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Stadtplan Alfter

Alfter

160pxAbb. 1 Wappen von Alfter
Basisdaten
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Kreis Rhein-Sieg-Kreis
Höhe 76 m
PLZ 53347
Vorwahl 02222 (nur Ortschaft Alfter), 0228
Gliederung 5 Ortschaften
Website www.alfter.de
Bürgermeister Rolf Schumacher (CDU)

Alfter ist eine Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens, am westlichen Stadtrand von Bonn. Es ist die einwohnerstärkste Gemeinde in Nordrhein-Westfalen ohne Stadtrecht.

Geographie

Lage

Die Gemeinde Alfter liegt unmittelbar westlich der Bundesstadt Bonn am südlichen Rand des Vorgebirges. Sie grenzt im Norden an die Stadt Bornheim, im Osten an die Stadt Bonn, im Süden an die Städte Meckenheim und Rheinbach und im Westen an die Gemeinde Swisttal.

Alfter umfasst eine Fläche von etwa 35 km², davon 18 km² landwirtschaftliche Nutzfläche und 8 km² Wald.

Die höchste Erhebung liegt nahe dem Dickbaumskreuz () in der Ortschaft Witterschlick mit , der niedrigste Punkt liegt in der Flur Am neuen Weiher () mit . Durch Alfter fließen der Alfterer Bornheimer Bach und der Hardtbach mit zahlreichen Zuflüssen.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus folgenden fünf Ortschaften:

Fläche
in km²
Einwohner
1939 1970 2014 2016 2019
Alfter mit Birrekoven und Olsdorf 11,94 3.437 5.302 8.411 8.934 8.663
Gielsdorf 4,10 629 974 1.868 1.966 1.903
Oedekoven 4,34 694 2.657 5.340 5.754 5.441
Impekoven mit Nettekoven und Ramelshoven 4,32 377 1.159 2.155 2.323 2.130
Witterschlick mit Volmershoven und Heidgen 10,06 2.133 4.419 5.729 6.129 5.946
Insgesamt 34,76 7.270 14.511 23.503 25.106 24.083

Alfter

Die Ortschaft Alfter wird erstmals 1067 urkundlich erwähnt. Sie führte damals den Namen Alvetra. Später hieß der Ort Halechtre (1116), Alftera (1196) bzw. Alffter (1618). Bis 1969 war Alfter eine selbständige Gemeinde mit den Orten Birrekoven und Olsdorf. Zu Alfter gehörte der untergegangene Ort Pelz, der nur noch im Straßennamen „Pelzstraße“ fortbesteht. Zeitweise gehörte auch Roisdorf zur Herrlichkeit Alfter im kurkölnischen Amt Brühl. Seit 1969 ist Alfter nördlichste Ortschaft der Gemeinde Alfter. Mit 8663 Einwohnern ist sie die größte Ortschaft der Gemeinde.

Die „Hangmotte“ genannte Erdwallanlage, eine ehemalige Fliehburg befindet sich zwischen der Straße Görreshof im Süden und dem Buchholzweg im Norden (südlich von Herrenhaus Buchholz).

Die Burg Alfter stammte (spätestens) aus dem 12. Jahrhundert (erstmals erwähnt 1117, Herren de Halechtre). Ab 1188 war mit dem Anwesen das kurkölnische Erbmarschallamt verbunden. Im 15. Jahrhundert kam sie in den Besitz der Familie Salm-Reifferscheidt-Dyck. Nachdem die Burg 1468 durch Brand zerstört wurde, erhielt das Schloss Alfter im 18. Jahrhundert seine heutige Gestalt. In nächster Nähe zum Schloss steht die katholische Kirche Sankt Matthäus sowie ein Gebäude, das nach der Grundschule seit 1992 die öffentliche Bücherei St. Matthäus beherbergt, und ein Fachwerkhaus, dessen Geschichte bis in das 17. Jahrhundert zurückgeht.

