880 14.583
1890 19.126
1900 22.039
1910 25.242
1919 26.009
1925 28.387
1939 31.775
1946 36.795
Jahr Einwohner
1950 37.920
1960 41.849
1970 41.345
1980 44.264
1990 43.111
2000 43.794
2010 43.755
2014 41.535
2016 42.348
2017 42.248

In einer Veröffentlichung von 2011 prognostizierte das Bayrische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung eine Bevölkerungszahl von 40.900 für das Jahr 2030.

Religionen und Glaubensgruppen

Die Stadt Amberg gehört zum römisch-katholischen Dekanat Amberg-Ensdorf innerhalb des Bistums Regensburg. Mit der Pfarrkirche St. Martin befindet sich eine Basilica minor direkt am Marktplatz der Stadt. Neben der Pfarrgemeinde St. Martin befinden sich im Stadtgebiet die Pfarrgemeinden St. Georg, Hl. Dreifaltigkeit und Hl. Familie, St. Michael, St. Konrad sowie St. Josef für Raigering-Aschach.

  • Das Christliche Zentrum Amberg CZA
  • Die drei im Stadtgebiet angesiedelten Kirchengemeinden Paulaner mit der in der historischen Altstadt gelegenen Paulanerkirche Amberg, Erlöser und Auferstehung gehören zum evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirk Sulzbach-Rosenberg; der zuständige Regionalbischof hat seinen Dienstsitz in Regensburg.
  • Die russisch-orthodoxe Kirche nutzt die Kapelle Hl. Peter und Paul im Stadtteil Bergsteig.
  • In Amberg gibt es eine neuapostolische Kirche, die sich in der Nähe der Feuerwehr Amberg befindet.
  • Eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten hat ihren Sitz in der Nähe des Klinikums.
  • Die Amberger Zeugen Jehovas nutzen einen Königreichssaal im nicht mehr zum Stadtgebiet gehörenden Vorort Kümmersbruck.
  • Die Freie Christliche Gemeinde Amberg hat ihr Gemeindehaus im Industriegebiet Süd.
  • Die Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Amberg steht in der Nähe des Marktplatzes.
  • Ein islamisches Bethaus ist ebenfalls in der Altstadt gelegen.
  • Die Jesidische Gemeinschaft Amberg hat 150 Mitglieder.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Amberg. Über die Vergabe der 40 Sitze entscheiden die Bürger alle sechs Jahre. Die letzte Wahl fand am 16. März 2014 statt.

Oberbürgermeister

  • 1866–1892: Vincent König
  • 1892–1907: Josef Heldmann
  • 1907–1913: Georg Schön
  • 1913–1933: Eduard Klug, BVP
  • 1933: Otto Saugel (kommissarisch)
  • 1933–1945: Josef Filbig, NSDAP
  • 1945–1946: Christian Endemann, SPD
  • 1946: Eduard Klug
  • 1946: Christian Endemann, SPD
  • 1946–1952: Michael Lotter, CSU
  • 1952–1958: Josef Filbig, DG
  • 1958–1970: Wolf Steininger, CSU
  • 1970–1990: Franz Prechtl, CSU
  • 1990–2014: Wolfgang Dandorfer, CSU
  • seit 2014: Michael Cerny, CSU

Geschichte

Amberg wurde 1034 als „Ammenberg“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war es ein bedeutender Umschlagplatz für Eisen und Eisenerz. Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert war das Amberger Land eines der Zentren des Eisenerzbergbaus in der Oberpfalz. Die Verhüttung erfolgte in der Nähe. Anschließend wurde das Eisen über die Vils nach Regensburg verschifft. Auf der Rückfahrt – die Schiffe wurden von Pferden flussaufwärts getreidelt – war Salz geladen. An den Salzhandel erinnern Straßennamen wie Salzstadelplatz, Salzgasse, Hallplatz. Von 1294 ist das erste Stadtrecht bekannt.

Ab 1269 kam der Nordgau, der zuvor Kaiser Barbarossa und seinen Nachfahren aus dem Hause der Staufer gehört hatte, unter die Herrschaft der Wittelsbacher. 1329 teilte Kaiser Ludwig der Bayer durch den Hausvertrag von Pavia die Wittelsbacher Lande auf, wobei die Rheinpfalz und der Nordgau an die Nachkommen seines Bruders Rudolf fielen, die nunmehr pfälzische Linie der Wittelsbacher. Wegen der großen Entfernung zur kurpfälzischen Residenzstadt Heidelberg wurde für den Landesteil in Bayern eine eigene Regierung mit einem Statthalter eingerichtet, der in Amberg residierte. Amberg wurde damit Hauptstadt der Oberen Pfalz, während die Untere Pfalz in Heidelberg administriert wurde. Ruprecht III., Pfälzer Kurfürst und ab 1400 deutscher König, teilte 1410 seine pfälzischen Erblande auf seine vier Söhne auf, wobei das Gebiet um Amberg, Nabburg, Oberviechtach und Kemnath als Kurpräzipuum bei der Rheinpfalz verblieben und von Heidelberg aus verwaltet wurden, während die übrigen Oberpfälzer Gebiete an Johann fielen, der sie als Pfalz-Neumarkt vom Pfalzgrafenschloss Neumarkt aus regierte.

