Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Der Landrat
Virchowstr. 14-16
16816 Neuruppin

http://www.ostprignitz-ruppin.de

Landkreis Ostprignitz-Ruppin

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Basisdaten
Bundesland Brandenburg
Fläche 2526.56 km2
Verwaltungssitz Neuruppin
Fläche 2526.56 km2
Adresse des Landkreises Virchowstraße 14–16
16816 Neuruppin
Website www.ostprignitz-ruppin.de
Landrat Ralf Reinhardt (parteilos)

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist ein Landkreis im Nordwesten des Landes Brandenburg.

Geografie

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin umfasst den Ostteil der Prignitz, den Hauptteil des Ruppiner Landes sowie das Ländchen Bellin des Havellandes. Naturräumlich wird er unter anderem eingenommen durch die Wittstock-Ruppiner Heide (einschließlich der Ruppiner Schweiz), das Neustrelitzer Kleinseenland (Bereich Rheinsberger Seengebiet), die Ruppiner Platte, das Rhinluch und die Rüthnicker Heide.

Nachbarkreise sind im Norden der mecklenburg-vorpommerische Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, im Osten der Landkreis Oberhavel, im Süden der Landkreis Havelland, im Südwesten der sachsen-anhaltische Landkreis Stendal und im Westen der Landkreis Prignitz.

Zum Landkreis gehören fünf der 100 flächengrößten Städte und Gemeinden Deutschlands (Wittstock/Dosse, Rheinsberg, Neuruppin, Fehrbellin, Heiligengrabe). Ostprignitz-Ruppin ist der flächenmäßig drittgrößte Landkreis Brandenburgs und steht deutschlandweit an neunter Stelle.

Geschichte

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin entstand am 6. Dezember 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der Landkreise Wittstock, Kyritz und Neuruppin. Bestrebungen, die Ostprignitz mit dem jetzigen Landkreis Prignitz in einem die ganze Prignitz umfassenden Landkreis zu vereinen, wurden von der Landesregierung abgelehnt.

Auf dem Gebiet der Städte Wittstock/Dosse, Rheinsberg und Neuruppin sowie der Gemeinde Temnitzquell liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Wittstock (Bombodrom). Pläne der Bundesregierung, diesen zu einem Luft-Boden-Schießplatz der Bundeswehr auszubauen, waren seit 1993 juristisch und politisch heftig umstritten. 2009 gab Bundesverteidungsminister Franz Josef Jung den Verzicht auf das Gelände bekannt.

Bevölkerungsentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerentwicklung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin (Einwohnerzahl 1990 vom 3. Oktober, ab 1991 jeweils 31. Dezember des Jahres). Alle Angaben sind nach dem jeweiligen Gebietsstand (1990 bis 1992: Gebietsstand 6. Dezember 1993).

Jahr Einwohner
1990 118.794
1991 116.002
1992 117.102
1993 116.866
1994 116.180
1995 116.005
1996 115.637
1997 115.670
1998 115.193
1999 114.273
Jahr Einwohner
2000 112.930
2001 111.878
2002 111.009
2003 110.057
2004 108.894
2005 108.027
2006 106.830
2007 105.812
2008 104.786
2009 103.734
Jahr Einwohner
2010 102.868
2011 99.753
2012 99.125
2013 98.944

Politik

Landrat

  • 1994–2010 – Christian Gilde (SPD)
  • seit 2010 – Ralf Reinhardt (parteilos)

Kreistag

Bei der Wahl zum Kreistag am 25. Mai 2014 ergab sich bei einer Wahlbeteiligung von 41,9 % folgende Verteilung der insgesamt 46 Sitze:

Partei / Gruppierung Sitze Fraktion
Brandenburgische Gemeinde Ruppin (BG Ruppin) 1 Bauern, freie Wähler, FDP
Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE/B90) 4 Bündnis 90/Die Grünen
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 10 CDU
Die Linke 9* Die Linke
Freie Demokratische Partei (FDP) 2 Bauern, freie Wähler, FDP
Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin e.V. (FWG e. V.) 1 Bauern, freie Wähler, FDP
Pro Ruppin e.V. 1 Bauern, freie Wähler, FDP
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 11 SPD
Wählergruppe des Kreisbauernverbandes Ostprignitz-Ruppin (WG-KBV) 5 Bauern, freie Wähler, FDP
Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen 2 BVB/Freie Wähler
  • Ein für die Linke gewählter Abgeordneter ist inzwischen fraktionslos.

Wappen, Dienstsiegel und Flagge

Der Landkreis erhielt am 2. Mai 1993 die Genehmigung, das nachfolgend beschriebene Wappen zu führen.

Blasonierung: „Gespalten durch eine silberne Deichsel; oben in Rot ein goldbewehrter silberner Adler; unten in Grün vorn eine rotgebundene goldene Lilie, hinten eine rotbelegte goldene Mitra.“

Das Dienstsiegel zeigt, vorbehaltlich anderer gesetzlicher Bestimmungen, das Kreiswappen mit der Umschrift „LANDKREIS OSTPRIGNITZ-RUPPIN – DER LANDRAT“.

Die Landkreisflagge ist Grün – Weiß – Rot (1:2:1) gestreift und mittig mit dem Kreiswappen belegt.

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Wirtschaft

In der Region spielt der Erholungstourismus mit Camping-, Jagd- und Wassersportmöglichkeiten eine Rolle.Große Teile sind land- und forstwirtschaftlich geprägt.

Städte und Gemeinden

Nach der Gemeindegebietsreform 2003 umfasste der Landkreis 23 Gemeinden, darunter sechs Städte.

Die Gemeinden Herzsprung und Königsberg erreichten 2004 einen Beschluss des Landesverfassungsgerichts, dass ihre Zwangseingemeindung am 26. Oktober 2003 in die Stadt Wittstock/Dosse aus Formfehlern nichtig war. Sie wurden solange vom Amt Wittstock/Dosse verwaltet, bis sie sich entschieden, in welche Gemeinde sie eingemeindet werden sollen. Seit dem 1. Januar 2005 gehören sie als Ortsteile zur Gemeinde Heiligengrabe.

(Einwohner am )

Städte
¹ amtsangehörige Stadt

  1. Kyritz ()
  2. Lindow (Mark) ¹ ()
  3. Neuruppin ()
  4. Neustadt (Dosse) ¹ ()
  5. Rheinsberg ()
  6. Wittstock/Dosse ()Amtsfreie Gemeinden
  7. Fehrbellin ()
  8. Heiligengrabe ()
  9. Wusterhausen/Dosse ()
Ämter und zugehörige Gemeinden

1. Lindow (Mark) ()

  1. Herzberg (Mark) ()
  2. Lindow (Mark), Stadt ()
  3. Rüthnick ()
  4. Vielitzsee ()2. Neustadt (Dosse) ()
  5. Breddin ()
  6. Dreetz ()
  7. Neustadt (Dosse), Stadt ()
  8. Sieversdorf-Hohenofen ()
  9. Stüdenitz-Schönermark ()
  10. Zernitz-Lohm ()3. Temnitz () (Amtssitz: Walsleben)
  11. Dabergotz ()
  12. Märkisch Linden ()
  13. Storbeck-Frankendorf ()
  14. Temnitzquell ()
  15. Temnitztal ()
  16. Walsleben ()

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen OPR zugewiesen und seitdem ausgegeben. Seit dem 18. März 2013 sind zudem die Unterscheidungszeichen KY (Kyritz), NP (Neuruppin) und WK (Wittstock) erhältlich.

Sonstiges

Im Kreisgebiet wird gelegentlich noch ostniederdeutsches Platt gesprochen.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Ostprignitz-Ruppin

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