Der jüdische Friedhof (Beth Olam – Haus der Ewigkeit) an der Grenze zu Bornheim wurde laut Gedenkstein erstmals 1719 urkundlich erwähnt. Die jüdische Gemeinde in Alfter (sie bestand seit mindestens Anfang des 17. Jahrhunderts) ist durch den Holocaust des NS-Staates ausgelöscht worden. Alfter hat 1949 die Pflege des Friedhofs übernommen. Er steht seit 1987 unter Denkmalschutz.

Inzwischen mit Alfter zusammengewachsen sind die kleineren Ortschaften Birrekoven und Olsdorf, die beide nie selbständig waren. Birrekoven liegt im Südwesten Alfters nahe Gielsdorf. Zwischen diesem und Birrekoven liegen der Mirbach und einige Felder. Birrekoven hat eine eigene kleine Kapelle „Mariä Opferung“. Oberhalb von Birrekoven liegt zudem die „Judas-Thaddäus-Kapelle“. Zu Olsdorf gehört der oberhalb auf der Olsdorfer Heide gelegene Johannishof. Der Johannishof war ein großer Bauernhof, der von Halfen bewirtschaftet wurde. Heute ist er Sitz der Alanus-Hochschule. Olsdorf wurde in früherer Zeit auch Alsdorf geschrieben.

Gielsdorf

Der am Vorgebirgshang gelegene Ort mit 1903 Einwohnern war ursprünglich von der Landwirtschaft geprägt, bis Anfang des 20. Jahrhunderts auch vom Weinbau. In der Ebene an der Grenze zu Bonn findet man noch heute Gemüseanbaubetriebe. Der in der Vergangenheit für das Vorgebirge charakteristische Obstbau ist nahezu ganz untergegangen. Insbesondere die ehemaligen Weinberghanglagen Gielsdorfs wurden in großem Umfang bebaut.

Im Ortskern finden sich neben der katholischen Pfarrkirche St. Jakobus einige schöne Fachwerkhöfe. Hierzu zählt unter anderem der ehemalige Hof des Kurfürsten, auf dem dessen Statthalter lebte. An der Stelle des Statthalterhofes befand sich früher die Burg Gielsdorf, ein kölnisches Lehen der Grafen von Sayn. Unterhalb der Kirche liegt der Zehnthof als ursprüngliche Besitzung des Bonner Stiftes St. Cassius. Dieser ist seit Jahrhunderten im Adelsbesitz unter anderem der Familien von Groote, von Siersdorf und von Geyr.

In Gielsdorf sind ein Musikverein, der einzig noch verbliebene Junggesellenverein der Gemeinde, eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr, die Gielsdorfer Möhnen und der Trägerverein „Dorfgemeinschaftshaus Gielsdorf“ beheimatet.

Oedekoven

Die bis 1969 selbständige Gemeinde Oedekoven ist mit 5441 Einwohnern die drittgrößte Ortschaft der Gemeinde Alfter. Der ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Ort ist in erster Linie Wohnort in unmittelbarer Nähe zur Stadt Bonn.

Impekoven

Impekoven ist eine Ortschaft der Gemeinde Alfter mit 2130 Einwohnern. Bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 war Impekoven eine eigenständige Gemeinde. Letzter Bürgermeister war Karl Schumann. Impekoven ist Standort der katholischen Kirche St. Mariä Heimsuchung, erbaut von dem bekannten Architekten Gottfried Böhm. Seit 2000 ist Impekoven durch zahlreiche Neubaugebiete gewachsen.

Zu Impekoven gehören die Orte Ramelshoven und Nettekoven. Ramelshoven entstand aus dem Weiler der Burg Ramelshoven; im unteren Teil von Impekoven ist ein Gewerbegebiet beheimatet.

Witterschlick

Die Ortschaft Witterschlick liegt im südlichen Teil der Gemeinde und ist mit 5946 Einwohnern die zweitgrößte Ortschaft. Witterschlick wurde bereits in der Vergangenheit nach der Entdeckung von Tonvorkommen in der Umgebung industrialisiert.

Volmershoven-Heidgen

Volmershoven-Heidgen ist der südlichste Ort der Gemeinde Alfter. Dieser Ort wird verwaltungstechnisch zur Ortschaft Witterschlick gezählt. Volmershoven-Heidgen hat aber immer sein eigenes Vereins- und Kulturleben behalten.