Kurze Zeit (1410–1415) war Amberg der Sitz eines romtreuen Bischofs, Hermann von Hessen, den Papst Gregor XII. für das Bistum Regensburg eingesetzt hatte. Der damalige Regensburger Oberhirte, Bischof Albert III., hielt nämlich – wie die meisten deutschen Bischöfe – den durch das Konzil von Pisa gewählten Papst Alexander V. bzw. seinen 1409 gewählten Nachfolger Johannes XXIII. für das rechtmäßige Oberhaupt der Kirche.

1417 ließ Kurfürst Ludwig III. das Kurfürstliche Schloss erbauen. 1474 fand in Amberg, begleitet von glanzvollen Feierlichkeiten, die „Amberger Hochzeit“ zwischen Philipp, dem Sohn des pfälzischen Kurfürsten Ludwig IV., und Margarete, der Tochter des Herzogs Ludwig IX. von Bayern-Landshut, statt. Dieses Ereignis fand reichsweite Beachtung und ist, was Aufwand, Festivitäten und Teilnehmerzahl betrifft, mit der ein Jahr später stattgefundenen Landshuter Hochzeit durchaus vergleichbar.

1543 brachte Kurfürst Friedrich II. die Regierung, nach vorübergehender Verlegung nach Neumarkt, wieder zurück nach Amberg, wo er in den folgenden Jahren die kurfürstliche Regierungskanzlei errichten ließ. Für ein Dreiviertel Jahrhundert erlebte Amberg wieder den Glanz einer Hofhaltung. Bis zum Tod seines Vaters Friedrich III. 1576 war der Lutheraner Ludwig VI. kurfürstlicher Statthalter in Amberg. Von 1595 bis 1620 wurde die Oberpfalz durch den pfälzischen Statthalter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg regiert, der seinen Amtssitz in Amberg hatte. Die Amberger Zinnblechhandelsgesellschaft existierte von 1533 bis 1631.

Während des Dreißigjährigen Kriegs fiel 1621 Amberg mit der Oberpfalz an Bayern und wurde rekatholisiert, nachdem der pfälzische Kurfürst und böhmische König Friedrich V. von der Pfalz 1620 in der Schlacht am Weißen Berg den mit Maximilian von Bayern verbündeten Habsburgern unterlegen war. In der Folge flohen viele Protestanten in die freien Reichsstädte Nürnberg und Regensburg. Die ersten Jesuiten kamen 1621 in Begleitung der bayerischen Truppen nach Amberg, wo ihnen 1624 der Pfarrhof der St.-Georgs-Kirche zugewiesen wurde. 1626 gründeten sie dort ein Gymnasium mit Klerikalseminar, das Jesuitenkolleg Amberg, das einen ab 1665 errichteten großen Neubau bezog.

Amberg, durch Eisenerzbergbau reich geworden, leistete sich eine gigantische Stadtbefestigung. Sie muss in der damaligen Zeit so furchteinflößend gewesen sein, dass sie bis 1703 (im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Amberg nach mehrwöchiger Belagerung durch kaiserliche Truppen besetzt) nie ernsthaft belagert wurde. Über 100 Türme und mehrere Kilometer zweireihige Stadtmauern beschützten die Amberger. Die ganze Stadt wurde durch den stets gefüllten und aufgestauten Stadtgraben zu einer Wasserfestung.Der Bürgermeister Michael Schwaiger schrieb in seiner Chronica Amberg 1564: „München seyn die schönst, Leipzig die reichist, Amberg die festeste Fürstenstatt“.

Am 24. August 1796 wurde die Stadt einer der Mittelpunkte der Koalitionskriege, die Schlacht bei Amberg ging in die Geschichtsbücher ein. Erzherzog Karl von Österreich besiegte das französische Heer unter General Jean-Baptiste Jourdan.

1810 wurde der Regierungssitz der Oberpfalz von Amberg nach Regensburg verlegt.

In der Zeit des Nationalsozialismus bildete die Stadt Amberg gegenüber der Situation im gesamten Land keine Ausnahme. Da die Mehrheit der Bevölkerung aus praktizierenden Katholiken bestand und die katholische Kirche den nationalsozialistischen Machthabern teilweise mit Misstrauen begegnete, erzielte die NSDAP bis 1933 in Amberg zugunsten der kirchennahen BVP geringere Wahlerfolge als im Landesdurchschnitt; nach der Machtübernahme 1933 hatten die Nationalsozialisten bei Abstimmungen allerdings Zustimmungsquoten von 90 %. Gegen kirchenfeindliche Aktionen der Nazis regte sich der Widerstand der Amberger Bürger, etwa 1941 bei einer Protestdemonstration von ca. 500 Personen gegen den „Kruzifixerlass“ des Kultusministers, durch den die Kruzifixe aus den Schulen entfernt werden sollten. Andererseits wurden die Maßnahmen des Regimes gegen die Bevölkerungsgruppe, die am meisten unter Verfolgung zu leiden hatte, nämlich die Juden, vom Großteil der christlichen Einwohnerschaft ohne jeglichen Protest hingenommen. 1933 lebten in Amberg noch 64 Juden. Diese kleine jüdische Gemeinde, nur 0,2 % der Bevölkerung, wurde bis zum Mai 1943 vollständig zerschlagen: Siebzehn Amberger Juden wanderten aus, dreiundzwanzig verzogen in andere deutsche Städte, elf starben in Amberg. Die übrigen dreizehn wurden in die Ghettos Theresienstadt und Piaski bei Lublin deportiert. Am 21. März 2012 wurden 15 Stolpersteine zur Erinnerung an die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten Amberger Juden verlegt.

