Veitshöchheim

160pxAbb. 1 Wappen von Veitshöchheim
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 170 m
PLZ 97209
Vorwahl 0931
Gliederung 2 Ortsteile
Website www.veitshoechheim.de
Bürgermeister Jürgen Götz (CSU)
Veitshöchheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und liegt am Main.

Geografie

Gemeindegliederung

Veitshöchheim gliedert sich in zwei Ortsteile:

  • Veitshöchheim
  • Gadheim

Nachbargemeinden

Im Norden liegen die Gemeinden Erlabrunn, Thüngersheim und Güntersleben; die östlichen Nachbargemeinden sind Rimpar und Estenfeld. Im Süden grenzt Veitshöchheim direkt an Würzburg, ebenfalls im Süden liegt Zell am Main. Im Westen auf der gegenüberliegenden Mainseite liegt die Gemeinde Margetshöchheim.

Name

Etymologie

Der ursprüngliche Name Hochheim besteht aus dem althochdeutschen Adjektiv hôch und dem althochdeutschen Wort heim. Später wurde der Name des Kirchenpatrons St. Vitus/ St. Veit als Namenszusatz hinzugefügt, um den Ort von Margetshöchheim auf der gegenüberliegenden Mainseite zu unterscheiden.

Frühere Schreibweisen

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:

  • 1097 Hocheim
  • 1250 Hochheim
  • 1301 Hoecheim ad sanctum Vitum
  • 1350 Sant Veits Hocheim
  • 1362 Sant Veytz Hoecheim
  • 1376 Vitshoecheym
  • 1554 Veitshocheim
  • 1575 Veitshöcheim
  • 1579 Veitshöchheim

Geschichte

Bis zum 19. Jahrhundert

Veitshöchheim wurde im Jahr 779 erstmals erwähnt. Im Jahr 1246 fand im Ort die Wahl zum deutschen König statt, Heinrich Raspe ging als Sieger hervor. Ein eigenes Ortswappen für Veitshöchheim wurde auf Bitten der Gemeindevorsteher im Jahre 1563 durch Fürstbischof Friedrich von Wirsberg gewährt.

Das Schloss Veitshöchheim wurde in den Jahren 1680 bis 1682 unter dem Fürstbischof Peter Philipp von Dernbach erbaut und von 1749 bis 1753 durch Balthasar Neumann erweitert. Mit der Anlage des Hofgartens, der zum Schloss gehört, begann man 1702. Die heute noch erhaltene Pfarrkirche St. Vitus wurde 1691 eingeweiht, die Veitshöchheimer Synagoge in den Jahren 1727 bis 1730 erbaut.

Im Jahr 1814 fiel der Ort endgültig an das Land Bayern, nachdem er nur neun Jahre zuvor zum Großherzogtum Würzburg kam. Die Gemeinde wurde in ihrer heutigen Form im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen 1818 gebildet. Der Bahnhof Veitshöchheim mit Königspavillon wurde 1853 und 1854 unter Maximilian II. von Bayern erbaut.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberdürrbach aufgelöst. Ihr Hauptteil wurde in die Stadt Würzburg umgegliedert. Der Weiler Gadheim kam zu Veitshöchheim.

Einwohnerentwicklung

  • 1950: 3617 Einwohner
  • 1961: 4450 Einwohner
  • 1970: 6422 Einwohner
  • 1987: 8535 Einwohner
  • 2000: ca. 10500 Einwohner

Politik

Kommunalwahl 2014

Gemeinderatswahl

Wahlbeteiligung: 62,46 % (4711/7542)

  • CSU: 10 Sitze (43,58 %)
  • SPD: 7 Sitze (27,22 %)
  • Unabhängige Wählergemeinschaft-Freie Wähler: 4 Sitze (16,59 %)
  • GRÜNE: 3 Sitze (12,6 %)

Bürgermeisterwahl

Wahl am 16. März 2014: Wahlbeteiligung: 60,28 % (4751 Wähler/7881Wahlberechtigte)

  • Götz, Jürgen (CSU/ VM): 64,63 %
  • Schnapp, Ute (SPD): 20,12 %
  • Knötgen, Winfried (UWG): 15,24 %Damit wurde Jürgen Götz am 1. Mai 2014 1. Bürgermeister der Gemeinde Veitshöchheim.Er löste Rainer Kinzkofer (SPD) ab, der nicht zur Wiederwahl antrat. Rainer Kinzkofer war seit dem 10. September 1986 im Amt.

