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Heusweiler
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Heusweiler
Saarbrücker Str. 35
66265 Heusweiler

http://www.heusweiler.de

Heusweiler

160pxAbb. 1 Wappen von Heusweiler
Basisdaten
Bundesland Saarland
Höhe 232 m
Fläche 39.94 km2
PLZ 66265
Vorwahl 06806
Gliederung 7 Gemeindebezirke
Website www.heusweiler.de
Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU)
Heusweiler ist eine saarländische Gemeinde im Regionalverband Saarbrücken und Hauptort des oberen Köllertals.

Geographie

Lage

Heusweiler liegt im oberen Köllertal, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Saarbrücken. Das Gebiet der Gemeinde Heusweiler grenzt im Süden an die zum Regionalverband Saarbrücken gehörende Stadt Püttlingen, die Gemeinde Riegelsberg und die Landeshauptstadt Saarbrücken, sowie im Osten an die Gemeinde Quierschied. Im Westen grenzt Heusweiler an die zum Landkreis Saarlouis gehörende Gemeinde Saarwellingen und im Norden an die Stadt Lebach im Landkreis Saarlouis, sowie an die Gemeinden Eppelborn und Illingen im Landkreis Neunkirchen. Die Gemeinde Heusweiler ist mit einer Fläche von rund 40 km² nach den Städten Saarbrücken und Völklingen die drittgrößte Gemeinde im Regionalverband Saarbrücken.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Heusweiler gliedert sich in sieben Gemeindebezirke (Einwohnerzahlen: Stand 1. Januar 2010):

Gemeindebezirk Einwohner
Eiweiler 2.410
Heusweiler 7.271
Holz 3.996
Kutzhof 2.338
Niedersalbach 1.718
Obersalbach-Kurhof 677
Wahlschied 1.597

Zu Eiweiler gehören die Ortsteile Hellenhausen und Kirschhof, zu Heusweiler die Ortsteile Hirtel, Berschweiler, Dilsburg und Bietschied sowie zu Kutzhof die Ortsteile Lummerschied und Numborn.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Heusweiler war schon zu römischer und gallo-romanischer Zeit besiedelt, wie Funde aus dieser Zeit belegen. So wurden bei der Beseitigung des Abraumes über einem Steinbruch im Distrikt Axenbüsch, dem heutigen Kirschhof, 1841 die Reste einer großen römischen „Villa rustica“ gefunden, und bei den Bauarbeiten für die Köllertalbahn 1908/1909 wurde unter anderem ein gallo-romanisches Urnengräberfeld entdeckt.

Im Jahr 1274 wurde Heusweiler zum ersten mal urkundlich erwähnt, als den Brüdern Moemund und Joffried von der Grafschaft Saarbrücken der Hof zu Huswilre als Lehen übertragen wurde. Als Ludwig der Schwarze, Herzog von Pfalz-Zweibrücken, raubend und plündernd durch das Köllertal zog, wurde Heusweiler im Jahr 1471 völlig zerstört. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde Heusweiler wiederum zerstört und nahezu entvölkert, wie ein Bericht des Saarbrücker Rentmeisters Klicker aus dem Jahr 1635 darlegt.

Nach dem Jahr 1792 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) in das französische Staatsgebiet eingegliedert. Von 1798 bis 1814 gehörte Heusweiler zum Kanton Lebach im Saardepartement. Unter der französischen Verwaltung wurden Mairien gebildet. Die Mairie Heusweiler vereinigte schon damals im Wesentlichen alle Ortsteile, die auch heute zur Gemeinde Heusweiler gehören. Nur die Orte Kurhof, Obersalbach, und Niedersalbach gehörten zur Mairie Sellerbach.

Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongreß getroffenen Vereinbarungen kamen große Teile des Linken Rheinufers, darunter auch Heusweiler, dauerhaft zum Königreich Preußen. Aus der vormaligen Mairie Heusweiler entstand die Bürgermeisterei Heusweiler im neu gebildeten Kreis Saarbrücken, in die 1816 Obersalbach, Kurhof und 1892 Niedersalbach eingegliedert wurden.

1935 wurde in Heusweiler der Mittelwellensender Heusweiler errichtet. Er war zeitweise der stärkste MW-Sender der ARD.

Im Ortsteil Bietschied wurden im Zweiten Weltkrieg Personen, die von Nationalsozialisten gesucht wurden (abgeschossene alliierte Kampfpiloten, flüchtige Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter) von der Fluchthelfergruppe Junger Bundschuh versteckt, um sie anschließend ins Ausland zu schleusen.

Auf dem Gemeindefriedhof im Ortsteil Heusweiler befindet sich die Grabstätte der sowjetischen Fremdarbeiter, die von 1942 bis 1945 im Bergbau und im Gleisbau der Reichsbahn eingesetzt waren.