Geschichte

Funde belegen, dass die Gegend um Alfter seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. Ebenso war das Gebiet in fränkischer und römischer Zeit besiedelt. Seit der Römerzeit waren die Orte des Vorgebirgshanges ein wichtiges Weinanbaugebiet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde vornehmlich Spätburgunder angebaut. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Alfter stammt aus dem Jahr 1067, die von Impekoven aus 1171 und die von Gielsdorf aus den Jahren 801 bis 814.

Landesherrlich war das heutige Gebiet der Gemeinde Alfter Teil des Kurfürstentums Köln. Der Ort Alfter gehörte zur Herrlichkeit Alfter (mit Birrekoven, Olsdorf und Roisdorf), die im Besitz der Grafen von Salm-Reifferscheid war, Gielsdorf gehörte zum Dingstuhl Gielsdorf, Oedekoven zum Dingstuhl Duisdorf, Witterschlick zum Dingstuhl Godesberg. Nach der Inbesitznahme des linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) und der Einführung neuer Verwaltungsstrukturen (1798) wurden die Ortschaften der „Mairie Oedekoven“ zugeordnet, die zum Kanton „Bonn externe“ im Rhein-Mosel-Département gehörte. Roisdorf kam zur „Mairie Waldorf“. Unmittelbar an der nördlichen Grenze von Alfter verlief damals die Grenze zum Rur-Département. Nach den auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen, die Mairie wurde in die Bürgermeisterei Oedekoven im Landkreis Bonn überführt, zu der auch die Bonner Stadtteile Buschdorf und Lessenich/Meßdorf gehörten.

Die Bürgermeisterei Oedekoven (ab 1927 „Amt Oedekoven“) ging 1937 im Amt Duisdorf auf. Die Gemeinde Alfter entstand am 1. August 1969 im Zuge der kommunalen Gebietsreform aus den ehemals selbständigen Gemeinden Alfter, Gielsdorf, Impekoven, Oedekoven und Witterschlick. 1973/74 erhielt die neugebildete Gemeinde Alfter ein neues Rathaus, das nach Entwürfen der Planungsgruppe Stieldorf an einem leichten Osthang als dreiflügelige, verglaste Bauanlage in Stahlbetonskelettbau­weise entstand. Zum Zeitpunkt der Errichtung befand es sich auf unbebautem Gelände östlich von Oedekoven.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1998 20.326
1999 20.623
2000 20.907
2001 21.350
2002 21.567
2003 21.684
Jahr Einwohner
2004 22.125
2005 22.569
2007 22.868
2008 22.807
2009 22.895
2010 22.820
Jahr Einwohner
2011 22.988
2015 23.435
2016 23.531
2017 23.527
2018 23.622

Religion

Bis in das 19. Jahrhundert war die Bevölkerung fast ausschließlich römisch-katholisch. Lediglich im Ort Alfter gab es eine kleine jüdische Gemeinde. Ursprünglich gab es nur die katholischen Pfarreien Alfter und Witterschlick. Im 20. Jahrhundert wurden auch Gielsdorf (1920) und Oedekoven selbständige Pfarreien. Gielsdorf und Oedekoven hatten zuvor der Pfarrei Lessenich angehört. Inzwischen bilden die Pfarreien Alfter, Witterschlick, Gielsdorf, Oedekoven mit Impekoven und Volmershoven-Heidgen die Pfarreiengemeinschaft Alfter. Seit 2007 besteht die Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst mit der Jesus-Christus-Kirche, die bereits 1962 erbaut wurde. Alfter ist der 3. Pfarrbezirk der Evangelischen Kirchengemeinde Vorgebirge, zu der auch Bornheim und Hemmerich gehören. Die Kirchen in den Orten sind charakteristisch und stellen Sehenswürdigkeiten dar. Außerdem gibt es in Witterschlick eine muslimische Gemeinde.