Wappen

Blasonierung: „In Rot ein aus einem dreikugelfüßigen, zweihenkligen, goldenen Kessel herausragender, unbekleideter, golden nimbierter Mann in natürlichen Farben mit vor der Brust gefalteten Händen, begleitet oben rechts und links von je einem sechszackigen golden Stern. In den Aussparungen (Speerruhen) des Tartschenschildes ist links die schwarze Zahl „15“ und rechts die schwarze Zahl „63“ angebracht.“

Wappenerklärung: Das Wappen zeigt das Martyrium des Heiligen Vitus (St. Vitus) im Kessel, des Ortspatrons von Veitshöchheim. Die Zahlen in den Speerruhen des Doppeltartschenschildes formen die Jahreszahl „1563“, die auf das Jahr der Wappengewährung an die Gemeinde am 26. Juli 1563 durch Fürstbischof Friedrich von Wirsberg hinweist.

Städtepartnerschaften

  • Geithain (Sachsen) seit 1990
  • Greve Chianti (Italien) seit 1994
  • Pont-l’Évêque (Frankreich) seit 1995
  • Rotava (Tschechien) seit 2006

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Jüdisches Kulturmuseum mit Synagoge

Bauwerke

  • Der ''Hofgarten des Schlosses Veitshöchheim'' gilt als einer der schönsten Rokoko-Gärten in Europa. Die Gartenfiguren stammen von Ferdinand Tietz
  • Schloss Veitshöchheim, 1680–1682 von Fürstbischof von Dernbach errichtet; 1749–1753 durch Balthasar Neumann erweitert
  • Jüdisches Kulturmuseum Veitshöchheim
  • Pfarrkirche St. Vitus
  • Erwin-Vornberger-Platz
  • Bahnhof (erbaut um 1850)
  • Dreifaltigkeitsbildstock
  • Katholisches Pfarrhaus
  • Fürstbischöfliche Kellerei, sehenswert ist der alte Gewölbekeller
  • Martinsbrunnen (Märzebrünnle), der älteste Brunnen der Gemeinde
  • Martinskapelle, eine der ältesten Kirchen im Landkreis Würzburg
  • Eremitenmühle
  • Markuskapelle (Ortsteil Gadheim)
  • Schaugarten der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (An der Steige)
  • Kuratiekirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit (Gartensiedlung)
  • Mainfrankensäle

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Das Altortfest war ein alljährlich im Sommer stattfindendes Fest mit kulinarischen Spezialitäten, wird aber nicht mehr veranstaltet.
  • Fastnacht in Franken, die Prunksitzung des FVF, die jährlich vom Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird, macht den Ort auch überregional bekannt.
  • Tag der offenen Tür der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, alle zwei Jahre am ersten Sonntag im Juli im jährlichen Wechsel mit dem Standort in Bamberg.
  • Letzte Fuhre, ein Weinfest

Besonderes

  • Die Aussicht von der Mainpromenade auf das gegenüberliegende „Gartendorf“ Margetshöchheim.
  • Die Maintalbrücke Veitshöchheim der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg wurde 1986 im Guinness-Buch der Rekorde als längste jemals im einseitigen Taktschiebeverfahren gebaute Brücke erwähnt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Der Altort ist eine verkehrsberuhigte Zone. Der gesamte Ort ist so gelegen, dass nur Einwohner und Touristen in den Altort fahren. Die meistbefahrene Straße Veitshöchheims ist die Kreisstraße WÜ 3, die von der B 27 durch den Ortbereich über Güntersleben nach Rimpar führt.

Straße

Veitshöchheim liegt direkt an der B 27 von Würzburg nach Fulda. Die Entfernung zu Würzburg beträgt etwa 6 km. In der Nähe befinden sich die Autobahnen A 3 und A 7.