Im Zuchthaus Amberg wurden mit dem Beginn der NS-Gewaltherrschaft politische Gegner des Regimes inhaftiert, von denen 46 dem Terror zum Opfer fielen. Auf dem Katharinenfriedhof erinnert ein Gedenkstein an 23 namentlich genannte Opfer. Dort befindet sich ein Massengrab für 300 sowjetische Kriegsgefangene sowie 293 weitere Opfer des NS-Regimes, an die mit Gedenktafeln erinnert wird.

Bei zwei Luftangriffen am 9. und am 11. April 1945 kamen 110 Menschen ums Leben. Am 22. April 1945 wurde die Stadt kampflos an die US Army übergeben.

Am 1. Juli 1972 wurden anlässlich der Gebietsreform die Orte Ammersricht, Gailoh, Karmensölden und Raigering sowie Gebietsteile der Gemeinde Traßlberg eingegliedert. 1996 fand in Amberg die bayerische Landesgartenschau statt.

Garnison

Amberg war jahrhundertelang eine bedeutende Garnisonsstadt, seit 1716 mit Kasernen.Von 1796 bis 1806 war dort das bayerische 10. Linien-Infanterie-Regiment, danach bis 1848 das Königlich Bayerische 10. Infanterie-Regiment und von 1849 bis 1919 das Königlich Bayerische 6. Infanterie-Regiment stationiert. 1889 bezog es die neue Kaserne (spätere Kaiser-Wilhelm-Kaserne). 1914 wurde die für das Königlich Bayerische 3. Feldartillerie-Regiment vorgesehene Kaserne fertiggestellt (spätere Leopoldkaserne).

Amberg beherbergte von 1801 bis 1919 die Königlich Bayerische Gewehrfabrik, eine von vier deutschen Gewehrfabriken (auf dem Gelände der heutigen DEPRAG).

In der Zeit des Nationalsozialismus brachte die Aufrüstung der Wehrmacht einen weiteren Kasernenbau für die Artillerie (im Südwesten der Stadt bei der Sebastianskirche), die 1935 eröffnete Ritter-von-Möhl-Kaserne. In dieser Zeit erhielten die beiden bereits bestehenden Kasernen die Namen Kaiser-Wilhelm-Kaserne (Infanteriekaserne) und Metzer Kaserne (ältere Artilleriekaserne).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 gehörte Amberg zur Amerikanischen Besatzungszone. Die US-Army nutzte die vorhandenen Kasernen; von 1952 bis 1992 bestand der US-Stützpunkt Pond Barracks in der ehemaligen Möhl-Kaserne; aus dem Gelände wurde das zivile Wohngebiet Sebastian mit Stadtteilzentrum und dem von der Army übernommenen Blockheizkraftwerk entwickelt.

Auf dem Gelände des früheren Heeres-Nebenzeugamts der Wehrmacht wurde ab den 1950er Jahren der Stadtteil Bergsteig gebaut.

1951/54 waren in Amberg Abteilungen des Bundesgrenzschutz aufgestellt worden; aus übergetretenen BGS-Angehörigen wurden dann 1956 die ersten Truppenteile der Bundeswehr gebildet.

Über die Jahrzehnte des Kalten Krieges war Amberg ein wichtiger Standort der 4. Panzergrenadierdivision (bzw. 4. Jägerdivision) mit dem Kommando der Panzerbrigade 12.

Amberg hat bis Ende des Jahres 2018 noch eine Bundeswehrkaserne, die Leopoldkaserne, die bis zur ersten Jahreshälfte 2018 der Sitz des Stabes der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“, eines Feldjägerdienstkommandos und einer Dienststelle des Militärischen Abschirmdienstes bleibt. Amberg ist Dienstsitz des Kreisverbindungskommandos zur Stadt Amberg und des Kreisverbindungskommandos zum Landkreis Amberg-Sulzbach.

Das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Amberg ist für das Gebiet der Landkreise und Städte Amberg-Sulzbach, Bayreuth, Neustadt an der Waldnaab, Weiden, Grafenwöhr, Schwandorf, Hof, Kulmbach und Kronach zuständig. Es bleibt über das Jahr 2018 hinaus mit Soldaten und Zivilbeschäftigten in Amberg bestehen.Die Schweppermannkaserne mit dem Standortübungsplatz Freihöls, in der das Logistikbataillon 472 stationiert ist, liegt unmittelbar bei der Stadt in der Nachbargemeinde Kümmersbruck.

Gelände und Gebäude des bis 2007 bestehenden Bundeswehrkrankenhauses werden für Wohnungen und Gewerbe verwendet. Ein Gebäude wird von der Bundeswehr für das Standort-Sanitätszentrum genutzt. Bis zum Jahr 2017 ist die Tagesklinik sowie die Institutsambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie Amberg dort untergebracht.

Das Areal der früheren Kaiser-Wilhelm-Kaserne bildet seit 1995 vor allem den Campus der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg – Weiden und wird auch von der Amberger Abteilung Technik und dem Technologietransfer-Zentrum genutzt.