Religionszugehörigkeit <span style="font-weight:normal;">(Stand: 2011)</span>
Kirche/Gemeinschaft Anzahl %
Römisch-katholische Kirche 12.110 53,1
Evangelische Kirche 4.910 21,5
Evangelische Freikirchen 330 1,5
Orthodoxe Kirchen 310 1,4
Sonstige 600 2,7
Keiner ö.-r. Religionsgesellschaft zugehörig 4.530 19,9

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat ist die kommunale Volksvertretung der Gemeinde Alfter. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 13. September 2020 statt.

Bürgermeister und Ortsvorsteher

2009 wurde Rolf Schumacher als hauptamtlicher Bürgermeister gewählt und 2014 sowie 2020 im Amt bestätigt. Erste stellvertretende Bürgermeisterin ist Luise Wiechert (CDU), zweite stellvertretende Bürgermeisterin ist Jeanette Schroerlücke (Grüne).

Folgende Ortsvorsteher wurden vom Gemeinderat gewählt:

Ortschaft Ortsvorsteher
Alfter Norbert Lehna (CDU)
Gielsdorf Elke Thomer (CDU)
Impekoven Ilse Niemeyer (CDU)
Oedekoven Brigitte Schächter (CDU)
Witterschlick Knut Kiesewetter (parteilos)

Liste der Bürgermeister und Gemeindedirektoren

Bürgermeister:

  • Heinrich Arenz (CDU), 1969–1989
  • Bärbel Steinkemper (CDU), 1989–1997 ehrenamtlich, 1997–2009 hauptamtlich
  • Rolf Schumacher (CDU), seit 21. Oktober 2009

Gemeindedirektoren:

  • Johannes Janssen (CDU), 1969–1970 Beauftragter für die Aufgaben des Gemeindedirektors, 1970–1976 Gemeindedirektor
  • Norbert Linnenborn (CDU), 1976–1989
  • Bodo Kerstin (FDP), 1989–1997Nach dem Ausscheiden Kerstins aus dem Amt wurde das Amt des Gemeindedirektors in Alfter abgeschafft. An die Stelle trat die hauptamtliche Bürgermeisterin.

Wappen

Gemeindepartnerschaften

Alfter unterhält Partnerschaften mit dem französischen Châteauneuf-sur-Charente im Département Charente und dem brandenburgischen Beelitz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kunst

Die Kunst in Alfter ist durch die Alanus Hochschule geprägt. Überall im Ort finden sich Exponate, insbesondere im Ortszentrum Schloss/Hertersplatz/Herrenwingert, im Broich-Park und vor allem am Johannishof (Campus I).

Darüber hinaus gibt es folgende Erlebniswege

  • Kunst- und Kulturlandschaftspfad Streuobst
  • Kultur-Erlebnisweg Alfter
  • Kulturerlebnisweg Witterschlick

Bauwerke und Denkmäler

Baudenkmäler

Auf dem Gebiet der Gemeinde Alfter sind 120 (Stand: April 2015) bauliche Anlagen oder Teile baulicher Anlagen als Baudenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalens ausgewiesen. Sie sind in der Denkmalliste der Gemeinde Alfter eingetragen.

Bodendenkmäler

Zu den Bodendenkmälern in Alfter gehören die „Alte Burg“, die „Abschnittsbefestigung Witterschlick“, mehrere römische Übungslager und die „Römische Wasserleitung“.

Grünflächen und Naherholung

Im Gebiet der Gemeinde liegen die Naturschutzgebiete Dürrenbruch, Kottenforst, Waldville und Tongrube Witterschlick.

Der Naherholung dienen der Naturpark Rheinland, der teilweise auf Alfterer Gebiet liegt, mit der Ville und dem Vorgebirge. Größere, offene Wasserflächen gibt es in Alfter nicht, dafür ortsnahe/innerörtliche Parks (Jakob-Wahlen-Park, Broich-Park) mit kleinen Wasserflächen, gespeist durch den Alfterer Bornheimer Bach bzw. seine Zuflüsse.

Der Schlosspark ist öffentlich nicht zugänglich.

Alfter gehört zu den Gemeinden, die im Grünen C zusammengeschlossen sind. Mit dem Wegenetz, den Stationen und anderen Elementen des Grünen C wurde versucht, weitere Elemente der Naherholung zu schaffen.

