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Töging am Inn
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Stadtplan Töging am Inn

Töging am Inn

160pxAbb. 1 Wappen von Töging am Inn
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 398 m
PLZ 84513
Vorwahl 08631
Gliederung 9 Stadtteile
Website www.toeging.de
Erster Bürgermeister Tobias Windhorst (CSU)

Töging am Inn (amtlich: Töging a.Inn) ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Altötting und ein Teil des Bayerischen Chemiedreiecks.

Geographie

Töging am Inn liegt in der Region Südostoberbayern.

Stadtgliederung

Töging am Inn besteht aus neun Orten:

  • Aresing
  • Dorfen
  • Engfurt
  • Feichten
  • Höchfelden
  • Hubmühl
  • Töging am Inn
  • Westerham
  • Wildmann

Es gibt nur die Gemarkung Töging am Inn.

Nachbargemeinden

An die Stadt Töging am Inn grenzen im Norden die Gemeinden Erharting (Landkreis Mühldorf am Inn) und Pleiskirchen (Landkreis Altötting), im Westen die Stadt Mühldorf am Inn (Landkreis Mühldorf am Inn), im Süden die Gemeinden Polling (bei Mühldorf am Inn) (Landkreis Mühldorf am Inn) und Teising sowie die Stadt Altötting (beide im Landkreis Altötting), im Osten die Gemeinde Winhöring (Landkreis Altötting).

Geschichte

Antike

Im Jahre 1959 konnten Teile eines römischen Straßenkörpers freigelegt werden sowie ein kleiner Viereckbau, der mit einer römischen Brückenstation in Verbindung gebracht wird.Das teilweise mit Töging in Verbindung gebrachte römische Turum lag wahrscheinlich nicht hier, sondern bei Dorfen.

Mittelalter und Neuzeit

Der Ort ist schon um das Jahr 1050 als „Teginingun“, vermutlich abgeleitet vom Personennamen „Tegino“ oder „Tagino“ (Salzburger Urkundenbuch I,242), bekannt, um 1300 wird in einem Güterverzeichnis ein „ampt ze Tegning“ erwähnt.

Als landesherrliche Hofmark gehörte Töging zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Neuötting des Kurfürstentums Bayern. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige Gemeinde.

Industrialisierung: Vom Dorf zur Stadt

1917 begann die Industrialisierung durch die Errichtung des Kraftwerks Töging und der Aluminiumfabrik (Betriebsbeginn jeweils 1924). Am 23. September 1972 erfolgte die Erhebung zur Stadt. Die Aluminiumhütte stellte 1993/96 ihren Betrieb schrittweise ein.

Einwohnerentwicklung

  • 1970: 8514 Einwohner
  • 1987: 8499 Einwohner
  • 1991: 8768 Einwohner
  • 1995: 9245 Einwohner
  • 2000: 9599 Einwohner
  • 2005: 9382 Einwohner
  • 2010: 9047 Einwohner
  • 2015: 9196 Einwohner

Am 31. Dezember 2007 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 43,9 Jahre.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 folgendermaßen zusammen:

  • CSU (elf Mitglieder), Fraktionsvorsitz: Christoph Joachimbauer
  • SPD (sechs Mitglieder), Fraktionsvorsitz: Werner Noske
  • Freie Wähler (zwei Mitglieder), Fraktionsvorsitz: Josef Neuberger
  • Fraktionslos (ein Mitglied)

Bürgermeister ab 1900

  • Franz Wagner (1900–1931)
  • Matthias Wimmer (1931–1933)
  • Hans Spies (NSDAP) (1933–1938)
  • Wilhelm Meier (NSDAP) (1938–1944)
  • Matthias Zierhut (NSDAP) (1944–1945)
  • Karl Senft, eingesetzt durch US-Armee (8. Mai 1945 bis 27. September 1945)
  • Sebastian Gossner (1945–1946)
  • Franz Förg (SPD) (1946–1953)
  • Sebastian Pfaffenhuber (Freie Wähler) (1953–1965)
  • Max Saalfrank (SPD) (1965–1996)
  • Horst Krebes (SPD) (1996–2014)Seit 2014 amtiert Tobias Windhorst (CSU) als Bürgermeister.