Bus und Bahn

Veitshöchheim ist durch Busse und Bahnen an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden. Aus Würzburg führen zwei Buslinien nach Veitshöchheim (Linie 11 und 19). Außerdem besitzt der Ort einen Bahnhof an der Main-Spessart-Bahn, der von der Regionalbahn stündlich bedient wird. Die Maintalbrücke Veitshöchheim der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg führt in unmittelbarer Nähe am Hofgarten vorbei.

Personenschifffahrt

Zwischen April und Oktober verkehren mehrmals täglich Personenschiffe im Linienbetrieb nach Würzburg.Die Fahrtdauer bis zur Anlegestelle am Alten Kranen in Würzburg beträgt etwa 45 Minuten.

Carsharing

Seit November 2016 gibt es im Altort auf dem Parkplatz nördlich des Bahnhofs und der Bücherei ein Carsharing-Auto.

Öffentliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

  • Eichendorffschule (Grund- und Mittelschule), mit der Vitusschule (Grundschule) als Dependance im Altort.
  • Gymnasium Veitshöchheim
  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
  • Rupert-Egenberger-Schule zur individuellen Lernförderung
  • Berufsförderungswerk Würzburg (Berufsbildungseinrichtung für Blinde und Sehbehinderte)
  • Caritas- Berufsbildungswerk Don Bosco für Gärtner und Hotelfachkräfte, Außenstelle St. Markushof
  • Frühförderstelle Würzburg Stadt und Land (bis 2014)
  • Sing- und Musikschule
  • Bücherei im Bahnhof

Freizeit- und Sportanlagen

  • Geisbergbad (Freibad) Renovierung im Winter 06/07
  • Freisportanlage mit Dreifachturnhalle, Lehrschwimmbecken und Beachvolleyball-Anlage
  • Tennisplätze
  • Skaterplatz
  • Minigolfanlage
  • vier Fußballplätze

Behörden – Bundeswehr

In der Balthasar-Neumann-Kaserne in Veitshöchheim sind unter anderem der Stab der 10. Panzerdivision (10. PzDiv), einer der größten Divisionen des Heeres, samt der Stabs- & Fernmeldekompanie der 10. Panzerdivision und dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim stationiert. Darüber hinaus ist die 5./Feldjägerregiment 3 in der Kaserne beheimatet. Die Kaserne war ehemals Standort der 12. Panzerdivision, des Fernmeldebataillons 12, des Sanitätsbataillons 12, der Stabskompanie des Logistikbataillons 12 und des Kraftfahrausbildungszentrum Veitshöchheim.Außerdem ist das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Veitshöchheim als Ortsbehörde der territorialen Wehrverwaltung vorzufinden.An der ebenfalls der territorialen Wehrverwaltung zugehörigen Bundeswehrfachschule Würzburg können ausscheidende Soldaten auf Zeit in den letzten Jahren ihrer aktiven Dienstzeit höherwertige Schulabschlüsse (Mittlere Reife und Fachhochschulreife) erwerben.

Gastronomie

Im Ort existieren heute mehr als 25 Restaurants, Biergärten und Cafés, darunter der 2011 sanierte Ratskeller und das Hotel und Weinrestaurant Spundloch.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Heilige Bilhildis von Altmünster (um 655/660–um 750), Gründerin und erste Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Altmünster in Mainz, der Legende nach in Veitshöchheim geboren
  • Johann Michael Fischer (1717–1801), Bildhauer und Schüler von Johann Wolfgang von der Auwera.
  • 1967/1968 Brigitte Fleder, Veitshöchheim (Deutsche Weinkönigin)
  • Will Klinger-Franken (1909–1986), Kunstmaler.

Mit Veitshöchheim verbunden

  • Constantin Maria von Droste zu Hülshoff (1841–1901), aufgewachsen in Veitshöchheim, deutscher Franziskaner in der Diözese La Crosse (Wisconsin), USA
  • Therese Dahn (1845–1929), aufgewachsen in Veitshöchheim, deutsche Schriftstellerin und Ehrensenatorin der Universität Breslau.
  • Klaus von Klitzing (* 1943), Physik-Nobelpreisträger 1985, lebte in Veitshöchheim während seiner Zeit als Doktorand und Habilitand am Physikalischen Institut der Universität Würzburg.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Veitshöchheim

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Deutschlandkarte
Ortsplan Veitshöchheim