Sport

Badminton

Der Badminton Club Witterschlick e. V. (BCW) ist ein Badmintonverein mit etwa 80 Mitgliedern. Er wurde 1979 gegründet und gehört dem Badminton Landesverband NRW e. V. an. Bis 1981 hatte der BCW seine Spielstätte in der Mehrzwecksporthalle Volmershoven. Folgend wurden das Training und die Wettkämpfe in die damals neu gebaute Dreifachturnhalle nach Oedekoven verlegt, wo der Verein bis heute mit seinen Mitgliedern trainiert. In der Vergangenheit wurden Mannschaften für die Bezirksliga und Bezirksklasse sowie Kreisliga und Kreisklasse aufgestellt. Aktuell ist der BCW mit seinen Senioren in der Kreisklasse und mit seiner Jugend in der Bezirksliga vertreten.

Fußball

Einer der Fußballvereine der Gemeinde, der VfL Alfter, spielt in der Mittelrheinliga, der höchsten Liga des Fußballverbandes Mittelrhein und der fünfthöchsten Spielklasse in Deutschland. Die zweite Mannschaft des VfL Alfter spielt in der Kreisliga B, der zweithöchsten Spielklasse im Fußballkreis Bonn. Der Sportplatz der Ortschaft Alfter, das sogenannte Waldstadion, befindet sich wie die Alanus-Hochschule auf dem Vorgebirgsberg am Strangheidgesweg. Auf dem ehemaligen Tennenplatz wurde im Sommer 2008 ein Kunstrasen verlegt.

Weitere Fußballmannschaften gibt es in Oedekoven (Blau-Weiß Oedekoven (Kreisliga B)), Impekoven (SV Germania Impekoven (Kreisliga B)), Witterschlick (TB 1906 Witterschlick (Kreisliga B)) und in Volmershoven-Heidgen (SC Volmershoven-Heidgen (Kreisliga A)). Alle Vereine spielen auf Kunstrasenplätzen.

Tennis

Der Tennisclub Alfter (TC Alfter e. V.) nimmt an den Mannschaftsmeisterschaften des Tennisverbandes Mittelrhein teil.

Tischtennis

Der TTC Blau-Weiß Alfter e. V. ist einer der ältesten Tischtennisclubs des Westdeutschen TT-Verbandes. Er entstand 1946 aus Mitgliedern des Schützenvereins, deren junge Mitglieder aufgrund des Nachkriegs-Schießverbotes ein neues Betätigungsfeld suchten. Seitdem nimmt der TTC Alfter am Spielbetrieb des Westdeutschen Tischtennisverbandes mit Damen-, Herren-, Jugend- und Schülermannschaften teil.

Die TTG Witterschlick e. V. entstand 1970 aus den beiden Tischtennisvereinen TTC Blau-Rot Witterschlick und der TTF Witterschlick. Sechs Herrenmannschaften und verschiedene Schüler- und Jugendmannschaften nehmen am Spielbetrieb des Westdeutschen Tischtennisverbandes teil.

Sonstiges

Der Sportverein Alfterer Sport-Club (ASC) verfügt über Volleyball-, Leichtathletik-, Radsport-, Breitensport und Walkingabteilungen.

Seit Ende 2015 bietet der TB 1906 Witterschlick neben Fußball und Breitensport auch American Football an. Trainiert und gespielt wird im „Stadion im Tonrevier“. Die Mannschaft spielt als „Fighting Miners“ in der Landesliga NRW Gruppe Süd des AFCV NRW.

Der Judoclub-Alfter-Bornheim bietet Training und Turniere für alle Gewichts- und Altersklassen an.

Kulinarische Spezialitäten

Alfter liegt in einem klimatisch und geologisch begünstigten Gebiet, so dass viele Sorten Salat, Kräuter und Gemüse wie auch Erdbeeren und Rhabarber gut gedeihen. Insbesondere der Alfterer Spargel (Anbaugebiet „Bornheim“) war schon frühzeitig überregional bekannt und gefragt. Spargel in allen denkbaren Varianten ist deshalb in der Saison Bestandteil der Speisekarten der örtlichen Restaurants. Zu den Alfterer Spezialitäten zählt auch der Rebellenblut genannte Brombeerwein.