(Quellen unter anderem aus)

Gemeindefinanzen

Die Gemeindesteuereinnahmen beliefen sich im Jahr 2008 auf 7,8 Millionen € (1991: 4,728), davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 3,41 Millionen € (1991: 1,751). Die Verschuldung pro Einwohner lag 2008 bei 859 € (1991: 408)

Wappen

Blasonierung: in Silber (Weiß) zwischen zwei aus blauen Wasserwellen aufzuckenden roten Blitzen ein senkrecht stehendes grünes Bronzeschwert.

Wappenbeschreibung: Das Schwert weist auf ein in der Nähe von Töging gefundenes Bronzeschwert aus der Keltenzeit hin. Die Blitze, die aus dem Wasser aufsteigen, symbolisieren die Wasserkraft, die im Kraftwerk in Töging in elektrische Energie umgewandelt wird. In den 1920er Jahren wuchs Töging durch die sich hier ansiedelnde Industrie mit dem Aluminiumwerk und dem eigens dafür errichteten Wasserkraftwerk vom Bauerndorf zur Industriesiedlung und schließlich zur Stadt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Nach 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 21, im produzierenden Gewerbe 934 und im Bereich Handel und Verkehr 418 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 353 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 3087. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 15 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 20 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 524 ha, davon waren 448 ha Ackerfläche.

Ansässige Unternehmen

  • REAL ALLOY GERMANY GMBH
  • Baierl & Demmelhuber Innenausbau GmbH
  • Verbund Innkraftwerke GmbH (Innkraftwerke wurden im Jahr 2009 an die österreichische Verbund verkauft)
  • Resch Maschinenbau GmbH
  • ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH
  • Power-Heat-Set GmbH
  • RVT Rühr- und Verfahrenstechnik Maier & Richter GmbH
  • Strotög GmbH Strom für Töging
  • Wimmer GmbH – Manufaktur für exklusive Holzböden

Verkehr

  • Bahnhof an der bereits 1871 eröffneten Bahnstrecke Mühldorf–Simbach am Inn
  • eigene Autobahnausfahrt an der A 94

Behörden

  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Töging

Bildung

  • drei Kindergärten, davon einer in städtischer, zwei in katholischer Trägerschaft mit 250 Kindergartenplätzen für 256 Kinder (Stand: 1999)
  • zwei Grundschulen (Regenbogen-Grundschule und Comenius-Grundschule)
  • Comenius-Mittelschule (Mittelschulverbund mit den Gemeinden Pleiskirchen und Winhöring)
  • Landwirtschaftsschule Abteilung Landwirtschaft Töging a.Inn
  • Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Oberbayern
  • Volkshochschule Töging a. Inn e. V. eigenständig bis 2005, vereinigt zur Volkshochschule Alt-/Neuötting-Töging a. Inn e. V. ab 2005

Bürgerinitiativen

  • Gegner der Solaranlage an der A 94
  • Sauberes Trinkwasser für Töging

Freizeit- und Sportanlagen

Städtisch

  • Mehrzweckhalle Töging mit Dreifachturnhalle und Bundeskegelbahn
  • Stadtbücherei
  • Städtisches Schwimmbad Hubmühle

In Vereins- oder Privatbesitz

  • FC-Sportplatz am Wasserschloss
  • Stocksporthalle der Eis- und Stockschützen im TUS Töging in Hubmühle
  • TC/TUS Töging-Tennisplatzanlage Hubmühle
  • FC-Fußballplatz am Harter Weg
  • SSV-Tennisplätze am Harter Weg
  • FC Töging-Fußballausweichplatz am Freibad
  • Reitsportanlage „Auwaldhof“ der Pegasus Reitsport GmbH Töging
  • Schützenstand der Inntaler Schützengesellschaft e. V. am Beethovenplatz
  • Schützenstand der Schützengesellschaft Töging e. V. im Gasthaus Springer

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Pfarrkirche St. Johann Baptist: gotisches, Hans Stethaimer zugeschriebenes Gotteshaus, um 1500 mit romanischen Wandresten errichtet, 1640 erstmals renoviert und 1728 mit einem barocken Vorhaus versehen, 1923 wesentlich mit einem größeren neubarocken Anbau erweitert.
  • Barocke Dreifaltigskeitskirche in Häublberg, Gemeindeteil Engfurt, mit Klausnerei
  • Kraftwerk Töging und Innkanal
  • Hochzeitsbrunnen am Rathausplatz, nach einem Entwurf des Eggenfeldener Bildhauers Joseph Michael Neustifter
  • Ortsteil Engfurt: Eremitage mit kath. Kapelle Hl. Dreifaltigkeit. Über einer Flussschleife der Isen malerisch gelegene Baugruppe aus Kapelle und Wohnbau auf rechteckigem Grundriss 1718. errichtet Direkt in der Nähe ist das unten angeführte Geotop.