Städtepartnerschaften

Amberg unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten und Gemeinden:

  • , Bad Bergzabern, Rheinland-Pfalz
  • , Bystrzyca Kłodzka (Habelschwerdt), Dolnośląskie (Niederschlesien)
  • , Desenzano del Garda, Provincia di Brescia (Provinz Brescia)
  • , Freiberg, Sachsen
  • , Geretsried, Bayern
  • , Kranj, Gorenjska (Oberkrain)
  • , Périgueux, Aquitaine (Aquitanien)
  • , Schnaittenbach, Bayern
  • , Siilinjärvi, Pohjois-Savo (Nord-Savo)
  • , Trikala, Τρίκαλα, Θεσσαλία, Thessalía (Thessalien)
  • , Ústí nad Orlicí (Wildenschwert), Pardubický kraj (Region Pardubitz)
  • , Épernon, Centre-Val de Loire (Region Centre-Val de Loire)

Patenschaft

  • Die Stadt Amberg übernahm 1954 die Patenschaft für die auf Grund der Beneš-Dekrete aus ihrer Heimat vertriebenen deutschen Bewohner des Kreises und der Stadt Eger in Böhmen.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Historische Gebäude

Profane Bauten

  • Die Altstadt ist umgeben von einer fast vollkommen erhaltenen mittelalterlichen Ringmauer mit heute vier Toren: Nabburger Tor, Ziegeltor, Vilstor und Wingershofer Tor.
  • Eine Besonderheit stellt die so genannte Stadtbrille dar, ein fünftes Tor über den Fluss Vils. In zwei Bögen überspannt die mittelalterliche Stadtmauer den Fluss; einer der Pfeiler steht im Wasser, so dass sich die zwei Bögen mit ihrer Spiegelung im Wasser zu zwei nebeneinander stehenden Kreisen ergänzen, was zum Namen führte. Der durch eine Schanzmauer verdeckte, jedoch lange Zeit vermauerte dritte Bogen auf festem Grund wurde wieder geöffnet und so der Originalzustand hergestellt. Dies wurde von vielen Ambergern zunächst als „Zerstörung“ der typischen, nur zweibögigen „Brille“ empfunden.
  • Gotisches Rathaus
  • Das Kurfürstliche Schloss war der Regierungssitz der Pfalzgrafen. Kurfürst Ludwig III. ließ es 1417 erbauen. Kurfürst Friedrich I. wandelte es in eine Zwingburg um. Heute wird der Gebäudekomplex als Landratsamt genutzt.
  • Ehemaliges kurfürstliches Zeughaus
  • Ehemalige kurfürstliche Regierungskanzlei, Renaissancebau mit sehenswertem Erker
  • Alte Veste, im Kern gotischer Bau und erster kurfürstlicher Hof
  • „Klösterl“, gotischer Bau und Teil der früheren kurfürstlichen Residenz
  • Mit dem historischen „Eh’häusl“ besitzt Amberg eines der kleinsten Hotels der Welt.
  • Das „Walfischhaus“ hat seine Bezeichnung von zwei Figuren unterhalb des Giebels, die darstellen, wie der Prophet Jona von einem Walfisch zunächst verschlungen und dann wieder ausgespuckt wird. Die Figuren stammen aus dem 17. Jahrhundert.

Bedeutende Kirchen

  • An der Südseite des Marktplatzes liegt die Basilika St. Martin. Sie wurde von 1421 an als Bürgerkirche im gotischen Stil erbaut.
  • St. Georg, hochgotisch, barockisiert unter der Leitung von Wolfgang Dientzenhofer im Zusammenhang mit dem Bau des Jesuitenkollegs
  • Frauenkirche, ehemalige Hofkirche der kurfürstlichen Residenz; spätgotische Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert, deren Formen sich an der Architektur der Basilika St. Martin orientieren; die Frauenkirche wurde auf dem Platz der abgebrochenen mittelalterlichen Synagoge der Stadt erbaut.
  • Paulanerkirche, interessant wegen ihrer Geschichte; wurde zeitweise als Lagerstätte genutzt
  • Die Wallfahrtskirche Maria Hilf wurde als Dank an die Heilige Maria nach der Heimsuchung durch die Pest (1633/34) im Stile des Barock nach Plänen von Wolfgang Dientzenhofer erbaut und 1711 geweiht; die Fresken stammen von Cosmas Damian Asam, die Stuckaturen schuf Giovanni Battista Carlone. Die Wallfahrt auf den Mariahilfberg und das dazugehörende Bergfest finden alljährlich in der Woche um Mariä Heimsuchung (2. Juli) statt.
  • Schulkirche St. Augustin, Klosterkirche des ehemaligen Klosters der Salesianerinnen in Amberg und des heutigen Klosters der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau aus dem Barock; ihre heutige Gestalt ist durch Umbauten im Rokoko entstanden

Klöster

  • Ehemaliges Franziskanerkloster Amberg
  • Ehemaliges Jesuitenkolleg, erbaut unter Wolfgang Dientzenhofer; nach der Aufhebung des Jesuitenordens bis zur Säkularisation wurde es durch den Malteserorden genutzt; heute sind die Staatliche Bibliothek (Provinzialbibliothek), das katholische Pfarramt St. Georg sowie ein Teil des dem Max-Reger-Gymnasium angeschlossenen Internats untergebracht.
  • Ehemaliges Paulanerkloster St. Josef
  • Franziskanerkloster auf dem Mariahilfberg
  • Im ehemaligen Kloster der Salesianerinnen war bis 2009 das Kloster der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau untergebracht.