Wirtschaft und Infrastruktur

Alfter verfügt mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 23.900 Euro (KKZ 109,3) über die siebthöchste Kaufkraft im Rhein-Sieg-Kreis (Stand 2015).

Verkehrsanbindung

An der Voreifelbahn (Bonn–Euskirchen), auf der die S-Bahnlinie 23 verkehrt, befinden sich mit Witterschlick und Impekoven zwei Haltepunkte im Gebiet der Gemeinde Alfter. Im Hauptort liegt der Haltepunkt Alfter/Alanus Hochschule der Vorgebirgsbahn, wo die Linien 18 und 68 des Stadtbahnnetzes Rhein-Sieg verkehren. Weiterhin verkehren in Alfter Linienbusse der Regionalverkehr Köln und SWB Bus und Bahn. Alfter gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).

Linie Verlauf Takt

An das Fernstraßennetz ist die Gemeinde Alfter über die Bundesautobahnen 565 (Ausfahrt Bonn-Hardtberg) und 555 (Ausfahrt Bornheim (Rhld.)) sowie die Bundesstraße 56 angebunden. Durch Alfter verlaufen die Landesstraßen 113, 183 und 183n sowie die Kreisstraßen 5, 12 und 12n.

In Alfter waren am 1. Januar 2018 15.644 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon 13.305 Pkw.

Ansässige Unternehmen

In Witterschlick befindet sich die Hauptverwaltung der Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer AG, dem größten deutschen Hersteller von Fliesen.

In Oedekoven befindet sich der Hauptsitz des 1931 in Alfter, Holzgasse, gegründeten Baustoff-Großhandelsbetriebes „Baustoff Fassbender Tenten“, dem inzwischen größten Baustoffhändler in der Region Bonn. Die Firma beschäftigt rund 730 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von 170 Millionen Euro.

In Alfter hatte die „Brombeerweinkellerei Rebellenblut“ ihren Firmensitz. Heute wird das Rebellenblut von dem Alfterer Unternehmen Schwadorf Handel und Logistik GmbH & Co. KG vertrieben.

Im Übrigen ist Alfter landwirtschaftlich geprägt. Rund die Hälfte des Gemeindegebietes ist landwirtschaftliche Nutzfläche. Eine Vielzahl landwirtschaftlicher Kleinbetriebe erzeugt neben Salat, Gemüse (vgl. oben) und Kräutern auch Schnittblumen.

Öffentliche Einrichtungen

Alle Ortschaften verfügen über öffentliche Büchereien:

  • Öffentliche Bücherei St. Matthäus Alfter – als „Stadtbücherei in kirchlicher Trägerschaft“ (Vertragsbücherei) und Mitglied der Onleihe Rhein-Sieg
  • Katholische Öffentlichen Bücherei St. Mariä Himmelfahrt Oedekoven
  • Katholische Öffentlichen Bücherei St. Lambertus Witterschlick
  • Katholische Öffentliche Bücherei St. Maria Hilf Volmershoven-HeidgenAm Herrenwingert steht ein öffentlicher Bücherschrank.

In Alfter hat sich ein FreilichtWanderTheater etabliert.

  • Freilichtbühne Alfter – Mitglied im Verband Deutscher Freilichtbühnen

Exponate und Veranstaltungen zur Ortsgeschichte gibt es im Haus der Alfterer Geschichte, das sich selbst als „Regionalmuseum“ bezeichnet.

Bildung

Tageseinrichtungen für Kinder

Schulen

Weiterbildungseinrichtungen

  • Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter
  • Volkshochschule Bornheim/Alfter (Kommunales Weiterbildungszentrum für die Stadt Bornheim und die Gemeinde Alfter)

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Cecilie Fürstin Salm-Reifferscheidt-Krautheim und Dyck geb. Prinzessin Salm-Salm (1911–1991), lebte von 1930 bis 1961 im Schloss Alfter.
  • Heinrich Arenz (1923–2004), erster Bürgermeister der Gemeinde Alfter nach der kommunalen Neuordnung 1969; 1990 Ehrenbürgermeister der Gemeinde Alfter.