Brauchtum

  • Dreikönigssingen, 1927 von Jürg Reichenbach begründet
  • Enzianbühne, 1948 gegr.
  • Maibaumaufstellen

Museum

  • Heimatmuseum des Töginger Heimatbundes e. V. im ehemaligen Strotög-Gebäude
  • Eisenbahnschauanlage im Kulturzentrum Kantine (Modelleisenbahnclub Töging e. V.)

Geotope

  • Isen-Prallhang bei Aresing mit bis zu 1,5 m vorstehenden „Dächern“ aus karbonatisch verfestigten Sanden; geowissenschaftlicher Wert: „Besonders wertvoll“.

Biotope

  • Flächenhaftes Naturdenkmal ND 01203: Wildmann-Hölzl; 0,85 ha; Koordinaten: 48.26773, 12.59052.

Persönlichkeiten

Mit Töging verbunden

  • Wilhelm Hoegner (1887–1980) – Jurist und Politiker (SPD), bayerischer Ministerpräsident
  • Christa Stewens (* 1945) – Politikerin (CSU), bayerische Ministerin
  • Georg Kofler (* 1957) – Südtiroler Manager
  • Viola von der Burg (* 1965) – Schauspielerin
  • Karin Kasböck und Christoph Leitner, Videokünstler
  • Alexandra Burghardt (* 1994) – deutsche Leichtathletin
  • Stefan Zauner (* 1952) - deutscher Musiker (Münchener Freiheit)

In Töging geboren

  • Fritz Schösser (* 1947) – Vorsitzender des DGB-Bezirks Bayern, ehemaliger MdL, MdB und MdS (SPD), Mitglied des Rundfunkrats des Bayerischen Rundfunks
  • Ambros Seelos (1935–2015) – Saxophonist, Klarinettist, Bandleader und Arrangeur
  • Ruth Wendlinger – Dt. Meisterin im Judo (Mittelgewicht)

Ehrenbürger der Stadt

  • Kaspar Marschall (1885–1960), Geistlicher Rat, stand von 1921 bis zu seinem Tode zunächst der Expositur, dann der Pfarrei Skt. Johann Baptist vor. Er veranlasste 1923 den Erweiterungsbau der Pfarrkirche, führte die Grundstücksverhandlungen zur Errichtung des im Jahre 1932 erstellten Schulhauses durch, war der Begründer des Schwesternheimes und der Kindergärten in Ort und Siedlung. Sein größtes Werk war der Neubau der Kirche in der Stammarbeitersiedlung 1953. Marschall erhielt die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Töging am Inn im Jahre 1922.
  • Erich Friemel (1913–1998), Prälat, war von 1960 bis 1997 Stadtpfarrer der Pfarrei Skt. Johann-Baptist. Für sein umfassendes seelsorgerliches und organisatorisches Wirken in der Stadt Töging wurde er 1987 mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet.
  • Max Saalfrank (1925–2007), Altbürgermeister (SPD), stand von 1965 bis 1996 an der Stadtspitze. Er hat sich in vielfältigen, politischen Funktionen (Kreisrat, Bezirksrat, Mitglied des Präsidiums und des Hauptausschusses des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Bayern sowie als Verbandsmitglied im Bayerischen und Deutschen Städtetag) um seine Heimatkommune und den Landkreis Altötting verdient gemacht. Dafür erhielt er 1997 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Töging, 1999 den Ehrenring in Gold des Landkreises Altötting.

Städtepaten- und partnerschaften

  • : Anlässlich der Stadterhebung am 23. September 1972 übernahm die Stadt Trostberg die Patenschaft für die junge Stadt Töging am Inn. Die Wahl fiel auf die Industriestadt wegen ihrer nahezu identischen Kommunalentwicklung, vor allem im industriellen Bereich.
  • : Seit einigen Jahren pflegt die Freiwillige Feuerwehr Töging engen Kontakt mit Feuerwehrkollegen aus dem oberösterreichischen Sierning. Intensiviert wurde durch diese Verbindung auch der Kontakt zwischen den beiden Kommunen und ihren politischen Entscheidungsträgern.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Töging am Inn

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