Museen

Stadtmuseum Amberg

Die Sammlungen des Stadtmuseums Amberg umfassen neben Exponaten, die die Geschichte der Stadt und der kurfürstlichen Residenz der Oberen Pfalz veranschaulichen, Abteilungen, die sich mit Handwerk und Industrie in Amberg und deren Geschichte auseinandersetzen, vor allem der Steingut- und Fayenceproduktion, die seit dem 18. Jahrhundert bis 1911 in einer großen Amberger Manufaktur betrieben wurde, sowie der hiesigen Emailindustrie im 19. und 20. Jahrhundert.

Außerdem gibt es eine Abteilung, die die Geschichte der Kleidung vom Biedermeier bis heute zeigt. Die bedeutendste Sammlung seiner Werke ist dem in Amberg geborenen Maler, Graphiker und Karikaturisten Michael Mathias Prechtl gewidmet. Im Stadtmuseum werden wechselnde Ausstellungen gezeigt, darunter war die Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte Der Winterkönig über das Leben Friedrichs V. von der Pfalz im Jahre 2003.

Kunstausstellungen Alte Feuerwache

Im Untergeschoss des Gebäudes Alte Feuerwache im Stadtmuseum Amberg sind wechselnde Kunstausstellungen (meist Gruppe der Amberger Künstler) zu besichtigen.

Luftmuseum

Seit der Gründung des Luftmuseums im Klösterl am Eichenforst 2006 durch den Künstler Wilhelm Koch ist Amberg Luftkunstort. Die Stadt Amberg fördert die Museumsinitiative des Luftmuseum e. V. durch mietfreie Überlassung der Engelsburg aus dem 14. Jahrhundert. Gezeigt werden Exponate, die technisch mit Luft arbeiten oder betrieben werden, sowie Kunst-, Design- und Architekturobjekte, die sich mit dem Thema Luft auseinandersetzen.

Militärmuseum Amberg

Die in der Leopoldkaserne Amberg befindliche Militärhistorische Sammlung zur Garnisonsgeschichte Amberg wird, da die Leopoldkaserne zum Jahresende 2018 aufgelöst wird, im Bereich des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Amberg in einer Etage des ehemaligen Königlich Bayerischen Proviantamtes ihren Platz finden. Das historische Panzer-Inventar der Leopoldkaserne (fünf Fahrzeuge) wurde 2016 vom Schwäbischen Bauern- und Technikmuseum in Seifertshofen übernommen.

Skulpturenweg

Auf dem früheren Gelände der Landesgartenschau befindet sich der Amberger Skulpturenweg.

Moderne Gebäude

Im Stadtteil Bergsteig befindet sich die sogenannte Glasmacherkathedrale, das ehemalige Thomas-Glaswerk (heute Kristallglasfabrik Amberg GmbH & Co. KG), das im Auftrag der Rosenthal AG ab 1967 durch Walter Gropius (TAC – The Architects Collaborative Inc.) geplant wurde. Es war das letzte Werk von Gropius, der die Fertigstellung 1970 nicht mehr erlebte. Das Bauwerk ist als Einzelbaudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.

Stadttheater

Seit 1803 besitzt Amberg ein Theater in der ehemaligen gotischen Kirche St. Bernardin des in der Säkularisation aufgehobenen Franziskanerklosters. Seit 1872 ist die Stadt Amberg Träger des Theaters. 1953 musste der Spielbetrieb aus brandschutzrechtlichen Gründen zunächst eingestellt werden, nach einer umfassenden Sanierung ist das Stadttheater aber seit 1978 wieder in Betrieb. Das Stadttheater Amberg besitzt kein eigenes Ensemble, es finden aber regelmäßig Gastspielveranstaltungen statt.

Archive und Bibliotheken

Staatsarchiv Amberg

Das Staatsarchiv Amberg ist das für den Regierungsbezirk Oberpfalz zuständige bayerische Staatsarchiv. Es befindet sich in Amberg in der Archivstraße 3.

Staatliche Bibliothek (Provinzialbibliothek)

In Amberg ist die Staatliche Bibliothek (Provinzialbibliothek Amberg) beheimatet. Sie wurde 1803 im Zuge der Säkularisation gegründet. Ihre alten Buchbestände stammen aus dem Jesuitenkolleg Amberg sowie den aufgegebenen Klöstern Ensdorf, Michelfeld, Reichenbach, Speinshart, Walderbach und Waldsassen. Der erste Standort der Bibliothek war im aufgegebenen Salesianerinnenkloster, und der Bestand lag bei rund 50.000 Büchern. 1815 wurden durch ein Feuer rund 16.500 Bücher vernichtet. 1826 zog die Bibliothek endgültig an den heutigen Standort im Maltesergebäude um. Von 2001 bis 2003 erfolgten Sanierungs- und Anbaumaßnahmen. Der Buchbestand wird ständig erweitert und umfasst alle wissenschaftlichen Bereiche, wobei der Schwerpunkt bei den Geisteswissenschaften liegt. Die Bibliothek besitzt heute rund 120.000 Medien, davon rund 115.000 Bücher und 100 Zeitschriften.