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Erich Linden (1898–?), Bildhauer und Maler in Aachen
  • Wilhelm Maucher (1903–1993), Friedenskämpfer und Brombeerweinproduzent
  • Wilhelm Weber (1906–1990), Politiker (SPD), Landtagsabgeordneter
  • Paul Schneider (1920–2002), Organist und Hochschullehrer
  • Johann Gimnich (1925–1998), Bürgermeister der selbständigen Gemeinde Alfter von 1960 bis 1969
  • Marie Christine Altgräfin zu Salm-Reifferscheidt-Krautheim und Dyck (1932–2010), Tochter von Fürstin Cecilie (Ehrenbürgerin) und Mutter von Simeon Reichsgraf Wolff Metternich zur Gracht (Eigentümer von Schloss Alfter)
  • Elisabeth Heister-Neumann (* 1955), Politikerin (CDU), Niedersächsische Justizministerin und Kultusministerin
  • Sandra Roth (* 1977), Autorin

Persönlichkeiten, die in Alfter gewirkt haben

  • Johanna Elberskirchen (1864–1943), lebte von 1905 bis 1909 in Alfter und schrieb dort Bücher zur Gesundheit von Kindern.
  • Franz zu Salm-Reifferscheidt-Dyck (1899–1958), Unternehmer, lebte in Alfter, Namensgeber der Fürst-Franz-Josef-Straße.
  • Joseph Fassbender (1903–1974), Maler und Grafiker, Mitbegründer der Donnerstag-Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, das kulturelle Geschehen im Rheinland nach dem Ende der nationalsozialistischen Unterdrückung wieder zu beleben.
  • Hubert Berke (1908–1979), Maler und Grafiker, Mitbegründer der Donnerstag-Gesellschaft, lebte in Alfter.
  • Hann Trier (1915–1999), Maler, Mitbegründer der Donnerstag-Gesellschaft.
  • Rudolf Thaut (1915–1982), baptistischer Theologe, Rektor des Theologischen Seminars Hamburg, Präsident der Europäisch-Baptistischen Föderation und Vizepräsident des Baptistischen Weltbundes.
  • Herbert Zimmermann (1917–1966), Rundfunkreporter (WM-Finale Bern 1954), beerdigt auf dem Friedhof Witterschlick.
  • Johannes Wilde (1936–2021), Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter (1972–1990), Ratsmitglied in Alfter (1979–1984), lebt in Impekoven.
  • Eva Ohlow (* 1940), Künstlerin, Tochter von Hubert Berke, lebte in Alfter.
  • Klaus Hildebrand (* 1941), Historiker, lebt in Alfter.
  • Frank-Rüdiger Hildebrandt (* 1941), Architekt der Evangelischen Kirche am Herrenwingert, Professor der Alanus Hochschule, lebt in Alfter.
  • Bärbel Steinkemper (* 1947), erste hauptamtliche Bürgermeisterin von Alfter, lebt in Alfter.
  • Joachim Klöckner (* 1949), Autor, Minimalist, lebt in Alfter.
  • Roger Willemsen (1955–2016), aufgewachsen in Oedekoven.
  • Ansgar Rieks (* 1959), Generalleutnant und stellvertretender Inspekteur der Luftwaffe, lebt in Alfter.
  • Harald Meurer (* 1959), Internet-Unternehmer, lebt in Alfter.
  • Andreas Pinkwart (* 1960), von 2005 bis 2010 Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, seit 2017 Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, lebt in Witterschlick.
  • Marcelo da Veiga (* 1960), brasilianischer Germanist, Gründungsrektor der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft.
  • Anja Eichbaum (* 1963), Autorin, lebt in Gielsdorf.
  • Oliver Krauß (* 1969), Politiker (CDU) und MdL, lebt in Alfter.
  • Sabine Trinkaus (* 1969), Autorin, lebt und arbeitet in Alfter.
  • Sebastian Bachmann (* 1986), Florettfechter, lebt in Alfter.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Alfter

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