1936 entstand aus den Orten Obersalbach, Kurhof und Niedersalbach die eigenständige Gemeinde Salbach.

Am 1. Januar 1958 wurde die Gemeinde Salbach aufgelöst und auf die beiden Nachfolgegemeinden Niedersalbach und Obersalbach-Kurhof aufgeteilt.

Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland wurde am 1. Januar 1974 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Heusweiler, Eiweiler/Saar, Holz, Wahlschied, Kutzhof, Niedersalbach und Obersalbach-Kurhof die heutige Gemeinde Heusweiler gebildet.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung
Stand Einwohneranzahl
31. Dezember 1998 19.963
31. Dezember 1999 20.030
31. Dezember 2000 20.166
31. Dezember 2001 20.235
31. Dezember 2002 20.201
31. Dezember 2003 20.093
31. Dezember 2004 20.127
31. Dezember 2005 20.015
31. Dezember 2007 20.395
31. Dezember 2009 19.619
31. Dezember 2012 18.042

Politik

Gemeinderat

Die letzten Gemeinderatswahlen in Heusweiler fanden am 25. Mai 2014 statt.

Partei Stimmenanteil 2014 Sitze 2014 Stimmenanteil 2009 Sitze 2009
CDU 37,0 % 13 34,8 % 12
SPD 32,5 % 11 31,3 % 11
FDP 9,1 % 3 11,2 % 3
AfD 6,5 % 2
DIE LINKE 5,9 % 2 11,7 % 4
NÖL Heusweiler 4,8 % 1 7,0 % 2
GRÜNE 4,2 % 1 4,0 % 1

Bürgermeister

  • bis 1974: Paul Quirin, SPD
  • 1974–1994: Alois Stephan, CDU
  • 1994–2002: Josef Zeimetz, CDU
  • 2002–2010: Rainer Ziebold, SPD
  • ab 2010: Thomas Redelberger, CDUBei der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters am 11. Oktober 2009 konnte sich Thomas Redelberger (CDU) gegen den Amtsinhaber Ziebold durchsetzen. Redelberger trat sein Amt am 1. Dezember 2010 an.

Gemeindepartnerschaften

Heusweiler unterhält Gemeindepartnerschaften mit der französischen Gemeinde Orvault (seit 1988) und der Stadt Markneukirchen im sächsischen Vogtland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Sehenswert in der Ortsmitte von Heusweiler ist die evangelische Pfarrkirche. Früheste Zeugnisse der Kirche stammen aus dem 12. Jahrhundert. Die Pfarrei „Husiler“ wurde 1330 erwähnt. Im Zuge der Reformation wurde die Kirche am 31. Oktober 1575 lutherisch, dokumentiert im Pfarrregister von 1576. Von beiden Konfessionen wurde die Kirche ab 1685 bis zum Neubau der katholischen Kirche Mariä Heimsuchung im Jahr 1862 genutzt. Bei der Renovierung 1911 blieb der Chor aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Das ursprüngliche barocke Kirchenschiff von 1719 wurde ersetzt. Sakristei und Turm wurden am Chor angefügt. Im klassizistischen Stil wurde der Kircheneingang gestaltet. Der Grabstein des den Neubau vorantreibenden Pfarrers Gustav Weber ist rechts vom Eingang angebracht.

Die Berschweiler Ölmühle (1472 erstmals als Lohmühle urkundlich erwähnt, derzeitiges Gebäude 1767–1779 erstellt) wurde mit einem oberschlächtigen Mühlrad angetrieben. Ihre Konstruktion ist weitgehend erhalten.

Sport

Aus dem Gemeindeteil Kutzhof stammt der FC Kutzhof.

Der Tischfußballclub Heusweiler wurde 1962 gegründet. Einer der mannschaftsstärksten Tischtennisvereine des Saarlandes ist der DJK Heusweiler Tischtennis e. V.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Heusweiler liegt im Schnittpunkt zweier Bundesautobahnen, und zwar der A 1 und der A 8. Über die A 8 (Perl – Bad Reichenhall) verfügt Heusweiler über einen unmittelbaren Autobahnzugang nach Luxemburg.

Die Saarbahn, eine Schienenschnellbahn, bindet Heusweiler, das zuvor über keine Eisenbahnverbindung mehr verfügte, verkehrstechnisch über Walpershofen und Riegelsberg an Saarbrücken an. Nach mehrfacher Verzögerung wurde der Abschnitt nach Heusweiler am 30. Oktober 2011 in Betrieb genommen. Die Weiterführung der Saarbahn nach Lebach ist nach jahrelanger Bauzeit am 5. Oktober 2014 in Betrieb genommen worden.

Persönlichkeiten

  • Rudolf Strempel (1891–1981), Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten und Hochschullehrer in Homburg

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Heusweiler

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