Bibliothek der Ostbayerischen Technischen Hochschule

Die Hochschulbibliothek Amberg-Weiden wurde im Zusammenhang mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg – Weiden 1994 gegründet und ist auf beide Standorte verteilt. Der in Amberg befindliche Buchbestand orientiert sich in seinen Fachgebieten an den hier gelehrten technischen Fächern (Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau, Medienproduktion und Medientechnik, Patentingenieurwesen, Angewandte Informatik, Umwelttechnik). Der Gesamtbestand der Bibliothek an beiden Standorten umfasst derzeit knapp 50.000 Medien.

Stadtbibliothek Amberg

Die Stadtbibliothek Amberg ist in der Innenstadt im Raseliushaus untergebracht und umfasst einen Bestand von circa 50.000 Medien.1947 beschloss der Stadtrat, eine öffentliche Bibliothek zu errichten, die 1950 im Klösterl am Eichenforst als Volksbücherei Amberg eröffnet wurde. 1951 kamen die Bücher des von 1946 bis dahin im Casino am Schrannenplatz bestehenden Amerikahauses zum Bestand der später lange „Stadtbücherei“ genannten Stadtbibliothek hinzu.

Archive

Das staatliche Archiv verwahrt die gesamte Schriftgutüberlieferung aller staatlichen Behörden und Institutionen des Regierungsbezirks Oberpfalz und deren Vorläufer, sowie der Klöster, Herrschaften und Hofmarken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

Das Stadtarchiv bewahrt historische Dokumente der Stadtgeschichte auf. In seinem Kern geht es auf die unter der Leitung des Rates stehende Registratur zurück. Dazu zählen Pergamenturkunden, Amtsbücher sowie Rechnungen. Darüber hinaus beherbergt das Stadtarchiv Amberg umfangreiche Nachlässe und Deposita. Zu den Beständen des Stadtarchivs gehören sämtliche in Amberg erschienenen Tageszeitungen, eine Plakat- und Plansammlung und ein umfangreiches Bildarchiv.

Natur

Renaturierte Flusslandschaft südlich der Altstadt zur Landesgartenschau 1996.

Schutzgebiete

Im Stadtgebiet gibt es fünf Landschaftsschutzgebiete, ein FFH-Gebiet und mindestens ein vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesenes Geotop (Stand April 2016).

Friedhöfe in der Stadt Amberg

Im Gebiet der Stadt Amberg gibt es sechs Friedhöfe mit einer Gesamtfläche von 14,6 ha.

Katharinenfriedhof

Am Rande der früheren Stadtgrenze gelegen, ist der größte Friedhof Ambergs über die Katharinenfriedhofstraße zu erreichen.Im Katharinenfriedhof gibt es Soldatengräber des Ersten und des Zweiten Weltkriegs sowie eine Gedenktafel für Gefallene der Panzerbrigade 12. Eine Gedenktafel erinnert an 293 während des Zweiten Weltkriegs in Amberg verstorbene Menschen aus dem Osten, die im Katharinenfriedhof begraben sind.Weitere Gedenktafeln mit den Namen erinnern an Menschen aus dem Osten, die während der Jahre 1943 bis 1953 mit unbekannter Grablege bestattet worden sind. Im Katharinenfriedhof befindet sich das Ehrengrab von Michael Mathias Prechtl.

Dreifaltigkeitsfriedhof

Zwischen Regensburger und Raígeringer Straße liegt beim Stadtzentrum der Dreifaltigkeitsfriedhof.

Friedhof Ammersricht

In der Friedensstraße liegt der Friedhof für den Stadtteil Ammersricht.

Friedhof Luitpoldhöhe

In der Selgradstraße befindet sich der Friedhof für den Stadtteil Luitpoldhöhe.

Waldfriedhof

Der Waldfriedhof ist über den Talweg im Stadtteil Raigering zugänglich.

Israelitischer Friedhof

Am Ende der Philipp-Melanchthon-Straße befindet sich der Jüdische Friedhof. In ihm liegen Gräber von 16 jüdischen Opfern des NS-Terrors.

Veranstaltungen (Auswahl)

  • Altstadtfest (Juni), vielfältige musikalische Darbietungen (Jazz, Rock, Volksmusik, Klassik), Gastronomie
  • Bergfest (siehe oben)
  • Brunnenfest (seit 2001, alle zwei Jahre), mittelalterlicher Markt, Aufführungen, Festzug mit Bezug auf die Stadtgeschichte (vor allem die Amberger Hochzeit, siehe dazu oben)
  • Dult (jährlich, Juni sowie September/Oktober)
  • Luftnacht mit Darbietungen von Luftkünstlern (ausgehend vom Luftmuseum, s. o.)
  • Sommerfestival im Innenhof der Stadtbibliothek: 6 Veranstaltungen (Theater, Musik und Kabarett) jährlich Ende Juli/August
  • Töpfer- und Krüglmarkt um Georgi (Ende April)
  • Weihnachtsmarkt in der Adventszeit
  • Welttheater "Der Herbst des Winterkönigs", alle fünf Jahre auf dem Mariahilfberg

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahre 2016 erbrachte Amberg, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2,216 Milliarden €. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 52.635 € (Bayern: 44.215 €/ Deutschland 38.180 €) und damit deutlich über dem regionalen und nationalen Durchschnitt. In der Stadt gibt es 2017 ca. 35.800 erwerbstätige Personen. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 3,8 %.

Im Zukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Amberg Platz 184 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.

Verkehr

Straßenverkehr

Amberg kann über die A 6 mit den Anschlussstellen Amberg-West, Amberg-Süd und Amberg-Ost erreicht werden.

Des Weiteren kreuzen sich die Bundesstraße 85 (Bayreuth–Amberg–Schwandorf–Cham–Passau) und die B 299 (Landshut–Neumarkt–Amberg–Falkenberg).

Schienenverkehr

Der Anschluss an das bayerische Eisenbahnnetz erfolgte 1859. Von dem am 12. Dezember 1859 von der AG der Bayerischen Ostbahnen eröffneten Bahnhof Amberg gibt es derzeit Direktverbindungen nach Nürnberg und Schwandorf (Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf) im Stundentakt sowie nach Regensburg. Bis Dezember 2012 fuhren direkte Züge nach Prag (Praha). Von den drei zwischen 1898 und 1910 eröffneten Bahnstrecken nach Lauterhofen, Schmidmühlen und Schnaittenbach ist nur noch die nach Schnaittenbach im Güterverkehr in Betrieb. Die Strecken nach Schmidmühlen und Lauterhofen wurden in Radwege umgewandelt.

Nahverkehr

Der Bahnhof ist zentraler Knotenpunkt zwischen der Deutschen Bahn sowie den Stadt- und Überlandbussen. Bahn- und Busnetz liegen im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) wie auch im Regensburger Verkehrsverbund (RVV).Die vierzehn Stadtbuslinien, die gelben Citybusse, werden von 20 Omnibussen im Halbstundentakt befahren. Die längste Linie ist die 2 von Amberg nach Ammersricht mit 25 Haltestellen und einer Länge von 5,4 Kilometern. 2009 kam die Linie 14 zum Waldfriedhof hinzu. Den Betrieb führt seit 1975 die Firma Linzer; drei Linien werden von der Firma Reichert befahren.

1999 wurde der Amberger Busbahnhof ausgebaut und 2005 erweitert, so dass alle Stadt- und Überlandbusse die 20 Haltebuchten anfahren können.

Flugverkehr

Etwa zwei Kilometer westlich von der Ortsmitte Amberg befindet sich der Segelflugplatz Rammertshof mit den Koordinaten 49 26 25,2 N/11 48 41,8 E.

Der internationale Verkehrsflughafen Nürnberg befindet sich 68 km westlich von Amberg und ist über die Bundesautobahn 6 mit dem Auto in etwa 40 Minuten zu erreichen.Mit dem Zug über Nürnberg Hauptbahnhof und die U-Bahn-Linie U2 beträgt die Fahrzeit von Amberg Bahnhof in den Flughafen Nürnberg etwa 70 Minuten.

Ortsansässige Unternehmen

Größter Arbeitgeber ist die Siemens AG, die mit über 5000 Beschäftigten in Amberg elektromechanische Schaltgeräte (Schütze, Überlastrelais und Befehlsgeräte) und speicherprogrammierbare Steuerungen fertigt. Ein weiteres großes Unternehmen ist die Grammer AG. Sie stellt Fahrer- und Passagiersitze sowie Komponenten für die Pkw-Innenausstattung her. Weitere Unternehmen der ansonsten vom kleineren Mittelstand geprägten Region sind in den Bereichen der Informationstechnologie, Metallindustrie und Maschinenbau (Deprag Schulz) tätig. Glas (Fa. Nachtmann Bleikristallwerke, Fa. Riedel Glas) spielt traditionell ebenfalls eine Rolle.

Die Stadt Amberg als Anteilseigner hat der Stadtwerke Amberg Holding GmbH bestimmte kommunale Obliegenheiten übertragen. So betreibt deren Tochterunternehmen Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH das Strom-, Gas- und Wasserleitungsnetz und bietet zudem die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme an. Der Holding ist weiter die Stadtwerke Amberg Bäder und Park GmbH angegliedert, welche die Betreibung von zwei Bädern und zwei Parkgaragen in der Stadt ausübt.

Bergbau

Amberg nahm seit dem Mittelalter eine europaweit zentrale Rolle im Bergbau ein. In den umliegenden Stollen wurde Eisen abgebaut, durch das die Stadt sehr reich wurde. Die heute noch teils erhaltene mehrere Kilometer lange Stadtbefestigung aus dem Spätmittelalter mit ihren über 100 Türmen wurde durch das erwirtschaftete Geld aus Eisenerzbergbau, Eisenverarbeitung und Eisenhandel finanziert. In der Altstadt wurden Schlacken als Spuren früher Eisenbearbeitung gefunden. Die Bergbau-Bedeutung der Stadt ließ im Dreißigjährigen Krieg nach, kam im 19. Jahrhundert wieder auf und endete nach dem Zweiten Weltkrieg wegen billigeren Eisens aus anderen Ländern und der Erschöpfung der bekannten Erzlagerstätten. Während der NS-Zeit war Amberg einer von fünf Standorten der Reichswerke Hermann Göring. Das letzte Eisenerz wurde in Amberg 1964 abgebaut; der Hochofen der Luitpoldhütte war bis 1968 in Betrieb.

Brauereien

Amberg beherbergte im ausgehenden Mittelalter über 30 Brauereien (meist Klein-, Familien- oder Hausbrauereien). Bis in die 1970er Jahre gab es in der Stadt zehn große Brauereien gleichzeitig (Brauhaus Amberg, Bruckmüller Brauerei, Falk Brauerei, Jordan-Bräu, Brauerei Kummert, Malteser Brauerei, Schießl Brauerei, Brauerei Sterk, Brauerei Wingershof, Brauerei Winkler), wodurch Amberg jahrhundertelang europaweit als Stadt mit den meisten Brauereien (im Verhältnis zur Einwohnerzahl) galt. Heute existieren davon noch die Brauereien Bruckmüller, Kummert, Sterk und Winkler, die teilweise noch Bier der vergangenen Marken herstellen. Dazugekommen sind kleine Brauereien, wie die Sudhang-Brauerei oder die Gastronomiebrauerei Schloderer. Als größtes Bierfest in Amberg gilt das Bergfest, wo alle Brauereien Ende Juni/Anfang Juli zur Wallfahrt vor der Maria-Hilf-Kirche ihre Zelte aufschlagen. Seit 2015 gibt es auch des Amberger Bierfest an dem alle Amberger Brauereien teilnehmen. An die frühere Brauerei Schieferl erinnert der Name einer Gaststätte. Im Umland von Amberg gibt es etliche kleine Brauereien, für die Amberg ein wichtiger Absatzmarkt ist. Dazu gehören z. B. die Brauerei Märkl aus Freudenberg oder die Schlossbrauerei Dorfner aus Hirschau.

Behörden und Öffentliche Anstalten

  • Landrat, Landratsamt und Sitz des Kreistages des Landkreises Amberg-Sulzbach
  • Agentur für Arbeit Amberg, Jobcenter AM-AS/Dienststelle Amberg
  • Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach
  • Bayerischer Rundfunk, Korrespondentenbüro Amberg
  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg
  • Finanzamt Amberg
  • Bayerisches Breitbandzentrum Amberg
  • Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – Nebenstelle Amberg
  • Bundeswehr-Dienstleistungszentrum
  • MAD-Dienststelle 62
  • Klinikum St. Marien Amberg
  • IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz
  • Staatsanwaltschaft Amberg
  • Amtsgericht Amberg
  • Landgericht Amberg
  • Justizvollzugsanstalt Amberg
  • Polizeiinspektion Amberg
  • Staatliches Schulamt in der Stadt Amberg
  • Staatsarchiv (Zuständigkeitsbereich: Regierungsbezirk Oberpfalz)
  • Stadt Amberg
  • Studentenwerk Oberfranken
  • Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) – Ortsverband Amberg
  • Tourist-Information Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach
  • Vermessungsamt Amberg
  • Wasserwirtschaftsamt Weiden i.d.OPf. – Servicestelle Amberg
  • Zollamt Amberg

Feuerwehr

Seit 1981 ist der Sitz der Feuerwache am Schießstätteweg. Die etwa 100 aktive Mitglieder zählende Freiwillige Feuerwehr, die sich seit 1997 unter der Leitung von Stadtbrandrat Bernhard Strobl befindet, beschäftigt acht hauptamtliche Kräfte und gilt als eine der größten Freiwilligen Feuerwehren Bayerns. Die 2014 errichtete Integrierte Leitstelle (ILS) Amberg befindet sich neben der Feuerwache und ist für die Alarmierung des Rettungsdienstes sowie die Alarmierung der Feuerwehren der Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf sowie der Stadt Amberg zuständig. Als innovativ gilt die Feuerwehr besonders im Bereich des Wechselladersystems. In Amberg ist ein „Löschzug Gefahrgut“ stationiert, der wie die Abrollbehälter im überregionalen Bereich angefordert werden kann. Neben der Feuerwehr der Stadt Amberg gibt es noch vier Ortsteilwehren in Ammersricht, Gailoh, Karmensölden und Raigering. Die Feuerwehr Amberg war 2009 Ausrichter des Deutschen Jugendfeuerwehrtags (3.–6. September 2009).

Bildung

Amberg ist eine ausgewiesene Schulstadt. Neben acht Grund- und Mittelschulen, einer Montessori-Schule, zwei Förder- und Sonderschulen, acht berufsbildenden Schulen, einer Volkshochschule, einer Elternschule und mehreren Musikschulen existieren in Amberg folgende Schulen:

  • Realschulen:
    • Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule
    • Dr.-Johanna-Decker-Realschule (kirchlich, für Mädchen)
  • Wirtschaftsschule:
    • Städtische Wirtschaftsschule Friedrich Arnold
  • Gymnasien:
    • Erasmus-Gymnasium (sprachlich, humanistisch)
    • Gregor-Mendel-Gymnasium (naturwissenschaftlich-technologisch, sprachlich, wirtschafts- und sozialwissenschaftlich)
    • Max-Reger-Gymnasium (musisch, mit Internat)
    • Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium (neusprachlich, wirtschafts- und sozialwissenschaftlich, kirchlich, für Mädchen)
  • Staatliches Berufliches Schulzentrum Amberg:
    • Berufsschule
    • Fachoberschule/Berufsoberschule
    • Berufsfachschule für kaufm. Assistenten
    • Fachschule Mechatronik (Technikerschule für Elektrotechnik und Mechatronik)
  • Technische Hochschule:
    • Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

Persönlichkeiten

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Amberg

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